„Niedergelassenen Ärzte und Pharmaindustrie kommen relativ ungeschoren davon“
Gesundheitsministerin Warken hält ihr Sparpaket für ausgewogen, doch es gibt viel Kritik. Die CSU fordert Änderungen, Verdi will es nicht dabei belassen.
Gesundheitsministerin Warken hält ihr Sparpaket für ausgewogen, doch es gibt viel Kritik. Die CSU fordert Änderungen, Verdi will es nicht dabei belassen.
Altern gilt häufig als Synonym für Abbau. Eine US-amerikanische Langzeitstudie rüttelt an diesem vertrauten Bild und macht auf einen Aspekt des Alterns aufmerksam, der leicht aus dem Blick gerät. Im Zentrum steht die Frage, ob das höhere Lebensalter tatsächlich so eindeutig verläuft, wie oft angenommen wird.
Ein seit über 40 Jahren etabliertes Konzept in der Pädiatrie gerät ins Wanken. Neue Daten aus den USA stellen den vielzitierten Adipositas-Rebound grundlegend infrage. Im Zentrum steht die Frage, ob der BMI-Anstieg im Vorschulalter tatsächlich Fettzunahme abbildet – oder etwas ganz anderes.
Mit der alternden Bevölkerung wächst auch die Zahl älterer Patientinnen und Patienten, die sich einer Schilddrüsenoperation unterziehen. Doch bedeutet ein Lebensalter ab 65 Jahren automatisch ein höheres Komplikationsrisiko?
Viele Praxen suchen verzweifelt MFA – und bekommen trotzdem keine Bewerbungen. Dr. Oliver Schmidt sagt: Das Problem liegt nicht am Markt, sondern an den Hürden. Mit einer eigenen Plattform will der Kardiologe das System umkrempeln.
In Hessen warten viele Patienten ohne Versicherung noch immer auf verlässliche Unterstützung. Die Ärztekammer drängt die Landesregierung, zugesagte Hilfen endlich umzusetzen.
Nach der änd-Umfrage zu möglichen HVM-Verschärfungen melden sich weitere KVen zu Wort und verschärfen den Ton in Richtung Politik. Werde die Vergütung noch weiter begrenzt, drohten weniger Termine und längere Wartezeiten.
Erster Stimmungstest nach Bekanntwerden des GKV-Spargesetzes: Auf der Vertreterversammlung der KV Westfalen-Lippe findet KVWL-Chef Dr. Dirk Spelmeyer deutliche Worte. Und auch in der anschließenden Debatte unter den Delegierten wird deutlich, wie groß der Frust bei den Niedergelassenen ist.
Treten nach operativer Versorgung Infektionen im Frakturgebiet auf, kann dies erhebliche Herausforderungen mit sich bringen. Unter Federführung der Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie e.v. entstand nun eine neue Leitlinie, die sich speziell fakturassoziierten Infektionen widmet und klare Empfehlungen ausspricht.
Ein Mann in seinen 30ern stellt sich mit einer seit drei Jahren progredienten linearen Einziehung im Bereich der zentralen Stirn vor, die initial infolge einer geringfügigen Kratzverletzung durch einen Fingernagel auftrat.
Gabapentinoide werden millionenfach verordnet, immer häufiger auch off-label. Die kritische Phase für arzneimittelbedingte Intoxikationen könnte womöglich früher beginnen als häufig angenommen – und nicht erst unter laufender Behandlung. Darauf deutet eine große Studie aus England hin.
„Nicht nur auf Endoskopie verlassen“, das fordern Forschende aus Cambridge. Denn sie fanden heraus: Auch wenn Vorstufen von Speiseröhrenkrebs oft nicht mehr sichtbar sind, gehen sie offenbar immer aus einem Barrett-Ösophagus hervor. Die Erkenntnisse könnten die Früherkennung grundlegend verändern.
Mit festen Terminfristen, Sanktionen und einer zentralen Plattform will die Linksfraktion die Vergabe von Facharztterminen neu ordnen. In der Bundestagsdebatte am Freitag stießen die Vorschläge auf breite Skepsis.
Ein positiver Rhinovirusnachweis wird im Alltag meist als Hinweis auf eine aktuelle oder kürzlich abgelaufene Infektion verstanden. Neue Daten aus einer Studie bei Kindern werfen nun die Frage auf, ob Mandeln auch als Ort einer länger anhaltenden Virusausscheidung infrage kommen.
Der Hausärztinnen- und Hausärzteverband dürfte sich wohl erstaunt die Augen gerieben haben, beim Durchblättern des Entwurfs zum GKV-Spargesetz. Denn dieser enthält Regelungen, welche die HzV doch erheblich schwächen könnten. Entsprechend verärgert reagiert der HÄV-Vorstand.
Große Hoffnungen ruhten auf Antikörpern gegen Beta-Amyloid bei der Alzheimer-Krankheit. Doch laut G-BA konnte bisher kein Zusatznutzen belegt werden. Die DGPPN stellt diese Bewertung nun infrage. Gleichzeitig sieht ein aktueller Cochrane-Review keinen relevanten Effekt der Medikamente.
