FDP setzt auf geförderte „rollende Arztpraxen“
Am 6. September wählt Sachsen-Anhalt eine neue Landesregierung. Was planen die Parteien für den Gesundheitssektor? Der änd hat in die Wahlprogramme geschaut. Heute: die FDP.
Am 6. September wählt Sachsen-Anhalt eine neue Landesregierung. Was planen die Parteien für den Gesundheitssektor? Der änd hat in die Wahlprogramme geschaut. Heute: die FDP.
Mehr als ein Viertel der in Deutschland tätigen Ärztinnen und Ärzte ist zugewandert. Viele müssen ein langwieriges Anerkennungsverfahren durchlaufen. Die DGIM will sie in dieser Zeit mit Fortbildungsangeboten unterstützen.
Weniger Krankenkassen, weniger Kosten: Die Rechnung klingt plausibel und überzeugt auch viele in der Ärzteschaft. KVBW-Chef Dr. Karsten Braun hält das für den falschen Ansatz. Im änd-Interview erklärt er, warum Kassenfusionen kaum Einsparungen versprechen, eine starke Konzentration sogar der Versorgung schaden könnte und weshalb er statt weniger Kassen lieber mehr echten Wettbewerb will.
Die Leistungsausgaben der Techniker Krankenkasse (TK) in NRW haben 2025 mit mehr als 12 Milliarden Euro einen neuen Rekordwert erreicht.
Der Etat des Bundesgesundheitsministeriums soll 2027 deutlich schrumpfen. Nach dem Entwurf für den Bundeshaushalt, der dem änd vorliegt, sind für das Ressort rund 14,3 Milliarden Euro vorgesehen, nach knapp 21,8 Milliarden Euro in diesem Jahr.
Die Berufsverbände bringen sich beim neuen Bundesgesundheitsminister Carsten Linnemann in Stellung. Nun warnt der Bundesverband der Belegärzte und Belegkrankenhäuser vor weiteren Einschnitten bei der Vergütung. Die Folge könnten weniger belegärztliche Angebote und längere Wartezeiten auf Operationen sein.
Ein Hausarzt hielt eine teurere Therapie bei zwei schwer kranken Patientinnen für medizinisch sicherer. Trotzdem bestätigte das Sozialgericht Marburg einen Regress von rund 15.000 Euro. Das Urteil zeigt, worauf es bei der Wahl zwischen gleichwertigen Behandlungsalternativen ankommt.
Wie stark hängt die medizinische Versorgung in Deutschland vom Einkommen ab und verschärft die aktuelle Gesundheitspolitik diese Unterschiede womöglich noch? In einer kleinen Anfrage verlangt die Linksfraktion von der Bundesregierung Auskunft über soziale Ungleichheiten bei Gesundheit und Versorgung.
Gut drei Wochen vor der Landtagswahl melden sich Gesundheitsakteure aus Sachsen-Anhalt gemeinsam zu Wort. Von der künftigen Landesregierung verlangen sie, stärker auf die Selbstverwaltung zu setzen, staatliche Eingriffe zu begrenzen und für verlässliche Bedingungen in der Versorgung zu sorgen.
Mit Extra-Zahlungen wollte eine Krankenkasse offenbar Versicherte nach deren Kündigung doch noch zum Bleiben bewegen. Das Bayerische Landessozialgericht hat dieser Praxis nun einen Riegel vorgeschoben: Wer seine Kasse wechseln will, darf nicht mit Leistungen gelockt werden, auf die nach den eigenen Kassenregeln gar kein Anspruch besteht.
Die Berliner Gesundheitspolitik stößt in Sachsen auf wenig Begeisterung. Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD) sieht Erfolge bei der ärztlichen Versorgung in Gefahr.
Nur ein kleiner Teil der elektronisch verordneten DiGA wird nach Angaben des Branchenverbands SVDGV tatsächlich aktiviert. Verbands-Vizechefin Anna Haas warnt vor einem „Versorgungsverlust“ durch unnötige Hürden. Ein Hausarzt zeigt zugleich, wie sich viele Probleme im Praxisalltag vermeiden lassen.
