VV über Spargesetz: „Das ist Zechprellerei“
In einer einstimmig beschlossenen Resolution spricht sich die VV der KV Mecklenburg-Vorpommern gegen das GKV-Spargesetz aus - und findet dabei deutliche Worte.
In einer einstimmig beschlossenen Resolution spricht sich die VV der KV Mecklenburg-Vorpommern gegen das GKV-Spargesetz aus - und findet dabei deutliche Worte.
Die Zahl der Verdachtsfälle auf einen Behandlungsfehler erreicht bei der TK einen Höchststand. Allerdings erhärtet sich bei nur jedem dritten davon der Verdacht. TK-Chef Baas fordert Reformen.
Eine aktuelle Analyse stellt verbreitete Annahmen zur Rolle künstlicher Intelligenz in der Medizin infrage: Statt den Arzt zu ersetzen, könnte KI vor allem strukturelle Defizite im Gesundheitssystem korrigieren helfen.
Von einem Cyberangriff sind bundesweit Kliniken betroffen - darunter auch Krankenhäuser in Niedersachsen. Langsam wird das Ausmaß deutlich. Kliniken wollen die Betroffenen informieren.
Künstliche Intelligenz in Arztpraxen ist längst kein Zukunftsthema mehr. Sie nimmt Termine an, erinnert Patienten, schreibt Gespräche mit, erstellt Arztbriefentwürfe oder analysiert Befunde. Doch wer haftet, wenn dabei etwas schiefläuft? Rechtsanwältin Angelika Diarra von der Kanzlei für Gesundheitsrecht erläutert, worauf Praxen achten müssen, bevor sie KI-Tools einsetzen.
In Deutschland wird seit Monaten über ein Primärversorgungssystem gestritten. Der Hausärzteverband wirbt dabei für die HzV als Blaupause. Eine TK-Studie verpasst dieser Forderung nun einen empfindlichen Dämpfer: Die untersuchten HzV-Verträge steuerten Patienten kaum besser durch das System, führten aber zu mehr Facharztkontakten und höheren Kosten.
Der Gesundheitsausschuss des Bundesrates hat eine Reihe von Änderungsempfehlungen am GKV-Spargesetz vorgelegt. Bei den Kassen sorgt das für Unmut. Der Hausärztinnen- und Hausärzteverband hingegen lobt die Initiative der Länderkammer.
Der Berufsverband für Orthopädie und Unfallchirurgie warnt vor einer Verschlechterung der Gesundheitsversorgung durch die Apothekenreform. Diese führe zu ineffizienten Strukturen und schwäche letztlich die Arztpraxen.
Zum zweiten Mal innerhalb weniger Monate hat das Verwaltungsgericht München erhebliche Zweifel an der Beitragspraxis der Bayerischen Landesärztekammer geäußert. Nach dem Fall einer 86-jährigen Ruhestandsärztin geht es nun um einen habilitierten Arzt im Rentenalter. Wieder hatte die Kammer wegen fehlender Einkommensangaben den Höchstbeitrag von 15.000 Euro festgesetzt.
Mit dem GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz will die Bundesregierung erstmals eine gesetzliche Teilkrankschreibung einführen. Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) hat jedoch vor erheblichen Umsetzungsproblemen gewarnt. Die geplante Regelung lasse zentrale Fragen offen, schaffe zusätzliche Bürokratie und sei im Praxisalltag kaum umsetzbar.
Die Kassenärztliche Vereinigung Bremen geht im Widerstand gegen das geplante GKV-Spargesetz einen ungewöhnlichen Weg. Sie hat den Deutschen Ethikrat angerufen und lässt prüfen, ob sich die von der Bundesregierung angestrebte einnahmeorientierte Ausgabenpolitik mit den Grundsätzen einer bedarfsgerechten Versorgung vereinbaren lässt.
Die Berichte über sexuelle Übergriffe auf dem Deutschen Ärztetag haben eine Debatte über Machtmissbrauch ausgelöst. Die Berliner Kinderchirurgin Dr. Susanne von der Heydt richtet den Blick auf ein mindestens ebenso sensibles Feld: sexualisierte Gewalt im Arzt-Patienten-Verhältnis. Aus ihrer Arbeit in der Ärztekammer kennt sie Fälle, die sie „fassungslos“ machen.
