Modell gegen Ärztemangel? Die Praxis ohne Arzt
Augenuntersuchung ohne Arzt vor Ort: In Salzwedel übernimmt das Praxisteam die Messungen, die Auswertung erfolgt digital aus der Ferne. Warum das Modell in Sachsen-Anhalt Schule machen könnte.
Augenuntersuchung ohne Arzt vor Ort: In Salzwedel übernimmt das Praxisteam die Messungen, die Auswertung erfolgt digital aus der Ferne. Warum das Modell in Sachsen-Anhalt Schule machen könnte.
Eine 26-jährige Frau stellt sich mit zwei neu aufgetretenen, schmerzlosen Hautknoten an der linken vorderen Halsseite vor. Die Läsionen liegen wenige Zentimeter oberhalb einer früheren Operationsnarbe.
Ein Mann wird mit einer schweren Hyponatriämie in ein Krankenhaus eingewiesen. Nachdem alle bekannten Ursachen ausgeschlossen werden konnten, prüfen die Behandelnden noch einen Laborwert - und können das Syndrom der inadäquaten ADH-Sekretion (SIADH) endlich gezielt behandeln.
Eine multimodale MRT-Studie lieferte unlängst detaillierte Hinweise darauf, dass sich Veränderungen der Hirnstruktur und des neurochemischen Profils nicht nur bei Long-COVID-Betroffenen, sondern auch bei klinisch Genesenen nachweisen lassen.
Das Statistische Bundesamt vergleicht die Situation bei Krebs mit der vor 20 Jahren und sieht viele positive Trends. Doch Krebs bleibt zweithäufigste Todesursache – vor allem wegen einer Variante.
Die WHO hat pünktlich zum Weltkrebstag den „Europäischen Kodex gegen Krebs“ aktualisiert. Er enthält nun 14 wissenschaftlich fundierte Handlungsempfehlungen, mit denen Menschen ihr persönliches Krebsrisiko senken können.
Rund ein Drittel der Jugendlichen hat schon mindestens einmal körperliche Aggression gegenüber den eigenen Eltern gezeigt. Das ergab eine Langzeitstudie aus Zürich. Es wird deutlich: Häufig herrscht ein Kreislauf der Gewalt, und harte Erziehung mündet teilweise in Aggression durch die Kinder.
In der kurz aufgeflammten Debatte über eine mögliche Privatisierung von Zahnarzt-Leistungen hat jetzt die Bundesgesundheitsministerin ein Machtwort gesprochen. Sie erteilte der Forderung des CDU-nahen Wirtschaftsrates eine deutliche Absage.
In einer experimentellen Qualitätsanalyse zeigen südkoreanische Forschende, dass kommerzielle große Sprachmodelle durch eine subtile Form der Manipulation – sogenannte Invisible Text Injection – systematisch zu übertrieben positiven Peer-Review-Bewertungen verleitet werden können.
Die Europäische Arzneimittel Agentur EMA hat sich für die EU-weite Zulassung von Kygevvi (Doxecitin und Doxribtimine) zur Behandlung von Thymidinkinase-2-Mangel ausgesprochen. Profitieren können davon Patienten, deren Erkrankung im Alter von 12 Jahren oder früher begonnen hat.
Die nordrhein-westfälische Landesregierung fördert auch in diesem Jahr den Aufbau hebammengeleiteter Kreißsäle. Das hat das Gesundheitsministerium mitgeteilt. Mit den Mitteln können Krankenhäuser zum Beispiel auch gemeinsame Workshops von Hebammen, Ärztinnen und Ärzten finanzieren.
Viele ältere Menschen sehen die Digitalisierung im Gesundheitswesen laut einer Umfrage positiv – und nutzen zunehmend digitale Angebote von Ärzten oder Krankenhäusern.
