Kassen drängen zur Eile
Eine Anhörung zur Reform der Notfallversorgung – aber nicht zu einem Entwurf der Regierung, sondern der Opposition: Bei den Ersatzkassen sorgt das für Kopfschütteln.
Eine Anhörung zur Reform der Notfallversorgung – aber nicht zu einem Entwurf der Regierung, sondern der Opposition: Bei den Ersatzkassen sorgt das für Kopfschütteln.
Große Sprachmodelle geben Menschen mit psychischen Problemen immer mal wieder gefährliche Ratschläge. Eine Wohltätigkeitsorganisation in England und Wales hat nun eine Kommission eingesetzt, die Empfehlungen zum Umgang mit dem Thema erarbeiten soll.
Ein Misstrauensantrag der CDU hatte keinen Erfolg: Claudia Bernhard behält ihr Amt. Ihre Arbeit als Bremer Gesundheitssenatorin war allerdings auch gar nicht Stein des Anstoßes.
Der Petitionsausschuss des Bundestages unterstützt die Forderung, Informationen zur Barrierefreiheit von Arztpraxen niederschwellig und flächendeckend zur Verfügung zu stellen.
Die ePA habe großes Potenzial, die Versorgung zu verbessern. Sie müsse aber praxistauglicher werden, mahnt der Hartmannbund.
Wenn in Mecklenburg-Vorpommern demnächst wieder neue Studienplätze im Rahmen der Landarztquote vergeben werden, mischt die KVMV nicht mehr mit. Sie selbst ist darüber nicht begeistert.
Die schon besiegelte Neuaufstellung der Krankenhäuser soll an einigen Stellen geändert werden. Wann klappt der Durchbruch für das Gesetz?
Jahrelang ruhte das Verfahren, mit dem die Gesellschaft für Freiheitsrechte und Constanze Kurz vom CCC gegen die zentrale Speicherung von Gesundheitsdaten beim Forschungsdatenzentrum (FDZ) vorgehen. Jetzt wird es fortgesetzt.
Der frühere Siemens-Manager Michael Sen hat den Bad Homburger Gesundheitskonzern radikal umgebaut – der Gewinn steigt auch 2025 kräftig. Nun soll Sen länger auf dem Chefposten bleiben.
Die ambulante Versorgung im Saarland steht vor wachsenden Herausforderungen. Eine alternde Ärzteschaft, zu wenig Nachwuchs und steigende Inanspruchnahme von Notdienststrukturen verschärfen die Lage. Der KV-Vorstand fordert deshalb strukturelle Reformen.
Betrüger erstellen mit KI Videos, in denen digitale Klone echter Ärzte Wundermittel anpreisen. Die Bundesärztekammer sieht darin eine Gefahr für das Vertrauen in Ärzte und den Patientenschutz – und fordert die Social-Media-Plattformen auf, die gefälschten Beiträge schneller zu entfernen.
Gerade im Gesundheitsbereich müssen sich werbliche Aussagen an der tatsächlichen Qualifikation und Leistungsfähigkeit messen lassen. Wer ein besonderes fachliches Niveau suggeriert, muss dieses auch organisatorisch und personell belegen können. Das zeigt ein Urteil des Oberlandesgerichts Nürnberg vom 19. August 2025 (Az. 3 U 562/25 UWG).
Die Zahl der Menschen mit Diabetes steigt. Die Digitalisierung bringt große Chancen für eine bessere Versorgung, doch das erfordert Digitalkompetenz nicht nur bei Patienten, sondern auch in Praxen und Kliniken – und müsse besser finanziert werden, fordert die Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG).
Am Mittwoch berät der Bundestag auf Antrag der Grünen über eine stärkere Regulierung von Medizinischen Versorgungszentren. Der Verband Akkreditierte Labore in der Medizin (ALM) stellt sich gegen den Vorstoß und warnt vor Eingriffen, die sich auf die Eigentümerstruktur von MVZ konzentrieren.
Die Umsetzung der Krankenhausreform gerät erneut ins Stocken. Nachdem die Beratung über das Krankenhausreformanpassungsgesetz (KHAG) kurzfristig abgesetzt wurde, fordern die Länder mehr Klarheit und Flexibilität vom Bund. Aus der Opposition kommt scharfe Kritik an der Koalition und ihren Änderungsplänen.
Der juristische Kampf um die Bereitschaftsdienstreform in Baden-Württemberg nähert sich offenbar dem Ende: Mehrere Städte und ein Landkreis haben ihre Klagen gegen die Strukturänderungen nun zurückgezogen.
Die EU-Chemikalienagentur hatte erwägt den zentralen Bestandteil von Desinfektionsmitteln als krebserregend einzustufen. Nun gab es Entwarnung.
