„Navigationstool“ soll Rezepte ausstellen - ohne Arztkontakt
Eine verpflichtende digitale Ersteinschätzung vor dem Arztkontakt: Diese Idee ist nicht neu. Der GKV-Spitzenverband will allerdings offenbar noch einen Schritt weiter gehen.
Die neue Plattform Meppo stellt Patienten Terminvorschläge unterschiedlicher Buchungsportale zusammen. Die Meta-Suchmaschine hat noch ähnliche Schwächen wie die großen Terminplattformen. Doch könnte sich das bald ändern.
Physician Assistants sind im Versorgungsalltag angekommen, rechtlich bewegen sie sich jedoch weiter auf unsicherem Terrain. Der Medizinrechtler Prof. Pascal Becker-Wulf zeigt, warum fehlende Berufsregeln, offene Haftungsfragen und eine ungeklärte Vergütung für Verunsicherung sorgen und weshalb der Gesetzgeber handeln muss.
Grünen-Gesundheitspolitiker Armin Grau hat sich hinter die zentralen Forderungen der Patientenorganisationen zum Primärversorgungssystem gestellt. Zwar hält er ein Primärversorgungssystem für notwendig, warnte aber zugleich vor falschen Weichenstellungen und sozialen Hürden.
Von der Arzneimittelbewertung über Disease-Management-Programme bis zur ambulanten spezialfachärztlichen Versorgung: Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat zentrale Arbeitsschwerpunkte für das Jahr 2026 festgelegt.
Ab dem 1. Januar 2026 gilt: Ärztinnen und Ärzte, die die elektronische Patientenakte (ePA) nicht nutzen, müssen mit einer Kürzung der Vergütung rechnen. Was auf dem Papier wie eine hart sanktionierte Pflicht klingt, beschränkt sich im Grunde auf eine technische Formalität. Denn tatsächlich reicht es aus, das nötige Modul zu installieren. Eine Kontrolle der tatsächlichen Nutzung findet nicht statt.
Während Rauchen, Übergewicht und Bluthochdruck als etablierte Risikofaktoren für das Nierenzellkarzinom gelten, geraten berufliche Belastungen im klinischen Alltag oft in den Hintergrund. Eine aktuelle französische Fallserie rückt nun die berufliche Exposition gegenüber Trichlorethylen erneut in den Fokus.
Die AWMF hat die S1-Leitlinie zur Diagnostik und Therapie der Tinea capitis aktualisiert. Die Dermatophytose tritt insbesondere im Kindesalter auf und kann zu Alopezie und Stigmatisierung führen. Hierzulande ist die für Kinder vorgesehene First-Line-Therapie allerdings nicht erhältlich.
Die Krebssterblichkeit bei unter 50-Jährigen ist in den USA seit 1990 deutlich gesunken – mit einer Ausnahme: Darmkrebs. Hier steigt die Mortalität seit Jahren und macht den Darmkrebs inzwischen zur häufigsten Krebstodesursache in dieser Altersgruppe.
Systemabstürze, schlechter Service: Die Unzufriedenheit mit der Praxissoftware ist vielerorts hoch. Das ZI hat daher nun ein interaktives PVS-Vergleichsportal online geschaltet, das wechselwilligen Ärztinnen und Ärzten Orientierung bieten soll.
Die gesetzlichen Krankenkassen sind verpflichtet, ihren Versicherten eine elektronische Patientenakte anzulegen, für private Krankenversicherer gilt dieser Zwang nicht. Wie halten es die PKV-Unternehmen also mit der digitalen Akte? Der änd hat nachgefragt.
Der Hausärzteverband kritisiert die Forderung von KBV-Chef Dr. Andreas Gassen, die Telefon-AU abzuschaffen. Der Verband spricht von einem „unglaublichen Vorgang“ und warnt vor einem Rückschritt bei einer der wenigen echten Entbürokratisierungen.
In einem Dorf in Nordrhein-Westfalen ist im Herbst ein neuartiges Versorgungskonzept gestartet: Nicht-ärztliches Personal führt KI-gestützt das Anamnesegespräch, übernimmt Untersuchungen und leitet die Ergebnisse digital an Dr. Thomas Bandorski weiter. Im änd-Interview erklärt er, wie das Konzept genau funktioniert – und wo die Grenzen liegen.
Die Online-Terminvergabe ist auf dem Vormarsch: Schon rund die Hälfte der änd-Mitglieder bietet einen solchen Service den Patienten an – oder plant dies in Kürze. Ein Anbieter sticht dabei deutlich heraus.