Eine Milliarde für Krankenhausinvestitionen in MV geplant
SPD, Linke und Grüne haben sich bei den Koalitionsberatungen zur Sozialpolitik verständigt. Für die heikle Krankenhausreform gibt es viel Geld. Es soll aber auch gespart werden.
SPD, Linke und Grüne haben sich bei den Koalitionsberatungen zur Sozialpolitik verständigt. Für die heikle Krankenhausreform gibt es viel Geld. Es soll aber auch gespart werden.
Betrüger geben sich am Telefon als Mitarbeiter des Patientenservices 116 117 aus und versuchen, an Bankdaten zu gelangen. Nach Hessen warnt nun auch die KV Sachsen vor der Masche. Besonders tückisch ist dabei die angezeigte Rufnummer.
Ärzte sollen Patienten im Notdienst künftig auch Medikamente direkt mitgeben dürfen. Die Apothekerverbände sehen dadurch die Arzneimittelsicherheit gefährdet und warnen vor wirtschaftlichen Folgen für ihre Notdienste. Und hoffen nun auf den Bundesrat.
Hunderte Millionen Euro mussten Krankenkassen bereits auf hochriskante Anlagegeschäfte abschreiben. Jetzt benennt die Bundesregierung erstmals mögliche Versäumnisse bei der Risikoprüfung. Auch die Anlagen der KVen werden inzwischen bundesweit unter die Lupe genommen.
Die Initiative „Gesundheit besser digitalisieren“ (GeBeDi) verlangt einen grundlegenden Kurswechsel bei der elektronischen Patientenakte. Die Initiatoren kritisierten am Donnerstag in Berlin mangelnden Nutzen für die Behandlung, Sicherheitsrisiken und eine wachsende Rolle der Krankenkassen.
Täuschend echte Videos preisen angebliche Heilmittel gegen Bluthochdruck oder Diabetes an – scheinbar gesprochen von renommierten Ärzten, in Wahrheit generiert per Künstlicher Intelligenz. Die Bundesärztekammer warnt vor Risiken für Reputation und Gesundheit. Und gibt Empfehlungen für den Ernstfall.
In sozioökonomisch benachteiligten Regionen Deutschlands treten bestimmte antibiotikaresistente Infektionen deutlich häufiger auf als in wohlhabenderen Regionen, zeigt eine Studie. Das Zi fordert gezielte Prävention.
In keinem der 32 untersuchten Länder blicken die Menschen so pessimistisch auf die Zukunft ihrer Gesundheitsversorgung wie in Deutschland. Eine neue Ipsos-Umfrage zeigt, wo die Bevölkerung die größten Probleme sieht.
Nach dem offenen Brief von 20 Ärzteorganisationen und der Reaktion der Bundesärztekammer verschärft sich der Streit um die GOÄ-Reform. Die Laborärzte erheben einen schweren Vorwurf und stellen die Rolle der BÄK infrage.
Die geplanten Zugriffsrechte der Krankenkassen auf Gesundheitsdaten stoßen in der Ärzteschaft auf Kritik. BIG direkt gesund hält dagegen: Vorstandschef Peter Kaetsch erklärt, welche Rolle die Kassen übernehmen wollen.
Die Kritik an den geplanten Änderungen bei den Hybrid-DRG reißt nicht ab. Künftig müssten wieder mehr Kinder und Jugendliche stationär behandelt werden, warnt am Donnerstag die Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendchirurgie e.V. (DGKJCH).
Der finanzielle Druck auf die GKV wird hoch bleiben, räumt Gesundheitsminister Linnemann ein. Höhere Zuzahlungen für Patienten soll es aber nicht geben.
Sollen gesetzlich Versicherte künftig wieder für Arztbesuche bezahlen? Eine Kontaktgebühr von 15 Euro könnte die GKV deutlich entlasten, rechnet das Wissenschaftliche Institut der PKV vor. Die Studie zeigt, wie hoch eine Selbstbeteiligung sein sollte und welche Fehler es zu vermeiden gilt.
