Aktuelle Meldungen

Arzneimittelverordnungen

Praxisbesonderheiten: Was nach dem Spargesetz für Ärzte gilt

Das GKV-Spargesetz hat die bisherigen Regeln für bundesweite Praxisbesonderheiten geändert und damit für Verunsicherung gesorgt. Nun stellt der GKV-Spitzenverband klar: Bestehende Vereinbarungen gelten zunächst weiter. Für neue Praxisbesonderheiten sieht das Gesetz allerdings ein anderes System vor – mit Folgen für die Arzneimittelverordnung.

KBV und Kassen streiten über Esketamin-Behandlung

Wer darf Patienten nachbeobachten?

Die KBV will die Nachbeobachtung nach einer Esketamin-Behandlung für weitere Fachgruppen öffnen – darunter Hausärzte und Neurologen. Die Kassen lehnen das ab. Während die KBV ihnen „knallharte Sparpolitik“ vorwirft, hält der GKV-Spitzenverband dagegen: Es gehe um die Sicherheit schwer depressiver Patienten.

KBV und GKV-SV starten Honorarverhandlungen

Wie stark die Honorare steigen können, bleibt vorerst offen

Die KBV und der GKV-Spitzenverband haben die Honorarverhandlungen für 2027 aufgenommen. Die erste Runde am gestrigen Mittwoch blieb allerdings ohne Ergebnis, wobei eine entscheidende Größe für die Gespräche ohnehin noch fehlt. Die Grundlohnrate, die künftig den maximalen Spielraum für die Honorarsteigerung vorgibt, wird erst Mitte September bekannt gegeben.

Primärversorgung

Auch Nephrologen wollen koordinierende Funktion übernehmen

In einem Primärversorgungssystem müssten auch Nephrologen koordinierende Aufgaben im Sinne eines Primärarztes übernehmen können. Zudem müsse die Früherkennung gestärkt werden.

Primärarztsystem

Hausärzte wollen Steuer-ID für Zuordnung zu Praxen nutzen

Für das geplante Primärarztsystem müssen Patienten eindeutig ihrer gewählten Praxis zugeordnet werden können. Der Hausärzteverband Niedersachsen sieht dafür in der persönlichen Identifikationsnummer eine Lösung. Und warnt zugleich vor neuen Parallelstrukturen der Krankenkassen.

Demenzplan für Mecklenburg-Vorpommern

Hausärzte warnen vor Versorgungslücken

Mecklenburg-Vorpommern hat erstmals einen Demenzplan. Der Hausärztinnen- und Hausärzteverband begrüßt das, warnt aber zugleich vor drohenden Versorgungslücken.

Umfrage

Ältere haben wenig Interesse an digitalen Gesundheitsangeboten

Daten aus Wearables und Apps könnten künftig eine größere Rolle in der medizinischen Versorgung spielen. Allerdings zeigt gerade die Patientengruppe mit einem höheren Behandlungsbedarf eher geringes Interesse, zeigt eine aktuelle Umfrage.

Primärversorgung

Wie Verantwortung die Vergütung verändern müsste

Die Bundesregierung will mit ihrem Primärversorgungssystem Hausarztpraxen zu zentralen Lotsen im Gesundheitssystem machen. Versorgungsforscher und Gesundheitsökonomen sehen die größte Herausforderung jedoch nicht in der Patientensteuerung, sondern in einem Vergütungssystem, das für diese neue Rolle nie entwickelt wurde.

Landarztquote beschäftigt NRW-Gericht

17 Klagen anhängig

Für das Versprechen, nach der Ausbildung Hausarzt in einer Mangelregion zu werden, bekamen sie einen Medizinstudienplatz. Doch manche klagen inzwischen gegen den Vertrag.

Sachsen-Anhalt

Weniger ärztliches Personal für Schwangerschaftsabbrüche

In Sachsen-Anhalt gibt es immer weniger Ärztinnen und Ärzte, die Schwangerschaftsabbrüche durchführen. Die Grünen-Abgeordnete Susan Sziborra-Seidlitz sieht den Grund dafür auch im Strafgesetzbuch.

Reform der Nachrichtendienste

Regierung sieht Patientengeheimnis nicht in Gefahr

Bundesinnenminister Alexander Dobrindt hat die Kritik von Ärzteverbänden zurückgewiesen, wonach die am Mittwoch vom Kabinett beschlossene Reform der Nachrichtendienste das Patientengeheimnis gefährdet. „Wir halten nichts von diesen Vorwürfen, weil wir immer nur angemessen vorgehen“, sagte der CSU-Politiker nach der Kabinettssitzung in Berlin.

