„Navigationstool“ soll Rezepte ausstellen - ohne Arztkontakt
Eine verpflichtende digitale Ersteinschätzung vor dem Arztkontakt: Diese Idee ist nicht neu. Der GKV-Spitzenverband will allerdings offenbar noch einen Schritt weiter gehen.
Eine verpflichtende digitale Ersteinschätzung vor dem Arztkontakt: Diese Idee ist nicht neu. Der GKV-Spitzenverband will allerdings offenbar noch einen Schritt weiter gehen.
Grünen-Gesundheitspolitiker Armin Grau hat sich hinter die zentralen Forderungen der Patientenorganisationen zum Primärversorgungssystem gestellt. Zwar hält er ein Primärversorgungssystem für notwendig, warnte aber zugleich vor falschen Weichenstellungen und sozialen Hürden.
Schon ein kurzer Mittagsschlaf kann die Lernfähigkeit des Gehirns deutlich verbessern. Eine Studie der Universitätskliniken Genf zeigt: Ein Nickerchen am Nachmittag reduziert die Übererregbarkeit und schafft Platz für neue Synapsen.
Wie gut Patientinnen und Patienten nach einer Hüftoperation wieder gehen können, lässt sich künftig mithilfe Künstlicher Intelligenz (KI) vorhersagen, erklären Forschende am Karlsruher Institut für Technologie (KIT).
Winzige Proteinspuren im Zahnstein von Menschen aus der Eisenzeit enthüllen erstmals direkt, was das Reitervolk der Skythen wirklich zu sich nahm – darunter vor allem auch Milch von Rindern, Schafen, Ziegen und sogar Pferden.
Als Anfang Januar in Berlin der Strom ausfiel, standen viele Praxen still. Einnahmen brachen weg, während Fixkosten weiterliefen. Doch auch Wasserschäden, Brände oder die eigene Krankheit können den Betrieb zum Erliegen bringen. MLP-Finanzberater Michael Kersten erklärt, wie Praxen solche Ausfälle absichern und existenzielle Folgen vermeiden.
Die neue Plattform Meppo stellt Patienten Terminvorschläge unterschiedlicher Buchungsportale zusammen. Die Meta-Suchmaschine hat noch ähnliche Schwächen wie die großen Terminplattformen. Doch könnte sich das bald ändern.
Physician Assistants sind im Versorgungsalltag angekommen, rechtlich bewegen sie sich jedoch weiter auf unsicherem Terrain. Der Medizinrechtler Prof. Pascal Becker-Wulf zeigt, warum fehlende Berufsregeln, offene Haftungsfragen und eine ungeklärte Vergütung für Verunsicherung sorgen und weshalb der Gesetzgeber handeln muss.
Von der Arzneimittelbewertung über Disease-Management-Programme bis zur ambulanten spezialfachärztlichen Versorgung: Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat zentrale Arbeitsschwerpunkte für das Jahr 2026 festgelegt.
Das Bundesgesundheitsministerium reagiert auf einen drohenden Engpass beim Nachschub bestimmter Antibiotika. Es gab im Bundesanzeiger einen Versorgungsmangel bei Arzneimitteln mit dem Wirkstoff Benzylpenicillin-Benzathin bekannt. Eine kritischere Liefersituation gibt es bereits bei den Antibiotika-Wirkstoffen Cefuroxim, Clindamycin, Cotrimoxazol und Erythromycin.
Niedersachsen will die medizinische Versorgung auf Borkum stärken und fördert dafür mit fast einer Million Euro den Aufbau eines Regionalen Versorgungszentrums (RVZ) - des ersten auf einer ostfriesischen Insel. Geplant sei, im Gebäude des Inselkrankenhauses ein Medizinisches Versorgungszentrum für die hausärztliche Versorgung einzurichten.
Die AWMF hat die S1-Leitlinie zur Diagnostik und Therapie der Tinea capitis aktualisiert. Die Dermatophytose tritt insbesondere im Kindesalter auf und kann zu Alopezie und Stigmatisierung führen. Hierzulande ist die für Kinder vorgesehene First-Line-Therapie allerdings nicht erhältlich.
