Blatt hält Beitragssenkungen für möglich
Die Beiträge der gesetzlich Krankenversicherten kannten zuletzt nur eine Tendenz - nämlich aufwärts. Das könnte sich ändern, meint der GKV-Spitzenverband, nennt aber eine Bedingung.
Die Beiträge der gesetzlich Krankenversicherten kannten zuletzt nur eine Tendenz - nämlich aufwärts. Das könnte sich ändern, meint der GKV-Spitzenverband, nennt aber eine Bedingung.
Was in der konservativen Adipositastherapie lange kaum vorstellbar war, ist inzwischen Realität: Mit neuen Medikamenten lassen sich Gewichtsreduktionen erreichen, die früher fast nur nach bariatrischer Chirurgie möglich waren. Auf dem Kongress zeigte sich aber auch, warum von einer einfachen Lösung keine Rede sein kann.
Ein Teampraxis-Modell mit KI-Unterstützung – dafür hat sich Gesundheitspolitiker Stephan Pilsinger bei der Digitalmesse DMEA ausgesprochen. Ein KV-Vertreter warb für eine „Innovationsprämie“ für Praxen, die KI-Tools einsetzen.
Die Patientin stellt sich mit seit mehreren Wochen bestehender Hämoptoe und neu aufgetretenen pulmonalen Verschattungen vor. Sie erhält überdies zum Zeitpunkt der Aufnahme eine kombinierte Hormon- und Chemotherapie aufgrund eines rezidivierten Mammakarzinoms.
Ein besserer Austausch von Daten zwischen den Leistungserbringern, Unabhängigkeit vom Konnektor und langfristig geringere Kosten: Bei einer Diskussionsrunde zeigten sich Vertreter von Kassen, Leistungserbringern und der Gematik zuversichtlich zum Start der TI 2.0.
Forschende aus China fanden Mikro- oder Nanoplastik (MNP) im Gehirn von Patienten mit Hirntumoren vor allem in peritumoralem Gewebe. Bisherige Studien lieferten kontrovers diskutierte Ergebnisse zu MNP im Gehirn, doch auch die nun veröffentlichten Studienergebnisse werden von Fachleuten sehr kritisch gesehen.
Bewegungsmangel und Übergewicht haben bei Kindern aufgrund der „anderen Biomechanik“ gravierendere Verletzungen zur Folge. Auf diesen Zusammenhang wies der Kinderchirurg Prof. Dr. Martin Kaiser im Vorfeld des aktuellen Deutschen Chirurgie Kongresses in Leipzig hin.
Die Bundesregierung hat am heutigen Mittwoch die Notfallreform beschlossen. Ministerin Nina Warken (CDU) zeigt sich überzeugt davon, dass sie die Kassenärzte bei dieser Reform auf ihrer Seite hat.
Aufklärungsgespräche über Risiken, Therapien und Prävention sind das Fundament gemeinsamer Entscheidungsfindung in der Medizin. Doch oft bleibt die Information für die Patienten abstrakt, denn Zahlen werden genannt, ohne jedoch Kontext geliefert zu bekommen.
Erhöhte freie Schilddrüsenhormone bei nicht supprimiertem TSH wirken wie ein Widerspruch. Doch genau diese Konstellation kann im Alltag in die Irre führen. Warum hinter auffälligen Werten oft keine echte Hyperthyreose steckt, erläuterte Alice Schmidt auf dem DGIM-Kongress.
Künstliche Intelligenz dringt zunehmend in den Alltag junger Menschen vor – insbesondere in Form sogenannter „AI-Companions". Diese dialogfähigen Systeme versprechen emotionale Nähe und individuelle Interaktion. Doch welche Risiken oder auch Chancen sind damit tatsächlich verbunden?
