Thüringen schließt Gesetzeslücke beim Gesundheitsdienst
Alle Bundesländer haben ein Gesetz, dass die Arbeit des öffentlichen Gesundheitsdienstes regelt - nur Thüringen nicht. Das soll sich mit einem neuen Anlauf ändern.
Alle Bundesländer haben ein Gesetz, dass die Arbeit des öffentlichen Gesundheitsdienstes regelt - nur Thüringen nicht. Das soll sich mit einem neuen Anlauf ändern.
Mit ihrem Positionspapier zur Primärversorgung hat die Apothekervereinigung ABDA bei der niedergelassenen Ärzteschaft für erhitzte Gemüter gesorgt. Wie tief der Ärger sitzt, ließ sich jetzt bei einem Streitgespräch zwischen SpiFa-Chef Dr. Dirk Heinrich und ABDA-Präsident Thomas Preis beobachten.
Die Hitzewelle setzt das Gesundheitssystem zunehmend unter Druck. Für fast ganz Frankreich gilt die höchste Wetterwarnstufe Rot. In Paris verwandelt sich der Canal Saint-Martin in ein großes Freibad.
Praxen in Nordrhein können sich den Einsatz angestellter Physician Assistants künftig bei der Plausibilitätsprüfung anrechnen lassen. Voraussetzung ist, dass sie die Beschäftigung vorab bei der KV Nordrhein melden. Bei einer Vollzeitstelle steigt die Zeitobergrenze ab dem 1. Juli 2026 auf 150 Prozent des regulären Wertes.
Die Notfallversorgung braucht mehr Steuerung, als der Kabinettsentwurf vorsieht. Das fordert KBV-Chef Dr. Andreas Gassen unisono mit Klinikvertretern. Gesundheitsstaatssekretärin Johanna Sell vertritt dagegen die Auffassung, die Notfallreform sehe viele Steuerungselemente vor.
Ein Arzt muss hinnehmen, dass ein Bewertungsportal auf mehrere gelöschte Rezensionen zu seiner Praxis hinweist. Das entschied das Oberlandesgericht Köln (Az.: 15 W 55/26). Nutzer dürften erfahren, wie viele Bewertungen nach Beschwerden entfernt wurden.
In einigen Regionen Bayerns gibt es künftig höhere Zuschüsse für Praxisübernahmen oder Neugründungen, teilt die KV Bayerns mit. Der Vorstand warnt aber vor den Folgen der Gesetzgebung in Berlin.
Anders als Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) wertet seine Parteikollegin Gesundheitsministerin Nina Warken das Beitragsstabilisierungsgesetz (BStabG) nicht als Strukturreform. Beim traditionellen Sommerfest des Spitzenverbands der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) kritisierte sie auch andere Entscheidungen.
Die bisherige Gebührenordnung für Ärzte ist an ihre Grenzen gekommen – daran bestand in der Debatte auf dem Hauptstadtkongress am Mittwoch viel Einigkeit. Und trotzdem blieb nach 90 Minuten Diskussion auch ein anderer Eindruck zurück: Die Zustimmung zur Notwendigkeit der Reform scheint größer zu sein als das Vertrauen in ihre konkreten Folgen.
Die Koalition ringt noch um ein Spargesetz, das immer höhere Ausgaben für die medizinische Versorgung unter Kontrolle bringen soll. Der Kanzler rechtfertigt die Stoßrichtung der Pläne.
KI könnte künftig bei der Ersteinschätzung eine Rolle spielen. Der Mehrwert könnte dabei darin liegen, eine grobe Einteilung nach Dringlichkeit zu liefern und nicht die perfekte Diagnose, hieß es bei einer Diskussionsrunde in Berlin.
Der Umbau der ambulanten Versorgung hin zu einem Primärarztsystem darf nach Auffassung von G-BA-Chef Josef Hecken nicht per politischem Schnellverfahren erfolgen. Vertrauen sei auf Seiten der Patienten und Ärzte entscheidend.