Auch im Gesundheitswesen findet immer mehr online statt, ob es nun um Terminvereinbarungen oder die Verwaltung der eigenen Daten in der ePA geht. Doch das schließt viele Menschen aus, zeigen aktuelle Zahlen.
Zwar ist die durchschnittliche Arbeitszeit bei Medizinerinnen und Medizinern gesunken, dennoch zählen sie nach wie vor zu den Erwerbstätigen mit überdurchschnittlich langen Arbeitszeiten.
Der Vorschlag von KBV-Chef Gassen stößt in der Politik auf wenig Gegenliebe: Die Regierungsfraktionen von Union und SPD sprechen sich dagegen aus, die freiwilligen Leistungen der gesetzlichen Krankenkassen abzuschaffen.
Ein Mediziner aus Niederbayern hat seine Abrechnungen mit der Kassenärztlichen Vereinigung gefälscht. Nicht nur deswegen muss er ins Gefängnis.
Hat die elektronische Patientenakte (ePA) einen Fehlstart hingelegt? In einem ausführlichen Beitrag auf LinkedIn widerspricht Lena Dimde, verantwortlich für ePA bei der Gematik, dieser Einschätzung deutlich und plädiert für einen sachlichen Umgang mit dem Transformationsprojekt.
Die neue Stiko-Empfehlung zur Meningokokken-Impfung ist zwar mit der Übernahme in die Schutzimpfungs-Richtlinie zum 18. Februar in Kraft getreten. Abgerechnet werden kann die Impfung aber noch nicht so einfach.
Die Deutsche Gesellschaft für Rheumatologie und Klinische Immunologie warnt vor gravierenden Versorgungslücken bei seltenen entzündlich-rheumatischen Erkrankungen. Wiederholte Ablehnungen indizierter Off-Label-Therapien sowie drohende Regressforderungen führten zu schweren Krankheitsverläufen.
Laut Koalitionsvertrag plant die Bundesregierung, die Rahmenbedingungen für das Praktische Jahr zu verbessern. Bislang ist auf diesem Feld aber noch nichts Nennenswertes passiert. Der Studierenden-Ausschuss im Hartmannbund ärgert sich darüber.
Eine Abschaffung der TSVG-Zuschläge für Fachärztinnen und Fachärzte wird immer wahrscheinlicher. Auch die Bundesgesundheitsministerin hat sich dafür ausgesprochen. Die niedergelassene Ärzteschaft hingegen wehrt sich vehement gegen diesen Plan, so auch MEDI GENO.
In der CDU ist von einem zu hohen Krankenstand die Rede - weshalb man die Krankschreibung per Telefon abschaffen will. Doch die SPD sieht das anders und verweist auf den Koalitionsvertrag.
Manche Krankenkassen bezahlen Zahnreinigungen, manche Krankenkassen Homöopathie. Nach Ansicht des Chefs der Kassenärztlichen Vereinigung, Dr. Andreas Gassen, könnte an dieser Stelle gespart werden.
Gesundheitspolitische Themen waren auf dem CDU-Parteitag am Wochenende nur Randerscheinungen. Für die wenigen Beschlüsse, die es in der Sache gab, hagelt es erwartungsgemäß Kritik von der Opposition.
Die Diskussion über ein Primärversorgungssystem hat in den vergangenen Wochen an Dynamik gewonnen. Die Bundesvorsitzenden des Hausärztinnen- und Hausärzteverbandes ordnen im Gespräch mit dem änd die aktuelle Entwicklung aus hausärztlicher Perspektive ein.
Die gute Nachricht: Datenschutzverstöße in Arztpraxen sind kein Massenphänomen, sagt das Bayerische Landesamt für Datenschutzaufsicht. Kommt es dennoch zu Problemen, liegen die Ursachen meist nicht in der Technik, sondern im Praxisalltag – bei Abläufen und Zuständigkeiten. Worauf Praxen deshalb achten sollten.
Ist es für Beschäftigte zu einfach, auch ohne den Gang in eine Arztpraxis eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung zu kommen? Die CDU dringt auf die Abschaffung einer umstrittenen Option.
In den laufenden Landtagswahlkämpfen hätte eine Festlegung der CDU auf einen 20-Punkte-Reformplan des Parteinachwuchses für Zündstoff sorgen können. Nun soll erstmal weiter diskutiert werden.
Mehrere Berufsverbände haben eine verbindliche Führungsstruktur für Krankenhäuser in Krisen- und Katastrophenlagen gefordert. Hintergrund sei die veränderte sicherheitspolitische Lage, die zuletzt auch auf der Münchner Sicherheitskonferenz thematisiert wurde.
Angespannte GKV-Finanzlage, höherer medizinischer Bedarf in der Bevölkerung und gleichzeitig Fachkräftemangel: Die ambulante Versorgung steht unter Druck. Welche Weichen müssen nun gestellt werden? Die KV Sachsen-Anhalt zählt auf.
