Spahn tritt als Unions-Fraktionsvorsitzender zurück
Unionsfraktionschef Jens Spahn tritt angesichts der Debatte um seine Elternschaft mit Hilfe einer Leihmutter in den USA zurück.
Unionsfraktionschef Jens Spahn tritt angesichts der Debatte um seine Elternschaft mit Hilfe einer Leihmutter in den USA zurück.
Eine 20-jährige Patientin tarnt sich mit gestohlener Dienstkleidung als Krankenschwester, um auf mehreren Stationen Medikamente zu klauen. Das fliegt erst auf der dritten Station auf.
Krankenhäuser machen Abteilungen dicht, bei Kliniken, Praxen und Patienten soll gespart werden. Dagegen wendet sich ein Bündnis.
Die Einführung eines Primärversorgungssystems zählt zu den zentralen gesundheitspolitischen Vorhaben der Bundesregierung. Ende des Sommers will Gesundheitsministerin Nina Warken einen ersten Gesetzentwurf vorlegen. Doch noch sind viele Fragen offen. In einer Serie beleuchtet der änd verschiedene Knackpunkte.
Aktuell sorgen erneut missglückte Investments von Krankenkassen und KVen für Schlagzeilen. Nachdem die KV Baden-Württemberg ihre Anlagestrategie verteidigt hat, meldet sich nun die KV Westfalen-Lippe zu Wort. Sie sieht Fehler beim Ex-Vorstand.
Die CDU ist strikt gegen eine Zulassung von Leihmutterschaften. Dass ihr Frontmann im Bundestag nun privat einen anderen Weg gegangen ist, setzt ihn massiv unter Druck.
Nach Berichten über mögliche Millionenverluste durch Investments hat die Kassenärztliche Vereinigung Baden-Württemberg (KVBW) ihre Kapitalanlage verteidigt. Betroffen seien ausschließlich Mittel aus dem Verwaltungskostenhaushalt – weder Arzthonorare noch Beitragsgelder der gesetzlich Versicherten seien gefährdet.
Jetzt melden sich auch die MFA mit Kritik am Spargesetz: Die geplanten Einsparungen gefährdeten nicht nur die ambulante Versorgung, sondern verschärften auch den Fachkräftemangel bei Medizinischen und Zahnmedizinischen Fachangestellten, warnt der Verband medizinischer Fachberufe vmf.
Wissenschaftler haben untersucht, wie bei Krankenkassen die Kosten mit der Zahl der Versicherten zusammenhängen – und kommen dabei zu einer eindeutigen Aussage. Sie raten, den Blick stärker auf wettbewerbliche Elemente zwischen den Kassen statt auf die Verwaltungskosten zu richten.
Die schwarz-rote Koalition hat ein großes Reformpaket geschnürt. Ein Befreiungsschlag sollte es werden. Doch die Bürger sehen die Pläne kritisch - vor allem das GKV-Sparpaket.
Auch medizinische Fachkräfte können unter experimentellen Bedingungen fehlerhaften Empfehlungen künstlicher Intelligenz folgen. Das zeigt eine Laborstudie mit 223 Ärztinnen und Ärzten, deren Aussagekraft für die klinische Praxis die Autoren selbst jedoch einschränken.
Die Bundesregierung findet zwar, dass Arztpraxen ungenügend über Selbstzahlerleistungen aufklären, sieht aber keinen Handlungsbedarf. Dem Gesundheitspolitiker Armin Grau missfällt das. Er fordert scharfe Regeln für IGeL-Angebote.
Warkens neues Digitalgesetz stößt bei der Kassenärztlichen Vereinigung Schleswig-Holstein (KVSH) auf wenig Begeisterung. Sie fürchtet eine Überwachung der Patientinnen und Patienten durch die Krankenkassen. Auch aus Rheinland-Pfalz kommt Kritik.
Bundesgesundheitsministerin Warken verteidigt die Pläne der Koalition, die verpflichtende Krankschreibung ab dem ersten Tag einzuführen und die telefonische Krankschreibung abzuschaffen. Aber auch Online-Angeboten will sie einen Riegel vorschieben.
Mit einer Auftaktveranstaltung im Bundesgesundheitsministerium hat die Koalition jetzt den Startschuss für ihre sogenannte Präventionsoffensive gegeben. Mit dabei waren auch Vertreter von Ärzteschaft und Kassen. Gesundheitsministerin Warken erklärte Prävention zur „zentralen Zukunftsaufgabe“.
Der Großteil der gesetzlich Krankenversicherten kennt mittlerweile die elektronische Patientenakte. Doch das bedeutet noch lange nicht, dass auch viele sie nutzen, zeigt eine YouGov-Umfrage im Auftrag der Siemens-Betriebskrankenkasse.
