ÖFFNE ARTIKEL Adipositas

Warum Gene heute stärker ins Gewicht fallen

Das sind die Gene! So lautet eine gern verwendete Erklärung für Adipositas. Klar ist: Sie sind ein wichtiger Faktor für das Körpergewicht. Doch ihr Einfluss scheint in der jüngeren Generation wortwörtlich stärker ins Gewicht zu fallen. Eine britische Analyse mehrerer Geburtskohorten untersucht, was sich seit der Nachkriegszeit verändert hat.

Dass genetische Faktoren bei Übergewicht und Adipositas eine Rolle spielen, ist gut belegt. Weniger klar ist, wie stark diese Veranlagung unter unterschiedlichen Umweltbedingungen zum Tragen kommt und ob die veränderten Lebensbedingungen der vergangenen Jahrzehnte genetische Zusammenhänge mit dem Körpergewicht verstärkt haben. Eine aktuelle Kohortenanalyse aus Großbritannie...

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ÖFFNE ARTIKEL US-Langzeitdaten:

Windräder ohne nachweisbare Gesundheitsschäden

Wer hätte das gedacht? Eine „umfangreiche, über 12 Jahre währende Längsschnittuntersuchung rund um Wohnnähe zu Windrädern und Gesundheit“ in der Fachzeitschrift PNAS zeigt: Wohnnähe zu Windrädern ist nicht mit Schlafstörungen, Depressionen, Angststörungen oder Kopfschmerzen verbunden.

Der an der Analyse beteiligten Uni Augsburg zufolge handelt sich um „eine der bislang umfangreichsten Längsschnittstudien zu diesem Thema weltweit“. Den Angaben zufolge nutzt die Stu...

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FÜR MITGLIEDER Kollegenfrage

Migräne mit Aura und Kontrazeption

Eine 18-jährige Patientin mit bekannter Migräne mit Aura wünscht eine Erstverordnung zur Kontrazepti...

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ÖFFNE ARTIKEL Atemwegsinfektion

So manipuliert RSV die Immunabwehr

Das respiratorische Synzytial-Virus (RSV) kann insbesondere bei Neugeborenen und Älteren schwere Erkrankungen der unteren Atemwege verursachen. Wie das Virus der Immunabwehr entkommt, beschreiben nun Forschende aus Deutschland.

„Auf welche Weise das Virus in den Epithelzellen der Atemwege Schaden anrichtet und warum die Immunantwort es nicht besser in Schach hält, war bislang unklar“, sagt Prof. Thomas Pietschman vom Forschungszentrum „Twincore“ in Hannover laut einer Mitteilung des Zentrums. Um diese Frage zu bean...

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ÖFFNE ARTIKEL Kasuistik

Schmerzhaftes rotes Auge mit rascher Verschlechterung

Ein 71-jähriger Mann stellt sich mit seit vier Tagen zunehmenden Schmerzen, Rötung und Schwellung des linken Auges in der Notaufnahme vor. Zusätzlich berichtet er über eitriges Sekret und ausgeprägte Druckdolenz im Bereich des Oberlids, schreiben die Autoren einleitend im FachjournalCase Reports in Ophthalmology.

Klinisch zeigen sich eine deutliche periorbitale Schwellung, Chemosis sowie ein gelbliches purulentes Sekret (Originalbefund). Die Augenbewegungen sind schmerzhaft eingeschränkt, die Se...

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FÜR MITGLIEDER Kollegenfrage

Estradiol-Spiegel unter Dienogest

Liebe Kolleginnen und Kollegen,es geht um eine Pat. 53J., Uterus myomatosus, perimenopausale Hyperme...

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ÖFFNE ARTIKEL Fallbeispiel

Mädchen hat zu viele Bakterien im Darm

Ein 3,5 Jahre altes Mädchen stellt sich mit seit zehn Monaten bestehenden abdominellen Schmerzen und ausgeprägter Distension vor. Begleitend treten häufiges Aufstoßen und Flatulenz auf, während Appetit, Wachstum und Entwicklung altersgerecht bleiben, schreiben die Autoren im Fachjournal Einstein.

Übelkeit, Erbrechen oder nächtliche Schmerzepisoden werden indes verneint.Die Symptomatik begann demnachschleichend und nahm im Verlauf immer weiter zu. Nach antibiotischer Therapie zweier Otitiden mit Amoxicillin/Clavulansäure verschlechterten sich Blähungen und Bauchumfang weiter. Postprandiale periumbilikale Schmerzen traten verstärkt auf...

