BMG prüft Beanstandung
Die Absenkung der Psychotherapeuten-Honorare um 4,5 Prozent beschäftigt heute den Gesundheitsausschuss des Bundestages. Dort soll das Bundesgesundheitsministerium (BMG) über den Vorgang berichten.
Die Absenkung der Psychotherapeuten-Honorare um 4,5 Prozent beschäftigt heute den Gesundheitsausschuss des Bundestages. Dort soll das Bundesgesundheitsministerium (BMG) über den Vorgang berichten.
Bei der Digitalmesse DMEA diskutierten Gesundheitspolitiker und der Gematik-Chef über die anstehenden Aufgaben bei der Digitalisierung des Gesundheitswesens. Im Fokus: eine stabilere Telematikinfrastruktur.
Um die Krankenkassen zu stabilisieren, soll ein großes Spargesetz kommen. Aus der Union werden Rufe lauter, gezielt auch mehr Milliarden aus dem Bundesetat einzusetzen.
Kinderärzte müssen künftig am telefonischen und Video-Notdienst der Kassenärztlichen Vereinigungen mitwirken. Das sieht der neue Entwurf des Bundesgesundheitsministeriums für die Notfallreform vor, der am morgigen Mittwoch im Kabinett beschlossen werden soll.
Jetzt schlägt auch der Bundesverband für Ambulantes Operieren Alarm angesichts der Sparpläne von Gesundheitsministerin Nina Warken: Diese drohten die ambulante OP-Versorgung wirtschaftlich auszuhöhlen.
Der Bedarf ist hoch, Termine sind umkämpft. Um die ärztliche Versorgung auf dem Land weiter zu verbessern, will Bayern noch mehr Geld an Ärzte zahlen, die sich in kleinen Kommunen niederlassen.
Die ePA bietet die Chance für einen besseren Austausch zwischen den Sektoren, so der Tenor bei einer Diskussionsrunde auf der Digitalmesse DMEA. Damit das gelingt, müssen einige Sektoren bei der ePA-Integration jedoch noch aufholen.
Die aktuellen Probleme im Gesundheitssystem lassen sich nur mit Digitalisierung lösen. Davon zeigt sich Bundesgesundheitsministerin Warken bei der DMEA überzeugt. Der elektronischen Patientenakte will sie im Rahmen der Primärversorgung eine völlig neue Rolle zuweisen.
Wie die Krankenversicherungen steckt auch die Pflegeversicherung in chronischen Finanznöten. Auch hier bereitet die Bundesgesundheitsministerin ein Paket mit Gegenmaßnahmen vor.
Eine Frau in den Fünfzigern stellt sich mit Symptomen einer Laryngitis in einer HNO-Ambulanz vor. Aufgrund der ausgeprägten Heiserkeit schauen die Behandelnden genauer hin. Nach mehreren Untersuchungen zeigt sich: Die Heiserkeit ist kein isoliertes Problem, sondern Ausdruck eines systemischen Krankheitsbildes.
Das intestinale Mikrobiom gilt beim Reizdarmsyndrom seit Jahren als ein möglicher Schlüssel zum Krankheitsverständnis. Auf dem DGIM ging es um die Frage, welche therapeutischen Konsequenzen sich daraus ableiten lassen. Zwischen biologischer Plausibilität und klinischer Anwendung bleibt jedoch eine erhebliche Lücke.
Es gibt eine neue S3-Leitlinie zu „Pertrochantären Oberschenkelfrakturen“. Sie soll der federführenden Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie (DGOU) zufolge die Begleiterkrankungen der meist älteren Betroffenen stärker in das Behandlungskonzept einbeziehen und nicht nur die rein chirurgische Versorgung des Knochenbruchs durch eine OP betrachten.
Die Digitalisierung im Gesundheitswesen kommt voran – bleibt aber gerade aus Sicht der Vertragsärzte ein Projekt mit erheblichen Reibungsverlusten. Das wurde auf der am Dienstag gestarteten Digitalmesse DMEA in Berlin deutlich.
Der BMI bilde das individuelle Gesundheitsrisiko von Adipositas nur unzureichend ab. Das sagte PD Dr. Rima Chakaroun in einer Pressekonferenz anlässlich des Internistenkongresses der DGIM und stellte ihre preisgekrönte Forschungsarbeit zum „metabolischen BMI“ vor. Braucht es den klassischen BMI also nicht mehr?
Krankenkassen und Kommunen streiten ums Geld für den Rettungsdienst. Der Konflikt könnte unmittelbare Folgen für gesetzlich Versicherte haben. Ministerpräsident Wüst nimmt sich die Krankenkassen vor.
Wie wäre es mit einem neuen Herzbeutel aus Kunststoff? Das Fraunhofer-Institut für Angewandte Polymerforschung IAP präsentiert einen solchen derzeit auf der Hannover Messe. Geeignet ist das Material auch für künstliche Blutgefäße, Stentgrafts, Ersatzmaterialien für die Dura mater oder Anwendungen bei künstlicher Haut.
