Merz kritisiert hohen Krankenstand
In der kalten Jahreszeit gehört es fast dazu, dass es überall hustet und niest. Viele lassen sich auch krankschreiben. Der Kanzler sieht hier ein generelles Problem.
In der kalten Jahreszeit gehört es fast dazu, dass es überall hustet und niest. Viele lassen sich auch krankschreiben. Der Kanzler sieht hier ein generelles Problem.
Krankmeldungen, Frust und Dienst nach Vorschrift sind die wahren Vorboten des Personalmangels in vielen Arztpraxen, sagt der Personalberater Reiner Huthmacher. Im änd-Interview erklärt er, warum viele Praxen zu spät reagieren und wie sich mit kleinen Schritten Führung, Motivation und Stabilität zurückholen lassen.
Die Patienten merken es: Die Zahnarztpraxis schließt, der Hausarzt geht in den Ruhestand. So sehen die aktuellen Zahlen in Sachsen-Anhalt aus.
Drei Ärztinnen und einen Arzt hat die KV Westfalen-Lippe bislang für ihr Förderprogramm Landarztstarter im Hochsauerlandkreis gewinnen können. Das Quartett absolvierte jetzt seinen ersten Seminartag. Das Projekt hat mittlerweile einen prominenten Schirmherren, der bereits in einer Praxis zu Besuch war.
Ein Jahr nach dem Start ist die elektronische Patientenakte fast allen bekannt, wird aber kaum genutzt. Eine aktuelle Umfrage zeigt deutliche Unterschiede zwischen Altersgruppen und Regionen – und wirft die Frage auf, warum der digitale Mehrwert bei den Patientinnen und Patienten noch nicht ankommt.
Die Zahl der Apotheken in Deutschland fällt auf den tiefsten Stand seit fast 50 Jahren. Die ABDA warnt vor einer Gefährdung der wohnortnahen Versorgung – und auch Niedersachsens Gesundheitsminister sieht Handlungsbedarf.
Eine Jugendliche wird fiebernd, agitiert und tachykard per Rettungswagen in ein Krankenhaus eingeliefert. Es stellt sich heraus, dass der Zustand bei rechtzeitiger Therapieeinleitung hätte verhindert werden können.
Besonders zuckerhaltige Getränke könnten in Zukunft stärker besteuert werden. Das plant jedenfalls Daniel Günther, Ministerpräsident von Schleswig-Holstein. Die Deutsche Gesellschaft für Allgemein- und Familienmedizin (DEGAM) begrüßt diese Initiative ausdrücklich.
Die Corona-Pandemie hat in Deutschland zu gesellschaftlichen Spannungen geführt, eine Aufarbeitung findet seit einiger Zeit statt, auch in den Ländern. Eine Enquete-Kommission in Brandenburg soll die damaligen Maßnahmen kritisch unter die Lupe nehmen.
Die Landesärztekammer Hessen weist darauf hin, dass in letzter Zeit offenbar vermehrt Arbeitsunfähigkeits­bescheini­gungen in Hessen im Umlauf sind mit Namen von Ärzten, die kein Kammermitglied sind. Sie hat jetzt eine Liste dieser Namen veröffentlicht.
Zirkulierende Tumorzellen (CTC) bei dreifach negativem Brustkrebs (TNBC) zu verfolgen, ist eine Herausforderung. Eie US-Studie präsentiert nun ein Verfahren, mit dem der Nachweis von TNBC-Zellen gelingt. Dabei identifizierten sie auch vier Proteine, die als Marker dienen können.
Bei großflächigen Verbrennungen stößt die klassische Spalthauttransplantation an ihre Grenzen. Ein Team der Universität Zürich züchtet aus kleinsten Hautbiopsien lebende, elastische Hauttransplantate, die Narbenbildung reduzieren und mitwachsen können. Erste Patienten werden bereits im Rahmen klinischer Studien behandelt.
Eine chronische Entzündung der Bauchspeicheldrüse zählt zu den größten Risikofaktoren für die Entstehung von Bauchspeicheldrüsenkrebs. Ein Forschungsteam der Uni Halle konnte nun „zentrale molekulare Zusammenhänge“ aufklären. Das könnte helfen, Risikopersonen früher zu identifizieren.
Der Plan von Gesundheitsministerin Warken, Patientinnen und Patienten mit Blick auf die Gesundheitsversorgung künftig mehr in die Verantwortung zu nehmen, stößt dem Sozialverband VdK sauer auf. Soziale Ungleichheiten würden damit weiter verstärkt.
Kommerzielle Terminportale sind für viele Praxen Alltag – aber nicht selten auch ein Datenschutzrisiko. Mit Open Reception soll 2026 eine Open-Source-Alternative starten, die Patientendaten schützt und den Praxisalltag vereinfachen will. Geschäftsführer Karl Ludwig Weise erklärt, was das System kann und was nicht.
Der Landesverband Nordrhein der Freie Ärzteschaft übt Kritik an Äußerungen der BKK-Dachverbandsvorsitzenden zur Primärversorgung. Telemedizinische Betreuung durch Pflegekräfte statt ärztlicher Behandlung sei eine Abkehr vom medizinischen Standard.