KBV-Vize Dr. Stephan Hofmeister wirft der Politik Wortbruch vor und warnt vor einem massiven Vertrauensverlust in der Ärzteschaft. Die geplanten Kürzungen durch das GKV-Spargesetz träfen nicht nur Fachärzte, sondern ebenso Haus- und Kinderärzte sowie Psychotherapeuten. Unterstützung kommt von der KV Niedersachsen.
Nach einer Cyberattacke auf den Krankenhausdienstleister Unimed im saarländischen Wadern mit Auswirkungen auf mehrere Kliniken bundesweit ermittelt die Polizei. Nach bisherigen Erkenntnissen verschafften sich bislang unbekannte Täter unberechtigt Zugriff auf Teile der IT-Infrastruktur des Unternehmens.
In Hessen haben sich sechs Akteure aus dem Gesundheitswesen in einer gemeinsamen Pressekonferenz vor Einschnitten in der ambulanten und stationären Versorgung und die Bundesregierung aufgefordert, den Entwurf im parlamentarischen Verfahren zu überarbeiten.
Die Debatte über Machtmissbrauch und sexualisierte Gewalt im Gesundheitswesen reißt nach dem Deutschen Ärztetag in Hannover nicht ab. Mehrere ärztliche Organisationen und Verbände fordern inzwischen strukturelle Konsequenzen, mehr Prävention und niedrigschwellige Meldestrukturen.
Der Widerstand gegen das GKV-Sparpaket wächst und genau das bereitet dem AOK-Bundesverband zunehmend Sorgen. Vorstandsvorsitzende Carola Reimann warnte davor, zentrale Einsparmaßnahmen im parlamentarischen Verfahren wieder zurückzunehmen. Die Politik müsse „gegen den von Seiten der Leistungserbringer organisierten Widerstand standhaft bleiben“.
Unterschiede zwischen der Frauen- und Männergesundheit sollten in medizinischen Leitlinien besser berücksichtigt werden, findet eine Mehrheit der Ärztinnen und Ärzte. Das zeigt eine aktuelle Forsa-Umfrage im Auftrag der AOK.
Die Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein hat Ärztinnen und Ärzte vor möglichen Regressen bei digitalen Gesundheitsanwendungen gewarnt und zur genauen Prüfung von Indikationen und Kontraindikationen geraten. So habe die IKK classic bereits erste Prüfanträge zu Verordnungen der DiGA „Oviva Direkt für Adipositas“ gestellt.
Eine Krankenkasse kann einen Arzt wegen vermeintlicher Fehlabrechnung nicht direkt zur Kasse bitten. Das Sozialgericht München sieht stattdessen die Kassenärztliche Vereinigung am Zug: Diese müsste Fehlabrechnungen prüfen und korrigieren.
Lange Wartezeiten, weite Wege, Kosten und fehlende Orientierung: Für viele Geflüchtete bleibt medizinische Versorgung in Deutschland gerade nach der Ankunft schwer erreichbar. Das zeigt eine Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung.
Praxen können ein Lied davon singen: E-Rezept-Server nicht erreichbar, ePA nicht aufrufbar, TI-Anschluss muss neu gestartet werden. 25 mal pro Monat machte die Telematikinfrastruktur (TI) 2025 Probleme. Die Gematik sieht das System an seine Grenzen gekommen - und plant den Umstieg.
Die Vertreterversammlung der KV Sachsen appelliert an die Bundesregierung, die mit dem GKV-Spargesetz geplanten Einschnitte bei der ambulanten Versorgung zurückzunehmen – und schlägt im Gegenzug eine andere Maßnahme vor.
Zahlreiche Arztpraxen setzen auf KI-gestützte Anwendungen oder überlegen, künftig solche einzusetzen, zeigt eine änd-Umfrage. Drei Tools sind besonders gefragt. Bedenken zum Datenschutz und der Datensicherheit lassen zahlreiche Praxen jedoch noch zögern.
