Baden-Württemberg will Impf-Vergütung prüfen
In Baden-Württemberg liegen die Quoten bei vielen Impfungen unter dem Bundesdurchschnitt. Ein Aktionsplan soll das nun ändern. Er setzt unter anderem auf finanzielle Anreize.
In Baden-Württemberg liegen die Quoten bei vielen Impfungen unter dem Bundesdurchschnitt. Ein Aktionsplan soll das nun ändern. Er setzt unter anderem auf finanzielle Anreize.
Der Berufsverband der Deutschen Urologie (BvDU) schlägt Alarm: Während Praxen und Kliniken mehrere Reformen stemmen müssen, begrenzt das GKV-Spargesetz die Vergütung. Niedergelassene Urologen sehen sich nach Angaben des Verbands zudem zunehmend mit Regressforderungen der Krankenkassen konfrontiert.
Kann Telemedizin den Fachkräftemangel lindern? Beim Zi-Versorgungskongress gingen die Meinungen auseinander: TK-Vize Ballast sieht Chancen, BÄK-Vizepräsidentin Lundershausen warnt vor zusätzlicher Belastung der knappen Arztzeit.
Gesundheitsminister Carsten Linnemann kündigt ein schärferes Vorgehen gegen den Bezug von Medizinalcannabis über Telemedizin-Plattformen an. Seit der Liberalisierung unter seinem Vorvorgänger Karl Lauterbach seien die Importe von Cannabisblüten zu medizinischen Zwecken massiv gestiegen. Linnemann spricht von „Missbrauch“.
Gesundheitsminister Carsten Linnemann verteidigt die Kompetenzausweitung für Apotheken gegen Kritik aus der Ärzteschaft. Zusätzliche Angebote bei Prävention und Versorgung sollen aus seiner Sicht auch helfen, die Zahl der Arztkontakte zu senken.
Den Rettungswagen zu rufen, kann für die Menschen in Herzogenrath künftig teuer werden – nämlich dann, wenn am Ende kein Transport ins Krankenhaus notwendig ist. 1.196 Euro werden für eine solche „Fehlfahrt“ fällig.
Schwangerenvorsorge und die Früherkennung von Gebärmutterhalskrebs sollen auch künftig extrabudgetär vergütet werden. Der Berufsverband der Frauenärztinnen und Frauenärzte und die Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe haben den Bewertungsausschuss aufgefordert, die im GKV-Spargesetz vorgesehene Ausnahmemöglichkeit für beide Leistungen zu nutzen.
Auf Social Media konkurrieren wissenschaftsbasierte Gesundheitsinformationen mit zweifelhaften medizinischen Behauptungen. Die Ärztekammern Nordrhein und Westfalen-Lippe haben nun erstmals einen Arzt und zwei Medizinstudierende für ihre Aufklärungsarbeit ausgezeichnet.
Knapp 3,5 Millionen Krankenhausfälle, also jeder fünfte Fall, hätten 2025 grundsätzlich auch ambulant behandelt werden könnten. Das zeigt der Versorgungskompass der Barmer.
Die geplante Notfallreform setzt zur Entlastung der Notaufnahmen auf Kooperationspraxen, die ambulant behandelbare Patienten übernehmen sollen. Doch die vorgesehene Vergütung des zusätzlichen Aufwands ist inzwischen entfallen. Das Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung warnt deshalb vor einem Scheitern des Konzepts im Regelbetrieb und verweist auf eine aktuelle Studie.
Sie ist ein wichtiger Wert für die aktuellen Honorarverhandlungen zwischen KBV und GKV-Spitzenverband: die Steigerungsrate der Grundlohnsumme. Diese hat das BMG jetzt bekanntgegeben.
Das geplante Digitalgesetz muss an etlichen Stellen nachgebessert werden, meinen zwei Bundesrats-Ausschüsse. Sie fordern bei der Datennutzung noch mehr Spielraum für die Krankenkassen. Kritisch sehen sie hingegen die geplante digitale Versorgungssteuerung.
