Gaß will höhere Zuzahlung von Patienten
Viele Krankenhäuser befinden sich in finanzieller Schieflage. DKG-Chef Gaß hofft auf mehr Geld - nicht nur von der Politik.
Viele Krankenhäuser befinden sich in finanzieller Schieflage. DKG-Chef Gaß hofft auf mehr Geld - nicht nur von der Politik.
Am 23. März wollen Apothekenteams in ganz Deutschland mit Schließungen und Demonstrationen gegen ihre wirtschaftliche Lage protestieren. Sie fordern eine sofortige Erhöhung des Apothekenhonorars und warnen vor weiteren Apothekenschließungen.
Die Vertreterversammlung der KV Thüringen geht auf Konfrontationskurs zur Gesundheitspolitik des Bundes. Sie fordert ein Ende der geplanten Honorarkürzung für Psychotherapeuten und warnt zugleich vor einem Rückbau zentraler Regelungen des Terminservice- und Versorgungsgesetzes.
Reine Meinungskundgebungen sind auch im Umkreis von 100 Metern um eine gynäkologische Praxis erlaubt. Ein Versammlungsverbot sei rechtswidrig, urteilte das Verwaltungsgericht Aachen.
Bei einer Diskussionsrunde in Berlin ging es darum, wie Ärzte von KI-gestützten Anwendungen profitieren können, welche Herausforderungen beim Einsatz bestehen – und was sich in puncto Haftung ändern sollte.
Drohende Regresse im Zusammenhang mit der Verordnung von Prostatakrebs-Medikamenten setzen niedergelassenen Urologinnen und Urologen weiter zu. Die Uro-GmbH Nordrhein spricht von möglichen Strafzahlungen von bis zu 40.000 Euro pro Fall. Den involvierten Krankenkassen wirft sie „aggressive Methoden“ vor. Die Pronova BKK wehrt sich gegen die Kritik.
Ein junger Mann leidet an einer tödlichen Muskelerkrankung. Im Streit mit seiner Krankenkasse um die Übernahme für Arzneimittelkosten hat nun das Bundesverfassungsgericht gesprochen.
Immer mehr Ärztinnen und Ärzte geraten an ihre Grenzen. Doch weder mehr Freizeit noch idealisierte Sinnsuche lösen das Problem. Eine neue Perspektive zeigt, dass echtes Wohlbefinden erst entsteht, wenn Entlastung und Sinn zusammenspielen.
Gebissen, geschlagen, beleidigt: Um Mitarbeiter der Notaufnahme besser zu schützen, testet eine Klinik in Dortmund nun Bodycams. Die ersten Erfahrungen sind positiv - doch Experten sind skeptisch.
Um die GKV-Finanzen zu stabilisieren, brauche es Strukturreformen, meint der Verwaltungsrat der Barmer. In einem ersten Schritt müssten allerdings „alle Leistungserbringer ihren Beitrag leisten“.
Am heutigen Mittwoch wird im Bundesgesundheitsministerium (BMG) der Fachdialog zur Primärversorgung fortgesetzt. Diskutiert wird unter anderem, wie Haus- und Fachärzte zusammenarbeiten, wer (Haus-)ärzte entlasten kann und ob größere Praxisstrukturen nötig sind. Virchowbund-Chef Heinrich spricht von sehr konstruktiven Gesprächen mit einem breiten Grundkonsens.
Der rheinland-pfälzische Gesundheitsminister Hoch kritisiert die Absenkung psychotherapeutischer Honorare - und kündigt ein „länderübergreifendes Vorgehen“ an. Zwei Verbände fordern unterdessen das BMG auf, den Honorarbeschluss zu beanstanden.
Rassistische Erfahrungen im Gesundheitswesen sind kein Einzelfall, zeigt eine Studie der Universität Witten/Herdecke. Die Forschenden fordern verpflichtende Antirassismus-Trainings für alle Gesundheitsberufe.
Bisher brauchten Hebammen aus dem Ausland eine Anerkennung ihrer Ausbildung, um im Saarland zu arbeiten. Künftig soll es auch ohne gehen - vorübergehend jedenfalls.
Nach ChatGPT und Anthropic bringt auch Microsoft mit „Copilot Health“ einen KI-gestützten Gesundheitsassistenten an den Start. Perspektivisch soll der Dienst zur einer „Medical Superintelligence“ ausgebaut werden.
Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) hat sein neues rot-schwarzes Kabinett ernannt. René Wilke ist der neue Minister für Arbeit, Soziales, Gesundheit und gesellschaftlichen Zusammenhalt.
Der Plan, Apotheken künftig stärker in die Früherkennung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen einzubinden, stößt bei ärztlichen Berufsverbänden auf Skepsis. Sie warnen vor einer Irreführung der Patientinnen und Patienten und richten einen Appell ans BMG.