Die Gewerkschaft Verdi hat in 50 Krankenhäusern bundesweit zum einwöchigen "Klinik-Streik" aufgerufen. DKG und die Linke unterstützen den Protest, der auch die großen Berliner Häuser einschließt und bis zur Abstimmung im Bundestag dauern soll.
Die TSVG-Zuschläge zu streichen, wäre ein großer Fehler, denn sie wirkten wie gewünscht: Darüber waren sich die Ärztevertreter bei einer Zi-Diskussionsrunde einig. Nur vdek-Chefin Elsner zeigte sich skeptisch.
Im Vorfeld der Wahl zum Abgeordnetenhaus in Berlin im September hat die Ärztekammer der Hauptstadt ihre Forderungen zur Wahl präsentiert. In erster Linie will sie „keine kleinteiligen Reparaturen, sondern einen mutigen und verlässlichen Rahmen“.
Die Hartmannbund-Studierenden fordern weitergehende Reformen des Praktischen Jahres (PJ) im Medizinstudium. Die im Verordnungsentwurf des Bundesgesundheitsministeriums zu findenden Maßnahmen griffen zu kurz.
Ambulante Operationen bei Kindern sollen 2026 deutlich besser vergütet werden. Das berichtete der Hintergrunddienst Politico pro.
In seltener Einigkeit haben sich heute in Frankfurt 27 ärztliche Verbände gegen das geplante GKV-Spargesetz gewendet. Sie warnten vor einer Schwächung der wohnortnahen Versorgung.
Der Ärzteverbund MEDI startet ab heute eine große bundesweite Protestkampagne, die in Praxisschließungen für interne Fortbildungen am 10. Juni 2026 gegen das von der Regierung geplante GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz gipfelt. So sehen die Pläne aus.
Nach dem Zwischenhoch der vergangenen Jahre sinkt der Antibiotikaverbrauch in den Praxen wieder spürbar. 2025 verordneten Vertragsärzte nur noch 27 Millionen Antibiotika – rund 11,5 Prozent weniger als im Vorjahr. Besonders stark ging der Einsatz bestimmter Reserveantibiotika in einem Bereich zurück.
Krankenkassen sollen künftig über die ePA weitreichenden Zugriff auf Versichertendaten bekommen, um damit in sogenannten Reallaboren zu forschen. So sieht es der Entwurf für ein neues Digitalgesetz vor. Der Berufsverband Deutscher Psychologinnen und Psychologen hält das für gefährlich.
Ohne Reformen steigen die Sozialversicherungsbeiträge in Deutschland bis 2040 auf rund 50 Prozent. Das prognostizieren die Wirtschaftsweisen in ihrem Frühjahrsgutachten. Die größten Probleme macht die Krankenversicherung, meint Ratsmitglied Professor Martin Werding. Ministerin Warken sieht sich auf dem richtigen Weg.
Die Arbeitgeber-Vereinigung BDA glaubt nicht an das Versprechen der Bundesregierung, dass die GKV-Beitragssätze im kommenden Jahr stabil bleiben. Sie legt Zahlen vor, die eine stärkere Belastung von Unternehmen erwarten lassen – und Ideen, wie diese sich vermeiden ließen. Mal wieder mit dabei: eine Praxisgebühr.
Der Hausärztinnen- und Hausärzteverband will den Widerstand gegen das geplante GKV-Spargesetz verschärfen. Mit Plakaten in den Praxen und einer bundesweiten E-Mail-Kampagne will man Patienten mobilisieren.
Bayern hat umfangreiche Änderungsanträge zur Gesundheitsreform im Bundesrat angekündigt und warnt andernfalls vor längeren Wartezeiten bei Arztbesuchen für Millionen Patienten.
Beschimpfungen, körperliche Angriffe und sexualisierte Übergriffe gehören für viele Beschäftigte in Notaufnahmen inzwischen zum Alltag. Die Deutsche Gesellschaft für Notfallmedizin (DGINA) warnt vor einer gefährlichen Entwicklung.