Sachsen steht vor einer alternden Bevölkerung und Fachkräftemangel. Südkorea setzt auf Digitalisierung und Robotik. Könnte das auch ein Modell für den Freistaat sein?
Ein zusätzlich zur belegärztlichen Tätigkeit übernommener neurochirurgischer Rufbereitschaftsdienst im Krankenhaus kann eine abhängige Beschäftigung sein und damit sozialversicherungspflichtig. Das hat das Bundessozialgericht (BSG) entschieden.
Am 6. September wählt Sachsen-Anhalt eine neue Landesregierung. Was planen die Parteien für den Gesundheitssektor? Der änd hat in die Wahlprogramme geschaut. Heute: die Linke.
Der Patient ist unzufrieden – und plötzlich steht der Vorwurf eines Behandlungsfehlers im Raum. Rein statistisch gesehen trifft das jede Praxis einmal. Wie können sich Ärzte darauf vorbereiten – und wie sollten sie reagieren, wenn ein Patient mit rechtlichen Schritten droht?
Insgesamt 28 Studenten, die ihren Medizinstudienplatz über eine Landarztquote bekommen haben, klagen aktuell. Viele von ihnen vertritt ein Anwalt aus Osnabrück. Er sieht in den Verträgen gleich mehrere Probleme.
Das RKI geht bisher von rund 12.500 hitzebedingten Todesfällen in diesem Sommer aus. Intensivmediziner Uwe Janssens meint: „Es sind sicherlich mehrere Tausend Todesfälle mehr.“
Die Debatte über die Zukunft der Primärversorgung dreht sich häufig um Strukturen: Primärversorgungszentren, Gesundheitskioske, multiprofessionelle Teams, neue Vergütungsmodelle oder digitale Angebote. Aber woran lässt sich eigentlich erkennen, ob ein Primärversorgungssystem gut ist?
Viele Krankenhäuser sind nach Einschätzung des vdek nicht ausreichend gegen extreme Hitze geschützt. Der Ersatzkassenverband fordert deshalb mehr Investitionen in Kühlung, Dämmung und Sonnenschutz. Zugleich verweist er auf eine grundsätzliche Finanzierungslücke:
Mehr Selbstmedikation soll nach den Vorstellungen von Pharma Deutschland nicht nur die GKV finanziell entlasten, sondern auch „ärztliche Ressourcen“ schonen. Dafür will der Verband mehr Arzneimittel aus der Rezeptpflicht entlassen. Für versorgungskritische Medikamente schlägt er zudem ein ungewöhnliches Finanzierungsmodell vor.
Nach der ersten Runde der Honorarverhandlungen für 2027 hat die KBV scharfe Kritik am Angebot der Kassen geübt. Es liege weit unter der Vergütungssteigerung, die die Praxen benötigten, machte KBV-Chef Dr. Andreas Gassen deutlich. Angesichts der Einschnitte durch das Spargesetz forderte er eine angemessene Anhebung der Honorare dort, wo die neuen Sparvorgaben nicht greifen.
Fast 250 Abgeordnete unterstützen einen neuen Anlauf für die Widerspruchslösung bei der Organspende. Auch die Bundesärztekammer begrüßt den Vorstoß – warnt aber davor, darin allein die Lösung für den Organmangel zu sehen.
Drei Wochen nach ihrem überraschenden Aus als Sportministerin und dem Wechsel ins Bundesgesundheitsministerium hat die sächsische CDU-Politikerin Christiane Schenderlein offen über ihre Enttäuschung gesprochen.
Das GKV-Spargesetz hat die bisherigen Regeln für bundesweite Praxisbesonderheiten geändert und damit für Verunsicherung gesorgt. Nun stellt der GKV-Spitzenverband klar: Bestehende Vereinbarungen gelten zunächst weiter. Für neue Praxisbesonderheiten sieht das Gesetz allerdings ein anderes System vor – mit Folgen für die Arzneimittelverordnung.
Die KBV will die Nachbeobachtung nach einer Esketamin-Behandlung für weitere Fachgruppen öffnen – darunter Hausärzte und Neurologen. Die Kassen lehnen das ab. Während die KBV ihnen „knallharte Sparpolitik“ vorwirft, hält der GKV-Spitzenverband dagegen: Es gehe um die Sicherheit schwer depressiver Patienten.
