Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse

„Die Verfahren dauern eindeutig zu lange“

Ohne den Zustrom von Ärztinnen und Ärzten aus anderen Ländern wäre die Versorgung in der derzeitigen Form kaum noch zu gewährleisten, meint der Präsident der Ärztekammer Westfalen-Lippe, Dr. Hans-Albert Gehle. Doch die bürokratischen Mühlen bei der Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse mahlten immer noch viel zu langsam.

© ÄKWL/Sarah Johanna Eick

Im Fokus – Fakten und Hintergründe

Meißner zu Digitalisierung:

„Es macht keinen Sinn, darauf zu warten, dass die Gematik es eines Tages richtig macht“

Es wäre viel besser, wenn die Gematik eine „sinnvolle Digitalisierung“ machen würde, betonte der Baiersbronner Hausarzt Prof. Dr. Wolfgang von Meißner, im Gespräch mit dem änd. Darauf zu warten, mache allerdings keinen Sinn. Deshalb habe seine Gemeinschaftspraxis in Zusammenarbeit mit ihrem PVS-Anbieter eine eigene App entwickelt.

KBV-Chef Gassen zu Patientensteuerung

„Das müssen wir gemeinsam schultern“

Schlafmützigkeit hat der Hausärzteverband der Kassenärztlichen Bundesvereinigung beim Thema Patientensteuerung vorgeworfen. KBV-Vorstandschef Dr. Andreas Gassen ruft die Hausärzte zu mehr Sachlichkeit auf. Patientensteuerung könne nur gemeinsam gelingen.

Bundes-Klinik-Atlas gestartet

Lauterbach: „Der Facharztstandard ist nicht mehr da“

Viel Kritik gab es im Vorfeld am Transparenzregister. Am Freitagmittag ist es als Bundes-Klinik-Atlas online gegangen. Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach verteidigt das neue Portal. Es schaffe dringend notwendige Transparenz.

Ersatzkassen:

HzV-Verträge teuer und keine Entlastung

Wie stehen die Krankenkassen zur Steuerung der ambulanten Versorgung über die hausärztlichen Praxen? Zumindest der Ersatzkassenverband kann der Debatte über ein Primärversorgungsmodell nicht viel abgewinnen.

Interview

„Die wenigsten Hausärztinnen und Hausärzte fahren Porsche“

Macht die Entbudgetierung die hausärztliche Tätigkeit attraktiv? Zumindest verhindert sie, dass die alten Hasen vorzeitig hinwerfen, meint Doris Höpner, die gemeinsam mit Dr. Sandra Blumenthal seit kurzem den Hausärzteverband BDA Berlin-Brandenburg leitet. Im Interview mit dem änd erläutern die beiden, warum Planungssicherheit noch wichtiger ist.

Klinikreform

Bundesrechnungshof senkt den Daumen

Der Bundesrechnungshof hat die am Mittwoch beschlossene Krankenhausreform in einem Gutachten scharf kritisiert: Die Reform sei teuer und rechtlich fragwürdig. Zudem sei nicht abzusehen, welchen Effekt sie haben wird.

BPI-Hauptversammlung

Starke Plädoyers für Entbürokratisierung

Vertreter aus Pharmaindustrie, Politik und Krankenkassen haben am Mittwoch in Berlin einen deutlichen Bürokratieabbau im Gesundheitssystem gefordert. Auch Unionsfraktionschef Friedrich Merz meldete sich zu dem Thema.

Lauterbach zur Krankenhausreform

„Es wird keine Insolvenzwelle geben“

Das Bundeskabinett hat am Mittwoch den Entwurf für die Krankenhausreform beschlossen. Im Anschluss erklärte Gesundheitsminister Karl Lauterbach, warum die Reform Ärzte und Pflegepersonal entlastet und warum er nicht mit einer Insolvenzwelle rechnet.

Abrechnungsbetrug

Oberstaatsanwältin sieht „hohe kriminelle Energie“ bei einigen Ärzten

Einen Großteil der aufgedeckten Betrugsfälle im Gesundheitswesen macht die Pflege aus. Allerdings gebe es gerade beim Abrechnungsbetrug durch Ärzte vermutlich eine „immense Dunkelziffer“, meint die Leipziger Oberstaatsanwältin Silke Kühlborn.

Update: Stellungnahme der KBV

Gematik soll eigene Komponenten und Dienste entwickeln

Die Gematik soll ausgebaut und mit neuen Befugnissen versehen werden. Das sieht ein Entwurf des neuen Gesundheits-Digitalagentur-Gesetzes (GDAG) vor, der nun aus dem BMG zur Abstimmung in andere Ressorts gegeben wurde und der dem änd vorliegt.