Am 8. März wählen die Baden-Württemberger einen neuen Landtag. Der änd hat die Wahlprogramme geprüft. Die FDP will einerseits Praxen entlasten, indem sie Gründungen erleichtert und Bürokratie abbaut. Zugleich will sie Versorgung enger vernetzen und die Patientensteuerung ausbauen.
Der Marburger Bund kann einen Erfolg im Kampf um die Rechte von Ärzten in der Rufbereitschaft verbuchen: Die Vorgabe, während der Rufbereitschaft innerhalb von 30 Minuten „am Patienten“ verfügbar zu sein, ist unzulässig, bestätigte das Landesarbeitsgericht Niedersachsen.
Der Bund plant, ab kommendem Jahr keine neuen Mittel für den ÖGD-Pakt bereitzustellen. Dies könne gefährliche Folgen haben, warnt die Ärztekammer Westfalen-Lippe.
Der Berufsverband der Frauenärztinnen und Frauenärzte hat eine neue Führungsspitze: Die Vertreterversammlung hat Markus Haist zum neuen Präsidenten gewählt. Wofür er sich einsetzen will, darüber hat er eine klare Vorstellung.
Angesichts der Probleme mit immer wiederkehrenden Störungen der Telematikinfrastruktur fordert der Hausärztinnen- und Hausärzteverband eine Erhöhung der TI-Pauschale. Die HÄV-Spitze nimmt dabei in ihrer Kritik kein Blatt vor den Mund.
Der Europäischer Rechnungshof sieht im EU-Krebsplan zwar wichtige Ansätze, warnt jedoch vor strukturellen Schwächen. Unklare Finanzierung, parallele Projekte und fehlende messbare Ziele könnten die Wirkung deutlich begrenzen
Der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzt*innen schlägt Alarm: Dass immer mehr Jugendliche über gesundheitliche Probleme klagen würden, sei Signal eines „strukturellen Versorgungsversagens“. Der Verband richtet deshalb einen dringenden Appell an die Politik.
Das BMG setzt beim Update der Digitalisierungsstrategie stark auf KI. Manuel Hofmann, Referent für Digitalisierung bei der Deutschen Aidshilfe, mahnt in einem Gastbeitrag auf Netzpolitik.org jedoch zur Vorsicht. Er fordert eine breite Debatte über die Folgen für Praxen, Patienten – und für das ärztliche Selbstverständnis.
Über die geplante Apothekenreform hat die niedergelassene Ärzteschaft bereits mehrfach ihre Kritik geäußert. Die Bundesvertretung der Medizinstudierenden hat jedoch eine andere Sicht auf die Dinge und fordert von ihren älteren Kolleginnen und Kollegen mehr Offenheit.
Dass es bei der elektronischen Patientenakte noch erheblichen Verbesserungsbedarf gibt, ist kein Geheimnis. Erst gestern präsentierte der Verbraucherzentrale Bundesverband entsprechende Ergebnisse einer Umfrage. Bundesgesundheitsministerin Warken indes verteidigt die ePA.
Die derzeitigen Diskussionen zum Thema Patientensteuerung und Ersteinschätzungstools offenbaren nach Auffassung des Bayerischen Facharztverbandes ein schräges Verständnis von Patientensouveränität: Was als Effizienzreform verkauft werde, sei ein Angriff auf die Selbstbestimmung der Patienten.
Wenn Konflikte in der Praxis eskalieren, rückt die Frage einer Kündigung schnell in den Fokus. Doch vorschnelles Handeln kann vor Gericht scheitern – denn das Arbeitsrecht setzt hohe Hürden. Rechtsanwältin Lisa Wohlert von der Kanzlei für Gesundheitsrecht zeigt, wie sich typische Stolperfallen vermeiden lassen.
Die Debatte um Facharzttermine in der ambulanten Versorgung hat zuletzt deutlich an Schärfe gewonnen. Die Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein (KVNO) mahnte am Donnerstag mehr Sachlichkeit an und warnte vor „einer pauschalen Demontage“ der Terminvermittlung.
Künstliche Intelligenz kann die dermatologische Versorgung spürbar unterstützen – von der Diagnostik bis zur Praxisorganisation. Zu dieser Einschätzung kommt der Berufsverband der Deutschen Dermatologen (BVDD). Zugleich betonte der Verband, dass der Einsatz klaren Rahmenbedingungen folgen muss.
Große allgemeine KI-Sprachmodelle fallen immer wieder durch Schwächen als medizinischer Ratgeber auf. Elon Musk hindert das nicht daran, sein KI-Tool für die Analyse von Patientendaten zu empfehlen.