Kinderarzt wegen 30 sexualisierter Straftaten angeklagt
Ein Kinderarzt in Brandenburg ist wegen 130 Fällen sexualisierter Straftaten angeklagt. Viele Taten sollen während seiner Dienstzeit im Krankenhaus geschehen sein.
Ein Kinderarzt in Brandenburg ist wegen 130 Fällen sexualisierter Straftaten angeklagt. Viele Taten sollen während seiner Dienstzeit im Krankenhaus geschehen sein.
Der GKV-Spitzenverband warnt vor einem Aufschub der GKV-Sparreform, so wie es BÄK-Präsident Dr. Klaus Reinhardt diese Woche beim Ärztetag gefordert hatte. Es sei in den vergangenen Jahren beileibe genug verschoben worden, sagte Verbandschef Oliver Blatt.
Der Streit um einen Jahre zurückliegenden Klinikverkauf im Salzlandkreis geht weiter. Ameos verlangt jetzt 5,94 Millionen Euro vom Kreis. Der hält dagegen und spricht von „haltlosen“ Forderungen.
Fünf Jahre wurde gewerkelt, jetzt ist der Neubau fertig. Nach der Einweihungsfeier wird es ernst: Das komplette Krankenhaus soll binnen einer Woche umziehen – im laufenden Betrieb.
Der 130. Deutsche Ärztetag hat sich zu zwei weiteren geplanten Großprojekten des Bundesgesundheitsministeriums positioniert: zur Reform der Notfallversorgung und zum neuen Digitalgesetz. Hier die konkreten Forderungen.
Dass es künftig aufgrund der GKV-Sparpläne „keine Leistung ohne Vergütung“ mehr in den Arztpraxen geben werde, hat die KBV in den vergangenen Tagen mehrfach angekündigt. Doch wie viele Behandlungsfälle bekommen die Niedergelassenen künftig noch bezahlt? Darüber gibt eine neue KBV-Broschüre jetzt Auskunft.
Mehr Patientensteuerung soll sowohl die Notfallreform als auch perspektivisch die Primärversorgung bringen. Zentraler Diskussionspunkt ist in beiden Fällen die Ersteinschätzung. Der Hausärztinnen- und Hausärzteverband (HÄV) warnt davor, die beiden Bereiche zu vermischen. Andere melden bereits Zweifel an den Grundlagen an.
Der Konflikt zwischen Ärzteschaft und Bundesregierung angesichts der angekündigten Sparreformen war am Mittwoch auch auf der Pressekonferenz des 130. Deutschen Ärztetages Thema. BÄK-Vizepräsidentin Lundershausen sprach von einem „massiven Vertrauensbruch“.
Die Teillegalisierung von Cannabis war aus Sicht des Deutschen Ärztetags ein Fehler. Er fordert deshalb, diese zurückzunehmen. Auch bei Alkohol und Nikotin wollen die Delegierten strengere Regelungen.
Delegation, KI-Telefonassistenten und neue Teamstrukturen könnten helfen, den Hausärztemangel abzufedern. Das legt die Evaluation des Modellprojekts HÄPPI in Rheinland-Pfalz nahe. Fünf von sieben Pilotpraxen versorgten nach der Umstellung mehr Patienten, trotz angespannter Versorgungslage im ländlichen Raum.
Ein deutliches Plädoyer für eine stärker an Prävention ausgerichtete Suchtpolitik hat Prof. Hendrik Streeck am Mittwoch beim Ärztetag gehalten. „Es gibt selten ein zu früh, aber sehr leicht ein zu spät“, betonte der Bundesbeauftragte für Sucht- und Drogenpolitik.
Krankenhausreform, Ambulantisierung und Personalmangel setzen die ärztliche Weiterbildung unter Druck. Der Hartmannbund fordert eine Reform – mit modularen Lernwegen, sektorenübergreifenden Weiterbildungsverbünden und einer neuen Finanzierung.