Die Ärzteschaft ist offener geworden im Umgang mit KI, die Entwicklung geht rasend schnell voran und die ePA nimmt nun richtig Fahrt auf: Das sind drei der Erkenntnisse einer Podiumsdiskussion beim Hauptstadtkongress in Berlin.
Die Krankenkassen wehren sich gegen weitere Entlastungen für die Pharmaindustrie im GKV-Spargesetz. Der vdek kritisiert eine Schieflage zulasten von Ärzten und Beitragszahlern und fordert höhere Herstellerabschläge.
Temperaturen von bis zu 40 Grad, Tropennächte und eine zunehmende Belastung für vulnerable Patientengruppen: Bundesärztekammer und Gesundheitsverbände schlagen Alarm. Zugleich fordern sie eine bessere Finanzierung des Hitzeschutzes und den Ausbau der Primärversorgung.
Der hausärztliche Versorgungsgrad in Werdau liegt nur noch bei 71,8 Prozent. Um die Versorgung zu stabilisieren, hat die KV Sachsen dort nun eine eigene Hausarztpraxis eröffnet.
Die sozialpädiatrische Versorgung sei am Limit, warnen Kinderärzte. Es brauche dringend Reformen.
Die Kassenärztliche Vereinigung Hessen und mehrere gesetzliche Krankenkassen haben laut Medienberichten zusammen rund 80 Millionen Euro in einem gescheiterten Immobilienfonds verloren. Der Fall wirft erneut Fragen zur Kapitalanlage im Gesundheitswesen auf und erinnert an milliardenschwere Fehlinvestments mehrerer ärztlicher Versorgungswerke.
Der Hausärztinnen- und Hausärzteverband verschärft seinen Protest gegen das geplante GKV-Spargesetz. In einem Rundschreiben ruft der Verband seine Mitglieder dazu auf, den politischen Druck in den kommenden Wochen weiter zu erhöhen.
Die Hausarztzentrierte Versorgung der Betriebskrankenkassen wird weiterentwickelt. Der Hausärztinnen- und Hausärzteverband hat sich mit der Gesellschaft für Wirtschaftlichkeit und Qualität bei Krankenkassen auf Neuerungen im Vertrag geeinigt. Hier ein Überblick.
Beim Hauptstadtkongress hat Bundesgesundheitsministerin Nina Warken ihr GKV-Spargesetz verteidigt. Neben dem Sparpaket will sie aber auch Strukturreformen zügig voranbringen. Helfen soll der Blick in andere Länder – unter anderem in die Niederlande.
Innovative Arzneimittel kosten Geld – bringen der Gesellschaft aber deutlich mehr ein, als sie kosten. Das zumindest ist das Ergebnis einer europaweiten Analyse. In Deutschland liegt der sozio-ökonomische Nutzen demnach umgerechnet bei zwölf Milliarden Euro jährlich. Der Pharmaverband vfa sieht sich bestätigt.
Die Berliner Datenschutzbeauftragte Meike Kamp hat mehrere Bußgelder gegen Beschäftigte im Gesundheitssystem ausgesprochen, weil sie unerlaubt auf Daten anderer zugegriffen haben. Bußgelder gab es auch für E-Mailverkehr mit Gesundheitsdaten ohne entsprechende Sicherung.
Der Bundesverband Gesundheits-IT (bvitg) stellt sich gegen die Umbaupläne der Gematik. Der Verband befürchtet, dass die Telematikinfrastruktur künftig stärker zentral gesteuert wird. Das könne Innovationen bremsen, den Wettbewerb schwächen und neue Risiken für die Stabilität der TI schaffen.
Die TSVG-Zuschläge wirken doch, und der entsprechende Bericht des Bundesrechnungshofs (BRH) ist falsch. Zu diesem Ergebnis kommt eine Analyse des Bundesverbands Medizinischer Versorgungszentren (BMVZ). Der Verband appelliert an die Politik, von der Streichung abzusehen und den BRH-Bericht neu zu bewerten.
