Dringende Facharzttermine schneller möglich
Die von der SPD geforderte Termingarantie beim Facharzt lehnt die KBV ab - sie stellt aber schnellere Termine in Aussicht, wenn es wirklich brennt. Ist das ein möglicher Kompromiss?
Die von der SPD geforderte Termingarantie beim Facharzt lehnt die KBV ab - sie stellt aber schnellere Termine in Aussicht, wenn es wirklich brennt. Ist das ein möglicher Kompromiss?
Die bundesweit erste Handlungsempfehlung zum Umgang mit digitaler Gewalt in der Gesundheitsversorgung hat der Runde Tisch Berlin „Gesundheitsversorgung bei häuslicher und sexualisierter Gewalt“ vorgelegt.
Nach der Wahl in Sachsen-Anhalt steigt auch bei der AfD in Mecklenburg-Vorpommern die Zuversicht – schließlich liegt die Partei dort in den Umfragen derzeit bei über 35 Prozent. Zum Thema Gesundheit gibt es im Wahlprogramm schon deutliche Ansagen.
Als Ärzte bei der Einführung der elektronischen Patientenakte (ePA) vor Gefahren für das Arzt-Patienten-Geheimnis gewarnt haben, hat Dr. Laura Dalhaus sie in die Nähe von Verschwörungstheorien gerückt. Nun entschuldigt sie sich dafür – und bewertet die Warnungen mit Blick auf die anstehende Reform des Nachrichtendienstrechts als berechtigt.
Wie sollen Praxen reagieren, wenn Leistungen nicht mehr ausreichend finanziert werden? Der Berufsverband der Deutschen Urologie fordert von KBV und KVen bundesweit einheitliche Leitplanken. Dazu soll auch geklärt werden, welches Leistungsangebot wirtschaftlich noch zumutbar ist.
Krankenhäuser bekommen in NRW bereits finanzielle Unterstützung, um Klima-Anpassungsmaßnahmen durchzuführen. Diese Förderung müsse auch auf Arztpraxen ausgeweitet werden, findet Ärztekammer-Präsident Gehle.
Ein verbindliches hausärztliches Primärversorgungssystem kann nur auf der Grundlage starker Hausarztpraxen und einer starken Hausarztzentrierten Versorgung (HzV) erfolgreich eingeführt werden. Das betonte die Delegiertenversammlung des Hausärztinnen- und Hausärzteverbands.
Mit der ersten Rede des Bundesgesundheitsministers im Bundestag zeigt sich der AOK-Bundesverband zufrieden. Ein Dorn im Auge sind ihm allerdings die geplanten Korrekturen am GKV-Beitragssatz-Stabilisierungsgesetz.
Für den SpiFa ist die angekündigte Streichung der Fixkostendegression in der HzV aus dem GKV-Spargesetz nicht ausreichend. Er fordert: Auch die verpflichtende Offene Sprechstunde sollte weg.
In Kürze fällt der Startschuss für die Forschung mit ePA-Daten. Eine neue Umfrage zeigt: Viele wären bereit, ihre Daten dafür zur Verfügung zu stellen. Sie wollen jedoch genau festlegen können, wer welche Daten einsehen darf.
Mit regionalen Gesundheitszentren, sektorenübergreifenden Versorgungsmodellen und mehr Telemedizin will die Linke die medizinische Versorgung in Mecklenburg-Vorpommern sichern. Im Wahlprogramm für die Landtagswahl am 20. September setzt die Partei vor allem auf vernetzte Strukturen für den ländlichen Raum.
Nicht nur die Zahl der Krankenkassen könnte bei den anstehenden Strukturreformen auf den Prüfstand kommen. SPD-Fraktionsgeschäftsführer Dirk Wiese stellt nun auch die heutige KV-Landschaft infrage. Anlass sind die bekannt gewordenen Verluste durch riskante Kapitalanlagen.
Im großen Sparpaket für die Gesundheitsausgaben steckt eine spezielle Maßnahme: Die Kassen müssen nicht mehr Millionen Briefe versenden, wenn sie teurer werden. Verbraucherschützer sind alarmiert.
