Spätfolgen nach kurativer Therapie beim Prostatakarzinom
Ein populationsbasierter Vergleich zweier kurativer Therapieansätze beim nicht-metastasierten Prostatakarzinom zeigt deutliche Unterschiede im Langzeitprofil schwerer Nebenwirkungen.
Ein populationsbasierter Vergleich zweier kurativer Therapieansätze beim nicht-metastasierten Prostatakarzinom zeigt deutliche Unterschiede im Langzeitprofil schwerer Nebenwirkungen.
Die medikamentöse Therapie des Tourette-Syndroms ist schwierig und geht häufig mit Nebenwirkungen einher. Eine nun publizierte Phase-III-Studie gibt Hoffnung: Sie zeigt eine anhaltende Tic-Reduktion bei guter Verträglichkeit.
Wenn ältere Menschen einen Schlaganfall erleiden, stehen meist klassische Risikofaktoren im Vordergrund. Eine neue Kohortenstudie untersucht, ob auch eine Migräneanamnese zur Risikoeinschätzung beitragen kann. Die Antwort hing wesentlich von der Migräneform ab.
Im Mittelpunkt dieses Falls steht ein zweijähriges Mädchen mit komplexem Schielen, dessen seltene Ursache erst durch hochauflösende Bildgebung sichtbar wird.
Wer blickt noch durch, wenn Patienten sich mit einem Wust an Pillen und Problemen herumschlagen? Die neue Fassung der Leitlinie zur Multimorbidität soll helfen, Prioritäten zu setzen. Unter anderem durch einen „Meta-Algorithmus“, der dem „Überwältigtsein“ entgegenwirkt.
Der Ärzteverbund MEDI startet ab heute eine große bundesweite Protestkampagne, die in Praxisschließungen für interne Fortbildungen am 10. Juni 2026 gegen das von der Regierung geplante GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz gipfelt. So sehen die Pläne aus.
Nach dem Zwischenhoch der vergangenen Jahre sinkt der Antibiotikaverbrauch in den Praxen wieder spürbar. 2025 verordneten Vertragsärzte nur noch 27 Millionen Antibiotika – rund 11,5 Prozent weniger als im Vorjahr. Besonders stark ging der Einsatz bestimmter Reserveantibiotika in einem Bereich zurück.
Krankenkassen sollen künftig über die ePA weitreichenden Zugriff auf Versichertendaten bekommen, um damit in sogenannten Reallaboren zu forschen. So sieht es der Entwurf für ein neues Digitalgesetz vor. Der Berufsverband Deutscher Psychologinnen und Psychologen hält das für gefährlich.
Ohne Reformen steigen die Sozialversicherungsbeiträge in Deutschland bis 2040 auf rund 50 Prozent. Das prognostizieren die Wirtschaftsweisen in ihrem Frühjahrsgutachten. Die größten Probleme macht die Krankenversicherung, meint Ratsmitglied Professor Martin Werding.
Nach der Geburt verändert sich vieles – auch im Gehirn. Eine longitudinale Studie legt nahe, dass die Anpassung nicht nach wenigen Wochen abgeschlossen ist. Stattdessen scheint das mütterliche Gehirn über Monate hinweg auf die neue Lebensphase eingestellt zu werden.
Nachdem das Rauchen unter Jugendlichen über Jahre rückläufig war, zeigt sich inzwischen wieder eine Trendwende. Besonders besorgniserregend ist dabei der zunehmende Konsum neuer Nikotinprodukte wie Mehrweg-E-Zigaretten und Nikotinbeutel.
Schlaf gilt als zentraler biologischer Prozess für körperliche Regeneration, kognitive Leistungsfähigkeit und allgemeine Gesundheit. Wie lange Menschen schlafen, könnte aber auch weitreichender mit biologischem Altern verknüpft sein als bislang angenommen. Dabei gilt nicht automatisch: Viel hilft viel.
