Sorge als neuer BMG-Chef im Gespräch
Wer wird neuer Unions-Fraktionsvorsitzender? Und hat das auch Auswirkungen auf das BMG? In Berlin kocht die Gerüchteküche.
„Die Zeit der Schwächung der Hausarztpraxen muss vorbei sein“: Der Hausärztinnen- und Hausärzteverband fordert eine konsequente Stärkung der Hausarztpraxen. Ansonsten werde das geplante Primärversorgungssystem scheitern.
In den kommenden Jahren wird sich die hausärztliche Versorgung enorm verschlechtern, warnt eine Studie. Bis 2040 könnte jeder fünfte Hausarztsitz vakant sein. Bringt das das geplante Primärversorgungsmodell zum Wackeln?
Wer steuert künftig Patienten im geplanten Primärversorgungssystem? Das Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung (Zi) spricht sich dafür aus, die medizinische Ersteinschätzung weiterhin über die 116117 und die behandelnde Primärpraxis zu organisieren. Ein ausschließlich über Krankenkassen gesteuerter digitaler Zugang drohe bewährte Versorgungsstrukturen zu schwächen.
Die Debatte über die Telefon-AU oder die Krankschreibung ab dem ersten Tag haben sie etwas in den Hintergrund gerückt. Die Teil-Krankschreibung. Was genau ist jetzt schon festgelegt?
Die Bayerische Landesärztekammer (BLÄK) kritisiert den Gesetzentwurf für das Gesetz für Daten und Innovation im Gesundheitswesen (GeDIG): Die geplanten Befugnisse der Krankenkassen beim Umgang mit Gesundheitsdaten überschritten die Grenzen einer sinnvollen Digitalisierung und stellten die Rollenverteilung im Gesundheitswesen infrage.
Warm oder kalt? Nur eine Gruppe von Nervenzellen der Haut nimmt sowohl Kälte als auch Wärme wahr. Das geht aus einer aktuellen Studie hervor. Sie stellt frühere Annahmen zum Temperaturempfinden in Frage und könnte helfen, Störungen dieses sensorischen Systems besser zu verstehen und zu behandeln.
Wenn das aktuelle Kind sonografisch deutlich größer geschätzt wird als das zuvor vaginal geborene, kann dies die Geburtsplanung verunsichern. Mitunter entsteht die Sorge, eine erneute vaginale Entbindung sei weniger wahrscheinlich. Eine aktuelle Untersuchung ordnet den Gewichtsunterschied ein.
Erhöhte IFNα-Spiegel lassen sich bereits Jahre vor der Diagnose nachweisen und kennzeichnen einen immunologisch eigenständigen Endotyp des Sjögren-Syndroms. Das ist das Ergebnis einer britischen Studie. Die Ergebnisse könnten mittelfristig die Entwicklung von neuen Therapien vereinfachen.
Das BMG will noch in diesem Jahr ein Gesetz für Advanced Practice Nurses (APN) – akademisch qualifizierte Pflegefachpersonen mit erweiterten heilkundlichen Kompetenzen – auf den Weg bringen. Auf einer Fachkonferenz wurde deutlich: Ärzte, Pflege und Krankenkassen ziehen zunehmend an einem Strang, die ambulante Versorgung soll stärker in interprofessionellen Teams organisiert werden.
Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) hat sich den Bürokratieabbau auf die Fahne geschrieben – und empfing in dieser Woche Vertreter diverser Verbände zu einem Spitzengespräch. Eine erste Roadmap gibt es schon.
Die geplante AU-Pflicht ab Tag eins der Erkrankung wird Arztpraxen zusätzlich belasten – so erwarten es große Teile der niedergelassenen Ärzteschaft. Der Hausarzt Stefan Spieren ist da anderer Ansicht. Er hat eine Patientenbefragung durchgeführt – mit bemerkenswertem Ergebnis.
Die Apotheken mischen sich mit ihrem ABDA-Positionspapier zu sehr in ärztliche Belange ein, findet die niedergelassene Ärzteschaft. Einige KVen drehen den Spieß jetzt um – und schlagen vor, inwiefern ihr Klientel Apothekenaufgaben übernehmen könnte.
Die BAG Selbsthilfe vertritt als einer der größten Patientendachverbände Deutschlands die Interessen von rund einer Million chronisch kranker und behinderter Menschen. Im Interview erklärt Bundesgeschäftsführer Dr. Martin Danner, welche Chancen und Risiken die aktuellen Gesundheitsreformen für die Betroffenen mit sich bringen.