Wofür steht der änd?

ÖFFNE ARTIKEL Fallbericht

Ein Gift mit vielen Gesichtern

Seit Wochen leidet ein zehnjähriger Junge unter heftigen Bauchschmerzen, Erbrechen und zunehmender Schwäche. Als plötzlich Sehstörungen und auffällige Verhaltensänderungen hinzukommen, führt die Diagnostik zunächst in eine seltene metabolische Richtung. Die tatsächliche Ursache findet sich schließlich zu Hause.

Ein zuvor gesunder zehnjähriger Junge wird wegen seit mehr als zwei Monaten bestehender starker kolikartiger Bauchschmerzen, Obstipation und wiederholten Erbrechens an die Uniklinik RWTH Aachen überwiesen. Innerhalb von sechs Wochen hat er sieben Kilogramm Gewicht verloren, eine orale Nahrungsaufnahme ist kaum noch möglich. Über den Fall berichtet ein Team der RWTH Aachen in Frontiers in Pediatrics.

Zuvor hat der Junge wegen der Beschwerden mehrfach Ärzte aufgesucht. Diese werden zunächst als anhaltender Magen-Darm-Infekt eingeordnet. Auch eine diagnostische Laparoskopie bringt keine Erklärung für die Beschwerden.

Während des stationären Aufenthalts treten mehrmals täglich heftige Bauchschme...

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ÖFFNE ARTIKEL Zucker in Schwangerschaft und Kindheit

Langfristige Spuren bis ins Erwachsenenalter

Wie stark prägt die Ernährung ganz am Anfang des Lebens die Gesundheit Jahrzehnte später? Eine historische Besonderheit in Großbritannien liefert nun Hinweise darauf, dass die Zuckerverfügbarkeit in Schwangerschaft und früher Kindheit langfristig eine Rolle spielen könnte.

Die ersten Lebensjahre gelten als sensible Phase für die körperliche und neurologische Entwicklung. Ob die Menge an Zucker, die während Schwangerschaft und früher Kindheit verfügbar ist, auch Jahrzehnte später mit der psychischen Gesundheit zusammenhängt, lässt sich in klassischen Ernährungsstudien jedoch kaum untersuchen.

Forschende nutzten deshalb eine historische Besonderheit: In Großbritannien war Zucker während und noch mehrere Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg rationiert. Je nach Geburtszeitpunkt erlebten Menschen also während Schwangerschaft und früher Kindheit unterschiedlich lange eine Zeit, in der Zucker nur begrenz...

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FÜR MITGLIEDER Kollegenfrage

HPV Impfung

HPV Impfung auch für promiskuitive Erwachsene sinnvoll? ...

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ÖFFNE ARTIKEL Notfallmedizin

Zu oft im Blindflug zum Vergiftungsfall

Vergiftungen gehören in Rettungsdienst und Notaufnahme zum Alltag – doch ausgerechnet bei der toxikologischen Ausbildung sehen viele Beschäftigte erhebliche Defizite. Eine bundesweite Umfrage zeigte: Bei Informationsbedarf wird häufig selbst im Internet recherchiert.

Vergiftungen sind in der deutschen Akutmedizin keineswegs selten, schreiben die Autoren eingangs im Fachjournal Med Klin Intensivmed Notfmed. In einer bundesweiten Befragung schätzten Beschäftigte aus Rettungsdienst, Notaufnahme und Intensivmedizin, dass Intoxikationen im Median etwa fünf Prozentihrer Patienten ausmachten. Mehr als jeder Fünfte gab an, täglich oder sogar mehrmals täglich Vergiftete zu versorgen, rund jeder Dritte mehrmals pro Woche. Besonders häufig ging es dabei um Alkohol und Drogen, gefo...

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ÖFFNE ARTIKEL Mehr als reiner Infektionsschutz

Was wissen wir über heterologe Impf-Effekte?