Die Ersatzkassen rufen Politik und Gesellschaft dazu auf, für Maßnahmen zur Stärkung der Medien- und Digitalkompetenz von Kindern und Jugendlichen zu sorgen. In einer Resolution fordern sie unter anderem ein Socia-Media-Verbot für unter 13-Jährige.
Fördern oder verhindern? Die Kassenärztlichen Vereinigungen investieren Millionen in Stipendien, Weiterbildung und Praxiszuschüssen. Gleichzeitig warnen sie, dass das GKV-Spargesetz diese Bemühungen konterkariert.
Nordrhein-Westfalen will ab kommendem Wintersemester mehr Landarztquoten-Studienplätze anbieten. Das Modell habe sich bewährt, sagt Gesundheitsminister Karl-Josef-Laumann.
Konsultationsgründe, medizinische Dokumente, Terminhistorien: Für ein Forschungsprojekt greift Doctolib in Frankreich auf pseudonymisierte Nutzerdaten zurück. Für Deutschland schließt der Anbieter der Terminbuchungsplattform das derzeit aus.
Die Bundesländer müssen den Krankenhäusern eigentlich Geld für Investitionen zahlen. Doch schon lange kommen sie dieser Verpflichtung nicht ausreichend nach. In welchem Maße nicht, zeigt der sogenannte Katalog der Investitionsbewertungsrelationen, der jetzt aktualisiert wurde.
Gefälschte Rezepte, erfundene Pflegeleistungen, doppelte Abrechnungen: Immer häufiger versuchen Menschen, die AOK abzuzocken. In einem Bereich ist das besonders leicht.
Der Ärztliche Bereitschaftsdienst wird immer weniger in Anspruch genommen. Das zeigt eine aktuelle Analyse des Zentralinstituts für die kassenärztliche Versorgung (Zi). Regional gibt es allerdings große Unterschiede.
Die Kassenärztliche Vereinigung Sachsen erhebt schwere Vorwürfe gegen die Politik. Die ambulante Versorgung habe das Gesundheitssystem in der Corona-Pandemie getragen. Mit dem GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz werde sie nun ausgerechnet mit neuen Sparvorgaben belastet, obwohl der Politik die Folgen seit Langem bekannt seien.
Beschimpfungen, körperliche Übergriffe und sogar sexualisierte Gewalt gehören für viele Ärztinnen und Ärzte offenbar zum Berufsalltag. Das zeigt eine neue wissenschaftliche Studie. Besonders betroffen sind Psychiatrie und Innere Medizin, ber auch Hausarztpraxen.
Kräftige Zuwächse bei Schutzimpfungen und Videosprechstunden, aber eine stagnierende Zahl an Behandlungsfällen: Der aktuelle Zi-Trendreport zeigt überraschende, aber auch erwartbare Entwicklungen in der ambulanten Versorgung.
Während die Kassen voll des Lobes sind, sieht die Ärzteschaft das geplante neue Digitalgesetz kritischer. Für HÄV, KBV und Hartmannbund sind vor allem die neuen Befugnisse für die Krankenkassen ein Problem.
Die ePA soll wichtiger werden, Kassen auf mehr Patientendaten zugreifen können, die Gematik erhält mehr Rechte zur TI-Stabilisierung: Das Bundeskabinett hat das neue Digitalgesetz für das Gesundheitswesen beschlossen. Die Bundesgesundheitsministerin erklärte dabei auch konkreter, wie sie sich die künftige Ersteinschätzung vorstellt.
Der Bayerische Facharztverband und die Innovationskasse (IK) haben einen Selektivvertrag zur fachärztlichen Direktversorgung geschlossen. Die Vergütung erfolgt außerhalb der vertragsärztlichen Budgetierung auf Grundlage der GOÄ.
Kriege, Cyberangriffe, aber auch klimabedingte Extremwetterereignisse stellen die Gesundheitssysteme Europas vor neue Herausforderungen. Bundesärztekammer und Kassenärztliche Bundesvereinigung fordern deshalb, die europäische Krisenvorsorge im Gesundheitswesen weiter auszubauen.
Das Sparpaket für die Krankenversicherung ist beschlossene Sache. Die Kassenärzte in Berlin und Brandenburg warnen: Leiden werden darunter vor allem die Patienten.
677 Anträge sind 2025 bei der Schlichtungsstelle für Arzthaftpflichtfragen der Ärztekammer Niedersachsen eingegangen. Nur bei einem geringen Teil wurde bislang tatsächlich ein ärztlicher Fehler festgestellt.
Eine Ärztin veröffentlicht Details aus der Krankenakte eines anderen Arztes - und setzt ihn damit dem Spott der Kollegen aus. Vor Gericht wird sie verurteilt.
Die Bundesregierung sieht bei Selbstzahlerleistungen in den Praxen Mängel bei der Aufklärung über Nutzen und Risiken. Forderungen nach schärferen gesetzlichen Regelungen weist sie aber zurück.