Zu viele Arztkontakte und zu wenig Koordination: Der Gesundheitssoziologe Claus Wendt sieht große Defizite im deutschen Gesundheitssystem. Er spricht sich für eine stärkere Primärversorgung und mehr Delegation aus.
Das Robert Koch-Institut (RKI) weist auf einen aktuellen Ausbruch mit seltenen Salmonellen hin. Betroffen sind vor allem Kinder und Jugendliche, insbesondere im Osten Deutschlands. Eine ältere Person starb. Eine Nuss-Nougat Creme wurde nun öffentlich zurückgerufen.
DAK-Vorstandschef Andreas Storm hat sich in einem Interview mit dem Tagesspiegel für eine Neuordnung der Kassenlandschaft ausgesprochen und dabei auch Fusionen ins Spiel gebracht. „Auch das Krankenkassensystem darf kein Tabu sein“, betonte er.
Live-Stream vom Arbeitsplatz? Was heute keine Ausnahme mehr ist, kann insbesondere für Mitarbeiter in Gesundheitseinrichtungen gravierende Folgen haben. Darauf weist der hessische Datenschutzbeauftragte hin.
Die Gesundheitsministerin plant ein großes Sparpaket. Im Zuge dessen will sie auch die beitragsfreie Mitversicherung von Ehepartnern abschaffen. Aber nicht nur aus finanziellen Gründen.
Die geplanten Sparmaßnahmen werden nach Auffassung des Spitzenverbandes Fachärztinnen und Fachärzte Deutschlands (SpiFa) Facharztpraxen dazu zwingen, ihr Leistungsangebot an die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen anzupassen, und zu spürbaren Einschnitten in der Versorgung gesetzlich Versicherter führen.
Markus Haist ist seit Februar offiziell neuer Präsident des Berufsverbands der Frauenärztinnen und Frauenärzte. Wie der 62-jährige Gynäkologe den Verband nun stärken will und was er zu aktuellen gesundheitspolitischen Reformplänen sagt, verriet er dem änd im Interview.
Jetzt haben es die Vertragsärzte schwarz auf weiß: Der Referentenentwurf zur Stabilisierung der GKV-Beiträge greift an mehreren Stellen in die Vergütung ein. Betroffen sind nicht nur Fachärzte – auch bei der HzV sind Einschnitte geplant.
Nicht jeder in sozialer Isolation fühlt sich einsam. Gleichzeitig kann das Gefühl von Einsamkeit auch in Gemeinschaft auftreten. Nun haben Forschende herausgefunden, dass Einsamkeit mehr sein könnte, als eine unschöne Empfindung,
Fachkräftemangel, immer mehr kränkere Patienten, dazu internationale Krisen und der Klimawandel: Die Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM) sieht das Gesundheitssystem an der Belastungsgrenze. In einem aktuellen Papier fordert sie einen Umbau der Versorgung.
Dass die von der Regierung geplante 1.000-Euro-Entlastungsprämie auf der Seite der Arbeitgeber nicht gerade als Geniestreich gefeiert wird, war der Presse in den vergangenen Tagen deutlich zu entnehmen. Der Freie Verband Deutscher Zahnärzte (FVDZ) schreibt in der Sache nun an den Kanzler.
Der Gemeinsame Bundesausschuss hat das DMP Osteoporose umfassend überarbeitet. Künftig können sich Männer mit behandlungsbedürftiger Osteoporose bereits ab 50 Jahren einschreiben. Und es gibt weitere Anpassungen.
Das Jüdische Krankenhaus Berlin ist finanziell angeschlagen. Wie geht es jetzt weiter? Ein Vorschlag lautet mehr Spezialisierung.
Wie stark der Körper auf akuten Stress reagiert, könnte auch im Darm mitbestimmt werden. Eine Studie mit gesunden Erwachsenen zeigt erstmals einen Zusammenhang zwischen Mikrobiomvielfalt, bakteriellen Stoffwechselprodukten und der Cortisolantwort auf Stress.
Die S3-Leitlinie zur Behandlung von Steißbeinfisteln (Sinus pilonidalis) wurde aktualisiert. Neu aufgenommen wurde beispielsweise ein Kapitel zu den Besonderheiten von Diagnostik und Therapie bei Kindern und Jugendlichen. Auch der Stellenwert der Laser-Haarentfernung bei der Rezidivbehandlung wurde untermauert.
Die Bundesregierung will die elektronische Patientenakte (ePA) zur zentralen Plattform der Versorgung ausbauen. Doch genau diesen Ansatz sieht der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) kritisch. Würden Terminvermittlung oder andere Dienste eng an die ePA gekoppelt, drohe ein indirekter Nutzungsdruck und damit eine Aushöhlung des Widerspruchsrechts.
Wer selten eine Hausarztpraxis aufsucht, gilt im Alltag schnell als eher gesund. Doch einer britischen Kohortenstudie zufolge ist das Gegenteil der Fall: Forschende überprüften den Zusammenhang von Krebsdiagnosen und Konsultationsverhalten, und stellten Überraschendes fest.