Ab 2027 sollen ambulant operierende Vertragsärzte keine Hybrid-DRG mehr abrechnen können. Der Bundesverband Ambulantes Operieren warnt vor wirtschaftlichen Folgen für Praxen und ruft seine Mitglieder zum politischen Widerstand auf. Auch Patienten will man einbeziehen.
Nach sechs Jahren an der Spitze des AOK-Bundesverbandes ist für Carola Reimann Ende 2027 Schluss. Die 59-Jährige will aus persönlichen Gründen nicht erneut kandidieren. Die Suche nach einer Nachfolge kann damit frühzeitig beginnen.
Drei Intensivstationen, weniger Personal und zusätzliche Notfalleinsätze: Die geplante Umstrukturierung an der München Klinik Harlaching trifft auf Widerstand. Der Marburger Bund fordert einen Stopp und warnt vor den Folgen für die Patientensicherheit.
In Rheinland-Pfalz binden bereits rund 38 Prozent der Hausarztpraxen qualifiziertes nichtärztliches Personal in die Patientenversorgung ein. Das zeigt eine Auswertung des Wissenschaftlichen Instituts der AOK auf Basis von Abrechnungsdaten. Die Kasse sieht einen wichtigen Trend.
Die Ersatzkassen drängen auf eine zentrale Lotsenfunktion: Symptom-Check, elektronische Überweisung und Arzttermin sollen künftig geschlossen über die ePA-Apps der Krankenkassen laufen. Der vdek warnt vor teuren Doppelstrukturen.
Über angeblich fehlende Facharzttermine wird in der Politik derzeit viel diskutiert – und auch eine Termingarantie gefordert. Eine aktuelle Auswertung des Zi zeigt aber deutlich: Schon die bislang an die Terminvermittlung gemeldeten Termine werden gar nicht komplett genutzt.
Die Hausarztzentrierte Versorgung wächst rasant weiter: Binnen eines Quartals kamen 270.000 Versicherte hinzu. Mit fast 12 Millionen Teilnehmenden sieht der Hausärztinnen- und Hausärzteverband in den Zahlen ein klares Stoppsignal für Kürzungspläne der Bundesregierung.
Deutschlands klinische Krebsregister sollen helfen, die Qualität der onkologischen Versorgung zu verbessern. Doch eine neue Evaluation zeigt große Schwächen. Der GKV-Spitzenverband fordert Konsequenzen, auch bei den Meldeverfahren für Praxen und Kliniken.
Die Universität Bielefeld hat die Zahl ihrer Medizinstudienplätze deutlich ausgebaut. Damit will Nordrhein-Westfalen auch dem Ärztemangel in der Region entgegenwirken. Doch bis der zusätzliche Nachwuchs in der Versorgung ankommt, wird es noch dauern.
Bei der Auslieferung der Grippeimpfstoffe Efluelda und Vaxigrip des Herstellers Sanofi kommt es in dieser Saison zu Verzögerungen. Die Kassenärztliche Vereinigung Baden-Württemberg (KVBW) rät den Niedergelassenen zum raschen Kontakt mit der Apotheke.
Apotheken sollen im Krisen- und Verteidigungsfall eine größere Rolle in der Primärversorgung übernehmen. Das fordert die ABDA in einem neuen Strategiepapier. Demnach sollen Apotheken als erste Anlaufstellen für Patienten dienen, diese beraten und bei Bedarf weiterverweisen.
Niedersachsens Gesundheitsminister Andreas Philippi sieht die Arzneimittelversorgung grundsätzlich gesichert. Dennoch bleiben einzelne Wirkstoffe knapp. Der Minister warnt vor einem Verbraucherverhalten, das die Lage verschärfen könnte.