16 Hausarztsitze unbesetzt

KV Thüringen baut Akutpraxis in Gera aus

Die KV Thüringen baut ihre zunächst als Übergangslösung gestartete Akutpraxis in Gera aus. Im Herbst zieht sie an einen neuen Standort, verlängert die Öffnungszeiten und setzt stärker auf digitale Abläufe und Teamarbeit. Hintergrund ist der anhaltende Hausärztemangel: In Gera und Umgebung sind laut KV derzeit 16 Sitze unbesetzt.

Umfrage

Jeder Fünfte verschweigt Beschwerden beim Arzt

Fast jeder fünfte Erwachsene hat beim Arzt schon einmal Beschwerden oder gesundheitliche Probleme aus Scham, Peinlichkeit oder Misstrauen verschwiegen. Besonders häufig passiert das jüngeren Menschen und Frauen, zeigt eine repräsentative Forsa-Umfrage im Auftrag der Barmer. Zugleich geben 92 Prozent der Befragten an, Ärzten in Gesundheitsfragen zu vertrauen.

Zweitmeinungsverfahren

Neue Pflicht trifft auf ein knappes Angebot

Die Zweitmeinung vor bestimmten planbaren Operationen wird verpflichtend – doch dafür fehlen möglicherweise die nötigen Kapazitäten. Der G-BA rechnet damit, dass die derzeit zugelassenen Zweitmeinenden den zusätzlichen Beratungsbedarf kurzfristig nicht decken können. Wie unterschiedlich die Ausgangslage je nach Eingriff ist, zeigen Zahlen der KBV.

Befreiung von der Rentenversicherung

Bei neuem Nebenjob braucht es einen neuen Antrag

Eine Befreiung von der gesetzlichen Rentenversicherungspflicht für die ärztliche Tätigkeit im Krankenhaus erstreckt sich nicht ohne Weiteres auf eine Nebentätigkeit in einer Praxisklinik, entscheidet das Bundessozialgericht. Für die Betroffenen bedeutet das eine Nachzahlung von 16.000 Euro.

Ärzteverbände ziehen Grenzen

Kein „Fast Track“ für Befunde aus Apotheke und Drogerie

Drogerien, Apotheken und kommerzielle Anbieter weiten ihre Screeningangebote aus. Doch wenn ein Befund auffällig ist, suchen viele Patienten anschließend eine Arztpraxis auf. Niedergelassene sollen Ergebnisse einordnen, verunsicherte Patienten auffangen und entscheiden, ob weitere Diagnostik nötig ist. Wie sollten Arztpraxen mit solchen Fremdbefunden umgehen?

Bürokratieabbau

Gerlach fordert rasches Entlastungsgesetz

Bayerns Gesundheitsministerin Judith Gerlach drängt den neuen Bundesgesundheitsminister Carsten Linnemann, die angekündigten Entlastungen für Krankenhäuser schnell auf den Weg zu bringen. Seine Vorgängerin Nina Warken hatte noch für August einen Gesetzentwurf angekündigt.

Studie zu Facharztterminen

Kassenpatienten warten online 19 Tage länger als Privatversicherte

Eine Analyse von rund 26.000 Ärzten zeigt deutliche Unterschiede bei online buchbaren Facharztterminen: GKV-Versicherte mussten im Untersuchungszeitraum im Schnitt 49,1 Tage warten, Privatversicherte 29,7 Tage. Bei mehr als der Hälfte der untersuchten Praxen wurden online keine Termine für gesetzlich Versicherte angezeigt.

Wechsel an der Barmer-Spitze

Straub gibt Vorstandsvorsitz ab

Nach gut 15 Jahren an der Spitze der Barmer legt Prof. Christoph Straub sein Amt zum Jahresende nieder. Künftig sollen Simone Schwering und Uwe Repschläger die Krankenkasse führen. Wer den Vorstandsvorsitz übernimmt, ist allerdings noch offen.

Elektroschrott in der Arztpraxis

Wohin mit alten Konnektoren, Computern und Praxisgeräten?

Ausgediente Konnektoren, Kartenterminals, Computer oder medizinische Geräte können Arztpraxen nicht einfach in den Hausmüll werfen oder bedenkenlos zum Wertstoffhof bringen. Je nach Gerät gelten unterschiedliche Vorgaben für Rückgabe und Entsorgung. Bei Geräten mit Patientendaten kommt hinzu: Die Daten müssen zuverlässig gelöscht werden.

