Brandenburg bekommt seine erste Kinderschutzambulanz
Erstmals wird es auch in Brandenburg einen extra geschützten Raum für missbrauchte Kinder geben. In der Kinderschutzambulanz können sich Ärztinnen und Ärzte ganz auf Kinder in Not konzentrieren.
Erstmals wird es auch in Brandenburg einen extra geschützten Raum für missbrauchte Kinder geben. In der Kinderschutzambulanz können sich Ärztinnen und Ärzte ganz auf Kinder in Not konzentrieren.
Eine große Real-World-Analyse ging der Frage nach, wie es um die Hypertonieversorgung in Deutschland steht. Vorgestellt wurden die Daten bei einer Postersession auf der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie. Die Ergebnisse zeigen klar: Es gibt noch viel zu tun.
Seit dem ersten April können sich starke Raucherinnen und Raucher in Deutschland einem Lungenkrebsscreening unterziehen. Eine große Kohortenstudie aus China stellt nun jedoch die bisherigen Auswahlkriterien für das Lungenkrebs-Screening infrage. Vorgestellt wurden die Ergebnisse in Kopenhagen beim European Lung Cancer Congress 2026.
Ein 15-jähriger Junge stellt sich in der Notaufnahme mit Status epilepticus infolge einer Niereninsuffizienz vor. Bereits bei Aufnahme zeigt sich ein schwer beeinträchtigter Allgemeinzustand mit Bewusstseinsstörung, Hypertonie, Tachykardie und generalisierten Ödemen.
Die Primärversorgung in Deutschland steht vor einem tiefgreifenden Umbau. Eine aktuelle Analyse im Auftrag der SPD-nahen Friedrich-Ebert-Stiftung plädiert für ein verbindlich koordiniertes, multiprofessionelles System mit klarer regionaler Verantwortung. Zugleich dämpfen die Autoren Erwartungen an eine schnelle Umsetzung.
Kein besonders gutes Abschneiden: In einigen Regionen Deutschlands sterben mehr Menschen an vermeidbaren Ursachen als im europäischen Durchschnitt, zeigt eine aktuelle Studie. Die Autoren leiten daraus klare Forderungen ab.
Wie kann das Gehirn stabile Erinnerungen bewahren, wenn sich die physischen Strukturen, die diesen Erinnerungen zugrunde liegen, ständig verändern? Forschende aus Hamburg, Mannheim und Heidelberg haben zwei Wochen lang einzelne Synapsen im Gehirn verfolgt und dabei Erkenntnisse zu einem „der hartnäckigsten Rätsel der Neurowissenschaften“ gewonnen, die sie an eine Ameisenstraße erinnern.
Mit dem geplanten Digitalgesetz sollen Buchungsplattformen wie Jameda und samedi neue Vorgaben erhalten. Die beiden Anbieter halten die Pläne grundsätzlich für richtig und drängen auf klare Vorgaben durch KBV und GKV-Spitzenverband.
Thiaziddiuretika gelten als bewährte Standardtherapie bei Hypertonie. Eine große Kohortenstudie hat nun untersucht, in welchen Alters- und Geschlechtsgruppen unter dieser Behandlung ein erhöhtes Hyponatriämierisiko besteht. Dabei zeigten sich deutliche Unterschiede.
Die Uni Greifswald nennt es eine „Revolution in der Notfallmedizin“: Ein Forschungsteam der Ostsee-Universität hat ein universell einsetzbares Blutplasma für alle Blutgruppen entwickelt. Das Paul-Ehrlich-Institut als Bundesoberbehörde für Arzneimittel habe das Verfahren nun zugelassen, so die Uni.
Eine zentrale Frage nach Katheterablation bei Vorhofflimmern stellt sich immer wieder: Welches Antikoagulans sollte eingesetzt werden? Oder kann man sogar darauf verzichten? Diesbezüglich wurde eine Studie aus dem vergangenen Jahr auf der Jahrestagung der DGK vorgestellt und beinahe leidenschaftlich diskutiert.
