Warken weist SPD-Vorschlag erneut zurück
Bundesgesundheitsministerin Nina Warken hat sich erneut gegen den Vorstoß der SPD für eine Gesundheitsabgabe auch auf Kapitaleinkünfte gestellt. Sie sieht darin eine doppelte Belastung.
Bundesgesundheitsministerin Nina Warken hat sich erneut gegen den Vorstoß der SPD für eine Gesundheitsabgabe auch auf Kapitaleinkünfte gestellt. Sie sieht darin eine doppelte Belastung.
Die HPV-Impfquoten unter den Jugendlichen in Hamburg sind im weltweiten Vergleich niedrig. Das geht aus einem Antrag von SPD und Grünen hervor, der in der nächsten Bürgerschaftssitzung behandelt werden soll.
Ein 43-jähriger Mann stellt sich wegen gelegentlicher Palpitationen in einer kardiologischen Ambulanz vor. Er beschreibt kurze Episoden mit Herzklopfen und begleitendem Angstgefühl, jedoch ohne Schwindel oder Synkopen. Die Belastbarkeit ist unbeeinträchtigt – sein Schlaf birgt jedoch eine seltene Überraschung.
Beim lokalen Prostatakarzinom-Rezidiv nach Radiotherapie konkurrieren fokale Salvage-Therapie und radikale Prostatektomie. Eine internationale Studie vergleicht nun erstmals das 10-Jahres-Überleben und die Komplikationsraten beider Verfahren – mit praxisrelevantem Ergebnis.
Die Kassenzahnärztliche Vereinigung Hessen erhöht den Druck auf Zahnarztpraxen, die nicht an die Telematikinfrastruktur angeschlossen sind. Ein Zahnarzt und änd-Leser bekommt das jetzt deutlich zu spüren.
Eine neue Internetplattform soll niedergelassenen Ärztinnen und Psychotherapeuten in Bremen und Bremerhaven bei der eigenen Niederlassung oder Anstellung in der Praxis helfen. Hinter der Initiative steckt ein breites Bündnis – und eine Hoffnung.
Wie soll das Gesundheitssystem im Verteidigungsfall funktionieren? Ministerin Warken plant ein neues Gesetz für Krisen und will Schwachstellen gezielt angehen.
Kurz- oder Langschläfer? Sowohl zu kurze als auch zu lange Schlafdauer in der Lebensmitte sind mit einer erhöhten Wahrscheinlichkeit für körperliche Gebrechlichkeit im höheren Lebensalter assoziiert. Bemerkenswert ist, dass man auch mit Änderungen der Schlafgewohnheiten keine deutliche Verbesserung erreichen kann.
Nicht jeder denkt mit Freude an seine Schulzeit zurück: Leistungs- und Notendruck können Spuren hinterlassen - das hat ein Forschungsteam aus London nun auch wissenschaftlich bestätigt. Es zeigt sich, dass früh empfundener Schuldruck sogar Jahre später noch die Psyche belastet.
Norovirusinfektionen gehören zu den häufigsten meldepflichtigen Erkrankungen in Deutschland. 2023 ereignete sich im Landkreis Göttingen (Niedersachsen) ein Ausbruch mit über 500 Erkrankungsfällen in nahezu 50 Kitas. Das RKI hat das Geschehen im Detail untersucht: Was ist das Learning, um vergleichbare Ausbrüche vermeiden zu können?
Die Praxen bilden MFA zwar aus – doch immer wieder wechseln Fachkräfte später in Kliniken, wo bessere Gehälter locken. Was viele Ärzte seit Jahren beobachten, bestätigt nun auch eine Umfrage der Ärztekammer Schleswig-Holstein.
Der Hartmannbund hat das Auslaufen des Pakts für den Öffentlichen Gesundheitsdienst (ÖGD) scharf kritisiert. Sollte der Bund den Pakt wie vorgesehen zum Jahresende 2026 beenden und keine neuen Mittel bereitstellen, drohe ein struktureller Rückschritt in einem zentralen Bereich des Gesundheitssystems.
