Mehr gegen steigende Arzneimittelpreise tun
Was tun gegen hohe Gesundheitskosten in Deutschland? Die gesetzlichen Krankenversicherungen nehmen vor allem einen Bereich in den Blick.
Was tun gegen hohe Gesundheitskosten in Deutschland? Die gesetzlichen Krankenversicherungen nehmen vor allem einen Bereich in den Blick.
Pharmazeutische Dienstleistungen gewinnen in den Apotheken weiter an Bedeutung. Laut ABDA profitieren immer mehr Patientinnen und Patienten von den zusätzlichen Beratungs- und Versorgungsangeboten.
Am 22. März wählt Rheinland-Pfalz einen neuen Landtag. Was planen die Parteien gesundheitspolitisch? Der änd hat sich die Wahlprogramme angeschaut. Heute: die Linke.
Während Politik und Krankenkassen in der Reformdebatte verstärkt auf Delegation ärztlicher Aufgaben setzen, warnt ein Facharzt aus Mecklenburg-Vorpommern vor Schnellschüssen. Eine ungeregelte Verlagerung ärztlicher Tätigkeiten in den nichtärztlichen Bereich könne Qualität, Vertrauen und Patientensicherheit gefährden.
Ärztinnen und Ärzte lernen im Studium Diagnostik und Leitlinien, aber kaum, wie man unter Zeitdruck, Unsicherheit und Zielkonflikten entscheidet. Die medizinische Ausbildung gehe an der Realität moderner Versorgung vorbei, warnt der Radiologe Prof. Mathias Goyen.
Jedes Jahr entscheiden sich mehr als 600 deutsche Ärztinnen und Ärzte für einen Wechsel in die Schweiz. Der Berater Martin Werner von DocsGoSwiss begleitet diesen Schritt seit mehreren Jahren. Im änd-Interview erklärt er, warum sich viele Niedergelassene nach einem anderen Arbeitsalltag sehnen – und was sie beim Neustart häufig unterschätzen.
Das Parlament der Ärztekammer Nordrhein spricht sich gegen eine Abschaffung der telefonischen AU für bekannte Patienten aus. Missbrauch sieht die Ärzteschaft vor allem bei kommerziellen Online-Angeboten.
Wenn KI-gestützte Anwendungen in Arztpraxen eingesetzt werden, muss das Personal über bestimmte KI-Kompetenzen verfügen. Welche das sind, wie man sie erwirbt und was passieren kann, wenn man die Anforderungen ignoriert, erklärt Medizinrechtlerin Rebecca Mohr im Interview.
Die Deutsche Stiftung Patientenschutz kritisiert ein Aufweichen gesetzlicher Vorgaben, die chronisch Kranken häufige Praxisbesuche allein zum Rezeptholen ersparen sollen.
Medizinische Innovationen, steigende Kosten und begrenzte Ressourcen bringen das Gesundheitssystem unter Druck. Auf der Jahrestagung der Herzchirurgen forderte die Medizinethikerin Bettina Schöne-Seifert mehr öffentliche Debatten über Prioritäten in der Medizin.
Der Präsident der Landesärztekammer Hessen, Dr. Edgar Pinkowski, warnt vor einem zunehmenden Ärztemangel und fordert deutlich mehr Investitionen in Ausbildung und Nachwuchsförderung. Deutschland müsse seinen Bedarf an Ärztinnen und Ärzten langfristig stärker aus eigener Kraft decken.
Immer mehr niedergelassene Ärztinnen und Ärzte zweifeln an ihrer Berufsentscheidung. Eine änd-Leserumfrage zeigt: Viele Niedergelassene denken über einen Wechsel ins Ausland nach – besonders häufig fällt der Blick auf die Schweiz.
Einige Krankenkassen wollen für patentgeschützte Arzneimittel Gruppen bilden, um stärkeren Preiswettbewerb zu ermöglichen. Der Branchenverband Pharma Deutschland sieht darin eine Gefahr für die Therapiefreiheit und warnt vor wachsender Bürokratie.
Am 22. März wählt Rheinland-Pfalz einen neuen Landtag. Was planen die Parteien gesundheitspolitisch? Der änd hat sich die Wahlprogramme angeschaut. Heute: die Grünen.
Long-Covid trifft junge Patienten besonders hart. Ein breiteres Versorgungsnetz soll Familien entlasten und die Behandlung verbessern.
Das Bundesgesundheitsministerium will das Primärversorgungssystem gemeinsam mit den Akteuren entwickeln und noch 2026 ein Präventionsgesetz vorlegen. Das kündigte Gesundheitsstaatssekretär Dr. Georg Kippels am Freitag an.
