Gesundheitsreform „praktisch fertig“
Noch laufen die Verhandlungen über das Sparpaket für die gesetzliche Krankenversicherung in der Koalition. Wie sicher ist der Kabinettsbeschluss am Mittwoch?
Noch laufen die Verhandlungen über das Sparpaket für die gesetzliche Krankenversicherung in der Koalition. Wie sicher ist der Kabinettsbeschluss am Mittwoch?
Im Vorfeld der Kabinettsentscheidung hat sich das „Bündnis Gesundheit“, in dem sich mehr als 40 Organisationen des deutschen Gesundheitswesens zusammengeschlossen haben, mit einer Resolution deutlich gegen das geplante GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz ausgesprochen.
Ein Jahr nach dem bundesweiten Start nutzt nur rund jeder Vierte die elektronische Patientenakte. Zwar hat sich die Zahl der Anwender nahezu verdoppelt. Von einer breiten Verankerung im Versorgungsalltag aber ist die Akte noch immer weit entfernt.
Während auf Bundesebene bislang noch über Pläne für eine Notfallversorgungsreform diskutiert wird, kommt man in Hessen schon „ins Machen“. Dort ist jetzt ein Projekt in den Echtbetrieb gestartet, das Bereitschafts- und Rettungsdienst miteinander verzahnt. Taugt es als Blaupause für die bundesweite Reform?
Die Berliner Gesundheitssenatorin Ina Czyborra (SPD) warnt vor den Folgen des GKV-Sparpakets für die stationäre und ambulante Versorgung. Sie fordert eine Steuerfinanzierung der Leistungen für Bürgergeldempfänger.
Mit dem neuen Digitalgesetz will das Ministerium die Entwicklungen im GKV-System massiv vorantreiben. Der Ärzteschaft dämmert es so langsam, wie weit die neuen Befugnisse der Kassen dabei gehen sollen.
Am Mittwoch will die Bundesregierung das GKV-Sparpaket beschließen. Noch laufen die regierungsinternen Abstimmungen. Ein zentrales Thema: Kommt die Zuckersteuer – und möglicherweise auch eine Beteiligung des Bundes am GKV-Sparpaket?
Ob bei Kommunikation und Datenaustausch, Dokumentation oder Terminmanagement: Laut einer Umfrage sieht ein Großteil der Ärzte Verbesserungen durch den Einsatz digitaler Anwendungen. Ganz oben auf ihrer Wunschliste: Tools zur automatisierten Abrechnung und Kodierung.
Digitale Hausarztpraxen, medizinische Angebote im Supermarkt und Plattformen, die Patientendaten sektorenübergreifend bündeln: Auf einer Veranstaltung der ApoBank wurde deutlich, wie KI und Digitalisierung die Versorgung bereits verändern und wo sie noch an regulatorischen, vergütungsrechtlichen und strukturellen Hürden scheitern.
Der Virchowbund ruft die niedergelassene Ärzteschaft zur Geschlossenheit auf. „Wir sollten unsere Kräfte bündeln“, fordert Vorsitzender Dr. Dirk Heinrich in einer am Montag veröffentlichten Mitteilung – spricht damit aber eigentlich nur eine bestimmte Fachgruppe an.
Als „Ressourcenverschwendung“ bezeichnet der Hausärztinnen- und Hausärzteverband Nordrhein den politischen Plan, die 116 117 zu einem digitalen Ersteinschätzungstool auszubauen. Stattdessen sollte der Fokus auf die Hausarztzentrierte Versorgung als Instrument der Primärversorgung gelegt werden.
Mehr Mitsprache der Landesbehörden bei der Vergabe von Kassenarztsitzen: Diese Forderung aus der Hamburger SPD erhebt auch die Bremer Gesundheitssenatorin.
Die Versorgungslage in der Pädiatrie ist bereits angespannt. Warkens Sparpaket könnte sie weiter verschärfen, warnt die Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin (DGKJ). Und noch etwas anderes stößt der Fachgesellschaft bitter auf.
