G-BA legt neue Mindestmenge für Operationen fest
Krankenhäuser müssen künftig eine Mindestmenge bei der chirurgischen Behandlung des Magenkarzinoms erfüllen. Zunächst gibt es jedoch eine Übergangsphase.
Krankenhäuser müssen künftig eine Mindestmenge bei der chirurgischen Behandlung des Magenkarzinoms erfüllen. Zunächst gibt es jedoch eine Übergangsphase.
Nach 14 Jahren endet Ende Juni die Amtszeit von Prof. Josef Hecken an der Spitze des Gemeinsamen Bundesausschusses vorzeitig. In seiner letzten Sitzung als unparteiischer Vorsitzender nutzte Hecken seine Abschiedsrede für ein nachdrückliches Plädoyer für die gemeinsame Selbstverwaltung und evidenzbasierte Entscheidungen.
Die Aktensysteme der elektronischen Patientenakte werden umgestellt. Daher könnte es in den kommenden Wochen zu Störungen bei der Arbeit mit dem PVS kommen.
Beim umkämpften Sparpaket für stabile Krankenkassenbeiträge steigt der Einigungsdruck in der schwarz-roten Koalition. Vor der heißen Phase treffen die Pläne in der Bevölkerung laut einer Umfrage auf viel Skepsis – einzelne Maßnahmen werden aber unterstützt.
Eine höhere Beitragsbemessungsgrenze in der gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung würde Arbeitgeber und Beschäftigte regional sehr unterschiedlich treffen. Das geht aus einer Analyse des Wissenschaftlichen Instituts der PKV (WIP) hervor. Besonders stark wären wirtschaftsstarke Regionen betroffen.
Arbeitgeber sollen zu einer elektronischen Arbeitszeiterfassung ihrer Beschäftigten verpflichtet werden. Das sieht ein Referentenentwurf für eine Novelle des Arbeitszeitgesetzes vor. Er regelt auch Ausnahmen bei Ruhezeiten für Beschäftigte im Gesundheitswesen.
Der "IGeL-Monitor" bewertet osteopathische Behandlungen bei akuten oder chronischen unspezifischen Kreuzschmerzen weiterhin mit „unklar“. In der Gesamtschau de verfügbaren Studien ergebe sich kein wissenschaftlich belastbarer Nachweis eines Nutzens, heißt es.
Mit einem offenen Brief wenden sich ehemalige Spitzenpolitiker, Unternehmer, Mediziner und Kulturschaffende gegen die Pläne der Bundesregierung, homöopathische und anthroposophische Leistungen aus dem Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen zu streichen. Unterstützung kommt von Fachgesellschaften.
Von der Diagnose bis zum Behandlungsplan: KI-Modelle schneiden in theoretischen Test zum Teil besser ab als Ärzte. Doch wie viel Mensch braucht Medizin? Experten warnen vor Risiken und blinden Flecken.
Die Delegierten der KV Rheinland-Pfalz haben einstimmig eine Resolution gegen geplante gesundheitspolitische Reformen beschlossen. Die Körperschaft bezeichnet die Vorhaben als „Patientenversorgungs-verschlechterungsgesetz“ und warnt vor Folgen für die ambulante Versorgung.
286,8 Milliarden Euro: So viel haben Privathaushalte 2024 zur Finanzierung der laufenden Gesundheitsausgaben beigetragen. Das waren fast neun Prozent mehr als ein Jahr zuvor.
Das geplante GKV-Spargesetz könnte der ambulanten Versorgung in Schleswig-Holstein bis zu 90 Millionen Euro entziehen. Auf der Abgeordnetenversammlung diskutierten Ärzte bereits offen über Leistungseinschränkungen, mehr Selbstzahlerangebote und die Frage, wie Praxen die Einschnitte überhaupt noch auffangen sollen.
Gegen den HNO-Arzt und früheren Chef der Leipziger Kopfzentrum-Gruppe, Gero Strauß, läuft derzeit ein Strafprozess am Landgericht Leipzig. Der Fall ist Teil eines weit größeren Ermittlungskomplexes. Wie aufwendig es ist, darin belastbare Beweise zu führen, zeigte Kriminalhauptkommissarin Antje Schindler auf dem Fachsymposium „Betrug und Fehlverhalten im Gesundheitswesen“.
Für viele schwer psychisch kranke Menschen ist es oftmals schwierig, zeitnah einen Termin für eine Akutbehandlung zu bekommen. Das zeigt eine aktuelle Analyse des Verbandes der Ersatzkassen. Er fordert deshalb für Psychotherapie-Praxen strengere Vorgaben für die Terminvergabe
Die Ärztekammer Hamburg warnt davor, dass eine Reform der Notfallversorgung durch die Regelungen im geplanten GKV-Spargesetz ausgebremst werden könnte. In einer Resolution fordert die Delegiertenversammlung eine nachhaltige Finanzierung der Reform sowie ärztliche Mitsprache bei deren weiterer Ausgestaltung.
