„Meine Termine gehören mir“
Die neuen Digital-Gesetzespläne aus dem Bundesgesundheitsministerium stoßen dem Virchowbund sauer auf. Er sieht darin einen staatlichen Eingriff in Praxisstrukturen und das Arztgeheimnis.
Die neuen Digital-Gesetzespläne aus dem Bundesgesundheitsministerium stoßen dem Virchowbund sauer auf. Er sieht darin einen staatlichen Eingriff in Praxisstrukturen und das Arztgeheimnis.
Sie sind von der Streichung der TSVG-Honorarregelung besonders betroffen – und wollen handeln: 82 Prozent der HNO-Facharztpraxen planen angesichts der GKV-Sparpläne, ihre Sprechzeiten für Kassenpatienten zu kürzen. Das hat eine aktuelle Umfrage des Berufsverbandes ergeben. Mehr als die Hälfte sieht sich gezwungen, Personal abzubauen.
Hat das Spargesetz aus dem Hause Warken großen Einfluss auf die Zahl der Privatpatienten? Der Verband der Privatärztlichen Verrechnungsstellen (PVS) warnt vor einem „systemverändernden Trojanischen Pferd“.
Wer zahlt für die Kassenbeiträge von Bürgergeldempfängern? Der CDU-Finanzexperte Bury macht einen neuen Vorschlag.
Viele augenärztliche OP-Zentren in Deutschland lassen Patientinnen und Patienten offenbar für Augenlinsen-Implantate draufzahlen, obwohl diese Kassenleistung sind. Das haben NDR-Recherchen ergeben. Der Sender spricht von „massenhafter Abzocke“.
Mit scharfen Tönen kritisierten die vdek-Chefin Ulrike Elsner und der Verwaltungsratsvorsitzende Uwe Clemens die geplante Kürzung der Bundesmittel im Rahmen des Sparpakets. Ministerin Nina Warken (CDU) verteidigte den Kabinettsbeschluss, stellte aber auch Änderungen in Aussicht.
Die Krankenkassen drängen bei der geplanten Einführung eines Primärversorgungssystems auf einen verpflichtenden digitalen Terminpool. Dort müssten dann Vertragsärzte „einen relevanten Anteil“ ihrer freien Termine eintragen.
Der Hausärztinnen- und Hausärzteverband übt scharfe Kritik am geplanten Digitalgesetz. Dieser lasse „nichts Gutes ahnen“. Vor allem die digitale Ersteinschätzung und der erweiterte Zugriff der Kassen auf ePA-Daten stoßen auf Widerstand.
Es geht um Leben und Tod: Viele Menschen unterstützen Organspende, lassen sich aber nicht als mögliche Spender registrieren. Mehrere Abgeordnetengruppen im Bundestag wollen das ändern.
Auch im ersten Quartal 2026 führt eine AOK das Regress-Ranking der KV Rheinland-Pfalz an. Dahinter aber verschiebt sich das Feld deutlich, während die Zahl der Prüfanträge weiter für wachsenden Aufwand in den Praxen sorgt.
In der Gesundheitsversorgung in Deutschland gibt es ein riesiges Potenzial zur Ambulantisierung. Das geht aus dem neuen AOK-Krankenhaus-Report hervor. Welche Rolle spielen dabei die Vertragsärztinnen und -ärzte? Auf diese Frage hat AOK-Bundesverbandsvorsitzende Carola Reimann eine Antwort.
Die Bundesdatenschutzbeauftragte (BfDI) Professor Louisa Specht-Riemenschneider hat 2025 mehr als doppelt soviele Beschwerden erhalten wie im Jahr zuvor. Einer ihrer Arbeits-Schwerpunkte lag auf Gesundheitsdaten. Das geht aus dem aktuellen Bericht der BfDI hervor.
Die Bevölkerung ist bereit für Reformen im Gesundheitswesen und unterstützt mehr Steuerung und stärkere Arbeitsteilung. Das zeigt eine Umfrage. Gleichzeitig verschärfen fehlende Nachfolger und strukturelle Hürden die Versorgungslage in den Praxen.
Das BMG hat einen neuen Entwurf für das Digitalgesetz vorgelegt. Darin wird es nicht nur in Sachen Ersteinschätzung konkreter. Auch bei den Kommunikationswegen hat das Ministerium klare Vorstellungen.
Die Bundesgesundheitsministerin verteidigt in der ARD-Sendung „Maischberger“ ihr Sparpaket. Dabei lässt sie sich auch von der teils scharfen Kritik seitens Grünen-Politikerin Britta Haßelmann nicht aus der Ruhe bringen – und teilt gegen die Vorgängerregierung aus.
Die Zusammenarbeit zwischen Haus- und Fachärzten sowie Kliniken und Praxen läuft alles andere als optimal. Zu diesem Fazit kommt die Techniker Krankenkasse – und untermauert das mit einer Umfrage. Demnach kritisieren rund ein Drittel der Befragten, dass das Zusammenspiel in der Versorgung schecht sei.
