"CDU wird immer mehr zur Volkserziehungspartei"
Gesundheitspolitische Themen waren auf dem CDU-Parteitag am Wochenende nur Randerscheinungen. Für die wenigen Beschlüsse, die es in der Sache gab, hagelt es erwartungsgemäß Kritik von der Opposition.
Gesundheitspolitische Themen waren auf dem CDU-Parteitag am Wochenende nur Randerscheinungen. Für die wenigen Beschlüsse, die es in der Sache gab, hagelt es erwartungsgemäß Kritik von der Opposition.
Die Diskussion über ein Primärversorgungssystem hat in den vergangenen Wochen an Dynamik gewonnen. Die Bundesvorsitzenden des Hausärztinnen- und Hausärzteverbandes ordnen im Gespräch mit dem änd die aktuelle Entwicklung aus hausärztlicher Perspektive ein.
Die gute Nachricht: Datenschutzverstöße in Arztpraxen sind kein Massenphänomen, sagt das Bayerische Landesamt für Datenschutzaufsicht. Kommt es dennoch zu Problemen, liegen die Ursachen meist nicht in der Technik, sondern im Praxisalltag – bei Abläufen und Zuständigkeiten. Worauf Praxen deshalb achten sollten.
Ist es für Beschäftigte zu einfach, auch ohne den Gang in eine Arztpraxis eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung zu kommen? Die CDU dringt auf die Abschaffung einer umstrittenen Option.
In den laufenden Landtagswahlkämpfen hätte eine Festlegung der CDU auf einen 20-Punkte-Reformplan des Parteinachwuchses für Zündstoff sorgen können. Nun soll erstmal weiter diskutiert werden.
Mehrere Berufsverbände haben eine verbindliche Führungsstruktur für Krankenhäuser in Krisen- und Katastrophenlagen gefordert. Hintergrund sei die veränderte sicherheitspolitische Lage, die zuletzt auch auf der Münchner Sicherheitskonferenz thematisiert wurde.
Angespannte GKV-Finanzlage, höherer medizinischer Bedarf in der Bevölkerung und gleichzeitig Fachkräftemangel: Die ambulante Versorgung steht unter Druck. Welche Weichen müssen nun gestellt werden? Die KV Sachsen-Anhalt zählt auf.
Am 8. März wählen die Baden-Württemberger einen neuen Landtag. Der änd hat die Wahlprogramme geprüft. Die FDP will einerseits Praxen entlasten, indem sie Gründungen erleichtert und Bürokratie abbaut. Zugleich will sie Versorgung enger vernetzen und die Patientensteuerung ausbauen.
Der Marburger Bund kann einen Erfolg im Kampf um die Rechte von Ärzten in der Rufbereitschaft verbuchen: Die Vorgabe, während der Rufbereitschaft innerhalb von 30 Minuten „am Patienten“ verfügbar zu sein, ist unzulässig, bestätigte das Landesarbeitsgericht Niedersachsen.
Der Bund plant, ab kommendem Jahr keine neuen Mittel für den ÖGD-Pakt bereitzustellen. Dies könne gefährliche Folgen haben, warnt die Ärztekammer Westfalen-Lippe.
Der Berufsverband der Frauenärztinnen und Frauenärzte hat eine neue Führungsspitze: Die Vertreterversammlung hat Markus Haist zum neuen Präsidenten gewählt. Wofür er sich einsetzen will, darüber hat er eine klare Vorstellung.
Angesichts der Probleme mit immer wiederkehrenden Störungen der Telematikinfrastruktur fordert der Hausärztinnen- und Hausärzteverband eine Erhöhung der TI-Pauschale. Die HÄV-Spitze nimmt dabei in ihrer Kritik kein Blatt vor den Mund.
Der Europäischer Rechnungshof sieht im EU-Krebsplan zwar wichtige Ansätze, warnt jedoch vor strukturellen Schwächen. Unklare Finanzierung, parallele Projekte und fehlende messbare Ziele könnten die Wirkung deutlich begrenzen
Der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzt*innen schlägt Alarm: Dass immer mehr Jugendliche über gesundheitliche Probleme klagen würden, sei Signal eines „strukturellen Versorgungsversagens“. Der Verband richtet deshalb einen dringenden Appell an die Politik.
Das BMG setzt beim Update der Digitalisierungsstrategie stark auf KI. Manuel Hofmann, Referent für Digitalisierung bei der Deutschen Aidshilfe, mahnt in einem Gastbeitrag auf Netzpolitik.org jedoch zur Vorsicht. Er fordert eine breite Debatte über die Folgen für Praxen, Patienten – und für das ärztliche Selbstverständnis.
Über die geplante Apothekenreform hat die niedergelassene Ärzteschaft bereits mehrfach ihre Kritik geäußert. Die Bundesvertretung der Medizinstudierenden hat jedoch eine andere Sicht auf die Dinge und fordert von ihren älteren Kolleginnen und Kollegen mehr Offenheit.