Immer neue Sparideen – aber keine Reform. Der Mediziner und frühere IQWiG-Chef Prof. Jürgen Windeler nennt die aktuelle politische GKV-Debatte eine „Spar-Olympiade“. Im Interview mit dem änd erklärt er, warum reine Sparvorschläge am Kern des Problems vorbeigehen, weshalb das deutsche System ineffizient ist und was Primärversorgung wirklich verändern müsste.
Melatonin wird zunehmend bei sehr jungen Kindern verschrieben oder selbst verabreicht, obgleich die Datenlage zu langfristiger Sicherheit und Wirksamkeit in dieser Altersgruppe bislang unzureichend ist. Eine systematische Übersichtsarbeit in JAMA Network Open bewertet nun den Einsatz kritisch.
Viele CED-Patientinnen und -Patienten scheuen körperliche Bewegung, weil sie Angst vor einem neuen Schub haben. Diese ist aber wohl unbegründet, wie eine Studie nun herausfand. Im Gegenteil: Sport - egal welcher Art -scheint mehrere wichtige physische und psychische Parameter zu verbessern.
Der CDU-nahe Wirtschaftsrat erntet für seinen Vorschlag, Zahnarztbehandlungen aus dem GKV-Leistungskatalog zu streichen, heftige Kritik – nicht nur aus den Reihen der Opposition, sondern auch aus der SPD. Die Krankenkassen halten die Idee ebenfalls für falsch. Die Reaktionen im Überblick.
In Zukunft wird es mehr negative gesundheitliche Auswirkungen durch Emissionen aus dem Plastiklebenszyklus geben: Der Menschheit werden dadurch im Jahr 2040 mindestens 2,6 Millionen gesunde Lebensjahre verloren gehen. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Studie.
Zahnarztbesuche sollen aus dem Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen gestrichen werden. Das fordert der Wirtschaftsrat der CDU. Die Organisation hat in einer „Agenda für Arbeitnehmer“ entsprechende Forderungen an die Bundesregierung vorgelegt.
An Unikliniken und Hochschulen in NRW ruft Verdi zu neuen Warnstreiks auf. Patienten und Studierende müssen mit Einschränkungen rechnen - Notdienste sind aber gesichert.
Wegen steigender Kosten wird darüber diskutiert, unnötige Praxisbesuche zu vermeiden. Eine längst beschlossene Umstellung hängt aber seit Monaten fest, wie Patientenschützer kritisieren.
Ein Mann in seinen 30ern stellt sich wegen eines seit drei Monaten progredienten, destruktiven Prozesses am linken Daumennagel dermatologisch vor. Klinisch zeigt sich ein ulzerierter Knoten im Bereich der Lunula und der Nagelplatte.
Wie kann Künstliche Intelligenz die Gesundheitsversorgung bei Fachkräftemangel verbessern? Das testen OpenAI und die Gates Stiftung jetzt in Afrika.
Nachbesserungen an der Notfall- und Rettungsdienstreform fordert der niedersächsische Gesundheitsminister und neue Vorsitzende der Gesundheitsministerkonferenz (GMK) Dr. Andreas Philippi. Im Interview mit dem änd kündigt er auch an, die Primärversorgung zu einem Schwerpunktthema der GMK zu machen.
Seit 2015 wurden in Hessen 14 Geburtskliniken geschlossen. Das hessische Gesundheitsministerium sieht dennoch keinen Engpass für werdende Eltern.
Der 4. Februar ist Weltkrebstag. Das Robert Koch-Institut hat anlässlich dieses Tages Zahlen zu „Krebs in Deutschland“ veröffentlicht. Demnach liegt Deutschland innerhalb der EU bei der Krebsinzidenz und -mortalität „insgesamt im Mittelfeld, mit moderaten Abweichungen zum EU-Durchschnitt bei einzelnen Krebsarten“.
Ein 75-jähriger Patient kommt in eine onkologische Klinik, nachdem CT und MRT eine bis zu 15 cm große, heterogene Raumforderung im rechten Becken gezeigt hatten. Ursächlich ist jedoch keine maligne Entität. Die finale Diagnose geht aber ebenso mit erheblichen therapeutischen Folgen einher.