Schon kommende Woche Mittwoch soll das Bundeskabinett Warkens GKV-Spargesetzentwurf abnicken. So ist zumindest der Plan. Bislang sei aber noch kein einziger der darin enthaltenen Maßnahmen mit der SPD abgestimmt, sagt deren Generalsekretär Tim Klüssendorf.
Eine „ungewöhnliche“ SARS-CoV-2-Variante breitet sich langsam, aber stetig aus. Diese Variante sei nicht „in allen Ländern erfolgreich, infiziert allerdings häufig Kinder“, teilt das Deutsche Primatenzentrum in Göttingen mit. Möglicherweise gehe die Infektionsdynamik nun in eine endemische Phase über.
Mit einem GKV-Spargesetz sei es nicht getan, sagt Hartmannbundsvorsitzender Reinhardt. Es brauche „mutige Strukturreformen“. Mehrere KVen warnen unterdessen vor Einschnitten in der ambulanten Versorgung.
In einer Befragung gab rund ein Drittel der Beschäftigten an, sich im vergangenen Jahr mindestens einmal trotz Arbeitsfähigkeit krankgemeldet zu haben. Die umstrittene Telefon-AU spielte dabei aber keine ausschlaggebende Rolle.
Alles in allem zeigt sich der GKV-Spitzenverband zufrieden mit den Sparvorschlägen aus dem Hause Warken. In einem Punkt allerdings hört für die Kassen-Chefs der Spaß auf: Wenn es um die eigenen Gehälter geht.
Neue Daten legen nahe, dass sexuelle Funktionsstörungen bei Männern und Frauen gleichermaßen ein früher Hinweis auf verborgene Gefäßprobleme sein könnten – und damit ein bislang unterschätztes Zeitfenster für die Prävention eröffnen.
Die Pandemie ist vorüber, doch die unmittelbaren Folgen sind es für manche Menschen lange nicht verschwunden: Das Post-COVID-Syndrom war auch beim Internistenkongress DGIM 2026 ein Thema. Ob die Impfung die Spätfolgen der Infektion verhindern kann, hat Dr. Hedro Lahdo aus Wiesbaden anhand der Studienlage erörtert.
Checkpoint-Inhibitoren haben die Krebsmedizin verändert. Doch mit dem therapeutischen Erfolg rückt eine andere Seite der Immuntherapie stärker in den Blick. Auf dem DGIM-Kongress ging es um Beschwerden, die sich oft nicht eindeutig zuordnen lassen.
Niedersachsens Gesundheitsminister Andreas Philippi hat sich für eine Null-Promille-Grenze am Steuer ausgesprochen – und fordert eine Anhebung der Altersgrenze für Alkohol.
Auch die Augen leiden massiv unter Tabakkonsum. Darauf weist die Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft hin. Nach aktuellen Schätzungen lassen sich bis zu 20 Prozent aller Neuerblindungen ab dem 50. Lebensjahr auf das Rauchen zurückführen.
Das Bundesgesundheitsministerium (BMG) will auf die Kritik der Ärzteschaft an der Stabilität der Telematikinfrastruktur reagieren, kündigte Abteilungsleiter Philipp Müller am Vortag der DMEA an. Indes warb die Datenschutzbeauftragte für ein anderes Verständnis von Datenschutz im Gesundheitssystem.
Künstliche Intelligenz sollte bei der medizinischen Ersteinschätzung künftig eine Rolle spielen – doch der menschliche Faktor bleibt nicht nur bei der Anamnese bedeutend, so der Tenor bei einer Session beim DGIM-Kongress.
Im seltenen Schulterschluss haben sich KBV und DKG am Montag bei einer gemeinsamen Pressekonferenz in Berlin noch einmal dazu geäußert, was sie vom geplanten GKV-Spargesetz halten. Dabei wurde deutlich: Sowohl bei der Ärzte- als auch bei der Klinikvertretung ist ordentlich Druck im Kessel.
Eine 45-jährige Frau stellt sich mit einem seit drei Jahren bestehenden, schwarzen, halbkugelförmigen Fleck am rechten Unterschenkel vor, der langsam an Größe zunimmt, jedoch weder Schmerzen noch Juckreiz verursacht.
Was bewegt Risikogruppen zur Grippeimpfung – und was hindert sie? Das RKI ist dieser Frage im Rahmen des Forschungsprojekts IMPRESS nachgegangen. Die Ergebnisse wurden nun veröffentlicht – und lassen viel Spielraum für eine bessere Risikoaufklärung.
Der laryngopharyngeale Reflux (LPR) kommt oft mit unspezifischen Symptomen daher, kann aber dennoch einen deutlich negativen Einfluss auf die Lebensqualität haben. Ein entscheidender Faktor ist der Schlaf, wie Forschende nun herausgefunden haben.
In der Ärzteschaft wächst gerade die Kritik an Bundesärztekammer-Präsident Dr. Klaus Reinhardt: Mehrere Facharztverbände kritisieren seine positive Bewertung des GKV-Sparpakets. In einem Brief ist die Rede von „Erschütterung und Unverständnis“.