Seit Februar 2026 werden nach mehr als 30 Jahren wieder Fälle der Newcastle-Krankheit in Geflügelbetrieben in Deutschland registriert. Betroffen sind aktuell Betriebe in Brandenburg und Bayern. Das Robert-Koch-Institut informiert nun über die Krankheit und das Risiko für Menschen.
Herzrhythmusstörungen in der Schwangerschaft gelten meist zunächst als kardiologisches Problem. Eine Metaanalyse hat die damit verbundenen perinatalen Risiken genauer untersucht. Dabei zeigten sich je nach Arrhythmieform deutliche Unterschiede beim maternalen und perinatalen Outcome.
Die Bundesgesundheitsministerin will die Ausgaben im Gesundheitswesen strikt an den Einnahmen ausrichten. Daher seien Einschnitte bei den Vergütungen für Vertragsärzte und zusätzlichen Terminzuschlägen unausweichlich. Aber auch Versicherte und Pharmaindustrie will sie in die Pflicht nehmen.
Für die Behandlung von Blasenkrebs, kleinzelligem Lungenkrebs, Plattenepithelkarzinomen der Speiseröhre sowie für Kinder mit BCP-ALL, Jugendliche mit Melanom und bestimmte Formen von Schilddrüsenkarzinomen gibt es bald neue medikamentöse Therapieoptionen.
Der GKV-Spitzenverband sieht ausreichend Kapazitäten in der Psychotherapie. Die Deutsche PsychotherapeutenVereinigung widerspricht: Die Darstellung der Kassen sei „ein unschönes Spiel mit Halbwahrheiten“ und blende die Realität in den Praxen aus.
Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) weist in einem Rote-Hand-Brief auf ein kardiovaskuläres Risiko durch das Kombi-Präparat Mysimba (Wirkstoffe: Naltrexon/Bupropion) hin.
Arztpraxen sollten den Austausch ihrer Heilberufs- und Praxisausweise nicht weiter aufschieben. Darauf hat die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) mit Nachdruck hingewiesen. Wer den Wechsel zu spät anstoße, riskiere, zum Stichtag ohne funktionsfähige Karte dazustehen.
Ein älterer Mann wird mit Fieber und Atemnot in eine Klinik eingewiesen. Das Thoraxröntgen zeigt eine pulmonale Stauung, aber auch einen weiteren auffälligen Befund, der eine sofortige Intervention notwendig macht. Ein Fallbericht, vorgestellt auf der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie.
Nicht nur das aktuelle Gewicht könnte für das kardiovaskuläre Risiko relevant sein. Eine große Kohortenanalyse lenkt den Blick auf die Frage, welche Bedeutung die über Jahre entstandene Belastung hat. Auffällig waren dabei vor allem die Befunde in jüngeren Altersgruppen.
„66 Maßnahmen, aber kein tragfähiges Konzept“: Das Urteil des Berufsverbands der Deutschen Urologie (BvDU) über die Kommissions-Sparvorschläge fällt vernichtend aus. Der Vorstand warnt zudem vor den Folgen: „Diese Reform spart heute Geld – und kostet morgen Leben.“
Süßstoffe sind in aller Munde - in Proteinriegeln, Süßgetränken und verarbeiteten Lebensmitteln. Sie gelten als gesund, doch neuen Studien zufolge liegt offenbar genau das Gegenteil vor. Gerade ohnehin kardiovaskulär gefährdete Personen sollten Süßstoffe unbedingt meiden, so das Fazit von Dr. Marco Witkowski von der Charité Berlin.
Welcher Lipidmarker eignet sich am besten zur Steuerung der Primärprävention? Eine Simulationsstudie zeigt: Apolipoprotein B (ApoB) könnte gegenüber LDL-C und non–HDL-C die kosteneffizienteste Strategie sein.
Die Grenzfläche zwischen mütterlichem Gewebe und Plazenta ist entscheidend für eine regelrechte Schwangerschaft. Eine neue Arbeit zeigt, wie komplex diese Übergangszone aufgebaut ist. Dabei rücken Zellzustände in den Blick, die für Präeklampsie, Frühgeburt oder Fehlgeburt relevant sein könnten.