Der US-Bundesstaat Utah hat ein Projekt zur Erneuerung von Rezepten für Patienten mit chronischen Erkrankungen gestartet. Dabei übernimmt eine KI eigenständig das Verschreiben. Ärzteverbände warnen vor den Gefahren.
Die Debatte über die Telefon-AU hat in den vergangenen Wochen hohe Wellen geschlagen. Muss die Politik gegensteuern, wenn der Hang zur Krankschreibung zunimmt – und mit welchen Maßnahmen? änd-Kolumnist Dr. Matthias Soyka hat sich dazu Gedanken gemacht.
Die Menopause geht mit nachteiligen Effekten auf die psychische Gesundheit und mit strukturellen Veränderungen zentraler Hirnregionen einher. Die Hormonersatztherapie scheint diesen Effekt nicht abzumildern. Im Gegenteil: Psychische Belastungen traten in einer aktuellen Studie der Cambridge University verstärkt auf.
Zwei Euro mehr pro Zigarettenpackung, um die Finanzen der Krankenkassen zu entlasten? Die Debatte um eine weitere Erhöhung der Tabaksteuer ist neu entbrannt.
Mit dem neuen Kritis-Dachgesetz rücken Krankenhäuser stärker in den Fokus der Sicherheits- und Resilienzpolitik. Die Deutsche Krankenhausgesellschaft sieht darin einen überfälligen Schritt, fordert aber schnelle Klarheit zu konkreten Anforderungen und zur Finanzierung.
KI-gestützte Mammografie erhöht die Früherkennung klinisch relevanter Brustkrebsfälle und senkt gleichzeitig das Risiko von Intervallkarzinomen. Das zeigt eine aktuelle Studie, die in The Lancet veröffentlicht wurde. Die Ergebnisse könnten die Einführung von künstlicher Intelligenz in nationale Screening-Programme rechtfertigen.
Ein 59-jähriger Patient stellt sich mit einer schmerzlosen Schwellung des rechten Knies ohne weitere Symptome zwecks MRT in einer Klinik vor. Die Ursache ist ein sehr seltener Tumor, für den es - abgesehen von der Exzision - keine bislang etablierte Behandlung gibt.
Patientinnen und Patienten haben künftig auch gemäß nationalem Recht einen gesetzlichen Anspruch auf eine kostenlose erste Kopie ihrer Behandlungsakte. Der Bundesrat hat am Freitag einem Verbraucherschutzgesetz zugestimmt, das auch das Behandlungsvertragsrecht ändert.
Der Bundesrat hat die Bundesregierung aufgefordert, versicherungsfremde Leistungen in der gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung vollständig aus Steuermitteln zu finanzieren. Andernfalls drohten weiter steigende Beiträge für Versicherte.
Kennen Sie „TOFI’s“? Das sind Menschen, die - salopp gesagt - „thin outside, fat inside“ sind. Dieses Fettverteilungsmuster geht mit multiplen Langzeitkomplikationen einher. Nun wurde in einer Studie entdeckt, dass es ferner ein höheres Risiko für neurologische Erkrankungen und Demenz mit sich bringt.
Angriffe auf Ärzte und ihre Praxisteams sollen künftig strafrechtlich härter verfolgt werden. Der Hausärztinnen- und Hausärzteverband begrüßt den Gesetzentwurf der Bundesregierung – mahnt aber zugleich, aggressive Vorfälle nicht zum Anlass für einen Generalverdacht gegenüber Patienten zu machen.
GKV ist nicht Golf, IGeL nicht automatisch Mercedes: Das Vorstandsmitglied des GKV-Spitzenverbands, Martin Krasney, warnt vor verzerrten Wahrnehmungen von Kassen- und Selbstzahlerleistungen.
