Digitale Gesundheitskompetenz

„Wir machen es zu kompliziert“

Prof. Mark Dominik Alscher ist Vorsitzender des Vereins Digitale Gesundheit Baden-Württemberg. Im Interview erzählt er, warum die Deutschen so schlechte Noten in digitaler Gesundheitskompetenz haben, wo es aktuell hakt und welche Bedeutung KI künftig für das Gesundheitssystem haben wird.

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Im Fokus – Fakten und Hintergründe

Vorhaltepauschalen

Hausärzteverband wehrt sich gegen Samstags- und Abendsprechstunden

Mehr Samstags- und Abendsprechstunden? Nicht mit uns, sagt der Vorstand des Hausärztinnen- und Hausärzteverbands. Die Praxen hätten sich in der Vergangenheit „genug auf den Rücken geladen“, um dieses „System der Ausbeutung“ am Laufen zu halten. Das müsse aufhören.

KVBW-Chef Braun zur Budgetierung

„Die Hausärzte werden Leistungen kürzen müssen“

Erstmals nach zehn Jahren wurden Hausärzte in Baden-Württemberg budgetiert. Nun gab es zu diesem Thema eine Sonder-Vertreterversammlung in der KV. Vorstandschef Dr. Karsten Braun zieht ein Fazit.

Bundesregierung zum E-Rezept

„Kein dauerhafter Mehraufwand für Ärzte“

Trotz „initialer Herausforderungen“ zeigt sich die Bundesregierung zufrieden mit der Einführung des E-Rezepts. Ihr lägen zudem „keine Erkenntnisse über einen dauerhaften Mehraufwand für die Ärztinnen und Ärzte“ vor.

AOK-Bundesverband

„Alle Maßnahmen zusammen führen zu extremen Einnahmezuwächsen“

Die Geschäftsführerin Versorgung im AOK-Bundesverband vermisst im Entwurf fürs neue Versorgungsgesetz zusätzliche Aufgaben für Hausärzte im Gegenzug zu erwarteten Einnahmensteigerungen. Dr. Sabine Richard trauert außerdem den gestrichenen Primärversorgungszentren nach.

Klinikreform

Too big to fail?

Sind die Verhandlungen zur Krankenhausreform zum Erfolg verdammt? Das meint Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) nach der neuesten Bund-Länder-Runde. Die Streitpunkte bleiben indes die gleichen.

Pädiatrische Intensiv­medizin

„Wir steuern ungebremst in eine Katastrophe“

Seit Jahren sinkt die Zahl betreibbarer Betten in den Kinderkliniken. Die pädiatrische Intensivmedizin steuere in eine Katastrophe, warnen Fachgesellschaften. Sie fordern neue Strategien - und von der Stiko mehr Tempo.

Baden-Württemberg

Satter Honorarverlust für die Hausärzte

Auch die Hausärztinnen und Hausärzte in Baden-Württemberg spüren seit einigen Monaten die Budgetierung. Jetzt legt die Kassenärztliche Vereinigung konkrete Zahlen zum Honorarverlust vor.

Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse

„Die Verfahren dauern eindeutig zu lange“

Ohne den Zustrom von Ärztinnen und Ärzten aus anderen Ländern wäre die Versorgung in der derzeitigen Form kaum noch zu gewährleisten, meint der Präsident der Ärztekammer Westfalen-Lippe, Dr. Hans-Albert Gehle. Doch die bürokratischen Mühlen bei der Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse mahlten immer noch viel zu langsam.

Reaktionen zum GVSG-Entwurf

KBV verlangt mehr Beinfreiheit

Die KBV hat die Streichung der Gesundheitskioske und primärärztlichen Versorgungszentren aus dem Gesundheitsversorgungs­stärkungsgesetz begrüßt. Nun müsse der Fokus auf der Hausarzt-Entbudgetierung liegen. Dafür brauche die Selbstverwaltung aber mehr Beinfreiheit.

Bundesgesundheitsminister

Lauterbach macht auf drohenden Ärztemangel aufmerksam

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach stimmt die deutsche Bevölkerung auf große Lücken in der medizinischen Versorgung ein. Das Land werde in eine „schwierige Versorgungssituation kommen".