Landtagswahl in Sachsen-Anhalt

Das BSW wünscht sich die Polikliniken zurück

Am 6. September wählt Sachsen-Anhalt eine neue Landesregierung. Was planen die Parteien für den Gesundheitssektor? Der änd hat in die Wahlprogramme geschaut. Heute: das BSW, das das Modell der Polikliniken lobt und einen landesweiten Praxiskoordinator einsetzen möchte.

Folgen der Sparpläne am Uniklinikum Regensburg

40 Arztstellen weg, aber gleichzeitig 50 Prozent mehr Studierende

Das Universitätsklinikum Regensburg will rund 40 ärztliche Vollzeitstellen einsparen. Nun warnt der Hartmannbund vor den Folgen: Gleichzeitig sollen die verbleibenden Ärzte im kommenden Semester deutlich mehr Medizinstudierende betreuen. Der Verband sieht Ausbildung und Patientenversorgung gefährdet.

Physician Assistants

Die Regulierung bleibt Stückwerk

Mehr als 20 Jahre nach Einführung der ersten PA-Studiengänge in Deutschland ist noch immer nicht einheitlich geregelt, was Physician Assistants können müssen und was sie in der Versorgung dürfen. Zu diesem Befund kommen die Wissenschaftlichen Dienste des Bundestages in einer 41-seitigen Analyse der rechtlichen Rahmenbedingungen für PA.

AOK-Auswertung zu Fehlzeiten

Krankenstand sinkt – psychische Erkrankungen nehmen weiter zu

Der Krankenstand unter berufstätigen Versicherten der AOK Rheinland/Hamburg ist im ersten Halbjahr 2026 leicht zurückgegangen. Dafür sorgten vor allem weniger Atemwegsinfekte. Gegen den Trend nahmen jedoch Fehlzeiten aufgrund psychischer und Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu.

Folgen des Spargesetzes

Psychotherapieverbände fürchten neue Honorarkürzungen

Das GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz streicht eine gesetzliche Vorgabe zur angemessenen Vergütung psychotherapeutischer Leistungen. Fünf Psychotherapieverbände warnen vor möglichen Abwertungen und schlagen eine neue Schutzregel vor: Die Bewertung der Leistungen soll bis Ende 2029 stabil bleiben.

Krankenhaus-Konjunkturbarometer

„Wirtschaftliche Lage nicht nur schlecht, sondern dramatisch“

Die wirtschaftliche Stimmung in den Krankenhäusern bleibt auf einem Tiefpunkt. Der Geschäftsklima-Saldo liegt bei minus 51 – deutlich unter den Vergleichswerten anderer Wirtschaftszweige. Zugleich schrumpfen die Liquiditätsreserven vieler Häuser, während die ambulanten Leistungen weiter zunehmen.

Verwirrung um Vergütung

KVen raten: ePA-GOP vorerst weiter abrechnen

Eigentlich ist die gesetzliche Grundlage für die gesonderte Vergütung der ePA-Befüllung für seit dem 30. Juli entfallen. Mehrere KVen empfehlen ihren Mitgliedern trotzdem, die entsprechenden GOP weiterhin anzusetzen. Hintergrund ist ein mutmaßlicher Fehler im Spargesetz. Am 25. August soll sich der Bewertungsausschuss mit der Frage befassen.

Reform des Nachrichtendienstrechts

Jetzt warnt auch die KBV vor Eingriffen ins Patientengeheimnis

Nach Bundesärztekammer und Landesärztekammer Hessen stellt sich auch die KBV gegen zentrale Regelungen der geplanten Nachrichtendienst-Reform. Sie sieht das Patientengeheimnis gefährdet und hält es für nicht gerechtfertigt, Ärzte und Psychotherapeuten schlechter zu schützen als andere Berufsgeheimnisträger.

Rumänien

Nach Fake News: Dorfbewohner attackieren Krankenwagen

Mit Äxten, Schlagstöcken und Steinen attackieren Dorfbewohner einen Krankenwagen - ausgelöst durch Fake News. Der Fahrer wurde verletzt.

Schlechte Prognose, starke Emotionen

Wie viel Gefühl dürfen Ärzte zeigen?

Ärztinnen und Ärzte müssen in Gesprächen über eine schwere Erkrankung ihre eigenen Emotionen offenbar nicht grundsätzlich verbergen. Im Gegenteil: Zeigen sie angemessen Gefühle, können sie als mitfühlender und vertrauenswürdiger wahrgenommen werden, ohne dass ihre Professionalität darunter leidet.

