Jeder fünfte Klinikfall könnte auch in Praxis versorgt werden
Knapp 3,5 Millionen Krankenhausfälle, also jeder fünfte Fall, hätten 2025 grundsätzlich auch ambulant behandelt werden könnten. Das zeigt der Versorgungskompass der Barmer.
Während die ABDA die neuen Aufgaben für Apotheken feiert, sind die Apotheker vor Ort eher skeptisch: Beim Thema Impfen zum Beispiel winken mehr als die Hälfte dankend ab. ABDA-Präsident Preis fordert dennoch eine weitere Ausweitung der Apotheken-Aufgaben.
Die geplante Notfallreform setzt zur Entlastung der Notaufnahmen auf Kooperationspraxen, die ambulant behandelbare Patienten übernehmen sollen. Doch die vorgesehene Vergütung des zusätzlichen Aufwands ist inzwischen entfallen. Das Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung warnt deshalb vor einem Scheitern des Konzepts im Regelbetrieb und verweist auf eine aktuelle Studie.
Die Sparmaßnahmen im GKV-Bereich schlagen offenbar bereits auf das Personal in Arztpraxen durch. In einer aktuellen Umfrage des änd gaben 15 Prozent der teilnehmenden Ärztinnen und Ärzte an, in diesem Jahr einer oder mehreren Medizinischen Fachangestellten gekündigt zu haben. Noch häufiger reagieren Praxen mit anderen Formen des Personalabbaus.
Das geplante Digitalgesetz muss an etlichen Stellen nachgebessert werden, meinen zwei Bundesrats-Ausschüsse. Sie fordern bei der Datennutzung noch mehr Spielraum für die Krankenkassen. Kritisch sehen sie hingegen die geplante digitale Versorgungssteuerung.
Wenn Ärzte aus dem Ausland hierzulande arbeiten wollen, müssen sie sich durch ein kompliziertes Anerkennungsverfahren kämpfen. Der junge Berliner Arzt Dr. René Rheimann hat ein Unternehmen gegründet, das durch den Zulassungsdschungel helfen soll – und verzeichnet ein enormes Interesse.
Psychiatrische Diagnosen bilden die Grundlage für Therapieentscheidungen und Prognosen. Doch selbst unter standardisierten Bedingungen kommen Ärzte nicht immer zur gleichen Einschätzung. Eine internationale Studie zeigt, bei welchen Krankheitsbildern die Unterschiede besonders groß sind.
Menschen mit „Still-Erkrankung“ haben von klein auf mit Rheuma zu kämpfen. Prof. Dr. Christian Klemann von der Gesellschaft für Kinder- und Jugendrheumatologie (GKJR) macht sich nun stark für die Kombination mehrerer zielgerichteter Therapien bei schwerstbetroffenen Patienten.
Bedeutet weniger Zucker in den ersten Lebensjahren weniger Demenz im Alter? Daten der UK Biobank deuten darauf hin, dass eine frühe Zuckerrestriktion langfristig die Gehirngesundheit positiv beeinflussen könnte.
Jetzt ist es offiziell: Bundeskanzler Friedrich Merz hat die Personalumstellung seines Kabinetts verkündet. Neuer Bundesgesundheitsminister wird demnach Carsten Linnemann. Merz bezeichnete ihn als „standfest und zugleich reformwillig – auch im Gegenwind“. Linnemann sagte, er gehe „mit Demut“ in diesen Job.
Die Mehrheit der Bundesbürger sieht einen positiven Nutzen im Einsatz Künstlicher Intelligenz in der Medizin. Gleichzeitig gibt es aber auch Vorbehalte gegenüber der Technologie, zeigt eine Forsa-Umfrage im Auftrag der Barmer.
Ärzteorganisationen warnen vor einer weiteren Spezialisierung der Medizin. DEGAM-Vizepräsident Marco Roos sieht das eigentliche Problem jedoch an anderer Stelle: Im Interview erklärt er, warum die Vergütung die Versorgung stärker prägt als die Weiterbildung.
Schon seit längerem macht sich der Deutsche Ärztinnenbund für einen Mutterschutz für Selbstständige stark. Durch eine Initiative in NRW bekommt diese Forderung Rückenwind.
Das Techunternehmen hat ein Modell entwickelt, mit dem sich aus Sensordaten in Alltagssprache formulierte Beschreibungen erzeugen lassen. Es soll die Grundlage für digitale Gesundheits-Coaches und klinische Überwachungswerkzeuge liefern.