Digitale Gesundheitsanwendungen, die sogenannten Apps auf Rezept, sind im Versorgungsalltag angekommen. Doch mit steigenden Verordnungszahlen wächst die Unsicherheit in den Praxen: Krankenkassen schauen genauer hin – etwa auf Indikationen und mögliche Ausschlusskriterien. Erste Prüfanträge laufen bereits.
Die ADAC-Luftrettung warnt vor negativen Folgen des geplanten GKV-Sparpakets. Das treffe besonders ländliche und strukturschwache Gegenden.
Die telemedizinische Versorgung im Bereitschaftsdienst funktioniere sehr gut, so die Erfahrung der KV in Niedersachsen. Tagsüber würden die Ärzte aber in den Praxen benötigt – und könnten nicht zusätzlich in einem telemedizinischen Modell tätig sein, betonte der KVN-Vize heute in Berlin.
Die Bundesregierung will bei der Krankenhausreform nachbessern. Doch in Sachsen wächst die Sorge um Defizite und den Erhalt regionaler Standorte.
Der Verwaltungsrat der Barmer warnt die Bundesregierung davor, das GKV-Sparpaket auszuhöhlen. „Der Bund muss sich an der Stabilisierung der GKV-Finanzen stärker beteiligen, anstatt sich noch weiter aus der Verantwortung zu stehlen“, mahnt Vorsitzende Sylvi Krisch an.
Über 500 Millionen Nettoverlust hat der Impfstoffhersteller Biontech im ersten Quartal 2026 geschrieben. Die Nachfrage nach Covid-19-Impfstoffen sinkt. Das Unternehmen plant die Schließung mehrerer Produktionsstandorte.
Der Hausärztinnen- und Hausärzteverband Hessen hat seine Mitglieder zum politischen Widerstand gegen das geplante GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz aufgerufen. Wichtig sei es, HZV-Einschreibungen kurzfristig zu intensivieren sowie Politiker und Patienten aufzuklären.
Beim CDU-Wirtschaftsrat verteidigt Kanzleramtsminister Thorsten Frei die Bilanz der schwarz-roten Koalition. Sie habe „viel Gutes auf den Weg gebracht“.
Ein einheitliches und verbindliches Ersteinschätzungsverfahren, eine „GKV-Terminplattform“ - und nicht jeder Patient muss einen Arzt sehen: Der Ersatzkassenverband vdek hat skizziert, wie er sich ein Primärversorgungsmodell vorstellt.
Der demografische Wandel schreitet voran - mehr als die Hälfte der Ärztinnen und Ärzte in Rheinland-Pfalz (54 Prozent) ist inzwischen älter als 50 Jahre. Die Landesärztekammer fordert einen Ausbau der Medizin-Studienplätze.
Die Pharmaindustrie, die 2025 stark gewachsen war, erwartet ein Ende des Aufwärtstrends. Das liegt nicht nur an Trumps Zöllen. Das Sparpaket von Ministerin Warken sieht die Branche als Standortrisiko.
Eine nahe Anlaufstelle für Arzneimittel und Beratung ist vielen wichtig. Mehr und mehr Apotheken machen aber dicht. Setzt sich das auch 2026 fort?
Die Debatte über steigende Beiträge, längere Wartezeiten auf Termine und Spargesetze hat am Montagabend die ARD-Sendung „Hart aber fair“ bestimmt. KBV-Chef Dr. Andreas Gassen machte gleich zu Beginn deutlich, wo er die Ursachen für Versorgungsengpässe sieht.
Der Vorsitzende des Hausärzteverbandes Sachsen-Anhalt wirft der Bundesgesundheitsministerin eine mangelnde Wertschätzung der Hausärztinnen und Hausärzte vor. Seiner Ansicht nach gibt es dafür mehrere Anhaltspunkte. Diese zählt er in einem Offenen Brief auf.
Rettungskräfte in Thüringen können jetzt flächendeckend und rund um die Uhr telemedizinische ärztliche Unterstützung für die Erstversorgung von Patienten heranziehen.
Wer ein Smartphone mit einem älteren Betriebssystem hat, kann ab Juli nicht mehr mit dem Gerät auf seine elektronische Patientenakte zugreifen. Auch andere TI-Anwendungen sind davon betroffen.
Die Freie Ärzteschaft warnt vor weitreichenden Folgen des geplanten Digitalgesetzes. Der Verband sieht in dem Referentenentwurf einen grundlegenden Umbau des Zugangs zur ambulanten Versorgung – zulasten gesetzlich Versicherter.
Durch Fehlverhalten und Betrug sind der AOK Rheinland/Hamburg in den Jahren 2024 und 2025 nach eigenen Angaben Schäden in Höhe von rund acht Millionen Euro entstanden. Die Kriminalität im Gesundheitswesen nehme immer mehr zu, sagt die Kasse – und richtet einen Appell an die Politik.