Wer sich als Arzt oder Ärztin niederlassen möchte, kann dabei fast immer auf finanzielle Zuschüsse hoffen. Doch die sind nicht selten an Bedingungen geknüpft. Auch fallen sie von KV-Region zu KV-Region unterschiedlich üppig aus. Der änd gibt einen Überblick. Heute: die Nord-KVen.
Die Delegiertenversammlung des Hausärztinnen- und Hausärzteverbandes hat das Ministerium aufgefordert, die neue GOÄ noch im Jahr 2026 auf den Weg zu bringen und die entsprechende Rechtsverordnung zeitnah zu erlassen.
Sollten Steueraufschläge für Cola und Limo kommen, um Anreize für gesündere Ernährung zu setzen? Die Gesundheitsministerin ist dafür. Doch das letzte Wort in der Regierung ist noch nicht gesprochen.
Die wilde gesundheitspolitische Debatte der letzten Woche hat sich weitgehend von den ursprünglichen Sparvorschlägen der Kommission gelöst, findet änd-Kolumnist Dr. Matthias Soyka – und wundert sich, was die Politik daraus gemacht hat.
Am Mittwoch will das Kabinett die Reformpläne von Gesundheitsministerin Warken beschließen. Doch nicht nur aus der Opposition gibt es weiter Kritik.
GLP-1-Rezeptoragonisten verändern längst den Versorgungsalltag bei Adipositas und Typ-2-Diabetes. Damit gewinnen Sicherheitsfragen neue praktische Bedeutung. Prof. Matthias Laudes trennte auf dem DGIM-Kongress relevante Risiken von überschätzten Signalen.
Warum kommen manche Menschen besser durch Krisen als andere? Eine aktuelle Studie liefert dazu nun Antworten. Demnach ist Resilienz kein festes Persönlichkeitsmerkmal, sondern ein aktiver Anpassungsprozess im Gehirn.
Wenn sie medizinische Fragen beantworten sollen, schneiden beliebte Chatbots durchweg schlecht ab, zeigt eine neue Studie. Auch die Qualität der Quellenangaben und die Lesbarkeit lassen zu wünschen übrig.
Kaum ein politisches Feld wird so stark geprägt von Konkurrenzkämpfen verschiedener Lobbygruppen wie die Gesundheitspolitik. Doch warum ist das so? Darauf weiß Prof. Nils C. Bandelow Antworten. Der Politikwissenschaftler forscht unter anderem zu diesem Thema. Und hat auch Ratschläge für die Ärzteschaft parat.
Kurz vor politischen Entscheidungen über eine mögliche Zuckersteuer wächst der Druck aus der Ärzteschaft auf die Bundesregierung. Knapp 4.000 Ärztinnen und Ärzte haben sich in einem offenen Brief für eine Herstellerabgabe auf zuckrige Getränke ausgesprochen.
Die Gesetzespläne von Bundesgesundheitsministerin Nina Warken sorgen derzeit für erhebliche Unruhe im ambulanten Sektor. Im Interview mit dem änd ordnet der Vorstandsvorsitzende der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns, Dr. Christian Pfeiffer, die Auswirkungen der Reformen ein – und spart dabei nicht mit deutlicher Kritik an den aktuellen politischen Vorhaben.
Bei der Gesundheitsreform geht es nicht nur um Einsparungen: Gutverdiener sollen bis zu einer höheren Einkommensgrenze Beiträge zahlen müssen. Die Kassen sind davon nicht begeistert.
Unwirksame Klauseln, hohe Nachzahlungen, Scheinselbstständigkeit: Arbeitsverträge in Arztpraxen bergen erhebliche Risiken – oft unbemerkt. Rechtsanwältin Lisa Wohlert von der Kanzlei für Gesundheitsrecht zeigt, an welchen Stellen Verträge angreifbar sind und wie sich mit der richtigen Gestaltung teure Fehler vermeiden lassen.
Kaffee gilt als Wachmacher und Alltagsritual. Eine aktuelle Studie legt nun nahe, dass regelmäßiger Konsum nicht nur Spuren im Darm hinterlässt. Auch Stimmung, Verhalten und Kognition könnten stärker mit dem täglichen Kaffee zusammenhängen als bislang gedacht.