Machtmissbrauch und sexuelle Belästigung sind im Klinikalltag keine Ausnahme: Fast jede zweite befragte Person berichtet von solchen Erfahrungen. Der Deutsche Ärztinnenbund fordert deshalb verbindliche Regeln statt freiwilliger Selbstverpflichtungen.
In einem aktuellen Rundschreiben informiert die Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft über Änderungen der Fachinformationen von Captopril, Cefixim, Kombinationen von Coffein/Codein/Paracetamol, Gabapentin, Piritramid und Simvastatin. Es hatten sich Hinweise auf relevante Sicherheitsbedenken ergeben.
Die Deutsche Telekom will künftig selbst elektronische Patientenakten für Krankenkassen anbieten und bringt damit Bewegung in einen bislang von zwei IT-Dienstleistern geprägten Markt. Nach Angaben des Unternehmens befindet sich die Entwicklung bereits weit fortgeschritten auf dem Weg zur Zulassung durch die Gematik.
Es geht um hohe Verluste wegen fehlgeschlagener Investments. Im Raum steht der Verdacht der Korruption. Das Versorgungswerk der Zahnärztekammer beschäftigt die Berliner Justiz an vielen Stellen.
Der Klimawandel wirkt sich zunehmend auf die Gesundheit der Menschen in Europa aus: Die Zahl hitzebedingter Todesfälle ist im Zeitraum von 2015 bis 2024 gegenüber 1991 bis 2000 in 99,6 Prozent der untersuchten Regionen gestiegen. Zudem beginnt die Pollen-Saison von allergenen Baumarten bis zu zwei Wochen früher.
24/7-Dienste, mehr Steuerung, bessere Versorgung – die Bundesregierung setzt bei der Notfallreform auf große Versprechen. Hausärzteverband und KBV halten dagegen: Es fehle an Personal, die Reform ziehe Ressourcen aus den Praxen ab. Auch der GKV-Spitzenverband mahnt, die KVen nicht zu überfordern.
Ein 53-jähriger Mann stellt sich mit akut einsetzendem, drückendem Thoraxschmerz, Übelkeit und Erbrechen in der Notaufnahme vor. Die Beschwerden beginnen in den frühen Morgenstunden kurz nach einem Anruf zum Geburtstag.
Die Menschen werden immer älter und mit dem Alter kommen die kognitiven Einschränkungen. Prof. Claudia Bartels aus Göttingen gab beim Internistenkongress der DGIM einen Überblick über die erste Diagnostik bei Patienten mit Alzheimer-Verdacht in der Hausarztpraxis.
Die elektronische Patientenakte kommt in den Praxen an – langsam zwar, aber mit kleinen Erfolgen. Doch es gibt auch immer noch Hürden. Auf dem DGIM-Kongress berichteten Ärztinnen und Ärzte, wo die ePA heute schon hilft und warum sie ihr Potenzial noch nicht ausschöpft.
Immer wieder wird in der Debatte über Sparmaßnahmen der GKV die Forderung nach einer Reduzierung der Zahl der Krankenkassen laut. Doch würde das wirklich viel bringen? Dazu äußert sich eine Gesundheitswissenschaftlerin der Uni Jena.
Die Idee klingt gut: Algorithmen analysieren große Gesundheitsdatensätze und helfen Ärztinnen und Ärzten, Risiken frühzeitig zu erkennen oder Therapien zu steuern. Doch was, wenn die Datenbasis selbst unsicher ist?
Ein leicht erhöhtes TSH gilt im Praxisalltag schnell als Hinweis auf eine Schilddrüsenstörung. Bei adipösen Kindern mit Fettleber könnte der Befund jedoch in einen anderen Zusammenhang gehören, wie eine systematische Übersichtsarbeit nahelegt.
Bundesärztekammer-Präsident Dr. Klaus Reinhardt fordert für die Stabilisierung der GKV-Finanzen auch einen Einstieg in eine Steuerfinanzierung versicherungsfremder Leistungen durch den Bund. Den Bundesfinanzminister geht er hart an.