Vorschläge, wie ein Primärversorgungssystem aussehen könnte, liegen bereits zuhauf vor. Der Vizechef der AOK Rheinland/Hamburg, Matthias Mohrmann, findet, dass in einem solchen die Substitution ärztlicher Leistungen eine wichtige Rolle spielen sollte.
Alles andere als zufrieden ist der Verband der niedergelassenen Gastroenterologen mit der ersten Rede des neuen Gesundheitsministers im Bundestag. Über mehr als ein „Weiter-so“ sei Linnemann nicht hinausgekommen.
Die Pläne zur Reform des Nachrichtendienstrechts sorgen weiterhin für Unmut in der Ärzteschaft. In einer gemeinsamen Pressemitteilung warnen die KV und die Ärztekammer in Brandenburg vor einem Verlust des Vertrauens zwischen Patient und Arzt.
Während die ABDA die neuen Aufgaben für Apotheken feiert, sind die Apotheker vor Ort eher skeptisch: Beim Thema Impfen zum Beispiel winken mehr als die Hälfte dankend ab. ABDA-Präsident Preis fordert dennoch eine weitere Ausweitung der Apotheken-Aufgaben.
Nach schweren und komplexen Operationen kann es nicht selten zu Komplikationen kommen und infolgedessen auch zu Todesfällen. Wie hoch diese Sterblichkeitsrate nach bestimmten Eingriffen ist, sollte künftig eine verpflichtende Angabe in den Qualitätsberichten der Krankenhäuser sein, fordert die Deutsche Gesellschaft für Chirurgie.
Wenn Ärzte aus dem Ausland hierzulande arbeiten wollen, müssen sie sich durch ein kompliziertes Anerkennungsverfahren kämpfen. Der junge Berliner Arzt Dr. René Rheimann hat ein Unternehmen gegründet, das durch den Zulassungsdschungel helfen soll – und verzeichnet ein enormes Interesse.
Die Sparmaßnahmen im GKV-Bereich schlagen offenbar bereits auf das Personal in Arztpraxen durch. In einer aktuellen Umfrage des änd gaben 15 Prozent der teilnehmenden Ärztinnen und Ärzte an, in diesem Jahr einer oder mehreren Medizinischen Fachangestellten gekündigt zu haben. Noch häufiger reagieren Praxen mit anderen Formen des Personalabbaus.
Kliniken stehen vor dem Kollaps: Wie die Zusatzversorgungskasse im Insolvenzfall Milliarden von kirchlichen und kommunalen Trägern fordert.
Die Kleinen fängt man, die Großen lässt man laufen? Eine morgendliche Begegnung im Straßenverkehr führt änd-Chefredakteur Jan Scholz zu einem unbequemen Vergleich mit dem Gesundheitswesen. Diskutieren Sie mit!
Die Berliner Linke will Gesundheit stärker als öffentliche Daseinsvorsorge organisieren und die Versorgung stärker am Bedarf der Bevölkerung ausrichten. In der ambulanten Medizin setzt sie gegen Ärztemangel vor allem auf Medizinische Versorgungszentren in öffentlicher oder gemeinnütziger Trägerschaft, multiprofessionelle Gesundheitszentren und bezahlbare Praxisräume.
Jedes Jahr sterben in Deutschland geschätzte 140.000 Menschen an Sepsis. Die meisten dieser Todesfälle gelten als vermeidbar. Woran scheitert es?
Kinderärztin Dr. Bea Merscher polarisiert: Ihr Streit mit Bundeskanzler Friedrich Merz und ihre scharfe Kritik an der Gesundheitspolitik haben ihr viel Zustimmung eingebracht, aber auch Widerspruch. Im änd-Interview weist Merscher die Kritik an ihrer drastischen Wortwahl zurück. Ohne Zuspitzung, sagt sie, wäre die Debatte kaum in dieser Breite angekommen. Zugleich wirft sie den Verbänden vor, eine Chance auf gemeinsames Auftreten verstreichen zu lassen.
