Vorschlag zu Partner-Mitversicherung reicht nicht aus
Schon am 29. April soll die Gesundheitsreform durchs Bundeskabinett. Über den bisherigen Entwurf der Ministerin wird aber noch gerungen.
Schon am 29. April soll die Gesundheitsreform durchs Bundeskabinett. Über den bisherigen Entwurf der Ministerin wird aber noch gerungen.
Vor der Anhörung zum GKV-Spargesetz kritisiert Bundesärztekammer-Präsident Dr. Klaus Reinhardt vor allem das Tempo der Bundesregierung. Auffällig: Seine zuvor geäußerte Bereitschaft der Ärzteschaft, eigene Sparbeiträge zu leisten, spielt in der aktuellen Stellungnahme keine Rolle mehr.
An den Reformplänen von Nina Warken gibt es viel Kritik. Die Krankenkassen schicken eine Mahnung an die Gesundheitsministerin.
Digitale Gesundheitsanwendungen können Patienten helfen – aus Sicht der KV Westfalen-Lippe bergen sie für Praxen aber auch Risiken. Vizechefin Dr. Anke Richter-Scheer warnt vor möglichen Regressen und rät zu genauer Prüfung vor jeder Verordnung.
Ein Arztbrief an den Hausarzt, und das ohne Zustimmung der Patientin: Der aktuelle Tätigkeitsbericht der Datenschutzbeauftragten aus Schleswig-Holstein zeigt, wie schnell im Praxis- und Klinikalltag DSGVO-Verstöße passieren können.
Der Bundesgerichtshof befasst sich Anfang Mai mit der umstrittenen Vergabe von Ärztesiegeln. Im Zentrum steht die Frage, ob Auszeichnungen wie „Top Mediziner“ Verbraucher irreführen – oder zulässige journalistische Bewertung sind.
Fehlanreize, Doppeluntersuchungen, unnötige Leistungen: DEGAM-Präsidentin Eva Hummers verteidigt die GKV-Sparvorschläge. Sie kritisiert strukturelle Schwächen im System und fordert eine stärkere Ausrichtung der Versorgung am tatsächlichen Nutzen.
Die Gesundheitsministerin will das alle zwei Jahre mögliche Hautkrebs-Screening nicht mehr von den Kassen bezahlen lassen, wenn keine Symptome vorliegen. Aus der SPD erntet sie heftigen Widerspruch.
Gesundheitsministerin Warken hält ihr Sparpaket für ausgewogen, doch es gibt viel Kritik. Die CSU fordert Änderungen, Verdi will es nicht dabei belassen.
Viele Praxen suchen verzweifelt MFA – und bekommen trotzdem keine Bewerbungen. Dr. Oliver Schmidt sagt: Das Problem liegt nicht am Markt, sondern an den Hürden. Mit einer eigenen Plattform will der Kardiologe das System umkrempeln.
In Hessen warten viele Patienten ohne Versicherung noch immer auf verlässliche Unterstützung. Die Ärztekammer drängt die Landesregierung, zugesagte Hilfen endlich umzusetzen.
Nach der änd-Umfrage zu möglichen HVM-Verschärfungen melden sich weitere KVen zu Wort und verschärfen den Ton in Richtung Politik. Werde die Vergütung noch weiter begrenzt, drohten weniger Termine und längere Wartezeiten.
Erster Stimmungstest nach Bekanntwerden des GKV-Spargesetzes: Auf der Vertreterversammlung der KV Westfalen-Lippe findet KVWL-Chef Dr. Dirk Spelmeyer deutliche Worte. Und auch in der anschließenden Debatte unter den Delegierten wird deutlich, wie groß der Frust bei den Niedergelassenen ist.
Mit festen Terminfristen, Sanktionen und einer zentralen Plattform will die Linksfraktion die Vergabe von Facharztterminen neu ordnen. In der Bundestagsdebatte am Freitag stießen die Vorschläge auf breite Skepsis.
Der Hausärztinnen- und Hausärzteverband dürfte sich wohl erstaunt die Augen gerieben haben, beim Durchblättern des Entwurfs zum GKV-Spargesetz. Denn dieser enthält Regelungen, welche die HzV doch erheblich schwächen könnten. Entsprechend verärgert reagiert der HÄV-Vorstand.
Zu viele Arztkontakte und zu wenig Koordination: Der Gesundheitssoziologe Claus Wendt sieht große Defizite im deutschen Gesundheitssystem. Er spricht sich für eine stärkere Primärversorgung und mehr Delegation aus.
DAK-Vorstandschef Andreas Storm hat sich in einem Interview mit dem Tagesspiegel für eine Neuordnung der Kassenlandschaft ausgesprochen und dabei auch Fusionen ins Spiel gebracht. „Auch das Krankenkassensystem darf kein Tabu sein“, betonte er.
