Mainzer Uniklinik informiert nach Datenleck per Brief
Nach einem Cyberangriff auf einen Dienstleister sind bei mehr als 600 Patienten der Mainzer Uniklinik Gesundheitsdaten wie Diagnosen abgeflossen. Wer betroffen ist, wird per Brief informiert.
Nach einem Cyberangriff auf einen Dienstleister sind bei mehr als 600 Patienten der Mainzer Uniklinik Gesundheitsdaten wie Diagnosen abgeflossen. Wer betroffen ist, wird per Brief informiert.
Der AOK-Bundesverband hat die angekündigte Kürzung von Investitionen durch Eli Lilly und Boehringer Ingelheim scharf kritisiert. Vorstandschefin Carola Reimann sieht darin den Versuch hochprofitabler Pharmakonzerne, kurz vor der ersten Lesung des GKV-Spargesetzes Druck auf Bundestagsabgeordnete auszuüben.
Mehr als 8.000 schwerstkranke Menschen warten in Deutschland auf ein Spenderorgan. Zum Tag der Organspende am Samstag werden deshalb erneut Forderungen nach einer Widerspruchslösung laut. Zugleich warnt der Hausärztinnen- und Hausärzteverband Niedersachsen davor, die niedrigschwellige Beratung in Hausarztpraxen zu schwächen.
Für bestimmte elektronische Heilberufsausweise läuft die Zeit ab: Bis zum 30. Juni müssen betroffene Karten ausgetauscht werden, mahnt die Gematik. Andernfalls drohten Einschränkungen bei zentralen Anwendungen der Telematikinfrastruktur.
Apotheken sollen und wollen im Gesundheitswesen deutlich mehr Aufgaben übernehmen. Dagegen formiert sich inzwischen breiter Widerstand aus der Ärzteschaft. Bundesärztekammer und Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) haben dem Vorstoß der Apothekerschaft eine klare Absage erteilt. Auch der Spitzenverband Fachärztinnen und Fachärzte Deutschlands (SpiFa) sieht darin eine gefährliche Kompetenzüberschreitung.
Schon vor der ersten Beratung des Beitragssatzstabilisierungsgesetzes (BStabG) im Bundestag zeichnet sich ab, an welchen Punkten es keine Änderungen am Kabinettsentwurf geben wird. Zwei Punkte dürften Niedergelassene wenig freuen.
Kurzfristig sparen, langfristig umbauen: Gesundheitsökonom Prof. Jonas Schreyögg hält schnelle Eingriffe angesichts der GKV-Finanzlage für alternativlos. Hamburgs Gesundheitssenatorin Melanie Schlotzhauer warnt jedoch, die Sparvorschläge ließen sich nur schwer in die Versorgungsrealität übersetzen. Die Berliner Politik setze auf die falsche Reihenfolge: erst Sparvorgaben, dann Strukturreformen.
Mit einem neuen Medizinregistergesetz will die Regierung die Forschung mit Gesundheitsdaten erleichtern. Der Gemeinsame Bundesausschuss hält das für einen wichtigen Schritt, findet jedoch: So, wie der Gesetzentwurf gestrickt ist, wird das kaum funktionieren.
Die Sparpläne der Bundesregierung sorgen in den Praxen für Unruhe. In einer aktuellen änd-Leserumfrage erwarten neun von zehn Teilnehmern finanzielle Einbußen. Viele kündigen konkrete Konsequenzen an – von weniger Akutterminen bis hin zur vorzeitigen Praxisabgabe.
Bei geburtshilflichen Notfällen können Kliniken in Bayern ab sofort rund um die Uhr spezialisierte Neonatologen per Telemedizin hinzuziehen. Das bundesweit einzigartige Netzwerk soll Komplikationen bei Neugeborenen schneller erkennen und die Versorgung insbesondere in ländlichen Regionen verbessern.
