Pflegekommission nimmt Arbeit auf
Millionen Menschen sind in Deutschland auf Pflege angewiesen, doch die Kosten laufen aus dem Ruder. Eine Expertenkommission soll innerhalb kurzer Zeit Vorschläge für eine große Reform machen-
Millionen Menschen sind in Deutschland auf Pflege angewiesen, doch die Kosten laufen aus dem Ruder. Eine Expertenkommission soll innerhalb kurzer Zeit Vorschläge für eine große Reform machen-
Eine unzutreffende Diagnose in den Abrechnungsdaten kann Patienten jahrelang verfolgen. Der aktuelle bayerische Datenschutzbericht deckt bürokratische Hürden bei den Krankenkassen auf und zeigt, warum Praxen für Korrekturen unersetzlich sind. Zudem rügt der Landesbeauftragte automatische Diagnose-Übernahmen und endlose Aufbewahrungsfristen.
Eine Milliarde Euro mehr Honorar sollen die niedergelassenen Ärzte im kommenden bekommen: Für den GKV-Spitzenverband ein Beleg dafür, dass die Praxen trotz Spargesetz nicht schlechter dastehen. Nun kommt scharfer Widerspruch vom Virchowbund. Der Verband spricht von „Fantasiezahlen“ und wirft den Krankenkassen vor, die wirtschaftliche Lage der Praxen schönzurechnen.
Die Zahl der ambulanten Notfallbehandlungen in den Kliniken hat sich in den vergangenen zehn Jahren in einigen Häusern mehr als verdoppelt, zeigt der Barmer-Krankenhausreport. Kassen-Chef Straub fordert eine verpflichtende Ersteinschätzung.
Führungswechsel an der Spitze des Berufsverbandes für Orthopädie und Unfallchirurgie (BVOU): Die Mitgliederversammlung wählte Dr. Anna-Katharina Doepfer zur neuen Präsidentin. Die Hamburger Orthopädin will sich vor allem für eine bessere Vergütung ärztlicher Leistungen und den Erhalt der Freiberuflichkeit einsetzen.
Ärzte müssen potenzielle Nierenlebendspender umfassend über den dauerhaften Verlust an Nierenfunktion aufklären. Andernfalls drohen persönliche Haftungsrisiken. Ein entsprechendes Urteil des Oberlandesgerichts (OLG) Frankfurt am Main ist jetzt rechtskräftig.
Er arbeitete in einer Praxis der Influencer „Dr. Rick und Dr. Nick“, führte 466 Behandlungen durch, aber ist gar kein Arzt: Ein 28-Jähriger musste sich vor dem Landgericht Konstanz verantworten.
Die KV Hessen warnt vor betrügerischen Telefonanrufen: Patientinnen und Patienten berichteten in den letzten Wochen vermehrt, von vermeintlichen Mitarbeitenden des Patientenservice angerufen und nach Finanzdaten gefragt worden zu sein.
Die EU-Kommission sieht die geplante digitale Arztterminvermittlung über das KV-System kritisch. Private Plattformanbieter könnten benachteiligt werden. Die Kassenärztliche Vereinigung Bayerns (KVB) hält dagegen.
Ausgerechnet zum Start der Grippeimpfsaison warten zahlreiche Hausarztpraxen auf bestellten Impfstoff. Bayerns Hausärztechef Wolfgang Ritter fordert Konsequenzen für das Bestellsystem.
Der Einsatz von Physician Assistants (PAs) kann niedergelassene Ärztinnen und Ärzte entlasten und die Patientenversorgung verbessern. Das zeigt der Zi-Zwischenbericht zu einem Modellprojekt der KV Nordrhein. Eine zentrale Herausforderung bleibt indes die Finanzierung.
Kinderärztin Dr. Bea Merscher, bekannt für ihre scharfe Kritik am Bundeskanzler, hat jetzt eigene Vorschläge für einen Umbau des Gesundheitssystems vorgelegt. Unter anderem will sie eine Bürgerversicherung.