Die KBV und der GKV-Spitzenverband haben die Honorarverhandlungen für 2027 aufgenommen. Die erste Runde am gestrigen Mittwoch blieb allerdings ohne Ergebnis, wobei eine entscheidende Größe für die Gespräche ohnehin noch fehlt. Die Grundlohnrate, die künftig den maximalen Spielraum für die Honorarsteigerung vorgibt, wird erst Mitte September bekannt gegeben.
In einem Primärversorgungssystem müssten auch Nephrologen koordinierende Aufgaben im Sinne eines Primärarztes übernehmen können. Zudem müsse die Früherkennung gestärkt werden.
Für das geplante Primärarztsystem müssen Patienten eindeutig ihrer gewählten Praxis zugeordnet werden können. Der Hausärzteverband Niedersachsen sieht dafür in der persönlichen Identifikationsnummer eine Lösung. Und warnt zugleich vor neuen Parallelstrukturen der Krankenkassen.
Mecklenburg-Vorpommern hat erstmals einen Demenzplan. Der Hausärztinnen- und Hausärzteverband begrüßt das, warnt aber zugleich vor drohenden Versorgungslücken.
Daten aus Wearables und Apps könnten künftig eine größere Rolle in der medizinischen Versorgung spielen. Allerdings zeigt gerade die Patientengruppe mit einem höheren Behandlungsbedarf eher geringes Interesse, zeigt eine aktuelle Umfrage.
Die Bundesregierung will mit ihrem Primärversorgungssystem Hausarztpraxen zu zentralen Lotsen im Gesundheitssystem machen. Versorgungsforscher und Gesundheitsökonomen sehen die größte Herausforderung jedoch nicht in der Patientensteuerung, sondern in einem Vergütungssystem, das für diese neue Rolle nie entwickelt wurde.
Für das Versprechen, nach der Ausbildung Hausarzt in einer Mangelregion zu werden, bekamen sie einen Medizinstudienplatz. Doch manche klagen inzwischen gegen den Vertrag.
In Sachsen-Anhalt gibt es immer weniger Ärztinnen und Ärzte, die Schwangerschaftsabbrüche durchführen. Die Grünen-Abgeordnete Susan Sziborra-Seidlitz sieht den Grund dafür auch im Strafgesetzbuch.
Bundesinnenminister Alexander Dobrindt hat die Kritik von Ärzteverbänden zurückgewiesen, wonach die am Mittwoch vom Kabinett beschlossene Reform der Nachrichtendienste das Patientengeheimnis gefährdet. „Wir halten nichts von diesen Vorwürfen, weil wir immer nur angemessen vorgehen“, sagte der CSU-Politiker nach der Kabinettssitzung in Berlin.
Die KV Thüringen baut ihre zunächst als Übergangslösung gestartete Akutpraxis in Gera aus. Im Herbst zieht sie an einen neuen Standort, verlängert die Öffnungszeiten und setzt stärker auf digitale Abläufe und Teamarbeit. Hintergrund ist der anhaltende Hausärztemangel: In Gera und Umgebung sind laut KV derzeit 16 Sitze unbesetzt.
Fast jeder fünfte Erwachsene hat beim Arzt schon einmal Beschwerden oder gesundheitliche Probleme aus Scham, Peinlichkeit oder Misstrauen verschwiegen. Besonders häufig passiert das jüngeren Menschen und Frauen, zeigt eine repräsentative Forsa-Umfrage im Auftrag der Barmer. Zugleich geben 92 Prozent der Befragten an, Ärzten in Gesundheitsfragen zu vertrauen.
Die Zweitmeinung vor bestimmten planbaren Operationen wird verpflichtend – doch dafür fehlen möglicherweise die nötigen Kapazitäten. Der G-BA rechnet damit, dass die derzeit zugelassenen Zweitmeinenden den zusätzlichen Beratungsbedarf kurzfristig nicht decken können. Wie unterschiedlich die Ausgangslage je nach Eingriff ist, zeigen Zahlen der KBV.
