Gericht prüft Augenscreening in dm-Märkten
Die Drogeriemarktkette dm bietet seit gut einem Jahr Augenscreenings in Filialen an. Nun prüft das Landgericht Karlsruhe, ob das Angebot rechtlich zulässig ist.
Wie in einem Primärversorgungssystem die Patientensteuerung stattfinden sollte, darüber herrschen in der Vertragsärzteschaft andere Vorstellungen als bei den Krankenkassen. Bei einer KBV-Veranstaltung diskutierten KBV-Vize Dr. Stefan Hofmeister und Spitzenverbandsvorständin Stefanie Stoff-Ahnis über das Thema. Letztere versuchte dabei auch, ein Missverständnis zu klären.
Dem Entwurf für eine Notfallreform fehlt es an Realitätsnähe, kritisiert der Vorstand der KBV. Er warnt vor neuen Parallelstrukturen, für die weder das Personal noch das Geld vorhanden sei. Auch der HÄV hat Änderungswünsche.
Die Kritik der Ärzteschaft an Gesundheitsleistungen in Drogeriemärkten hält der Verein demokratischer Ärzt*innen (vdää) für scheinheilig. Auch in Arztpraxen würden aus kommerziellem Interesse medizinisch nicht notwendige Leistungen verkauft. Er fordert ein Verbot - und spricht sich zugleich für ein „nonprofit Primärversorgungssystem mit angestellten Beschäftigten“ aus.
Rund 70 Prozent der Medizinstudierenden sind Frauen, in den Führungsetagen der Kliniken dominieren weiterhin Männer. Beim Auftakt der neuen Reihe des Deutschen Ärztinnenbundes zeigten die Wirtschaftsjournalistin Bettina Weiguny und die Ex-Vorständin Christina Sontheim-Leven welche Rolle informelle Netzwerke, Doppelstandards und berufliche Abhängigkeiten dabei spielen.
Am 20. September wählt Berlin ein neues Landesparlament. Die SPD fordert in ihrem Wahlprogramm mehr Arztsitze in unterversorgten Bezirken und einen Anspruch auf Facharzttermine innerhalb von 14 Tagen.
Vom 9. bis 12. September findet in Leipzig der Deutsche Rheumatologiekongress 2026 statt. Bei einer Vorab-Pressekonferenz lenkte die veranstaltende Fachgesellschaft den Fokus auf einige der Themen, die mit Neuheiten die Diskussionen beim Treffen in Sachsen bereichern sollen.
Viele Immuntherapien zeigen bei immunologisch „kalten“ Tumoren mit einem hohen Anteil an Makrophagen nur eine begrenzte Wirkung. Aber wie kann man Krebstherapien effizienter machen? Forschende aus Basel und Cambridge haben zu dem Thema geforscht und kleine Moleküle entwickelt, die Makrophagen „zum Angriff gegen den Krebs“ umprogrammieren.
Eine junge Frau leidet unter stärksten Unterbauchschmerzen und stellt sich in einem Krankenhaus vor. Sie nimmt an, die Schmerzen seien auf ihr bekanntes polyzystisches Ovar zurückzuführen. In der explorativen Laparatomie ergibt sich ein ganz anderer und sehr seltener Befund.
Jetzt ist es offiziell: Bundeskanzler Friedrich Merz hat die Personalumstellung seines Kabinetts verkündet. Neuer Bundesgesundheitsminister wird demnach Carsten Linnemann. Merz bezeichnete ihn als „standfest und zugleich reformwillig – auch im Gegenwind“. Linnemann sagte, er gehe „mit Demut“ in diesen Job.
Die Mehrheit der Bundesbürger sieht einen positiven Nutzen im Einsatz Künstlicher Intelligenz in der Medizin. Gleichzeitig gibt es aber auch Vorbehalte gegenüber der Technologie, zeigt eine Forsa-Umfrage im Auftrag der Barmer.
Ärzteorganisationen warnen vor einer weiteren Spezialisierung der Medizin. DEGAM-Vizepräsident Marco Roos sieht das eigentliche Problem jedoch an anderer Stelle: Im Interview erklärt er, warum die Vergütung die Versorgung stärker prägt als die Weiterbildung.
Schon seit längerem macht sich der Deutsche Ärztinnenbund für einen Mutterschutz für Selbstständige stark. Durch eine Initiative in NRW bekommt diese Forderung Rückenwind.
Das Techunternehmen hat ein Modell entwickelt, mit dem sich aus Sensordaten in Alltagssprache formulierte Beschreibungen erzeugen lassen. Es soll die Grundlage für digitale Gesundheits-Coaches und klinische Überwachungswerkzeuge liefern.