Heute wird der Bericht der Rentenkommission übergeben. Vorab erklärte SPD-Generalsekretär Tim Klüssendorf schon einmal, wie die Vorstellungen seiner Partei aussehen. Unter anderem sollen berufsständische Versorgungswerke auf den Prüfstand gestellt werden.
Der Bundestag wird bald diskutieren, ob jeder automatisch als Organspender gelten soll, der nicht widerspricht. Der Patientenbeauftragte Schwartze hat eine klare Position dazu.
Der Gesetzentwurf zur Stabilisierung der GKV-Finanzen stößt nach wie vor auf Kritik. Hausärzteverband und BÄK warnten am Montag im Gesundheitsausschuss vor negativen Folgen für die Versorgung. Die AOK forderte dagegen eine Nullrunde für die Ärzteschaft, um die Ausgaben zu bremsen.
Die Kassenärztliche Vereinigung Niedersachsen verschärft ihre Kritik am geplanten GKV-Spargesetz. Die Vertreterversammlung warnt vor längeren Wartezeiten, Personalabbau und einer sinkenden Niederlassungsbereitschaft. Gleichzeitig fordert sie als Reaktion auf Apothekenschließungen und Lieferengpässe die Möglichkeit zur Medikamentenabgabe durch Arztpraxen.
Die GKV-Sparpläne der Bundesregierung erregen nicht nur hierzulande die Gemüter. Auch bei der US-Regierung rufen sie Unmut hervor.
Mit einer Petition will der Berufsverband der Frauenärztinnen und Frauenärzte (BVF) doch noch verhindern, dass Vorsorgeleistungen künftig budgetiert werden.
Auf medizinische Fachkräfte zugeschnittene KI-Modelle wie UpToDate Expert AI werden immer stärker eingesetzt. Obwohl sie speziell für den medizinischen Bereich trainiert wurden, schnitten sie in einer Studie schlechter ab als allgemeine Sprachmodelle. Zukünftig könnten die Spezialisten jedoch aufholen.
Gesundheitsvorsorge ist wichtig, das ist den meisten Menschen bewusst. Aber an der tatsächlichen Umsetzung entsprechender Maßnahmen hapert es oft, zeigt eine aktuelle Studie.
Soll es einen eigenständigen Facharzt für Klinische Akut- und Notfallmedizin geben? Darüber wird aktuell bei der Ärztekammer Berlin diskutiert. Fachgesellschaft und Berufsverband der Anästhesisten haben dazu eine klare Meinung.
Kommt das GKV-Spargesetz wie geplant, würden hunderttausende Arbeitsplätze vernichtet, warnen am Montag anlässlich der öffentlichen Anhörung im Bundestag Fachärzte und Kliniken. SpiFa-Chef Heinrich erwartet zudem eingeschränkte Sprechzeiten und Versorgungslücken.
Die Bundesregierung will an den zentralen Sparmaßnahmen des GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetzes festhalten. In ihrer Gegenäußerung zur Stellungnahme des Bundesrates weist sie die Forderungen der Länder nach Korrekturen bei der ambulanten Vergütung, bei Kliniken und Arzneimitteln fast durchweg zurück. Nur bei wenigen Detailfragen zeigt sie sich offen.
Die Gesellschafter der Gematik haben den nächsten Schritt für den Umbau der Telematikinfrastruktur beschlossen. Die Gematik soll demnach einen „Fahrplan für die Modernisierung der Telematikinfrastruktur (TI)“ erstellen.
Bei ihrem Tag der offenen Tür will die Bundesregierung mit Bürgerinnen und Bürgern ins Gespräch kommen. Bei der Gesundheitsministerin kommt es zu turbulenten Szenen.
Anästhesiologische Fachverbände haben vor Abstrichen bei der Prüfung ausländischer Ärztequalifikationen gewarnt. Sie kritisierten vor allem, dass weiterhin kein bundesweit einheitlicher schriftlicher Prüfungsteil vorgesehen ist und die Prüfungskommissionen verkleinert werden sollen.