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ÖFFNE ARTIKEL Interview

Deutschland schwitzt: Welche Anpassungen sind jetzt nötig?

El Niño, Klimawandel, Hitzewelle – drei Begriffe, die in der aktuellen Sommerdebatte oft gehörig durcheinanderwirbeln. Allen gemeinsam ist nur das Symptom der „schweißtreibenden Extremwetter-Lage". Doch was eigentlich dahintersteckt, was auf uns noch zukommen könnte und welche Maßnahmen dagegen jetzt umgesetzt werden sollten, erklärt Frau Dr. Daniela Matei vom Max Planck Institut für Meteorologie in Hamburg.

Frau Dr. Matei, wie sicher sind die aktuellen Prognosen für einen starkenEl Niño2026?

Prognosen der Weltorganisation für Meteorologie und der US-Wetterbehörde NOAA sehen ein sehr starkes El-Niño-Ereignis voraus.El Niño entwickelt sich aktuell im tropischen Pazifik und wird voraussichtlich stark an Intensität zunehmen. Insbesondere beobachten die Wissenschaftler im tiefen zentralen Pazifik eine ausgeprägte Blase warmen Wassers, die ostwärts wandert. Derzeit gibt die National Oceanic and Atmospheric Administration (NOAA), das ist der US-Wetterdienst, die Wahrscheinlichkeit f...

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FÜR MITGLIEDER Kollegenfrage

Seit 12T. anhaltende Krämpfe im Unterbauch

Liebe Kolleginnen und Kollegen,ein Pat. Ende 80 leidet seit mittlerweile ca. 12T. unter Bauchkrämpfe...

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ÖFFNE ARTIKEL Experimentelle Physiologie

Wie viel Hitze verträgt der Mensch?

Mit steigenden Temperaturen rückt eine zentrale Frage in den Fokus der Forschung: Wann wird die Hitze für den Menschen gefährlich? Eine aktuelle Übersichtsarbeit hat nun versucht, darauf eine systematische Antwort zu geben – und zeigt doch, dass es keine einheitliche Grenze geben kann.

Die Arbeitanalysierte bestehende empirische Modelle zur menschlichen Hitzetoleranz und ordnete diese in die Bereiche Wahrnehmung, Physiologie und Funktion. Diese Einteilung folgeder Definition der International Union of Physiological Sciences, wonach Hitzetoleranz die Fähigkeit beschreibt, hohe Umgebungstemperaturen zu ertragen – entweder im Sinne von Komfort, thermischem Gleichgewicht oder funktioneller Leistungsfähigkeit, wie die A...

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ÖFFNE ARTIKEL Interview

Mit oder ohne – weniger Einmalhandschuhe, mehr Schutz?

Viele greifen im Klinik- und Praxisalltag fast automatisch zu Einmalhandschuhen – oft in der Annahme, damit Patienten und sich selbst besser zu schützen. Doch genau dieser Reflex kann kontraproduktiv sein. Warum weniger Handschuhe in vielen Situationen sogar mehr Hygiene, mehr Sicherheit und zugleich mehr Nachhaltigkeit bedeuten, erklärt Jonas Loff vom Kompetenzzentrum für klimaresiliente Medizin und Gesundheitseinrichtungen (KliMeG)im Interview.

Herr Loff, SIe sind u. a. beim KliMeG – Kompetenzzentrum für klimaresiliente Medizin und Gesundheitseinrichtungen tätig. Worum handelt es sich dabei und was sind dessen Aufgaben?

Rund fünf Prozent der deutschen Treibhausgasemissionen entstehen im Gesundheitswesen bzw. in seinen vorgelagerten Lieferketten. Gleichzeitig ist das Gesundheitswesen selbst stark von den Folgen des Klimawandels betroffen, etwa durch Hitzewellen, andere Extremwetterereignisse oder zunehmende psychische Belastungen. KliMeG unterstützt bettenführende Gesundheitseinrichtungen dabei, sich klimafreundlicher und klimaresilienter aufzustellen. Als Kompetenzzentrum bieten wir eine Wissens- und...

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FÜR MITGLIEDER Kollegenfrage

Stoßwelle bei Kalkschulter wirklich lohnenswert?

Wer hat praktische Erfahrungen mit der Stoßwellentherapie bei der Tendinosis calcarea?Mich würde (al...