Dass es bei der elektronischen Patientenakte noch erheblichen Verbesserungsbedarf gibt, ist kein Geheimnis. Erst gestern präsentierte der Verbraucherzentrale Bundesverband entsprechende Ergebnisse einer Umfrage. Bundesgesundheitsministerin Warken indes verteidigt die ePA.
Die derzeitigen Diskussionen zum Thema Patientensteuerung und Ersteinschätzungstools offenbaren nach Auffassung des Bayerischen Facharztverbandes ein schräges Verständnis von Patientensouveränität: Was als Effizienzreform verkauft werde, sei ein Angriff auf die Selbstbestimmung der Patienten.
Wenn Konflikte in der Praxis eskalieren, rückt die Frage einer Kündigung schnell in den Fokus. Doch vorschnelles Handeln kann vor Gericht scheitern – denn das Arbeitsrecht setzt hohe Hürden. Rechtsanwältin Lisa Wohlert von der Kanzlei für Gesundheitsrecht zeigt, wie sich typische Stolperfallen vermeiden lassen.
Die Debatte um Facharzttermine in der ambulanten Versorgung hat zuletzt deutlich an Schärfe gewonnen. Die Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein (KVNO) mahnte am Donnerstag mehr Sachlichkeit an und warnte vor „einer pauschalen Demontage“ der Terminvermittlung.
Künstliche Intelligenz kann die dermatologische Versorgung spürbar unterstützen – von der Diagnostik bis zur Praxisorganisation. Zu dieser Einschätzung kommt der Berufsverband der Deutschen Dermatologen (BVDD). Zugleich betonte der Verband, dass der Einsatz klaren Rahmenbedingungen folgen muss.
Große allgemeine KI-Sprachmodelle fallen immer wieder durch Schwächen als medizinischer Ratgeber auf. Elon Musk hindert das nicht daran, sein KI-Tool für die Analyse von Patientendaten zu empfehlen.
Umfragen zu Wartezeiten auf Arzttermine haben derzeit Konjunktur. Nun legt auch die Techniker Krankenkasse Zahlen vor.
Ein Mediziner aus Niederbayern soll Leistungen abgerechnet haben, die er nicht erbracht hat. Der Schaden ist erheblich. Die Staatsanwaltschaft forderte eine Haftstrafe von sechs Jahren und neun Monaten sowie ein vierjähriges Berufsverbot für den Pool-Arzt.
Kaum ausgegeben, müssen neue elektronische Heilberufeausweise bereits wieder ausgetauscht werden. Der Anbieter Medisign informiert derzeit darüber, dass die seit Jahresbeginn ausgestellten eHBA zurückgerufen werden. Grund ist nach Angaben des Unternehmens eine technische Fehlkonfiguration.
Medizinische Fachgesellschaften und Verbände fordern seit längerem eine Abgabe auf gezuckerte Getränke. Die Bundesregierung signalisiert Ablehnung. Aber gibt es womöglich Unterstützung von der CDU?
Radiologie-Termine sollen künftig schneller als jetzt vorgegeben vermittelt werden, plant das BMG. Die Radiologie-Initiative Westfalen-Lippe findet das einerseits gut – andererseits aber auch nicht.
Für einen Arzttermin sind in der Provinz Wartezeiten in Praxen und lange Autofahrten oft Alltag, denn es fehlen vielerorts Ärzte. Aus Ostfriesland senden Mediziner einen Notruf an die Landesregierung.
Ein hohes Patientenaufkommen und der Budgetdeckel beim Honorar sind zwei bedeutende Gründe, warum es bei Terminen in Facharztpraxen mitunter zu längeren Wartezeiten kommen kann. Das zeigt eine aktuelle änd-Leserumfrage. Zudem wird deutlich, dass das Problem gar nicht so groß ist, wie Politik und Krankenkassen es oftmals darstellen.
Die KV Bayerns will erproben, inwieweit ihre telemedizinische Plattform DocOnLine auch während der normalen Sprechstundenzeiten genutzt werden kann. Hierfür kooperiert sie mit der BMW BKK.
Ein Gesetz für mehr Pflegerinnen und Pfleger in Krankenhäusern zeigt Wirkung. Das klingt wie eine gute Nachricht. Doch laut einer neuen Studie treten ungewollte Nebenwirkungen auf.
Die DAK-Gesundheit sieht ein Einsparpotential in Milliardenhöhe bei patentgeschützten Arzneimitteln. Wie das genau aussieht, erläutert die Krankenkasse in ihrem aktuellen AMNOG-Report.
Ein Jahr nach dem Start der ePA ziehen sowohl der Hausärztinnen- und Hausärzteverband als auch der Verbraucherzentrale Bundesverband eine ernüchternde Bilanz: Die digitale Akte bleibe hinter ihren Möglichkeiten zurück und überzeuge weder im Praxisalltag noch bei den Versicherten.