Rechtliche Vorgaben

Das müssen Praxen bei Cyber-Angriffen tun

Wie müssen sich Arztpraxen vor Cyber-Angriffen absichern – und was müssen sie tun, wenn sie einen Angriff bemerken? Über die rechtlichen Hintergründe hat der änd mit einer juristische Referentin beim Hamburgischen Beauftragten für Datenschutz und Informationsfreiheit gesprochen.

Immobilienanlagen der KVWL

KV muss mindestens 100 Millionen Euro abschreiben

Die KV Westfalen-Lippe muss mindestens 100 Millionen Euro auf verlustbringende Finanzanlagen in Gewerbeimmobilien abschreiben. Davon geht zumindest KVWL-Chef Dr. Dirk Spelmeyer aus. Vorstand Thomas Müller hat inzwischen gekündigt.

Medikation in der ePA

E-Rezept-Enthusiast König: „Wir müssen das einfach lösen“

Der geplante digitale Medikationsprozess in der ePA verspricht viele Vorteile, meint E-Rezept-Enthusiast Ralf König. Dagegen warnt Gematik-Produktmanager Charlie Bunar vor zu hohen Erwartungen.

AOK zum Ärzteprotest

„Rhetorisch abrüsten“

Wenig Verständnis für die Proteste von Ärzteschaft, Kliniken und Apothekern gegen die Politik der Bundesregierung zeigt der AOK-Bundesverband. Statt „schriller Töne“ empfiehlt Verbandschefin Carola Reimann „rhetorisch abzurüsten“ und die Augen nicht vor den „ökonomischen Tatsachen“ zu verschließen. Auch aus der Politik kamen Kommentare.

Gemeinsamer Appell

„Versorgung in Gefahr“

Die Gesundheitspolitik von Minister Karl Lauterbach (SPD) bringe die „Versorgung in Gefahr“. Mit dieser Warnung sind am Donnerstagmittag die Spitzen der Organisationen von Ärzten, Zahnärzten, Apothekern und Kliniken gemeinsam vor die Hauptstadtpresse getreten.

Klinikreform

Lauterbach erwartet drastischen Umbau der Krankenhauslandschaft ab Herbst

Die Krankenhausreform ist auf der Zielgeraden und im Zeitplan, meint Gesundheitsminister Karl Lauterbach. Zu aktuellen Gesprächsrunden präsentiert er ein Planungs- und Simulationsmodell, das ab Herbst öffentlich sein soll.

Verpasste Bereitschaftsdienste

Bis zu 1500 Euro „Aufwendungsersatz“ und ab zum Rapport

Vertragsärzten, die ihren Bereitschaftsdienst nicht antreten und nicht für Ersatz sorgen, drohen empfindliche Geldstrafen. Die Abschreckung zeigt Wirkung. Die Ausfallquoten sind niedrig, zeigt eine änd-Umfrage bei den Kassenärztlichen Vereinigungen. Doch welche Folgen hat das Poolärzte-Urteil des Bundessozialgerichts auf die Bereitschaftsdienst-Moral?

Drei Monate nach Beginn

„Wir möchten das E-Rezept nicht mehr missen“

Beim Start des E-Rezepts gab es viele Schwierigkeiten, inzwischen könne es aber Zeit sparen, so der Tenor bei der DMEA. Mit Blick auf die anstehende ePA für alle wünschen sich aber alle mehr Unterstützung bei der Aufklärungsarbeit.

ZI-Chef

Gesetz führt zur „Chaotisierung“ der hausärztlichen Versorgung

Das ZI hat den Referentenentwurf fürs Gesundheitsversorgungsstärkungsgesetz analysiert. Fazit: Das Gesetz habe das Potenzial, die medizinische Versorgung chronisch Kranker massiv zu beeinträchtigen.

KBV warnt vor Lauterbach-Gesetz

„Durchschnittliche Verluste von über 80.000 Euro im Jahr“

Vor massiven Verlusten für Hausarztpraxen durch das geplante Gesundheitsversorgungsstärkungsgesetz hat der Vorstand der Kassenärztlichen Bundesvereinigung gewarnt. In einem Brief an Gesundheitsminister Lauterbach nennt der Vorstand erstmals konkrete Zahlen.