Die Landtagswahl in Baden-Württemberg ist gelaufen. MEDI-Chef Dr. Norbert Smetak spricht mit dem änd darüber, wie er das Wahlergebnis einordnet, welche Erwartungen die Ärzteschaft an die Politik richtet – und warum gerade jetzt Tempo und Verbindlichkeit bei Reformen gefragt sind.
Die Betriebskrankenkassen haben am Dienstag auf ihrer Mitgliederversammlung einen „strukturellen Neustart des Systems“ gefordert – und einen Forderungskatalog veröffentlicht. Gerade auch im ambulanten Bereich seien Kurskorrekturen nötig, heißt es.
Praxisverwaltungssysteme sind das digitale Herz jeder Arztpraxis – doch ausgerechnet hier sieht das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) dringenden Nachholbedarf. Penetrationstests zeigen: Durch die Kombination mehrerer Schwachstellen könnten Angriffe aus dem Internet möglich werden.
Vertreter einiger Gesundheitsfachberufe haben sich mit einem offenen Brief an Bundesgesundheitsministerin Nina Warken gewandt und eine stärkere Beteiligung am laufenden Fachdialog zur Primärversorgung eingefordert.
Primärversorgung sollte vor dem bundesweiten Rollout in einem Bundesland getestet werden. Das schlägt MB-Chefin Dr. Susanne Johna vor. Gemeinsam mit Gematik-Vorständin Brenda Adjei und TK-Vize Thomas Ballast formulierte sie am Dienstag zentrale Innovationsfaktoren für das Gesundheitssystem.
Die AOK NordWest hat in den vergangenen zwei Jahren rund 7,5 Millionen Euro aus Betrugsfällen im Gesundheitswesen zurückgefordert. Die Zahl der Ermittlungsfälle ist deutlich gestiegen, der Anteil ärztlicher Leistungen an den Rückforderungen bleibt jedoch gering.
Ärzte sollten ihre Bestellungen für Grippeimpfstoffe der Saison 2026/27 bis Ende März abgeben. Dazu hat das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) aufgerufen. Hintergrund sei, dass die bislang vorbestellten Mengen deutlich unter dem ermittelten Bedarf lägen.
In Sachsen gibt es immer weniger Ärztinnen und Ärzte, die selbstständig in eigener Praxis arbeiten. Das zeigt eine aktuelle Statistik der dortigen Ärztekammer. Deren Präsident äußert eine Sorge.
Die Bundesbeauftragte für den Datenschutz und die Informationsfreiheit, Prof. Louisa Specht-Riemenschneider, will ihr Amt aus gesundheitlichen Gründen niederlegen. Sie kündigte an, bis zur Regelung der Nachfolge im Amt zu bleiben, um einen geordneten Übergang sicherzustellen.
Der Großteil der Versicherten kann künftig ein neues Verfahren nutzen, um Zugang zur elektronischen Patientenakte und weiteren digitalen Anwendungen zu erhalten.
Welche Vorteile bieten KI-gestützte Dokumentationssysteme und welche Probleme können mit dem Einsatz einhergehen? Darum ging es bei einer DGIM-Veranstaltung. Die potenziellen Risiken sollten nicht dazu führen, sich des Themas zu verweigern, so der Tenor.
Nun soll es doch schnell gehen: Schon im Sommer will das Bundesgesundheitsministerium einen Gesetzentwurf zur Primärversorgung vorlegen. In Aussicht stellt Staatssekretär Dr. Georg Kippels auch noch für dieses Jahr Bürokratieabbau in Verbindung mit einem Digitalgesetz.
Hebammen sollen besser bezahlt und von Bürokratie entlastet werden. Mit einer Einigung auf zentrale Details setzte eine Arbeitsgruppe von Berufsverbänden und dem GKV-Spitzenverband den vorläufigen Schlusspunkt hinter ein monatelanges Ringen.
Impfungen gegen Influenza, Rotavirus oder Hepatitis B sollten für Kinder nicht mehr empfohlen sein, wenn es nach US-Minister Kennedy geht. Jetzt hat ihn ein Gericht gestoppt - vorerst.
Der AOK-Bundesverband zieht in Sachen Blanko-Verordnungen für ergo- und physiotherapeutische Leistungen ein maues Fazit und verweist auf aktuelle Abrechnungsdaten. Dabei hatte er vor einiger Zeit noch „mehr Raum für eigenverantwortliche Therapieentscheidungen durch die Therapeuten“ gefordert.
Werbe- und Betrugsanrufe auf dem Telefon gehören inzwischen leider zum Alltag. Dass sich Betrüger gezielt als Mitarbeiter der Hotline 116117 ausgeben, ist allerdings neu: Die Kassenärztliche Vereinigung Baden-Württemberg (KVBW) warnt derzeit vor der Masche.
