Apotheken am Montag vielerorts dicht
Rezept in der Tasche, aber die Tür bleibt zu? Die Apotheken bleiben am Montag vielerorts zu – Notdienste sollen trotzdem helfen.
Rezept in der Tasche, aber die Tür bleibt zu? Die Apotheken bleiben am Montag vielerorts zu – Notdienste sollen trotzdem helfen.
War im Koalitionsvertrag noch vom „Primärarztsystem“ die Rede, spricht die Politik inzwischen nur noch vom Primärversorgungssystem. Ein gravierender Unterschied, warnt der Bayerische Hausärztinnen- und Hausärzteverband. „Damit gibt es keine Steuerung mehr.“
Die Kosten für die digitale Ausstattung einer Praxis steigen. Immerhin ein paar Bundesländer bieten Förderprogramme an, die auch niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten nutzen können. Eine Übersicht.
Die neue Chronikerpauschale sollte Praxen entlasten. Hausärzte erleben das Gegenteil. Die Vorsitzende des Hausärztinnen- und Hausärzteverbands, Prof. Nicola Buhlinger-Göpfarth erklärt, warum neue Vergütungsregeln vor allem mehr Bürokratie schaffen.
Dass NRW mit einem eigenen Plan zur Primärversorgung vorgeprescht ist, gefällt der Kammer vor Ort nur in Teilen: Kammerpräsident Dr. Hans-Albert Gehle stimmt dem Konzept nicht in allen Punkten zu.
Ein Zahnarzt verschreibt über Jahre hohe Morphindosen, ein im Ausland sanktionierter Orthopäde operiert weiter in Deutschland, ein in Frankreich verurteilter Gynäkologe behandelt erneut Patientinnen. Versagt die ärztliche Aufsicht? Eine Anfrage des änd bei Landesärztekammern und Approbationsbehörden zeigt: Die Zuständigkeiten sind klar geregelt – doch im Zusammenspiel entstehen Lücken.
Eine strukturierte Ersteinschätzung soll nach aktuellem Stand das Kernelement der Primärversorgung werden. Dabei ist immer wieder die Rede vom Ausbau der 116117, die mit SmED arbeitet. Doch was kann SmED, wie passt es in die Arztpraxis, und wo wird es die Hoffnungen der Politik enttäuschen? Der änd hat sich das Tool angesehen.
Viel Gegenwind haben die Apotheken in letzter Zeit aufgrund des geplanten Reformgesetzes aus den Reihen der Ärzteschaft gespürt. Ein Ärzteverband bricht nun jedoch eine Lanze für Apothekerinnen und Apotheker. Allerdings geht es dabei um den bevorstehenden Protesttag.
Die Deutsche Praxisklinikgesellschaft sieht eine Chance in dem Appell der Bundesgesundheitsministerin für eine stärkere Zusammenarbeit zwischen niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten und Krankenhäusern. PKG-Geschäftsführer Stefan Elmshäuser spricht dabei jedoch auch eine Warnung aus.
Unsichere Rahmenbedingungen bremsen die Ambulantisierung. Diese Auffassung vertrat KBV-Chef Dr. Andreas Gassen bei einer Diskussion mit Vertretern aus Politik, Kliniken, MVZ und Wissenschaft.
Bremst der EBM Innovationen aus? Auf dem SpiFa-Fachärztetag in Berlin wurde genau darüber gestritten. Im Kern geht es um die Frage, ob das GKV-Vergütungssystem Fortschritt ermöglicht oder systematisch behindert.
Die neue Gebührenordnung für Ärzte wird nach Einschätzung der Privaten Krankenversicherung zum 1. Januar 2028 in Kraft treten. PKV-Direktor Florian Reuther sieht das Gesundheitsministerium auf Kurs und verbindet mit der Reform vor allem bessere Voraussetzungen für Innovationen.
Der Bundestag hat über die Lage bei Bluttests für Schwangere auf ein Down-Syndrom des Kindes debattiert. In der sachlich geführten Aussprache warben Abgeordnete einer fraktionsübergreifenden Gruppe für eine Initiative, die auf eine genauere Beobachtung der Umsetzung zielt.
Nach ihrem Ausscheiden als Präsidentin der Ärztekammer Niedersachsen ist Dr. Martina Wenker jetzt Kammer-Ehrenpräsidentin geworden. Sie ist damit die zweite Person, die dieses Amt auf Lebenszeit zugesprochen bekommt.
Die Ärztekammer Westfalen-Lippe warnt vor einem Eingriff in ärztliche Kernaufgaben. „Diagnose und Therapieentscheidung sind urärztliche Tätigkeiten“ – und dürften nicht auf Apotheken verlagert werden.