Ist die Zahl der Krankenkassen in Deutschland nach wie vor deutlich zu hoch? Aus der Ärzteschaft sind nach wie vor Forderungen nach weiteren Kassenfusionen zu hören. Nach dem Gutachten der FinanzKommission Gesundheit (FKG) scheint diese Debatte jedoch erst einmal am Ende – das zehnköpfige Expertenteam verweist unter anderem auf ein Nachbarland.
Seit dem Start der elektronischen Patientenakte im Januar 2025 haben sich nach Angaben der Techniker Krankenkasse rund eine Million ihrer Versicherten für die ePA registriert. Gemessen an insgesamt mehr als zwölf Millionen Versicherten wirkt diese Zahl überschaubar. Dennoch spricht die TK von einem „Meilenstein“.
Akuter Schwindel in der Notaufnahme stellt klinisch eine erhebliche diagnostische Herausforderung dar. Eine aktuelle Kohortenstudie aus Norwegen zeigt nun, dass steigende Fallzahlen und beschleunigte Abläufe auch mit zunehmender Übertherapie einhergehen.
Die Sparpläne für die GKV spalten die ambulante Ärzteschaft. Der SpiFa wirft der Politik vor, vor allem grundversorgende Fachärzte zu belasten, während andere Arztgruppen weitgehend verschont blieben. Die Lasten müssten „gerechter“ verteilt werden, fordert der Verband.
Die flächendeckende Testung asymptomatischer Patienten auf SARS-CoV-2 war ein zentrales Instrument der Pandemiebekämpfung. Eine große Kohortenstudie aus dem Universitätsspital Basel zeigt nun, dass ihr diagnostischer Nutzen jedoch stark von der epidemiologischen Lage abhängt.
Jetzt nicht einknicken vor den Rufen einzelner Lobbygruppen, appelliert Franz Knieps an die Bundesgesundheitsministerin. Sonst sei diese bald ihren Job los, vermutet der ehemalige BKK-Verbandschef.
Neurodermitis kann den Alltag von Kindern und Jugendlichen in vielerlei Hinsicht belasten. Umso naheliegender ist die Sorge, dass sich Juckreiz, Schlafstörungen oder psychosoziale Belastungen auch in der Schule niederschlagen. Eine große Analyse aus zwei Ländern ist dieser Frage nun nachgegangen.
Für die Budgetierung der Arzthonorare und eine Rücknahme der Entbudgetierung hat sich die frühere Gesundheitsministerin Ulla Schmidt ausgesprochen. „Man hat hier ein gutes Einkommen als Arzt“, meint sie.
Gegen die Honorarkürzungen in der ambulanten Psychotherapie gehen am kommenden Mittwoch, 15. April, in Berlin zahlreiche Fach- und Berufsverbände auf die Straße.
Vitamin-D-Spiegel gelten seit Längerem als möglicher Einflussfaktor auf die kognitive Gesundheit im Alter. Eine aktuelle Kohortenstudie lenkt den Blick nun auf die frühe Lebensmitte als mögliches Zeitfenster für eine frühe Risikomodifikation.
Forschende der Universitätsmedizin Mainz haben einen neuen Ansatz zur Behandlung der akuten myeloischen Leukämie (AML) identifiziert. Hierfür lösten sie in den Krebszellen eine Reaktion aus, die wie eine „schwere Grippe“ auf die Krebszellen wirkte.
Der persistierende Ductus arteriosus (PDA) ist eine der am häufigsten gestellten Diagnosen bei Frühgeborenen. Eine neue Leitline – jetzt auf S2e- statt S2k-Niveau – bringt nun alles Wichtige zur Diagnostik und Therapie auf den neuesten Stand.
Rund 3.200 Einsätze am Osterwochenende: Die neue Fahrdienststruktur im Notdienst der KV Nordrhein besteht ihre erste Bewährungsprobe. Mehr Digitalisierung bedeute weniger Aufwand für Ärzte.