Nicht jede frühe rheumatoide Arthritis beginnt mit der klassischen sichtbaren Synovitis. Dr. Nils Schulz wies darauf hin, dass bereits unspezifische Gelenkbeschwerden frühe Hinweise auf eine entzündliche Erkrankung sein können. Entscheidend sei, diese Vorphase nicht zu übersehen, ohne dabei zu überdiagnostizieren.
Ein 18 Monate alter Junge wird mit seit drei Tagen bestehender Atemnot, trockenem Husten und moderatem Fieber vorgestellt. Doch die anfängliche Verdachtsdiagnose einer Bronchiolitis läuft ins Leere.
Der deutsche Hausärztinnen- und Hausärzteverband (HÄV) schlägt Alarm: Die geplanten Regelungen im GKV-Finanzstabilisierungsgesetz könnten die hausarztzentrierte Versorgung empfindlich treffen. Aus Sicht des Verbands gerät damit ein zentrales Instrument der Primärversorgung unter Druck.
Ein winziger Antikörperbaustein könnte die Behandlung von Mukoviszidose grundlegend verändern: Forschenden aus Deutschland ist es erstmals gelungen, einen „Nanobody“ zu entwickeln, der direkt in menschliche Zellen eindringt und den am häufigsten fehlerhaften Chloridkanal bei Mukoviszidose reparieren kann.
Ein Forschungsteam aus Österreich hat einen neuen therapeutischen Ansatz gegen die akute myeloische Leukämie (AML) im Kindesalter vorgestellt. Die Forschenden attackierten nicht nur ein für die AML relevantes Protein, sondern ließen auf indirektem Wege ein ganzes Proteingerüst einstürzen.
Unspezifische Beschwerden, frühe Diätumstellungen und eine Diagnose, die oft Zeit braucht: Bei Säuglingen mit Verdacht auf gastrointestinale Kuhmilchallergie kann genau diese Phase problematisch werden. Eine Fallserie zeigt, worauf früh zu achten ist.
Eine schwedische Kohortenstudie liefert neuen Stoff für die Debatte um Ernährung und Gehirngesundheit: Ältere Menschen mit erhöhtem genetischem Risiko für Alzheimer könnten von einem höheren Fleischkonsum profitieren, wie die Forschenden in „JAMA Netw Open" berichten.
Physician Assistants sind im ambulanten Bereich noch eine Ausnahme. Ein zentraler Grund ist die mangelnde Finanzierung. Warum er trotzdem auf seine PA nicht verzichten möchte, berichtete ein Hausarzt beim DGIM-Kongress.
Dass sich Menschen mit Depression einsamer fühlen und sich häufig zurückziehen, ist bekannt. Dass der Zusammenhang zwischen der Zahl sozialer Kontakte und dem Gefühl von Einsamkeit bei Menschen mit Depression aber deutlich stärker ist als bei anderen, zeigt eine gerade im Magazin „BMC Psychiatry“ veröffentlichte Studie.
Sowohl die Koloskopie als auch der FIT sind etabliertere Screening-Werkzeuge für die Früherkennung eines kolorektalen Karzinoms. Ob der FIT die Darmspiegelung in einer älter werdenden Bevölkerung womöglich künftig ersetzen könne, darüber sprach Prof. Christian Pox aus Bremen beim diesjährigen DGIM-Kongress.
Die familiäre Hypercholesterinämie beginnt früh, erkannt wird sie oft erst spät. Dr. Veronika Sanin zeigte auf dem DGIM-Kongress, warum gerade das im Kindesalter zum Problem wird und wie ein Screening betroffene Kinder und Familien früher erfassen könnte.
Niederlage für klagende Mediziner: Der Bayerische Verfassungsgerichtshof hält die Zwangsmitgliedschaft in der Landesärztekammer auch für nicht mehr berufstätige Ärztinnen und Ärzte für rechtens. Klägervertreter sehen dennoch Chancen in laufenden Verfahren zur Beitragsordnung.
Schon am 29. April soll die Gesundheitsreform durchs Bundeskabinett. Über den bisherigen Entwurf der Ministerin wird aber noch gerungen.
Vor der Anhörung zum GKV-Spargesetz kritisiert Bundesärztekammer-Präsident Dr. Klaus Reinhardt vor allem das Tempo der Bundesregierung. Auffällig: Seine zuvor geäußerte Bereitschaft der Ärzteschaft, eigene Sparbeiträge zu leisten, spielt in der aktuellen Stellungnahme keine Rolle mehr. Kritik kommt auch vom Marburger Bund.
An den Reformplänen von Nina Warken gibt es viel Kritik. Die Krankenkassen schicken eine Mahnung an die Gesundheitsministerin.
Digitale Gesundheitsanwendungen können Patienten helfen – aus Sicht der KV Westfalen-Lippe bergen sie für Praxen aber auch Risiken. Vizechefin Dr. Anke Richter-Scheer warnt vor möglichen Regressen und rät zu genauer Prüfung vor jeder Verordnung.
Ein Arztbrief an den Hausarzt, und das ohne Zustimmung der Patientin: Der aktuelle Tätigkeitsbericht der Datenschutzbeauftragten aus Schleswig-Holstein zeigt, wie schnell im Praxis- und Klinikalltag DSGVO-Verstöße passieren können.