Linnemann muss dringend Reformen angehen
Neues Spiel, neues Glück: Die Ärzteverbände gratulieren dem neuen Gesundheitsminister – und hoffen auf baldige intensive Gespräche. Die Liste der Herausforderungen für Linnemann sei groß.
Weniger Wartezeiten, mehr Orientierung: Die BSW-Fraktion fordert eine digitale Patientenplattform. Auch Senioren sollen in der Lage sein, die Plattform zu nutzen.
Jetzt ist es offiziell: Bundeskanzler Friedrich Merz hat die Personalumstellung seines Kabinetts verkündet. Neuer Bundesgesundheitsminister wird demnach Carsten Linnemann. Merz bezeichnete ihn als „standfest und zugleich reformwillig – auch im Gegenwind“. Linnemann sagte, er gehe „mit Demut“ in diesen Job.
Der bisherige CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann wird Bundesgesundheitsminister. Grüne und Linke sehen dies mit Skepsis. Von einem Ex-Gesundheitsminister hingegen kommt ein zartes Lob.
Die KV Nordrhein hat sich mit den Krankenkassen auf das vertragsärztliche und -psychotherapeutische Honorar für 2026 in Nordrhein geeinigt. Demnach steigt dieses um insgesamt rund 142,5 Millionen Euro. Dem gingen laut KVNO „schwierige Verhandlungen“ voraus.
Nach zwei Jahren mit überproportional steigenden Praxiskosten haben sich die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen 2024 etwas verbessert. Erstmals legten die Einnahmen stärker zu als die Aufwendungen. Die Durchschnittswerte verdecken allerdings erhebliche Unterschiede zwischen den Praxen.
Derzeit stuft das BfArM insbesondere die eingeschränkte Verfügbarkeit von Digitoxin- und Digoxin-haltigen Arzneimitteln als kritisch ein. Auch für Adenosin (Adrekar®) und Liraglutid (Victoza®) liegen aktuelle Informationen vor.
Die neoadjuvante Chemotherapie auf Cisplatin-Basis ist eine Standardtherapie bei muskelinvasivem Blasenkarzinom. Nun zeigt eine Studie: die perioperative Behandlung mit Enfortumab Vedotin und Pembrolizumab ist signifikant überlegen. Ein Begleitkommentar spricht vom „Ende einer Ära“.
Plazentare Komplikationen können auch nach der Entbindung für die Gesundheit der Mutter relevant bleiben. Eine große Auswertung weist auf ein erhöhtes Risiko neurologischer und psychiatrischer Klinikaufnahmen hin. Besonders deutlich war der Zusammenhang, wenn mehrere Komplikationen zusammentrafen.
Die Debatte über die Telefon-AU oder die Krankschreibung ab dem ersten Tag haben sie etwas in den Hintergrund gerückt. Die Teil-Krankschreibung. Was genau ist jetzt schon festgelegt?
In den kommenden Jahren wird sich die hausärztliche Versorgung enorm verschlechtern, warnt eine Studie. Bis 2040 könnte jeder fünfte Hausarztsitz vakant sein. Bringt das das geplante Primärversorgungsmodell zum Wackeln?
„Nach der Reform ist vor der Reform“, betonte ein Kassenfunktionär zum beschlossenen Spargesetz. Doch wenn schon die Fußballwelt bemüht wird, muss sich die Ärzteschaft fragen: Welche Chancen hat sie vergeben – und welche Weichen muss sie vor dem nächsten Spiel stellen? Der änd sprach darüber mit dem Geschäftsführer der FALK-KVen und Politikexperten Martin Degenhardt.
Wissenschaftler haben untersucht, wie bei Krankenkassen die Kosten mit der Zahl der Versicherten zusammenhängen – und kommen dabei zu einer eindeutigen Aussage. Sie raten, den Blick stärker auf wettbewerbliche Elemente zwischen den Kassen statt auf die Verwaltungskosten zu richten.
Der Großteil der gesetzlich Krankenversicherten kennt mittlerweile die elektronische Patientenakte. Doch das bedeutet noch lange nicht, dass auch viele sie nutzen, zeigt eine YouGov-Umfrage im Auftrag der Siemens-Betriebskrankenkasse.