„Wir müssen uns ehrlich fragen, wie viel Verantwortung wir an selbstlernende, selbstentscheidende Systeme abgeben wollen“, mahnt Tagungspräsident Prof. Thomas Hoffmann in einem Interview zur bevorstehen Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde (13. bis 16. Mai in Ulm). Weitere Themen: die „Faszination Kopf-Hals-Chirurgie“ und die Chancen und Risiken der Robotik.
Die gesundheitlichen Folgen ökologischer Krisen kommen zunehmend im ärztlichen Alltag an. Nun hat die Zentrale Ethikkommission bei der Bundesärztekammer (ZEKO) ihre Stellungnahme „Planetary Health und ärztliche Verantwortung“ veröffentlicht und fordert darin eine konsequente Transformation hin zu einem nachhaltigen Gesundheitswesen.
Die Inhalte der elektronischen Patientenakte müssen vor Beschlagnahmung ausdrücklich geschützt werden. Eine entsprechende Forderung der Ärzteorganisationen scheint nun doch beim Justizministerium (BMJV) Gehör zu finden.
Die gesetzlichen Krankenkassen verklagen den Bund, weil sie für Bürgergeldempfänger den Großteil der Versorgungskosten tragen – zulasten der Solidargemeinschaft. Jetzt liegen die ausführlichen Klagebegründungen vor.
Eine Infektion mit humanen Papillomviren (HPV) spielt womöglich eine bislang unterschätzte Rolle bei der Entstehung der endokrinen Orbitopathie. Darauf weist eine große Fall-Kontroll-Analyse auf Basis elektronischer Gesundheitsdaten hin.Mechanistisch könnte eine molekulare Mimikry ursächlich sein.
Das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) gibt grünes Licht für einen weiteren Influenza-Impfstoff aus Italien: Der Impfstoff „Influvac“ dürfe nun auch mit italienischer Beschriftung in Deutschland verwendet werden, teilt das Institut mit. Die Erlaubnis gilt bis Ende April.
Ein aktueller Übersichtsartikel vergleicht die Auswirkungen zweier gängiger Methoden (bariatrische OP vs. GLP1-RA) zur Gewichtsreduktion auf das Risiko für Suchterkrankungen bei Menschen mit Adipositas.
Welche Konsequenzen hat es für Patienten und für die Gesundheitsausgaben, wenn im Krankenhaus bestimmte ärztliche Aufgaben auf Pflegefachpersonen übertragen werden? Ein aktuelles Cochrane-Review hat diese Frage systematisch untersucht – mit insgesamt beruhigenden Ergebnissen.
Ein Zusammenschluss von Urologen hat einen Chatbot entwickelt, der Nutzern eine Ersteinschätzung zu ihren Symptomen geben soll. Die Patienten sollen dadurch auch ein Gefühl dafür bekommen, wie dringlich ihr Anliegen ist.
Der Wahlkampf in Baden-Württemberg läuft – und der Ärzteverbund MEDI sucht frühzeitig die Diskussion mit der Politik: Rund 100 Gäste, nahezu ausschließlich Ärztinnen und Ärzte, folgten am am Mittwoch der Einladung von MEDI Baden-Württemberg ins Jaz Hotel in Stuttgart-Mitte.
Das Bestellverfahren für Covid-19-Impfstoff wird voraussichtlich zur nächsten Impfsaison umgestellt. Das hat die KBV bekanntgegeben.
Im Rahmen der Impfkampagnen gegen COVID-19 waren in der Vergangenheit in seltenen Fällen Blutgerinnsel und Sinusvenenthrombosen nach Vektorimpfungen aufgetreten. Einem Greifswalder Forschungsteam ist es nun gelungen, die molekularen Mechanismen aufzuklären.
Menschen mit Adipositas haben ein um 70 Prozent höheres Risiko für schwere Infektionen. Und jeder zehnte durch eine Infektionskrankheit ausgelöste Todesfall weltweit könnte möglicherweise mit Adipositas in Verbindung. Das legt eine Studie mit über 540.000 Teilnehmern nahe.
