SPD will Bundesanteil erhöhen
Die Koalition will steigende Milliardenausgaben der Krankenkassen unter Kontrolle bringen. Kommt kurz vor dem angepeilten Kabinettstermin Bewegung in eine der strittigen Fragen?
Die Koalition will steigende Milliardenausgaben der Krankenkassen unter Kontrolle bringen. Kommt kurz vor dem angepeilten Kabinettstermin Bewegung in eine der strittigen Fragen?
Im Vorfeld der Kabinettsentscheidung hat sich das „Bündnis Gesundheit“, in dem sich mehr als 40 Organisationen des deutschen Gesundheitswesens zusammengeschlossen haben, mit einer Resolution deutlich gegen das geplante GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz ausgesprochen.
Ein Jahr nach dem bundesweiten Start nutzt nur rund jeder Vierte die elektronische Patientenakte. Zwar hat sich die Zahl der Anwender nahezu verdoppelt. Von einer breiten Verankerung im Versorgungsalltag aber ist die Akte noch immer weit entfernt.
Während auf Bundesebene bislang noch über Pläne für eine Notfallversorgungsreform diskutiert wird, kommt man in Hessen schon „ins Machen“. Dort ist jetzt ein Projekt in den Echtbetrieb gestartet, das Bereitschafts- und Rettungsdienst miteinander verzahnt. Taugt es als Blaupause für die bundesweite Reform?
Die Berliner Gesundheitssenatorin Ina Czyborra (SPD) warnt vor den Folgen des GKV-Sparpakets für die stationäre und ambulante Versorgung. Sie fordert eine Steuerfinanzierung der Leistungen für Bürgergeldempfänger.
Die klassische Einteilung von Übergewicht basiert weltweit vor allem auf dem Body-Mass-Index (BMI). Doch den Ergebnissen einer Übersichtsarbeit zufolge greift der Ansatz zu kurz: Überraschend viele Kinder litten trotz Normalgewicht unter metabolischen Stoffwechselstörungen.
Mit dem neuen Digitalgesetz will das Ministerium die Entwicklungen im GKV-System massiv vorantreiben. Der Ärzteschaft dämmert es so langsam, wie weit die neuen Befugnisse der Kassen dabei gehen sollen.
Am Mittwoch will die Bundesregierung das GKV-Sparpaket beschließen. Noch laufen die regierungsinternen Abstimmungen. Ein zentrales Thema: Kommt die Zuckersteuer – und möglicherweise auch eine Beteiligung des Bundes am GKV-Sparpaket?
Für Bronchiektasen gab es lange keine gezielte zugelassene Therapie. Mit Brensocatib hat sich das geändert. Eine internationale Studie zeigt nun, dass der Wirkstoff möglicherweise nicht nur bekannte neutrophile Entzündungsenzyme hemmt, sondern auch ein bislang wenig beachtetes Protein beeinflusst.
Ob bei Kommunikation und Datenaustausch, Dokumentation oder Terminmanagement: Laut einer Umfrage sieht ein Großteil der Ärzte Verbesserungen durch den Einsatz digitaler Anwendungen. Ganz oben auf ihrer Wunschliste: Tools zur automatisierten Abrechnung und Kodierung.
Digitale Hausarztpraxen, medizinische Angebote im Supermarkt und Plattformen, die Patientendaten sektorenübergreifend bündeln: Auf einer Veranstaltung der ApoBank wurde deutlich, wie KI und Digitalisierung die Versorgung bereits verändern und wo sie noch an regulatorischen, vergütungsrechtlichen und strukturellen Hürden scheitern.
Der Virchowbund ruft die niedergelassene Ärzteschaft zur Geschlossenheit auf. „Wir sollten unsere Kräfte bündeln“, fordert Vorsitzender Dr. Dirk Heinrich in einer am Montag veröffentlichten Mitteilung – spricht damit aber eigentlich nur eine bestimmte Fachgruppe an.