Die Absenkung der Psychotherapeuten-Honorare um 4,5 Prozent beschäftigt heute den Gesundheitsausschuss des Bundestages. Dort soll das Bundesgesundheitsministerium (BMG) über den Vorgang berichten.
Bei der Digitalmesse DMEA diskutierten Gesundheitspolitiker und der Gematik-Chef über die anstehenden Aufgaben bei der Digitalisierung des Gesundheitswesens. Im Fokus: eine stabilere Telematikinfrastruktur.
Um die Krankenkassen zu stabilisieren, soll ein großes Spargesetz kommen. Aus der Union werden Rufe lauter, gezielt auch mehr Milliarden aus dem Bundesetat einzusetzen.
Kinderärzte müssen künftig am telefonischen und Video-Notdienst der Kassenärztlichen Vereinigungen mitwirken. Das sieht der neue Entwurf des Bundesgesundheitsministeriums für die Notfallreform vor, der am morgigen Mittwoch im Kabinett beschlossen werden soll.
Jetzt schlägt auch der Bundesverband für Ambulantes Operieren Alarm angesichts der Sparpläne von Gesundheitsministerin Nina Warken: Diese drohten die ambulante OP-Versorgung wirtschaftlich auszuhöhlen.
Der Bedarf ist hoch, Termine sind umkämpft. Um die ärztliche Versorgung auf dem Land weiter zu verbessern, will Bayern noch mehr Geld an Ärzte zahlen, die sich in kleinen Kommunen niederlassen.
Die ePA bietet die Chance für einen besseren Austausch zwischen den Sektoren, so der Tenor bei einer Diskussionsrunde auf der Digitalmesse DMEA. Damit das gelingt, müssen einige Sektoren bei der ePA-Integration jedoch noch aufholen.
Die aktuellen Probleme im Gesundheitssystem lassen sich nur mit Digitalisierung lösen. Davon zeigt sich Bundesgesundheitsministerin Warken bei der DMEA überzeugt. Der elektronischen Patientenakte will sie im Rahmen der Primärversorgung eine völlig neue Rolle zuweisen.
Wie die Krankenversicherungen steckt auch die Pflegeversicherung in chronischen Finanznöten. Auch hier bereitet die Bundesgesundheitsministerin ein Paket mit Gegenmaßnahmen vor.
Eine Frau in den Fünfzigern stellt sich mit Symptomen einer Laryngitis in einer HNO-Ambulanz vor. Aufgrund der ausgeprägten Heiserkeit schauen die Behandelnden genauer hin. Nach mehreren Untersuchungen zeigt sich: Die Heiserkeit ist kein isoliertes Problem, sondern Ausdruck eines systemischen Krankheitsbildes.
Das intestinale Mikrobiom gilt beim Reizdarmsyndrom seit Jahren als ein möglicher Schlüssel zum Krankheitsverständnis. Auf dem DGIM ging es um die Frage, welche therapeutischen Konsequenzen sich daraus ableiten lassen. Zwischen biologischer Plausibilität und klinischer Anwendung bleibt jedoch eine erhebliche Lücke.
Es gibt eine neue S3-Leitlinie zu „Pertrochantären Oberschenkelfrakturen“. Sie soll der federführenden Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie (DGOU) zufolge die Begleiterkrankungen der meist älteren Betroffenen stärker in das Behandlungskonzept einbeziehen und nicht nur die rein chirurgische Versorgung des Knochenbruchs durch eine OP betrachten.
Die Digitalisierung im Gesundheitswesen kommt voran – bleibt aber gerade aus Sicht der Vertragsärzte ein Projekt mit erheblichen Reibungsverlusten. Das wurde auf der am Dienstag gestarteten Digitalmesse DMEA in Berlin deutlich.