Die von der SPD geforderte Termingarantie beim Facharzt lehnt die KBV ab - sie stellt aber schnellere Termine in Aussicht, wenn es wirklich brennt. Ist das ein möglicher Kompromiss?
Die bundesweit erste Handlungsempfehlung zum Umgang mit digitaler Gewalt in der Gesundheitsversorgung hat der Runde Tisch Berlin „Gesundheitsversorgung bei häuslicher und sexualisierter Gewalt“ vorgelegt.
Nach der Wahl in Sachsen-Anhalt steigt auch bei der AfD in Mecklenburg-Vorpommern die Zuversicht – schließlich liegt die Partei dort in den Umfragen derzeit bei über 35 Prozent. Zum Thema Gesundheit gibt es im Wahlprogramm schon deutliche Ansagen.
Als Ärzte bei der Einführung der elektronischen Patientenakte (ePA) vor Gefahren für das Arzt-Patienten-Geheimnis gewarnt haben, hat Dr. Laura Dalhaus sie in die Nähe von Verschwörungstheorien gerückt. Nun entschuldigt sie sich dafür – und bewertet die Warnungen mit Blick auf die anstehende Reform des Nachrichtendienstrechts als berechtigt.
Wie sollen Praxen reagieren, wenn Leistungen nicht mehr ausreichend finanziert werden? Der Berufsverband der Deutschen Urologie fordert von KBV und KVen bundesweit einheitliche Leitplanken. Dazu soll auch geklärt werden, welches Leistungsangebot wirtschaftlich noch zumutbar ist.
Krankenhäuser bekommen in NRW bereits finanzielle Unterstützung, um Klima-Anpassungsmaßnahmen durchzuführen. Diese Förderung müsse auch auf Arztpraxen ausgeweitet werden, findet Ärztekammer-Präsident Gehle.
Ein verbindliches hausärztliches Primärversorgungssystem kann nur auf der Grundlage starker Hausarztpraxen und einer starken Hausarztzentrierten Versorgung (HzV) erfolgreich eingeführt werden. Das betonte die Delegiertenversammlung des Hausärztinnen- und Hausärzteverbands.
Mit der ersten Rede des Bundesgesundheitsministers im Bundestag zeigt sich der AOK-Bundesverband zufrieden. Ein Dorn im Auge sind ihm allerdings die geplanten Korrekturen am GKV-Beitragssatz-Stabilisierungsgesetz.
Für den SpiFa ist die angekündigte Streichung der Fixkostendegression in der HzV aus dem GKV-Spargesetz nicht ausreichend. Er fordert: Auch die verpflichtende Offene Sprechstunde sollte weg.
In Kürze fällt der Startschuss für die Forschung mit ePA-Daten. Eine neue Umfrage zeigt: Viele wären bereit, ihre Daten dafür zur Verfügung zu stellen. Sie wollen jedoch genau festlegen können, wer welche Daten einsehen darf.
Mit regionalen Gesundheitszentren, sektorenübergreifenden Versorgungsmodellen und mehr Telemedizin will die Linke die medizinische Versorgung in Mecklenburg-Vorpommern sichern. Im Wahlprogramm für die Landtagswahl am 20. September setzt die Partei vor allem auf vernetzte Strukturen für den ländlichen Raum.
Nicht nur die Zahl der Krankenkassen könnte bei den anstehenden Strukturreformen auf den Prüfstand kommen. SPD-Fraktionsgeschäftsführer Dirk Wiese stellt nun auch die heutige KV-Landschaft infrage. Anlass sind die bekannt gewordenen Verluste durch riskante Kapitalanlagen.
Im großen Sparpaket für die Gesundheitsausgaben steckt eine spezielle Maßnahme: Die Kassen müssen nicht mehr Millionen Briefe versenden, wenn sie teurer werden. Verbraucherschützer sind alarmiert.
Schwarz-Rot will Patienten stärker durch das Gesundheitssystem steuern – und verbindet das mit einem Versprechen. SPD-Gesundheitspolitiker Christos Pantazis erklärt im Bundestag, was passieren soll, wenn die KV keinen notwendigen Facharzttermin vermitteln kann.
