Ministerin Müller: „Froh, dass wichtige Vorhaben übernommen werden“
In Brandenburg hat Gesundheitsministerin Britta Müller (BSW) heute ihren letzten Arbeitstag. Zum Ende ihrer verkürzten Amtszeit zieht sie Bilanz.
In Brandenburg hat Gesundheitsministerin Britta Müller (BSW) heute ihren letzten Arbeitstag. Zum Ende ihrer verkürzten Amtszeit zieht sie Bilanz.
Die Mammografie ist seit Langem in der Früherkennung etabliert – das Prostatakarzinom-Screening gilt indes als umstritten. Eine neue Studie spricht nun jedoch für einen Paradigmenwechsel.
Aggressive Patienten, verängstigte Mitarbeiter: Immer mehr Praxisinhaber denken über eine Videoüberwachung in ihren Räumen nach. Der Bremer Landesdatenschutzbeauftragte hält das für keine gute Idee.
Die Kürzung des Honorars für Psychotherapeutinnen und -therapeuten sorgt weiter für Unmut. KVWL-Chef Spelmeyer nennt die Absenkung „ein fatales Signal“ – und bemüht einen Vergleich, der seiner Ansicht nach die Absurdität der Entscheidung deutlich macht.
Steigende Temperaturen könnten bis 2050 bei Millionen Menschen das Problem Bewegungsmangel verschärfen. Zudem sei mit Hunderttausenden zusätzlichen vorzeitigen Todesfällen zu rechnen. Das legt eine nun veröffentlichte Modellstudie nahe.
Die ersten Lebensjahre gelten als besonders sensible Phase der Entwicklung. Viele Kinder verbrachten diese Zeit unter den Bedingungen der COVID-19-Pandemie. Eine aktuelle Studie geht der Frage nach, inwieweit sich diese Umstände in der frühkindlichen Entwicklung widerspiegeln.
Die Zahl der Krankenhäuser mit Entbindungsstationen hat sich seit der deutschen Vereinigung halbiert. Gab es im Jahr 1991 noch 1.186 Krankenhäuser, in denen Kinder entbunden wurden, waren es 2024 nur noch 578.
Eine 42-jährige Frau präsentiert sich mit klarer, einseitiger Nasensekretion, die zunächst als Infekt, dann als Allergie gedeutet wird. Erst nach über zwei Wochen wird die überraschende Diagnose gestellt - und die Patientin umgehend in die Neurochirurgie überwiesen und dort schließlich operiert.
Mit einem „kostenlosen PSA-Test für zu Hause“ wirbt die Mobil Krankenkasse derzeit in ihren Mitgliederinfos. Der Vorstand des Berufsverbands der Deutschen Urologie (BvDU) hat dafür nur Kopfschütteln übrig.
Eine Smartphone-App könnte Männern mit vorzeitigem Samenerguss helfen, ihre Ejakulation besser zu kontrollieren. Darauf deuten Ergebnisse der deutschen CLIMACS-Studie hin, die auf dem Jahreskongress der European Association of Urology (EAU) 2026 in London vorgestellt wurden.
Eine zuvor gesunde Frau entwickelt nach einer epiduralen Steroidinjektion plötzlich einen lageabhängigen Kopfschmerz und akuten Drehschwindel.
Der Spitzenverband Fachärztinnen und Fachärzte Deutschlands (SpiFa) geht in der Debatte um eine stärkere Patientensteuerung auf Konfrontationskurs mit der Hausärzteschaft. Wenn Hausärzte künftig die zentrale Rolle im geplanten Primärversorgungssystem übernehmen wollen, müssten sie zunächst zeigen, dass sie tatsächlich steuern können und wollen.
Vorhofflimmern wird vor allem mit klassischen kardiovaskulären Risikofaktoren in Verbindung gebracht. Doch wirken sich auch belastende Lebensereignisse im Verlauf des Lebens auf das Erkrankungsrisiko aus? Eine große bevölkerungsbasierte Kohortenstudie ist dieser Frage nachgegangen.