Live-Stream vom Arbeitsplatz? Was heute keine Ausnahme mehr ist, kann insbesondere für Mitarbeiter in Gesundheitseinrichtungen gravierende Folgen haben. Darauf weist der hessische Datenschutzbeauftragte hin.
Die Gesundheitsministerin plant ein großes Sparpaket. Im Zuge dessen will sie auch die beitragsfreie Mitversicherung von Ehepartnern abschaffen. Aber nicht nur aus finanziellen Gründen.
Die geplanten Sparmaßnahmen werden nach Auffassung des Spitzenverbandes Fachärztinnen und Fachärzte Deutschlands (SpiFa) Facharztpraxen dazu zwingen, ihr Leistungsangebot an die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen anzupassen, und zu spürbaren Einschnitten in der Versorgung gesetzlich Versicherter führen.
Markus Haist ist seit Februar offiziell neuer Präsident des Berufsverbands der Frauenärztinnen und Frauenärzte. Wie der 62-jährige Gynäkologe den Verband nun stärken will und was er zu aktuellen gesundheitspolitischen Reformplänen sagt, verriet er dem änd im Interview.
Jetzt haben es die Vertragsärzte schwarz auf weiß: Der Referentenentwurf zur Stabilisierung der GKV-Beiträge greift an mehreren Stellen in die Vergütung ein. Betroffen sind nicht nur Fachärzte – auch bei der HzV sind Einschnitte geplant.
Fachkräftemangel, immer mehr kränkere Patienten, dazu internationale Krisen und der Klimawandel: Die Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM) sieht das Gesundheitssystem an der Belastungsgrenze. In einem aktuellen Papier fordert sie einen Umbau der Versorgung.
Dass die von der Regierung geplante 1.000-Euro-Entlastungsprämie auf der Seite der Arbeitgeber nicht gerade als Geniestreich gefeiert wird, war der Presse in den vergangenen Tagen deutlich zu entnehmen. Der Freie Verband Deutscher Zahnärzte (FVDZ) schreibt in der Sache nun an den Kanzler.
Der Gemeinsame Bundesausschuss hat das DMP Osteoporose umfassend überarbeitet. Künftig können sich Männer mit behandlungsbedürftiger Osteoporose bereits ab 50 Jahren einschreiben. Und es gibt weitere Anpassungen.
Das Jüdische Krankenhaus Berlin ist finanziell angeschlagen. Wie geht es jetzt weiter? Ein Vorschlag lautet mehr Spezialisierung.
Die Bundesregierung will die elektronische Patientenakte (ePA) zur zentralen Plattform der Versorgung ausbauen. Doch genau diesen Ansatz sieht der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) kritisch. Würden Terminvermittlung oder andere Dienste eng an die ePA gekoppelt, drohe ein indirekter Nutzungsdruck und damit eine Aushöhlung des Widerspruchsrechts.
Das Sparpaket von Ministerin Warken sei „relativ ausgewogen“ und auch die Ärzteschaft müsse einen Sparbeitrag leisten – mit diesen Aussagen hatte BÄK-Präsident Dr. Klaus Reinhardt für Diskussionen gesorgt. Widerspruch kommt nun von MB-Chefin Dr. Susanne Johna.
4,4 Milliarden Euro könnten durch eine Modifizierung der Familienversicherung eingespart werden, hat die Finanzkommission Gesundheit ausgerechnet. Die Gesundheitsministerin will diese Maßnahme umsetzen – allerdings in etwas anderer Form und mit einem dann deutlich kleineren Einspareffekt.
Ein neuer digitaler „Medikationsbrief“, der per KIM-Dienst verschickt wird, soll die Zusammenarbeit von Praxen und Apotheken verbessern und Rückfragen erleichtern.
Ein flächendeckender 24/7-Fahrdienst ist nach Ansicht des Bayerischen Facharztverbands (BFAV) nicht nur unnötig, sondern kontraproduktiv. Und: Angesichts ohnehin knapper Facharzttermine müssten die Hausärzte diese zusätzlichen Dienste alleine stemmen.
Wer sich als Arzt oder Ärztin niederlassen möchte, kann dabei fast immer auf finanzielle Zuschüsse hoffen. Doch die sind nicht selten an Bedingungen geknüpft. Auch fallen sie von KV-Region zu KV-Region unterschiedlich üppig aus. Der änd gibt einen Überblick. Heute: die West-KVen.
Wie ist die Versorgungslage von Schwangerschaftsabbrüchen? Darüber gehen die Meinungen weit auseinander, zeigte eine Anhörung des Gesundheitsausschusses im Bundestag.