Schwarz-Rot will Patienten stärker durch das Gesundheitssystem steuern – und verbindet das mit einem Versprechen. SPD-Gesundheitspolitiker Christos Pantazis erklärt im Bundestag, was passieren soll, wenn die KV keinen notwendigen Facharzttermin vermitteln kann.
Besser steuern, die Ausgaben begrenzen und Ärzten wieder mehr Zeit für Patienten verschaffen: Bundesgesundheitsminister Carsten Linnemann hat in seiner ersten Bundestagsrede die Leitlinien seiner Gesundheitspolitik skizziert. Dabei macht der CDU-Politiker klar: An Einsparungen führt kein Weg vorbei.
Kann das Gesundheitswesen noch entscheiden? Auf dem Hausärztetag diskutierten ehemalige Spitzenbeamte und Hausärztevertreter über Blockaden in der Gesundheitspolitik.
Viele junge Ärztinnen interessieren sich für die Niederlassung, entscheiden sich aber zunächst für eine Anstellung. Hausärztin Nadja Jesswein sieht einen Grund in der fehlenden Absicherung selbstständiger Ärztinnen bei Schwangerschaft und Mutterschaft. Grünen-Politiker Armin Grau spricht von einem „erstaunlichen Anachronismus“.
Digitale Ersteinschätzung als Lösung angesichts von Fachkräftemangel und alternder Bevölkerung? Während der TK-Vize das als unausweichlich ansieht, betont Zi-Vize Thomas Czihal beim Hausärztinnen- und Hausärztetag die menschliche Komponente bei der Ersteinschätzung.
Im November soll ein Referentenentwurf zur Primärversorgung vorliegen. Der muss auch Finanzierungsströme in der ambulanten Versorgung umsteuern, forderte der Grünen-Politiker Dr. Janosch Dahmen beim Hausärztinnen- und Hausärztetag. SPD und Union diskutieren derweil über Termingarantien und Malus-Systeme.
Wie eigenständig sollen Pflegefachkräfte künftig Patientinnen und Patienten versorgen dürfen? Und braucht es in einem Primärversorgungssystem Verbindlichkeit? Über diese und andere Fragen haben zwei Ärztinnen, eine Kassenvertreterin und ein Gesundheitspolitiker bei einer AOK-Veranstaltung diskutiert. Die Antworten fielen erwartungsgemäß unterschiedlich aus. In einem Punkt gab es aber Einigkeit.
Die Streichung der sogenannten Fixkostenegression in der HzV aus dem GKV-Spargesetz ist wohl beschlossene Sache. Das lässt sich zumindest aus der Äußerung eines SPD-Bundestagsabgeordneten bei einer Diskussionsveranstaltung schließen, die am Mittwochabend in Berlin stattfand.
Die hausärztliche Versorgung wird für Wahlentscheidungen der Menschen in Deutschland immer wichtiger. Das zeigt eine Civey-Umfrage im Auftrag des Hausärzteverbands. Der Verband fordert daher von der Politik klare Signale der Unterstützung für die hausarztzentrierte Versorgung.
Heute Früh gab es wieder umfangreichere Störungen bei der TI. Zum zweiten Mal in dieser Woche gab es Schwierigkeiten mit den Heilberufsausweisen und Institutionskarten eines bestimmten Herstellers.
Ärzte und Psychotherapeuten sollen bei Überwachungsmaßnahmen der Nachrichtendienste weniger geschützt sein als Anwälte, Geistliche und Abgeordnete. KVB, BLÄK und PTK Bayern fordern eine Gleichstellung – und warnen vor Folgen für das Vertrauensverhältnis zu Patienten.
Die Zahl der Hybrid-DRG-Fälle bei Vertragsärzten ist binnen eines Jahres um 65 Prozent gestiegen. AOK-Chefin Carola Reimann führt die Entwicklung auch auf die „lukrative Vergütung“ zurück. Sie fordert niedrigere Preise für ambulante Behandlungen.