Veraltete Inhalte und eine schlechte Bezahlung in der Praxis: Medizinstudierende sind mit diversen Punkten ihrer Ausbildung unzufrieden.
Die Zahl der stationären Krankenhausbehandlungen ist erneut gestiegen. Dennoch liegen die Fallzahlen weiterhin deutlich unter dem Niveau vor der Pandemie. Zugleich bauen die Kliniken Betten ab und beschäftigen immer mehr Personal.
Millionen Menschen sind in Deutschland auf Pflege angewiesen, doch die Kosten laufen aus dem Ruder. Eine Expertenkommission soll innerhalb kurzer Zeit Vorschläge für eine große Reform machen-
Eine unzutreffende Diagnose in den Abrechnungsdaten kann Patienten jahrelang verfolgen. Der aktuelle bayerische Datenschutzbericht deckt bürokratische Hürden bei den Krankenkassen auf und zeigt, warum Praxen für Korrekturen unersetzlich sind. Zudem rügt der Landesbeauftragte automatische Diagnose-Übernahmen und endlose Aufbewahrungsfristen.
Eine Milliarde Euro mehr Honorar sollen die niedergelassenen Ärzte im kommenden bekommen: Für den GKV-Spitzenverband ein Beleg dafür, dass die Praxen trotz Spargesetz nicht schlechter dastehen. Nun kommt scharfer Widerspruch vom Virchowbund. Der Verband spricht von „Fantasiezahlen“ und wirft den Krankenkassen vor, die wirtschaftliche Lage der Praxen schönzurechnen.
Die Zahl der ambulanten Notfallbehandlungen in den Kliniken hat sich in den vergangenen zehn Jahren in einigen Häusern mehr als verdoppelt, zeigt der Barmer-Krankenhausreport. Kassen-Chef Straub fordert eine verpflichtende Ersteinschätzung.
Führungswechsel an der Spitze des Berufsverbandes für Orthopädie und Unfallchirurgie (BVOU): Die Mitgliederversammlung wählte Dr. Anna-Katharina Doepfer zur neuen Präsidentin. Die Hamburger Orthopädin will sich vor allem für eine bessere Vergütung ärztlicher Leistungen und den Erhalt der Freiberuflichkeit einsetzen.
Ärzte müssen potenzielle Nierenlebendspender umfassend über den dauerhaften Verlust an Nierenfunktion aufklären. Andernfalls drohen persönliche Haftungsrisiken. Ein entsprechendes Urteil des Oberlandesgerichts (OLG) Frankfurt am Main ist jetzt rechtskräftig.
Er arbeitete in einer Praxis der Influencer „Dr. Rick und Dr. Nick“, führte 466 Behandlungen durch, aber ist gar kein Arzt: Ein 28-Jähriger musste sich vor dem Landgericht Konstanz verantworten.
Die KV Hessen warnt vor betrügerischen Telefonanrufen: Patientinnen und Patienten berichteten in den letzten Wochen vermehrt, von vermeintlichen Mitarbeitenden des Patientenservice angerufen und nach Finanzdaten gefragt worden zu sein.
Die EU-Kommission sieht die geplante digitale Arztterminvermittlung über das KV-System kritisch. Private Plattformanbieter könnten benachteiligt werden. Die Kassenärztliche Vereinigung Bayerns (KVB) hält dagegen.
Ausgerechnet zum Start der Grippeimpfsaison warten zahlreiche Hausarztpraxen auf bestellten Impfstoff. Bayerns Hausärztechef Wolfgang Ritter fordert Konsequenzen für das Bestellsystem.
Der Einsatz von Physician Assistants (PAs) kann niedergelassene Ärztinnen und Ärzte entlasten und die Patientenversorgung verbessern. Das zeigt der Zi-Zwischenbericht zu einem Modellprojekt der KV Nordrhein. Eine zentrale Herausforderung bleibt indes die Finanzierung.