Eine Befreiung von der gesetzlichen Rentenversicherungspflicht für die ärztliche Tätigkeit im Krankenhaus erstreckt sich nicht ohne Weiteres auf eine Nebentätigkeit in einer Praxisklinik, entscheidet das Bundessozialgericht. Für die Betroffenen bedeutet das eine Nachzahlung von 16.000 Euro.
Drogerien, Apotheken und kommerzielle Anbieter weiten ihre Screeningangebote aus. Doch wenn ein Befund auffällig ist, suchen viele Patienten anschließend eine Arztpraxis auf. Niedergelassene sollen Ergebnisse einordnen, verunsicherte Patienten auffangen und entscheiden, ob weitere Diagnostik nötig ist. Wie sollten Arztpraxen mit solchen Fremdbefunden umgehen?
Bayerns Gesundheitsministerin Judith Gerlach drängt den neuen Bundesgesundheitsminister Carsten Linnemann, die angekündigten Entlastungen für Krankenhäuser schnell auf den Weg zu bringen. Seine Vorgängerin Nina Warken hatte noch für August einen Gesetzentwurf angekündigt.
Eine Analyse von rund 26.000 Ärzten zeigt deutliche Unterschiede bei online buchbaren Facharztterminen: GKV-Versicherte mussten im Untersuchungszeitraum im Schnitt 49,1 Tage warten, Privatversicherte 29,7 Tage. Bei mehr als der Hälfte der untersuchten Praxen wurden online keine Termine für gesetzlich Versicherte angezeigt.
Nach gut 15 Jahren an der Spitze der Barmer legt Prof. Christoph Straub sein Amt zum Jahresende nieder. Künftig sollen Simone Schwering und Uwe Repschläger die Krankenkasse führen. Wer den Vorstandsvorsitz übernimmt, ist allerdings noch offen.
Ausgediente Konnektoren, Kartenterminals, Computer oder medizinische Geräte können Arztpraxen nicht einfach in den Hausmüll werfen oder bedenkenlos zum Wertstoffhof bringen. Je nach Gerät gelten unterschiedliche Vorgaben für Rückgabe und Entsorgung. Bei Geräten mit Patientendaten kommt hinzu: Die Daten müssen zuverlässig gelöscht werden.
Am 6. September wählt Sachsen-Anhalt eine neue Landesregierung. Was planen die Parteien für den Gesundheitssektor? Der änd hat in die Wahlprogramme geschaut. Heute: das BSW, das das Modell der Polikliniken lobt und einen landesweiten Praxiskoordinator einsetzen möchte.
Das Universitätsklinikum Regensburg will rund 40 ärztliche Vollzeitstellen einsparen. Nun warnt der Hartmannbund vor den Folgen: Gleichzeitig sollen die verbleibenden Ärzte im kommenden Semester deutlich mehr Medizinstudierende betreuen. Der Verband sieht Ausbildung und Patientenversorgung gefährdet.
Mehr als 20 Jahre nach Einführung der ersten PA-Studiengänge in Deutschland ist noch immer nicht einheitlich geregelt, was Physician Assistants können müssen und was sie in der Versorgung dürfen. Zu diesem Befund kommen die Wissenschaftlichen Dienste des Bundestages in einer 41-seitigen Analyse der rechtlichen Rahmenbedingungen für PA.
Der Krankenstand unter berufstätigen Versicherten der AOK Rheinland/Hamburg ist im ersten Halbjahr 2026 leicht zurückgegangen. Dafür sorgten vor allem weniger Atemwegsinfekte. Gegen den Trend nahmen jedoch Fehlzeiten aufgrund psychischer und Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu.
Das GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz streicht eine gesetzliche Vorgabe zur angemessenen Vergütung psychotherapeutischer Leistungen. Fünf Psychotherapieverbände warnen vor möglichen Abwertungen und schlagen eine neue Schutzregel vor: Die Bewertung der Leistungen soll bis Ende 2029 stabil bleiben.
Die wirtschaftliche Stimmung in den Krankenhäusern bleibt auf einem Tiefpunkt. Der Geschäftsklima-Saldo liegt bei minus 51 – deutlich unter den Vergleichswerten anderer Wirtschaftszweige. Zugleich schrumpfen die Liquiditätsreserven vieler Häuser, während die ambulanten Leistungen weiter zunehmen.