Kommunen bekommen mehr Geld für Rettungsdienst
Seit mehreren Monaten ist die Finanzierung von Rettungsfahrten in mehreren Kreisen strittig mit den Kassen.
Seit mehreren Monaten ist die Finanzierung von Rettungsfahrten in mehreren Kreisen strittig mit den Kassen.
Fast 1.590 Niederlassungen hat Bayern seit 2012 über seine Landarztprämie gefördert. Nun will das Land das Programm weiterentwickeln. In Regionen mit besonderem Versorgungsbedarf soll künftig mehr Geld fließen. Zudem sollen neue Fördermöglichkeiten für die Teamarbeit in Haus- und Kinderarztpraxen hinzukommen.
Ärzte dürfen Arzneimittel für einzelne Patienten unter bestimmten Voraussetzungen selbst herstellen. Bei den verwendeten Ausgangsstoffen gelten jedoch ausnahmslos die strengen Vorgaben des Arzneimittelrechts – selbst wenn keine Herstellungserlaubnis nötig ist. Das hat das Bundesverwaltungsgericht entschieden.
Die Kassenärztliche Vereinigung Bayerns stellt sich hinter die Kampagne „Impfen beim Profi“ und nutzt deren Start für eine Botschaft an die Politik: Schutzimpfungen gehörten in ärztliche Hände. Die beschlossene Ausweitung des Impfens in Apotheken hält der KVB-Vorstand für unnötig.
Kurznachrichten austauschen, ohne dass man zwischen mehreren Anwendungen und Geräten hin- und herwechseln muss. Das ermöglicht eine neue Spezifikation des TI-Messengers. Wann PVS-Hersteller die neue Möglichkeit nutzen, ist noch unklar.
Das Kanzleramt hat die Pläne für eine Steuer auf zuckerhaltige Getränke vorerst gestoppt. Der Vizekanzler lässt sich davon nicht beirren.
Seit rund zwei Jahren streiten Ruhestandsärzte mit der Bayerischen Landesärztekammer über deren Beitragsordnung. Nun kommt Bewegung in den Konflikt: Beim Bayerischen Ärztinnen- und Ärztetag in Berchtesgaden sollen die Delegierten über Änderungen der Beitragsordnung beraten.
Die Finanzlage der Pflegeversicherung ist angespannt. Um kurzfristig Löcher zu stopfen, soll noch in diesem Jahr mehr Geld bereitgestellt werden.
Die Bundesregierung verzichtet auf eine verbindliche Personalbemessung in den Kliniken – obwohl ihr die Daten dazu fehlen, wo die größten ärztlichen Engpässe drohen. Wie viele Mediziner für eine angemessene Versorgung nötig sind, bleibt damit weitgehend den Krankenhäusern selbst überlassen.
Das Gesetz für Daten und digitale Innovation im Gesundheitswesen (GeDIG) geht ins parlamentarische Verfahren. Die Bundesregierung hat ihren Gesetzentwurf in den Bundestag eingebracht. Gleichzeitig drängen die Länder auf mehr Tempo – zum Beispiel bei der E-Überweisung.
Ein Anästhesist spritzte Kindern in einer Zahnarztpraxis verunreinigtes Narkosemittel. Ein vierjähriges Mädchen starb. Der Arzt ist jetzt wegen Mordes zu einer langjährigen Haftstrafe verurteilt worden. Berufsverbände nehmen das Urteil zum Anlass, um erneut verbindliche Sicherheitsstandards für Narkosen zu fordern.
Die KV Nordrhein und die Krankenkassen im Rheinland haben einen neuen, kassenübergreifenden Vertrag zur Allgemeinen Ambulanten Palliativversorgung geschlossen. Dieser bringt auch Änderungen bei der Vergütung mit sich.
Moritz Hennemann hat heute sein Amt als neuer Bundesbeauftragter für den Datenschutz und die Informationsfreiheit (BfDI) angetreten. Er löst Louisa Specht-Riemenschneider ab, die sich aus gesundheitlichen Gründen zurückzieht.