Die Gemeinschaft der Heilberufe in Thüringen hat von der Landesregierung und vom Bund einen umfassenden Bürokratieabbau im Gesundheitswesen gefordert. Arztpraxen, Zahnarztpraxen und Apotheken müssten spürbar von überflüssigen Verwaltungspflichten entlastet werden.
Wenn Babys und Kleinkindern fiebern, kann auch ein Harnwegsinfekt die Ursache sein, denn in dem jungen Alter sind die Symptome oft unspezifisch. Ein neues Tool könnte helfen, Harnwegsinfektionen bei kleinen Kindern bereits in der Notaufnahme zu erkennen - auch ohne Teststreifen.
Wiederholte Fehlgeburten bleiben häufig ätiologisch ungeklärt. Zunehmende Hinweise sprechen dafür, dass auch das menschliche Mikrobiom eine Rolle spielen könnte. Eine Übersichtsarbeit zeigt, wie Veränderungen mikrobieller Gemeinschaften Immunprozesse beeinflussen und damit den Schwangerschaftsverlauf stören könnten.
In einem möglichen Primärversorgungssystem sollte einer digitalen medizinischen Ersteinschätzung grundsätzlich Vorrang eingeräumt werden. Dafür hat sich der Vorstand des Deutschen Berufsverbands der Hals-Nasen-Ohrenärzte (BVHNO) bei seiner jüngsten Sitzung ausgesprochen.
Die geplante Apotheken-Reform stößt innerhalb der Ärzteschaft weiterhin auf Skepsis, so auch bei Dermatologinnen und Dermatologen. Gesellschaft und Berufsverband der Fachgruppe haben ein Positionspapier zum Gesetzesvorhaben veröffentlicht – mit roten Linien, die aus ihrer Sicht nicht überschritten werden dürfen.
Radfahren gilt als gesundes Ausdauertraining und erfreut sich weltweit großer Beliebtheit. Gleichzeitig wird diskutiert, ob der Druck auf den Dammbereich durch den Fahrradsattel langfristig urogenitale Beschwerden begünstigen könnte – eine neue Studie gibt Antworten.
Die Fehlzeiten sind 2025 leicht gesunken, bleiben aber auf hohem Niveau. Laut WIdO erklärt vor allem die Einführung der elektronischen Krankschreibung den Anstieg der vergangenen Jahre.
Die aufsuchende Notfallversorgung in Deutschland sollte nach Auffassung der Bertelsmann Stiftung grundlegend neu organisiert werden. In einer aktuellen Analyse empfiehlt sie, die Schnittstellen zwischen dem kassenärztlichen Bereitschaftsdienst und dem Rettungsdienst enger zu verzahnen und insbesondere niedrigprioritäre Notfälle künftig anders zu steuern.
Das Pankreaskarzinom hat eine sehr schlechte Prognose. Ein Grund hierfür ist, dass es oft spät entdeckt und folglich eine Behandlung zu spät eingeleitet wird. Eine neue Strategie namens „Cancer Interception“ setzt hier nun an und könnte ein möglicher Durchbruch für die frühe Intervention bei Pankreaskrebs sein.
Die Kritik an der Honorarkürzung für Psychotherapeuten reißt nicht ab: Auch die KV Niedersachsen hält die beschlossene Absenkung für „völlig unverständlich“. Angesichts steigender Nachfrage und langer Wartezeiten sende der Beschluss ein falsches Signal.
Antibiotika retten Leben, greifen aber zugleich in ein komplexes mikrobielles Ökosystem ein. Welche Spuren diese Eingriffe im Darm hinterlassen und wie lange sie bestehen bleiben, ist bislang nur teilweise verstanden. Eine große Bevölkerungsstudie liefert nun neue Hinweise.