Auch für das Alzheimer-Mittel Donanemab sieht der G-BA keinen belegten zusätzlichen Nutzen im Vergleich zu älteren Behandlungen.
Das Verzehren von Fisch und Meeresfrüchten gilt gemeinhin als gesund: Schwangere und stillende Frauen sollten aber Fischarten meiden, die besonders hohe Mengen an Methylquecksilber enthalten, warnt das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) aktuell auf seiner Webseite.
Eine Tonsillektomie erfolgt in der Regel zurückhaltend. Wenn jedoch atypische, derbe oder polypoide Veränderungen auftreten, können sie rasch den Verdacht auf Krebs lenken – auch bei Kindern. Zwei Fallberichte beschreiben das konkrete Vorgehen bei Kindern, bei denen auffällige fibröse Wucherungen der Tonsillen aufgefallen waren.
Das Sparpaket von Ministerin Warken sei „relativ ausgewogen“ und auch die Ärzteschaft müsse einen Sparbeitrag leisten – mit diesen Aussagen hatte BÄK-Präsident Dr. Klaus Reinhardt für Diskussionen gesorgt. Widerspruch kommt nun von MB-Chefin Dr. Susanne Johna.
Das IQWiG hat den Nutzen niedriger Altersgrenzen und einer kürzeren Koloskopie-Frequenz für Menschen ohne Krebsverdacht bzw. erhöhtes Krebsrisiko untersucht. Das Fazit ist eindeutig, zeige aber Optionen für mögliche G-BA-Entscheidungen auf, so das Institut.
4,4 Milliarden Euro könnten durch eine Modifizierung der Familienversicherung eingespart werden, hat die Finanzkommission Gesundheit ausgerechnet. Die Gesundheitsministerin will diese Maßnahme umsetzen – allerdings in etwas anderer Form und mit einem dann deutlich kleineren Einspareffekt.
Ein neuer digitaler „Medikationsbrief“, der per KIM-Dienst verschickt wird, soll die Zusammenarbeit von Praxen und Apotheken verbessern und Rückfragen erleichtern.
Ein flächendeckender 24/7-Fahrdienst ist nach Ansicht des Bayerischen Facharztverbands (BFAV) nicht nur unnötig, sondern kontraproduktiv. Und: Angesichts ohnehin knapper Facharzttermine müssten die Hausärzte diese zusätzlichen Dienste alleine stemmen.
Psoriasis ist mehr als eine Hauterkrankung. Eine systematische Übersichtsarbeit hat untersucht, wie sich unter Biologika und Schmalband-UVB-Therapie auch Entzündungszeichen jenseits der Haut verändern. Im Mittelpunkt steht damit eine klinisch relevante Frage der Systemtherapie.
Wer sich als Arzt oder Ärztin niederlassen möchte, kann dabei fast immer auf finanzielle Zuschüsse hoffen. Doch die sind nicht selten an Bedingungen geknüpft. Auch fallen sie von KV-Region zu KV-Region unterschiedlich üppig aus. Der änd gibt einen Überblick. Heute: die West-KVen.
Wie ist die Versorgungslage von Schwangerschaftsabbrüchen? Darüber gehen die Meinungen weit auseinander, zeigte eine Anhörung des Gesundheitsausschusses im Bundestag.
Nach der Ankündigung von Ministerin Warken, die Sparvorschläge der Expertenkommission umzusetzen, reißt die Kritik aus der Ärzteschaft nicht ab. So wirft die Freie Ärzteschaft der Ministerin vor, am falschen Ende zu sparen. Leidtragende seien die Patienten. Das glauben auch Hartmannbund und ein Klinikverband.
Im Vorfeld der Digitalmesse DMEA hat der Bundesverband Gesundheits-IT Baustellen bei der Digitalisierung im Gesundheitswesen benannt und auf eine nachhaltige Finanzierung gedrungen.
Die Proteste gegen die Absenkung der Psychotherapeuten-Honorare gewinnen Rückhalt. Aus Politik und ärztlicher Selbstverwaltung kommt deutliche Kritik, verbunden mit der Forderung an den Bund, die Entscheidung zu korrigieren.
Auf einer Intensivstation für Frühgeborene wird ein Bakterium entdeckt. Für ein Baby hat der Keim tödliche Folgen, zwei weitere Frühchen sind von dem Erreger betroffen. Was ist bislang bekannt?
In diesem Jahr soll eine Reihe von Reformgesetzen aus dem BMG im Bundestag aufschlagen. Eine erhöhte Schlagzahl, die nach Auffassung der gesundheitspolitischen Sprecherin der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Simone Borchardt, dringend nötig ist.
Rund 1500 Menschen sind am Mittwochnachmittag gegen die Kürzung der Honorare in der Psychotherapie in Berlin auf die Straße gegangen. Vor dem Bundestag forderten sie eine auskömmliche Finanzierung der ambulanten Psychotherapie.