Der GKV-Spitzenverband hat seine Forderung nach einer E-Terminbörse für schnellere Facharzttermine erneuert. Das bisherige System zeige relevante Schwächen.
Die Krankenhäuser machen weiterhin Fortschritte bei der Digitalisierung. Das zeigt der aktuelle DigitalRadar. Bei der Einführung der elektronischen Patientenakte in den Kliniken ruckelt es indes immer noch, wie ein Klinikarzt berichtet.
Für manche Untersuchungen müssen gesetzlich Versicherte in Praxen extra bezahlen. Die Krankenkassen fordern für Patientinnen und Patienten weniger Druck beim Überlegen, ob sie das überhaupt wollen.
Psychotherapeuten sollen nach dem Willen der Ersatzkassen künftig mindestens die Hälfte ihrer frei werdenden Therapieplätze an die Terminservicestellen der Kassenärztlichen Vereinigungen melden. Der vdek begründet die Forderung mit langen Wartezeiten für Patienten in akuten psychischen Krisen.
Manche Krankenkassen sperren die Karte, wenn Versicherte mit ihren Beiträgen im Rückstand sind. Zu dieser Praxis hat das Bayerische Landessozialgericht nun ein eindeutiges Urteil gesprochen.
Ein Arzt muss einen Privatpatienten grundsätzlich nicht darüber informieren, ob dessen Krankenversicherung die Kosten einer Behandlung übernimmt. Das hat das Landgericht Frankenthal entschieden (Az. 2 S 75/25). Die Patienten müssen ihren Versicherungsschutz selbst prüfen.
Auch Betäubungsmittel sollen künftig per elektronischem Rezept verordnet werden dürfen. Doch welche Regelungen sollen dafür gelten? Das steht in einem Referentenentwurf, den das BMG jetzt vorgelegt hat.
Angesichts leerer Kassen und einer steigenden Zahl an Betrugsfällen werde die Fehlverhaltensbekämpfung im Gesundheitswesen immer wichtiger, hieß es auf einem Symposium. Nötig seien zum einen transparentere Abrechnungsregeln, zum anderen eine gemeinsame Kassen-Datenbank.
Im Darknet floriert der Markt für gestohlene Gesundheitsdaten. Die Angreifer haben es dabei zunehmend auf die Anbieter elektronischer Patientenakten und Plattformen für Gesundheitstechnologie abgesehen, zeigt eine aktuelle Analyse.
Die Suche nach Milliarden für die Krankenkassen geht weiter. Der SPD-Politiker und Arzt Dr. Christos Pantazis spricht im Interview mit dem änd über Optionen, Konflikte, Chancen für Vertragsärzte und für die GOÄ.
Schnellere Weitergabe von Informationen, mehr Digitalisierung und zentrale Ansprechpartner: Thüringen will mit einem neuen Gesetz die Gesundheitsämter fit für Krisen machen.
Erneut ausgefallene Operationen und längere Wartezeiten: Vor der zweiten Verhandlungsrunde für die Beschäftigten an den vier Universitätskliniken in Freiburg, Heidelberg, Ulm und Tübingen haben 1.600 Männer und Frauen landesweit die Arbeit niedergelegt, wie ein Gewerkschaftssprecher in Stuttgart mitteilte.
Baden-Württemberg schlägt Alarm gegen das Reformpaket von Nina Warken. Das Gesundheitswesen im Südwesten sei bereits super, so das Credo - man verdiene einen Zuschlag statt den Rotstift.
Weil die GKV-Ausgaben zuletzt stärker gestiegen sind als erwartet, hat der GKV-Spitzenverband zusätzliche Einsparungen im Sparpaket der Bundesregierung gefordert. Verbandschef Oliver Blatt sieht vor allem den Bund und die Pharmabranche in der Pflicht.
Steigende Ausgaben, gesetzliche Sparvorgaben und die Frage nach der Zukunft der ambulanten Versorgung prägen derzeit die gesundheitspolitische Debatte. Im Gespräch mit dem änd erläutert Dr. Ralph von Kiedrowski, Präsident des Berufsverbandes der Deutschen Dermatologen (BVDD), welche Auswirkungen die aktuellen Reformüberlegungen aus seiner Sicht auf dermatologische Praxen haben.
Das GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz werde nicht zu einer Stabilisierung des Gesundheitswesens führen, sondern notwendige Strukturreformen unmöglich machen, warnt die Vertreterversammlung der KV Bremen – und kritisiert vor allem Kürzungen im ambulanten Bereich.
Nach einer Behandlung auf der Intensivstation leiden viele Menschen noch lange unter körperlichen, psychischen oder kognitiven Folgen. Für sie fehlen flächendeckende und strukturierte Nachsorgeangebote, kritisiert die Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI).
Das GKV-Spargesetz belaste die Kliniken in NRW „überproportional“, warnt die „NRW-Allianz für die Krankenhäuser“. Sie befürchtet Personalabbau und Klinikinsolvenzen.
