Notaufnahmen fühlen sich gerüstet
Gerade bei glatten Straßen und Fußwegen landen viele Menschen nicht selten in der Notaufnahme. Das Personal dort ist gut vorbereitet.
Gerade bei glatten Straßen und Fußwegen landen viele Menschen nicht selten in der Notaufnahme. Das Personal dort ist gut vorbereitet.
Ein Gesetzentwurf des Bundesjustizministeriums soll Ärztinnen, Ärzte und medizinisches Personal künftig ausdrücklich unter einen besonderen strafrechtlichen Schutz stellen. Der Hartmannbund spricht von einem überfälligen Signal angesichts zunehmender Übergriffe im Gesundheitswesen.
SGLT2-Inhibitoren gelten bislang vor allem als wirksame Medikamente zur Behandlung des Typ-2-Diabetes – mit belegten Vorteilen für Herz und Nieren. Nun deutet eine große Studie darauf hin, dass diese Substanzklasse auch bei einer ganz anderen Erkrankung von Nutzen sein könnte: dem Prostatakarzinom.
Es gibt eine neue S3-Leitlinie zu „Delir im höheren Lebensalter“. Sie umfasst „erstmals 69 evidenz- und konsensbasierte Empfehlungen für alle Versorgungssettings“ - von der ambulanten Versorgung, der Notaufnahme, über das Krankenhaus und bis hin zur Pflegeeinrichtung und Rehabilitation.
Ein eingeschränkter Geruchssinn könnte bei älteren Menschen ein Hinweis auf ein erhöhtes Risiko für koronare Herzkrankheit sein. Darauf deutet eine große US-amerikanische Kohortenstudie hin.
Die Deutsche Krankenhausgesellschaft warnt vor einer dramatisch wachsenden Finanzierungslücke bei den Klinikinvestitionen. Trotz gesetzlicher Verpflichtung kämen die Bundesländer ihrer Verantwortung seit Jahren nicht ausreichend nach, mit Folgen für Infrastruktur und Versorgung.
Eierstockkrebs metastasiert häufig ins Omentum. Eine Basler Studie zeigt nun, dass der Tumor dieses Organ vollständig umbaut und so seine eigene Ausbreitung fördert – mit Konsequenzen für die chirurgische Therapie.
Die STIKO empfiehlt nun auch eine Pneumokokken-Impfung mit dem 20-valenten Konjugatimpfstoff (PCV20) für Kinder und Jugendliche von zwei bis 17 Jahren, wenn diese ein erhöhtes Risiko für schwere Pneumokokken-Erkrankungen haben.
Ein norwegischer Orthopäde mit entzogenem Berufsrecht operiert weiter in Deutschland. Ein verurteilter Gynäkologe praktiziert trotz Berufsverbot aus dem Ausland weiter. Doch die zuständigen Kontrollbehörden bleiben untätig oder reagieren nur zögerlich. Recherchen von Spiegel und ZDF zeigen: Die Mechanismen, die solche Missstände verhindern sollen, greifen offenbar oft nicht – oder zu spät.
Die SPD-Bundestagsfraktion lehnt Einschnitte in den Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung ab. In einem vorläufigen Beschlusspapier zur Klausurtagung setzt sie stattdessen auf Strukturreformen in Gesundheit und Pflege und grenzt sich damit von Vorstößen aus der Union ab.
BVKJ-Präsident Dr. Michael Hubmann widerspricht den Sparforderungen des GKV-Spitzenverbands. Im Gespräch mit dem änd warnt er vor massiven Folgen für die kinderärztliche Versorgung, sollte die Entbudgetierung zurückgedreht werden.
Krankenhausreform, Primärarztsystem oder Arzneimittelkosten: Die derzeitigen politischen Debatten drehen sich in erster Linie um mehr Kosteneffizienz im Gesundheitssystem. Der eigentliche Elefant im Raum wird dabei jedoch weitgehend ausgeblendet, warnt der Kieler Gesundheitsökonom Prof. Thomas Drabinski.
Der Stromausfall in Berlin ist offiziell beendet. Er hinterlässt aber Fragen zur ambulanten Versorgung in Krisensituationen. Das meint Bundesärztekammerpräsident Dr. Klaus Reinhardt – aber auch der Berliner Orthopäde Dr. Daniel Peukert.
In Mittelfranken haben es Unbekannte auf das IT-Netz eines Krankenhauses abgesehen. Das wirkte sich kurzzeitig auch auf die Notfallversorgung in der Region aus.
Die Krankenkassen fordern mehr Termine und zugleich neue Einsparungen im ambulanten Bereich. KBV-Chef Dr. Andreas Gassen hält das für realitätsfern und warnt vor massiven Folgen für die Versorgung.
Eine zuvor gesunde Jugendliche stellt sich mit seit drei Tagen zunehmenden Bauchschmerzen in einer Notaufnahme vor. Die initiale Bildgebung ist unauffällig, weshalb sie mit der Verdachtsdiagnose einer viralen Gastroenteritis entlassen wird. Innerhalb kurzer Zeit verschlechtert sich ihr Zustand jedoch dramatisch.
