Die neue Medizin-Uni Lausitz gibt der Region ein Versprechen
Der Hausärztemangel in Brandenburg verschärft sich. Da kommt der Start der Medizinischen Uni Lausitz in Cottbus gerade recht. Doch schon jetzt kommt das Projekt der Region zugute.
Der Hausärztemangel in Brandenburg verschärft sich. Da kommt der Start der Medizinischen Uni Lausitz in Cottbus gerade recht. Doch schon jetzt kommt das Projekt der Region zugute.
Jetzt steht es fest: Das Unternehmen BioNTech wird seine Standorte in Tübingen in Baden-Württemberg, Marburg in Hessen und Idar-Oberstein in Rheinland-Pfalz schließen. Rund 1.800 Beschäftigte sind betroffen.
Der Vorsitzende des Hausärztinnen- und Hausärzteverbandes, Markus Blumenthal-Beier, warnt vor anonymen Videosprechstunden bei Drittanbietern. Kritisch sieht der Verbandschef insbesondere Pläne für Videokabinen in Apotheken.
Die elektronische Überweisung soll nach den Vorstellungen der KBV weit mehr werden als der digitale Nachfolger von Muster 6. In einem künftigen Primärarztsystem soll sie Informationen zwischen Haus- und Facharztpraxen transportieren und zugleich die Terminsteuerung unterstützen. Ein Überblick.
Neugeborene erhalten ihren GKV-Versicherungsnachweis häufig erst viele Wochen nach der Geburt. Für die Praxen bedeutet das ein hohes Regressrisiko, beklagt der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzt*innen (BVKJ). Er fordert eine neue gesetzliche Regelung.
Statt über die Zukunft von GKV und PKV zu diskutieren, sollte sich die Politik darauf konzentrieren, ein Primärversorgungssystem aufzusetzen und Bürokratie abzubauen, mahnt der Präsident der Landesärztekammer Brandenburg.
Reine Sparvorschläge will die SPD bei der Pflege nicht mitmachen. Doch von einem sozialdemokratischen Gegenvorschlag hält der CDU-Gesundheitsminister nichts. Wie der Koalitionsstreit endet, ist offen.
Friedrich Merz entdeckt nach der Wahlniederlage plötzlich die „Gerechtigkeitslücke“ zwischen gesetzlich und privat Versicherten. Kolumnist Dr. Matthias Soyka erklärt dagegen, warum aus seiner Sicht nicht die Privatversicherten das Problem sind, sondern politische Fehlentscheidungen und ein Sparsystem mit bemerkenswerten Ausnahmen.
Kommunen gründen eigene MVZ meist dort, wo andere Lösungen für die ärztliche Versorgung nicht mehr greifen. Doch gerade dort fällt es ihnen schwer, die Einrichtungen wirtschaftlich zu betreiben. Der Städte- und Gemeindebund geht davon aus, dass Kommunen in einem überwiegenden Teil der Fälle zumindest anfangs finanziell einspringen müssen. Wie viel Geld dafür fließt, wissen selbst die Länder kaum.
Wenn KI-Modelle eingesetzt werden, um Diagnosen zu erstellen oder Therapieempfehlungen zu geben, verändert sich die Rolle von Ärzten fundamental. Medizinethiker PD Dr. Markus Herrmann erklärt, wie das Zusammenspiel von Mensch und KI verantwortungsvoll gelingen kann – und warum Ärzte KI-Abstinenztage einlegen sollten.
Bei der Pflege fehlen Milliarden. Gesundheitsminister Carsten Linnemann will sparen. Doch der SPD-Fraktionschef stellt sich auf die Bremse.
Wer gesetzlich versichert ist, muss von nächstem Jahr an mehr Kosten selber tragen. Beamte trifft das nicht, sie sind in der Regel privat versichert. Der Chef der DAK sieht ein Gerechtigkeitsproblem.
Wenn der Kanzler spontan über die Krankenversicherung spricht, haben seine Parteikollegen hinterher einiges aufzukehren. Chefredakteur Jan Scholz macht sich Gedanken über politische Kommunikation, die Tücken der Patientensteuerung und die Frage, wer am Ende die Zeche zahlt. Diskutieren Sie mit!