Überarbeitete GOÄneu

Labore sind immer noch unzufrieden

Zwar seien die Anpassungsvorschläge in der überarbeiteten Fassung der GOÄneu weitgehend aufgenommen worden, dennoch werde die Labordiagnostik weiterhin massiv abgewertet, beklagt der Verband der Akkreditierten Labore in der Medizin (ALM).

Umfrage zu Gesundheitsdaten

Jeder Zweite sieht in KI eine Chance gegen Fehldiagnosen

Fast die Hälfte der Menschen in Deutschland sieht in Künstlicher Intelligenz die Chance, medizinische Fehldiagnosen zu reduzieren. Zugleich wären laut einer repräsentativen Befragung mehr als 60 Prozent bereit, Gesundheitsdaten digital weiterzugeben, wenn dies ihre Beratung oder Behandlung verbessert.

Trotz gestrichener Milliarden

Eli-Lilly-Werk Alzey im Plan

Die Milliardeninvestition in den Pharmastandort sollte 1.000 Arbeitsplätze in Rheinland-Pfalz schaffen. In abgeschmolzener Form hält der US-Pharmakonzern an seinen Zielen fest. Zugleich kritisiert er die Bundesregierung scharf.

Lieferengpässe bei Medikamenten

Bei Hausärzten geht fast eine halbe Stunde Arbeitszeit verloren

Lieferengpässe bei Arzneimitteln belasten nicht nur die Versorgung von Patienten, sondern verursachen auch erheblichen Aufwand in Praxen und Kliniken. Eine Befragung von Ärzten aus Deutschland und Österreich beziffert, wie viel Zeit die Suche nach Alternativen, Absprachen mit Apotheken und Gespräche mit Patienten kosten.

Sachsen-Anhalt

Neues Kinder-MRT an Unimedizin Magdeburg

Für viele Krankheitsbilder reicht eine Ultraschalluntersuchung zur Diagnose nicht aus. Es sind noch genauere Bilder nötig. Ein spezielles Kinder-MRT sorgt in Magdeburg für schonendere Untersuchungen.

Weiterentwicklung von Dokumentationsassistenten

Hört die KI beim Arzt-Patienten-Gespräch mit?

KI-gestützte Dokumentationsassistenten zeichnen das Arzt-Patienten-Gespräch auf. Doch was geschieht später mit den Gesprächsdaten? Wird mithilfe der Daten die KI trainiert? Der änd hat bei einigen Anbietern nachgefragt.

Stress in der Sprechstunde

Wie Hausärzte Stresspatienten führen, ohne die Praxis zu überlasten

Stress, Überforderung, diffuse Erschöpfung: Psychosoziale Belastungen prägen den hausärztlichen Alltag zunehmend. Wer solche Gespräche ohne Struktur führe, riskiere nicht nur enttäuschte Erwartungen, sondern auch überlastete Praxisressourcen, warnt der Hamburger Hausarzt Dr. Lars Lomberg. Sein Ansatz: klare diagnostische Orientierung, strukturierte Gesprächsführung und realistische Interventionen.

Praxen unter Kostendruck

Wie gut läuft Ihre Praxis wirklich?

Steigende Kosten und gedeckelte Honorare erhöhen den wirtschaftlichen Druck auf Arztpraxen. Virchowbund-Beraterin Margaret Plückhahn erklärt im Gespräch mit dem änd, welche Kennzahlen Praxisinhaber kennen sollten und was sie daraus für ihre Entscheidungen ableiten können.

Hitze und Gesundheit

Was tut die Bundesregierung gegen die Hitzetoten?

Der Sommer ist heiß und trocken - und das fordert viele Tote. Gerade Ältere kommen mit den hohen Temperaturen schlecht zurecht. Erkennbare politische Aktivität löst das nicht aus. Was dahinter steckt.

Primärversorgung in Polen

Erst zum Hausarzt, dann auf die Warteliste

Die Bundesregierung will ein verpflichtendes Primärversorgungssystem einführen. In der lebhaften Debatte zu dem Thema wird nicht selten – als positives oder abschreckendes Beispiel – auf die Lage in anderen Ländern verwiesen. Doch wie sieht es mit der Primärversorgung in anderen Staaten wirklich aus? Der änd schaut in einer Serie über die Grenze. Diesmal begeben wir uns nach Polen.

