Neue Vorschläge zur Zukunft des Jüdischen Krankenhauses
Das Jüdische Krankenhaus Berlin ist finanziell angeschlagen. Wie geht es jetzt weiter? Ein Vorschlag lautet mehr Spezialisierung.
Das Jüdische Krankenhaus Berlin ist finanziell angeschlagen. Wie geht es jetzt weiter? Ein Vorschlag lautet mehr Spezialisierung.
Die Bundesregierung will die elektronische Patientenakte (ePA) zur zentralen Plattform der Versorgung ausbauen. Doch genau diesen Ansatz sieht der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) kritisch. Würden Terminvermittlung oder andere Dienste eng an die ePA gekoppelt, drohe ein indirekter Nutzungsdruck und damit eine Aushöhlung des Widerspruchsrechts.
Das Sparpaket von Ministerin Warken sei „relativ ausgewogen“ und auch die Ärzteschaft müsse einen Sparbeitrag leisten – mit diesen Aussagen hatte BÄK-Präsident Dr. Klaus Reinhardt für Diskussionen gesorgt. Widerspruch kommt nun von MB-Chefin Dr. Susanne Johna.
4,4 Milliarden Euro könnten durch eine Modifizierung der Familienversicherung eingespart werden, hat die Finanzkommission Gesundheit ausgerechnet. Die Gesundheitsministerin will diese Maßnahme umsetzen – allerdings in etwas anderer Form und mit einem dann deutlich kleineren Einspareffekt.
Ein neuer digitaler „Medikationsbrief“, der per KIM-Dienst verschickt wird, soll die Zusammenarbeit von Praxen und Apotheken verbessern und Rückfragen erleichtern.
Ein flächendeckender 24/7-Fahrdienst ist nach Ansicht des Bayerischen Facharztverbands (BFAV) nicht nur unnötig, sondern kontraproduktiv. Und: Angesichts ohnehin knapper Facharzttermine müssten die Hausärzte diese zusätzlichen Dienste alleine stemmen.
Wer sich als Arzt oder Ärztin niederlassen möchte, kann dabei fast immer auf finanzielle Zuschüsse hoffen. Doch die sind nicht selten an Bedingungen geknüpft. Auch fallen sie von KV-Region zu KV-Region unterschiedlich üppig aus. Der änd gibt einen Überblick. Heute: die West-KVen.
Wie ist die Versorgungslage von Schwangerschaftsabbrüchen? Darüber gehen die Meinungen weit auseinander, zeigte eine Anhörung des Gesundheitsausschusses im Bundestag.
Nach der Ankündigung von Ministerin Warken, die Sparvorschläge der Expertenkommission umzusetzen, reißt die Kritik aus der Ärzteschaft nicht ab. So wirft die Freie Ärzteschaft der Ministerin vor, am falschen Ende zu sparen. Leidtragende seien die Patienten. Das glaubt auch ein Klinikverband.
Im Vorfeld der Digitalmesse DMEA hat der Bundesverband Gesundheits-IT Baustellen bei der Digitalisierung im Gesundheitswesen benannt und auf eine nachhaltige Finanzierung gedrungen.
Die Proteste gegen die Absenkung der Psychotherapeuten-Honorare gewinnen Rückhalt. Aus Politik und ärztlicher Selbstverwaltung kommt deutliche Kritik, verbunden mit der Forderung an den Bund, die Entscheidung zu korrigieren.
Auf einer Intensivstation für Frühgeborene wird ein Bakterium entdeckt. Für ein Baby hat der Keim tödliche Folgen, zwei weitere Frühchen sind von dem Erreger betroffen. Was ist bislang bekannt?
In diesem Jahr soll eine Reihe von Reformgesetzen aus dem BMG im Bundestag aufschlagen. Eine erhöhte Schlagzahl, die nach Auffassung der gesundheitspolitischen Sprecherin der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Simone Borchardt, dringend nötig ist.
Rund 1500 Menschen sind am Mittwochnachmittag gegen die Kürzung der Honorare in der Psychotherapie in Berlin auf die Straße gegangen. Vor dem Bundestag forderten sie eine auskömmliche Finanzierung der ambulanten Psychotherapie.
Der Bundesverband der Betreiber medizinischer Versorgungszentren (BBMV) fordert einen Masterplan für die Ambulantisierung – und warnt vor einem reinen Sparkurs in der GKV. Finanzielle Stabilisierung dürfe „nicht zum Bremsklotz des Strukturwandels werden“.
Nicht nur von Ärzteschaft, Kliniklobby und Co. muss sich Bundesgesundheitsministerin Nina Warken scharfe Kritik an ihren Sparvorschlägen anhören. Auch aus den eigenen Reihen bläst ihr Gegenwind ins Gesicht.
Knapp ein Jahr nach Beginn der bundesweiten Einführung der elektronischen Patientenakte (ePA) wurden mehr als 100 Millionen Dokumente wie Befunde und Diagnosen eingestellt, wie aus Daten der Gematik hervorgeht.
