Gassen warnt vor „Nebelkerze“
Der Chef der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Dr. Andreas Gassen, warnt vor zu hohen Erwartungen an eine angepeilte „Termingarantie“ für Facharztbehandlungen. Dies sei „eine Nebelkerze“.
Patienten sollen auch künftig direkt zum Hausarzt gehen können, ohne zuvor eine digitale Ersteinschätzung durchlaufen zu müssen. Das hat eine Vertreterin des Bundesgesundheitsministeriums (BMG) auf der KBV-Herbsttagung klargestellt und sich damit von einem Modell distanziert, das einige Krankenkassen favorisieren.
Jeder zweite Patient von Neurologin Dr. Alexandra Widmer befragt vor dem Praxisbesuch eine KI. Seit sie routinemäßig nach der KI-Nutzung fragt, verlaufen manche Gespräche entspannter. Bei einer KVNO-Veranstaltung sprachen sie und andere Teilnehmer darüber, wie sich KI und Digitalisierung auf die Arbeit auswirken – und wie man damit umgehen kann.
Vor der ersten Lesung des Gesetzes für Daten und digitale Innovation im Gesundheitswesen (GeDIG) im Bundestag hat die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) erneut vor weitreichenden Datenzugriffen und einem Vertrauensverlust zwischen Ärzten und Patienten gewarnt. Die Techniker Krankenkasse (TK) argumentiert dagegen in eine ganz andere Richtung.
Die Kritik am geplanten Aus der Hybrid-DRG reißt nicht ab. Nun warnen auch die Kassenärztlichen Vereinigungen (KVen) Berlin und Sachsen-Anhalt vor den Folgen für das ambulante Operieren. Vor allem der erneute Kurswechsel der Politik sorgt für Ärger. Die KV Berlin sieht das Vertrauen der Ärzteschaft in die Politik inzwischen vollständig zerstört.
Das Bundesgesundheitsministerium will die finanzielle Unterstützung für Cochrane Deutschland beenden. Vier medizinische und wissenschaftliche Organisationen warnen vor den Folgen für die evidenzbasierte Versorgung und fordern eine Finanzierung über 2027 hinaus.
Menschen mit spätem Chronotyp geraten im Berufsalltag häufiger mit frühen Arbeitszeiten in Konflikt. Eine finnische Langzeitstudie zeigt nun, dass Abendtypen im mittleren Lebensalter auch häufiger gesundheitsbedingt aus dem Erwerbsleben ausscheiden. Welche Faktoren dahinterstehen könnten, ist allerdings komplex.
Am Hannover Herzrhythmus Centrum (HHC) können Ärztinnen auch während ihrer Schwangerschaft wie gewohnt arbeiten. Eine Studie des HHC zeigt nun, „dass die Sorge vor erhöhter Strahlenbelastung für die Mutter und das ungeborene Kind unbegründet ist.“
Entzündungen im Mundraum stehen seit Langem im Verdacht, auch die Gesundheit des Herz-Kreislauf-Systems zu beeinflussen. Doch gilt ein solcher Zusammenhang auch für Karies und Hypertonie? – eine aktuelle Studie klärt auf.
Jetzt ist es offiziell: Bundeskanzler Friedrich Merz hat die Personalumstellung seines Kabinetts verkündet. Neuer Bundesgesundheitsminister wird demnach Carsten Linnemann. Merz bezeichnete ihn als „standfest und zugleich reformwillig – auch im Gegenwind“. Linnemann sagte, er gehe „mit Demut“ in diesen Job.
Die Mehrheit der Bundesbürger sieht einen positiven Nutzen im Einsatz Künstlicher Intelligenz in der Medizin. Gleichzeitig gibt es aber auch Vorbehalte gegenüber der Technologie, zeigt eine Forsa-Umfrage im Auftrag der Barmer.
Ärzteorganisationen warnen vor einer weiteren Spezialisierung der Medizin. DEGAM-Vizepräsident Marco Roos sieht das eigentliche Problem jedoch an anderer Stelle: Im Interview erklärt er, warum die Vergütung die Versorgung stärker prägt als die Weiterbildung.
Schon seit längerem macht sich der Deutsche Ärztinnenbund für einen Mutterschutz für Selbstständige stark. Durch eine Initiative in NRW bekommt diese Forderung Rückenwind.
Das Techunternehmen hat ein Modell entwickelt, mit dem sich aus Sensordaten in Alltagssprache formulierte Beschreibungen erzeugen lassen. Es soll die Grundlage für digitale Gesundheits-Coaches und klinische Überwachungswerkzeuge liefern.