Der BMI bilde das individuelle Gesundheitsrisiko von Adipositas nur unzureichend ab. Das sagte PD Dr. Rima Chakaroun in einer Pressekonferenz anlässlich des Internistenkongresses der DGIM und stellte ihre preisgekrönte Forschungsarbeit zum „metabolischen BMI“ vor. Braucht es den klassischen BMI also nicht mehr?
Krankenkassen und Kommunen streiten ums Geld für den Rettungsdienst. Der Konflikt könnte unmittelbare Folgen für gesetzlich Versicherte haben. Ministerpräsident Wüst nimmt sich die Krankenkassen vor.
Wie wäre es mit einem neuen Herzbeutel aus Kunststoff? Das Fraunhofer-Institut für Angewandte Polymerforschung IAP präsentiert einen solchen derzeit auf der Hannover Messe. Geeignet ist das Material auch für künstliche Blutgefäße, Stentgrafts, Ersatzmaterialien für die Dura mater oder Anwendungen bei künstlicher Haut.
Schon kommende Woche Mittwoch soll das Bundeskabinett Warkens GKV-Spargesetzentwurf abnicken. So ist zumindest der Plan. Bislang sei aber noch kein einziger der darin enthaltenen Maßnahmen mit der SPD abgestimmt, sagt deren Generalsekretär Tim Klüssendorf.
Eine „ungewöhnliche“ SARS-CoV-2-Variante breitet sich langsam, aber stetig aus. Diese Variante sei nicht „in allen Ländern erfolgreich, infiziert allerdings häufig Kinder“, teilt das Deutsche Primatenzentrum in Göttingen mit. Möglicherweise gehe die Infektionsdynamik nun in eine endemische Phase über.
Mit einem GKV-Spargesetz sei es nicht getan, sagt Hartmannbundsvorsitzender Reinhardt. Es brauche „mutige Strukturreformen“. Mehrere KVen und Berufsverbände warnen unterdessen vor Einschnitten in der ambulanten Versorgung.
In einer Befragung gab rund ein Drittel der Beschäftigten an, sich im vergangenen Jahr mindestens einmal trotz Arbeitsfähigkeit krankgemeldet zu haben. Die umstrittene Telefon-AU spielte dabei aber keine ausschlaggebende Rolle.
Alles in allem zeigt sich der GKV-Spitzenverband zufrieden mit den Sparvorschlägen aus dem Hause Warken. In einem Punkt allerdings hört für die Kassen-Chefs der Spaß auf: Wenn es um die eigenen Gehälter geht.
Neue Daten legen nahe, dass sexuelle Funktionsstörungen bei Männern und Frauen gleichermaßen ein früher Hinweis auf verborgene Gefäßprobleme sein könnten – und damit ein bislang unterschätztes Zeitfenster für die Prävention eröffnen.
Die Pandemie ist vorüber, doch die unmittelbaren Folgen sind es für manche Menschen lange nicht verschwunden: Das Post-COVID-Syndrom war auch beim Internistenkongress DGIM 2026 ein Thema. Ob die Impfung die Spätfolgen der Infektion verhindern kann, hat Dr. Hedro Lahdo aus Wiesbaden anhand der Studienlage erörtert.
Checkpoint-Inhibitoren haben die Krebsmedizin verändert. Doch mit dem therapeutischen Erfolg rückt eine andere Seite der Immuntherapie stärker in den Blick. Auf dem DGIM-Kongress ging es um Beschwerden, die sich oft nicht eindeutig zuordnen lassen.
Niedersachsens Gesundheitsminister Andreas Philippi hat sich für eine Null-Promille-Grenze am Steuer ausgesprochen – und fordert eine Anhebung der Altersgrenze für Alkohol.
Auch die Augen leiden massiv unter Tabakkonsum. Darauf weist die Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft hin. Nach aktuellen Schätzungen lassen sich bis zu 20 Prozent aller Neuerblindungen ab dem 50. Lebensjahr auf das Rauchen zurückführen.