Der Mangel an Spenderorganen gehört weiterhin zu den größten Herausforderungen der Nierentransplantation. Gleichzeitig werden potenzielle Spendernieren bislang häufig verworfen, wenn bei den Spendern zufällig kleine Nierentumoren entdeckt werden – doch das könnte sich ändern, wie eine aktuelle Studie zeigte.
Ein Primärversorgungssystem kann vieles verbessern, ist jedoch kein Wundermittel gegen die strukturellen Probleme im Gesundheitswesen, meint der Sozialverband VdK Deutschland. Im Interview mit dem änd erklärt Präsidentin Verena Bentele, worauf die Politik aus Patientensicht besonders achten muss.
Bundesgesundheitsministerin Nina Warken will Apotheken stärker in die Früherkennung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen einbinden. Der Vorschlag stößt bei Ärzten, Kardiologen und Apothekern auf unterschiedliche Reaktionen.
Die Leitlinie„Schwindel in der Hausarztpraxis“ stößt auf Kritik. Konkret geht es um die Therapie und die Handlungsempfehlungen zu Betahistin. Prof. Dr. Robert Gürkov - HNO-Facharzt aus München - missfällt der Umgang der Leitlinienautoren mit der Evidenz und hat hierzu einen Brief verfasst. Der änd hat ihn zu seiner Kritik befragt.
Ob Eltern für ihre Kinder entscheiden, Ärzte über eine Therapie oder Führungskräfte über ihr Team – Entscheidungen für andere gehören zum Alltag. Viele Menschen empfinden solche Situationen als besonders belastend. Eine neue Studie zeigt nun: Wer für andere entscheidet, trifft nicht unbedingt schlechtere Entscheidungen – fühlt sich dabei aber weniger sicher.
Ernährung, Krankheiten, Unfälle, körperliche Aktivität und Arbeit – vieles, was wir Menschen tun oder erleben, hinterlässt Spuren in unserem Skelett. Und diese Spuren können auch Jahrtausende nach dem Tod noch Einblicke in das Leben und die Krankheitsgeschichte eines Menschen gewähren.
Was tun gegen hohe Gesundheitskosten in Deutschland? Die gesetzlichen Krankenversicherungen nehmen vor allem einen Bereich in den Blick.
Pharmazeutische Dienstleistungen gewinnen in den Apotheken weiter an Bedeutung. Laut ABDA profitieren immer mehr Patientinnen und Patienten von den zusätzlichen Beratungs- und Versorgungsangeboten.
Am 22. März wählt Rheinland-Pfalz einen neuen Landtag. Was planen die Parteien gesundheitspolitisch? Der änd hat sich die Wahlprogramme angeschaut. Heute: die Linke.
Während Politik und Krankenkassen in der Reformdebatte verstärkt auf Delegation ärztlicher Aufgaben setzen, warnt ein Facharzt aus Mecklenburg-Vorpommern vor Schnellschüssen. Eine ungeregelte Verlagerung ärztlicher Tätigkeiten in den nichtärztlichen Bereich könne Qualität, Vertrauen und Patientensicherheit gefährden.
Ärztinnen und Ärzte lernen im Studium Diagnostik und Leitlinien, aber kaum, wie man unter Zeitdruck, Unsicherheit und Zielkonflikten entscheidet. Die medizinische Ausbildung gehe an der Realität moderner Versorgung vorbei, warnt der Radiologe Prof. Mathias Goyen.
Jedes Jahr entscheiden sich mehr als 600 deutsche Ärztinnen und Ärzte für einen Wechsel in die Schweiz. Der Berater Martin Werner von DocsGoSwiss begleitet diesen Schritt seit mehreren Jahren. Im änd-Interview erklärt er, warum sich viele Niedergelassene nach einem anderen Arbeitsalltag sehnen – und was sie beim Neustart häufig unterschätzen.