In Brandenburg hat Gesundheitsministerin Britta Müller (BSW) heute ihren letzten Arbeitstag. Zum Ende ihrer verkürzten Amtszeit zieht sie Bilanz.
Aggressive Patienten, verängstigte Mitarbeiter: Immer mehr Praxisinhaber denken über eine Videoüberwachung in ihren Räumen nach. Der Bremer Landesdatenschutzbeauftragte hält das für keine gute Idee.
Die Kürzung des Honorars für Psychotherapeutinnen und -therapeuten sorgt weiter für Unmut. KVWL-Chef Spelmeyer nennt die Absenkung „ein fatales Signal“, Berufsverbände kündigen Protest an und MEDI will rechtliche Schritte unterstützen.
Die Zahl der Krankenhäuser mit Entbindungsstationen hat sich seit der deutschen Vereinigung halbiert. Gab es im Jahr 1991 noch 1.186 Krankenhäuser, in denen Kinder entbunden wurden, waren es 2024 nur noch 578.
Mit einem „kostenlosen PSA-Test für zu Hause“ wirbt die Mobil Krankenkasse derzeit in ihren Mitgliederinfos. Der Vorstand des Berufsverbands der Deutschen Urologie (BvDU) hat dafür nur Kopfschütteln übrig.
Der Spitzenverband Fachärztinnen und Fachärzte Deutschlands (SpiFa) geht in der Debatte um eine stärkere Patientensteuerung auf Konfrontationskurs mit der Hausärzteschaft. Wenn Hausärzte künftig die zentrale Rolle im geplanten Primärversorgungssystem übernehmen wollen, müssten sie zunächst zeigen, dass sie tatsächlich steuern können und wollen.
Die Gemeinschaft der Heilberufe in Thüringen hat von der Landesregierung und vom Bund einen umfassenden Bürokratieabbau im Gesundheitswesen gefordert. Arztpraxen, Zahnarztpraxen und Apotheken müssten spürbar von überflüssigen Verwaltungspflichten entlastet werden.
In einem möglichen Primärversorgungssystem sollte einer digitalen medizinischen Ersteinschätzung grundsätzlich Vorrang eingeräumt werden. Dafür hat sich der Vorstand des Deutschen Berufsverbands der Hals-Nasen-Ohrenärzte (BVHNO) bei seiner jüngsten Sitzung ausgesprochen.
Die geplante Apotheken-Reform stößt innerhalb der Ärzteschaft weiterhin auf Skepsis, so auch bei Dermatologinnen und Dermatologen. Gesellschaft und Berufsverband der Fachgruppe haben ein Positionspapier zum Gesetzesvorhaben veröffentlicht – mit roten Linien, die aus ihrer Sicht nicht überschritten werden dürfen.
Die Fehlzeiten sind 2025 leicht gesunken, bleiben aber auf hohem Niveau. Laut WIdO erklärt vor allem die Einführung der elektronischen Krankschreibung den Anstieg der vergangenen Jahre.
Die aufsuchende Notfallversorgung in Deutschland sollte nach Auffassung der Bertelsmann Stiftung grundlegend neu organisiert werden. In einer aktuellen Analyse empfiehlt sie, die Schnittstellen zwischen dem kassenärztlichen Bereitschaftsdienst und dem Rettungsdienst enger zu verzahnen und insbesondere niedrigprioritäre Notfälle künftig anders zu steuern.
Die Kritik an der Honorarkürzung für Psychotherapeuten reißt nicht ab: Auch die KV Niedersachsen hält die beschlossene Absenkung für „völlig unverständlich“. Angesichts steigender Nachfrage und langer Wartezeiten sende der Beschluss ein falsches Signal.
Ein Primärversorgungssystem kann vieles verbessern, ist jedoch kein Wundermittel gegen die strukturellen Probleme im Gesundheitswesen, meint der Sozialverband VdK Deutschland. Im Interview mit dem änd erklärt Präsidentin Verena Bentele, worauf die Politik aus Patientensicht besonders achten muss.
Bundesgesundheitsministerin Nina Warken will Apotheken stärker in die Früherkennung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen einbinden. Der Vorschlag stößt bei Ärzten, Kardiologen und Apothekern auf unterschiedliche Reaktionen.
Was tun gegen hohe Gesundheitskosten in Deutschland? Die gesetzlichen Krankenversicherungen nehmen vor allem einen Bereich in den Blick.
Pharmazeutische Dienstleistungen gewinnen in den Apotheken weiter an Bedeutung. Laut ABDA profitieren immer mehr Patientinnen und Patienten von den zusätzlichen Beratungs- und Versorgungsangeboten.
Am 22. März wählt Rheinland-Pfalz einen neuen Landtag. Was planen die Parteien gesundheitspolitisch? Der änd hat sich die Wahlprogramme angeschaut. Heute: die Linke.