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ÖFFNE ARTIKEL Gesundheitsrisiko Mückenschutzmittel

Nicht alle Mittel für Kinder unter zwei geeignet

Wenn die Sommerabende lang und warm sind kommen auch die Mücken: Repellentien helfen, die Plagegeister fernzuhalten und schützen so vor unangenehmen Stichen und Krankheiten. Falsch angewendet sind die Mittel aber auch ein Risiko für Augen, Haut- und Schleimhäute, warnt das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR). Vor allem für Kinder unter zwei Jahren sind manche Mittel nicht geeignet.

Der Fachbegriff „Repellentien“ bezeichnet Insekten- und Zeckenschutzmittel, also Substanzen, die Insekten, Zecken und andere Schädlinge abschrecken und Menschen vor lästigen Bissen oder Stichen schützen sollen. Die Mittel blockieren oder stören die Geruchsrezeptoren der Tiere, sodass sie menschlichem Geruch (z.B. Atem, Schweiß) nicht mehr folgen können, teilt das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) mit, das auf seiner Webseite häufig gestellteFragen und Antworten zu Repellentien und deren gesundheitlichen Risiken zusammengestellt hat. Erhältlich sind Repellentien h...

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ÖFFNE ARTIKEL Infektiologie-Kongress

„Moderne Medizin führt zu mehr schwierigen Infektionen“

Ebola- und Hantavirus, dazu Antibiotikaresistenzen und die „unterschätzten Spätfolgen von Infektionen“: Die Themenliste des 17. Kongresses für Infektiologie und Tropenmedizin (KIT) in Köln (17. bis 20. Juni) ist lang. Die von den verantwortlichen Fachgesellschaften organisierte Online-Pressekonferenz glich daher einem Parforceritt durch den Dschungel der Infektionsmedizin. Klar wurde dabei auch: Viele Herausforderungen stammen nicht aus fernen Wäldern, sie sind hausgemacht.

„Infektionsmedizin geht uns alle an. Das hat uns nicht zuletzt die Covid-Pandemie eindringlich vor Augen geführt“, sagte Kongresspräsidentin Prof. Dr. Norma Jung (Uniklinik Köln). Auch aktuell gebe es große Herausforderungen wie den Klimawandel mit neuen Infektionsrisiken und die Zunahme multiresistenter Erreger. Im Zentrum des Kongresses stünden daher auch Diskussionen um innovative Implementierungsstrategien, ein vorausschauende Pandemievorsorge und neue Frühwarnsysteme. Kein Weg vorbei führt in diesen Zeiten auch am Thema KI: „Sie hat das Potenzial, unsere tägliche Arbeit von Routineaufgaben zu befreien und Bürokratie drastisch abzubauen. So schaffen wir zusätzlich Zeit für das Wichtigste, den Kontakt mit den Patienten, um die menschliche Empathie in der Arzt-Patienten-Beziehung wieder zu stärken“, sagte Jung.

Versorgungssituation in Deutschland

Co-Kongresspräsident Prof. Dr. Siegbert Rieg (Uniklinik Freiburg) lenkte den Blick auf die Versorgungssituation in Deutschland: „Wir werden durch die moderne Medizin, [...] mit hochpotenten Medikamenten, also Chemotherapeutika und Immunsuppressiva, […] durch immer komplexere Operationen, [...] durch temporäre Organersatzsysteme oder [...] zunehmend mehr Möglichkeiten in der Transplantationsmedizin, [...] nochmal deutlich mehr schwierig zu diagnostizierende, zu behandelnde Infektionen sehen. [Die] Patientenzahlen werden zunehmen, das Alter der Patienten steigt.“

Eine aktuelle Analyse au...

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FÜR MITGLIEDER Kollegenfrage

Einnahnezeitverschiebung bei Miniipille

Liebe Kolleginnen und Kollegen , mir ist noch eine Frage eingefallen, die für junge Leute relevant w...

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FÜR MITGLIEDER Ziemlich unbekannt:

Was tun bei Vulvodynie?

Die Vulvodynie ist in Deutschland nicht als Krankheit klassifiziert. Auch ist sie insgesamt wenig bekannt, sodass Betroffene kaum Aufklärung und Hilfe erfahren. Oft fühlen sie sich auch wenig empathisch behandelt. Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) hat einen Überblick über die Erkrankung verfasst und rät zur Aufnahme der Vulvodynie in offizielle Klassifizierungen.

Die Vulvodynie betrifft meist Frauen im gebärfähigen Alter und äußert sich durch Brennen, Stechen oder starken Juckreiz im Bereich der äußeren Geschlechtsorgane. Manche Frauen beschreiben auch messerstichartige Schmerzen oder ein Gefühl von Stromstößen im Intimbereich. Für die Diagnose einer Vulvodynie müssen die Beschwerden seit m...