Gegen die Sparpläne der Bundesgesundheitsministerin gibt es erhebliche Widerstände - auch aus den Ländern. Der Barmer-Chef meint: Die Länder verkennen Ernst der Lage.
In Hamburg haben mehrere ärztliche Berufsverbände die Niedergelassenen dazu aufgerufen, sich an den Praxisschließungen am 10. Juni zu beteiligen. Die Sprechstunden sollen am Vormittag für zwei Stunden ausgesetzt werden.
Der Berufsverband Deutscher Internistinnen und Internisten (BDI) lehnt Forderungen der Apothekerschaft nach einer stärkeren Rolle im geplanten Primärversorgungssystem ab. Die Internisten warnen vor neuen Doppelstrukturen und einer weiteren Zersplitterung der Versorgung. Steuerung und Ersteinschätzung müssten in ärztlicher Hand bleiben.
Gegen die Milliarden-Sparpläne der Bundesregierung bei den Gesundheitsausgaben formiert sich wachsender Widerstand – nun auch unter den Ländern. Diese stellen sich auch gegen die geplante Abschaffung finanzieller Anreize für Praxen für schnellere Terminvermittlungen.
Der Hausärztinnen- und Hausärzteverband (HÄV) macht Front gegen geplante Einschnitte bei Hausarztpraxen. Mit einer bundesweiten Kampagne sollen 50.000 Praxen Patientinnen und Patienten als Verbündete gewinnen. Rückenwind gibt eine aktuelle Umfrage.
Hartmannbund und Virchowbund in Schleswig-Holstein gehen auf Distanz zu den Sparplänen der Bundesregierung. Die Verbände warnen vor einer Schwächung der ambulanten Versorgung und fordern stattdessen eine grundlegende Strukturreform.
Im geplanten Primärversorgungssystem wollen die Apotheken eine große Rolle einnehmen. In bestimmten Fällen sehen sie sich sogar als beste erste Anlaufstelle - und wollen einigen Fällen ganz ohne Ärzte die Versorgung übernehmen.
Bundesärztekammer, BKK-Dachverband, Pharmaindustrie und weitere Akteure drängen auf eine verbindliche Nachhaltigkeitsstrategie für das Gesundheitswesen. Im Mittelpunkt steht dabei auch eine stärkere Ambulantisierung.
Der Personalmangel im europäischen Gesundheitswesen soll stärker auf die politische Agenda der EU rücken. Abgeordnete des Europaparlaments haben die EU-Kommission aufgefordert, eine Strategie für mehr Personal und bessere Arbeitsbedingungen vorzulegen.
Künstliche Intelligenz spielt im Alltag der Menschen in Deutschland eine immer größere Rolle – auch bei Gesundheitsfragen. So nutzt knapp ein Viertel lieber KI-Anwendungen, statt zum Arzt zu gehen. Das zumindest legt eine aktuelle Studie nahe.
Moritz Eckert und Dr. Nicolas Kahl haben hausärztliche Praxen zu ihrem Praxisverwaltungssystem befragt. Im Interview erklären sie, wie die Ergebnisse helfen sollen, die Systeme zu verbessern, warum sie kein Ranking erstellt haben – und welche PVS-Vorgaben ihnen bisher fehlen.
Mit dem E-Rezept sollte der Zugang zu DiGA einfacher werden. Laut Spitzenverband Digitale Gesundheitsversorgung (SVDGV) tritt derzeit aber das Gegenteil ein: Nur 14 Prozent der elektronisch verordneten DiGA würden tatsächlich aktiviert. Der Verband fordert deshalb, den weiteren Rollout zu stoppen und vorerst stärker auf Papierarezepte zu setzen.
MEDI will den Protest gegen das Spargesetz in den nächsten Tagen stetig intensivieren – und hat sogar zu Praxisschließungen in der nächsten Woche aufgerufen. Doch lohnt der Aufwand? Ist die Ärzteschaft überhaupt in Proteststimmung? Der änd hat mit Vorstandschef Dr. Norbert Smetak gesprochen.