KVWL-Chef Dirk Spelmeyer warnt vor erheblichen Folgen des Spargesetzes für die ambulante Versorgung: Praxen drohten Substanzverluste, weniger Niederlassungen und längere Wartezeiten. Auch bei der Erstellung der Honorarverteilung in den Ländern gebe es nun Probleme.
Wie kann man den Zugang zu Arztterminen über Versicherungsgrenzen hinweg nach medizinischer Dringlichkeit organisieren? Diese Frage muss im Rahmen der Primärversorgung diskutiert werden, fordert der nordrhein-westfälische Gesundheitsminister Karl Josef Laumann im Interview mit dem änd.
Die Ärztekammer in Rheinland-Pfalz hat eine neue Vertreterversammlung gewählt. Nach dem vorläufigen Ergebnis ziehen 80 Delegierte aus den vier Bezirksärztekammern in das „Parlament“ der Landesärztekammer ein.
Mit einer rigorosen Fallzahlzuwachsbegrenzung im Honorarverteilungsmaßstab (HVM) reagiert die KV Berlin als eine der ersten kassenärztlichen Vereinigungen auf das Spargesetz. Zudem bereitet sie sich auf den Bündnis- und Verteidigungsfall vor.
Wer Krebs überstanden hat, soll die frühere Erkrankung nach bestimmten Fristen nicht mehr offenlegen müssen. Das fordern mehrere Länder im Bundesrat.
Betrugsfälle haben bei der DAK-Gesundheit auch in den Jahren 2024 und 2025 wieder einen Schaden in Millionenhöhe verursacht. Das geht aus dem aktuellen Bericht der Kasse zur Fehlverhaltensbekämpfung hervor. Eine immer größere Rolle spiele dabei die organisierte Kriminalität.
Anlässlich der heutigen Beratungen des Bundesrats über das Gesetz für Daten und digitale Innovation im Gesundheitswesen (GeDIG) hat der Hartmannbund davor gewarnt, Krankenkassen bei der Auswertung von Gesundheitsdaten aus der elektronischen Patientenakte mehr Befugnisse zu geben.
Die Sparmaßnahmen aus dem GKV-Sparpaket treffen auch die Bundesbeihilfe. Ein Teil gilt bereits, weitere Einschnitte bereitet das Bundesinnenministerium per Verordnung vor. Geplant sind höhere Eigenbehalte, weniger Beihilfe beim Zahnersatz und das Aus für Homöopathie.
Mit dem neuen digitalen Nachweis PoPP können Praxen die elektronische Gesundheitskarte künftig auch über Standardkartenleser einlesen. Für deren sicheren Betrieb sind sie allerdings selbst verantwortlich, stellt die Gematik klar.
Erstmals hat sich der Vorstand der KV Berlin öffentlich zum Thema Kapitalanlagen geäußert. Anlass gab die aktuelle Berichterstattung mehrerer großen Medien darüber, dass ein Wirtschaftsprüfungsunternehmen die Anlage als nicht richtlinienkonform eingestuft hatte.
Seit rund einem Jahr bietet die Siemens-Betriebskrankenkasse einen Online-Hautcheck an und zieht jetzt erstmals Bilanz. Das Angebot funktioniere gut, teilte die SBK am Donnerstag mit.
Wie viel Honorar kommt am Ende des Quartals tatsächlich heraus? Praxen in Rheinland-Pfalz sollen darauf künftig schon während des laufenden Quartals eine Antwort bekommen. Die KV RLP bietet ihren Mitgliedern mit dem „Praxispiloten“ eine Honorarsimulation an, die auf aktuellen Abrechnungs- und Leistungsdaten basiert und sich nach Angaben der KV taggleich abrufen lässt.
Braucht es einen ganz anderen Ansatz, um mehr Spenderorgane wie Nieren und Lebern zu organisieren? Im Parlament laufen konkrete Beratungen an. Und auch die KBV mischt sich mit einem eigenen Aspekt in die Debatte ein.