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Wofür steht der änd?

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FÜR MITGLIEDER Fallbericht

Violetter Urinbeutel bei einer jüngeren Schlaganfallpatientin

Eine Patientin in ihren 40ern mit vorausgegangenem Schlaganfall, linksseitiger Hemiparese und langjähriger Immobilität fällt durch eine ungewöhnliche Verfärbung ihres Urinbeutels auf: Seit etwa zehn Tagen zeigt sich eine ausgeprägte violette Färbung, schreiben die Autoren des Falls im Fachmagazin BMC Urology.

Symptome wie Fieber oder Schmerzen treten nicht auf. Die Frau ist seit zwei Jahren dauerhaft katheterisiert und vollständig pflegeabhängig, wie es weiter heißt.

Auffälliger Befund ohne klin...

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FÜR MITGLIEDER Kollegenfrage

Chronisches CMÖ

Guten Tag,nachdem jetzt 1 Jahr kein weiteres Maculaödem auftrat, kam nunmehr das 4. Rezidiv. Behande...

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FÜR MITGLIEDER Fallbericht

Progrediente Ataxie nach Hornhauttransplantation

Eine 33-jährige Frau stellt sich mit zunächst diskretem, progredientem Hörverlust vor. Innerhalb weniger Wochen entwickelt sich eine Gangunsicherheit, die rasch in ein ausgeprägtes zerebelläres Syndrom mit Tremor, Dysarthrie und Ataxie übergeht, wie die Autoren im Fachjournal Viruses schreiben.

Bereits in der zweiten und dritten Woche treten Myoklonien sowie eine Dysphagie auf, welche die Nahrungsaufnahme beeinträchtigt und zu Gewichtsverlust führt. Parallel verschlechtert sich das Hörvermögen weiter und schränkt die Kommunikation zunehmend ein.

Rasche neurologische Verschle...

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FÜR MITGLIEDER Kasuistik

Schwere Folgen eines Bagatelltraumas beim Radeln

Ein 37-jähriger zuvor gesunder Mann stellt sich mit seit einem Tag progredienten Schmerzen und Schwellung des Skrotums vor. Die Beschwerden beginnen unmittelbar nach einer Fahrradtour mit lediglich oberflächlichen Hautabschürfungen , wie die Autoren des Fallberichts im FachjournalBMC Infect Disschreiben.

Der Patient berichtet überdies vonvorangegangenemAlkoholkonsum und längeremLiegen in Seitenlage am Tag vor der Fahrradtour. Initial erfolgte in einem externen Krankenhaus die Fehldiagnose einer Hodentorsion, jedoch ohne spezifische Therapie.

Im weiteren Verlauf verschlechtern sich die Symptome rasch: Das Skrotum vergrößert sich deutlich, die Schmerzen nehmen zu, und es zeigt sich eine livide Hautv...

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FÜR MITGLIEDER Kollegenfrage

Weißlicher, schleimiger Stuhl und Bauchkrämpfe

Liebe Kollegen,87J. alter Pat., Herzinsuffizienz, VHF, Eliquis, Urothel-CA in Remission, chronische ...

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FÜR MITGLIEDER Kasuistik

Fehldiagnose eines Herpes genitalis endet fulminant

Ein 56-jähriger Mann stellt sich mit seit zwei Tagen progredienten Schmerzen im Genitalbereich und reduziertem Allgemeinzustand vor. In der Anamnese berichtet er über ungeschützten oralen Geschlechtsverkehr vier Tage zuvor – nach anfänglicher Fehleinschätzung eskaliert die Lage rasch, wie die Autoren ihren Fall unlängst auf dem68. Kongress der Deutschen STI-Gesellschaft in Berlin vorstellten.

Klinisch zeigen sich drei vesikuläre Läsionen mit serösem Inhalt am Penis, ein ausgeprägtes Ödem des Penisschaftes sowie eine inguinale Lympha...

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FÜR MITGLIEDER Kasuistik

Drei Monate Reizhusten: Die Ursache steckte im Hals

Eine Frau mittleren Alters stellt sich mit einem seit drei Monaten bestehenden trockenen Reizhusten vor. Vorausgehende respiratorische Infekte oder relevante Vorerkrankungen verneint sie, wie die Autoren im Fachmagazin Cureus schreiben.