Trotz massiver Proteste aus der Psychotherapeutenschaft sieht das Bundesgesundheitsministerium keinen Anlass, in die umstrittene Honoraranpassung einzugreifen. Nach einer rechtlichen Prüfung kommt es zu dem Schluss, dass der Beschluss des Erweiterten Bewertungsausschusses rechtmäßig zustande gekommen ist. Die KBV reagiert gereizt.
Der Berufsverband der Augenärztinnen und Augenärzte Deutschlands (BVA) hat deutliche Änderungen am Referentenentwurf für das Gesetz für Daten und digitale Innovationen im Gesundheitswesen (GeDIG) gefordert. Der Verband warnte vor Eingriffen in die ärztliche Autonomie, vor neuen Sanktionsmechanismen und Eingriffen in die Terminhoheit der Praxen.
Mehr als die Hälfte des früheren 2,2-Milliarden-Euro-Vermögens soll verloren sein, rund 11.000 Zahnärztinnen und Zahnärzten drohen Einbußen bei ihren Rente: Das Versorgungswerk der Zahnärztekammer Berlin hat nun eine Schadenersatzklage gegen insgesamt zwölf Pareien eingereicht.
Erhebliche Umsatzeinbußen für Praxen und Millionen Behandlungsfälle weniger: Der Vorstand der KVNO warnt vor gravierenden Folgen, die das GKV-Spargesetz für die Versorgung in Nordrhein haben könnte. Bei einer Pressekonferenz nennt er konkrete Zahlen – und macht Lösungsvorschläge.
Erst die Krankenhausreform, jetzt auch noch das GKV-Spargesetz: Die Schmerztherapie stehe vor dem Kollaps, warnt am Dienstag die Deutsche Schmerzgesellschaft.
Teuer und kaum bessere Steuerung: Die TK hat das Modell der Hausarztzentrierten Versorgung (HzV) in einer Analyse zerrissen. Nach Auffassung des Virchowbundes hat die Kasse dabei allerdings einen wichtigen Aspekt unter den Tisch fallen lassen. Auch aus Baden-Württemberg kommen neue Reaktionen.
Ambulante Operationen bei Kindern und Jugendlichen sollen bis Ende 2026 übergangsweise besser vergütet werden. Darauf haben sich die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) und der GKV-Spitzenverband (GKV-SV) geeinigt.
Die Sparpläne im Gesundheitswesen sorgen für Streit – die Protestserie geht weiter. Die Gewerkschaft Verdi will in dieser Woche an mehreren Klinik-Standorten in Brandenburg mobil machen.
Tausende Menschen in Deutschland warten auf ein Spenderorgan. Mediziner der Berliner Charité schildern, wie Spenden oft an einer Gesetzesgrundlage scheitern.
Eine Erpressergruppe hat einen Verein mit sensiblen Patientendaten angegriffen. Was Niedersachsens Gesundheitsminister den potenziell Betroffenen jetzt rät.
Deutschland liegt im Bereich der Prävention europaweit auf dem vorletzten Platz. Fachleute der Deutschen Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (DGVS) betonten in einer Pressekonferenz die Gefahren einer zuckerreichen Ernährung – und lobten die geplante Zuckersteuer.
Wie gut unterstützt ein PVS die Anwendungen der Telematikinfrastruktur im Alltag? Genau das soll der Gematik-TI-Score sichtbar machen. Er bewertet unter anderem, wie praxistauglich PVS-Systeme E-Rezept, eAU, eArztbrief, ePA oder elektronische Medikationsliste umsetzen. Die Gematik hat den TI-Score nun neu strukturiert und vor allem den ePA-Score weiterentwickelt.
Das vom Bundestag beschlossene Apothekengesetz sorgt weiter für hitzige Diskussionen. Die Kassenärztliche Bundesvereinigung hat am Montag ihre Kritik erneuert und wirft der Politik vor, ärztliche Aufgaben auf Apotheker zu übertragen, damit Patienten zu verunsichern und Praxen zusätzlich zu belasten.
