CDU will Aus für telefonische Krankschreibungen
Ist es für Beschäftigte zu einfach, auch ohne den Gang in eine Arztpraxis eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung zu kommen? Die CDU dringt auf die Abschaffung einer umstrittenen Option.
Ist es für Beschäftigte zu einfach, auch ohne den Gang in eine Arztpraxis eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung zu kommen? Die CDU dringt auf die Abschaffung einer umstrittenen Option.
In den laufenden Landtagswahlkämpfen hätte eine Festlegung der CDU auf einen 20-Punkte-Reformplan des Parteinachwuchses für Zündstoff sorgen können. Nun soll erstmal weiter diskutiert werden.
Mehrere Berufsverbände haben eine verbindliche Führungsstruktur für Krankenhäuser in Krisen- und Katastrophenlagen gefordert. Hintergrund sei die veränderte sicherheitspolitische Lage, die zuletzt auch auf der Münchner Sicherheitskonferenz thematisiert wurde.
Es klingt fast zu gut, um wahr zu sein: Ein intranasaler Impfstoff könnte erstmals einen breit angelegten Schutz gegen unterschiedliche respiratorische Erreger ermöglichen. Das ist das Ergebnis einer Studie, die zwar bislang nur im Mausmodell erprobt wurde, doch zeigte: Die Vakzine wirkte gegen SARS-CoV2 und andere Viren, Bakterien und sogar Allergene.
Irgendwie waren sie ihrer Zeit voraus: Bakterien, die aus einer 5.000 Jahre alten Eisschicht einer Eishöhle in Rumänien isoliert wurden, kommen offenbar auch mit den Herausforderungen des 21. Jahrhunderts gut zurecht. Die lange auf Eis gelegten Mikroorganismen sind resistent gegen zehn „moderne“ Antibiotika – sie können aber auch anderen Bakterien das Leben schwer machen.
Angespannte GKV-Finanzlage, höherer medizinischer Bedarf in der Bevölkerung und gleichzeitig Fachkräftemangel: Die ambulante Versorgung steht unter Druck. Welche Weichen müssen nun gestellt werden? Die KV Sachsen-Anhalt zählt auf.
Am 8. März wählen die Baden-Württemberger einen neuen Landtag. Der änd hat die Wahlprogramme geprüft. Die FDP will einerseits Praxen entlasten, indem sie Gründungen erleichtert und Bürokratie abbaut. Zugleich will sie Versorgung enger vernetzen und die Patientensteuerung ausbauen.
Weltweit ist das Zervixkarzinom die vierthäufigste Krebserkrankung bei Frauen und selbst in Deutschland erkranken trotz Früherkennung und verfügbarer HPV-Impfung jährlich 4.300 Frauen neu an diesem Tumor. Woran liegt das und wie kann die Früherkennung zukünftig besser organisiert werden?
Der Marburger Bund kann einen Erfolg im Kampf um die Rechte von Ärzten in der Rufbereitschaft verbuchen: Die Vorgabe, während der Rufbereitschaft innerhalb von 30 Minuten „am Patienten“ verfügbar zu sein, ist unzulässig, bestätigte das Landesarbeitsgericht Niedersachsen.
Eine aktuelle Analyse aus den USA zeigt, dass knapp zwei Drittel der Erwachsenen innerhalb einer Woche mindestens ein Medikament einnehmen. Rezeptfreie Präparate sind dabei nahezu ebenso verbreitet wie verschreibungspflichtige Arzneien. Mit zunehmendem Alter steigt die Zahl der gleichzeitig angewendeten Wirkstoffe deutlich.
Ein Frau verstirbt an einem metastasierten Ösophaguskarzinom. Kurz darauf verklagt die Familie das Krankenhaus, weil die radiologische Abteilung zusätzliche Diagnostik zur Abklärung eines fraglichen Zweitmalignoms eingeleitet hatte. Dies hätte zur Therapieverzögerung geführt. Hat das Krankenhaus tatsächlich einen Fehler gemacht?
Der Bund plant, ab kommendem Jahr keine neuen Mittel für den ÖGD-Pakt bereitzustellen. Dies könne gefährliche Folgen haben, warnt die Ärztekammer Westfalen-Lippe.