Seit 2022 gibt es die Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung elektronisch, und seit 2022 gibt es deutlich mehr Fehltage. Das hat nach einer Studie aber nur bedingt miteinander zu tun.
Der Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie (BPI) sieht durch das geplante GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz Risiken für die Versorgung von Kindern mit Arzneimitteln. Besonders die geplante Ausweitung des Preismoratoriums könnte nach Ansicht des Verbands die Entwicklung kindgerechter Medikamente massiv ausbremsen.
Mehrere Ärzteverbände laufen Sturm gegen zentrale Steuerungspläne im geplanten Gesundheits-Digitalgesetz (GeDIG). Besonders die vorgesehene Terminbuchung über ePA-Apps der Krankenkassen sorgt für Kritik. Fachärzte sehen ihre Praxisautonomie, die ärztliche Schweigepflicht und die freie Berufsausübung gefährdet.
Witzig oder bemerkenswert: Der änd präsentiert vom Deutschen Ärztetag in Hannover eine Auswahl an Zitaten.
Er fertigte heimlich Tausende Fotos von seinen unbekleideten Patientinnen an. Der Arzt befriedigte damit seinen voyeuristischen Trieb, urteilt das Landgericht Osnabrück.
Während es für die Rede des Bundesärztekammerpräsidenten auf dem Deutschen Ärztetag am Dienstag viel Zuspruch gab, zeigten sich zahlreiche Delegierte enttäuscht von den Ausführungen der Ministerin – und fanden deutliche Worte.
DAK-Chef Storm hat sich hinter den Appell des BÄK-Präsidenten gestellt, das GKV-Spargesetz nicht im Eilverfahren zu beschließen. Erst müsse die Bundesregierung die Beteiligung an den Gesundheitskosten von Bürgergeldempfängern klären. Der DAK-Gesundheitsmonitor zeigt zugleich: Die Zufriedenheit mit der Versorgung ist auf den niedrigsten Stand seit 15 Jahren gesunken.
Der Berufsverband der Deutschen Urologie sieht die Weiterbildung in seinem Fachbereich durch neue, bereits in Kraft getretene sowie geplante gesetzliche Regelungen in der Gesundheitspolitik in Gefahr. Problem sei auch die zunehmende Ambulantisierung.
Nach dem Verband der Ersatzkassen reagiert heute auch der AOK-Bundesverband auf die Warnungen der KBV, dass durch das GKV-Spargesetz künftig Millionen Behandlungsfälle wegfallen könnten. Verbandschefin Reimann findet die Aussagen „maßlos überzogen“.
Die Bedrohung durch Cybercrime in Deutschland steigt weiter. Das zeigt der aktuelle Lagebericht Cybercrime des Bundeskriminalamts, der am Dienstag vorgestellt wurde. Bei Ransomwareangriffen liegt Deutschland demnach an dritter Stelle der Angriffsziele hinter USA und Kanada.
Bundesgesundheitsministerin Nina Warken hat die Kritik der Ärzteschaft am geplanten GKV-Spargesetz zurückgewiesen. Beim Deutschen Ärztetag verteidigte sie die Einschnitte als alternativlos und warnte vor einem finanziellen „Kollaps“ des Systems. Zugleich warf sie den Kassenärzten vor, Patienten mit Warnungen vor Terminverlusten zu verunsichern, statt tragfähige Reformvorschläge vorzulegen.
Europa soll bei wichtigen Arzneimitteln unabhängiger von Lieferanten außerhalb der EU werden. Unterhändler von Europaparlament und Mitgliedstaaten haben sich auf neue Regeln gegen Engpässe bei kritischen Medikamenten geeinigt. Öffentliche Aufträge sollen künftig stärker europäische Produktion berücksichtigen, strategische Projekte leichter gefördert werden.
Die Vertragsärzteschaft bekommt bei ihrer Kritik an den GKV-Sparplänen Unterstützung von ungewohnter Seite: Matthias Schellenberg, CEO der Apobank, warnt vor einer Verschlechterung der Versorgung und fordert, Arztpraxen zu stärken, statt sie durch Kürzungen zu schwächen.