Impfungen schützen vor einem schweren Verlauf einer Krankheit oder vor einer Infektion an sich. Aber nicht nur: Viele Impfungen haben auch zusätzliche - „nicht-spezifische“ oder heterologe – Effekte und wirken sich beispielsweise auf das Risiko für Krebs, Demenz und Herz-Kreislauf-Ereignisse aus. Das Science Media Center Germany (SMC) hat Forschende gefragt, welche nicht-spezifischen Effekte von Impfungen bekannt sind und wie weitreichend diese bereits belegt sind. Im Folgenden, in gekürzter Form, einige Statements der Fachleute:

„Impfungen wirken über den Schutz vor dem Impferreger allein hinaus, das ist unbestritten“, wird Prof. Dr. Christoph D. Spinner, Infektiologe am TUM Klinikum in München, zitiert. Zwei Effekte seien besonders erkennbar: „Erstens, der kardiovaskuläre Schutz: Wer sich gegen Atemwegserreger wie Influenzaviren, Pneumokokken oder SARS-CoV-2 impfen lässt, hat ein geringeres Risiko für einen Herzinfarkt oder einen Schlaganfall. Die Vakzine verhindern systemische Entzündungskaskaden und damit das Einreißen von Gefäßplaques oder die Zunahme einer weiteren Gefäßverengung.“ Der zweite Effekt betreffe den Mechanismus der heterologen Immunität (‚trainierte Immun...

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FÜR MITGLIEDER Kollegenfrage

Immer wieder leicht erhöhtes Kalium – wie weit abklären?

58-jährige Patientin, ansonsten gesund, bei Routinekontrollen wiederholt Kalium zwischen 5,3 und 5,6...

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ÖFFNE ARTIKEL Ovarialkarzinom

Eileiter entfernen „sobald sich Gelegenheit ergibt"

Neue Empfehlungen zur prophylaktischen Salpingektomie: Fachleute des American College of Obstetricians and Gynecologists (ACOG) sprechen sich nun deutlicher dafür aus, die Entfernung beider Eileiter bei geeigneten, ohnehin geplanten Operationen anzubieten, um das Risiko für ein Ovarialkarzinom zu senken.

„Es ist schon seit geraumer Zeit bekannt, dass die meisten epithelialen Eierstockkrebserkrankungen ihren Ursprung im Eileiter haben“, wird Dr. David I. Shalowitz, Leiter der Onkologie bei Corewell Health in Grand Rapids, Michigan, in einem Artikel, veröffentlicht in JAMA, zitiert.

Etwa 80 Prozent der hochgradig serösen Karzinome entstehen in den Fimbrien. Je nach familiärem Risiko wird Betroffenen von gewissen genetischen Varianten bereits jetzt schon empfohlen, die Tuben und Ov...

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ÖFFNE ARTIKEL Kommentar

Fallberichte: Alles nur Kuriositätenkabinett?

Von Dr. Ulrike Koock, Leiterin der änd-Medizinredaktion

Manchmal, wenn ich an meinem Schreibtisch sitze und interessante, medizinische Fallberichte suche, um darüber zu schreiben, frage ich mich bei manchen kuriosen Geschichten: „Geht das nicht zu weit? So etwas passiert in einem Mediziner-Alltag nicht!“

Aber doch, kuriose Geschichten kommen immer wieder im Medizineralltag vor. Da spricht die Ärztin aus mir. Wie es so schön in der Medizin heißt: Es gibt nichts, was es nicht gibt. Als ich einmal über den in einem Fachmagazin publizierten Fall eines jungen Mannes schrieb, der sich ein USB-Kabel in die Harnröhre eingeführt hat und es nicht mehr entfernen konnte, musste ich sofort an eine Geschichte aus meiner Zeit in der Notaufnahme denken.

Von Zahnbürsten und HIV

Ein Ko...

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FÜR MITGLIEDER Kollegenfrage

Prozedur-assoziierter Myocardinfarkt

Gibt es Statistiken, wie häufig der prozedur-assoziierter MI innerhalb von 30 Tagen gezählt wurde?&n...

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ÖFFNE ARTIKEL Verschobene Essenszeiten am Wochenende

Eating Jetlag belastet das Herz

Frühstück vor der Arbeit, später Brunch am Wochenende: Für viele Menschen verschieben sich die Essenszeiten zwischen Arbeits- und freien Tagen deutlich. Eine große französische Kohortenstudie deutet darauf hin, dass dieser „Eating Jetlag“ auch für die Herzgesundheit eine Rolle spielen könnte – zumindest bei Männern.

Arbeitszeiten strukturieren häufig nicht nur Schlaf und Freizeit, sondern auch die Mahlzeiten. An freien Tagen verschiebt sich dieser Rhythmus dagegen oft. Als „Eating Jetlag“ bezeichnen Forschende Unterschiede im zeitlichen Essensrhythmus zwischen Arbeits- und freien Tagen.