Der Berufsverband der Frauenärztinnen und Frauenärzte hat eine neue Führungsspitze: Die Vertreterversammlung hat Markus Haist zum neuen Präsidenten gewählt. Wofür er sich einsetzen will, darüber hat er eine klare Vorstellung.
Angesichts der Probleme mit immer wiederkehrenden Störungen der Telematikinfrastruktur fordert der Hausärztinnen- und Hausärzteverband eine Erhöhung der TI-Pauschale. Die HÄV-Spitze nimmt dabei in ihrer Kritik kein Blatt vor den Mund.
Nicht-genetische Faktoren haben bei Epstein-Barr-Virus-Infektionen einen großen Einfluss auf die Viruslast: Diese ist beispielsweise bei Rauchern und immungeschwächten Personen erhöht. Das geht aus einer aktuellen Studie hervor.
Der Europäischer Rechnungshof sieht im EU-Krebsplan zwar wichtige Ansätze, warnt jedoch vor strukturellen Schwächen. Unklare Finanzierung, parallele Projekte und fehlende messbare Ziele könnten die Wirkung deutlich begrenzen
Ältere Menschen mit eingeschränktem Sehvermögen gelten seit Langem als besonders sturzgefährdet. Eine aktuelle Analyse legt nun nahe, dass dieses Risiko maßgeblich vom häuslichen Umfeld abhängt und sich vor allem dort an konkreten Gefahrenquellen manifestiert.
Schlafstörungen und chronische Schmerzen treten häufig gemeinsam auf und sind klinisch eng miteinander verknüpft. Ein aktuelles narratives Review in eBioMedicine analysiert diese Beziehung entlang der Lebensspanne und legt nahe, dass gestörter Schlaf insbesondere in frühen Lebensphasen ein eigenständiger Risikofaktor für spätere Schmerzsymptome sein könnte.
Der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzt*innen schlägt Alarm: Dass immer mehr Jugendliche über gesundheitliche Probleme klagen würden, sei Signal eines „strukturellen Versorgungsversagens“. Der Verband richtet deshalb einen dringenden Appell an die Politik.
Das BMG setzt beim Update der Digitalisierungsstrategie stark auf KI. Manuel Hofmann, Referent für Digitalisierung bei der Deutschen Aidshilfe, mahnt in einem Gastbeitrag auf Netzpolitik.org jedoch zur Vorsicht. Er fordert eine breite Debatte über die Folgen für Praxen, Patienten – und für das ärztliche Selbstverständnis.
Die Deutsche Gesellschaft für Radioonkologie weist auf aktuelle Studien hin, welche den Wert der Strahlentherapie „als schonende Alternative zu großen Operationen“ belegen. Sie betreffen Oropharynx-, Harnblasen- und Prostatakarzinome sowie Enddarmtumore.
Es scheint so naheliegend: Je mehr Herzkatheter bei Myokardinfarkt durchgeführt werden, um so niedriger ist die Mortalität. Doch aktuelle Daten, die beim EAPCI-Summit 2026 vorgestellt wurden, ergeben ein anderes Bild. Viel mehr kommt es auf die Erfahrung der einzelnen Operateure an.
Über die geplante Apothekenreform hat die niedergelassene Ärzteschaft bereits mehrfach ihre Kritik geäußert. Die Bundesvertretung der Medizinstudierenden hat jedoch eine andere Sicht auf die Dinge und fordert von ihren älteren Kolleginnen und Kollegen mehr Offenheit.
Eine traditionelle chinesische Bewegungsform könnte sich als wirksame Option in der kardiovaskulären Prävention erweisen. Eine Studie zeigt, dass regelmäßig praktiziertes Baduanjin bei Personen mit hochnormalem Blutdruck zu einer signifikanten und anhaltenden Senkung des systolischen Blutdrucks führte. Die Intervention erwies sich als sicher, gut umsetzbar und mit hoher Adhärenz verbunden.