Fast 200 Ärztinnen und Ärzte aus dem Rheinland fordern angesichts des GKV-Sparpakets, zunächst Bürokratie, ineffiziente Strukturen und Fehlanreize abzubauen. In einem gemeinsamen Impulspapier schlagen sie unter anderem eine praxistaugliche Digitalisierung, mehr ambulante Versorgung und eine bessere Patientensteuerung vor.
Wer Abrechnungsvorgaben der KV über Jahre hinweg wiederholt missachtet, kann seine vertragsärztliche Zulassung verlieren. Das schleswig-holsteinische Landessozialgericht bestätigte den Entzug einer Zulassung: Die fortgesetzten Verstöße hätten das Vertrauen der KV nachhaltig zerstört.
Mobile Klimageräte können den Praxisalltag an heißen Tagen erleichtern. Falsch eingesetzt oder unzureichend gereinigt, können sie jedoch Keime verteilen und selbst zum Gesundheitsrisiko werden. Henning Adam, Hygienereferent der KV Saarland, rät in einer aktuellen Handreichung deshalb zu klaren Einsatzgrenzen, regelmäßiger Pflege und einer lückenlosen Dokumentation im Hygieneplan.
Berichte über sexuelle Übergriffe beim Deutschen Ärztetag haben die Debatte über Machtmissbrauch und sexuelle Belästigung im Gesundheitswesen neu entfacht. Damit rückt die Frage in den Fokus, wie Praxen und MVZ wirksam vorbeugen und im Ernstfall handeln können. Die Kriminologin und Gewaltforscherin Kristina Straßburger zeigt, worauf es dabei ankommt.
Die ärztliche Selbstverwaltung findet in Berlin immer weniger Gehör. Das räumte KVWL-Chef Dr. Dirk Spelmeyer in Dortmund ungewöhnlich offen ein. Weil die Politik Einwände zunehmend „abbügelt“, wächst unter den Delegierten der Druck, nicht länger nur zu warnen. Sie verlangten Antworten darauf, wie Praxen mit den Einschnitten umgehen können.
Der ehemalige Gesundheitsminister Karl Lauterbach erwartet eine zügige Neuregelung bei der Organspende noch in diesem Jahr. Die Chance auf eine Einführung der Widerspruchslösung in Deutschland sei gestiegen, sagte der SPD-Politiker der Funke Mediengruppe.
Wer kommt für Krankenkassenbeiträge von Bürgergeld-Empfängern auf? Der Chef des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA), Prof. Josef Hecken, sieht in dieser Frage den Bund stärker in der Pflicht.
Die Finanzlage der gesetzlichen Krankenversicherung verschärft sich weiter. Im ersten Quartal 2026 stiegen die Ausgaben um 7,6 Prozent, während die Einnahmen lediglich um 4,1 Prozent zulegten. Gesundheitsministerin Nina Warken sieht dadurch eine Finanzierungslücke von inzwischen 19 Milliarden Euro auf die Kassen zukommen.
US-Präsident Trump will gegen die horrenden Preise für Arzneimittel in seinem Land vorgehen - auch mit seinem liebsten Handelswerkzeug. Eine neue Maßnahme könnte für Deutschland schmerzhaft werden.
Die GKV-Sparpläne konterkarieren das Ziel der Regierung, die Gesundheitsversorgung stärker in den ambulanten Bereich zu verlagern, finden die Berufsverbände der niedergelassenen Chirurgen und der Deutschen Chirurgie. Denn Ambulantisierung brauche Investitionen und Planungssicherheit.
Die niedergelassenen Ärzte sollen ihre Leistungen künftig an den verfügbaren GKV-Mitteln ausrichten. KBV-Chef Andreas Gassen sieht im geplanten GKV-Spargesetz die Weichen für weniger Termine und weniger Versorgung gestellt. Auch aus NRW und Sachsen kommen Warnungen.