Die Kombination aus intensivierter medikamentöser Therapie und Karotis-Stenting senkt bei Patienten mit hochgradiger, asymptomatischer Karotisstenose das Risiko für Schlaganfälle. Das ergab eine Auswertung, die in zwei unabhängigen Studien unterschiedliche Verfahren analysiert hat.
Die Debatte über Selbstbeteiligungen im Gesundheitssystem geht in die nächste Runde: Mit einer Gebühr von 15 Euro pro Hausarztbesuch will der Verband der Familienunternehmen die Ausgaben der Krankenversicherung dämpfen.
Weniger Fahrten zur Arztpraxis für die Patienten, weniger Karten einlesen für die MFAs, mehr Zeit für die Patienten. Zwei Hausärzte berichten, was der Einsatz der eEB in ihren Praxen verändert hat – und warum sie zahlreiche Bedenken dabei für unbegründet halten.
Bundesgesundheitsministerin Nina Warken versprach beim Neujahrsempfang der Ärzteschaft am Donnerstagabend in Berlin nicht nur die GOÄ für 2026. Sie verteidigte auch ihre Apothekenreform und skizzierte Angelpunkte der Primärversorgung.
Die Digitalisierung dürfe Praxen nicht länger ausbremsen, mahnt KBV-Vorständin Sibylle Steiner. Besonders beim Kommunikationsdienst KIM und bei der elektronischen Patientenakte sieht sie dringenden Handlungsbedarf.
Eine neue Hülle aus Nanopartikeln könnte die Entwicklung von Impfungen über die Atemwege gegen Atemwegsviren beschleunigen. Forschende aus München werten die Innovation als nächste Generation pulmonaler Impfstoffe.
Die Deutsche Gesellschaft für Nuklearmedizin (DGN) hat ihre Leitlinie zur „Beta-Amyloid-PET-Bildgebung des Gehirns“ überarbeitet. Die neuen Handlungsempfehlungen stellen den Autoren zufolge „eine substantielle Fortentwicklung“ der 2016 erstmals veröffentlichten Leitlinie dar.
Bei fortgeschrittener chronischer Lebererkrankung siedeln sich Bakterien aus dem Mund im Darm an. Das fanden Forschende der TU München in Zusammenarbeit mit dem King’s College London heraus. Dies hat Folgen: Die Darmbarriere wird geschädigt und die Lebererkrankung verschlechtert sich.
Ein Kinderarzt sitzt wegen Missbrauchsverdacht in U-Haft. Gibt mehrere mutmaßliche Opfer? Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft reichen bis 2016 zurück.
Nach der Vorlage der Vorhabenplanung des Bundesgesundheitsministeriums (BMG) macht die SPD Druck. Der gesundheitspolitische Sprecher Dr. Christos Pantazis fordert ein schnelles Reformtempo. Nur so ließen sich Leistungskürzungen vermeiden.
Ein 15-Jähriger erleidet einen plötzlichen Hörverlust, der von starkem Schwindel und Übelkeit begleitet wird. Doch alle Untersuchungsbefunde sind unauffällig. Was steckt dahinter?
G-BA-Chef Hecken hat schnelle Strukturreformen im Gesundheitswesen angemahnt. Zu diesen gehören seiner Auffassung nach unter anderem die Einführung eines Primärversorgungssystems und eine Vergütung nach Qualität – nicht nach Menge.
Lebensmittel in Deutschland enthalten insgesamt nur selten mehr Rückstände von Pflanzenschutzmitteln als erlaubt. Das teilt das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) mit. Mit Vorsicht zu genießen sind unter Umständen aber Grapefruits, Kirschen sowie Mangos, Paprika-Fruchtgewürz und Grünkohl.
Im Gesundheitswesen muss gespart werden, meint auch die Deutsche Krankenhausgesellschaft. Allerdings sollten die Kassen dabei zuerst bei sich selbst anfangen.
Der Verband der Akkreditierten Labore in der Medizin (ALM) weist Forderungen nach einem generellen Fremdbesitzverbot im Gesundheitswesen zurück. Statt ideologischer Grenzen fordert der Verband eine Debatte über Qualität, Transparenz und wirksame Aufsicht bei Medizinischen Versorgungszentren.
Mit Preisbremsen, mehr Transparenz und erweiterten Verordnungsvorgaben will die AOK die Arzneimittelausgaben dämpfen. Für Vertragsärztinnen und -ärzte würde das mehr Steuerung im Verordnungsalltag bedeuten.
Das seit Langem zugelassene Alzheimer-Medikament „Memantin“ könnte künftig auch Patienten mit Sichelzellanämie helfen. Darauf deuten erste klinische Daten einer Studie unter der Leitung der Uni Zürich hin.
ME/CFS und Long COVID weisen zahlreiche klinische und pathophysiologische Parallelen auf, doch eine schlüssige Erklärung für die Krankheitsentstehung und -persistenz fehlt bislang. Forschende rücken nun die endotheliale Dysfunktion und Seneszenz nach Virusinfektionen ins Zentrum.
