HÄV warnt vor „Kassen-Medizin“
Während die Kassen voll des Lobes sind, sieht die Ärzteschaft das geplante neue Digitalgesetz kritischer. Für HÄV, KBV und Hartmannbund sind vor allem die neuen Befugnisse für die Krankenkassen ein Problem.
Nach der Verabschiedung des GKV-Spargesetzes macht sich in nicht wenigen Praxen Frust breit. Wie muss man den Vorgang rückblickend bewerten – und wie kann die Ärzteschaft mit den zu erwartenden Folgen umgehen? Der änd sprach mit dem MEDI-Vorstandsvorsitzenden Dr. Norbert Smetak.
Kräftige Zuwächse bei Schutzimpfungen und Videosprechstunden, aber eine stagnierende Zahl an Behandlungsfällen: Der aktuelle Zi-Trendreport zeigt überraschende, aber auch erwartbare Entwicklungen in der ambulanten Versorgung.
Beschimpfungen, körperliche Übergriffe und sogar sexualisierte Gewalt gehören für viele Ärztinnen und Ärzte offenbar zum Berufsalltag. Das zeigt eine neue wissenschaftliche Studie. Besonders betroffen sind Psychiatrie und Innere Medizin, ber auch Hausarztpraxen.
Die Kassenärztliche Vereinigung Sachsen erhebt schwere Vorwürfe gegen die Politik. Die ambulante Versorgung habe das Gesundheitssystem in der Corona-Pandemie getragen. Mit dem GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz werde sie nun ausgerechnet mit neuen Sparvorgaben belastet, obwohl der Politik die Folgen seit Langem bekannt seien.
Die Pläne der Bundesregierung zur Attestpflicht ab dem ersten Krankheitstag und zum Aus für die Telefon-AU werden kontrovers diskutiert. Dr. Jochen Pimpertz vom arbeitgebernahen Institut der deutschen Wirtschaft (IW) Köln ordnet die Reformpläne in einem Gastbeitrag für den änd ein.
Zeitmangel gilt als häufigste Ausrede gegen regelmäßiges Krafttraining. Ein aktueller Perspektivenbeitrag zeigt nun, dass die WHO-Empfehlungen für muskelkräftigende Aktivitäten mit deutlich geringerem Zeitaufwand erreichbar sein könnten als vielfach angenommen.
Immer mehr Familien verzichten teilweise oder vollständig auf tierische Lebensmittel. Die Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin hat ihre Empfehlungen zur vegetarischen und veganen Ernährung aktualisiert. Im Mittelpunkt stehen Ernährungsanamnese, Wachstumskontrollen und mögliche Nährstoffdefizite.
Ein 67-jähriger Mann mit dilatativer Kardiomyopathie und belastungsinduzierten ventrikulären Tachykardien stellt sich sechs Wochen nach epikardialer Ablation mit akuten, nahrungsabhängig verstärkten abdominellen und dorsalen Schmerzen vor.
Das BMG will noch in diesem Jahr ein Gesetz für Advanced Practice Nurses (APN) – akademisch qualifizierte Pflegefachpersonen mit erweiterten heilkundlichen Kompetenzen – auf den Weg bringen. Auf einer Fachkonferenz wurde deutlich: Ärzte, Pflege und Krankenkassen ziehen zunehmend an einem Strang, die ambulante Versorgung soll stärker in interprofessionellen Teams organisiert werden.
Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) hat sich den Bürokratieabbau auf die Fahne geschrieben – und empfing in dieser Woche Vertreter diverser Verbände zu einem Spitzengespräch. Eine erste Roadmap gibt es schon.
Die geplante AU-Pflicht ab Tag eins der Erkrankung wird Arztpraxen zusätzlich belasten – so erwarten es große Teile der niedergelassenen Ärzteschaft. Der Hausarzt Stefan Spieren ist da anderer Ansicht. Er hat eine Patientenbefragung durchgeführt – mit bemerkenswertem Ergebnis.
Die Apotheken mischen sich mit ihrem ABDA-Positionspapier zu sehr in ärztliche Belange ein, findet die niedergelassene Ärzteschaft. Einige KVen drehen den Spieß jetzt um – und schlagen vor, inwiefern ihr Klientel Apothekenaufgaben übernehmen könnte.
Die BAG Selbsthilfe vertritt als einer der größten Patientendachverbände Deutschlands die Interessen von rund einer Million chronisch kranker und behinderter Menschen. Im Interview erklärt Bundesgeschäftsführer Dr. Martin Danner, welche Chancen und Risiken die aktuellen Gesundheitsreformen für die Betroffenen mit sich bringen.