Die Influenza-Impfquote in Deutschland bleibt deutlich hinter der von der WHO empfohlenen Quote zurück. Das geht aus dem neuen Barmer-Arzneimittelreport hervor, der auch ein bemerkenswertes Ergebnis in Sachen Grippeimpfung in Apotheken präsentiert.
Die Rahmenbedingungen im Praktischen Jahr (PJ) sind immer noch nicht so, dass der ärztliche Nachwuchs motiviert daraus hervorgeht, beklagt der Marburger Bund. In einer Umfrage gaben 33 Prozent an, dass sie darüber nachdenken, die kurative Medizin zu verlassen und sich beruflich neu zu orientieren.
Der Ruf aus der Politik nach einer Abschaffung bestimmter Zuschläge für Fachärztinnen und Fachärzte wird immer lauter. Auch die Bundesgesundheitsministerin hat jetzt offensichtlich diesen Plan. Der SpiFa warnt vor einer solchen Maßnahme.
Störungen der Telematikinfrastruktur sorgen regelmäßig für Frust: Die Gematik liefert zwar Infos zu Ausfällen – doch ein IT-Spezialist hat ein Open-Source-Tool entwickelt, das Ausfälle oft noch schneller anzeigen kann als die Mail- oder Whatsapp-Kanäle der Gematik.
Die gesetzlichen Krankenkassen drängen seit Monaten auf eine „einnahmenorientierte Ausgabenpolitik“ in der GKV – nun erhält diese Forderung Rückenwind aus der Union. Unionsfraktionschef Jens Spahn sprach sich im Interview mit der Augsburger Allgemeinen dafür aus, künftige Ausgabensteigerungen strikt an die Einnahmen zu koppeln.
Nach dem mutmaßlichen Milliardenschaden beim Berliner Versorgungswerk der Zahnärzte (VZB) gerät nun ein Wirtschaftsprüfungsunternehmen in den Fokus. Es geht um 82 Millionen Euro Schadenersatz.
Das Bundesgesundheitsministerium (BMG) will die Vermittlung von Radiologie-Terminen beschleunigen. Mit einem Änderungsantrag zum Krankenhausreformanpassungsgesetz (KHAG) soll die Frist für die Vermittlung durch die Terminservicestellen verkürzt werden. Auch bei Hybrid-DRGs sind Änderungen vorgesehen.
Wer als Laie einen KI-Chatbot bei einer medizinischen Fragestellung um Rat fragt, sollte vorsichtig sein, denn häufig spuckt dieser dann eine falsche Diagnose aus. Das zeigt eine neue Oxford-Studie.
Schon lange ist die zusätzliche Vergütung für Facharzttermine, die durch die Terminservicestellen vermittelt werden, als Einsparbeitrag zur Sanierung der GKV-Finanzen im Gespräch. Jetzt nennt Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) sie an erster Stelle möglicher Einsparmaßnahmen.
Der Einsatz von KI in der medizinischen Versorgung muss dokumentiert werden. Das fordert der Bundesverband Medizintechnologie (BVMed).
Bundesgesundheitsministerin Nina Warken gehört nicht gerade zu den Polit-Stars im schwarz-roten Kabinett. Bislang ist sie zumindest nicht mit großen Gesetzes-Erfolgen aufgefallen. Bei der Bevölkerung kommt sie sogar noch schlechter an als ihr Vorgänger, zeigt eine aktuelle Umfrage.
Durch die neue GOÄ wird eine leitliniengerechte Diagnostik von Osteoporose für Praxen wirtschaftlich unmöglich, warnt der Berufsverband für Orthopädie und Unfallchirurgie (BVOU). Er fordert Anpassungen der Vergütung.
Am 8. März wählt Baden-Württemberg einen neuen Landtag. Was sind die gesundheitspolitischen Pläne der Parteien? Der änd hat einen Blick in die Wahlprogramme geworfen. Heute: die SPD.
Die Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF) hat sich in einem aktuellen Positionspapier für den Aufbau eines flächendeckenden Primärversorgungssystems in Deutschland ausgesprochen. Einige Aspekte müssten aber berücksichtigt werden.
Seit Jahren liefert der britische National Health Service Stoff für Krisenberichte: monatelange Wartezeiten, überfüllte Notaufnahmen, und Streiks. Ausgerechnet dieser NHS soll Deutschland in Sachen Effizienz und Kostenkontrolle als Vorbild dienen. So zumindest argumentiert ein Beitrag im Handelsblatt.
Digitale Ersteinschätzungstools können aus Sicht der Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde (DGPPN) im geplanten Primärversorgungssystem nur dann sinnvoll eingesetzt werden, wenn sie psychische Symptome systematisch berücksichtigen.
Regresse, Krankmeldung oder Rettungsdienst: Auf dem CDU-Parteitag wird es auch Abstimmungen über Gesundheitsthemen geben. Der änd hat einen Blick in die bislang vorliegenden Anträge geworfen.