Deutliche klinische Unterschiede bei Erwachsenen und Kindern
Eine retrospektive Kohortenstudie aus Finnland zeigt altersabhängige Unterschiede im klinischen Erscheinungsbild der Lyme-Neuroborreliose sowie Limitationen der serologischen Diagnostik.
Eine retrospektive Kohortenstudie aus Finnland zeigt altersabhängige Unterschiede im klinischen Erscheinungsbild der Lyme-Neuroborreliose sowie Limitationen der serologischen Diagnostik.
Das Bundeskabinett hat einen neuen Aktionsplan zur Verbesserung der Arzneimittel-Therapiesicherheit beschlossen. Ein besonderer Fokus liegt dieses Mal auf der elektronischen Patientenakte und anderen digitalen Anwendungen.
Frühgeborene und Kinder mit niedrigem Geburtsgewicht überleben heute deutlich häufiger als noch vor wenigen Jahrzehnten. Langfristige kognitive und schulische Nachteile sind dabei seit Langem beschrieben. Eine aktuelle Übersichtsarbeit fasst die Evidenz hierzu über verschiedene Altersstufen hinweg zusammen.
Ab diesem Monat drohen Taxifahrten zur Arztpraxis oder ins Krankenhaus in Mecklenburg-Vorpommern wegzufallen. Grund dafür ist ein Streit über die Vergütung. Taxifahrer protestierten am Morgen in Schwerin.
Die immunsuppressive Therapie bei Kindern und Jugendlichen nach einer Nierentransplantation erfolgt oft nicht evidenzbasiert. Empfehlungen, die eine individualisierte Immunsuppression mit neueren Immunsuppressiva vorsehen, werden oft noch nicht berücksichtigt. Eine S3-Leitlinie soll das nun ändern.
Chronischer psychischer Stress könnte die Metastasierung von Brustkrebs nicht nur indirekt begleiten, sondern aktiv vorantreiben. Eine aktuelle Arbeit in Cancer Research beschreibt nun erstmals einen möglichen Mechanismus.
Die KV Bremen ist Ziel eines Cyberangriffs geworden. Dieser habe allerdings frühzeitig erkannt und abgewehrt werden können.
Bei Ifosfamid-haltigen Arzneimitteln zur parenteralen Anwendung gibt es einen Versorgungsmangel. Das teilt das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) mit. Gleichwertige Alternativmittel stehen nicht zur Verfügung.
Viele Patientinnen und Patienten verstehen Gesundheitsinformationen nicht ausreichend. Das zeigt eine aktuelle Analyse des Robert-Koch-Instituts. Sogar bei Menschen mit hohem Bildungsniveau ist der Anteil derer mit niedriger Gesundheitskompetenz hoch.
Nach den Dermatologen zieht ein weiterer Berufsverband die Rote Karte: Auch der Berufsverband der HNO-Ärzte (BVHNO) droht mit einem Rückfall der Mindestsprechstundenzeit wieder auf 20 Stunden, sollte die Politik die Empfehlungen der Expertenkommission unverändert umsetzen.
Normales Brustgewebe verändert sich mit dem Alter stärker als bisher im Detail beschrieben. Eine aktuelle Atlasstudie zeigt nun, wie sich Zellzahl, Immunmilieu und Gewebearchitektur über die Lebensspanne hinweg verschieben. Besonders ausgeprägt sind die Umbauten offenbar im Zeitraum der Menopause.
Internationale Fachgesellschaften machen sich in einem Positionspapier für die Elektrokonvulsionstherapie (EKT) stark: Sie üben damit Kritik an aktuellen Empfehlungen der WHO, teilt das Zentralinstitut für Seelische Gesundheit (ZI) in Mannheim mit, das die Kritik „ausdrücklich unterstützt“.
Bei einem Primärversorgungssystem darf die Politik nicht allein auf Hausärzte setzen, mahnt der Bosch Health Campus an. Nötig seien multiprofessionelle Primärversorgungszentren (PVZ). Diese sollten als eigenständige Organisationsform gesetzlich verankert werden.
