Folge des Spargesetzes

KV Sachsen rechnet mit 112 Millionen Euro Honorarverlust pro Jahr

Nach Berechnungen der KV Sachsen gehen der ambulanten Versorgung im Land in Folge des GKV-Spargesetzes ab 1. Januar 2027 jährlich 112 Millionen Euro verloren. Darüber hat die Körperschaft die Berufsverbände informiert – und ihnen auch mitgeteilt, welche Fachgruppen besonders stark betroffen sind.

POLITIK
BVHNO-Umfrage

Jeder dritte Befragte hat HNO-Kinderoperationen aufgegeben

Immer mehr niedergelassene HNO-Ärzte geben offenbar Kinder-OPs auf oder reduzieren die Zahl der Eingriffe. Laut einer aktuellen Mitgliederbefragung des HNO-Bundesverbandes hat jeder dritte Befragte inzwischen ganz damit aufgehört, ein weiteres Fünftel operiert weniger. Als wichtigsten Grund nennen diese Ärzte die unzureichende Vergütung.

Wahl in Berlin

Grüne wollen Vertragsarztsitze gerechter verteilen

Am 20. September wählt Berlin ein neues Abgeordnetenhaus. Die Grünen in der Hauptstadt wollen laut Wahlprogramm unter anderem eine gerechtere Verteilung von Arztsitzen erreichen.

Warnung von Kinderärztinnen

Sparmaßnahmen schaden vor allem bildungsfernen Familien

Kinderärztinnen in Niedersachsen und Bremen warnen vor möglichen Folgen des GKV-Sparpakets für Vorsorgeuntersuchungen und Impfungen. Besonders bildungsferne Familien könnten benachteiligt werden, heißt es.

Streit um Notfallreform

„Eine Vollversorgung rund um die Uhr kann es durch Niedergelassene nicht geben“

Die Notfallreform soll Patienten besser steuern, verlangt den KVen aber auch neue Angebote ab. Die KV Westfalen-Lippe hält eine ambulante Vollversorgung rund um die Uhr für unrealistisch. Die Unikliniken sehen 24/7-Angebote dagegen als Teil des Sicherstellungsauftrags.

Angebot rechtlich zulässig?

Gericht prüft Augenscreening in dm-Märkten

Die Drogeriemarktkette dm bietet seit gut einem Jahr Augenscreenings in Filialen an. Nun prüft das Landgericht Karlsruhe, ob das Angebot rechtlich zulässig ist.

MEDIZIN
Extra-Protein bei hochverarbeiteten Lebensmitteln

Weniger essen trotz Fertigprodukten

Proteinreiche Riegel, Desserts und Fertiggerichte sind längst fester Bestandteil vieler Supermarktregale. Der hohe Proteingehalt vermittelt dabei häufig einen gesundheitlichen Mehrwert. Was er bei hochverarbeiteten Lebens­mitteln tatsächlich bewirkt, wurde nun auf dem ESPEN-Kongress diskutiert.

Eigentlich paradox:

Ärzte haben erhebliche Präventionslücken

Medizinisches Fachpersonal spielt eine zentrale Rolle bei der Prävention von Herz-Kreislauf-Erkrankungen – die eigene kardiovaskuläre Gesundheit scheint jedoch eher vernachlässigt zu werden. Der ESC Congress Cardiovascular Health Check 2025 zeigt relevante Lücken bei Risikofaktoren und medikamentöser Therapie.

Neurologie

Fast jeder zweite Demenzfall könnte verhindert werden

Bis zu 45 Prozent der Demenzerkrankungen könnten wohl verhindert oder verzögert werden, wenn bekannte beeinflussbare Risikofaktoren konsequent angegangen würden. Besonders wichtig scheinen dabei Bluthochdruck, Diabetes und Rauchen zu sein.

EMPFOHLEN FÜR SIE
Neuer Gesundheitsminister Linnemann

„Gehe diese Aufgabe mit Demut und großem Respekt an“

Jetzt ist es offiziell: Bundeskanzler Friedrich Merz hat die Personalumstellung seines Kabinetts verkündet. Neuer Bundesgesundheitsminister wird demnach Carsten Linnemann. Merz bezeichnete ihn als „standfest und zugleich reformwillig – auch im Gegenwind“. Linnemann sagte, er gehe „mit Demut“ in diesen Job.

Umfrage im Auftrag der Barmer

Die Mehrheit vertraut eher dem Arzt als auf KI

Die Mehrheit der Bundesbürger sieht einen positiven Nutzen im Einsatz Künstlicher Intelligenz in der Medizin. Gleichzeitig gibt es aber auch Vorbehalte gegenüber der Technologie, zeigt eine Forsa-Umfrage im Auftrag der Barmer.

Debatte über Spezialisierung in der Medizin

„Viel häufiger spielt die Vergütung eine Rolle“

Ärzteorganisationen warnen vor einer weiteren Spezialisierung der Medizin. DEGAM-Vizepräsident Marco Roos sieht das eigentliche Problem jedoch an anderer Stelle: Im Interview erklärt er, warum die Vergütung die Versorgung stärker prägt als die Weiterbildung.

DÄB fordert Mutterschutz für Niedergelassene

„Schwangerschaft darf für Ärztinnen kein Existenzrisiko sein“

Schon seit längerem macht sich der Deutsche Ärztinnenbund für einen Mutterschutz für Selbstständige stark. Durch eine Initiative in NRW bekommt diese Forderung Rückenwind.

Forschungsprojekt

Google entwickelt KI-Modell mit Wearable-Daten

Das Techunternehmen hat ein Modell entwickelt, mit dem sich aus Sensordaten in Alltagssprache formulierte Beschreibungen erzeugen lassen. Es soll die Grundlage für digitale Gesundheits-Coaches und klinische Überwachungswerkzeuge liefern.

IHRE MEINUNG

BÄK-Präsident Reinhardt schlägt vor, dass Ärzte im Ruhestand an Schulen Gesundheitswissen vermitteln könnten. Wie finden Sie diese Idee?

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