Mehr als 1.500 onkologische Patienten pro Quartal, gekündigte Praxisräume und eine quälend langen Suche nach Ersatz: Zwei Hamburger Hämatoonkologen berichten, wie ihre Praxis durch Eigenbedarf verdrängt wurde und warum der Mangel an geeigneten Praxisflächen die Versorgung gefährden kann.
Die Arbeitsbedingungen junger Ärztinnen und Ärzte geraten auch in den Niederlanden zunehmend in die Kritik. Fast jeder vierte Arzt in Weiterbildung hat laut Umfrage bereits ernsthaft darüber nachgedacht, die Facharztweiterbildung abzubrechen.
Prof. Uwe Janssens ist neuer medizinischer Geschäftsführer der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin. Er löst damit Prof. Andreas Markewitz ab, der den Posten seit 2017 innehatte.
In ihrem Protest gegen die GKV-Sparpläne appellieren niedergelassene Fachärztinnen und Fachärzte auch an ihre Patientinnen und Patienten, aktiv zu werden. So stellt etwa der Berufsverband der Gastroenterologen ab sofort einen QR-Code bereit, der zu einem Online-Formular führt, das man an seinen Bundestagsabgeordneten schicken kann.
Auch in der Pflegeversicherung droht ein Milliardendefizit, weshalb Bundesgesundheitsministerin Nina Warken an einer Reform baut. Ein möglicher Baustein wird jetzt diskutiert.
Die Kritik aus der Ärzteschaft am neuen Apothekengesetz reißt nicht ab. Der Hausärztinnen- und Hausärzteverband Mecklenburg-Vorpommern sieht in den neuen Aufgaben für Apotheken keine Antwort auf die Versorgungsprobleme und warnt vor zusätzlicher Bürokratie, Konkurrenzstrukturen und mehr Druck auf die Praxen.
Ein Jahr nach Amtsantritt wirft der Grünen-Gesundheitspolitiker und Arzt Janosch Dahmen der Regierungskoalition vor, Gesundheitspolitik als reinen Kostenfaktor zu betrachten. Im Interview mit dem änd kritisiert er Reformstau, fehlende Fachlichkeit und die schwache Position von Ministerin Nina Warken.
Videosprechstunde, Befundsichtung vom heimischen Schreibtisch und elektronische Signaturen unterwegs: Hausarzt und MVZ-Geschäftsführer Dr. Bahman Afzali arbeitet regelmäßig im Homeoffice. Im änd-Interview erklärt er, warum bis zu 40 Prozent Homeoffice realistisch sind, welche Technik dafür nötig ist und weshalb das Digitalgesetz aus seiner Sicht wichtige Werkzeuge noch nicht konsequent genug nutzt.
Von Beschwerden übertreiben bis selbst zahlen: Besonders gesetzlich Versicherte warten oft lange auf einen Arzttermin und greifen zu eigenen Maßnahmen - wer vor allem zeigt eine Befragung der AOK.
Nach den Berichten von Medizinstudentinnen über Grenzverletzungen und Übergriffe beim Deutschen Ärztetag verschärft der Hartmannbund seine Forderungen nach Aufarbeitung und strukturellen Veränderungen. Machtmissbrauch und sexualisierte Gewalt dürften nicht länger verdrängt werden.
Das Aktionsbündnis Gesundheit Saarland geht auf Distanz zu den Sparplänen der Bundesregierung für die gesetzliche Krankenversicherung. Die geplanten Maßnahmen gefährdeten die Patientensicherheit, führten zu Praxisschließungen und längeren Wartezeiten. Die Landesregierung wird aufgefordert, im Bundesrat gegen die Reformelemente vorzugehen.
Hohe Qualitätsvorgaben, verpflichtende Zweitbefundung und KI-gestützte Auswertung: Das neue Lungenkrebs-Screening stellt Radiologiepraxen vor organisatorische Herausforderungen. PD Dr. Nora Sommer erläutert, warum sie in digitaler Vernetzung den entscheidenden Hebel sieht.