Frauen mit akutem Koronarsyndrom (ACS) weisen ein eigenständiges klinisches und psychosoziales Risikoprofil auf. Sie werden in Studien jedoch weiterhin unterrepräsentiert, obwohl sie ein höheres Risiko für einen ACS-bedingten Tod haben. Erste Daten eines neuen italienischen Registers (GEDI-ACS) unterstreichen die Notwendigkeit geschlechtsspezifischer Prävention und Therapie.
Keuchhusten erlebt trotz verfügbarer Impfung einen Wiederanstieg der Infektionszahlen. Die Erkrankung wird bei Erwachsenen zuweilen nicht erkannt - mit potenziell schwerwiegenden Folgen für Säuglinge und Risikogruppen. Ein Artikel in JAMA gibt einen Überblick.
Dass es bei der elektronischen Patientenakte noch erheblichen Verbesserungsbedarf gibt, ist kein Geheimnis. Erst gestern präsentierte der Verbraucherzentrale Bundesverband entsprechende Ergebnisse einer Umfrage. Bundesgesundheitsministerin Warken indes verteidigt die ePA.
Die derzeitigen Diskussionen zum Thema Patientensteuerung und Ersteinschätzungstools offenbaren nach Auffassung des Bayerischen Facharztverbandes ein schräges Verständnis von Patientensouveränität: Was als Effizienzreform verkauft werde, sei ein Angriff auf die Selbstbestimmung der Patienten.
Eine Krebserkrankung stellt nicht nur die Betroffenen selbst, sondern auch ihre Partnerschaft auf eine harte Probe – Sexualität und Lebensqualität verändern sich und selbst die Scheidungsrate steigt an, wie Prof. Tanja Zimmermann auf dem DKK in Berlin präsentierte.
Wenn Konflikte in der Praxis eskalieren, rückt die Frage einer Kündigung schnell in den Fokus. Doch vorschnelles Handeln kann vor Gericht scheitern – denn das Arbeitsrecht setzt hohe Hürden. Rechtsanwältin Lisa Wohlert von der Kanzlei für Gesundheitsrecht zeigt, wie sich typische Stolperfallen vermeiden lassen.
Die Debatte um Facharzttermine in der ambulanten Versorgung hat zuletzt deutlich an Schärfe gewonnen. Die Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein (KVNO) mahnte am Donnerstag mehr Sachlichkeit an und warnte vor „einer pauschalen Demontage“ der Terminvermittlung.
Die Rezidivrate bleibt bei Patientinnen mit HR-positivem, HER2-negativem frühem Mammakarzinom und hohem Risikoprofil klinisch bedeutsam. Registerdaten aus Deutschland beleuchten nun erstmals systematisch, wie Abemaciclib seit seiner Zulassung im April 2022 im Versorgungsalltag eingesetzt wird.
Der Alzheimer-Wirkstoff Lecanemab hat keinen belegten Zusatznutzen. Das teilt der Gemeinsame Bundesausschuss mit. Das Bewertungsergebnis ist nun die Basis für die anstehenden Preisverhandlungen. Der G-BA bemängelt vornehmlich die kurze Beobachtungszeit der vom Hersteller vorgelegten Studien.
Ein systematischer Review mit Metaanalyse zeigt, dass Jugendliche mit hohem Konsum von Softdrinks, Energy Drinks und gesüßten Säften häufiger über Angstsymptome berichten. Ein Kausalzusammenhang lässt sich aus den Daten allerdings nicht ableiten.
Die Grippewelle hält weiter an. Doch sie scheint ihren Höhepunkt überschritten zu haben, denn die Zahlen der Influenza-Fälle sind gesunken. Insgesamt dominieren laut RKI aber weiterhin Influenzaviren das ARE-Geschehen. Influenzaerkrankungen betreffen alle Altersgruppen.
Künstliche Intelligenz kann die dermatologische Versorgung spürbar unterstützen – von der Diagnostik bis zur Praxisorganisation. Zu dieser Einschätzung kommt der Berufsverband der Deutschen Dermatologen (BVDD). Zugleich betonte der Verband, dass der Einsatz klaren Rahmenbedingungen folgen muss.
Große allgemeine KI-Sprachmodelle fallen immer wieder durch Schwächen als medizinischer Ratgeber auf. Elon Musk hindert das nicht daran, sein KI-Tool für die Analyse von Patientendaten zu empfehlen.
