Zuckersteuer für mehr Produkte? Streit in Bundesregierung
Die Bundesregierung plant eine Zuckersteuer. Aber wie genau soll sie aussehen?
Die Bundesregierung plant eine Zuckersteuer. Aber wie genau soll sie aussehen?
Mitarbeitende in Praxen und Kliniken sollen besser gegen Gewalt geschützt werden. Das hat Gesundheitsminister Linnemann am Montag angekündigt. Ein Referentenentwurf des Justizministeriums (BMJV) sieht das zum Teil bereits vor. Doch das Kabinett lässt ihn links liegen. Nicht mehr lang, hofft das BMJV.
Medizinische und Zahnmedizinische Fachangestellte waren 2025 die zwei beliebtesten Ausbildungsberufe bei Frauen. Doch mit ihrer Ausbildung sind längst nicht alle zufrieden, zeigt der DGB-Ausbildungsreport. ZFA landen sogar auf dem letzten Platz der 25 untersuchten Berufe.
Die extreme Hitzewelle Ende Juni hat die Krankenhäuser in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz vor erhebliche Probleme gestellt. Kaum eine Klinik war darauf vorbereitet – und die Folgen für Patienten und Mitarbeiter dramatisch, zeigt eine Umfrage.
Bundesgesundheitsminister Carsten Linnemann (CDU) will die Telefon-AU abschaffen. Der niedersächsische Gesundheitsminister und aktuelle Vorsitzende der Gesundheitsministerkonferenz (GMK) Dr. Andreas Philippi (SPD) widerspricht vehement.
Patienten empfinden die Suche nach einem passenden Arzttermin häufig als zeitaufwendig, hat eine Umfrage der SBK Siemens-Betriebskrankenkasse ergeben. Viele sind demnach einem zentralen Online-Portal nicht abgeneigt – wollen aber weiter selbst über die Arztwahl bestimmen.
Wie geht es für die Praxen weiter? Das GKV-Spargesetz wird drastische Einschnitte bringen, so viel ist klar. Doch genaue Honorarprognosen seien noch nicht möglich, ärgert sich der Vorstand der KV Bremen.
Die neue Vorsitzende des Gemeinsamen Bundesausschusses möchte im Gesundheitssystem und im SGB V aufräumen. Im Moment gebe es „ein sehr zerklüftetes und verschlungenes System, das wir immer noch komplexer machen“, kritisiert sie.
Die Behandlung mit Abnehmspritzen wie Wegovy oder Mounjaro kostet mehrere Hundert Euro im Monat und muss meist selbst bezahlt werden. Eine Kostenübernahme könnte die GKV mit Milliarden belasten.
Delegation und Digitalisierung sind aus Sicht des Ersatzkassenverbands vdek zentrale Säulen für ein Primärversorgungssystem. Als Vorbild betrachtet der Verband sein Projekt „Regionale Gesundheitspartner“.
Die großen finanziellen Verluste bei Kassen und KVen durch riskante Immobilienanlagen sind in den vergangenen Wochen immer wieder Thema gewesen. Eine der Fragen: Wo war die Aufsicht? In seinem Jahresbericht stellt das Bundesamt für Soziale Sicherung (BAS) nun deutlich klar: Warnungen vor solchen unsoliden Anlagen gab es bereits 2023.
Der neue Bundesgesundheitsminister Carsten Linnemann will das Gesundheitswesen stärker auf Effizienz trimmen und die Zahl der Arztkontakte reduzieren. Er sieht auch das Ende der telefonischen Krankschreibung – und stellte weitere Schritte gegen Bürokratie in Arztpraxen und Pflege in Aussicht.
Als erstes Bundesland klagt Rheinland-Pfalz gegen zwei Medizinstudenten, die über die Landarztquote einen Studienplatz bekommen haben und nun die Fachrichtung wechseln möchten. Derweil sind mehr als 350 Studenten vorzeitig aus dem Programm ausgestiegen.
Alle reden über ein verbindliches Primärversorgungssystem. Doch wie soll diese Verbindlichkeit eigentlich entstehen? Es zeichnen sich unterschiedliche Konzepte ab – mit weitreichenden Folgen für Patienten und Praxen.
Die Koalition kehrt aus der Sommerpause zurück - und mit ihr die Kritik an geplanten Änderungen für die Krankschreibung.
Niedergelassene Chirurgen geraten durch Sparpolitik und Budgetierung unter wirtschaftlichen Druck – mit Folgen für die Patientenversorgung. BNC-Chef Jan Henniger erklärt, warum Praxen weniger Termine planen, die Ambulantisierung stockt – und er die Grundversorgung in der Fläche in Gefahr sieht.
Die Politik will die gesetzliche Krankenversicherung auf Sparkurs bringen: Künftig soll nur noch ausgegeben werden, was auch eingenommen wird. Was nach solider Haushaltsführung klingt, hält änd-Kolumnist Dr. Matthias Soyka für eine gefährliche Milchmädchenrechnung.