Neue Evaluationsdaten verschärfen die Kritik an der Cannabis-Teillegalisierung. Gesundheitsministerin Nina Warken und Drogenbeauftragter Hendrik Streeck sehen wachsende Risiken – besonders für Jugendliche und beim Umgang mit Medizinalcannabis.
DAK-Chef Andreas Storm findet die von der Finanzkommission Gesundheit empfohlenen GKV-Sparmaßnahmen ausgewogen verteilt, rechnet aber mit spürbaren Einschnitten für die Versicherten. Der Ärzteschaft rät er: Wenn sie die Versorgung gefährdet sieht, sollte sie alternative Vorschläge unterbreiten.
31 Prozent der Menschen in Deutschland haben beim Arztbesuch schon einmal nicht die Wahrheit gesagt oder Informationen verschwiegen, bei den 18- bis 24-Jährigen sogar fast jeder Zweite.
Wenn Kinder und Jugendliche stationär ins Krankenhaus kommen, hat das oft psychische Gründe. Besonders häufig ist eine bestimmte Diagnose.
Über 42 Milliarden Euro Einsparpotenzial enthalten die Vorschläge der GKV-Finanzkommission. Doch der Spielraum ist kleiner als gedacht. Kommissionschef Wolfgang Greiner hält vor allem Kürzungen bei Ärzten und anderen Leistungserbringern für politisch realistisch.
Am 1. April startet in Deutschland das gesetzliche Früherkennungsangebot für Lungenkrebs für langjährige Raucherinnen und Raucher. Das Science Media Center hat offene Fragen in einer Expertenrunde thematisiert: Wem steht es zu, welche Nachteile hat es, was kostet es - und lohnt es sich?
Elektronische Zigaretten gelten im öffentlichen Diskurs häufig als weniger schädliche Alternative zur Tabakzigarette. Eine neue Übersichtsarbeit bündelt nun die neuere Evidenz zur Karzinogenität nikotinbasierter E-Zigaretten. Die Autoren gelangen dabei zu einer klaren qualitativen Risikobewertung.
Die Vorschläge der Finanzkommission zur Stabilisierung der GKV stoßen weiterhin auf ein geteiltes Echo: Während Kassen und Politik darin eine Chance sehen, Ausgaben zu begrenzen und Beiträge zu stabilisieren, warnen Ärztevertreter vor Einschnitten in die ambulante Versorgung und sprechen von „Wortbruch“ gegenüber den Praxen.
Ein älter Mann stellt sich mit einer seit drei Monaten bestehenden schmerzlosen Schwellung der linken Brust vor, begleitet von einer seit einem Monat bestehenden Ulzeration im Bereich der Mamille.
Die wirtschaftliche Lage der Arztpraxen verschlechtert sich spürbar: Laut einer Vorab-Auswertung des Zi-Praxis-Panels (ZiPP) sind die realen Jahresüberschüsse 2023 um 13,3 Prozent eingebrochen. Die Einnahmen halten mit den steigenden Kosten nicht Schritt, vor allem die Personalausgaben treiben die Entwicklung.
Es gibt eine neue S1-Leitlinie zur Behandlung unterer Atemwegsinfektionen bei Kindern und Jugendlichen mit schweren neurologischen Beeinträchtigungen. Ein „besonderes Augenmerk“ der Empfehlungssammlung liegt auf „Antibiotic Stewardship (ABS) im Sinne einer rationalen, nicht zu breit wirksamen und von adäquater Dauer verabreichten antibiotischen Therapie“.
Für die Gesundheit zählt offenbar nicht nur, wie viele soziale Kontakte ein Mensch hat, sondern auch, wie er sie erlebt. Eine große Kohortenstudie lenkt den Blick auf die sogenannte soziale Asymmetrie und damit auf einen Aspekt, der in der Forschung bislang weniger beachtet wurde.