Ob solche Verschiebungen langfristig mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen zusammenhängen, untersuchte nun ein französisches Forschungsteam anhand der prospektiven NutriNet-Santé-Kohorte. Die Ergebnisse wur...

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ÖFFNE ARTIKEL Fallbericht

Mentos und Limo: keine gute Kombi­nation für ein Kind

Die Kombination aus Minzbonbons (Mentos) und kohlensäurehaltiger Limonade kann bekanntermaßen zu heftiger Sprudelbildung führen. Zahlreiche Videos von hochschäumenden Flüssigkeiten existieren in den Weiten des Internets. Im Magen eines dreijährigen Jungen vertrug sich die kulinarische Zusammenstellung auch nicht sonderlich gut.

Vier Rollen Mentos® (insgesamt 56 Stück) und zwei Liter Zitronenlimonade (Sprite®) – so viel hatte der kleine Junge innerhalb von zwei Tagen zu sich genommen, als er von seinen Eltern in eine Klinik in den USA gebra...

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FÜR MITGLIEDER Kollegenfrage

Prozedur-assoziierter Myocardinfarkt

Gibt es Statistiken, wie häufig der prozedur-assoziierter MI innerhalb von 30 Tagen gezählt wurde?&n...

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ÖFFNE ARTIKEL Mikroplastik in Lunge und Gefäßen

Was sich aus den Gewebefunden ableiten lässt

Mikro- und Nanoplastik ist längst nicht nur ein Umweltproblem. Die Partikel werden inzwischen auch im menschlichen Gewebe gefunden. Auf dem ESPEN-Kongress wurden neue Befunde zu Auswirkungen auf Herz und Gefäße vorgestellt.

Francesco Prattichizzo vom IRCCS MultiMedica in Mailand begann seinen Vortrag mit dem inzwischen vielfach belegten Nachweis von Mikro- und Nanoplastik in menschlichen Proben und Geweben. Auf dem 48. Kongress der European Society for Clinical Nutrition and Metabolism (ESPEN) in Berlin konzentrierte er sich darauf, was bisher über Vorkommen in Gefäßen und atherosklerotischen Plaques sowie über mögliche Zusammenhänge mit kardiovaskulären Ereignissen bekannt ist.

Kunststoffpartikel finden sich in atherosklerotischen Plaques

Besondere ...

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ÖFFNE ARTIKEL Fallbericht

Wenn der Laptop zum dermatologischen Problem wird

Ein Junge entwickelt unklare Hautveränderungen am Bauch, die nach einem Anpralltrauma aufgetreten sind, und stellt sich in einer Klinik vor. Doch im Laufe der folgenden Wochen wird das vermeintilche Hämatom immer größer, so dass nun auch andere Ursachen in Augenschein genommen werden.

Ein Junge im mittleren Kindesalter stellt sich mit einem vermeintlich spontanen Bluterguss in der pädiatrischen Notaufnahme in Großbritannien vor. Seit etwa einer Woche besteht im rechten Oberbauch eine zunächst rötlich-braune Hautveränderung. Sie ist weder schmerzhaft noch juckend und verändert ihre Größe zunächst nicht. An ein Trauma können sich weder der Junge noch seine Eltern erinnern. Weitere Beschwerden bestehen nicht, berichten die Autoren im Journal B...

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FÜR MITGLIEDER Kollegenfrage

Lasertherapie Warzen aktinische Keratosen

Privatkasse verweigert laserchirurgische Behandlung  ( bei Warzen und aktinischen Keratosen ) d...

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FÜR MITGLIEDER Kasuistik

Schwindel als erstes Warnsignal

Eine 71-jährige Chinesin stellt sich wegen seit mehr als einem Jahr intermittierend auftretenden Schwindels vor, der sich seit zwei Monaten deutlich verstärkt. Gleichzeitig bemerkt die Familie Gedächtnislücken und verlangsamte Reaktionen – die Diagnose istniederschmetternd und rasch letal.

Die Patientin weist vorab keine relevante medizinische Vorgeschichte auf. Wegen des Schwindels suchte sie bereits andere Kliniken auf. Seit etwa zwei Monaten fielAngehörigen zusätzlich auf, dass sie gelegentlich die Namen von Bekannten vergisst und etwas langsamer reagierte, schreiben die Autoren des Fallberichts eingangs im Journal of Medical Case Reports.