Die Pflegeversicherung ist in Finanznöten - deshalb ist eine Reform vorgesehen, die auch Einschnitte beinhalten soll. Doch ein Punkt könnte noch revidiert werden.
Ein Zahnarzt rechnet Laborleistungen in großem Umfang falsch ab. Welche Folgen hat das am Ende für den Praxisleiter? Rechtsanwalt Dr. Wielnad Schinnenburg berichtet über den Fall.
Deutschlands Straßen werden geflickt, das Tempo gedrosselt – und Warnschilder aufgestellt. änd-Chefredakteur Jan Scholz sieht darin eine erstaunliche Parallele zur Gesundheitspolitik. Diskutieren Sie mit!
Die Bundesregierung will ein verpflichtendes Primärversorgungssystem einführen. Bringt in der Sache ein Blick ins Ausland wichtige Erkenntnisse? Der änd schaut in einer neuen Serie über die Landesgrenze. Heute begeben wir uns nach Schweden.
Vier schmerzmedizinische Fachverbände schlagen wegen der neuen Vorgaben zur Verordnung von medizinischem Cannabis Alarm. Sie warnen vor Off-Label-Verordnungen, möglichen Regressen und einer uneinheitlichen Kostenübernahme durch die Krankenkassen und fordern eine schnelle Klarstellung.
Anne-Kathrin Klemm bleibt für weitere fünf Jahre Vorständin des BKK Dachverbandes. Der Aufsichtsrat bestätigte die amtierende Verbandschefin einstimmig für eine weitere Amtszeit. Sie beginnt im Juli 2027.
Das Bundesamt für Soziale Sicherung (BAS) hat den Einfluss von Krankenkassen auf das Verordnungsverhalten von Ärzten kritisiert. In seinem aktuellen Report warnt die Aufsichtsbehörde davor, dass „Verordnungs-Boni“ oder andere Steuerungsinstrumente die ärztliche Entscheidung zulasten medizinisch überlegener Therapien beeinflussen könnten.
Die KBV macht beim Bürokratieabbau erneut Druck: Bundesgesundheitsminister Carsten Linnemann soll deutlich mehr ihrer 23 Vorschläge in das geplante Gesetz aufnehmen. Nach KBV-Berechnungen könnten Praxen dadurch jährlich rund acht Arbeitstage zurückgewinnen.
Nordrhein-Westfalen stellt seinen Plankrankenhäusern über den Krankenhaustransformationsfonds insgesamt 7,2 Milliarden Euro zur Verfügung. Rund 2,6 Milliarden Euro davon kommen vom Land. Ein Drittel der bewilligten Landesmittel müssen die Kliniken für Klimaanpassungsmaßnahmen einsetzen.
Wenn sich Praxispartner trennen, geht es schnell um viel: Geld, Patienten, Personal und im schlimmsten Fall sogar um die Zulassung. Medizinrechtlerin Lisa Wohlert erklärt, welche Konflikte ein guter Gesellschaftsvertrag schon im Vorfeld entschärfen kann.
Der Bundesverband Psychosomatische Medizin und Ärztliche Psychotherapie (BDPM-VPK) warnt vor Eingriffen in das ärztliche Vertrauensverhältnis und vor erweiterten Zugriffsmöglichkeiten auf Gesundheitsdaten durch Nachrichtendienste. Anlass ist der Referentenentwurf zur Reform des Nachrichtendienstrechts.
Die Vorsorgeuntersuchung U10 wird Teil der Regelversorgung – ein richtiger Schritt, lobt der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzt*innen (BVKJ). Er sieht allerdings einen Widerspruch zur aktuellen Gesundheitspolitik.
Medikamente zur Gewichtsreduktion sind bislang von der GKV-Versorgung ausgeschlossen. MEDI schließt eine Finanzierung zwar nicht grundsätzlich aus: Bezahlt werden sollten die Präparate allerdings nur unter bestimmten Bedingungen.
Der Medizinische Dienst fordert schärfere Vorgaben für den Umgang mit Behandlungsfehlern. So sollen etwa Ärzte und andere Behandelnde Patienten künftig unaufgefordert informieren müssen, wenn Anhaltspunkte für einen Behandlungsfehler bestehen. Anlass sind die Zahlen für 2025.
Wer von Freunden oder Bekannten keine Empfehlungen für eine Praxis in der Nähe bekommen kann, sucht häufig im Internet nach Rat – und auch die gängigen KI-Modelle werden bei der Suche inzwischen um Hilfe gebeten. Doch nach welchen Kriterien schlägt die KI Ärzte vor?
Fast 2,3 Milliarden Euro Überschuss haben die gesetzlichen Krankenkassen Berichten zufolge in den ersten beiden Quartalen des Jahres erwirtschaftet. Entwarnung geben sie dennoch nicht.