Besser steuern, die Ausgaben begrenzen und Ärzten wieder mehr Zeit für Patienten verschaffen: Bundesgesundheitsminister Carsten Linnemann hat in seiner ersten Bundestagsrede die Leitlinien seiner Gesundheitspolitik skizziert. Dabei macht der CDU-Politiker klar: An Einsparungen führt kein Weg vorbei.
Kann das Gesundheitswesen noch entscheiden? Auf dem Hausärztetag diskutierten ehemalige Spitzenbeamte und Hausärztevertreter über Blockaden in der Gesundheitspolitik.
Viele junge Ärztinnen interessieren sich für die Niederlassung, entscheiden sich aber zunächst für eine Anstellung. Hausärztin Nadja Jesswein sieht einen Grund in der fehlenden Absicherung selbstständiger Ärztinnen bei Schwangerschaft und Mutterschaft. Grünen-Politiker Armin Grau spricht von einem „erstaunlichen Anachronismus“.
Digitale Ersteinschätzung als Lösung angesichts von Fachkräftemangel und alternder Bevölkerung? Während der TK-Vize das als unausweichlich ansieht, betont Zi-Vize Thomas Czihal beim Hausärztinnen- und Hausärztetag die menschliche Komponente bei der Ersteinschätzung.
Im November soll ein Referentenentwurf zur Primärversorgung vorliegen. Der muss auch Finanzierungsströme in der ambulanten Versorgung umsteuern, forderte der Grünen-Politiker Dr. Janosch Dahmen beim Hausärztinnen- und Hausärztetag. SPD und Union diskutieren derweil über Termingarantien und Malus-Systeme.
Wie eigenständig sollen Pflegefachkräfte künftig Patientinnen und Patienten versorgen dürfen? Und braucht es in einem Primärversorgungssystem Verbindlichkeit? Über diese und andere Fragen haben zwei Ärztinnen, eine Kassenvertreterin und ein Gesundheitspolitiker bei einer AOK-Veranstaltung diskutiert. Die Antworten fielen erwartungsgemäß unterschiedlich aus. In einem Punkt gab es aber Einigkeit.
Die Streichung der sogenannten Fixkostenegression in der HzV aus dem GKV-Spargesetz ist wohl beschlossene Sache. Das lässt sich zumindest aus der Äußerung eines SPD-Bundestagsabgeordneten bei einer Diskussionsveranstaltung schließen, die am Mittwochabend in Berlin stattfand.
Die hausärztliche Versorgung wird für Wahlentscheidungen der Menschen in Deutschland immer wichtiger. Das zeigt eine Civey-Umfrage im Auftrag des Hausärzteverbands. Der Verband fordert daher von der Politik klare Signale der Unterstützung für die hausarztzentrierte Versorgung.
Heute Früh gab es wieder umfangreichere Störungen bei der TI. Zum zweiten Mal in dieser Woche gab es Schwierigkeiten mit den Heilberufsausweisen und Institutionskarten eines bestimmten Herstellers.
Ärzte und Psychotherapeuten sollen bei Überwachungsmaßnahmen der Nachrichtendienste weniger geschützt sein als Anwälte, Geistliche und Abgeordnete. KVB, BLÄK und PTK Bayern fordern eine Gleichstellung – und warnen vor Folgen für das Vertrauensverhältnis zu Patienten.
Die Zahl der Hybrid-DRG-Fälle bei Vertragsärzten ist binnen eines Jahres um 65 Prozent gestiegen. AOK-Chefin Carola Reimann führt die Entwicklung auch auf die „lukrative Vergütung“ zurück. Sie fordert niedrigere Preise für ambulante Behandlungen.
Erstmals beziffert das Bundesamt für Soziale Sicherung den möglichen Schaden durch Fehlinvestments bei Krankenkassen. Allein bei den bundesweit tätigen Kassen könnten 1,1 Milliarden Euro betroffen sein. Der tatsächliche Schaden im Gesundheitssystem könnte sogar noch höher liegen.