Bei verschiedenen Medikamenten zur Herstellung von Injektions- und Infusionslösungen der Dr. Friedrich Eberth Arzneimittel GmbH besteht ein mögliches Risiko für die Patientensicherheit. Der Grund sind nicht aktualisierte Gebrauchsinformationen. Betroffen sind die Wirkstoffe Cefazolin, Cefotaxim, Ceftazidim, Ceftriaxon, Levofloxacin, Moxifloxacin und Voriconazol.
Der GKV-Spitzenverband hat auf die Kritik an der Honorarkürzung in der Psychotherapie mit einem Beschwichtigungsversuch und Taschenspielertricks reagiert: Die Absenkung sei gering, das Einkommen der Psychotherapeutinnen und -therapeuten weiterhin hoch. Das eigentliche Problem sei der Zugang zur Versorgung, insbesondere für schwer psychisch Erkrankte.
Bei neuroentwicklungsbedingten Störungen bleibt die Ursache oft lange unklar. Eine aktuelle Studie beschreibt nun eine rezessiv vererbte Form, die in den untersuchten Kollektiven einen überraschend großen Anteil der genetisch erklärten Fälle ausmachte.
Die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) empfiehlt, Tecovirimat SIGA nicht länger zur Behandlung von Mpox anzuwenden. Das Arzneimittel habe in randomisierten klinischen Studien keine Wirksamkeit bei der Behandlung von Mpox gezeigt.
Eine aktuelle Analyse zeigt: Jeder zehnte Patient, der sich mit Makrohämaturie in der Notaufnahme vorstellt, stirbt innerhalb von drei Monaten. Eine frühzeitige Abklärung könnte jedoch entscheidend sein, um diese hohe Mortalität zu senken.
Der Berufsverband der Deutschen Dermatologen (BVDD) verschärft nach den Vorschlägen der FinanzKommission Gesundheit den Ton. Die geplante Abschaffung der TSVG-Zuschläge sei „ein Casus belli“, sagte BVDD-Präsident Dr. Ralph von Kiedrowski. Fällt die Regelung, sollen Praxen ihre GKV-Sprechzeit wieder auf 20 Stunden senken und offene Sprechstunden einstellen.
Die Finanzkommission Gesundheit schlägt ein Sparpaket von historischer Größenordnung vor. Auch im ambulanten Bereich sehen die Fachleute milliardenschweres Einsparpotenzial – etwa durch die Rücknahme zusätzlicher Zuschläge für Vertragsärzte.
Die heute veröffentlichten Sparvorschläge der FinanzKommission Gesundheit betreffen alle Bereiche, so auch die Vertragsärztinnen und -ärzte. Dementsprechend groß ist deren Frust. Die KBV und der SpiFa sehen die fachärztliche Versorgung gefährdet. Die Reaktionen im Überblick.
Was in den vergangenen Tagen schon in der Ärzteschaft gemunkelt wurde, hat sich heute bewahrheitet: Die von Bundesgesundheitsministerin Nina Warken eingesetzte Expertenkommission empfiehlt der Bundesregierung dringend, den Rotstift beim Ärztehonorar anzusetzen.
Eine 35-jährige Schwangere in der 18. Gestationswoche stellt sich mit zunehmender abdominaler Distension, Übelkeit und Appetitlosigkeit vor. Bereits einen Monat zuvor berichtet sie über ein Völlegefühl im Unterbauch.
Treffen und Gespräche zwischen Gesundheitsministerium und Unternehmen lassen sich nur lückenhaft nachvollziehen. V Eine vollständige Erfassung hält die Bundesregierung weder für notwendig noch für praktikabel. Das geht aus ihrer Antwort auf eine Kleine Anfrage der Linksfraktion hervor.
Die doppelte Facharztschiene gilt vielen als Symbol für Ineffizienz im deutschen Gesundheitswesen. Eine neue Analyse kommt nun zu einem anderen Befund: Ohne die niedergelassenen Fachärzte würde die fachärztliche Versorgung in Deutschland schlicht nicht funktionieren.