Levothyroxin gehört zu den weltweit am häufigsten verordneten Medikamenten und ist Standardtherapie bei Hypothyreose. Die Behandlung wird oft lebenslang fortgeführt - das ist nicht immer notwendig und birgt Risiken, geben Forschende nun zu bedenken. Ein Teil der Patienten könnte sogar ganz darauf verzichten.
Die Vorschläge der GKV-Finanzkommission stoßen auf scharfe Kritik in Bremen. Die Ärztekammer sieht vor allem Ärztinnen, Ärzte und Pflegepersonal unter Druck, mit Folgen für Patienten.
Die obstruktive Schlafapnoe wird meist anhand einer einzelnen Nacht eingeordnet. Doch ihr Schweregrad kann erheblich schwanken. Eine aktuelle Studie legt nahe, dass gerade diese nächtlichen Unterschiede mit kardiovaskulären und zerebrovaskulären Ereignissen assoziiert sein könnten.
Die Sparvorschläge der FinanzKommission Gesundheit (FKG) sind in der Ärzteschaft heftig diskutiert worden. Würde eine Umsetzung der Konzepte durch die Politik die Niedergelassenen unverhältnismäßig hart treffen – und müssten Patienten dann mit längeren Wartezeiten rechnen? Der änd bat den FKG-Vorsitzenden Prof. Dr. Wolfgang Greiner (Bielefeld) um eine Einschätzung.
Die Qualität der ambulanten Versorgung in Deutschland bleibt nach Darstellung der KBV trotz steigender Anforderungen hoch. Das zeigt der am Mittwoch vorgelegte Qualitätsbericht 2024. Nahezu alle Praxen erfüllen demnach die zusätzlichen Vorgaben. Zugleich verdeutlicht der Bericht die enorme Kontrolldichte.
Intravenöse Eisentherapien können Eisenmangel schnell und effektiv beheben. Forschende der Medizinischen Universität Innsbruck warnen nun aber vor den möglichen Langzeitfolgen eines dieser Präparate: das Risiko für Knochenbrüche steigt im Vergleich zu alternativen Wirkstoffen erheblich.
Die Kritik an den Vorschlägen der Finanzkommission Gesundheit können die Ersatzkassen nicht nachvollziehen. Sie sehe darin ein „ein ausgewogenes Tableau an Maßnahmen“, betont vdek-Chefin Ulrike Elsner – und fordert eine rasche Umsetzung.
Adipositas ist bei HCM weit verbreitet und wirkt sich ungünstig auf den Krankheitsverlauf aus. Betroffene sind häufiger symptomatisch, entwickeln öfter fortgeschrittene Herzinsuffizienz und haben ein erhöhtes Risiko für kardiovaskuläre und zerebrovaskuläre Ereignisse. Eine Studie schaute nun genauer hin: Was hilft besser? GLP-1-RA oder bariatrische OP?
Der Verband der kommunalen und landeseigenen Krankenhäuser fordert einen langfristigen Gesundheitsplan für Sachsen-Anhalt.
Gibt es bald neue Behandlungsoptionen für Rheuma-Patienten? Die Deutsche Gesellschaft für Rheumatologie und Klinische Immunologie (DGRh) weist in einer Mitteilung auf zwei Studien hin. Sie zeigen, dass neuartige Therapien gezielt krankheitsverursachende Immunzellen ausschalten können.
Bei Einmalhandschuhen und Schutzausrüstung drohen nach Angaben der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG) bald Engpässe. Ursache seien die unterbrochenen Lieferketten infolge des Iran-Kriegs.
Menschen mit chronischer Rhinosinusitis leiden unter einer erheblichen Einschränkung der Lebensqualität. Nun fand ein Forschungsteam heraus, dass die Nebenhöhlen-OP Betroffene glücklicher macht. Ein bestimmter Faktor spielt hierbei eine zentrale Rolle.
Wenn Gehen und Denken gleichzeitig gefordert sind, geraten ältere Menschen mit leichter kognitiver Störung rasch an Grenzen. Eine aktuelle Analyse legt nahe, dass dabei nicht nur die Kognition, sondern auch das Hörvermögen eine wichtige Rolle spielt.