Eine Diffusionswichtung der kraniellen MRT zeigt schließlich auffällige Signalanhebungen im Kortex beider Temporal-, Okzipital-, Parietal- und Frontallappen sowie im linken Inselkortex. Im EEG finden sich diffuse gemischte langsame Wellen mit einer Frequenz von 3 bis 5 Hz und wechselnder Amplitude, die vorwiegend anterior auftreten.

Aufgrund diesesMRT-Befunds empfehlen die behandelnden Ärzte eine weitere Abkl...

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FÜR MITGLIEDER Fallbericht

Die Quittung für unbekümmerte Jahre

Ein Mann in den Sechzigern beklagt eine zunehmende Schwellung des Knies und es besteht der Verdacht auf eine Arthritis. Er hat kaum Schmerzen – angesichts der ausgeprägten Zerstörung des Gelenks ist das verwunderlich. Doch seine Vorgeschichte erklärt den ausgeprägten Befund und führt letztlich zur Diagnose.

Ein 62-jähriger Mann stellt sich mit einer seit neun Monaten progredienten Monoarthritis des rechten Knies vor. In der Anamnese berichtet der Patient über ein riskantes Sexualverhalten sowie eine zurückliegende Behandlung einer chronischen zervikalen Lymphadenopathie vor etwa 40 Jahren. Der Fallbericht erschien auf der Plattform Cureus.

Ausgedehnte Destruktion – ohne Schmerzen

Bei der Unters...

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FÜR MITGLIEDER Kollegenfrage

rez. HSV Auftreten

49 jähriger Mann, schlank, keine Vorerkrankungen, bekannter Lippenherpes mit rez. Augenbeteiligung. ...

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FÜR MITGLIEDER Dyslipidämie

Millionen neue Statin-Empfehlungen durch US-Leitlinien-Update

Die aktualisierte US-Leitlinie zum Management der Dyslipidämie empfiehlt eine Statintherapie zur Primärprävention künftig für deutlich mehr Menschen als bisher – die Zahlen gehen in die Millionen. Das betrifft insbesondere Personen mit bislang niedrigerem kardiovaskulärem Risiko. Wie ist die Lage in Deutschland?

Die Studie erschien in JAMA Cardiology. Anhand repräsentativer Daten der US-amerikanischen National Health and Nutrition Examination Survey (NHANES) untersuchten die Autoren, wie sich die 2026 veröffentlichte Leitlinie der American Heart Association (AHA), des American College of Cardiology (ACC) und weiterer Fachgesellschaften auf die Zahl der Erwachsenen auswirkt, für die eine Statintherapie zur Primärprävention empfohlen wird.

Was ä...

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FÜR MITGLIEDER Fallbericht

Er reckte sich und streckte sich – und war gelähmt

Ein gesunder 17-Jähriger stellte sich in einer Notaufnahme mit plötzlicher beidseitiger Schwäche und Taubheit beider Arme vor. Er habe sich beim Lernen eigentlich nur gestreckt – anschließend kam es zu einer rasch voranschreitenden Tetraparese.

Der junge Mann beschreibt, dass er beim Strecken ein„knackendes“ Geräusch vernommen habe. Innerhalb weniger Stunden waren erst seine Arme von einer Taubheit und Schwäche betroffen, schließlich auch seine Beine, sodass der Patient nicht mehr gehfähig ist. Der Fallbericht erschien auf der Plattform Cureus.

Akute Tetraparese

Bei der neurologischen Untersuchung zeigen sich ausgeprägte motorische Defizite mit einer distalen Schwäche der oberen Extremitäten (Handkraft 3/5) sowie einer deutlichen proximalen Schwäche beider Beine (Kraft bei Hüftbeu...

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FÜR MITGLIEDER Kollegenfrage

HPV Impfung

HPV Impfung auch für promiskuitive Erwachsene sinnvoll? ...

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FÜR MITGLIEDER ME/CFS

Mit Ende 30 in den assistierten Suizid

Die Patientin stellt sich initial nach akuter Infektion mit dem Epstein-Barr-Virus (EBV) mit typischen Symptomen wie Halsschmerzen, Dysphagie, Tonsillenschwellung und ausgeprägter Fatigue vor. Innerhalb von zwei Monaten verschlechtert sich ihre Situation zudem deutlich, wie die Autoren des Fallberichts im Fachmagazin Cureus schreiben.