Für Haus- und Kinderärzte fällt künftig mit der Streichung der Fixkostendegression aus dem GKV-Spargesetz eine Kürzungsregelung weg. Das sei zwar gut, sagt der SpiFa – sieht sein eigenes Klientel damit aber benachteiligt.
„Impfen beim Profi“ – so lautet das Motto einer neuen Kampagne von KBV und KVen, die jetzt gestartet ist. Dabei wird betont, dass die Arztpraxis der beste Ort für eine Impfung ist. Die ABDA hingegen wirbt fürs Impfen in Apotheken.
Immer mehr Ärztinnen und Ärzte arbeiten zwar ambulant, aber nicht als Vertragsarzt. In den letzten zehn Jahren ist ihr Anteil an der ambulanten Versorgung von rund zehn auf über 15 Prozent gestiegen. Das zeigt eine Analyse des änd.
Community Health Nurses könnten nach Ansicht des Bosch Health Campus einen beträchtlichen Teil der Primärversorgung selbstständig übernehmen – und das sogar in eigenen Praxen. Allerdings müssten dafür unter anderem Finanzierungs- und Haftungsfragen geklärt werden.
Der Medizin- und Klinikkonzern übernimmt für viel Geld seine Biopharma-Tochter mAbxience komplett und stärkt damit ein wichtiges Geschäft. Für 50 Millionen davon gibt es aber eine Bedingung.
Ein Jahr nach dem Start der Pflicht für Arztpraxen zum Befüllen der elektronischen Patientenakten sind die technischen Bedingungen laut Bundesgesundheitsministerium flächendeckend gegeben. Das Ministerium hat auf Nachfrage Zahlen zur ePA-Nutzung vorgelegt.
Erst am Mittwoch hatte Vizekanzler Klingbeil seinen Entwurf an die Ministerien gegeben, nun tritt das Kanzleramt auf die Bremse. Die Zuckersteuer liegt erst einmal auf Eis.
Wer Ärzte oder Praxismitarbeitende während ihrer Arbeit tätlich angreift, soll härter bestraft werden. Die Bundesregierung will den besonderen strafrechtlichen Schutz, der bislang vor allem für medizinisches Personal in Notaufnahmen gilt, auf den gesamten Berufsalltag ausweiten. Der Gesetzentwurf nimmt damit auch niedergelassene Ärzte und ihre Teams in den Blick.
Die geplante Steuer auf zuckerhaltige Getränke soll dem Staat im Jahr rund eine Milliarde Euro einbringen. Das geht aus einem Entwurf des Finanzministeriums hervor.
Die Koalitionsfraktionen haben sich auf eine Streichung der Fixkostendegression bei Haus- und Kinderärztinnen und -ärzten geeinigt. Damit ist jetzt festgezurrt, was zuvor mehrmals versprochen worden war.
Der Orientierungswert steigt 2027 um 2,2 Prozent. Die KV Rheinland-Pfalz schlägt Alarm: Die Steigerung gleiche die höheren Kosten in den Praxen bei Weitem nicht aus. KV-Chef Dr. Peter Heinz warnt, es werde immer schwieriger, das wirtschaftliche Überleben einer Praxis zu sichern.
KVB, BLÄK und Psychotherapeutenkammer Bayern erhöhen beim geplanten Nachrichtendienstrecht den Druck auf die Bundesregierung. In einem offenen Brief an Bundesinnenminister Dobrindt verlangen sie, Ärzte und Psychotherapeuten genauso vor Überwachungsmaßnahmen zu schützen wie andere Berufsgeheimnisträger. Dabei greifen sie ein Argument der Bundesregierung auf.