ChatGPT Health kommt: OpenAI bringt eine spezialisierte Version seines KI-Systems auf den Markt, die gezielt auf Gesundheitsfragen ausgerichtet ist. Der Start ist in den kommenden Wochen geplant. Viele Funktionen – darunter die Anbindung von Gesundheits-Apps und Patientenakten – werden zunächst jedoch nur in den USA verfügbar sein.
Knochenbrüche und Platzwunden: Im Unfallkrankenhaus Berlin herrscht Hochbetrieb. Die Sprecherin der Klinik hat eine Bitte.
Im Jahr 2024 wurden in Deutschland mehr lebensmittelbedingte Krankheitsausbrüche gemeldet als in den vier Jahren zuvor. Besonders riskant: sorgloser Umgang mit Lebensmitteln, die roh gegessen werden.
Kann Apfelessig Nierensteinen vorbeugen? Diese Frage stand im Zentrum einer randomisierten Crossover-Studie, die gängige Getränke mit potenziell steinpräventivem Effekt verglich. Das Ergebnis fällt nüchtern aus, wenn auch nicht ganz hoffnungslos.
Soll der Staat einspringen, nachdem sich das Versorgungswerk der Berliner Zahnärztekammer massiv verzockt hat? Berlins Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey hat darauf eine klare Antwort.
Der Berufsverband der Frauenärztinnen und Frauenärzte hat fünf Forderungen aufgestellt, die er in diesem Jahr für seine Fachgruppe erfüllt sehen möchte. Danach soll unter anderem die primärärztliche Rolle von Gynäkologinnen und Gynäkologen gestärkt werden.
Der Status epilepticus (SE) im Kindesalter ist ein neurologischer Notfall mit einem erhöhten Risiko für schwere neurologische Defizite und Entwicklungsstörungen. Eine jetzt vorgelegte S1-Leitlinie soll helfen, schnell die richtigen Entscheidungen zu treffen.
Digitale Gesundheitsanwendungen sollen ab 2026 zumindest teilweise erfolgsabhängig vergütet werden. Doch wie genau der Erfolg gemessen werden soll, weiß bisher niemand so genau. Die bestehenden gesetzlichen Vorgaben lassen viele Fragen offen und stellen Hersteller wie Kassen vor erhebliche Herausforderungen.
Die Aktivität akuter Atemwegserkrankungen (ARE) liegt zurzeit auf einem niedrigen Niveau. Die Influenza-Aktivität steigt allerdings weiter an. Und: Vor allem bei Jüngeren könnte der Schutz nach der Grippeimpfung „etwas verkürzt sein“.
Eine aktuelle systematische Übersichtsarbeit zeigt: Musikerinnen und Musiker sind unabhängig von der gewählten Musikrichtung deutlich häufiger von Hörproblemen betroffen als die Allgemeinbevölkerung – die Autoren befürworten daher einen regelmäßigen Check.
Nach dem Bruch der Koalition in Brandenburg ziehen zwei Minister des BSW Konsequenzen. Eine davon ist die Gesundheitsministerin.
Der GKV-Spitzenverband sieht erhebliches Sparpotenzial bei den Niedergelassenen – sehr zum Ärger der Vertragsärzteschaft. Der SpiFa warnt: Sollten solche Sparvorschläge umgesetzt werden, hätte dies fatale Folgen für die Gesundheitsversorgung.
Erhöhte Lipoprotein(a)-Werte gelten seit Längerem als unabhängiger Risikofaktor für kardiovaskuläre Erkrankungen. Unklar war jedoch, ab welchen Schwellenwerten sich dieses Risiko bei zunächst gesunden Frauen über Jahrzehnte tatsächlich niederschlägt. Eine aktuelle Studie liefert nun Antworten.
Die Fachinformationen für den Wirkstoff Sotatercept wurden geändert. Als neue mögliche Nebenwirkung wird nun Perikarderguss aufgeführt. Sotatercept ist in Kombination mit anderen Therapien für die Behandlung von pulmonaler arterieller Hypertonie (PAH) zugelassen.
Bei Praxen, die SMC-B-Karten des Anbieters Medisign nutzen, gibt es mal wieder Probleme bei der Verbindung zur Telematikinfrastruktur.
Der Streit um riskante Immobilien-Investments hatte die KV Westfalen-Lippe tief erschüttert und für kontroverse Debatten innerhalb der Vertreterversammlung gesorgt. Nun will man nach vorne schauen und zur Sacharbeit zurückkehren – mit Dr. Dirk Spelmeyer an der Spitze.
Der Vorsitzende des Berufsverbands der Frauenärztinnen und Frauenärzte (BVF), Dr. Klaus Doubek, hat seinen Rückzug von der Verbandsspitze verkündet. Wie der Verband am Mittwoch mitteilte, hat sich Doubek entschieden, die zum Januar 2026 begonnene Amtszeit nicht anzutreten.
Im Jahr 2026 müssen entscheidende Weichen in der Gesundheitspolitik gestellt werden, fordert der Präsident der Bundesärztekammer (BÄK) Dr. Klaus Reinhardt. Mindestens drei große Reformvorhaben und die GOÄ müssen aus seiner Sicht deutlich vorankommen.