Die Kritik an der CSU-Forderung, Hausärzte müssten künftig 80 Prozent ihrer Patienten abschließend behandeln, wächst. Nun warnen auch die niedergelassenen Gastroenterologen vor den Folgen einer solchen Quote. Sie verweisen vor allem auf die Versorgung chronisch kranker Patienten.
Weniger Termine wegen der Streichung der TSVG-Vergütung? Für den GKV-Spitzenverband sind solche Warnungen aus der Ärzteschaft nicht nachvollziehbar. Die Ärztinnen und Ärzte erhielten im kommenden Jahr schließlich über eine Milliarde Euro mehr Honorar, betont Vorstandsvize Stoff-Ahnis.
Auf der einen Seite mangelt es an Augenärzten, auf der anderen an Zahnärzten oder Orthopäden. Einfach über die Grenze zum Arzt gehen, ist kompliziert. Das soll sich ändern.
Neue Notfallzentren, zentrale Terminvergabe, zusätzliche Aufgaben: Der Hausärzteverband Sachsen-Anhalt warnt die Bundesregierung vor den Folgen ihrer Reformpolitik für die Praxen. Besonders eine geplante Verpflichtung zur Terminmeldung stößt auf Kritik. Verbandschef Torsten Kudela sieht die Versorgung der Stammpatienten in Gefahr.
Ein Kinderarzt empfiehlt ein Sicherheitsprodukt, eine Praxis zeigt Behandlungsergebnisse, ein Medfluencer wirbt für Nahrungsergänzungsmittel. Was auf Social Media alltäglich wirkt, kann für Ärzte rechtliche Folgen haben. Medizinrechtlerin Angelika Diarra erklärt, welche Grenzen Praxen kennen sollten.
Zum Jahresende schließt die Bereitschaftsdienstpraxis in Neunkirchen. Doch dabei könnte es nicht bleiben. Die KV Saarland warnt, dass die Notfallreform weitere Standorte gefährden könnte. Zugleich müssten Vertragsärzte zusätzliche Dienste übernehmen – ohne ausreichende Gegenfinanzierung, kritisiert die KV.
Eine diabetologische Schwerpunktpraxis verlässt sich auf die Auskunft überweisender Hausärzte und rechnet DMP-Leistungen ab. Doch sechs Patienten waren nicht wirksam eingeschrieben. Die KV fordert Honorar zurück und bekommt vor Gericht recht.
Mehr Anreize für die Niederlassung, eine verlässliche Vergütung und ein Primärversorgungssystem ohne starre Zugangshürden: Der Bayerische Ärztinnen- und Ärztetag stellt diverse Forderungen an die Gesundheitspolitik. Dabei pochen die Delegierten auf mehr ärztlichen Einfluss bei geplanten Reformen.
Privatärztliche Leistungen ohne Praxissoftware abrechnen – direkt über das Smartphone. Das verspricht die App Doctordocs. Wir haben den Entwickler gefragt, wie zuverlässig die GOÄ-Hinweise sind und was Ärzte bei Datenschutz und Aufbewahrung beachten müssen. Nicht alle Fragen sind abschließend geklärt.
Nach zehn Jahren an der Spitze der Landesärztekammer Rheinland-Pfalz zieht sich Günther Matheis aus der Berufspolitik zurück. Auch Vizepräsident Michael Fink beendet nach 25 Jahren seine Amtszeit. Anfang November wird die Nachfolge gewählt.
Das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit und der Hausärztinnen- und Hausärzteverband stellen neue Materialien zur Organspende bereit. Sie sollen Praxen bei der Patientenaufklärung unterstützen. Der Verband verweist zugleich auf die gestrichene Vergütung für die hausärztliche Beratung.
1517 forderte Martin Luther die Kirche heraus. Gut 500 Jahre später richtet sich ein neues Bündnis gegen die Digitalpolitik der Bundesregierung. Mit 95 Thesen wollen Ärzte, IT-Fachleute und der frühere Bundesdatenschutzbeauftragte Ulrich Kelber am Bundesgesundheitsministerium einen Kurswechsel bei der elektronischen Patientenakte einfordern.