Die wirtschaftliche Lage der Krankenhäuser hat sich dramatisch verschärft. Das zeigt das neue Krankenhaus-Konjunkturbarometer des Deutschen Krankenhausinstituts (DKI) im Auftrag der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG).
Die Vorsitzende der Kassenärztlichen Vereinigung Brandenburg (KVBB) Catrin Steiniger warnt vor einem Aus für die Ambulantisierung, wenn die Sparmaßnahmen im ambulanten Bereich wie geplant umgesetzt werden. Die KVBB hat sich deshalb an die Landespolitik gewandt.
Wie können Physician Assistants (PA) Ärztinnen und Ärzte im Praxisalltag gezielt entlasten – und welche Rahmenbedingungen braucht es? Dazu hat die KV Nordrhein ein Positionspapier veröffentlicht.
Die Vertreterversammlung der Kassenärztlichen Vereinigung Hessen fordert Bundeskanzler Friedrich Merz auf, das geplante GKV-Spargesetz zu stoppen. Ansonsten werde die ambulante Versorgung kollabieren.
Die Finanzierung von Rettungswageneinsätzen sorgt seit Monaten für Streit. Den Patienten drohen Zahlungen. Der zuständige Minister will das System ändern.
Die Präventionsmaßnahmen im Kampf gegen den Tabakkonsum müssen verstärkt werden, meint die Ärztekammer Nordrhein (ÄKNO). Woher das Geld dazu kommen soll, dazu hat sie genaue Vorstellungen.
Eine aktuelle Untersuchung zeigt, wie KI das Gesundheitswesen in Großbritannien verändert. Statt zum Arzt zu gehen, nutzen einige Patienten KI-Anwendungen – zum Teil, weil sie zu lange auf einen Termin warten müssen.
Von einem Cyberangriff sind bundesweit Kliniken betroffen - darunter auch Krankenhäuser in Niedersachsen. Erst langsam wird das Ausmaß deutlich - denn der Dienstleister selbst will keine Auskunft geben.
Dr. Karolin Pöppelmann ist Hausärztin. Für Mitarbeiter- und Patientengewinnung setzt sie unter anderem auf Social Media – und ist auch sonst in ihrer Praxis viel digital unterwegs.
In einer einstimmig beschlossenen Resolution spricht sich die VV der KV Mecklenburg-Vorpommern gegen das GKV-Spargesetz aus - und findet dabei deutliche Worte.
Die Zahl der Verdachtsfälle auf einen Behandlungsfehler erreicht bei der TK einen Höchststand. Allerdings erhärtet sich bei nur jedem dritten davon der Verdacht. TK-Chef Baas fordert Reformen.
Eine aktuelle Analyse stellt verbreitete Annahmen zur Rolle künstlicher Intelligenz in der Medizin infrage: Statt den Arzt zu ersetzen, könnte KI vor allem strukturelle Defizite im Gesundheitssystem korrigieren helfen.
Künstliche Intelligenz in Arztpraxen ist längst kein Zukunftsthema mehr. Sie nimmt Termine an, erinnert Patienten, schreibt Gespräche mit, erstellt Arztbriefentwürfe oder analysiert Befunde. Doch wer haftet, wenn dabei etwas schiefläuft? Rechtsanwältin Angelika Diarra von der Kanzlei für Gesundheitsrecht erläutert, worauf Praxen achten müssen, bevor sie KI-Tools einsetzen.
In Deutschland wird seit Monaten über ein Primärversorgungssystem gestritten. Der Hausärzteverband wirbt dabei für die HzV als Blaupause. Eine TK-Studie verpasst dieser Forderung nun einen empfindlichen Dämpfer: Die untersuchten HzV-Verträge steuerten Patienten kaum besser durch das System, führten aber zu mehr Facharztkontakten und höheren Kosten.