Die Arbeitgeber-Vereinigung BDA glaubt nicht an das Versprechen der Bundesregierung, dass die GKV-Beitragssätze im kommenden Jahr stabil bleiben. Sie legt Zahlen vor, die eine stärkere Belastung von Unternehmen erwarten lassen – und Ideen, wie diese sich vermeiden ließen. Mal wieder mit dabei: eine Praxisgebühr.
Der Hausärztinnen- und Hausärzteverband will den Widerstand gegen das geplante GKV-Spargesetz verschärfen. Mit Plakaten in den Praxen und einer bundesweiten E-Mail-Kampagne will man Patienten mobilisieren.
Bayern hat umfangreiche Änderungsanträge zur Gesundheitsreform im Bundesrat angekündigt und warnt andernfalls vor längeren Wartezeiten bei Arztbesuchen für Millionen Patienten.
Beschimpfungen, körperliche Angriffe und sexualisierte Übergriffe gehören für viele Beschäftigte in Notaufnahmen inzwischen zum Alltag. Die Deutsche Gesellschaft für Notfallmedizin (DGINA) warnt vor einer gefährlichen Entwicklung.
Mehr als 1.500 onkologische Patienten pro Quartal, gekündigte Praxisräume und eine quälend langen Suche nach Ersatz: Zwei Hamburger Hämatoonkologen berichten, wie ihre Praxis durch Eigenbedarf verdrängt wurde und warum der Mangel an geeigneten Praxisflächen die Versorgung gefährden kann.
Eine Untersuchung beleuchtet erstmals systematisch die langfristigen gesundheitlichen Konsequenzen einer Infektion mit dem aktuell erneut zirkulierenden Bundibugyo-Ebolavirus in Uganda – das Überleben geht offenbar mit persitstierenden Symptomen einher.
Die Arbeitsbedingungen junger Ärztinnen und Ärzte geraten auch in den Niederlanden zunehmend in die Kritik. Fast jeder vierte Arzt in Weiterbildung hat laut Umfrage bereits ernsthaft darüber nachgedacht, die Facharztweiterbildung abzubrechen.
Soziale Isolation und Einsamkeit stellen nicht nur psychische Belastungen dar, sondern erhöhen wohl auch das Risiko für chronisch-entzündliche Darmerkrankungen deutlich – vermittelt wird dies über metabolische und inflammatorische Signalwege, so das Ergebnis einer aktuellen Studie.
Erhöhte Leptinspiegel werden bei Adipositas und Hypertonie seit längerem als möglicher Pathomechanismus diskutiert. Eine spanische Studie nahm nun Menschen mit primärer Hypertonie genauer in den Blick. Der Verlauf nach der Intervention zeigte, wie schwer sich solche metabolischen Effekte stabilisieren lassen.
Homo homini lupus est: Wie schlecht Homo sapiens psychologisch für Expeditionen fernab der Zivilisation gerüstet ist, bringt eine aktuelle Studie zutage: Die Forschenden hatten ein zwölfköpfiges Überwinterungsteam in der Antarktis zehn Monate lang überwacht.
Eine aktuelle Studie liefert Hinweise darauf, dass schwere respiratorische Virusinfektionen langfristig das Risiko für Lungenkrebs erhöhen und das Tumorwachstum beschleunigen könnten.
Prof. Uwe Janssens ist neuer medizinischer Geschäftsführer der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin. Er löst damit Prof. Andreas Markewitz ab, der den Posten seit 2017 innehatte.
In ihrem Protest gegen die GKV-Sparpläne appellieren niedergelassene Fachärztinnen und Fachärzte auch an ihre Patientinnen und Patienten, aktiv zu werden. So stellt etwa der Berufsverband der Gastroenterologen ab sofort einen QR-Code bereit, der zu einem Online-Formular führt, das man an seinen Bundestagsabgeordneten schicken kann.