Befunde, Diagnosen und Medikationsdaten sollen künftig leichter zwischen Krankenhaus und Praxis fließen. Dafür will die Gematik einheitliche Regeln schaffen, an die sich Software-Hersteller halten können. Ab sofort steht das Konzept zur Diskussion. Erste Ergebnisse lassen allerdings noch einige Zeit auf sich warten.
Seit dem Frühjahr läuft das Lungenkrebs-Screening. Doch der Aufbau kommt nur langsam voran. Radiologin Dr. Nora Sommer erklärt im Interview, warum finanzielle Unsicherheiten, komplizierte Abläufe und lange Zulassungsverfahren das Programm ausbremsen – und weshalb sie trotzdem optimistisch bleibt.
Wie lassen sich Wartezeiten auf Facharzttermine verkürzen? Virchowbund-Chef Dirk Heinrich schlägt eine verbindliche Patientensteuerung mit digitaler Ersteinschätzung vor. Zugleich fordert er die vollständige Vergütung medizinisch notwendiger Facharztleistungen. Und stellt eine bisherige Pflicht der Praxen infrage.
Spargesetz, neue Vorgaben für die Terminvergabe und eine ungewisse Primärversorgungsreform: Die Freie Ärzteschaft (FÄ) warnt davor, dass die aktuellen gesundheitspolitischen Reformen Ärztinnen und Ärzte zunehmend von einer eigenen Praxis abschrecken könnten.
Wer in Deutschland ein Projekt in der Versorgungsforschung startet, kann sich dabei vom G-BA-Innovationsfonds finanziell unter die Arme greifen lassen. Die Förderung erfahre nach wie vor eine „beachtliche Resonanz“, sagt das Selbstverwaltungsgremium – und gibt eine Übersicht über aktuelle Anträge.
Ein einheitlicher Krankenkassenbeitrag für alle gesetzlich Versicherten und ein steuerfinanzierter Sozialausgleich: Der Ökonom Bert Rürup plädiert für eine grundlegende Neuordnung der GKV-Finanzierung. Seine Vorschläge sind allerdings nicht neu.
Lange schwieg die KV Bremen über die Höhe ihrer Anlagen in den Verius-Immobilienfonds. Jetzt muss sie die Karten auf den Tisch legen.
Kurz vor Start des 85. Bayerischen Ärztetages hat Landesgesundheitsministerin Judith Gerlach mit Blick auf die GKV-Reform erneut deutliche Worte an Bundesfinanzminister Lars Klingbeil gerichtet. Auch zur Budgetierung von Präventionsmaßnahmen hat sie eine klare Meinung.
Tausende Ärzte in Hessen müssen neuerdings auch dann Mitglied der Landesärztekammer sein, wenn sie längst im Ruhestand sind. Ein Anwalt will dagegen vor das Bundesverfassungsgericht ziehen. Er sieht erhebliche Schwächen in der gesetzlichen Begründung.
Von steigenden Beiträgen für die Krankenversicherung sind nicht nur gesetzlich Versicherte betroffen: Zum 1. Januar steigen voraussichtlich für rund 53 Prozent der Privatversicherten die Beiträge – und das nicht zu knapp.
Sogenannte Smart Glasses sehen aus wie normale Brillen, können aber Bild und Ton aufzeichnen – ein Risiko für Schweigepflicht und Persönlichkeitsrechte. Was Praxen dagegen tun können und warum auch für Mitarbeitende die Datenbrillen tabu sind.
Für Patientinnen und Patienten soll die Digitalisierung im Gesundheitswesen vieles einfacher und besser machen. Doch ein Ärzteverband warnt vor Risiken durch ein Gesetz, über das aktuell beraten wird.
Eine IT-Sicherheitslücke sorgt für Aufruhr bei Betreibern von Webseiten. Mehrere Akteure aus dem Gesundheitswesen haben ihre Internetauftritte vorsorglich vom Netz genommen. Auch Arztpraxen mit Webauftritt müssen zügig handeln – vor allem dann, wenn Patientendaten ins Spiel kommen.