Eine hochpräzise, nicht-invasive Strahlentherapie – die sogenannte stereotaktische Arrhythmie-Radioablation (STAR) – könnte sich als wirksame Option für Patienten mit therapierefraktären ventrikulären Tachykardien (VT) erweisen. Das ist das Zwischenergebnis einer noch laufenden Studie aus Deutschland.
Als „Ressourcenverschwendung“ bezeichnet der Hausärztinnen- und Hausärzteverband Nordrhein den politischen Plan, die 116 117 zu einem digitalen Ersteinschätzungstool auszubauen. Stattdessen sollte der Fokus auf die Hausarztzentrierte Versorgung als Instrument der Primärversorgung gelegt werden.
Mehr Mitsprache der Landesbehörden bei der Vergabe von Kassenarztsitzen: Diese Forderung aus der Hamburger SPD erhebt auch die Bremer Gesundheitssenatorin.
Bei intrakranieller Atherosklerose können ältere Infarkte ein Warnsignal sein. Eine aktuelle Studie zeigt, dass solche Läsionen im betroffenen Gefäßterritorium häufig unbemerkt bleiben. Für die Risikoeinschätzung nach Schlaganfall lohnt sich deshalb ein genauerer Blick auf die Vorbefunde in der Bildgebung.
Hilft UV-Licht bei Psoriasis, Prurigo oder Palmoplantarer Pustulose? Die Antworten zu dieser Frage gibt es in einer neuen Leitlinie: Sie bringt Empfehlungen für die Anwendung von Phototherapien mit UV-B und UV-A und der Photochemotherapie bei der Behandlung von Dermatosen auf den neuesten Stand.
Atemwegsinfektionen sind besonders bei Immunsuppression – wie etwa bei einer Krebserkrankung – eine häufige Ursache für Morbidität und Mortalität. Dass eine RSV-Infektion aber womöglich ganz gegenteilige Wirkung haben könnte, zeigt eine Studie, die zwar bisher noch experimenteller Natur war, aber womöglich Therapieimplikationen mit sich bringen könnte.
Auch ein Jahr nach der Entbindung berichten viele Erstgebärende über Beschwerden im Beckenbodenbereich. Eine große Kohortenstudie aus Schweden hat den Einfluss des Verletzungsgrades untersucht und überraschende Ergebnisse gefunden.
Die Versorgungslage in der Pädiatrie ist bereits angespannt. Warkens Sparpaket könnte sie weiter verschärfen, warnt die Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin (DGKJ). Und noch etwas anderes stößt der Fachgesellschaft bitter auf.
Viele Patienten mit Übergewicht wissen, dass Bewegung helfen würde – und scheitern doch an geringer Fitness, Schmerzen oder fehlender Motivation. Yoga verspricht einen niedrigschwelligen Einstieg. Eine Metaanalyse zeigt nun, bei welchen kardiometabolischen Parametern Yoga messbare Effekte haben könnte.
Wer sich als Arzt oder Ärztin niederlassen möchte, kann dabei fast immer auf finanzielle Zuschüsse hoffen. Doch die sind nicht selten an Bedingungen geknüpft. Auch fallen sie von KV-Region zu KV-Region unterschiedlich üppig aus. Der änd gibt einen Überblick. Heute: die Nord-KVen.
Die Delegiertenversammlung des Hausärztinnen- und Hausärzteverbandes hat das Ministerium aufgefordert, die neue GOÄ noch im Jahr 2026 auf den Weg zu bringen und die entsprechende Rechtsverordnung zeitnah zu erlassen.
Sollten Steueraufschläge für Cola und Limo kommen, um Anreize für gesündere Ernährung zu setzen? Die Gesundheitsministerin ist dafür. Doch das letzte Wort in der Regierung ist noch nicht gesprochen.
Die wilde gesundheitspolitische Debatte der letzten Woche hat sich weitgehend von den ursprünglichen Sparvorschlägen der Kommission gelöst, findet änd-Kolumnist Dr. Matthias Soyka – und wundert sich, was die Politik daraus gemacht hat.
