Modell gegen Ärztemangel? Die Praxis ohne Arzt
Augenuntersuchung ohne Arzt vor Ort: In Salzwedel übernimmt das Praxisteam die Messungen, die Auswertung erfolgt digital aus der Ferne. Warum das Modell in Sachsen-Anhalt Schule machen könnte.
Augenuntersuchung ohne Arzt vor Ort: In Salzwedel übernimmt das Praxisteam die Messungen, die Auswertung erfolgt digital aus der Ferne. Warum das Modell in Sachsen-Anhalt Schule machen könnte.
In der kurz aufgeflammten Debatte über eine mögliche Privatisierung von Zahnarzt-Leistungen hat jetzt die Bundesgesundheitsministerin ein Machtwort gesprochen. Sie erteilte der Forderung des CDU-nahen Wirtschaftsrates eine deutliche Absage.
Die nordrhein-westfälische Landesregierung fördert auch in diesem Jahr den Aufbau hebammengeleiteter Kreißsäle. Das hat das Gesundheitsministerium mitgeteilt. Mit den Mitteln können Krankenhäuser zum Beispiel auch gemeinsame Workshops von Hebammen, Ärztinnen und Ärzten finanzieren.
Viele ältere Menschen sehen die Digitalisierung im Gesundheitswesen laut einer Umfrage positiv – und nutzen zunehmend digitale Angebote von Ärzten oder Krankenhäusern.
Immer neue Sparideen – aber keine Reform. Der Mediziner und frühere IQWiG-Chef Prof. Jürgen Windeler nennt die aktuelle politische GKV-Debatte eine „Spar-Olympiade“. Im Interview mit dem änd erklärt er, warum reine Sparvorschläge am Kern des Problems vorbeigehen, weshalb das deutsche System ineffizient ist und was Primärversorgung wirklich verändern müsste.
Der CDU-nahe Wirtschaftsrat erntet für seinen Vorschlag, Zahnarztbehandlungen aus dem GKV-Leistungskatalog zu streichen, heftige Kritik – nicht nur aus den Reihen der Opposition, sondern auch aus der SPD. Die Krankenkassen halten die Idee ebenfalls für falsch. Die Reaktionen im Überblick.
Zahnarztbesuche sollen aus dem Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen gestrichen werden. Das fordert der Wirtschaftsrat der CDU. Die Organisation hat in einer „Agenda für Arbeitnehmer“ entsprechende Forderungen an die Bundesregierung vorgelegt.
An Unikliniken und Hochschulen in NRW ruft Verdi zu neuen Warnstreiks auf. Patienten und Studierende müssen mit Einschränkungen rechnen - Notdienste sind aber gesichert.
Wegen steigender Kosten wird darüber diskutiert, unnötige Praxisbesuche zu vermeiden. Eine längst beschlossene Umstellung hängt aber seit Monaten fest, wie Patientenschützer kritisieren.
Wie kann Künstliche Intelligenz die Gesundheitsversorgung bei Fachkräftemangel verbessern? Das testen OpenAI und die Gates Stiftung jetzt in Afrika.
Nachbesserungen an der Notfall- und Rettungsdienstreform fordert der niedersächsische Gesundheitsminister und neue Vorsitzende der Gesundheitsministerkonferenz (GMK) Dr. Andreas Philippi. Im Interview mit dem änd kündigt er auch an, die Primärversorgung zu einem Schwerpunktthema der GMK zu machen.
Seit 2015 wurden in Hessen 14 Geburtskliniken geschlossen. Das hessische Gesundheitsministerium sieht dennoch keinen Engpass für werdende Eltern.
Der US-Bundesstaat Utah hat ein Projekt zur Erneuerung von Rezepten für Patienten mit chronischen Erkrankungen gestartet. Dabei übernimmt eine KI eigenständig das Verschreiben. Ärzteverbände warnen vor den Gefahren.
Die Debatte über die Telefon-AU hat in den vergangenen Wochen hohe Wellen geschlagen. Muss die Politik gegensteuern, wenn der Hang zur Krankschreibung zunimmt – und mit welchen Maßnahmen? änd-Kolumnist Dr. Matthias Soyka hat sich dazu Gedanken gemacht.
Zwei Euro mehr pro Zigarettenpackung, um die Finanzen der Krankenkassen zu entlasten? Die Debatte um eine weitere Erhöhung der Tabaksteuer ist neu entbrannt.
Mit dem neuen Kritis-Dachgesetz rücken Krankenhäuser stärker in den Fokus der Sicherheits- und Resilienzpolitik. Die Deutsche Krankenhausgesellschaft sieht darin einen überfälligen Schritt, fordert aber schnelle Klarheit zu konkreten Anforderungen und zur Finanzierung.