Bei der Einführung eines Primärversorgungssystems sei ihr ein offener Austausch mit allen Akteuren wichtig, betont Gesundheitsministerin Nina Warken beim SpiFa-Fachärztetag – und hebt dabei leicht mahnend den Zeigefinger in Richtung der Niedergelassenen.
Immer mehr Ärztinnen und Ärzte beteiligen sich am Zweitmeinungsverfahren. Besonders bei orthopädischen und chirurgischen Eingriffen steigt die Zahl der Genehmigungen deutlich.
Kurz vor Vorlage der Sparvorschläge zur Stabilisierung der GKV zeichnet sich ab, wohin die Reise gehen könnte: weniger freie Arztwahl, mehr Steuerung und mögliche Eigenbeteiligungen.
Etwas mehr als 90 gesetzliche Krankenkassen gibt es in Deutschland. Diese Zahl stellt Hausärzte-Chef Markus Blumenthal-Beier wegen des Kostendrucks im Gesundheitssystem infrage.
Ab April können starke Raucher jährlich ein Lungenkrebs-Screening per Niedrigdosis-CT in Anspruch nehmen. Der Erweiterte Bewertungsausschuss hat die Vergütung festgelegt – Hausärzte, Internisten und Radiologen erhalten dafür neue EBM-Ziffern.
Die Finanzlage der gesetzlichen Krankenversicherung spitzt sich zu. Während die DAK einen Fünf-Punkte-Stabilitätspakt vorlegt, fordert die TK vor allem strukturelle Reformen und warnt vor vorschnellen Leistungskürzungen.
Wie kann Patientensteuerung verbindlich werden? Eine Antwort darauf versucht Staatssekretär Tino Sorge beim SpiFa-Fachärztetag zu vermeiden. Doch das Publikum bleibt hartnäckig.
Bundesgesundheitsministerin Warken plädiert für eine stärkere Zusammenarbeit zwischen der niedergelassenen Ärzteschaft und den Krankenhäusern. Beide Seiten sollten sich „nicht nur kritisch beäugen“, sagte die CDU-Politikerin in Berlin. Kliniken könnten dort aushelfen, wo Kapazitäten im ambulanten Bereich knapp würden.
Mit scharfen Worten hat Dr. Dirk Heinrich das Ansinnen der Kassen, Arzttermine zu verwalten, und die Diskussion um die TSVG-Vergütung kritisiert. Für die Einführung eines Primärarztsystems sagte der SpiFa-Chef der Politik jedoch Unterstützung zu.
Mit dem geplanten Primärarztsystem wächst die Rolle der Hausärzte. Die KV Hamburg verlangt dafür eine eigene Vergütung und warnt vor Rückschritten bei der Entbudgetierung.
Tut die Landesregierung Nordrhein-Westfalens zu wenig, um die hausärztliche Versorgung zu sichern? Darum ging es am Donnerstag in einer emotional geführten Debatte im Düsseldorfer Landtag.
Das Paul-Ehrlich-Institut drängt die Praxen, frühzeitig den Impfstoff für die nächste Grippesaison zu bestellen. Die Hausärzteschaft hält das für realitätsfern und sieht die Verantwortung an anderer Stelle.
Der Hartmannbund trauert um seinen ehemaligen Vorsitzenden und Ehrenvorsitzenden Dr. Hans-Jürgen Thomas. Er habe über Jahrzehnte für die Freiberuflichkeit des Arztberufs und die Verbindung von Praxis und Politik gestanden.
Die Kassenärztliche Bundesvereinigung kündigt Klage gegen die Absenkung psychotherapeutischer Honorare an. Unterstützung kommt von den Psychotherapeuten. Der Konflikt spitzt sich weiter zu.
Viele Krankenhäuser befinden sich in finanzieller Schieflage. DKG-Chef Gaß hofft auf mehr Geld - nicht nur von der Politik.
Am 23. März wollen Apothekenteams in ganz Deutschland mit Schließungen und Demonstrationen gegen ihre wirtschaftliche Lage protestieren. Sie fordern eine sofortige Erhöhung des Apothekenhonorars und warnen vor weiteren Apothekenschließungen.
Die Vertreterversammlung der KV Thüringen geht auf Konfrontationskurs zur Gesundheitspolitik des Bundes. Sie fordert ein Ende der geplanten Honorarkürzung für Psychotherapeuten und warnt zugleich vor einem Rückbau zentraler Regelungen des Terminservice- und Versorgungsgesetzes. Auch aus anderen KVen gibt es Protest.
Reine Meinungskundgebungen sind auch im Umkreis von 100 Metern um eine gynäkologische Praxis erlaubt. Ein Versammlungsverbot sei rechtswidrig, urteilte das Verwaltungsgericht Aachen.