Mehr Geld, bessere Versorgung, fairere Chancen: Das Europäische Parlament hat die EU-Kommission und die Mitgliedstaaten zu weitreichenden Maßnahmen im Kampf gegen Krebs aufgefordert.
Darf ein Internetportal Patienten gezielt den Weg zur Cannabis-Behandlung zeigen? Oder gilt das als verbotene Werbung für ein rezeptpflichtiges Medikament? Die Frage liegt in Karlsruhe.
Welche Erfahrungen haben Menschen im deutschsprachigen Raum mit K.O.-Tropfen gemacht? Dieser Frage gehen Forschende der TU Chemnitz in einer laufenden Online-Umfrage nach. Erste Auswertungen zeigen: Das sogenannte „Drink Spiking“ scheint keineswegs ein Randphänomen zu sein – bleibt jedoch häufig im Verborgenen.
Das bundesweite Geschehen der akuten Atemwegserkrankungen hat sich im Vergleich zur Vorwoche kaum verändert. Es wird weiterhin durch die Zirkulation von Influenzaviren bestimmt, die Grippewelle hält weiter an. Das geht aus dem aktuellen „ARE-Wochenbericht“ (KW 06) des Robert Koch-Instituts hervor. Eine Ausnahme gibt es jedoch.
Wenn für den Anschluss an die Telematikinfrastruktur (TI) höhere Kosten anfallen als von der TI-Pauschale gedeckt, muss diese der Praxisinhaber tragen. Anspruch auf eine Erstattung aller Kosten hat er nicht, hat das Landessozialgericht Baden-Württemberg entschieden.
Vor vielen Jahren wechselten die Salzlandkliniken den Besitzer. Der Gesundheitskonzern Ameos zahlte eine erste Rate. Um weiteres Geld wird bis heute gestritten. Wie geht es weiter?
Listerien sind die häufige Ursache für Lebensmittel-Rückrufe. Das geht aus der Jahresstatistik 2025 hervor, die das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit veröffentlicht hat. Listerien waren mit 43 Meldungen die häufigste Ursache für Warnungen, gefolgt von Salmonellen (27).
Das Smartphone ist aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken und gerade für Kinder und Jugendliche gehören Handy und Social Media zum Leben. Wenn aber die Bildschirmzeit suchtähnliche Züge annimmt, dann wird sie zum Problem. Das haben auch Forschende nun in einer Studie nachweisen können: Eine Mediensucht wurde zum entscheidenden Risikofaktor für psychische Erkrankungen - und das bereits ein Jahr später.
Hausärzte gesucht – und nicht gefunden: Beim Ärztegipfel Südwest wurde deutlich, wie brüchig die Versorgung auf dem Land geworden ist. Die Botschaft aus Praxis, Klinik und Kommunen: Ohne strukturellen Wandel kippt das System – und mit ihm ganze Regionen.
Die Weltgesundheitsorganisation WHO braucht im kommenden Jahr einen neuen Generaldirektor. Im Gespräch ist eine deutsche Kandidatur – und ein bekannter Name.
Beim Multiplen Myelom können CAR-T-Zell-Therapien schwer Erkrankten wertvolle Lebenszeit schenken. Allerdings verlieren diese Immuntherapien mit der Zeit ihre Wirkung: Forschende haben nun einen der molekularen Mechanismen dahinter entdeckt – und die Immuntherapie reaktivieren können.
Praxen, die am Hausarztvertrag der AOK in Bayern teilnehmen, bekommen ab sofort weitere Förderungen, unter anderem für Hausbesuche durch nichtärztliches Personal. Trotz überschaubarer Vergütungssummen wertet die Politik das als Signal für die Primärversorgung.
Wie Psychotherapeuten den Einsatz von künstlicher Intelligenz und ihre KI-Kompetenzen bewerten, hängt insbesondere vom Alter ab, zeigt eine Untersuchung. Angesichts der Ergebnisse sehen die Studienautoren Handlungsbedarf in der Aus- und Weiterbildung.