Patientinnen und Patienten haben künftig auch gemäß nationalem Recht einen gesetzlichen Anspruch auf eine kostenlose erste Kopie ihrer Behandlungsakte. Der Bundesrat hat am Freitag einem Verbraucherschutzgesetz zugestimmt, das auch das Behandlungsvertragsrecht ändert.
Der Bundesrat hat die Bundesregierung aufgefordert, versicherungsfremde Leistungen in der gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung vollständig aus Steuermitteln zu finanzieren. Andernfalls drohten weiter steigende Beiträge für Versicherte.
Angriffe auf Ärzte und ihre Praxisteams sollen künftig strafrechtlich härter verfolgt werden. Der Hausärztinnen- und Hausärzteverband begrüßt den Gesetzentwurf der Bundesregierung – mahnt aber zugleich, aggressive Vorfälle nicht zum Anlass für einen Generalverdacht gegenüber Patienten zu machen.
GKV ist nicht Golf, IGeL nicht automatisch Mercedes: Das Vorstandsmitglied des GKV-Spitzenverbands, Martin Krasney, warnt vor verzerrten Wahrnehmungen von Kassen- und Selbstzahlerleistungen.
Mehr medizinische Präventionsangebote in den Apotheken? Die AOK ist in dem Punkt kein großer Freund der geplanten Apothekenreform. Die Leistungen liefen im Zweifel unkoordiniert und würden auch nicht von der Masse der Apotheker getragen.
Welche Kasse hat besonders viele Abrechnungen beanstandet? Das nimmt die KV Rheinland-Pfalz in ihrem „Regress-Ranking“ unter die Lupe. Platz eins geht – wieder einmal – an die AOK.
Im vergangenen Jahr hat die KV Sachsen eine mobile Augenpraxis gestartet, in der nichtärztliches Personal delegationsfähige Routineuntersuchungen übernimmt. Im änd-Interview erklärt Sachsens KV-Vorsitzender Dr. Stefan Windau, wie das Projekt angelaufen ist, wie die Zusammenarbeit mit Augenkliniken aussieht – und wo es noch hakt.
Die IG Med hat die Ankündigung von Bundesgesundheitsministerin Nina Warken, die telefonische Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (Telefon-AU) überprüfen zu wollen, als unzureichende Herangehensweise kritisiert. Nötig sei ein tieferer Blick auf die Ursachen der Probleme.
Bayern und Baden-Württemberg wollen die gesetzlichen Krankenkassen von den Kosten für Bürgergeldempfänger entlasten. Diese sollen künftig komplett aus dem Bundeshaushalt bestritten werden, fordern sie in einer Bundesratsinitiative.
Berlins KV-Chef Dr. Burkhard Ruppert fordert Verbindlichkeit für die Patientensteuerung in der Notfall- und Primärversorgung. In der Vertreterversammlung berichtet er auch von Erfolgen gegen den Ärztemangel und von Maßnahmen für die Versorgung in Krisensituationen.
Angesichts wiederkehrender Engpässe bei Grippeimpfstoffen hat die Kassenärztliche Bundesvereinigung erneut gefordert, die Regressregelungen bei Influenzaimpfstoffen abzuschaffen. Andernfalls lasse sich weder Planungssicherheit herstellen noch die Steigerung der Impfquoten erreichen.
Ein fixierter Patient verbrennt qualvoll in einer Klinik - nun stehen Ärzte und Pflegekräfte vor Gericht. Doch wer hat Schuld? Die Anklage wirft schwere Versäumnisse vor.
Zum 1. Februar tritt eine weitere Änderung der DiGA-Verordnung in Kraft. Hersteller und Branchenverbände kritisieren wachsende Dokumentationspflichten und fürchten, dass Bürokratie die digitale Versorgung ausbremst statt stärkt.
Mit einer neuen Nachwuchskampagne will die Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein mehr junge Ärztinnen und Ärzte für die Niederlassung gewinnen. Unter dem Titel „Deine Praxis. Dein Freiraum.“ wirbt die KVNO für die Tätigkeit in eigener Praxis und verweist zugleich auf Beratungs- und Förderangebote für den Praxisstart.
In einem fraktionsübergreifenden Antrag haben Bundestagsabgeordnete der CDU, CSU, SPD, Grünen und Linken ein Monitoring der Kassenzulassung des nicht-invasiven Pränataltests (NIPT) gefordert. Die Antragssteller warnten davor, dass sich der NIPT faktisch zu einem Screening entwickelt habe, mit medizinischen, ethischen und versorgungspolitischen Folgen.
Mit einer mehrmonatigen, bundesweiten Kampagne, Aktionen in den Apotheken und möglichen weiteren Protestmaßnahmen will die Apothekerschaft den Druck auf die Politik erhöhen. Hintergrund ist der seit Jahren ausbleibende Inflationsausgleich bei den Honoraren.
