Die meisten Praxen gehen bei Förderprogramm leer aus
Das Bundesgesundheitsministerium will mit einer hohen Summe Gesundheitseinrichtungen gegen Cyberangriffe und IT-Ausfälle wappnen. Von dem Geld werden jedoch nur größere Einrichtungen profitieren.
Gefälschte Rezepte, nicht erbrachte Pflegeleistungen oder der Einsatz unqualifizierten Personals: Der KKH ist durch Betrugsdelikte 2024 und 2025 ein Schaden von mehr als acht Millionen Euro entstanden, so viel wie noch nie innerhalb von zwei Jahren.
Der Jahrestag naht: Am 1. Oktober 2025 wurde die elektronische Patientenakte (ePA) verpflichtend eingeführt. Die Freie Ärzteschaft (FÄ) zieht allerdings ein dunkles Fazit – das Milliardenprojekt habe die wohlklingenden Versprechungen bislang nicht erfüllen können.
Das geplante Primärversorgungssystem soll Patienten gezielter steuern. Doch bei chronisch Kranken beginnt die eigentliche Koordinationsarbeit oft erst nach dem Arztkontakt. Ein Konzept des Bundesverbands Managed Care (BMC) setzt deshalb auf einen digitalen Care Plan.
Bis kurz vor dem geplanten Kabinettstermin ringen Union und SPD um einen Kompromiss in ihrem Streit um die Pflege. Dann kommt die Reform in die Ministerrunde.
Der Hausärzteverband Hessen wehrt sich gegen einen direkten Zugriff der Krankenkassen auf Termine in den Praxen. Digitale Vermittlung könne die Patientensteuerung unterstützen. Über medizinische Dringlichkeit und Terminvergabe müssten aber Ärzte entscheiden. Für das geplante Primärarztsystem fordert der Verband stattdessen reservierte Facharzttermine und eine finanzierte Terminvermittlung.
Nächtliche Atemaussetzer könnten nicht nur Herz und Stoffwechsel belasten, sondern auch die Wundheilung beeinträchtigen. Ein Review bündelt erstmals präklinische und klinische Hinweise darauf, dass die dabei auftretende Hypoxie wichtige Reparaturprozesse stören kann.
Viele Patienten mit allergischer Rhinitis nehmen ihre Medikamente nur bei Beschwerden, andere regelmäßig über die Pollensaison hinweg. Eine europäische Studie hat beide Vorgehensweisen im Alltag hinsichtlich Symptomkontrolle und Therapiezufriedenheit miteinander verglichen.
Eine Frau entwickelt Dysphagie, livide Erytheme, Muskelschmerzen und eine progrediente Muskelschwäche, sodass sie nicht einmal mehr Wasser trinken kann. Doch die Therapie schlägt nicht an. Als schließlich die Krebsdiagnose gestellt wird, erscheint die Patientin beinahe erleichtert.
Jetzt ist es offiziell: Bundeskanzler Friedrich Merz hat die Personalumstellung seines Kabinetts verkündet. Neuer Bundesgesundheitsminister wird demnach Carsten Linnemann. Merz bezeichnete ihn als „standfest und zugleich reformwillig – auch im Gegenwind“. Linnemann sagte, er gehe „mit Demut“ in diesen Job.
Die Mehrheit der Bundesbürger sieht einen positiven Nutzen im Einsatz Künstlicher Intelligenz in der Medizin. Gleichzeitig gibt es aber auch Vorbehalte gegenüber der Technologie, zeigt eine Forsa-Umfrage im Auftrag der Barmer.
Ärzteorganisationen warnen vor einer weiteren Spezialisierung der Medizin. DEGAM-Vizepräsident Marco Roos sieht das eigentliche Problem jedoch an anderer Stelle: Im Interview erklärt er, warum die Vergütung die Versorgung stärker prägt als die Weiterbildung.
Schon seit längerem macht sich der Deutsche Ärztinnenbund für einen Mutterschutz für Selbstständige stark. Durch eine Initiative in NRW bekommt diese Forderung Rückenwind.
Das Techunternehmen hat ein Modell entwickelt, mit dem sich aus Sensordaten in Alltagssprache formulierte Beschreibungen erzeugen lassen. Es soll die Grundlage für digitale Gesundheits-Coaches und klinische Überwachungswerkzeuge liefern.