Kinderärztin Dr. Bea Merscher, bekannt für ihre scharfe Kritik am Bundeskanzler, hat jetzt eigene Vorschläge für einen Umbau des Gesundheitssystems vorgelegt. Unter anderem will sie eine Bürgerversicherung.
Die Kritik an der CSU-Forderung, Hausärzte müssten künftig 80 Prozent ihrer Patienten abschließend behandeln, wächst. Nun warnen auch die niedergelassenen Gastroenterologen vor den Folgen einer solchen Quote. Sie verweisen vor allem auf die Versorgung chronisch kranker Patienten.
Weniger Termine wegen der Streichung der TSVG-Vergütung? Für den GKV-Spitzenverband sind solche Warnungen aus der Ärzteschaft nicht nachvollziehbar. Die Ärztinnen und Ärzte erhielten im kommenden Jahr schließlich über eine Milliarde Euro mehr Honorar, betont Vorstandsvize Stoff-Ahnis.
Auf der einen Seite mangelt es an Augenärzten, auf der anderen an Zahnärzten oder Orthopäden. Einfach über die Grenze zum Arzt gehen, ist kompliziert. Das soll sich ändern.
Neue Notfallzentren, zentrale Terminvergabe, zusätzliche Aufgaben: Der Hausärzteverband Sachsen-Anhalt warnt die Bundesregierung vor den Folgen ihrer Reformpolitik für die Praxen. Besonders eine geplante Verpflichtung zur Terminmeldung stößt auf Kritik. Verbandschef Torsten Kudela sieht die Versorgung der Stammpatienten in Gefahr.
Ein Kinderarzt empfiehlt ein Sicherheitsprodukt, eine Praxis zeigt Behandlungsergebnisse, ein Medfluencer wirbt für Nahrungsergänzungsmittel. Was auf Social Media alltäglich wirkt, kann für Ärzte rechtliche Folgen haben. Medizinrechtlerin Angelika Diarra erklärt, welche Grenzen Praxen kennen sollten.
Zum Jahresende schließt die Bereitschaftsdienstpraxis in Neunkirchen. Doch dabei könnte es nicht bleiben. Die KV Saarland warnt, dass die Notfallreform weitere Standorte gefährden könnte. Zugleich müssten Vertragsärzte zusätzliche Dienste übernehmen – ohne ausreichende Gegenfinanzierung, kritisiert die KV.
Eine diabetologische Schwerpunktpraxis verlässt sich auf die Auskunft überweisender Hausärzte und rechnet DMP-Leistungen ab. Doch sechs Patienten waren nicht wirksam eingeschrieben. Die KV fordert Honorar zurück und bekommt vor Gericht recht.
Mehr Anreize für die Niederlassung, eine verlässliche Vergütung und ein Primärversorgungssystem ohne starre Zugangshürden: Der Bayerische Ärztinnen- und Ärztetag stellt diverse Forderungen an die Gesundheitspolitik. Dabei pochen die Delegierten auf mehr ärztlichen Einfluss bei geplanten Reformen.
Privatärztliche Leistungen ohne Praxissoftware abrechnen – direkt über das Smartphone. Das verspricht die App Doctordocs. Wir haben den Entwickler gefragt, wie zuverlässig die GOÄ-Hinweise sind und was Ärzte bei Datenschutz und Aufbewahrung beachten müssen. Nicht alle Fragen sind abschließend geklärt.
Nach zehn Jahren an der Spitze der Landesärztekammer Rheinland-Pfalz zieht sich Günther Matheis aus der Berufspolitik zurück. Auch Vizepräsident Michael Fink beendet nach 25 Jahren seine Amtszeit. Anfang November wird die Nachfolge gewählt.
Das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit und der Hausärztinnen- und Hausärzteverband stellen neue Materialien zur Organspende bereit. Sie sollen Praxen bei der Patientenaufklärung unterstützen. Der Verband verweist zugleich auf die gestrichene Vergütung für die hausärztliche Beratung.