Bei einer Diskussionsrunde in Berlin ging es darum, wie Ärzte von KI-gestützten Anwendungen profitieren können, welche Herausforderungen beim Einsatz bestehen – und was sich in puncto Haftung ändern sollte.
Drohende Regresse im Zusammenhang mit der Verordnung von Prostatakrebs-Medikamenten setzen niedergelassenen Urologinnen und Urologen weiter zu. Die Uro-GmbH Nordrhein spricht von möglichen Strafzahlungen von bis zu 40.000 Euro pro Fall. Den involvierten Krankenkassen wirft sie „aggressive Methoden“ vor. Die Pronova BKK wehrt sich gegen die Kritik.
Ein junger Mann leidet an einer tödlichen Muskelerkrankung. Im Streit mit seiner Krankenkasse um die Übernahme für Arzneimittelkosten hat nun das Bundesverfassungsgericht gesprochen.
Immer mehr Ärztinnen und Ärzte geraten an ihre Grenzen. Doch weder mehr Freizeit noch idealisierte Sinnsuche lösen das Problem. Eine neue Perspektive zeigt, dass echtes Wohlbefinden erst entsteht, wenn Entlastung und Sinn zusammenspielen.
Gebissen, geschlagen, beleidigt: Um Mitarbeiter der Notaufnahme besser zu schützen, testet eine Klinik in Dortmund nun Bodycams. Die ersten Erfahrungen sind positiv - doch Experten sind skeptisch.
Um die GKV-Finanzen zu stabilisieren, brauche es Strukturreformen, meint der Verwaltungsrat der Barmer. In einem ersten Schritt müssten allerdings „alle Leistungserbringer ihren Beitrag leisten“.
Am heutigen Mittwoch wird im Bundesgesundheitsministerium (BMG) der Fachdialog zur Primärversorgung fortgesetzt. Diskutiert wird unter anderem, wie Haus- und Fachärzte zusammenarbeiten, wer (Haus-)ärzte entlasten kann und ob größere Praxisstrukturen nötig sind. Virchowbund-Chef Heinrich spricht von sehr konstruktiven Gesprächen mit einem breiten Grundkonsens.
Der rheinland-pfälzische Gesundheitsminister Hoch kritisiert die Absenkung psychotherapeutischer Honorare - und kündigt ein „länderübergreifendes Vorgehen“ an. Zwei Verbände fordern unterdessen das BMG auf, den Honorarbeschluss zu beanstanden.
Rassistische Erfahrungen im Gesundheitswesen sind kein Einzelfall, zeigt eine Studie der Universität Witten/Herdecke. Die Forschenden fordern verpflichtende Antirassismus-Trainings für alle Gesundheitsberufe.
Bisher brauchten Hebammen aus dem Ausland eine Anerkennung ihrer Ausbildung, um im Saarland zu arbeiten. Künftig soll es auch ohne gehen - vorübergehend jedenfalls.
Nach ChatGPT und Anthropic bringt auch Microsoft mit „Copilot Health“ einen KI-gestützten Gesundheitsassistenten an den Start. Perspektivisch soll der Dienst zur einer „Medical Superintelligence“ ausgebaut werden.
Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) hat sein neues rot-schwarzes Kabinett ernannt. René Wilke ist der neue Minister für Arbeit, Soziales, Gesundheit und gesellschaftlichen Zusammenhalt.
Der Plan, Apotheken künftig stärker in die Früherkennung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen einzubinden, stößt bei ärztlichen Berufsverbänden auf Skepsis. Sie warnen vor einer Irreführung der Patientinnen und Patienten und richten einen Appell ans BMG.
Die Landtagswahl in Baden-Württemberg ist gelaufen. MEDI-Chef Dr. Norbert Smetak spricht mit dem änd darüber, wie er das Wahlergebnis einordnet, welche Erwartungen die Ärzteschaft an die Politik richtet – und warum gerade jetzt Tempo und Verbindlichkeit bei Reformen gefragt sind.
Die Betriebskrankenkassen haben am Dienstag auf ihrer Mitgliederversammlung einen „strukturellen Neustart des Systems“ gefordert – und einen Forderungskatalog veröffentlicht. Gerade auch im ambulanten Bereich seien Kurskorrekturen nötig, heißt es.
Praxisverwaltungssysteme sind das digitale Herz jeder Arztpraxis – doch ausgerechnet hier sieht das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) dringenden Nachholbedarf. Penetrationstests zeigen: Durch die Kombination mehrerer Schwachstellen könnten Angriffe aus dem Internet möglich werden.
Vertreter einiger Gesundheitsfachberufe haben sich mit einem offenen Brief an Bundesgesundheitsministerin Nina Warken gewandt und eine stärkere Beteiligung am laufenden Fachdialog zur Primärversorgung eingefordert.