Fast an jedem Tag laufen neue Spar- oder Finanzvorschläge zur GKV durch die Medien. Die Freie Ärzteschaft (FÄ) ist überzeugt: Die derzeitige „Olympiade der Sparvorschläge“ rettet die Medizin in Deutschland nicht.
Ein Mann in den 30ern stellt sich mit einer fleckigen Alopezie vor, die seit etwa zwei Monaten besteht. Weitere Symptome hat er nicht, doch seine Vorgeschichte gibt Hinweise auf den Grund des Haarausfalls - der aber gut behandelt werden kann.
Ein Sparpaket in zweistelliger Milliardenhöhe muss Bundesgesundheitsministerin Nina Warken für das kommende Jahr schnüren. Ein entsprechendes Gesetz soll im Sommer durchs Kabinett, kündigte sie jetzt an.
Mehr als 200 Menschen in Niedersachsen sind bereit, sich für einen Medizin-Studienplatz dazu zu verpflichten, später als Landärztin oder Landarzt zu arbeiten. Jetzt beginnt der Auswahlprozess.
Im Alltag geht die kardiologische Mitbetreuung nach einer Operation häufig unter, obwohl perioperative Myokardschäden keine Seltenheit sind und die Mortalität mit adäquater Betreuung deutlich sinkt. Das zeigt eine große Studie aus Basel. Die Forschenden plädieren nun für bessere Triage-Strategien und schlagen neue Möglichkeiten - wie etwa Telekonsile - vor.
Für ihre Digitalisierungsstrategie heimst Gesundheitsministerin Warken viel Lob ein – vor allem von den Krankenkassen. Etwas zurückhaltender reagiert die KBV. Und die DKG befürchtet schon wieder ein Finanzierungsproblem für die Kliniken.
Im Jahr 2024 mussten deutlich weniger Menschen aufgrund alkoholbedingter Krankheiten stationär behandelt werden als noch zehn Jahre zuvor. Das berichtet das Statistische Bundesamt in einer aktuellen Meldung. Die Zahl der Behandlungen ist in nahezu allen Altersgruppen zurückgegangen, doch insbesondere jüngere Altersgruppen erleben weniger Exzesse.
Mehr Durchgriffsrechte für die Gematik gegen TI-Störungen, die Rolle der ePA stärken, Vorgaben für KI-Tools. Das sieht die Digitalisierungsstrategie des Bundesgesundheitsministeriums vor. Auch auf die Rolle der Ersteinschätzung ging Nina Warken ein.
Die Deutsche Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten hat zwei neue „Living Guidelines“ veröffentlicht: eine Leitlinie für autoimmune, die andere für genetisch-cholestatische Lebererkrankungen – jeweils „von der Pädiatrie bis zum Erwachsenenalter“.
Der Mann stellt sich mit einer seit zwei Monaten bestehenden linksseitigen wässrigen Rhinorrhö, nasaler Obstruktion, Niesattacken und einem Druckgefühl im Gesicht vor. Die Beschwerden treten vor allem morgens auf – deutlich verstärkt jedoch während des Geschlechtsverkehrs, insbesondere beim Orgasmus.
Nach rund zehnjähriger Bauzeit hat das Augsburger Universitätsklinikum ein neues Intensivzentrum. Das Zentrum fasst 135 Betten, die Investitionskosten belaufen sich nach Angaben des Uniklinikums auf rund 190 Millionen Euro. Aber es gibt Streit mit Naturschützern.
Mykotoxine dienen Schimmelpilzen als Schutz vor Fraßfeinden. Beim Menschen können sie akute Beschwerden verursachen – aber auch langfristige Effekte haben wie Leberschäden oder ein erhöhtes Krebsrisiko. Das Bundesinstitut für Risikobewertung klärt daher nun über das Gesundheitsrisiko durch Schimmelpilzgifte auf. Der Rat: angeschimmelte Lebensmittel vollständig entsorgen, auch die augenscheinlich noch „guten“ Stellen!