Mit scharfen Worten hat Bundesärztekammer-Präsident Dr. Klaus Reinhardt zur Eröffnung des 130. Deutschen Ärztetages die Gesundheitspolitik der Bundesregierung kritisiert – und der Ministerin konkrete Änderungsvorschläge gemacht.
Der Grünen-Politiker Oliver Hildenbrand wird neuer Gesundheitsminister in Baden-Württemberg. Im Koalitionsvertrag setzen Grüne und CDU gesundheitspolitisch vor allem auf vernetzten Strukturen, Digitalisierung und neue Kooperationsformen.
Physician Assistants sollten in der vertragsärztlichen Versorgung stärker zum Einsatz kommen, fordert der Verband der Ersatzkassen. Wie genau das seiner Vorstellung nach geschehen soll, hat er jetzt in einem Forderungspapier beschrieben.
Vor dem Besuch der Bundesgesundheitsministerin auf dem Deutschen Ärztetag hat der Spitzenverband Fachärztinnen und Fachärzte Deutschlands (SpiFa) erneut eindringlich vor den dramatischen Folgen des geplanten GKV-Beitragsstabilisierungsgesetzes gewarnt. Auch bayerische Ärzteorganisationen schlagen Alarm.
Bundesärztekammerpräsident Dr. Klaus Reinhardt fordert einen Aufschub für die Verabschiedung des Sparpakets zur finanziellen Stabilisierung der gesetzlichen Krankenkassen.
Die Ersatzkassen gehen auf Konfrontationskurs zur Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV): Der Verband der Ersatzkassen (vdek) wirft der Ärzteschaft vor, Versicherte mit Warnungen vor wegfallenden Arztterminen zu verunsichern.
Wie kann es gelingen, mehr junge Ärztinnen und Ärzte für die Arbeit in der Selbstverwaltung zu gewinnen? Eine junge Ärztin und ein junger Arzt haben auf diese Frage am Montag in Hannover Antworten gegeben. Ein Blatt vor den Mund nahmen sie dabei nicht.
Clemens Hoch bleibt in Rheinland-Pfalz Gesundheitsminister. Der SPD-Politiker, der das Ministerium für Wissenschaft und Gesundheit seit 2021 führt, soll das Ressort auch in der künftigen schwarz-roten Landesregierung verantworten. Das teilte die SPD bei der Vorstellung ihres Regierungsteams in Mainz mit.
Die Verpflichtung der niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte zur anteiligen Finanzierung des aufsuchenden 24-Stunden-Dienstes im Rahmen der Notfallreform wäre verfassungswidrig. Diese Auffassung vertritt der Regensburger Jurist Professor Thorsten Kingreen.
Auch KBV-Vorstandsmitglied Dr. Sibylle Steiner hat bei der KBV-Vertreterversammlung die GKV-Sparpläne der Regierung thematisiert und ein deutliches Signal an die Regierung gesendet: Digitalisierung und Patientensteuerung seien nicht zum Minustarif zu haben. Zudem warnte sie davor, einer ePA-App zu viel Gewicht zu verleihen.
Kommt das GKV-Spargesetz wie geplant, könnten in Berlin 1000 Ärztinnen und Ärzte ihre Praxen aufgeben, warnte bei der KBV-Vertreterversammlung der Berliner KV-Chef Dr. Burkhard Ruppert. Bei einer Umfrage habe sogar jeder Zweite angegeben, über eine Praxisabgabe nachzudenken.
Die neue Gebührenordnung für Ärzte soll zügig verabschiedet werden und einen jährlich angepassten Inflationsausgleich enthalten. Das haben MEDI GENO Deutschland und MEDI Baden-Württemberg am Montag gefordert.
Mit scharfen Worten hat KBV-Vizechef Dr. Stephan Hofmeister das geplante GKV-Spargesetz attackiert. Auf der Vertreterversammlung in Hannover warf er der Bundesregierung „politischen Wortbruch“ vor und warnte vor einem „Verrat an der ambulanten Versorgung“.