Nach der Verabschiedung des GKV-Spargesetzes macht sich in nicht wenigen Praxen Frust breit. Wie muss man den Vorgang rückblickend bewerten – und wie kann die Ärzteschaft mit den zu erwartenden Folgen umgehen? Der änd sprach mit dem MEDI-Vorstandsvorsitzenden Dr. Norbert Smetak.
Die Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendchirurgie fordert ein E-Scooter-Fahrverbot für Kinder unter 14 Jahren. Anlass ist die gestiegene Zahl an Unfällen mit Rollern gerade bei Minderjährigen.
Wegen der Krankenhausreform machen zwei große Kliniken in Potsdam mehrere Abteilungen dicht. Die größte Oppositionsfraktion im Brandenburger Landtag hat Bedenken.
Die Deutsche Gesellschaft für Chirurgie hat einen neuen Präsidenten: Prof. Jens Werner wird für die Amtsperiode 2026/2027 an der Spitze der DGCH stehen und auch den Deutschen Chirurgie Kongress mit leiten.
Viele niedergelassene Ärzte halten ihre Praxis für ein unattraktives Ziel von Cyberkriminellen. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) widerspricht dieser Einschätzung. Mit neuen Checklisten und Handlungsempfehlungen will die Behörde Praxen bei der Umsetzung der IT-Sicherheitsrichtlinie unterstützen.
In der elektronischen Patientenakte soll künftig auch ein elektronischer Medikationsplan hinterlegt werden können. Die breite Mehrheit der gesetzlich Versicherten findet das gut, zeigt eine aktuelle Forsa-Umfrage. Der allgemeine Informationsstand in Sachen ePA ist aber noch ausbaufähig.
KV Hessen, Kaufmännische Krankenkasse und Pronova BKK haben bereits Klage eingereicht, nun folgen weitere Betroffene diesem Schritt: Von Verlusten durch einen Immobilienfonds sind offenbar mehr Krankenkassen und Kassenärztliche Vereinigungen betroffen als bislang bekannt.
Krankenkassen dürfen Daten ihrer Versicherten auswerten und darauf gestützt zum Beispiel individuelle Präventionsangebote machen. Was aus datenschutzrechtlicher Sicht umstritten ist und mit dem neuen Digitalisierungsgesetz GeDIG noch ausgeweitet werden soll, bezeichnet der GKV-Spitzenverband als Erfolgsprojekt – und pocht auf eine erweiterte Datennutzung.
Rauchen ist krebserregend, trotzdem greift etwa jeder Fünfte immer mal wieder zur Zigarette. In Zeiten knapper Staatskassen sollen Raucher mehr Steuern zahlen. Gut so, sagt Hendrik Streeck.
Die Pläne der Bundesregierung zur Attestpflicht ab dem ersten Krankheitstag und zum Aus für die Telefon-AU werden kontrovers diskutiert. Dr. Jochen Pimpertz vom arbeitgebernahen Institut der deutschen Wirtschaft (IW) Köln ordnet die Reformpläne in einem Gastbeitrag für den änd ein.
Mit einem Antrag im Bundestag will die AfD das Sicherheitskonzept der elektronischen Patientenakte (ePA) verschärfen. Die Fraktion fordert einen besseren Schutz besonders sensibler Diagnosen, eine Rückkehr zur freiwilligen Zustimmung sowie einen ausdrücklichen Schutz der ePA vor dem Zugriff der Strafverfolgungsbehörden.
Legale Zigarettenverkäufe bringen dem Bund milliardenschwere Steuereinnahmen. Künftig sollen es noch mehr werden. Die Tabaklobby hat aber Zweifel. Die Bundesärztekammer begrüßt höhere Steuern.
Nach einem Signal der Landesregierung stoppt ein Brandenburger Landkreis die Gebührenbescheide für zurückliegende Rettungsfahrten ohne Klinikaufenthalt. Ist damit die Sache gelöst?
Mit Abwehrgriffen und Kommunikation gegen Gewalt am Bett: Warum Bundessozialministerin Bärbel Bas Schulungen für Pflegekräfte für wichtig hält und sie dennoch für Strafverschärfungen einsteht.
Sektorenübergreifender Austausch, TI-Stabilität und ePA: Unter Leistungserbringern ist laut einer Umfrage eine positive Entwicklung bei den TI-Anwendungen erkennbar. Nichtsdestotrotz bleiben die Herausforderungen sehr groß, hatte zuletzt ein Gematik-Papier gezeigt.
Das GKV-Spargesetz ist verabschiedet – nun gilt es, mit den Folgen zu leben. Die KV Baden-Württemberg bereitet sich schon einmal darauf vor, den Gürtel enger zu schnallen.