Kunsttherapie kann bei chronischen körperlichen Erkrankungen Erschöpfungssymptome lindern. Das Klinikum Nürnberg und die Paracelsus Medizinische Privatuniversität (PMU) in Nürnberg wollen jetzt in einer Studie klären, ob das auch bei einer Post-Covid-Erkrankung gilt. Betroffene, die daran teilnehmen möchten, sollen sich melden.
Mehr medizinische Präventionsangebote in den Apotheken? Die AOK ist in dem Punkt kein großer Freund der geplanten Apothekenreform. Die Leistungen liefen im Zweifel unkoordiniert und würden auch nicht von der Masse der Apotheker getragen.
Schwangere mit subklinischer Hypothyreose haben bei der Entbindung ein deutlich höheres Risiko für schwere Komplikationen als Frauen mit manifester Hypothyreose. Das zeigt eine große Datenanalyse aus den USA. Die Forschenden fordern ein Umdenken hinsichtlich der Therapie.
Ein internationales Forschungsteam hat ein neues metagenomisches Verfahren entwickelt, mit dem sich Erreger und Antibiotika-Empfindlichkeit bei komplizierten Harnwegsinfektionen innerhalb weniger Stunden bestimmen lassen. Die Methode ist präzise, schnell und kosteneffizient – und könnte den Einsatz von Breitbandantibiotika deutlich reduzieren.
Die S3-Leitlinie „Prophylaxe der venösen Thromboembolie (VTE)“ ist nach rund zehn Jahren nun in einer aktualisierten Fassung verfügbar. Änderungen betreffen unter anderem die D-Dimer-Bestimmung, den Einsatz von Acetylsalicylsäure (ASS) und „VTE-Risiko-Assessment-Methoden (RAM)“.
Welche Kasse hat besonders viele Abrechnungen beanstandet? Das nimmt die KV Rheinland-Pfalz in ihrem „Regress-Ranking“ unter die Lupe. Platz eins geht – wieder einmal – an die AOK.
Kennen Sie sich aus mit Flussblindheit, Bilharziose oder der Augenwurmkrankheit Loiasis? Der 30. Januar ist der „Welt-Tag der vernachlässigten Tropenkrankheiten“. Das Deutsche Zentrum für Infektionsforschung weist deshalb auf deutsche Projekte hin, die mit Partnern in Afrika parasitische Infektionen bekämpfen – mit Tierarzneien, neuartigen Antibiotika und Diagnosetests für „ressourcenarme Umgebungen“.
Im vergangenen Jahr hat die KV Sachsen eine mobile Augenpraxis gestartet, in der nichtärztliches Personal delegationsfähige Routineuntersuchungen übernimmt. Im änd-Interview erklärt Sachsens KV-Vorsitzender Dr. Stefan Windau, wie das Projekt angelaufen ist, wie die Zusammenarbeit mit Augenkliniken aussieht – und wo es noch hakt.
Die IG Med hat die Ankündigung von Bundesgesundheitsministerin Nina Warken, die telefonische Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (Telefon-AU) überprüfen zu wollen, als unzureichende Herangehensweise kritisiert. Nötig sei ein tieferer Blick auf die Ursachen der Probleme.
Bayern und Baden-Württemberg wollen die gesetzlichen Krankenkassen von den Kosten für Bürgergeldempfänger entlasten. Diese sollen künftig komplett aus dem Bundeshaushalt bestritten werden, fordern sie in einer Bundesratsinitiative.
Berlins KV-Chef Dr. Burkhard Ruppert fordert Verbindlichkeit für die Patientensteuerung in der Notfall- und Primärversorgung. In der Vertreterversammlung berichtet er auch von Erfolgen gegen den Ärztemangel und von Maßnahmen für die Versorgung in Krisensituationen.
Angesichts wiederkehrender Engpässe bei Grippeimpfstoffen hat die Kassenärztliche Bundesvereinigung erneut gefordert, die Regressregelungen bei Influenzaimpfstoffen abzuschaffen. Andernfalls lasse sich weder Planungssicherheit herstellen noch die Steigerung der Impfquoten erreichen.