Nordrhein-Westfalen will den Nichtraucherschutz auf E-Zigaretten, Tabakerhitzer und Cannabisprodukte ausdehnen. Das beschloss das Landeskabinett. Ein entsprechendes Gesetz geht jetzt in die Beratung.
Das Hautkrebsscreening steht ebenfalls auf der Sparliste von Bundesgesundheitsministerin Nina Warken. Es zu streichen, könnte nach hinten losgehen, warnen hingegen Vertreter der Fachgruppe Dermatologie – und fordern gar eine Ausweitung der Präventionsleistung.
Hybrid-DRGs seien grundsätzlich ein gutes Instrument, um die Ambulantisierung voranzutreiben, jedoch ließen sie sich in der Realität kaum sinnvoll abbilden, findet der Arbeitskreis II „Stationäre Versorgung“ des Hartmannbundes. Er fordert bessere Rahmenbedingungen.
Während es von ärztlichen Berufsverbänden und KVen weiter überwiegend empörte Reaktionen auf die Sparpläne der Bundesgesundheitsministerin gibt, zeigt sich Bundesärztekammer-Präsident Dr. Klaus Reinhardt gelassener. Auch die Ärzteschaft müsse ihren Beitrag leisten, meint er.
Trotz Gerichtsurteilen zahlt Ameos nicht vollständig für einen Klinikkauf: Der Salzlandkreis setzt jetzt auf Zwang. Wie geht es nun mit den Krankenhäusern in der Mitte Sachsen-Anhalts weiter?
Ohne Einser-Abi Medizin, Zahnmedizin oder Pharmazie studieren - in MV ist das über die Landarztquote möglich. Die Plätze sind gerade ausgeweitet worden. Wie wird das angenommen?
Die ersten Reaktionen aus der Ärzteschaft auf das GKV-Reformpaket der Bundesregierung fallen vernichtend aus. Die Urteile reichen von „mutlos“ bis „brandgefährlich“. Wohlwollender bewerten indes die Krankenkassen die Pläne.
Hausärzte sind vor allem in ländlichen Regionen knapp. Die saarländische Landesregierung weitet deshalb die Landarztquote im Medizinstudium aus.
Die Hausärzte wehren sich gegen den Vorwurf, sie könnten ein Primärarztsystem nicht stemmen. Der Bayerische Hausärzteverband sieht die Probleme woanders und rechnet mit Reformplänen aus Berlin ab.
Ein „ausgewogenes Gesamtpaket“ soll die Krankenkassen im kommenden Jahr um 20 Milliarden Euro entlasten. Das kündigte Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) am Dienstag an. Auch die Niedergelassenen werden zur Kasse gebeten.
Der Referentenentwurf zur Reform der Akut- und Notfallversorgung bleibt aus Sicht der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG) deutlich hinter zentralen Erwartungen zurück. Wegen ungelöster Finanzierungsfragen könnten sich Krankenhäuser aus der „ambulanten Notfallversorgung“ sogar zurückziehen, warnte DKG-Chef Dr. Gerald Gaß.
Eine Wissenschaftlerin erfand eine Hauterkrankung und veröffentlichte offensichtlich gefälschte wissenschaftliche Arbeiten dazu. Die fiktive Krankheit wurde von KI-Anwendungen vorübergehend als authentisch eingeschätzt – und sogar von einem Wissenschaftler in einem Paper zitiert.
Ein Modellprojekt im US-Bundesstaat Utah könnte die Rolle künstlicher Intelligenz in der Medizin grundlegend verändern. Erstmals soll eine KI Medikamente ohne unmittelbare ärztliche Beteiligung verordnen – ein Tabubruch?
Machtmissbrauch und sexuelle Belästigung sind im Klinikalltag keine Ausnahme. Das zeigt eine bundesweite Mitgliederbefragung des Marburger Bundes, an der mehr als 9.000 angestellte Ärztinnen und Ärzte teilgenommen haben.
CDU-Generalsekretär Linnemann fordert weniger Krankenkassen. Warum er weniger Kassen für ausreichend hält und welche Reformen er noch vorschlägt.
Immer mehr Patienten nutzen Chatbots wie ChatGPT & Co. für ihre Gesundheitsfragen. Damit die Informationen der Tools zuverlässiger werden, sind jedoch spezialisiertere Anwendungen nötig, sind sich Experten einig.
Die Allianz Deutscher Ärzteverbände bringt einen eigenen Vorschlag in die GKV-Spardebatte ein: Wenn gespart werden muss, dann für alle gleichermaßen, fordert sie und schlägt vor, den Orientierungswert einzufrieren.
Barrierefreiheit sei in Bayerns Arztpraxen noch immer die Ausnahme, beklagt die SPD-Landtagsfraktion. Sie fordert ein Sonderinvestitionsprogramm für den barrierefreien Ausbau der Praxen.