Leitlinien empfehlen nichtmedikamentöse Maßnahmen, insbesondere Bewegungstherapie, als Erstlinientherapie bei Fibromyalgie. Schmerzbedingt gelingt dies häufig nicht. Eine Studie aus den USA untersuchte nun die Wirkung von TENS in Verbindung mit Physiotherapie auf die Schmerzreduktion.
Bei Menschen mit Diabetes und hohem kardiovaskulärem Risiko wird die Lipidtherapie meist dann verschärft, wenn bereits ein Ereignis eingetreten ist. Eine neue Analyse prüft nun, ob eine frühe intensive Senkung des LDL-Cholesterins auch in der Primärprävention einen messbaren Nutzen bringt.
Die Sedierung neurodivergenter Kinder und Jugendlicher stellt eine besondere Herausforderung dar. Eine aktuelle Übersichtsarbeit zeigt, dass diese Patientengruppe aufgrund erhöhter Komorbiditäten, spezifischer sensorischer und kommunikativer Bedürfnisse sowie variabler pharmakologischer Reaktionen ein individuell angepasstes Vorgehen erfordert.
Die Stimmung der Niedergelassenen in Deutschland ist im 1. Quartal 2026 im Vergleich zum vergangenen Quartal noch weiter abgesackt. Das zumindest ist dem sogenannten Stimmungsbarometer der Stiftung Gesundheit zu entnehmen. Eine Fachgruppe sticht besonders hervor.
Abnehmspritzen sind in Deutschland verschreibungspflichtig. Doch online sind die entsprechenden Rezepte zu leicht zu kriegen, kritisiert die Verbraucherzentrale.
Erstmals seit 2018 haben das American College of Cardiology und die American Heart Association ihre gemeinsame Leitlinie zum Lipidmanagement aktualisiert. Zehn Take-Home-Messages machen deutlich: Cholesterinsenkung soll streng und früh erfolgen.
Das PCOS wird im klinischen Alltag nicht immer eindeutig erkannt. Eine aktuelle Studie untersuchte, ob sich die Diagnose mit einer begrenzten Zahl gut erfassbarer Merkmale beschleunigen lässt. Dazu wurde ein Modell geprüft, das sonografische, klinische und hormonelle Angaben kombiniert.
Die Empörung in der niedergelassenen Ärzteschaft über die Forderung des SPD-Fraktionschefs Matthias Miersch nach einer gesetzlichen Facharzttermin-Garantie reißt nicht ab. Vom Alltag in einer deutschen Arztpraxis habe Miersch offensichtlich keine Ahnung, kritisiert der Hartmannbund Niedersachsen.
Heute legt die Expertenkommission ihre Vorschläge zur Sanierung der GKV-Finanzen vor. Der Chef der IKK Innovationskasse, Ralf Hermes, formuliert derweil eigene Vorschläge - er will eine 150-Euro-Gesundheitspauschale einführen.
Die innere Uhr steuert nicht nur Schlaf und Wachsein, sondern auch Stoffwechsel, Immunsystem und Therapien. Forschende der Charité – Universitätsmedizin Berlin haben nun einen Test entwickelt, der den Chronotyp ganz einfach anhand weniger Haarwurzeln bestimmt.
Neue Vergütungsmodelle wie die Chronikerpauschale sollen Versorgung verbessern – sorgen aber am Ende oft für noch mehr Bürokratie. Bundesärztekammerpräsident Dr. Klaus Reinhardt sieht das Hauptproblem in der Gesetzgebung.
Noch bevor Säuglinge sprechen, scheinen ihre Begegnungen mit der Mutter einer eigenen Dramaturgie zu folgen. Eine neue Studie zeigt, dass solche vorsprachlichen Interaktionen mit dem Alter geordneter und vollständiger werden. Das spricht für eine überraschend frühe Form aufeinander bezogener Interaktion.
Eine Autopsie-Studie untersuchte die Gehirne von Verstorbenen, die zu Lebzeiten an Bluthochdruck gelitten hatten. Dabei fanden sie, dass manche Blutdrucksenker scheinbar deutlich demenzprotektiv wirken - über den blutdrucksenkenden Effekt hinaus.