Die Einigung auf eine neue Versorgungspauschale für bestimmte chronisch kranke Patienten stößt beim Deutschen Hausärztinnen- und Hausärzteverband auf massive Kritik. Die Bundesvorsitzenden sprechen von einer „Bankrotterklärung des Systems der Selbstverwaltung“ und warnen vor zusätzlicher Bürokratie in den Praxen.
63 Prozent der Menschen, die im Gesundheitswesen arbeiten, haben einer Umfrage zufolge Schlafprobleme. Bei vielen ist beruflicher Stress die Ursache.
Die Techniker Krankenkasse (TK) bietet ihren Versicherten künftig eine digitale Zweitmeinung vor geplanten Rückenoperationen an. Über ein Online-Portal soll ein Avatar Patientinnen und Patienten durch einen strukturierten Fragenkatalog führen, anschließend prüfen Fachärztinnen und Fachärzte die Unterlagen.
Die Entscheidung, die Vergütung psychotherapeutischer Leistungen um 4,5 Prozent zu senken, hat eine breite Protestwelle ausgelöst. Eine Online-Petition gegen die Honorarkürzung fand innerhalb kurzer Zeit mehr als 135.000 Unterstützer. Auch ärztliche und psychotherapeutische Verbände warnen vor Verschlechterung der Versorgung.
Die KV Berlin schafft neue Fördermöglichkeiten für Haus- und Kinderärzte und stellt die Bedarfsplanung auf neue Füße. Zugleich wurde in der Vertreterversammlung Kritik am Honorarbeschluss für die Psychotherapeuten und den Plänen mit der TSVG-Vergütung laut.
Ab April können starke Raucherinnen und Raucher im Alter zwischen 50 und 75 Jahren einmal jährlich eine Untersuchung zur Lungenkrebs-Früherkennung erhalten. Das Screening mittels Niedrigdosis-CT wird Leistung der gesetzlichen Krankenkassen.
Mit Spannung erwartet das gesundheitspolitische Berlin die Sparvorschläge der GKV-Finanzkommission, die Ende des Monats vorliegen sollen. Nun sickern erste Details durch.
Nach mehrmonatigen Beratungen haben sich die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) und GKV-Spitzenverband am Mittwoch im Bewertungsausschuss auf die Details der neuen Chroniker-Pauschale geeinigt.
Die KV Hamburg warnt vor drastischen Folgen weiterer Sparmaßnahmen in der ambulanten Versorgung. Wenn Termin-Anreize gestrichen und Budgets wieder verschärft würden, drohten Aufnahmestopps, weniger Termine und längere Wartezeiten.
Der Streit zwischen Bund und Ländern um die Anpassungen an der Krankenhausreform nimmt kein Ende. Das SPD-regierte Mecklenburg-Vorpommern (MV) fordert im Bundesrat die Anrufung des Vermittlungsausschusses. Die Bundes-SPD widerspricht - der GMK-Chef ebenfalls.
Ein Rückbau der Krankenhausstrukturen ist grundsätzlich notwendig und sinnvoll, meint der Hartmannbund Niedersachsen. Es müsse aber ein landesspezifisches Umsetzungskonzept geben – und zwar zügig.
Zum Europäischen Tag gegen Gewalt im Gesundheitswesen am 12. März hat der Marburger Bund besseren Schutz für Ärztinnen und Ärzte sowie für das Praxis- und Pflegepersonal gefordert. Politik und Krankenkassen müssten zudem stärker über Abläufe in der medizinischen Versorgung aufklären.
Nach den KI-Unternehmen OpenAI und Anthropic bietet nun auch Amazon einen eigenen KI-Chatbot zu Gesundheitsfragen an. Damit weitet das US-Unternehmen sein Engagement im Gesundheitsbereich aus.
Die aktuelle Gesundheitspolitik gefährdet die Kindermedizin, meint Dr. Christian Deindl, Präsident des Bundesverbands Ambulantes Operieren (BAO). Er wendet sich in einem Offenen Brief an Bundeskanzler Friedrich Merz.
Aktuell ist die extrakorporale Stoßwellentherapie (ESWT) bei Kalkschulter eine individuelle Gesundheitsdienstleistung (IGeL). Das müsse sich ändern, fordert die Deutsche Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin (DEGUM).
Nach Jahren tauchen zwei gestohlene Endoskope aus einer Klinik in Sachsen wieder auf - sichergestellt durch das FBI, nach einer Jagd über drei Kontinente.
Der Erweiterte Bewertungsausschuss hat eine Kürzung der Vergütung für psychotherapeutische Leistungen beschlossen. Während Krankenkassen auf steigende Ausgaben verweisen, warnen KVen und Psychotherapeutenverbände vor den Folgen für die Versorgung und kündigen Widerstand an.
In den Praxen arbeiten immer mehr Ärztinnen und Ärzte – allerdings immer mehr nur in Teilzeit. Und: In den kommenden 20 Jahren werden 25.000 in Vollzeit tätige Ärztinnen und Ärzte altersbedingt ausscheiden.