Die junge Frau entwickelt ein komplexes Beschwerdebild mit persistierender Fatigue, Belastungsintoleranz und post-exertioneller Malaise (PEM). Hinzu kommen kognitive Einschränkungen im Sinne eines „brain fog“, Schwindel, gastrointestinale Beschwerden sowie ausgeprägte Schlafstörungen.

Die Fatigue bessert sich nicht durch Ruhe und verschlechtert sich durch minimale körperliche oder mentale Aktivität.

Diagnosestellung und...

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FÜR MITGLIEDER Kasuistik

Tod zweier Schwestern: Mord, Suizid oder Unfall?

Eine 17-Jährige bricht nachts im gemeinsamen Schlafzimmer neben ihrer Mutter und ihrer 31-jährigen Schwester zusammen. Sie erbricht, liegt bewusstlos auf dem Bett, wirkt blass und zeigt blau verfärbte Lippen. Wenige Stunden später findet die Mutter auch die ältere Schwester tot auf, wie die Autoren des Falberichts aus Polenim International Journal of Molecular Sciences schreiben.

Gegen 3 Uhr morgens hört die Mutter ihre jüngere Tochter erbrechen. Die 17-Jährige liegt bewusstlos und noch in der Kleidung des Vortags auf ihrem Bett. Neben ihr steht eine Schüssel mit überwiegend flüssigem Erbrochenem. Die Jugendliche ist blass, ihre Lippen erscheinen blau, zudem zeigt sich eine Bissverletzung der Zunge. Nach Angaben der Mutter atmete sie zu diesem Zeitpunkt noch.

Etwa zehn Minuten nach dem Notruf trifft der Rettungsdienst ein. Die Einsatzkräfte stellen einen Herz-Kreislauf-Stillstand mit pulsloser elektrischer Aktivität fest und beginnen die Reanimation. Nach rund 30 Minuten stellt sich vorübergehend ein Sinusrhythmus ein, etwa fünf Minuten später tritt erneut eine pulslose elektrische Aktivität auf. Unter fortgesetzter Reanimation gelangt die Jugendliche in die Notaufnahme. Dort beenden die Ärzte die Wiederbelebungsmaßnahmen und stellen um 4:57 Uhr den Tod fest. Da die Ursache unklar bleibt, schalten die Beteiligten Polizei und Staatsanwaltschaft ein.

Wenige Stunden später stirbt auch die ältere Schwester

Während die Mutter ihre jüngere Tochter ins Krankenhaus begleitete, betreuteein sehbehinderter Nachbar die 31-jährige Schwester. Die junge Frau lebt mit einer...

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FÜR MITGLIEDER Kollegenfrage

ASS oder nicht empfohlen?

Liebe Kollegen, erbitte Rat in  folgendem Fall:  24 jährige Erstgravida, 13. Schwangerscha...

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FÜR MITGLIEDER Interview

Mit oder ohne – weniger Einmalhandschuhe, mehr Schutz?

Viele greifen im Klinik- und Praxisalltag fast automatisch zu Einmalhandschuhen – oft in der Annahme, damit Patienten und sich selbst besser zu schützen. Doch genau dieser Reflex kann kontraproduktiv sein. Warum weniger Handschuhe in vielen Situationen sogar mehr Hygiene, mehr Sicherheit und zugleich mehr Nachhaltigkeit bedeuten, erklärt Jonas Loff vom Kompetenzzentrum für klimaresiliente Medizin und Gesundheitseinrichtungen (KliMeG)im Interview.

Herr Loff, SIe sind u. a. beim KliMeG – Kompetenzzentrum für klimaresiliente Medizin und Gesundheitseinrichtungen tätig. Worum handelt es sich dabei und was sind dessen Aufgaben?

Rund fünf Prozent der deutschen Treibhausgasemissionen entstehen im Gesundheitswesen bzw. in seinen vorgelagerten Lieferketten. Gleichzeitig ist das Gesundheitswesen selbst stark von den Folgen des Klimawandels betroffen, etwa durch Hitzewellen, andere Extremwetterereignisse oder zunehmende psychische Belastungen. KliMeG unterstützt bettenführende Gesundheitseinrichtungen dabei, sich klimafreundlicher und klimaresilienter aufzustellen. Als Kompetenzzentrum bieten wir eine Wissens- und...