Erstmals beziffert das Bundesamt für Soziale Sicherung den möglichen Schaden durch Fehlinvestments bei Krankenkassen. Allein bei den bundesweit tätigen Kassen könnten 1,1 Milliarden Euro betroffen sein. Der tatsächliche Schaden im Gesundheitssystem könnte sogar noch höher liegen.
KI-gestützte Systeme, die in der Arztpraxis bei der Dokumentation mitlaufen, benötigen nach Auffassung der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) nicht generell eine Einwilligung der Patienten. Sie müssen allerdings über die Datenverarbeitung informiert werden, betonte Justiziar Dr. Christoph Weinrich auf einer Veranstalung in Hamburg.
Kinderärztinnen in Niedersachsen und Bremen warnen vor möglichen Folgen des GKV-Sparpakets für Vorsorgeuntersuchungen und Impfungen. Besonders bildungsferne Familien könnten benachteiligt werden, heißt es.
Am 20. September wählt Berlin ein neues Abgeordnetenhaus. Die Grünen in der Hauptstadt wollen laut Wahlprogramm unter anderem eine gerechtere Verteilung von Arztsitzen erreichen.
Nach Berechnungen der KV Sachsen gehen der ambulanten Versorgung im Land in Folge des GKV-Spargesetzes ab 1. Januar 2027 jährlich 112 Millionen Euro verloren. Darüber hat die Körperschaft die Berufsverbände informiert – und ihnen auch mitgeteilt, welche Fachgruppen besonders stark betroffen sind.
Wie viel Akutversorgung können die KVen rund um die Uhr übernehmen? KBV-Chef Andreas Gassen hält eine 24/7-Verpflichtung für personell nicht machbar. In der Anhörung im Gesundheitsausschuss hielten Vertreter des Rettungsdienstes dagegen: Fehlende ambulante Angebote belasteten schon heute 112 und Notaufnahmen.
Der Berufsverband Deutscher Anästhesistinnen und Anästhesisten (BDA) fordert, Anästhesieleistungen bei ambulanten Operationen von den neuen Budgetgrenzen auszunehmen. Sonst drohten sie zum Flaschenhals der Ambulantisierung zu werden.
Immer mehr niedergelassene HNO-Ärzte geben offenbar Kinder-OPs auf oder reduzieren die Zahl der Eingriffe. Laut einer aktuellen Mitgliederbefragung des HNO-Bundesverbandes hat jeder dritte Befragte inzwischen ganz damit aufgehört, ein weiteres Fünftel operiert weniger. Als wichtigsten Grund nennen diese Ärzte die unzureichende Vergütung.
In der Debatte um die künftige Primärversorgung stellt sich der Virchowbund gegen eine verpflichtende Steuerung aller Patienten über die Hausarztpraxis. Der Verband warnt vor einem hausärztlichen „Flaschenhals“. Unterstützung bekommt Virchowbund-Chef Dr. Dirk Heinrich dabei auch von Hausärzten aus den eigenen Reihen.
Die Notfallreform soll Patienten besser steuern, verlangt den KVen aber auch neue Angebote ab. Die KV Westfalen-Lippe hält eine ambulante Vollversorgung rund um die Uhr für unrealistisch. Die Unikliniken sehen 24/7-Angebote dagegen als Teil des Sicherstellungsauftrags.
Suizidale Krisen begegnen Ärzten nach Einschätzung der Bundesärztekammer (BÄK) häufig lange bevor Betroffene psychiatrische oder psychotherapeutische Hilfe suchen. Die Kammer sieht deshalb auch Ärzte aller Fachrichtungen in der Verantwortung, Warnsignale zu erkennen und Suizidgedanken anzusprechen.
Eine Krankenkasse darf eine freiwillige Mitgliedschaft zurücknehmen, wenn sie auf falschen Angaben beruht. Das gilt nach einem Urteil des LSG Berlin-Brandenburg auch dann, wenn der Versicherte von der Täuschung nichts wusste und ein Mitarbeiter der Krankenkasse selbst die falschen Angaben gemacht hatte.