Der Berufsverband der Frauenärztinnen und Frauenärzte (BVF) hat gefordert, Gynäkologinnen und Gynäkologen im geplanten Primärarztsystem ausdrücklich als Lotsen zu verankern und den Direktzugang zu sichern
Die AOK übernimmt ab dem 1. Februar 2026 die Mehrkosten für salbutamolhaltige Dosieraerosole, wenn deren Preis über dem Festbetrag liegt. Hintergrund sind anhaltende Lieferengpässe.
Erst zur Ersteinschätzung, dann zum Arzt – für diese Form Primärversorgung plädieren die Krankenkassen. Der Hausärzteverband widerspricht. Kritik an den ersten Ideen aus dem Fachdialog des BMG kommt auch von anderen Seiten.
Krankschreibung per Telefon? Hessen will das strenger regeln. Wie die Vorschläge der hessischen Gesundheitsministerin aussehen.
Der Erfurter Radiologe folgt im Thüringer KV-Vorstand zum 1. September auf Dr. Thomas Schröter. In seiner Antrittsrede fordert Kusch eine Entbudgetierung der Vergütung und warnt vor politischen Leistungsversprechen ohne finanzielle Grundlage.
„Fehlfahrten“ im Rettungsdienst - und wer soll das bezahlen? Krankenkassen setzen sich vor dem Oberverwaltungsgericht im Streit um Rettungsdienstgebühren durch.
Angehende Ärztinnen und Ärzte, die sich verpflichten, später im Land zu arbeiten, werden schon jetzt bei ihrer Studienbewerbung bevorzugt. Bald gilt das auch für Zahnärzte und Apotheker.
Mit einem Bundestagsantrag wollen die Grünen die Versorgung von Kindern und Jugendlichen neu sortieren. In der Anhörung im Gesundheitsausschuss gab es viel Zustimmung von Fachgesellschaften, aber auch den Ruf nach Präzisierung.
In der Anhörung zur geplanten Beschleunigung der Anerkennungsverfahren ausländischer Heilberufe stand der zentrale Punkt im Raum: Die Kenntnisprüfung soll für Drittstaaten-Abschlüsse Regelfall werden. Die Bundesärztekammer begrüßt das grundsätzlich – fordert aber hohe Qualitätsstandards.
In der Debatte um ein Primärversorgungskonzept fordern die Kassen, dass in der Versorgung alle „digitalen Möglichkeiten ausgeschöpft“ werden, um „Effizienzreserven zu heben“. Der Vorstand des Zi kommt bei solchen Aussagen ins Grübeln – ein Gastkommentar.
Ein Arzt soll Kindern verunreinigtes Narkosemittel gespritzt haben – ein Mädchen starb. Nach seiner Festnahme muss das Gericht jetzt neu über Mordvorwürfe entscheiden.
Die Bundesregierung sieht offenbar kein Problem darin, dass der damalige Gesundheitsminister Jens Spahn zu Zeiten der Corona-Pandemie Schutzmasken zu überteuerten Preisen einkaufte. Das zumindest lässt sich aus der Antwort der schwarz-roten Koalition auf eine Kleine Anfrage der Grünen schließen.
Viele Deutsche nutzen ChatGPT und Co. zu Gesundheitsfragen – und somit Angebote, die „intransparent und unzuverlässig“ seien, kritisiert Gesundheitspolitiker Matthias Mieves. Als künftigen, möglichen „vertrauenswürdigen Kontaktpunkt“ für den KI-Einsatz sieht er die 116117.
Die Zahl der Beschäftigten im Gesundheitswesen und insbesondere in den Kliniken ist laut Statistischem Bundesamt leicht gestiegen. Die DKG mahnt dennoch Reformen an.
Die Bundesregierung hat die Kritik der Linksfraktion zurückgewiesen, die Arbeitsaufträge der Finanzkommission Gesundheit seien zu eng gefasst. Nach Auffassung der Regierung lassen die Vorgaben ausreichend Spielraum für Reformoptionen in der gesetzlichen Krankenversicherung.
Gesundheitsdaten sollen Ärztinnen und Ärzten europaweit schnellen Zugriff ermöglichen. Die Ergebnisse eines AOK-Pilotprojekts fließen nun in die weitere Entwicklung ein.
Die GKV hat ein massives Ausgabenproblem. Der Ersatzkassenverband vdek fordert daher ein „Jahr der Reformen“ – und unter anderem ein Zurückdrehen der Entbudgetierung. Nötig sei generell eine gesetzliche Regelung, die sicherstelle, dass die Ausgaben nicht stärker stiegen als die Einnahmen.
Mit kritischen Tönen mischt sich nun auch der Hartmannbund in die Debatte über ein mögliches Ende des Rechts auf Teilzeit ein. Sie sei nur ein Ablenkungsmanöver, meint der Verband. Stattdessen sollte man sich die tatsächliche Arbeitsrealität von Klinikärztinnen und -ärzten anschauen.