Zu langsam, zu perfektionistisch, zu wenig investitionsbereit: Eine neue Studie zu internationalen Vorreiterländern zeigt, warum das deutsche Gesundheitswesen bei der Digitalisierung seit Jahren nicht vorankommt. Zugleich wird deutlich, welche Anreize, Sanktionen und politischen Signale nötig wären, um den Knoten doch noch zu lösen.
Rheinland-Pfalz stellt erneut Mittel für zusätzliche Weiterbildungsstellen in der ambulanten Kinder- und Jugendmedizin bereit. So will man mehr junge Ärztinnen und Ärzte für Kinderarztpraxen gewinnen – besonders auf dem Land.
Patientensteuerung über eine App der Krankenkasse? Für KBV-Chef Dr. Andreas Gassen eine „abstruse“ Forderung.
Die Zahl digitaler Gesundheitsanwendungen für psychische Erkrankungen ist in den vergangenen Jahren gestiegen. Eine Studie ging nun der Frage nach, wie Ärzte und Psychotherapeuten den Bedarf einschätzen – und warum viele bei Verschreibungen zurückhaltend sind.
Mehr Gesundheitsdaten nutzen, digitale Anwendungen stabil betreiben und die Rolle der Gematik klar begrenzen: Mit Blick auf das geplante Gesetz für digitale Versorgung und Gesundheitsdatenraum (GDVG) fordert der Bundesverband Gesundheits-IT (bvitg) grundlegende Weichenstellungen.
Das Bundeskabinett hat den Entwurf für ein Medizinregistergesetz beschlossen. Einheitliche Standards und eine zentrale Koordinierungsstelle sollen die Nutzung von Registerdaten für Versorgung, Forschung und Patientensicherheit verbessern.
Für 2026 stehen im Land Bremen rund 15 Millionen Euro mehr für die ambulante Versorgung zur Verfügung. KV und Kassen haben unter anderem neue Förderungen für den fachärztlichen Versorgungsbereich vereinbart.
Mehr als 10.000 Patientinnen und Patienten im Rheinland profitieren bereits von der koordinierten Versorgung für schwer psychisch Erkrankte. Die KV Nordrhein wirbt nun dafür, dass sich weitere Niedergelassene – und vor allem Kliniken – an den regionalen Netzverbünden beteiligen.
Die geplante Pflicht zu einem flächendeckenden aufsuchenden Bereitschaftsdienst rund um die Uhr stößt in Bayern auf Kritik. Kassenärztliche Vereinigung und AOK plädieren für mehr regionale Flexibilität in der Notfallversorgung.
Die GKV hat auf der Einnahmeseite kaum Spielräume. Zu diesem Ergebnis kommt eine IGES-Studie. Gespart werden müsse also bei den Ausgaben, fordern die Kassen.
Etwa 80 Prozent der jungen Erwachsenen weltweit bewegen sich deutlich zu wenig. Dabei ist körperliche Inaktivität weltweit mit etwa fünf Millionen Todesfälle pro Jahr verbunden - vergleichbar mit Zahlen zu Rauchen oder Übergewicht. Die Politik reagiert hierzulande jedoch zögerlich.
Nicht Medikamente, sondern andere Leistungsbereiche treiben die Ausgaben der gesetzlichen Krankenversicherung, sagt die Pharmaindustrie. Und wehrt sich damit gegen Vorwürfe, sie sei mitverantwortlich für die aus dem Ruder laufenden GKV-Ausgaben.
Rheinland-Pfalz ist das zweite Bundesland, in dem dieses Jahr ein neuer Landtag gewählt wird. Der Urnengang findet am 22. März statt. Der änd hat sich im Vorfeld angeschaut, was die großen Parteien den Rheinland-Pfälzern gesundheitspolitisch versprechen. Heute: die AfD.
Immer weniger Bürgerinnen und Bürger sind mit der ärztlichen Versorgung zufrieden. Laut PwC-Healthcare-Barometer kritisieren viele vor allem zu wenig Zeit im Arzt-Patienten-Gespräch. Zugleich wächst die Sorge um die Finanzierbarkeit des Gesundheitssystems.
Die geplante Pflicht zur systematischen Erkennung von Mangelernährung stößt in der Ernährungsmedizin auf breite Zustimmung. Fachgesellschaften sehen darin einen wichtigen Schritt, um ein bislang oft übersehenes Versorgungsproblem in Krankenhäusern anzugehen.
Die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) und der GKV-Spitzenverband haben sich auf das stationäre Leistungsspektrum der geplanten sektorenübergreifenden Versorgungseinrichtungen (süV) verständigt. Die neuen Einrichtungen sollen vor allem wohnortnah ambulante sowie nicht-komplexe stationäre Behandlungen ermöglichen.