Nach der Ankündigung von Ministerin Warken, die Sparvorschläge der Expertenkommission umzusetzen, reißt die Kritik aus der Ärzteschaft nicht ab. So wirft die Freie Ärzteschaft der Ministerin vor, am falschen Ende zu sparen. Leidtragende seien die Patienten. Das glauben auch Hartmannbund und ein Klinikverband.
Im Vorfeld der Digitalmesse DMEA hat der Bundesverband Gesundheits-IT Baustellen bei der Digitalisierung im Gesundheitswesen benannt und auf eine nachhaltige Finanzierung gedrungen.
Die Proteste gegen die Absenkung der Psychotherapeuten-Honorare gewinnen Rückhalt. Aus Politik und ärztlicher Selbstverwaltung kommt deutliche Kritik, verbunden mit der Forderung an den Bund, die Entscheidung zu korrigieren.
Auf einer Intensivstation für Frühgeborene wird ein Bakterium entdeckt. Für ein Baby hat der Keim tödliche Folgen, zwei weitere Frühchen sind von dem Erreger betroffen. Was ist bislang bekannt?
In diesem Jahr soll eine Reihe von Reformgesetzen aus dem BMG im Bundestag aufschlagen. Eine erhöhte Schlagzahl, die nach Auffassung der gesundheitspolitischen Sprecherin der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Simone Borchardt, dringend nötig ist.
Rund 1500 Menschen sind am Mittwochnachmittag gegen die Kürzung der Honorare in der Psychotherapie in Berlin auf die Straße gegangen. Vor dem Bundestag forderten sie eine auskömmliche Finanzierung der ambulanten Psychotherapie.
Der Bundesverband der Betreiber medizinischer Versorgungszentren (BBMV) fordert einen Masterplan für die Ambulantisierung – und warnt vor einem reinen Sparkurs in der GKV. Finanzielle Stabilisierung dürfe „nicht zum Bremsklotz des Strukturwandels werden“.
Nicht nur von Ärzteschaft, Kliniklobby und Co. muss sich Bundesgesundheitsministerin Nina Warken scharfe Kritik an ihren Sparvorschlägen anhören. Auch aus den eigenen Reihen bläst ihr Gegenwind ins Gesicht.
Knapp ein Jahr nach Beginn der bundesweiten Einführung der elektronischen Patientenakte (ePA) wurden mehr als 100 Millionen Dokumente wie Befunde und Diagnosen eingestellt, wie aus Daten der Gematik hervorgeht.
Nordrhein-Westfalen will den Nichtraucherschutz auf E-Zigaretten, Tabakerhitzer und Cannabisprodukte ausdehnen. Das beschloss das Landeskabinett. Ein entsprechendes Gesetz geht jetzt in die Beratung.
Das Hautkrebsscreening steht ebenfalls auf der Sparliste von Bundesgesundheitsministerin Nina Warken. Es zu streichen, könnte nach hinten losgehen, warnen hingegen Vertreter der Fachgruppe Dermatologie – und fordern gar eine Ausweitung der Präventionsleistung.
Hybrid-DRGs seien grundsätzlich ein gutes Instrument, um die Ambulantisierung voranzutreiben, jedoch ließen sie sich in der Realität kaum sinnvoll abbilden, findet der Arbeitskreis II „Stationäre Versorgung“ des Hartmannbundes. Er fordert bessere Rahmenbedingungen.
Während es von ärztlichen Berufsverbänden und KVen weiter überwiegend empörte Reaktionen auf die Sparpläne der Bundesgesundheitsministerin gibt, zeigt sich Bundesärztekammer-Präsident Dr. Klaus Reinhardt gelassener. Auch die Ärzteschaft müsse ihren Beitrag leisten, meint er.
Trotz Gerichtsurteilen zahlt Ameos nicht vollständig für einen Klinikkauf: Der Salzlandkreis setzt jetzt auf Zwang. Wie geht es nun mit den Krankenhäusern in der Mitte Sachsen-Anhalts weiter?
Ohne Einser-Abi Medizin, Zahnmedizin oder Pharmazie studieren - in MV ist das über die Landarztquote möglich. Die Plätze sind gerade ausgeweitet worden. Wie wird das angenommen?
Die ersten Reaktionen aus der Ärzteschaft auf das GKV-Reformpaket der Bundesregierung fallen vernichtend aus. Die Urteile reichen von „mutlos“ bis „brandgefährlich“. Wohlwollender bewerten indes die Krankenkassen die Pläne.
Hausärzte sind vor allem in ländlichen Regionen knapp. Die saarländische Landesregierung weitet deshalb die Landarztquote im Medizinstudium aus.