Die Vertragsärzte und Vertragspsychotherapeuten haben im dritten Quartal 2024 durchschnittlich vier Prozent mehr Honorarumsatz erzielt als ein Jahr zuvor. Gleichzeitig behandelten sie mehr Patienten. Der KBV-Honorarbericht zeigt allerdings Unterschiede zwischen Haus- und Fachärzten.
80 Prozent aller Fälle abschließend beim Hausarzt behandeln? Diese Vorstellung der CSU sieht das Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung (Zi) kritisch. Ein Faktencheck zeige: Ein Großteil der Patienten brauche auch fachärztliche Behandlung. Kritik kommt auch von einem Berufsverband.
Eine Plattform warb für medizinische Adipositasbehandlungen – und lockte mit einer kostenlosen ärztlichen Beratung. Eine verbotene Zuwendung und damit unlauter, entschied das Oberlandesgericht Frankfurt am Main in einem heute veröffentlichten Urteil.
Ab 2027 sollen Kinderärzte U-Untersuchungen nicht mehr extrabudgetär vergütet bekommen. Während aus der Ärzteschaft Warnungen vor Engpässen kommen, gibt sich die Bundesregierung gelassen. Sie erwartet ausreichend Mittel für die Früherkennung, räumt aber auch ein, dass die Neuregelung vor allem die Praxiseinnahmen treffen könnte.
Die KV Bayerns setzt bei der Bekämpfung des Hausärztemangels weiter auf eigene Praxen. Anfang 2027 soll im Landkreis Freising ein neuer Standort eröffnen. Die KVB übernimmt zunächst das wirtschaftliche Risiko. Das Ziel: die Praxis später an den angestellten Arzt zu übergeben.
Die Ersatzkassen wollen Gesundheitsdaten künftig noch umfassender auswerten, um Versicherte frühzeitig auf Krankheitsrisiken hinzuweisen. Die geplanten Regelungen im Digitalgesetz GeDIG gehen dem vdek dabei noch nicht weit genug.
Aus Datenschutzgründen sind Whatsapp und Co. für die Kommunikation unter Ärztinnen und Ärzten eigentlich tabu. Eine Umfrage zeigt, dass sie dennoch häufig genutzt werden – oft aus Mangel an Alternativen.
Ärzte am Regensburger Uniklinikum schlagen Alarm: Wegen Zeit- oder Personalmangels sei die Patientensicherheit gefährdet. Die Leitung des Klinikums widerspricht.
Zahlreiche ärztliche Berufsverbände und Fachgesellschaften stellen den GOÄ-Entwurf infrage und werfen der Bundesärztekammer mangelnde Transparenz und Beteiligung vor. Die BÄK weist die Kritik zurück: Die Unterzeichner repräsentierten keineswegs die Mehrheit der Ärzteschaft. Zudem verweist sie auf intensive Verhandlungen und eine laufende externe Prüfung.
Die Krankenkassen wollen den Kampf gegen Betrug im Gesundheitswesen verstärken – und dazu zunächst herausfinden, wie hoch genau die Schäden sind. Der GKV-Spitzenverband geht von einem zweistelligen Milliardenbetrag aus.
Nach dem Bundestagsbeschluss zur Reform der Notfallversorgung macht sich der Hartmannbund Niedersachsen Gedanken über die konkrete Umsetzung. Bei der Planung der Integrierten Notfallzentren fordert er Transparenz. Die Ärzteschaft müsse frühzeitig beteiligt werden.
Über das geplante Primärversorgungssystem wird aktuell viel diskutiert. Jetzt melden sich vier Landesgesundheitsminister zu Wort.
Digitale Anwendungen sollen Ärzte entlasten und Ressourcen sparen. Doch das gelingt nicht immer. Eine neue Studie zeigt, dass elektronische Patientenakten und Telemedizin sogar zusätzlichen Aufwand verursachen können.