Fast 10,7 Millionen Grippeschutzimpfungen haben Vertragsärzte 2025 verabreicht. Apotheken kamen in der gesamten Saison 2025/26 auf rund 218.000. Das Zi sieht darin einen Beleg für die zentrale Rolle der Praxen beim Impfen – und hält wenig von der These, zusätzliche Impfstellen könnten die niedrigen Impfquoten entscheidend verbessern.
Weniger Arzt-Zentriertheit, mehr Teampraxis und vor allem Verbindlichkeit: Diese Dinge braucht es nach Ansicht von DEGAM-Präsidentin Prof. Eva Hummers unbedingt, damit ein Primärversorgungssystem gelingen kann. Von der Politik fordert sie Mut zur Regulierung.
Bis kurz vor dem geplanten Kabinettstermin ringen Union und SPD um einen Kompromiss in ihrem Streit um die Pflege. Dann gibt es grünes Licht für den Reformentwurf. Dieser enthält auch eine Regelung, die für Vertragsärzte bedeutend sein könnte.
Gefälschte Rezepte, nicht erbrachte Pflegeleistungen oder der Einsatz unqualifizierten Personals: Der KKH ist durch Betrugsdelikte 2024 und 2025 ein Schaden von mehr als acht Millionen Euro entstanden, so viel wie noch nie innerhalb von zwei Jahren.
Das Bundesgesundheitsministerium will mit einer hohen Summe Gesundheitseinrichtungen gegen Cyberangriffe und IT-Ausfälle wappnen. Von dem Geld werden jedoch nur größere Einrichtungen profitieren.
Das geplante Primärversorgungssystem soll Patienten gezielter steuern. Doch bei chronisch Kranken beginnt die eigentliche Koordinationsarbeit oft erst nach dem Arztkontakt. Ein Konzept des Bundesverbands Managed Care (BMC) setzt deshalb auf einen digitalen Care Plan.
Der Jahrestag naht: Am 1. Oktober 2025 wurde die elektronische Patientenakte (ePA) verpflichtend eingeführt. Die Freie Ärzteschaft (FÄ) zieht allerdings ein dunkles Fazit – das Milliardenprojekt habe die wohlklingenden Versprechungen bislang nicht erfüllen können.
Bei einem Abbruch innerhalb der ersten vier Wochen soll die Vergütung einer DiGA offenbar um 20 Prozent sinken. Der Spitzenverband Digitale Gesundheitsversorgung wehrt sich gegen die Pläne. Die Politik greife erneut in die Vergütung ein, obwohl die Anbieter die zuletzt beschlossenen Änderungen noch gar nicht umgesetzt haben.
Pharmaunternehmen, die in Deutschland forschen und produzieren, sollen beim erhöhten Herstellerabschlag entlastet werden können. Die Krankenkassen laufen gegen die Vorschläge des zuständigen Fachgremiums Sturm: Bis zu 1,3 Milliarden Euro könnten dadurch nach ihrer Rechnung bei den gerade erst beschlossenen GKV-Einsparungen verloren gehen, warnen sie.
Fast neun von zehn HNO-Patienten kommen bislang ohne Überweisung in die Facharztpraxis. Daran soll sich auch mit dem geplanten Primärversorgungssystem nichts ändern, fordern Berufsverband und Fachgesellschaft. Ein vorgeschalteter Hausarztbesuch verzögere die Behandlung und spare keine Kosten. Als Vorbild verweisen die HNO-Ärzte auf Dänemark.
KI-Abrechnungstools in Krankenhäusern treiben womöglich die Gesundheitsausgaben in den USA. Die dokumentierten Sekundärdiagnosen steigen kräftig, während sich bei Behandlungen nichts ändert, kritisieren Versicherer.
Kinder- und Jugenduntersuchungen, Gesundheits-Checks und mehrere Krebsfrüherkennungsprogramme sollen ab 2027 wieder unter die Budgetierung fallen. Die Ärztekammer Niedersachsen warnt vor längeren Wartezeiten und einem Abbau von Kapazitäten. Besonders widersprüchlich sei die Regelung beim gerade erst gestarteten Lungenkrebs-Screening.