Dass Finanzminister Klingbeil eine komplette Übernahme der Kosten für Bürgergeldbezieher ablehnt, stößt bei den Kassen auf Kritik. Ersatzkassen und AOK-Bundesverband finden deutliche Worte.
Die Vorschläge zur Streichung und Bereinigung der TSVG-Vergütung könnten sich laut Zi-Chef Dominik von Stillfried addieren. Das hätte gravierende Folgen: Termine würden knapper, Praxen wirtschaftlich unter Druck geraten und die Niederlassungsbereitschaft sinken, warnt er.
Der Kanzler kündigt eine der größten Sozialreformen seit Langem an. Die Koalition will bei den Gesundheitsausgaben auf die Bremse treten. Konkrete Einschnitte soll Ministerin Warken bestimmen.
Ärztinnen und Ärzte im Ruhestand beraten ehrenamtlich und kostenfrei Patienten zu Gesundheitsthemen: Diese Idee kommt in Bremerhaven bei Ärzten, Patienten und Politik gut an. Die Ärztekammer allerdings ist weniger begeistert.
Von der Opposition wurde er mehrfach als längst überfällig bezeichnet. Nun liegt der Gesetzentwurf zur Notfallreform endlich vor: Ministerin Warken will die Notfallrufnummern besser vernetzen, flächendeckend integrierte Notfallzentren etablieren – und die Kassenärztlichen Vereinigungen stärker in die Pflicht nehmen.
In Ausnahmefällen sollen Ärztinnen und Ärzte künftig selbst Medikamente abgeben dürfen. Das soll ein neuer Entwurf zur Notfallreform vorsehen. Bundesgesundheitsministerin Warken hofft mit dem Gesetz, rund eine Milliarde Euro jährlich einzusparen.
Seit 2020 wurden DiGA rund 1,6 Millionen Mal verordnet oder genehmigt, zuletzt mit stark wachsender Nutzung. Zugleich sieht der GKV-Spitzenverband strukturelle Probleme bei Nutzen, Preisen und Finanzierung. Die Branche wies die Kritik als unzutreffend zurück.
Besonders in der Melanomdiagnostik wird künstliche Intelligenz seit Jahren intensiv untersucht. Eine neue Übersichtsarbeit wertete nun ausschließlich prospektive Studien aus und prüfte, wie sich solche Systeme unter klinischen Bedingungen im Vergleich zu Dermatologen behaupten.
Mit dem Gesundheitsversorgungsstärkungsgesetz sollte der Praxisalltag einfacher werden: weniger Bürokratie, mehr Zeit für Patienten, spürbare Entlastung. Mit der neuen Chroniker- und Vorhaltepauschale passiere aber genau das Gegenteil, beklagen drei Hausärzte in einer Folge des Podcasts „Das Arztgespräch“.
Zwischen politischer Wahrnehmung und Versorgungsalltag liegen gefühlt Welten: Während die Politik über Steuerung und Einsparungen debattiert, stoßen Praxen längst an ihre Grenzen. Dazwischen wächst das Unverständnis – auf beiden Seiten. Jens Steinat, Hausarzt und neu gewählter CDU-Landtagsabgeordneter in Baden-Württemberg, erklärt im änd-Interview, warum ihn genau das in die Politik geführt hat – und was sich ändern muss.
SPD-Chef und Bundesfinanzminister Lars Klingbeil ist weiter dagegen, die Krankenkassenbeiträge von Bürgergeldempfängern künftig komplett aus dem Bundeshaushalt zu finanzieren. Er habe zwar an sich nichts dagegen, doch der Haushalt habe jetzt schon Lücken, sagte er der Süddeutschen Zeitung.
Mit 75 Jahren noch einmal eine Praxis eröffnen – das wirkt wie ein Anachronismus in einem System, das vielerorts über Überlastung klagt und in dem Ärztinnen und Ärzte den Ruhestand oft herbeisehnen. Für Dr. Hans-Georg Kreul fühlt es sich dennoch genau richtig an. Warum er diesen Schritt geht und was ihn antreibt, erzählt er im Gespräch mit dem änd.
Erstmals wird es auch in Brandenburg einen extra geschützten Raum für missbrauchte Kinder geben. In der Kinderschutzambulanz können sich Ärztinnen und Ärzte ganz auf Kinder in Not konzentrieren.
Die Primärversorgung in Deutschland steht vor einem tiefgreifenden Umbau. Eine aktuelle Analyse im Auftrag der SPD-nahen Friedrich-Ebert-Stiftung plädiert für ein verbindlich koordiniertes, multiprofessionelles System mit klarer regionaler Verantwortung. Zugleich dämpfen die Autoren Erwartungen an eine schnelle Umsetzung.
Kein besonders gutes Abschneiden: In einigen Regionen Deutschlands sterben mehr Menschen an vermeidbaren Ursachen als im europäischen Durchschnitt, zeigt eine aktuelle Studie. Die Autoren leiten daraus klare Forderungen ab.