„Wer in der ambulanten Versorgung kürzt, streicht Arzttermine“
Die Kritik an den Sparvorschlägen der GKV-Finanzkommission reißt nicht ab. KVen warnen vor den Folgen, die Bayerische Landesärztekammer mahnt Strukturreformen und Bürokratieabbau an.
Wirtschaftlichkeitsprüfungen können auch innerhalb von Berufsausübungsgemeinschaften auf einzelne Ärzte bezogen erfolgen. Das hat das Bundessozialgericht entschieden und eine Honorarrückforderung wegen auffälligen Abrechnungsverhaltens bestätigt.
Der Berufsverband der Deutschen Dermatologen (BVDD) hat davor gewarnt, das gesetzliche Hautkrebsscreening auszusetzen. Angesichts steigender Erkrankungszahlen und nachweisbarer Folgen später Diagnosen hält der Verband den Vorschlag der FinanzKommission Gesundheit für medizinisch nicht vertretbar.
Nach den Vorschlägen der Expertenkommission läuft die Debatte über die vorgeschlagene „Teil-Krankschreibung“. DGB und Sozialverband warnen derzeit vor Risiken. Was genau ist geplant und was fürchten die Kritiker? Ein Überblick.
Die Gesundheitsausgaben in Deutschland sind im vergangenen Jahr einer Schätzung des Statistischen Bundesamts zufolge auf 579,5 Milliarden Euro gestiegen. Auf Basis bereits vorliegender und fortgeschriebener Werte gehe man von einem weiteren deutlichen Anstieg der Ausgaben um 7,7 Prozent aus, teilte die Behörde mit.
Zuzahlungen, Honorarbegrenzungen für Ärzte und Leistungskürzungen stoßen bei der Mehrheit der Bürger auf Ablehnung, höhere Abgaben auf Alkohol, Tabak und Zucker finden dagegen Zustimmung. Das zeigt der aktuelle ARD-DeutschlandTrend.
Eine überstandene Infektion mit COVID-19 könnte die männliche Fertilität stärker beeinträchtigen als bislang angenommen – besonders vulnerabel sind Männer mit vorbestehender Fertilitätseinschränkung.
Auch wenn die Grippewelle offiziell für beendet erklärt wurde: Rhinoviren, RSV und Influenzaviren zirkulieren weiterhin. Insgesamt ist die Aktivität akuter respiratorischer Erkrankungen (ARE) in Deutschland im Vergleich zur Vorwoche auf ein „moderates Niveau“ gestiegen, teilt das Robert Koch-Institut (RKI) mit.
Das „Spiel“ geht in die nächste Runde, allerdings nur für eine Woche: Das Paul-Ehrlich-Institut hat (mal wieder) die Verwendung des Chikungunya-Impfstoffs „Vimkunya“ mit französischer Beschriftung in Deutschland erlaubt.
Was hat das geplante Primärarztsystem mit Goethe zu tun - und laufen die derzeitigen Pläne eventuell auf eine "Krankenkassenzentrierte Versorgung" (KKZV) hinaus? änd-Koluminst Dr. Matthias Soyka sorgt sich um das derzeitige politische Lieblingsthema Patientensteuerung.
Während die Politik über Einsparungen im Gesundheitswesen streitet, verlagert sich die Debatte in den Kassenärztlichen Vereinigungen. Der Honorarverteilungsmaßstab entwickelt sich dort zunehmend zu einem Steuerungsinstrument und Druckmittel. Einige KVen denken bereits darüber nach, unbezahlte Leistungen zu begrenzen.
Facharzttermine oft erst nach Wochen? Der SPD-Fraktionschef will Schluss damit machen – und setzt dabei auf Druck bei der Ärztevergütung. Eine deutliche Antwort auf seine Vorschläge kommt postwendend von der KBV.
Die Anerkennung ausländischer Ärzte soll schneller gehen: Ein neues Gesetz setzt auf weniger Bürokratie und schnellere Verfahren. Und hofft, so den Fachkräftemangel zu lindern.
Im vergangenen Jahr haben deutlich mehr Patienten „Apps auf Rezept“ genutzt als im Vorjahr. Der Interessenverband der DiGA-Hersteller drängt dennoch auf einen einfacheren Zugang zu den Anwendungen – und schlägt auch eine bessere Vergütung ärztlicher Leistungen vor.