Der Kabinettsentwurf zum GKV-Spargesetz sieht auch die Kürzung von Zuschlägen für die psychotherapeutische Versorgung vor. Der Bundesverband für Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie hält das für „gesundheitspolitisch fahrlässig“.
Sie zählt zu den bundesweit günstigsten Krankenkassen und hat mehr als eine Million Mitglieder – seit kurzem darf die BKK firmus aber in sechs Bundesländern keine neuen Mitglieder mehr aufnehmen.
Die schwarz-rote Koalition steckt zum Jahrestag der Kanzlerwahl intern wie auch in Umfragen im Stimmungstief. Der Regierungschef baut auf Besserung. Seine teils umstrittene Kommunikation verteidigt er – ebenso wie das Sparpaket in der GKV.
2.000 Tote in einem Jahr, mehr Gewalt gegen medizinisches Personal und Einrichtungen: WHO und Hilfsorganisationen schlagen Alarm.
Die Mitarbeiterinnen am Empfangstresen werden entlastet, die Ablenkung durch Anrufe fällt weg, mehr Aufgaben lassen sich delegieren. Zwei Hausärzte berichten, was das Arbeiten mit einem KI-Telefonassistenten verändert hat, wie Patienten auf das Tool reagieren – und was man vor der Einführung berücksichtigen sollte.
Während sich immer mehr Menschen über Gesundheitsthemen in sozialen Netzwerken informieren, erreichen viele Praxen ihre Zielgruppen dort kaum. Wie Praxen mit klarer Positionierung, passenden Inhalten und rechtlicher Sicherheit sichtbar werden können, erklärten Fachanwalt Dr. Sebastian Braun und Social-Media-Expertin Esther Vynograd in einem Webinar.
Fast die Hälfte der geprüften Krankenhausabrechnungen war laut Medizinischem Dienst zu hoch. Das neue Gesundheits-Sparpaket soll die Kontrollen verschärfen - und viel Geld einsparen.
Videos, in denen Werbung für dubiose „Wunder-Medikamente“ gemacht wird, kursieren mittlerweile tausendfach im Netz. Nicht selten werden dafür Gesicht und Stimme einer prominenten Person missbraucht, wie im Fall von Dr. Eckart von Hirschhausen. In einer TV-Dokumentation klärt der Arzt und Journalist auf über das System der sogenannten Deepfake-Mafia. Der änd hat sich den Film angeschaut.
CDU und SPD haben sich nach drei Wochen Verhandlungen auf einen Koalitionsvertrag geeinigt. Die schwarz-roten Koalition will eine „gute und verlässliche Gesundheitsversorgung im Land dauerhaft sichern“, heißt es in dem Papier. Was genau ist geplant?
Die FeNO-Messung sollte Teil der Regelversorgung werden, fordern mehrere Fachgesellschaften. Sie haben einen Antrag auf ein Methodenbewertungs-Nutzungsverfahren beim Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) eingeleitet.
Das Kabinett hat grünes Licht für die Sparpläne von Ministerin Warken gegeben. MEDI-Chef Dr. Norbert Smetak hält die Maßnahmen für unausgewogen und warnt im Gespräch mit dem änd vor negativen Folgen für Praxen und Patienten.
Ein falscher Klick und die Praxis steht still: Cyberangriffe treffen längst nicht nur große Kliniken, sondern zunehmend auch niedergelassene Praxen. Dabei nutzen Täter automatisierte Verfahren, täuschend echt wirkende Kommunikation und Schwachstellen im Praxisalltag aus. Die Folgen können gravierend sein.
Dass mit dem GKV-Spargesetz auch den Vertragsarztpraxen Geld entzogen wird, ist klar. Doch mit wie viel Verlust müssen die Niedergelassenen konkret rechnen? Das hat das Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung jetzt ausgerechnet. Eine Fachgruppe ist demnach mit Abstand besonders betroffen.
Auch einen Tag nach Verabschiedung des GKV-Sparpakets im Kabinett kochen die Emotionen bei den Niedergelassenen noch hoch. Der BVKJ kritisiert eine widersprüchliche Politik. Und der Vorstand der KV Hessen unterstellt dem Bundesgesundheitsministerium gar Allmachtsfantasien.
Strenge Sicherheitsvorgaben für digitale Gesundheitsanwendungen (DiGA) schließen laut Bundesverband Digitale Versorgung (SVDGV) derzeit Millionen Nutzer faktisch von der Nutzung aus. Vor allem ältere und einkommensschwächere Patientinnen und Patienten geraten ins Hintertreffen.
Die geplanten Reformen im Gesundheitswesen seien notwendig - auch wenn die Aufregung aktuell groß sei, sagt die frühere Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt. Für die aktuelle Amtsinhaberin Nina Warken hat sie einen Rat.