DKG zu Wehrpflichtdebatte

Kliniken würden wieder Zivildienstleistende einsetzen

Sollte mit einer Wiedereinführung der Wehrpflicht auch der Zivildienst zurückkehren, wären viele Krankenhäuser dazu bereit. Nach Angaben der Deutschen Krankenhausgesellschaft würden 93 Prozent der Kliniken Zivildienststellen anbieten. Allerdings nur unter bestimmten Voraussetzungen.

Praxen und Kliniken in Sachsen-Anhalt schlagen Alarm

Ohne ausländische Fachkräfte drohen Versorgungslücken

Fast jede fünfte Ärztin und jeder fünfte Arzt in Sachsen-Anhalt stammt aus dem Ausland, in der Pflege ist es sogar jede vierte Fachkraft. Mehrere Krankenhäuser, Arztpraxen und Pflegeeinrichtungen machen deshalb mit einer gemeinsamen Kampagne auf die Bedeutung internationaler Beschäftigter aufmerksam und fordern schnellere Anerkennungsverfahren.

Zur Rolle von MFA, VERAH und Co. in der Primärversorgung

Die Unverzichtbaren

Mehr denn je kommt es in der ambulanten Versorgung künftig auf den Einsatz nicht-ärztlicher Gesundheitsberufe an. Teamarbeit lautet die Devise. Warum MFA, VERAH und Co. für den Erfolg eines Primärversorgungssystems ausschlaggebend sind, beleuchtet Teil 3 unserer Sommerserie.

Nach fast 12.000 Hitzetoten

Ärzte werfen Bundesregierung Untätigkeit vor

Angesichts neuer Zahlen des Robert Koch-Instituts erhöhen Ärzte den Druck auf die Politik. Der Hausärztinnen- und Hausärzteverband spricht von einem bereits eingetretenen „Ernstfall“ und wirft der Bundesregierung mangelnde Umsetzung beim Hitzeschutz vor. Auch Bundesärztekammer-Präsident Dr. Klaus Reinhardt fordert bessere Schutzmaßnahmen.

Arzneimittelverordnung

KBV und Kassen schaffen Klarheit bei neuen Cannabis-Regeln

Die seit Ende Juli geltenden Vorgaben zur Verordnung von Cannabis haben in vielen Praxen Fragen aufgeworfen. Nun haben sich KBV und GKV-Spitzenverband auf eine gemeinsame Auslegung verständigt.

GKV-Spargesetz

KBV bereitet Praxen auf bis zu 13 Prozent weniger Behandlungsfälle vor

Die KBV stellt die Vertragsarztpraxen auf die Folgen des GKV-Spargesetzes ein. Je nach Fachgruppe müssten sie ihre Fallzahlen ab 2027 um 7 bis 13 Prozent reduzieren, sagte KBV-Chef Dr. Andreas Gassen. Er kündigt an, die Praxen bei der Umstellung zu unterstützen.

RKI

Rund 9.600 Tote allein durch extrem heiße Juni-Woche

Von rund 5.000 Toten durch die Hitzewelle Ende Juni ging das Robert Koch-Institut zunächst aus. Neue Zahlen zeigen: Die Zahl der Toten infolge der extrem heißen Woche liegt wohl fast doppelt so hoch.

Halbjahresbilanz Fahrdienst-Reform

KVNO: Sämtliche Fahrdienste bis Ende 2026 bereits besetzt

Die Neuorganisation des ärztlichen Fahrdienstes im ambulanten Notdienst hat sich aus Sicht der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein bewährt. Mehr als 800 Ärztinnen und Ärzte beteiligen sich laut KVNO inzwischen freiwillig am neuen System, sämtliche Fahrdienste bis Ende 2026 seien bereits besetzt.

Fallsammlung und Leitfaden

Wie Ärzte mit rassistischen Vorfällen umgehen können

Rassistische Beleidigungen im Wartezimmer, Konflikte im Team, offene Fragen zu Leistungen für Asylbewerber: Ein Charité-Team hat solche Fallbeispiele zusammengestellt, arbeits- wie berufsrechtlich einordnen lassen und Tipps für den Umgang erstellt.

Honorarbegrenzungen für Psychotherapie

Verbände drängen auf schnelle Nachbesserungen – und fordern mehr

Mehrere Psychotherapeutenverbände drängen auf eine schnelle Umsetzung der im Entschließungsantrag des Bundestages angekündigten Nachbesserungen zum GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz. Zugleich verlangen sie weitere Korrekturen und fordern eine extrabudgetäre Vergütung aller psychotherapeutischen Leistungen.

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