Insgesamt 125 Verstöße gegen vertragsärztliche Pflichten hat die Kassenärztliche Vereinigung Berlin in den Jahren 2024 und 2025 festgestellt – deutlich mehr als in den zwei Jahren zuvor. Mindestens einer der Fälle beschäftigt den Staatsanwalt.
Der Hausärzteverband Hessen wehrt sich gegen einen direkten Zugriff der Krankenkassen auf Termine in den Praxen. Digitale Vermittlung könne die Patientensteuerung unterstützen. Über medizinische Dringlichkeit und Terminvergabe müssten aber Ärzte entscheiden. Für das geplante Primärarztsystem fordert der Verband stattdessen reservierte Facharzttermine und eine finanzierte Terminvermittlung.
Die geplante Pflicht zur Krankschreibung ab dem ersten Krankheitstag stößt bei der Landesärztekammer Thüringen auf scharfe Kritik. Sie fürchtet zusätzliche Patienten in den Akutsprechstunden. Unterstützung bekommt sie von Thüringens Gesundheitsministerin.
Beschimpfungen, Drohungen und körperliche Angriffe gehören für viele Beschäftigte in Notaufnahmen und Rettungsdiensten offenbar zum Arbeitsalltag. In einer internationalen Befragung berichtet jeder Fünfte von täglichen Gewaltvorfällen, ein weiteres Drittel von wöchentlichen. Als einen wichtigen Faktor hinter der Gewalt sehen die Befragten auch überfüllte Notaufnahmen.
Die Betrugsmasche mit gefälschten apoBank-Schreiben hält offenbar an. Nach wie vor berichten Praxen von entsprechenden Zusendungen. Am Dienstag erreichte auch die Redaktion des änd ein entsprechender Brief.
Wie viele Kinderkrankentage soll es künftig geben? Gesundheitsminister Linnemann will zurück zur Vor-Corona-Regel – die SPD hält dagegen.
Die Koalition streitet über die geplante Pflegereform. Die SPD beharrt auf einer Überarbeitung. CDU-Sozialpolitiker Karl-Josef Laumann hält die Wünsche der SPD für unbezahlbar. Auch zum Thema Patientensteuerung äußert sich der NRW-Minister.
Der Hausärztemangel in Brandenburg verschärft sich. Da kommt der Start der Medizinischen Uni Lausitz in Cottbus gerade recht. Doch schon jetzt kommt das Projekt der Region zugute.
Jetzt steht es fest: Das Unternehmen BioNTech wird seine Standorte in Tübingen in Baden-Württemberg, Marburg in Hessen und Idar-Oberstein in Rheinland-Pfalz schließen. Rund 1.800 Beschäftigte sind betroffen.
Der Vorsitzende des Hausärztinnen- und Hausärzteverbandes, Markus Blumenthal-Beier, warnt vor anonymen Videosprechstunden bei Drittanbietern. Kritisch sieht der Verbandschef insbesondere Pläne für Videokabinen in Apotheken.
Die elektronische Überweisung soll nach den Vorstellungen der KBV weit mehr werden als der digitale Nachfolger von Muster 6. In einem künftigen Primärarztsystem soll sie Informationen zwischen Haus- und Facharztpraxen transportieren und zugleich die Terminsteuerung unterstützen. Ein Überblick.
Neugeborene erhalten ihren GKV-Versicherungsnachweis häufig erst viele Wochen nach der Geburt. Für die Praxen bedeutet das ein hohes Regressrisiko, beklagt der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzt*innen (BVKJ). Er fordert eine neue gesetzliche Regelung.
Statt über die Zukunft von GKV und PKV zu diskutieren, sollte sich die Politik darauf konzentrieren, ein Primärversorgungssystem aufzusetzen und Bürokratie abzubauen, mahnt der Präsident der Landesärztekammer Brandenburg.