Die Bundesregierung sieht KI-Assistenzsysteme in der Versorgung als „potenziell wertvoll“ an, fordert dafür aber strenge Anforderungen an Evidenz, Transparenz und Aufsicht. Das geht aus ihrer Antwort auf eine Kleine Anfrage der AfD-Fraktion hervor. Zentral seien die Sicherheit von Patientinnen und Patienten sowie die Qualität der erbrachten Leistungen.
Auf der Vertreterversammlung der Kassenärztlichen Bundesvereinigung hat der KBV‑Vorstandsvorsitzende Dr. Andreas Gassen am Montag konkrete Reaktionen auf die Spargesetzgebung aus dem Hause Warken angekündigt: „Die Praxen werden ihr Leistungsangebot anpassen müssen, schon allein aus betriebswirtschaftlichen Gründen.“
MB-Chefin Dr. Susanne Johna hat am Montag ihre Kritik an der aktuellen Gesundheitsgesetzgebung erneuert: „Wenn man drei große Reformen macht und gleichzeitig dem System in erheblichem Umfang Mittel entzieht, wird das Auswirkungen auf die Versorgung haben“, warnte sie - und machte Gegenvorschläge.
Angreifer haben sich Zugang zu einem E-Mail-Postfach in einer Praxis verschafft, teilt die KV Rheinland-Pfalz mit. Auch andere Praxen könnten dadurch gefälschte E-Mails erhalten haben.
Kurz vor der Eröffnung des 130. Deutschen Ärztetages hat Bundesärztekammer-Präsident Reinhardt noch einmal seinen Unmut über das geplante GKV-Sparpaket zum Ausdruck gebracht. Der Bundesregierung warf er „Taschenspielertricks“ vor.
In der niedergelassenen Fachärzteschaft brodelt es, seit bekannt wurde, welche Einschnitte mit dem GKV-Spargesetz in der ambulanten Versorgung vorgesehen sind. Kommt jetzt der große und laute Protest? Der änd hat bei den Berufsverbänden nachgefragt.
Hochprozentige alkoholische Getränke sollten nicht mehr in Supermärkten, Tankstellen und Kiosken verkauft werden dürfen, fordert der Marburger Bund. Bei Social Media sollte es Einschränkungen geben. Auch mit Machtmissbrauch und sexueller Belästigung in Kliniken beschäftigte sich die Hauptversammlung.
Ein Jahr Bundesregierung – und wie lief es bisher in der Gesundheitspolitik? Das wollte der änd von der gesundheitspolitischen Sprecherin der Union im Bundestag Simone Borchardt wissen. Im Interview signalisiert sie Verständnis für die Proteste gegen das GKV-Beitragssatz-Stabilisierungsgesetz, fordert aber auch konstruktive Vorschläge von der Ärzteschaft und kündigt Nachbesserungen an.
Die finanzielle Stabilisierung der GKV sei dringend erforderlich, räumt der Hartmannbund Landesverband Baden-Württemberg ein. Er warnt aber vor einer einseitigen Belastung.
Während Instrumente wie Alkohol-, Tabak- und Zuckersteuer auf Beifall treffen, sehen gesetzlich Versicherte andere Sparpläne der Bundesgesundheitsministerin kritischer, zeigt eine Umfrage. Und: Viele fürchten um die Qualität der Versorgung.
Der Marburger Bund warnt vor massiven Einschnitten durch die geplanten Reformen. In ihrem Lagebericht zum Auftakt der 147. Hauptversammlung sprach Vorsitzende Susanne Johna von einem „Stresstest ohne Sicherheitsnetz“.
Die Kassenärzte erwarten wegen der geplanten Einsparungen im Gesundheitswesen im kommenden Jahr deutlich weniger Behandlungen in den Arztpraxen. Nach Berechnungen der Kassenärztlichen Vereinigungen wären rund 46 Millionen Behandlungsfälle nicht finanziert.