Am Mittwoch will das Kabinett die Reformpläne von Gesundheitsministerin Warken beschließen. Doch nicht nur aus der Opposition gibt es weiter Kritik.
Laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) erkrankten im Jahr 2024 weltweit rund 282 Millionen Menschen an Malaria. Etwa 600.000 starben dadurch. Besonders betroffen sind Kinder in Subsahara-Afrika. Dass Malaria ein uralter Begleiter der Menschheit ist und das Leben von Menschen in Afrika in den letzten 74.000 Jahren nachhaltig beeinflusst hat, belegt eine nun veröffentlichte Studie.
GLP-1-Rezeptoragonisten verändern längst den Versorgungsalltag bei Adipositas und Typ-2-Diabetes. Damit gewinnen Sicherheitsfragen neue praktische Bedeutung. Prof. Matthias Laudes trennte auf dem DGIM-Kongress relevante Risiken von überschätzten Signalen.
Warum kommen manche Menschen besser durch Krisen als andere? Eine aktuelle Studie liefert dazu nun Antworten. Demnach ist Resilienz kein festes Persönlichkeitsmerkmal, sondern ein aktiver Anpassungsprozess im Gehirn.
Neue DNA-Analysen zeichnen ein dynamisches Bild der Besiedlung Südamerikas – und rücken damit auch Migration stärker in den Fokus als bisher angenommen.
Wenn sie medizinische Fragen beantworten sollen, schneiden beliebte Chatbots durchweg schlecht ab, zeigt eine neue Studie. Auch die Qualität der Quellenangaben und die Lesbarkeit lassen zu wünschen übrig.
Kaum ein politisches Feld wird so stark geprägt von Konkurrenzkämpfen verschiedener Lobbygruppen wie die Gesundheitspolitik. Doch warum ist das so? Darauf weiß Prof. Nils C. Bandelow Antworten. Der Politikwissenschaftler forscht unter anderem zu diesem Thema. Und hat auch Ratschläge für die Ärzteschaft parat.
Kurz vor politischen Entscheidungen über eine mögliche Zuckersteuer wächst der Druck aus der Ärzteschaft auf die Bundesregierung. Knapp 4.000 Ärztinnen und Ärzte haben sich in einem offenen Brief für eine Herstellerabgabe auf zuckrige Getränke ausgesprochen.
Die Gesetzespläne von Bundesgesundheitsministerin Nina Warken sorgen derzeit für erhebliche Unruhe im ambulanten Sektor. Im Interview mit dem änd ordnet der Vorstandsvorsitzende der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns, Dr. Christian Pfeiffer, die Auswirkungen der Reformen ein – und spart dabei nicht mit deutlicher Kritik an den aktuellen politischen Vorhaben.
Bei der Gesundheitsreform geht es nicht nur um Einsparungen: Gutverdiener sollen bis zu einer höheren Einkommensgrenze Beiträge zahlen müssen. Die Kassen sind davon nicht begeistert.
Unwirksame Klauseln, hohe Nachzahlungen, Scheinselbstständigkeit: Arbeitsverträge in Arztpraxen bergen erhebliche Risiken – oft unbemerkt. Rechtsanwältin Lisa Wohlert von der Kanzlei für Gesundheitsrecht zeigt, an welchen Stellen Verträge angreifbar sind und wie sich mit der richtigen Gestaltung teure Fehler vermeiden lassen.
Kaffee gilt als Wachmacher und Alltagsritual. Eine aktuelle Studie legt nun nahe, dass regelmäßiger Konsum nicht nur Spuren im Darm hinterlässt. Auch Stimmung, Verhalten und Kognition könnten stärker mit dem täglichen Kaffee zusammenhängen als bislang gedacht.
Während die Genetik klare Grenzen setzt, spielt uns unsere Wahrnehmung immer wieder Streiche: Doppelgänger scheinen allgegenwärtig – wissenschaftlich betrachtet sind sie jedoch nahezu ausgeschlossen, teilt die Universität Witten/Herdecke zum heutigen Welt-DNA-Tag mit.