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FÜR MITGLIEDER Gesundheitsrisiko Mückenschutzmittel

Nicht alle Mittel für Kinder unter zwei geeignet

Wenn die Sommerabende lang und warm sind kommen auch die Mücken: Repellentien helfen, die Plagegeister fernzuhalten und schützen so vor unangenehmen Stichen und Krankheiten. Falsch angewendet sind die Mittel aber auch ein Risiko für Augen, Haut- und Schleimhäute, warnt das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR). Vor allem für Kinder unter zwei Jahren sind manche Mittel nicht geeignet.

Der Fachbegriff „Repellentien“ bezeichnet Insekten- und Zeckenschutzmittel, also Substanzen, die Insekten, Zecken und andere Schädlinge abschrecken und Menschen vor lästigen Bissen oder Stichen schützen sollen. Die Mittel blockieren oder stören die Geruchsrezeptoren der Tiere, sodass sie menschlichem Geruch (z.B. Atem, Schweiß) nicht mehr folgen können, teilt das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) mit, das auf seiner Webseite häufig gestellteFragen und Antworten zu Repellentien und deren gesundheitlichen Risiken zusammengestellt hat. Erhältlich sind Repellentien h...

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FÜR MITGLIEDER Kollegenfrage

no-burp-Syndrom

Kennen Sie jemanden, der die Botox-Injektionen beherrscht? Gerne im süddeutschen Raum....

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FÜR MITGLIEDER Fallbericht

Vom ersten Erbrechen bis zur Reanimation in wenigen Stunden

Eine Frau Anfang 40 stellt sich mit Schwindel, allgemeiner Schwäche sowie drei Episoden von Erbrechen in der Notaufnahme vor. Bei zunächst unspezifischer Anamnese sind die körperlichen Befunde im wahrsten Sinne des Wortes ein Schock.

Die Patientin berichtet ferner über unspezifische thorakale Beschwerden undseit mehreren Monaten intermittierende Palpitationen.Weitere kardiale, neurologische, gastrointestinale oder respiratorische Symptome bestehen zunächst nicht. In den vergangenen Wochen fühlte sie sich psychisch belastet, berichten die Autoren des Fallberichts im Fachmagazin Cureus.

Bei Aufnahme bereits Schocksymptomatik

Bei Aufnahme präsentiert sich die Patientin blass, tachykard (126/min) und tachypnoisch (30/min), der Blutdruck liegt bei 100/80 mmHg. Klinisch zeigt sich lediglich ein Druckschmerz im rechten Unterbauch, neurologische Ausfälle bestehen nicht. Das EKG weist eine Sinustachyk...

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FÜR MITGLIEDER Kasuistik

25-Jährige suizidiert sich mit 12 Gramm Koffein

Eine junge Frau kommt nach einem Suizidversuch mit Palpitationen, Schwindel, wiederholtem Erbrechen und psychomotorischer Agitation in eine toxikologische Notaufnahme, schreiben die Autoren des Fallberichts im Journal of Xenobiotics.

Etwa eine Stunde zuvor nahmdie Patientin aus Bulgarien mutmaßlich suizidaler Absicht 60 frei im Internet erhältliche Koffeintabletten mit jeweils 200 mg Wirkstoff ein. Die geschätzte Gesamtdosis liegt damit bei 12 g reinem Koffein. Trotz rascher gastrointestinaler Dekontamination und intensivmedizinischer Therapie entwickelt die Patientin innerhalb weniger Stunden Krampfanfälle, eine extreme ventrikuläre Tachykardie, einen exotoxischen Schock und eine toxische Kardiomyopathie. Die Intoxikation endet schließlich letal (Verlaufsgrafik).

Tachykardie und Hypotonie schon bei der Aufnahme

Nach der Tabletteneinnahme informierte die Frau ihre Schwester und erbrach sichmehrfach, bevor der Rettungsdienst sie in die Klinik bringen kann. Bei der Aufnahme ist sie wach, ansprechbar und orientiert, zeigt jedoch eine ausgeprägte ...

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FÜR MITGLIEDER Kollegenfrage

Prozedur-assoziierter Myocardinfarkt

Gibt es Statistiken, wie häufig der prozedur-assoziierter MI innerhalb von 30 Tagen gezählt wurde?&n...

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