Gericht prüft Augenscreening in dm-Märkten
Die Drogeriemarktkette dm bietet seit gut einem Jahr Augenscreenings in Filialen an. Nun prüft das Landgericht Karlsruhe, ob das Angebot rechtlich zulässig ist.
Suizidale Krisen begegnen Ärzten nach Einschätzung der Bundesärztekammer (BÄK) häufig lange bevor Betroffene psychiatrische oder psychotherapeutische Hilfe suchen. Die Kammer sieht deshalb auch Ärzte aller Fachrichtungen in der Verantwortung, Warnsignale zu erkennen und Suizidgedanken anzusprechen.
Wie in einem Primärversorgungssystem die Patientensteuerung stattfinden sollte, darüber herrschen in der Vertragsärzteschaft andere Vorstellungen als bei den Krankenkassen. Bei einer KBV-Veranstaltung diskutierten KBV-Vize Dr. Stefan Hofmeister und Spitzenverbandsvorständin Stefanie Stoff-Ahnis über das Thema. Letztere versuchte dabei auch, ein Missverständnis zu klären.
Dem Entwurf für eine Notfallreform fehlt es an Realitätsnähe, kritisiert der Vorstand der KBV. Er warnt vor neuen Parallelstrukturen, für die weder das Personal noch das Geld vorhanden sei. Auch der HÄV hat Änderungswünsche.
Die Kritik der Ärzteschaft an Gesundheitsleistungen in Drogeriemärkten hält der Verein demokratischer Ärzt*innen (vdää) für scheinheilig. Auch in Arztpraxen würden aus kommerziellem Interesse medizinisch nicht notwendige Leistungen verkauft. Er fordert ein Verbot - und spricht sich zugleich für ein „nonprofit Primärversorgungssystem mit angestellten Beschäftigten“ aus.
Rund 70 Prozent der Medizinstudierenden sind Frauen, in den Führungsetagen der Kliniken dominieren weiterhin Männer. Beim Auftakt der neuen Reihe des Deutschen Ärztinnenbundes zeigten die Wirtschaftsjournalistin Bettina Weiguny und die Ex-Vorständin Christina Sontheim-Leven welche Rolle informelle Netzwerke, Doppelstandards und berufliche Abhängigkeiten dabei spielen.
Proteinreiche Riegel, Desserts und Fertiggerichte sind längst fester Bestandteil vieler Supermarktregale. Der hohe Proteingehalt vermittelt dabei häufig einen gesundheitlichen Mehrwert. Was er bei hochverarbeiteten Lebensmitteln tatsächlich bewirkt, wurde nun auf dem ESPEN-Kongress diskutiert.
Paracetamol gilt in der Schwangerschaft als Mittel der Wahl gegen Schmerzen und Fieber. Eine Studie deutet nun darauf hin, dass das Medikament die Fortpflanzungsorgane und damit die Fruchtbarkeit von Töchtern verändern und sogar Einfluss auf deren Menopause haben könnte.
Vom 9. bis 12. September findet in Leipzig der Deutsche Rheumatologiekongress 2026 statt. Bei einer Vorab-Pressekonferenz lenkte die veranstaltende Fachgesellschaft den Fokus auf einige der Themen, die mit Neuheiten die Diskussionen beim Treffen in Sachsen bereichern sollen.
Jetzt ist es offiziell: Bundeskanzler Friedrich Merz hat die Personalumstellung seines Kabinetts verkündet. Neuer Bundesgesundheitsminister wird demnach Carsten Linnemann. Merz bezeichnete ihn als „standfest und zugleich reformwillig – auch im Gegenwind“. Linnemann sagte, er gehe „mit Demut“ in diesen Job.
Die Mehrheit der Bundesbürger sieht einen positiven Nutzen im Einsatz Künstlicher Intelligenz in der Medizin. Gleichzeitig gibt es aber auch Vorbehalte gegenüber der Technologie, zeigt eine Forsa-Umfrage im Auftrag der Barmer.
Ärzteorganisationen warnen vor einer weiteren Spezialisierung der Medizin. DEGAM-Vizepräsident Marco Roos sieht das eigentliche Problem jedoch an anderer Stelle: Im Interview erklärt er, warum die Vergütung die Versorgung stärker prägt als die Weiterbildung.
Schon seit längerem macht sich der Deutsche Ärztinnenbund für einen Mutterschutz für Selbstständige stark. Durch eine Initiative in NRW bekommt diese Forderung Rückenwind.
Das Techunternehmen hat ein Modell entwickelt, mit dem sich aus Sensordaten in Alltagssprache formulierte Beschreibungen erzeugen lassen. Es soll die Grundlage für digitale Gesundheits-Coaches und klinische Überwachungswerkzeuge liefern.