Hohe Kosten, schwacher Support und anfällige TI-Anwendungen: Eine aktuelle Zi-Erhebung zeichnet ein ernüchterndes Bild des PVS-Marktes. Trotz leichter Verbesserungen bleibt die Unzufriedenheit in den Praxen hoch und der Leidensdruck groß.
Wer gezielt nach Arztterminen für gesetzlich Versicherte sucht, darf nicht bei kostenpflichtigen Privatangeboten landen. Das Landgericht Berlin erklärt die Praxis von Doctolib für irreführend und stärkt die Rechte von Kassenpatienten. Doctolib weist die Kritik zurück und geht in Berufung.
In Gesundheitsdaten stecken aus Sicht des Bundesverbands Managed Care noch viele ungenutzte Möglichkeiten. Der Verband zeigt in einer neuen Publikation anhand von Beispielen, wie Gesundheitsdaten und künstliche Intelligenz Forschung, Versorgung und Versorgungskoordination im Gesundheitswesen unterstützen können.
In Deutschland sind schätzungsweise 1,1 Millionen Menschen abhängig von Benzodiazepinen. Vor allem Hausärzte sind häufig mit dem Problem konfrontiert, werden sie doch um neue Rezepte gebeten oder haben die Folgen des Übergebrauchs vor Augen. Kann eine digitale Begleitung helfen, die Abhängigkeit zu beenden oder die Dosis zu reduzieren?
Für viele Erkrankungen oder Organschädigungen gibt es Bluttests, die das Ausmaß der Schädigung anzeigen. Beim Schlaganfall ist das bislang noch nicht der Fall. Das könnte sich aber nun ändern, denn Forschende der LMU Klinkum München und internationale Partner haben einen solchen Marker gefunden: Brain-derived Tau (BD-tau).
Der Hausärztinnen- und Hausärzteverband (HÄV) mahnt bei seinem Neujahrsempfang Tempo bei der Einführung der Primärversorgung an. Staatssekretär Sorge verweist indes auf die Fülle dringender Vorhaben.
Bis zum Sommer soll ein neues Digitalgesetz kommen. Das geht aus der Vorhabenplanung des Bundesgesundheitsministeriums hervor. Was Warken für 2026 außerdem ankündigt.
Nach den jüngsten Aussagen von Ministerpräsident Markus Söder zur ambulanten Versorgung auf dem Land weist die Kassenärztliche Vereinigung Bayerns die Kritik entschieden zurück. Der Vorstand zeigt sich irritiert über Söders implizite Drohung mit dem Staatskommisssar und fordert seinen konstruktiven Dialog.
Nach dem Verdacht des sexuellen Missbrauchs gegen einen Kinderarzt im brandenburgischen Rathenow will die betroffene Klinik ihre Schutzmechanismen überprüfen.
Die Stärkung der Frauengesundheit liege ihr sehr am Herzen, betont Gesundheitsministerin Warken immer wieder. Deshalb will die CDU-Politikerin die wissenschaftliche Forschung zum Thema mehr unterstützen. Ihr Haus hat dafür am Mittwoch einen ersten wichtigen Schritt gemacht.
Das Vertrauen der deutschen Bevölkerung in die Bundesregierung schwindet, auch im gesundheitspolitischen Bereich. Nach einer aktuellen Umfrage traut nur noch eine Minderheit der Bundesbürger der schwarz-roten Koalition zu, dass sie das Gesundheits- und Pflegesystem zukunftsfest machen kann.
Das ProVee-System – ein neuer permanenter Prostata-Urethralstent, ist als minimalinvasive Erstlinien-Intervention bei der benignen Prostatahyperplasie gedacht. Die Sicherheit und Wirksamkeit testeten Forschende nun in der prospektiven, randomisierten, doppelblinden und Sham-kontrollierten ProVIDE-Studie.
Immer mehr junge Menschen verzichten bewusst auf eine feste Beziehung. Das macht aber nicht unbedingt glücklicher, wie eine Studie aus Zürich nun herausfand. Besonders kritisch ist das Alter Ende zwanzig.
Was soll ich essen?: Diese Frage stellen sich Patienten mit entzündlichen Darmerkrankungen wie Morbus Crohn und Colitis ulcerosa sicher häufig. Eine neue Studie von Forschern der Uni Stanford (USA) liefert nun eine mögliche Antwort.
Eine 30-jährige Frau und Mutter von zwei Kindern ist in der 22. Schwangerschaftswoche. Ein weiteres Kind möchte sie nicht bekommen und nimmt ohne ärztliche Begleitung Misoprostol in viel zu hoher Dosierung zur Beendigung der Schwangerschaft ein. Die Folgen sind dramatisch und lebensbedrohlich.
Überlastete Sehnen verändern sich auf molekularer Ebene. Zürcher Forschende identifizierten unlängst ein Protein als zentralen Auslöser schmerzhafter Tendinopathien. Die Ergebnisse erklären aber auch, warum eine frühe Behandlung so entscheidend ist.