Die Patientin raucht aktiv und berichtet über eine frühere hohe Tabakexposition. Zusätzlich beschreibt sie ein permanentes Fremdkörpergefühl im Hals. Der Husten beeinträchtige zudemihren Schlaf erheblich und führeinzwischen sogar zu Belas...

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FÜR MITGLIEDER Kollegenfrage

Neu aufgetretene Lateralflexion des Rumpfes

Liebe Kolleginnen und Kollegen, Pat. 87J., sekundäres Parkinson-Syndrom, chronisches Schmerzsyn...

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FÜR MITGLIEDER Studie

Nitrit-Suizide in Großbritannien nehmen deutlich zu

Eine retrospektive Analyse aus Großbritannien deutet darauf hin, dass Suizide durch Natrium- oder Kaliumnitrit in den vergangenen Jahren deutlich häufiger geworden sind.

Die in BMJ Public Health publizierte Untersuchung analysierte erstmals systematisch postmortale Nitrit- und Nitratmessungen aus Verdachtsfällen zwischen 2019 und 2024. Besonders betroffen waren demnach junge Männer. Die Autoren sehen darin ein relevantes Public-Health-Problem und fordern regulatorische Maßnahmen zur Einschränkung des Zugangs zu Nitritsalzen.

Deutlicher Anstieg der Fallzahlen seit 2019

Für die Untersuchung werteten die Autoren 274 biologische Proben aus 201 Verdachtsfällen aus, die von Gerichtsmedizinern und Polizeibehörden an das Laboratorium der Queen Mar...

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FÜR MITGLIEDER Studie

Gedächtnislücken im Alter: Vorzeichen einer Demenz?

Viele Menschen über 60 kennen das Gefühl: Ein Name will nicht einfallen oder ein Termin wird vergessen. Solche Gedächtnisprobleme gehören für viele zum Älterwerden dazu. Doch können sie auch frühe Hinweise auf eine Demenzerkrankung sein?

Eine aktuelle Studie der Universität Leipzig liefert dazu jetzt ganz neue Erkenntnisse. Die Analyse zeige, dass subjektiv wahrgenommene Gedächtnisveränderungen häufig gemeinsam mit bekannten Risikofaktoren für Demenz auftreten, wie die Autoren schreiben.

Subjektive Gedächtnisprobleme weit verbreitet

Für die von der Alzheimer Forschung Initia...

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FÜR MITGLIEDER Kollegenfrage

Migräne mit Aura und Kontrazeption

Eine 17-jährige Patientin mit bekannter Migräne mit Aura wünscht eine Erstverordnung zur Kontrazepti...

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FÜR MITGLIEDER Was bringt die Koloskopie?

Langzeit-Studie in „Lancet“ erfordert Neubewertung

Seit mehr als zwei Jahrzehnten gilt die Koloskopie als Goldstandard für die Darmkrebsvorsorge. Eine im hochrangigen Magazin „The Lancet“ veröffentlichte Auswertung von Langzeit-Daten erfordert einem Begleitkommentar zufolge nun „eine Neubewertung dessen, was die Koloskopie auf Bevölkerungsebene leisten kann – und was nicht.“

In der unter anderem vom Norwegian Research Council und von norwegischen Fachgesellschaften finanzierten Studie („multinational, bevölkerungsbasiert, randomisiert, kontr...

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FÜR MITGLIEDER Statine

Mögliche Ursache für Muskelschmerzen gefunden

Statine sind aus der kardiovaskulären Prävention kaum wegzudenken. Doch wenn unter der Therapie die Muskeln schmerzen, geraten Nutzen und Verträglichkeit schnell in Konflikt. Eine neue Studie liefert nun eine mögliche Erklärung, warum Statine bei manchen Patienten die Muskeln belasten.

Statine senken das kardiovaskuläre Risiko und gehören zu den am häufigsten verordneten Medikamenten. Ihre muskuläre Verträglichkeit entscheidet im Behandlungsalltag jedoch oft darüber mit, wie gut eine Therapie fortgeführt werden kann. „Leider führen Muskelnebenwirkungen dazu, dass manche Menschen ihre Dosis reduzieren oder die Einnahme des Medikaments ganz beenden“, betont Seniorautor Jonathan Schertzer in einer Mitteilung der McMaster University.

Mit seinem Team untersuchte er in einer in Science Advances veröffentlichten Studie, über welchen...

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FÜR MITGLIEDER Kollegenfrage

partial rupturierte Tibialis posterior Sehne

Wie behandelt man eine partial rupturierte Tibialis posterior Sehne mit dadurch entstandener chronis...

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