Während Rauchen, Übergewicht und Bluthochdruck als etablierte Risikofaktoren für das Nierenzellkarzinom gelten, geraten berufliche Belastungen im klinischen Alltag oft in den Hintergrund. Eine aktuelle französische Fallserie rückt nun die berufliche Exposition gegenüber Trichlorethylen erneut in den Fokus.
Wie lässt sich medizinische Versorgung im ländlichen Raum sichern, wenn Ärztinnen und Ärzte fehlen und Wege länger werden? Das Projekt ProReVers zeigt am Beispiel der Prignitz und Ostprignitz-Ruppin: Alle Beteiligten wollen kooperieren, doch die bestehenden Spielregeln bremsen regionale Lösungen.
In der Debatte über den hohen Krankenstand in Deutschland attestiert SPD-Fraktionschef Matthias Miersch Bundeskanzler Friedrich Merz eine falsche Wahrnehmung. „Friedrich Merz irrt sich“, sagte Miersch dem Portal „t-online“.
Das Land Sachsen-Anhalt will die Arbeit des Mitteldeutschen Kompetenznetzes Seltene Erkrankungen weiter fördern. Für die nächsten vier Jahre sollen jeweils rund 250.000 Euro pro Jahr zur Verfügung gestellt werden, teilte das Gesundheitsministerium mit.
Ab dem 1. Januar 2026 gilt: Ärztinnen und Ärzte, die die elektronische Patientenakte (ePA) nicht nutzen, müssen mit einer Kürzung der Vergütung rechnen. Was auf dem Papier wie eine hart sanktionierte Pflicht klingt, beschränkt sich im Grunde auf eine technische Formalität. Denn tatsächlich reicht es aus, das nötige Modul zu installieren. Eine Kontrolle der tatsächlichen Nutzung findet nicht statt.
Eine zweitägige „Haferkur“ kann bei Menschen mit metabolischem Syndrom den Cholesterinspiegel deutlich senken – und das mit anhaltendem Effekt. Das zeigt eine randomisierte kontrollierte Studie der Universität Bonn. Offenbar spielt dabei das Darmmikrobiom eine zentrale Rolle.
Die Krebssterblichkeit bei unter 50-Jährigen ist in den USA seit 1990 deutlich gesunken – mit einer Ausnahme: Darmkrebs. Hier steigt die Mortalität seit Jahren und macht den Darmkrebs inzwischen zur häufigsten Krebstodesursache in dieser Altersgruppe.
Ein vom Innovationsausschuss gefördertes Projekt befasste sich mit der Entwicklung einer S3-Leitlinie zur Diagnostik und Therapie angeborener venöser, arteriovenöser und lymphatischer Fehlbildungen. Da die angeborenen Fehlbildungen von Blut- und Lymphgefäßen jedes Organ betroffen können, sind zur Behandlung Fachleute unterschiedlicher Disziplinen erforderlich.
Die Versicherten der AOK Nordost in Brandenburg können wieder regulär die Fahrdienste für Krankenfahrten zu Arztpraxen oder Krankenhäusern in Brandenburg in Anspruch nehmen, denn es gab eine Einigung zwischen AOK Nordost und der Brandenburger Arbeitsgemeinschaft Fahrdienste auf eine Vergütung.
Welchen Einfluss hat der Vitamin-D-Spiegel auf die Einheilung von Zahnimplantaten? Welche „Überlebensrate“ haben Zahnimplantate bei normwertigem Vitamin-D-Spiegel? Diese und weitere Fragen soll eine nun veröffentlichte Leitlinie beantworten.
Das Land Thüringen steckt ab sofort mehr Geld in die Niederlassungsförderung. Wer dort eine (Zahn-)Arztpraxis oder eine Apotheke im ländlichen Raum neu gründen oder übernehmen möchte, der kann dafür jetzt bis zu 50.000 Euro Unterstützung bekommen.