Seit Monaten streiten Kommunen und Krankenkassen um Kosten für den Rettungsdienst. Nun liegt eine Lösung auf dem Tisch, die den Kommunen überhaupt nicht passt. Das Land wirbt trotzdem um Zustimmung.
In Sachsen-Anhalt fehlen weiterhin Ärzte. Zuwanderung soll helfen. Nur: Zuletzt legten weniger ausländische Ärzte die notwendige Fachsprachenprüfung ab. Die Durchfallquote bleibt hoch.
Der Berufsverband der Deutschen Dermatologen hat scharfe Kritik an einer Social-Media-Kampagne des BMG zum gesetzlichen Hautkrebsscreening geäußert. Das Ministerium greife mit Aussagen dem laufenden Gesetzgebungsverfahren einfach vor.
An den Universitätskliniken in Freiburg, Heidelberg, Ulm und Tübingen könnte es am Montag und Dienstag zu Einschränkungen kommen. Hintergrund ist ein zweitägiger Warnstreikaufruf der Gewerkschaft Verdi für die Beschäftigten in der laufenden Tarifrunde.
Primärarztsysteme können Facharztkontakte und Krankenhausaufenthalte verringern. Kürzere Wartezeiten und niedrigere Gesundheitsausgaben ergeben sich daraus jedoch nicht automatisch, zeigt eine aktuelle OECD-Vergleichsstudie. Das Zi dämpfte angesichts der Ergebnisse die Erwartung, ein Primärarztsystem werde automatisch zu schnelleren Facharztterminen in Deutschland führen.
Vor dem Hintergrund der aktuellen Debatten zur Reduzierung der Zahl der Krankenkassen hat der GKV-Spitzenverband seine Verwaltungskosten verteidigt. Auch zeige das Beispiel Österreich, dass die Zahl der Kassen allein nicht von entscheidender Bedeutung sei.
Cyberangriffe auf Arztpraxen haben sich zwischen 2015 und 2026 verfünffacht. Der Jurist Felix Bockholdt von der Hausärztlichen Vertragsgemeinschaft (HÄVG) warnt daher vor den Gefahren von Phishing und mahnt Praxen zur Einhaltung der Cyber-Sicherheitsrichtlinie der KBV.
Die Zahl der Menschen mit Demenz könnte in Deutschland bis 2060 von rund 1,3 Millionen auf bis zu 2,1 Millionen steigen. Das zeigen aktuelle Prognosen des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO) in Kooperation mit den Universitäten Trier, Rostock und Köln.
Psychische Erkrankungen nehmen zu, doch ausgerechnet die Versorgung steht aktuell unter Druck: Der Deutsche Psychotherapie Kongress in Berlin warnte vor den Folgen geplanter Kürzungen. zu befürchten sind längere Wartezeiten und schlechtere Behandlungschancen für Millionen Betroffene.
Unfallchirurgisch-orthopädische Facharztpraxen könnten nach Einschätzung des Berufsverbands der Deutschen Chirurgie einen erheblichen Beitrag zur Entlastung der Notfallversorgung leisten. Voraussetzung seien jedoch verlässliche Rahmenbedingungen.
Die sächsische Kammerversammlung hat grundlegende Änderungen an den aktuellen gesundheitspolitischen Reformvorhaben des Bundes gefordert. Auch das verpflichtende Zweitmeinungsverfahren sehen die Delegierten kritisch.
Wegen Warnstreiks drohen in Freiburg, Heidelberg, Ulm und Tübingen Verzögerungen im Klinik-Alltag. Verdi fordert mehr Geld – und wehrt sich gegen Drohungen des Arbeitgeberverbands.
Steigt die Zahl der digitalen Anwendungen in der Praxis, wächst die Gefahr, von einem Anbieter abhängig zu werden. Ärzte haben jedoch mehrere Möglichkeiten, sich ihren Spielraum zu bewahren. Auch der Gesetzgeber ist gefragt.
Das GKV-Spargesetz wird Folgen haben, vor allem auch für Arztpraxen. Doch wie können und sollten sie darauf reagieren? Diese Frage beschäftigt gerade auch die Rechtsabteilungen von KVB und KVen. Der änd hat die KBV-Justiziare Christoph Weinrich und Benjamin Reuter dazu interviewt.
Bei bestimmten baurechtlichen Vorgaben für Pflegeheime wurde aus Sicht der Gesundheitsministerin „aus gutem Willen übertrieben“. Sie sieht hier einen Hebel, um Pflege-Kosten zu begrenzen.
Notärzte, Pfleger und Beschäftigte in Praxen und Kliniken sind zunehmend Attacken ausgesetzt. Der CDU-Innenminister von Nordrhein-Westfalen, Herbert Reul, fordert ein genaueres Bild der Lage.
Das deutsche Unternehmen DoctorBox will Apotheken mit Telemedizin-Kabinen und -Terminals ausstatten. Dazu kooperiert es mit einem erfahrenen französischen Hersteller und baut ein Ärztenetz auf.