Der Gesundheitsausschuss hat sich auf Antrag der Grünen-Fraktion mit dem Thema Hitzeschutz auseinandergesetzt. Mehrere Wissenschaftlerinnen und auch Mediziner waren als Sachverständige geladen. Sie forderten unisono eine auskömmliche Finanzierung für Hitzeschutz-Maßnahmen.
Das sei „wahrlich kein Jubelergebnis“, hatte KBV-Chef Dr. Andreas Gassen die 2,2-Prozent-Steigerung des Orientierungspunktwertes kommentiert. Der Virchowbund drückt seinen Unmut noch etwas drastischer aus.
Wie lässt sich die Ungleichbehandlung von Kassen- und Privatpatienten beenden? Gesundheitsökonom Heinz Rothgang schlägt einheitliche Arzthonorare vor. Auch TK-Chef Jens Baas will die Vergütung neu ordnen, warnt aber davor, den Praxen dabei Honorar zu entziehen.
Der Bundesverband Gesundheits-IT ist bekanntermaßen kein Fan der Pläne zum Umbau der Gematik, mit dem die Telematikinfrastruktur stabiler gemacht werden soll. Erst vor einigen Wochen hat der Verband gegen ein entsprechendes Konzept der Gesellschaft gewettert. Jetzt legt der bvitg ein juristisches Gutachten vor, das seine Bedenken untermauert. Danach könnte es künftig zu noch mehr Problemen in der TI kommen.
Die Hybrid-DRGs sorgen für steigende Fallzahlen im ambulanten Bereich – allerdings auch für höhere Ausgaben der Kassen. Zu diesem ersten Fazit kommt zumindest die AOK. Die Kasse will daher gleich den Rotstift ansetzen. Einspruch kommt nun von den chirurgischen Berufsverbänden.
Der Bundestag berät erstmals über die Reform des Nachrichtendienstrechts. Aus der Ärzteschaft kommt weiter Widerstand: Ärzte sollen beim Schutz vertraulicher Informationen schlechter gestellt bleiben als etwa Anwälte oder Geistliche. In der ersten Lesung meldeten auch Abgeordnete Nachbesserungsbedarf beim Schutz von Berufsgeheimnisträgern an.
Ein KI-Agent von OpenAI wollte offenbar kein Nein akzeptieren: Bei der Recherche zu Gesundheitsausgaben umging er Zugriffssperren eines australischen Medicare-Portals. Persönliche Patientendaten sollen nicht betroffen sein.
Das Bundesgesundheitsministerium plant für die Primärversorgung Änderungen an den vertragsärztlichen Vergütungsstrukturen. Für Versicherte soll es statt Sanktionen pädagogische Führung geben. Das stellte Gesundheitsstaatssekretär Dr. Georg Kippels (CDU) am Mittwochabend in Aussicht. Er relativierte allerdings den Zeitplan für die Reform.
Nach der Debatte um die Zukunft des dualen Versicherungssystems erhöhen nun Betriebsräte aus der privaten Krankenversicherung den Druck auf Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU). Die Arbeitnehmervertreter warnen vor einem „Pflegesoli“ als möglichen Einstieg in eine Bürgerversicherung .
Bundesgesundheitsminister Carsten Linnemann will den Gesetzentwurf für das geplante Primärversorgungssystem im November vorlegen. Das kündigte er am Mittwoch bei der Regierungsbefragung im Bundestag an. Zugleich machte er deutlich, dass er mit der Reform die Patientensteuerung verbessern und Wartezeiten auf Arzttermine verkürzen will.
In Brandenburg mangelt es an Ärzten besonders. Die ältesten Mediziner sind weit über 80 Jahre alt - in welcher Fachrichtung ist das Durchschnittsalter besonders hoch?
KBV und GKV-Spitzenverband haben sich auf den Orientierungswert für 2027 geeinigt. Er steigt um 2,2 Prozent auf 13,0207 Cent. Die KBV hatte ursprünglich 4,33 Prozent gefordert, die Kassen boten 0,66 Prozent. KBV-Chef Andreas Gassen spricht denn auch von „wahrlich keinem Jubelergebnis“.