Die elektronische Verordnung soll bei Heil- und Hilfsmitteln stärker Einzug in die Versorgung halten. Sieben Kassen testen bereits einen durchgängig digitalen Prozess. Eine Umfrage zeigt zugleich eine hohe Akzeptanz in der Bevölkerung.
Ohne ausländische Ärztinnen und Ärzte wäre die medizinische Versorgung in Teilen Sachsen-Anhalts nach Einschätzung der Ärztekammer nicht mehr sicherzustellen. Gleichzeitig müssen Mediziner aus Drittstaaten derzeit zehn bis zwölf Monate auf ihre Kenntnisprüfung warten. Neue Zahlen des Landesamts zeigen: Der Andrang ist stark gestiegen.
Ist eine Nierenlebendspende eine „vorsätzlich herbeigeführter Selbstverletzung“? Ja, meint eine Versicherung und versagt einer Frau Leistungen aus der Berufsunfähigkeitsversicherung.
Die nächste Hitzewelle kommt sicher - doch Klimaanlagen sind in vielen Krankenhäusern die Ausnahme. Niedersachsens Krankenhausgesellschaft sieht milliardenschwere Investitionen voraus. Nur: Wer zahlt?
Wann es losgehen soll, welche anderen Gesundheitsdienstleistungen ausgebaut werden - und warum dm ein solches Angebot bald vor Gericht verteidigen muss.
Seit zehn Jahren gibt es die Niederlassungsförderung der KV Niedersachsen. 36 Millionen sind bislang in das Programm geflossen. Dennoch sind aktuell mehrere hundert Sitze frei.
Die Zahl der gesetzlichen Krankenkassen sinkt seit Jahrzehnten und schon bald könnten weitere Namen verschwinden. Mehrere Kassen bereiten derzeit Zusammenschlüsse vor oder haben sie bereits beschlossen.
Betrüger verschicken derzeit gefälschte Briefe im Namen der apoBank. Darin sollen Kunden über einen QR-Code angeblich ihre digitalen Bankzugänge verifizieren. Tatsächlich führt der Code auf eine gefälschte Webseite, über die Kriminelle Zugangsdaten abgreifen wollen.
Beitragsfrust und lange Wartezeiten senken das Vertrauen in die Gesundheitspolitik: Nur noch 20 Prozent der Deutschen sind mit der Gesundheitspolitik der Bundesregierung zufrieden, zeigt eine Umfrage im Auftrag des IKK-Dachverbands. Auch die Kassenvorstände sparen nicht mit Kritik.
In deutschen Krankenhäusern lassen sich laut der Deutschen Krankenhausgesellschaft nur rund fünf Prozent der Patientenzimmer aktiv kühlen. DKG-Chef Dr. Gerald Gaß warnte deshalb vor untragbaren Zuständen während Hitzeperioden und forderte zusätzliche Mittel für die technische Nachrüstung. Bis zum nächsten Sommer müsse sich die Situation spürbar verbessern.
Strikter Hausarztvorbehalt, Direktzugang für bestimmte Facharztgruppen oder digitale Ersteinschätzung: Beim geplanten Primärversorgungssystem wird der Facharztzugang zur heiklen Frage. Gesundheitsökonom Prof. Andreas Beivers warnt vor einfachen Antworten. Entscheidend sei, wer den Bedarf verlässlich einschätzt – und danach auch den passenden Termin organisiert.
Die Zahl der Praxisschließungen ist 2025 deutlich gestiegen. Nach Berechnungen des ZEW Mannheim und von Creditreform stellten bundesweit knapp 5.500 Arztpraxen ihre Tätigkeit ein – fast ein Viertel mehr als 2024. Dabei machen die Forscher vor allem zwei Gründe aus.
Künftig sollen neue Versorgungsregionen und Qualitätskriterien die Krankenhauslandschaft in Schleswig-Holstein prägen. Was der Gesetzentwurf vorsieht.
Niedersachsens Gesundheitsminister Andreas Philippi spricht sich für eine zentrale Steuerungsrolle der Hausarztpraxen im geplanten Primärversorgungssystem aus. Der vdek will Patienten zugleich bereits vor dem Arztkontakt digital zum passenden Versorgungsangebot führen. Beide versprechen sich davon weniger unnötige Arztkontakte und mehr freie Facharztkapazitäten.
Der BKK Dachverband fordert angesichts Tausender Hitzetoter verbindliche Vorgaben für Klimaanpassung und Hitzeschutz im Gesundheitswesen. Für klimaresiliente Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen sollen nach seinem Willen allerdings nicht die Beitragszahlenden aufkommen.
Am 6. September wählt Sachsen-Anhalt eine neue Landesregierung. Was planen die Parteien für den Gesundheitssektor? Der änd hat in die Wahlprogramme geschaut. Heute: die FDP.
Mehr als ein Viertel der in Deutschland tätigen Ärztinnen und Ärzte ist zugewandert. Viele müssen ein langwieriges Anerkennungsverfahren durchlaufen. Die DGIM will sie in dieser Zeit mit Fortbildungsangeboten unterstützen.