In Berlin rüstet sich die AfD hinter Spitzenkandidatin Dr. Kristin Brinker für die anstehende Wahl. Eine Verbesserung der Gesundheitsversorgung in der Hauptstadt steht dabei auch auf dem Wunschzettel der Partei – die jedoch in vielen Punkten sehr unkonkret bleibt.
Die Drogeriemarktkette dm bietet seit gut einem Jahr Augenscreenings in Filialen an. Nun prüft das Landgericht Karlsruhe, ob das Angebot rechtlich zulässig ist.
Wie in einem Primärversorgungssystem die Patientensteuerung stattfinden sollte, darüber herrschen in der Vertragsärzteschaft andere Vorstellungen als bei den Krankenkassen. Bei einer KBV-Veranstaltung diskutierten KBV-Vize Dr. Stefan Hofmeister und Spitzenverbandsvorständin Stefanie Stoff-Ahnis über das Thema. Letztere versuchte dabei auch, ein Missverständnis zu klären.
Die Grünen-Fraktion fordert Reformen in der psychiatrischen Versorgung. Unter anderem müssten ambulante Behandlungsmöglichkeiten ausgebaut werden.
Mit einer ungewöhnlichen Protestaktion machen zurzeit Hunderte Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten von sich reden. Sie haben ihre Mitgliedschaft bei der TK beendet – weil sie den Umgang der Kasse mit den Belangen ihres Berufsstandes problematisch finden.
Rund 70 Prozent der Medizinstudierenden sind Frauen, in den Führungsetagen der Kliniken dominieren weiterhin Männer. Beim Auftakt der neuen Reihe des Deutschen Ärztinnenbundes zeigten die Wirtschaftsjournalistin Bettina Weiguny und die Ex-Vorständin Christina Sontheim-Leven welche Rolle informelle Netzwerke, Doppelstandards und berufliche Abhängigkeiten dabei spielen.
Dem Entwurf für eine Notfallreform fehlt es an Realitätsnähe, kritisiert der Vorstand der KBV. Er warnt vor neuen Parallelstrukturen, für die weder das Personal noch das Geld vorhanden sei. Auch der HÄV hat Änderungswünsche.
Die Kritik der Ärzteschaft an Gesundheitsleistungen in Drogeriemärkten hält der Verein demokratischer Ärzt*innen (vdää) für scheinheilig. Auch in Arztpraxen würden aus kommerziellem Interesse medizinisch nicht notwendige Leistungen verkauft. Er fordert ein Verbot - und spricht sich zugleich für ein „nonprofit Primärversorgungssystem mit angestellten Beschäftigten“ aus.
Am 20. September wählt Berlin ein neues Landesparlament. Die SPD fordert in ihrem Wahlprogramm mehr Arztsitze in unterversorgten Bezirken und einen Anspruch auf Facharzttermine innerhalb von 14 Tagen.
Die Grünen fordern Termingarantien für Notfall-Patientinnen und -Patienten und eine Heilkundeübertragung an Notfallpflegekräfte und -Sanitäter in bestimmten Fällen. Das sehen Änderungsanträge vor, die die Fraktion vor der Anhörung am Mittwoch in den Gesundheitsausschuss eingebracht hat.
Die Kassen fordern erneut Zugriff auf die Praxis-Termine und detailliertere Regelungen zu Anzahl und Ort der INZ. Die Kommunen verbitten sich derweil zu viele Bundesvorgaben: Bei der Notfallreform gibt es nicht wenige strittige Punkte.
Soll am Anfang des Versorgungspfades immer der Hausarzt oder die Hausärztin stehen? In der Diskussion über die Ausgestaltung eines Primärversorgungssystems ist über diese Frage in der niedergelassenen Ärzteschaft ein Konflikt entbrannt. Auch der Berufsverband der Gastroenterologen äußert jetzt seine Meinung dazu.
Krankenkassen wollen im Rahmen von Gesetzesplänen immer mehr Zugriffsrechte in der Gesundheitsversorgung erhalten. Der Hausärztinnen- und Hausärzteverband Westfalen-Lippe sieht dadurch die ärztliche Freiberuflichkeit gefährdet.