Das Parlament der Ärztekammer Nordrhein spricht sich gegen eine Abschaffung der telefonischen AU für bekannte Patienten aus. Missbrauch sieht die Ärzteschaft vor allem bei kommerziellen Online-Angeboten.
Wenn KI-gestützte Anwendungen in Arztpraxen eingesetzt werden, muss das Personal über bestimmte KI-Kompetenzen verfügen. Welche das sind, wie man sie erwirbt und was passieren kann, wenn man die Anforderungen ignoriert, erklärt Medizinrechtlerin Rebecca Mohr im Interview.
Die Deutsche Stiftung Patientenschutz kritisiert ein Aufweichen gesetzlicher Vorgaben, die chronisch Kranken häufige Praxisbesuche allein zum Rezeptholen ersparen sollen.
Medizinische Innovationen, steigende Kosten und begrenzte Ressourcen bringen das Gesundheitssystem unter Druck. Auf der Jahrestagung der Herzchirurgen forderte die Medizinethikerin Bettina Schöne-Seifert mehr öffentliche Debatten über Prioritäten in der Medizin.
Der Präsident der Landesärztekammer Hessen, Dr. Edgar Pinkowski, warnt vor einem zunehmenden Ärztemangel und fordert deutlich mehr Investitionen in Ausbildung und Nachwuchsförderung. Deutschland müsse seinen Bedarf an Ärztinnen und Ärzten langfristig stärker aus eigener Kraft decken.
Immer mehr niedergelassene Ärztinnen und Ärzte zweifeln an ihrer Berufsentscheidung. Eine änd-Leserumfrage zeigt: Viele Niedergelassene denken über einen Wechsel ins Ausland nach – besonders häufig fällt der Blick auf die Schweiz.
Einige Krankenkassen wollen für patentgeschützte Arzneimittel Gruppen bilden, um stärkeren Preiswettbewerb zu ermöglichen. Der Branchenverband Pharma Deutschland sieht darin eine Gefahr für die Therapiefreiheit und warnt vor wachsender Bürokratie.
Am 22. März wählt Rheinland-Pfalz einen neuen Landtag. Was planen die Parteien gesundheitspolitisch? Der änd hat sich die Wahlprogramme angeschaut. Heute: die Grünen.
Eine 60-jährige Frau erhält wegen einer zellulären nicht-spezifischen interstitiellen Pneumonie eine bilaterale Lungentransplantation. Kurz nach dem Eingriff entwickelt sie jedoch eine rasch progrediente respiratorische Verschlechterung, die in einer ECMO-Therapie gipfelt.
Bei Reiserückkehrenden aus Australien oder Ozeanien mit Symptomen wie Fieber, Hautausschlag und ausgeprägten Gelenkschmerzen sollte auch an eine mögliche Ross-River-Virus-Infektion gedacht werden. Bei Rückkehrenden aus den Seychellen kommt laut RKI zudem das Chikungunyafieber zur Zeit häufiger vor.
Kinderfüße wachsen schnell – Kinderschuhe dagegen nicht. Drei Studierende der Deutschen Sporthochschule Köln wollen dieses alltägliche Problem nun mit einer technischen Innovation lösen. Sie haben einen Kinderschuh entwickelt, dessen Größe sich anpassen lässt.
Long-Covid trifft junge Patienten besonders hart. Ein breiteres Versorgungsnetz soll Familien entlasten und die Behandlung verbessern.
Das Bundesgesundheitsministerium will das Primärversorgungssystem gemeinsam mit den Akteuren entwickeln und noch 2026 ein Präventionsgesetz vorlegen. Das kündigte Gesundheitsstaatssekretär Dr. Georg Kippels am Freitag an.
Schmerzen im Unterleib lassen sich bei Frauen oft nur schwer zuordnen: Liegt die Ursache in der Blase oder doch im Beckenboden? Ein auf dem EAU-Kongress 2026 in London vorgestellter neu entwickelter Fragebogen soll hier künftig helfen, mögliche Ursachen schneller zu unterscheiden.