Soykas Kolumne

Was bedeuten Lauterbachs Pläne für die kleinen Städte und Gemeinden?

Jeder Facharzt, der aufgibt, sei ein kleiner Erfolg für Karl Lauterbach, sagt änd-Kolumnist Dr. Matthias Soyka. Mit seinen Gesetzesplänen treibe der Gesundheitsminister die Abschaffung der selbständigen Facharztpraxen weiter voran. Doch am Ende könnten die Probleme eskalieren, warnt der niedergelassene Orthopäde in seiner aktuellen Kolumne.

Ärztetag zu umstrittenen Vorschlägen der Regierungskommission

„Aufgabe eklatant verfehlt“

Vor einer Woche sorgten die Vorschläge einer Regierungskommission zur Abschaffung der „doppelten Facharztschiene“ für Diskussionen. Am Freitag hat sich der Deutsche Ärztetag klar dazu positioniert.

Thema Fortbildung in Mainz

„Deshalb verlieren wir jeden Prozess“

Lehnt eine Ärztekammer die Zertifizierung einer gesponsorten Fortbildung ab, landet die Sache nicht selten vor Gericht – und die Kammer zieht den Kürzeren. Nun hat der Ärztetag eine neue Musterfortbildungsordnung auf den Weg gebracht, die Abhilfe schaffen soll.

CDU-Grundsatzprogramm

Gesundheit spielt nur die zweite Geige

Das neue Grundsatzprogramm der CDU steht. Titel: „In Freiheit leben. Deutschland sicher in die Zukunft führen.“ Für Niedergelassene gibt es darin Schatten und Licht: Gesundheit ist nicht zentrale Programmatik der Union.

Interview über Nachwuchskampagne der KVWL

„Wir werden die hohe Arztdichte, die wir jetzt haben, nicht halten können“

Seit zehn Jahren betreibt die KV Westfalen-Lippe mit ihrer Kampagne „Praxisstart“ aktive Nachwuchsarbeit. Zwei, die angehende Ärztinnen und Ärzte beraten, sind Ansgar von der Osten und Constantin Rehers. Dabei sind sie häufig erst einmal damit beschäftigt, das Image der ärztlichen Niederlassung bei ihren jungen Klientinnen und Klienten aufzupolieren. Worüber sie noch alles aufklären, erzählten sie dem änd im Interview.

Mainz

Ärztetag spricht sich für Primärarztsystem aus

Der 128. Deutsche Ärztetag in Mainz hat sich für eine stärkere Steuerung der ambulanten Versorgung über die Praxen der Hausärztinnen und Hausärzte ausgesprochen. „Die Patientinnen und Patienten in Deutschland sollten für die primäre Inanspruchnahme ärztlicher Versorgung eine Arztpraxis verbindlich wählen“, heißt es in dem mit großer Mehrheit verabschiedeten Vorstandsantrag.

Abgeordnete verabschieden Resolution

„Nie wieder ist jetzt“

Zu Beginn der Arbeitssitzung des Deutschen Ärztetags haben die Abgeordneten auf „menschenverachtende Reden, Taten und Pläne“ reagiert. Mit einer Resolution wollen sie sich für Demokratie, Pluralismus und Menschenrechte starkmachen.

Lauterbach

„Wir prüfen eine Entbudgetierung auch für andere Arztgruppen“

Bundesgesundheitsminister Lauterbach hat den niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten in seiner Eröffnungsrede zum Ärztetag weitere Entbudgetierungen in Aussicht gestellt. Er werde dies prüfen. Auch Steuervorteile, um Ärzte länger im Beruf zu halten, seien denkbar. Nur bei einem Thema gab es die üblichen Phrasen des Ministers.

128. Deutscher Ärztetag

Reinhardt fordert Gesundheitsgipfel im Kanzleramt

Die Ampel muss die Gesundheitspolitik zur Chefsache machen, hat Dr. Klaus Reinhardt am Dienstag auf dem Deutschen Ärztetag in Mainz gefordert. Auch in Sachen GOÄ und „doppelte Facharztschiene“ fand der BÄK-Präsident deutliche Worte.

Protestaktion beim Deutschen Ärztetag

„Kipppunkt bei der Patientenversorgung überschritten“

Auf dem Weg in die Rheingoldhalle zum 128. Deutschen Ärztetag in Mainz sind vor der heutigen Eröffnung viele der rund 1.200 Besucherinnen und Besucher von einer Protestaktion überrascht worden.

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