Die Äußerungen von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) im Anschluss an die CDU-Vorstandssitzung am Montag geben weiterhin Anlass zu Spekulationen, welche bislang nicht formulierten Reformen dem Gesundheitssystem bevorstehen könnten. Am Mittwoch stellte der leitende Regierungssprecher eine „gleichwertige Belastung“ in Aussicht.
Der weltgrößte Dialysekonzern Fresenius Medical Care ist von Hackern angegriffen worden. Was steckt hinter dem Vorfall und wie reagiert der Konzern?
Labormedizinische Verbände und Fachgesellschaften fordern Nachbesserungen am Laborkapitel der GOÄneu. Ein vom Verband Akkreditierte Labore in der Medizin (ALM) beauftragtes Gutachten stützt ihre Kritik: Demnach drohen den Laboren knapp 34 Prozent weniger Umsatz, wenn die GOÄneu unverändert kommt.
Wie sieht es an einem gewöhnlichen Juni-Dienstag in den Notaufnahmen in Deutschland aus? Nicht gut, zeigt eine Blitzumfrage der DGINA. Fast jede zweite Notaufnahme gab eine Überlastung an – zum Teil sei die Patientensicherheit gefährdet gewesen.
Die Vergütung der Hybrid-DRG soll 2027 weiter in Richtung ambulantes Niveau sinken, hat der erweiterte Bewertungsausschuss entschieden. Dem AOK-Bundesverband geht die vorgesehene Absenkung jedoch nicht weit genug. Vorstandschefin Carola Reimann warnt vor weiterhin hohen Ausgaben und fordert den Gesetzgeber zum Eingreifen auf.
Die Krankenkassen geben immer mehr Geld für die Behandlung von Volkskrankheiten aus. Das geht in erster Linie auf steigende Arzneimittelpreise zurück und weniger auf einen Zuwachs von Erkrankten, zeigt der Arzneimittelreport der Barmer.
Ob bei der Dokumentation, im Terminmanagement oder der Patientenaufnahme: Digitale Tools können zur Entlastung beitragen, zeigt eine aktuelle Umfrage. Die Praxisteams setzen aber auch weiterhin auf analoge Anwendungen.
Keine andere abgefragte Berufsgruppe genießt in Deutschland so viel Vertrauen wie Ärzte. Im aktuellen Global Trustworthiness Index von Ipsos halten 58 Prozent der Befragten Ärzte für vertrauenswürdig. Politiker kommen dagegen gerade einmal auf 8 Prozent.
Schwer kranke Kinder können künftig in 24 Kinderkliniken in Niedersachsen und Bremen mit Unterstützung aus der Ferne behandelt werden. Die Medizinische Hochschule Hannover (MHH) weitet ihr Telemedizin-Projekt „TelePIN“ aus. Bund und Land steuern sechs Millionen Euro bei.
Der Skandal um Fehlinvestitionen bei Kassen und KVen kommt nicht aus den Schlagzeilen. Neue Recherchen beziffern die Verluste von drei weiteren Krankenkassen auf rund 100 Millionen Euro. Bei der KV Berlin wirft ein Prüfbericht Fragen zur Einhaltung der Anlagerichtlinien auf.
Trotz der Beobachtung, dass in der Bevölkerung ein Gefühl der Ungerechtigkeit aufgrund unterschiedlicher ärztlicher Leistungen für gesetzlich und privat Versicherte wächst, sieht Bundeskanzler Friedrich Merz gute Gründe für das bestehende System. Das stellte eine Regierungssprecherin am Dienstagnachmittag auf Anfrage des änd klar.
Jubel bei SPD und Linken, mahnende Worte der Grünen und in den eigenen Reihen zunehmend verzweifelte Versuche, alles wieder geradezurücken: Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat mit seinen Aussagen über GKV und PKV am gestrigen Montag maximale Verwirrung gestiftet – nicht nur bei den Akteuren aus der Versorgung, sondern auch im politischen Raum. Und nun?