Die Debatte über Smartphone-Nutzung sollte längst nicht nur Kinder und Jugendliche betreffen: Eine aktuelle Umfrage des Bundesinstituts für Bevölkerungsforschung (BiB) zeigt, dass quer durch die Bevölkerung auch das Handynutzungsverhalten von Erwachsenen kritisch betrachtet wird.
Feinstaub ist nicht gleich Feinstaub. Eine aktuelle Studie untersuchte, wie sich Partikel aus Dieselabgas, Holzrauch, Kochprozessen und Reinigungsprodukten auf Atemwege und Kognition auswirken. Entscheidend war dabei offenbar nicht allein, wie viele Partikel eingeatmet wurden.
Auch in der Pflegeversicherung droht ein Milliardendefizit, weshalb Bundesgesundheitsministerin Nina Warken an einer Reform baut. Ein möglicher Baustein wird jetzt diskutiert.
Eine deutliche und langfristige Gewichtsabnahme nach bariatrischer Chirurgie ist mit einem geringeren Krebsrisiko verbunden. Allerdings profitieren nur bestimmte Patientinnen und Patienten von diesem Schutzeffekt.
Nach einer neu diagnostizierten kardiovaskulären Erkrankung ist das Krebsrisiko im ersten Jahr deutlich erhöht. Eine aktuelle Analyse zeigt nun, warum dabei der Zeitpunkt der Krebsdiagnose entscheidend sein kann.
Die Zahl der Menschen mit Typ-1-Diabetes nimmt weltweit zu. Parallel dazu steigt die Zahl der Schwangerschaften bei Frauen mit Typ-1-Diabetes. Eine Studie zeigte nun, dass die betroffenen Frauen nach wie vor ein hohes Risiko haben.
Die Kritik aus der Ärzteschaft am neuen Apothekengesetz reißt nicht ab. Der Hausärztinnen- und Hausärzteverband Mecklenburg-Vorpommern sieht in den neuen Aufgaben für Apotheken keine Antwort auf die Versorgungsprobleme und warnt vor zusätzlicher Bürokratie, Konkurrenzstrukturen und mehr Druck auf die Praxen.
Ein Jahr nach Amtsantritt wirft der Grünen-Gesundheitspolitiker und Arzt Janosch Dahmen der Regierungskoalition vor, Gesundheitspolitik als reinen Kostenfaktor zu betrachten. Im Interview mit dem änd kritisiert er Reformstau, fehlende Fachlichkeit und die schwache Position von Ministerin Nina Warken.
Eine Prophylaxe gegen Respiratorische Synzytialviren (RSV) wird seit Sommer 2024 von der STIKO für alle Neugeborenen und Säuglinge empfohlen. Inwieweit diese Empfehlung von Eltern umgesetzt wird, wollte das Robert Koch-Institut im Rahmen einer deutschlandweiten Befragung wissen. Die Ergebnisse wurden nun veröffentlicht.
Warum brauchen manche Patientinnen nach einer Mastektomie deutlich mehr Schmerzmittel als andere? Eine prospektive Studie lenkt den Blick auf den präoperativen Vitamin-D-Status, der für den frühen Schmerzverlauf nach der Operation relevanter sein könnte als bislang angenommen.
Die Sorge vor Strahlenbelastung gehört für viele Orthopäden zum Arbeitsalltag – insbesondere bei fluoroskopisch unterstützten Eingriffen. Eine aktuelle experimentelle Studie untersuchte nun gezielt, ob dabei auch eine relevante Strahlenexposition der Hoden auftritt.
Videosprechstunde, Befundsichtung vom heimischen Schreibtisch und elektronische Signaturen unterwegs: Hausarzt und MVZ-Geschäftsführer Dr. Bahman Afzali arbeitet regelmäßig im Homeoffice. Im änd-Interview erklärt er, warum bis zu 40 Prozent Homeoffice realistisch sind, welche Technik dafür nötig ist und weshalb das Digitalgesetz aus seiner Sicht wichtige Werkzeuge noch nicht konsequent genug nutzt.