Umfragen zu Wartezeiten auf Arzttermine haben derzeit Konjunktur. Nun legt auch die Techniker Krankenkasse Zahlen vor.
Ein Mediziner aus Niederbayern soll Leistungen abgerechnet haben, die er nicht erbracht hat. Der Schaden ist erheblich. Die Staatsanwaltschaft forderte eine Haftstrafe von sechs Jahren und neun Monaten sowie ein vierjähriges Berufsverbot für den Pool-Arzt.
Tiefer liegende anatomische Details lassen sich im MRT oft nur ungenau darstellen. Forschende des Max Delbrück Center stellen nun eine Hochfrequenz-Antenne vor, die die Bildqualität erhöht und die Scan-Dauer verkürzen kann – auch bei schon bestehenden Geräten.
Bei chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen könnte nicht das Körpergewicht per se, sondern die Fettverteilung entscheidend für den Krankheitsverlauf sein. Eine Analyse zeigt, dass die viszerale Fettfläche das Risiko für ein Rezidiv vorhersagen kann. Der BMI besaß hingegen keine prognostische Aussagekraft.
Kaum ausgegeben, müssen neue elektronische Heilberufeausweise bereits wieder ausgetauscht werden. Der Anbieter Medisign informiert derzeit darüber, dass die seit Jahresbeginn ausgestellten eHBA zurückgerufen werden. Grund ist nach Angaben des Unternehmens eine technische Fehlkonfiguration.
Die Anorexia nervosa gehört zu den gefährlichsten psychischen Erkrankungen. Wie die DGPM und das DKPM im Vorfeld ihres Psychosomatik-Kongresses betonen, liegt die Sterblichkeit etwa fünfmal höher als in der gleichaltrigen Allgemeinbevölkerung.
Ein 80-Jähriger präsentiert sich mit Makrohämaturie. Die Bildgebung spricht für ein metastasiertes Blasenkarzinom mit pulmonalem Rundherd, doch die Histologie enthüllt eine ganz andere Erkrankung. Zusätzlich verschwinden sowohl die Blasenläsionen als auch der Lungenbefund nach lediglich diagnostischer TUR vollständig.
Die als „Living Guideline“ mit jährlicher Aktualisierung konzipierte Leitlinie „Geriatrisches Assessment der Stufe 2“ wurde turnusgemäß auf den neuesten Stand gebracht. Die überarbeitete Empfehlungssammlung stellt – nach wie vor – hauptsächlich Tests vor, die helfen sollen, anhand von elf Dimensionen den Status älterer Menschen einschätzen zu können.
Medizinische Fachgesellschaften und Verbände fordern seit längerem eine Abgabe auf gezuckerte Getränke. Die Bundesregierung signalisiert Ablehnung. Aber gibt es womöglich Unterstützung von der CDU?
Radiologie-Termine sollen künftig schneller als jetzt vorgegeben vermittelt werden, plant das BMG. Die Radiologie-Initiative Westfalen-Lippe findet das einerseits gut – andererseits aber auch nicht.
Trotz jahrzehntelanger Forschung zur Prävention kardiovaskulärer Erkrankungen wird weiterhin diskutiert, welche Ernährungsformen langfristig den größten protektiven Effekt auf die Herzgesundheit haben. Eine aktuelle Analyse trägt mit neuen Daten zur Klärung dieser Frage bei und zeigt, welche Ernährungsmuster mit einem signifikant geringeren Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen assoziiert sind.
Religiös geprägte Konflikte um die medizinische Behandlung schwerkranker Kinder gelten als besonders verhärtet und juristisch eskalationsanfällig. Eine qualitative Studie legt nun nahe, dass Mediation auch in Fällen mit religiöser Dimension tragfähig ist, insofern die Beteiligten offen für das Verfahren sind.
Für einen Arzttermin sind in der Provinz Wartezeiten in Praxen und lange Autofahrten oft Alltag, denn es fehlen vielerorts Ärzte. Aus Ostfriesland senden Mediziner einen Notruf an die Landesregierung.