Vorgestellt wird eine 16-Jährige mit primärer Amenorrhö und ausbleibender Pubertät. Klinisch zeigt sich ein weiblicher Phänotyp mit nur partiell entwickelten sekundären Geschlechtsmerkmalen. Auffällig ist zudem ein ausgeprägter Kleinwuchs.
Cholesterin und Lipoprotein(a) beeinflussen offenbar schon frühzeitig die Funktion der Aortenklappe Zu diesem Schluss kommt ein Forschungsteam der Uniklinik Hamburg-Eppendorf (UKE), das mithilfe von künstlicher Intelligenz (KI) die genetischen Einflüsse auf die Funktion der Aortenklappe und auf das Risiko einer Aortenstenose untersucht hat.
Für die Behandlung von Erwachsenen mit nicht-muskelinvasivem Harnblasenkarzinom (NMIBC) wird es wohl bald ein neu zugelassenes Medikament geben. Als „First-in-Class“-Arzneimittel richtet es sich an ein bislang nicht adressiertes Target. Patienten mit fortgeschrittenem nicht-kleinzelligem Lungenkrebs (NSCLC) soll bald ein neuer oraler EGFR-Tyrosinkinaseinhibitor zur Verfügung stehen.
Männlicher Brustkrebs ist selten, geht jedoch mit einer vergleichsweise hohen Sterblichkeit einher. Eine aktuelle US-Studie legt nahe, dass diese ungünstigen Prognosen dabei weniger auf aggressive Tumorbiologie als vielmehr auf verspätete Diagnosen zurückzuführen sind.
Nachdem ein großflächiger Stromausfall in Berlin sehen sich Sachsens Kliniken auf den Ernstfall vorbereitet. Es gebe genügend Notstromkapazitäten, um den Grundbetrieb „eine gewisse Zeit“ aufrechtzuerhalten, sagte eine Sprecherin des Universitätsklinikums Dresden.
Der Freizeitkonsum von Lachgas hat in Schweden und anderen europäischen Ländern in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen. Parallel dazu häufen sich Berichte über schwere gesundheitliche Schäden, bis hin zu schweren Erfrierungen.
Vergewaltigung, sexuelle Nötigung, sexueller Missbrauch: Es gibt eine neue S1-Leitlinie mit „Empfehlungen zur Betreuung und Versorgung von weiblichen Betroffenen sexualisierter Gewalt“. Sie soll sicherstellen, dass betroffene Frauen bundesweit eine fachgerechte, traumasensible und rechtssichere Versorgung erhalten.
Hausbesuche im Bereitschaftsdienst sollen in Nordrhein künftig Kooperationsärztinnen und -ärzte übernehmen. Gestartet ist das neue Konzept zum 1. Januar im Raum Düsseldorf/Neuss. Ab April soll der Rollout in ganz Nordrhein beginnen.
Bei Rückenschmerzen im Kindes- und Jugendalter rückt aktuell das verstärkte muskuloskelettale Schmerzsyndrom (AMPS) stärker in den Fokus – ein Syndrom, bei dem es zu einer verstärkten Schmerzverarbeitung ohne adäquates strukturelles Korrelat kommt.
Die medizinische Versorgungsinfrastruktur in Deutschland ist nach Ansicht von KBV-Chef Gassen schlecht auf einen möglichen militärischen Angriff vorbereitet. Er plädiert für ein bundesweites Register, das auflistet, wo welche Ärzte und Ärztinnen im Ernstfall eingesetzt werden könnten.
Lediglich 3,6 Prozent der Versicherten nutzen ihre elektronische Patientenakte aktiv. Das hat eine Umfrage bei den Kassen ergeben.
Nur jeder Zweite in Deutschland fühlt sich laut der Befragung so gut informiert, dass er sich selbst um die eigene Gesundheit kümmern kann. Die Mehrheit wünscht sich eine frühe Wissensvermittlung.
Arztentlastung durch qualifiziertes medizinisches Praxispersonal funktioniert nur, wenn die Kassen dafür auch die Mittel liefern. Doch die Barmer im Nordosten hat zum Jahresende den „VERAH-Care-Vertrag“ beendet. Der Hausärzteverband kritisiert den Schritt scharf.
Noch bis Donnerstag bleibt der Südwesten von Berlin ohne Strom. Wie gehen Arztpraxen damit um? Der änd hat vor Ort und bei der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Berlin nachgefragt.
Seit 1. Januar müssen GOÄ-Honorarklagen unabhängig vom Streitwert vor den Landgerichten verhandelt werden. Für Ärztinnen und Ärzte bedeutet die Neuregelung Anwaltszwang, längere Verfahren und deutlich höhere Kosten.
Die diagnostische Abklärung einer tiefen Venenthrombose stellt Notaufnahmen regelmäßig vor Herausforderungen. Der D-Dimer-Test ist zwar hochsensitiv, verliert jedoch mit zunehmendem Alter deutlich an Spezifität – bietet ein altersadjustierter Test hier Vorteile?