Von Beschwerden übertreiben bis selbst zahlen: Besonders gesetzlich Versicherte warten oft lange auf einen Arzttermin und greifen zu eigenen Maßnahmen - wer vor allem zeigt eine Befragung der AOK.
Nach den Berichten von Medizinstudentinnen über Grenzverletzungen und Übergriffe beim Deutschen Ärztetag verschärft der Hartmannbund seine Forderungen nach Aufarbeitung und strukturellen Veränderungen. Machtmissbrauch und sexualisierte Gewalt dürften nicht länger verdrängt werden.
Das Aktionsbündnis Gesundheit Saarland geht auf Distanz zu den Sparplänen der Bundesregierung für die gesetzliche Krankenversicherung. Die geplanten Maßnahmen gefährdeten die Patientensicherheit, führten zu Praxisschließungen und längeren Wartezeiten. Die Landesregierung wird aufgefordert, im Bundesrat gegen die Reformelemente vorzugehen.
Hohe Qualitätsvorgaben, verpflichtende Zweitbefundung und KI-gestützte Auswertung: Das neue Lungenkrebs-Screening stellt Radiologiepraxen vor organisatorische Herausforderungen. PD Dr. Nora Sommer erläutert, warum sie in digitaler Vernetzung den entscheidenden Hebel sieht.
Beamte sollten nach Ansicht des Ökonomen Achim Truger in die gesetzliche Krankenversicherung einzahlen. Er stellt außerdem infrage, ob eine Verbeamtung in bestimmten Berufen wirklich notwendig ist.
Eine französische Kohortenstudie liefert Hinweise darauf, dass der regelmäßige Verzehr bestimmter Konservierungsstoffe mit einem erhöhten Risiko für Bluthochdruck und Herz-Kreislauf-Erkrankungen verbunden sein könnte.
Aluminium als Adjuvans in Arzneimitteln steht immer wieder im Zentrum des öffentlichen Interesses. Das Paul-Ehrlich-Institut hat daher den aktuellen wissenschaftlichen Kenntnisstand zur Sicherheit aluminiumhaltiger Adjuvanzien in Therapieallergenen erneut zusammengefasst.
Die S1-Leitlinie zu Neurosyphilis wurde nach fünf Jahren aktualisiert. Bei der Neurosyphilis handelt es sich um eine schwere ZNS Infektion, die diagnostisch und therapeutisch herausfordernd sein kann. Der federführenden Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN) zufolge war das Update „auch inhaltlich sinnvoll, da neue Daten zur Inzidenz und Diagnostik vorliegen“.
Warum altern Menschen unterschiedlich schnell? Eine neue Studie zeigt, dass dabei nicht nur Gene und Lebensstil eine Rolle spielen könnten. Auch Wohnort, Ernährung und Darmmikrobiom hinterlassen messbare Spuren im Körper.
Eine 49-jährige Frau erleidet einen massiven Rektumprolaps, der die Behandelnden vor große Herausforderungen stellt. Makroskopisch erscheint es wie ein ausgedehntes Karzinom, doch nachweisen kann man die Invasivität nicht.
DGINA und DIVI begrüßen zentrale Elemente der geplanten Notfallreform. Gleichzeitig warnen die Verbände vor Lücken bei Qualitätssicherung, Patientensteuerung und digitaler Vernetzung. Die Intensiv- und Notfallmediziner sehen zudem Risiken bei den geplanten Integrierten Notfallzentren.
Notfallsanitäter im Einsatzfahrzeug, ärztliche Hilfe per Video: Sachsen-Anhalt setzt auf digitalgestützte und moderne Rettung. Was sich bei Einsätzen jetzt alles ändert.
Die Pharmabranche bewertet das geplante Digitalgesetz deutlich positiver als viele Ärzteverbände. Pharma Deutschland sieht in der Verknüpfung von Gesundheitsdaten, elektronischer Patientenakte und klinischer Forschung die Chance, Studien schneller zu besetzen und den Forschungsstandort Deutschland zu stärken.