Einige Schwangere nutzen E-Zigaretten zur Rauchentwöhnung. Neue Evidenz deutet nun allerdings darauf hin, dass es keine Alternative zum Nichtrauchen geben kann. Denn das Nikotin erreicht das ungeborene Kind und beeinträchtigt die Entwicklung, insbesondere von Gesicht und Lunge.
Ein neu entwickeltes Immunzytokin aus Tübingen aktiviert die körpereigene Abwehr erstmals gezielt direkt an Leukämiezellen und umgeht dabei die schweren Nebenwirkungen bisheriger Immuntherapien. Präklinische Daten machen Hoffnung auf einen neuen, präziseren Therapieansatz gegen die aggressive AML.
Vertragsärztinnen und -ärzte in Deutschland verordnen immer weniger Antibiotika. Das zeigt eine neue Auswertung des Zentralinstituts für die kassenärztliche Versorgung. In zwei Altersgruppen jedoch zeigt sich ein deutlicher Anstieg.
Nach monatelanger juristischer Auseinandersetzung haben sich die KV Nordrhein und die TeleClinic auf eine gemeinsame Linie verständigt. Das Verfahren vor dem Landgericht München ist damit vom Tisch. Zentrale Fragen zur Ausgestaltung telemedizinischer Angebote bleiben jedoch offen.
Mithilfe handelsüblicher Smartwatches können Herzrhythmusstörungen häufiger erkannt werden als mit der medizinischen Standardversorgung. Das ist das Ergebnis einer Studie der Amsterdamer Universitätsklinik UMC.
Der SpiFa beobachtet mit Sorge, dass Drogeriefachmärkte immer mehr medizinische Produkte wie zum Beispiel Gesundheitstests in ihr Sortiment aufnehmen. Diagnostik sei aber kein Konsumgut, warnt der Verband.
Retinale Aufnahmen aus dem Screening auf Frühgeborenenretinopathie (ROP) liefern Hinweise auf pulmonale Komplikationen. Eine KI-Analyse sagte diese in einer Studie präzise voraus - noch vor der klinischen Diagnose.
Weniger Facharztkontakte, weniger Rettungsdienst-Einsätze, mehr Impfungen: Die Hausarztzentrierte Versorgung in Baden-Württemberg weist gegenüber der Regelversorgung deutliche Vorteile auf. Das zumindest zeigt eine aktuelle wissenschaftlich Evaluation.
Nach dm plant auch Rossmann den Aufbau einer eigenen Online-Apotheke. Der Schritt unterstreicht, wie stark der Medikamentenverkauf ins Internet wandert, befeuert durch das E-Rezept und veränderte Kundenerwartungen.
Im Medizinstudium sind Frauen schon seit etlichen Jahren in der Mehrheit. Jetzt kommt diese Entwicklung auch im Arztberuf an.
Patienten- und Selbsthilfeorganisationen fordern eine Reform der ambulanten Primärversorgung. Im Zentrum: ein neu gedachter Sicherstellungsauftrag, verbindliche Termingarantien und Barrierefreiheit als Voraussetzung für Versorgungsgerechtigkeit.
Sollte die telefonische Krankschreibung beibehalten werden? Niedersachsens Gesundheitsminister Andreas Philippi meint: Wer krank ist, soll nicht zur Arbeit gehen - und warnt vor einem Generalverdacht gegen Kranke.
Patienten sollen es leichter haben, ärztliche Behandlungsfehler nachzuweisen. Das fordert der Patientenbeauftragte der Bundesregierung Stefan Schwartze (SPD). Er hat auch schon einen konkreten Vorschlag, wie das Patientenrechtegesetz dafür umgebaut werden könnte.
Berlins KV-Chef Dr. Burkhard Ruppert zeichnet ein düsteres Bild der ambulanten Versorgung in der Hauptstadt. Trotz Förderprogrammen und neuer Praxismodelle droht die Lage sich weiter zu verschärfen. Ruppert fordert einen Systemwechsel und mehr Verantwortung von Politik und Patienten.