Dass extreme klimatische Bedingungen einen Einfluss auf die Mortalität haben, ist bekannt. Polnische Forschende untersuchten nun konkret, wie Hitze und Kälte in Europa auf Herzerkrankungen wirken. Die Ergebnisse zeigen: Die Folgen des Klimawandels sind auch in Europa zu spüren.
Die operative Entfernung der Gaumenmandeln ist bei Jugendlichen und Erwachsenen nicht selten mit erheblicher postoperativer Morbidität verbunden. Eine randomisierte Studie aus Finnland hat nun untersucht, ob moderne intrakapsuläre Verfahren die Erholungszeit verkürzen.
Um die Krankenkassen zu stabilisieren, bereitet die Koalition ein großes Spargesetz vor. Nur was kommt hinein? Die Ministerin gibt sich gesprächsbereit, nennt aber eine zentrale Bedingung.
Dass der Unmut der Hausärzte über das GKV-Spargesetz groß ist, hatte sich bereits im Vorfeld abgezeichnet. Auf der Frühjahrstagung des Hausärztinnen- und Hausärzteverbandes teilten die Bundesvorsitzenden, Professor Dr. Nicola Buhlinger-Göpfarth und Dr. Markus Blumenthal-Beier, jedoch in ungewohnter Härte gegenüber der Politik aus – und auch KBV und Fachärzteschaft bekamen ihr Fett weg.
Eine Krankenkasse soll zu Unrecht erhebliche Zahlungen erhalten haben, indem Daten von Patienten nachträglich geändert wurden. Nach jahrelangen Ermittlungen fiel nun ein Urteil.
Mehr als zwei Millionen Euro für Anzeigen, Social Media und Spots: Die Bundesregierung weist Kritik an ihrer Informationskampagne zur Krankenhausreform zurück. Es handle sich nicht um Werbung, sondern um gesetzlich vorgeschriebene Aufklärung.
Ein 74-jähriger Mann stellt sich mit Ohrenschmerzen bei seinem Hausarzt vor. Aufgrund mehrerer Warnsignale erfolgt die fachärztliche Vorstellung, schließlich die Klinikeinweisung. Dort wird eine ausgeprägte Mastoiditis mit multiplen Komplikationen diagnostiziert.
Ob Pandemie, Anschlag oder Flut: In Halle entsteht ein Zentrum, das Einsatzkräfte, Behörden und Ärzte fit für den Ernstfall macht. Wie Sachsen-Anhalt auf die nächste Krise vorbereitet wird.
Die hessische Ärzteschaft schlägt Alarm: Immer häufiger würden Botox-Injektionen von nichtärztlichen Anbietern durchgeführt, teils sogar von Ärzten ohne deutsche Approbation. Die Delegierten der Landesärztekammer fordern strengere Kontrollen und Sanktionen.
Die Hausärzteschaft erhöht den Druck auf die Politik. Im Vorfeld ihrer Mitgliederversammlung in Magdeburg warnt der Hausärzteverband: Die geplanten Einschnitte im GKV-Spargesetz könnten das einzige funktionierende Reformelement ausbremsen – die HzV.
Der Bundestag hat am Freitag die sogenannte 1000-Euro-Mobilitätsprämie beschlossen, die Unternehmen steuerfrei an ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auszahlen können. Nahezu keine Klinik in Deutschland werde das tun, meldet jetzt die Deutsche Krankenhausgesellschaft – und gibt der Regierung die Schuld.
Eine odontogene Sinusitis maxillaris ist eine entzündliche Veränderung der Schleimhaut der Kieferhöhle, die überwiegend in Folge einer odontogenen Infektion oder einer zahnmedizinischen Behandlung entsteht. Die Deutsche Gesellschaft für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie (DGMKG) hat nun eine aktualisierte Fassung der entsprechenden Leitlinie veröffentlicht.