Die STIKO hat ihre Impfempfehlungen für zahlreiche Infektionskrankheiten angepasst und erweitert. Neu sind unter anderem Empfehlungen zu RSV, Chikungunya, Mpox und Meningokokken sowie Änderungen bei Influenza-, Hib-, Pneumokokken- und Herpes-zoster-Impfungen.
Systemabstürze, schlechter Service: Die Unzufriedenheit mit der Praxissoftware ist vielerorts hoch. Das ZI hat daher nun ein interaktives PVS-Vergleichsportal online geschaltet, das wechselwilligen Ärztinnen und Ärzten Orientierung bieten soll.
Die Honorare in der ambulanten Versorgung sind im ersten Halbjahr 2024 moderat gestiegen. Die aktuellen Zahlen der KBV zeigen zwar höhere Umsätze pro Fall, zugleich aber - je nach Quartal und Versorgungsbereich - stagnierende oder rückläufige Fallzahlen.
Im Tarifkonflikt im öffentlichen Dienst der Länder kommt es wieder im Gesundheitsbereich zu Einschränkungen. Verdi kündigt für Anfang der Woche Aktionen an.
Die telefonische Krankschreibung spielt laut KV Baden-Württemberg bei den hohen Krankenständen kaum eine Rolle. Vorstandschef Karsten Braun fordert eine Rückkehr zur Sachlichkeit – und stellt die eigentliche Frage infrage: Warum wird für kurze Fehlzeiten überhaupt eine AU verlangt?
Ein Mann entwickelt einen ungewöhnlichen, papulösen Ausschlag am gesamten Körper. Seine Ehefrau leidet ebenfalls an einem Exanthem, doch ihres ist weniger stark ausgeprägt. Nach gründlicher Untersuchung muss der Fernfahrer seiner Frau ein Geständnis machen.
Es ist bekannt, dass Metformin bei stark eingeschränkter Nierenfunktion nicht verordnet werden sollte. Eine 44-jährige Frau erhält es trotzdem - und entwickelt eine seltene Komplikation, aufgrund derer sie mehr als einen Monat im Krankenhaus verbringt.
Jugendliche in Deutschland werden später sexuell aktiv – und verhüten dann sicher. Das geht aus der aktuellen Jugendsexualitätsstudie des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit hervor. Für die Studie wurden über 5.300 Jugendliche und junge Erwachsene befragt.
Gesundheitsversorgung muss sich am tatsächlichen Bedarf der Menschen orientieren – nicht an Zuständigkeiten. Diese Botschaft stellte Brandenburgs Gesundheitsministerin Britta Müller beim Berliner Fachsymposium zur sektorenübergreifenden Planung in den Mittelpunkt.
Künftig können Menschen mit leichter bis mittelschwerer Akne inversa zusätzlich zur lokalen antibiotischen Salbentherapie mit einer Kombination aus intensiv gepulstem Licht (IPL) und Radiofrequenz (RF) behandelt werden. Einen weiteren Beschluss fasste der G-BA zur außerklinischen Intensivpflege.
Ein Forschungsteam aus München hat eine neue Bildgebungstechnologie entwickelt, die detaillierte Aufnahmen der kleinsten Blutgefäße direkt durch die Haut ermöglicht – ganz ohne invasive Verfahren. Damit könnten bereits frühe Anzeichen für kardiovaskuläre Risiken erkannt werden.
Kinder mit ADHS-Merkmalen haben ein erhöhtes Risiko für körperliche Erkrankungen, Multimorbidität und gesundheitsbedingte Einschränkungen im Erwachsenenalter. Dabei spielen nicht nur Lebensstilfaktoren eine Rolle. Das ist das Ergebnis einer Kohortenstudie, die mehrere Tausend Datensätze analysierte.
Die Ärztekammer Niedersachsen hat eine neue Spitze: Dr. Marion Charlotte Renneberg ist am Mittwoch zur Nachfolgerin der langjährigen Kammerpräsidentin Dr. Martina Wenker gewählt worden.