Um die Krankenkassen zu stabilisieren, bereitet die Koalition ein großes Spargesetz vor. Nur was kommt hinein? Die Ministerin gibt sich gesprächsbereit, nennt aber eine zentrale Bedingung.
Dass der Unmut der Hausärzte über das GKV-Spargesetz groß ist, hatte sich bereits im Vorfeld abgezeichnet. Auf der Frühjahrstagung des Hausärztinnen- und Hausärzteverbandes teilten die Bundesvorsitzenden, Professor Dr. Nicola Buhlinger-Göpfarth und Dr. Markus Blumenthal-Beier, jedoch in ungewohnter Härte gegenüber der Politik aus – und auch KBV und Fachärzteschaft bekamen ihr Fett weg.
Eine Krankenkasse soll zu Unrecht erhebliche Zahlungen erhalten haben, indem Daten von Patienten nachträglich geändert wurden. Nach jahrelangen Ermittlungen fiel nun ein Urteil.
Mehr als zwei Millionen Euro für Anzeigen, Social Media und Spots: Die Bundesregierung weist Kritik an ihrer Informationskampagne zur Krankenhausreform zurück. Es handle sich nicht um Werbung, sondern um gesetzlich vorgeschriebene Aufklärung.
Ob Pandemie, Anschlag oder Flut: In Halle entsteht ein Zentrum, das Einsatzkräfte, Behörden und Ärzte fit für den Ernstfall macht. Wie Sachsen-Anhalt auf die nächste Krise vorbereitet wird.
Die hessische Ärzteschaft schlägt Alarm: Immer häufiger würden Botox-Injektionen von nichtärztlichen Anbietern durchgeführt, teils sogar von Ärzten ohne deutsche Approbation. Die Delegierten der Landesärztekammer fordern strengere Kontrollen und Sanktionen.
Die Hausärzteschaft erhöht den Druck auf die Politik. Im Vorfeld ihrer Mitgliederversammlung in Magdeburg warnt der Hausärzteverband: Die geplanten Einschnitte im GKV-Spargesetz könnten das einzige funktionierende Reformelement ausbremsen – die HzV.
Der Bundestag hat am Freitag die sogenannte 1000-Euro-Mobilitätsprämie beschlossen, die Unternehmen steuerfrei an ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auszahlen können. Nahezu keine Klinik in Deutschland werde das tun, meldet jetzt die Deutsche Krankenhausgesellschaft – und gibt der Regierung die Schuld.
Scharfe Worte der Kritik findet der Vorstand der KV Sachsen-Anhalt für den Kabinettsbeschluss zur Notfallreform. Dieser sei „unzureichend, unausgereift und in zentralen Punkten realitätsfern“.
Patientinnen und Patienten können auf eine mündliche Risikoaufklärung verzichten – aber nur unter engen Voraussetzungen. Das hat das Oberlandesgericht Frankfurt am Main klargestellt. Entscheidend sei, dass der Verzicht „deutlich, klar und unmissverständlich“ erfolge und der Patient zumindest grob wisse, worauf er sich einlasse.
Schon länger geht die Freie Apothekerschaft gegen die sogenannte Länderliste vor, die regelt, aus welchen Ländern Medikamente nach Deutschland versendet werden dürfen. Zweimal schon hat die FA eine gerichtliche Schlappe erlitten. Jetzt will sie vors Bundesverfassungsgericht ziehen.
In einem Wissenstest zur akuten Nierenschädigung hat die KI Ärzte und Medizinstudierende deutlich abgehängt. Können die Systeme bald eigenständig klinische Entscheidungen treffen?
Hamburg fordert mehr Einfluss bei der Vergabe von Kassenarztsitzen, um Versorgungslücken in benachteiligten Stadtteilen zu schließen. Die SPD sieht die Bundesgesundheitsministerin in der Pflicht.
Mit einem Eilantrag hat die Fraktion der Linken das Spargesetz von Ministerin Warken am Donnerstag auf die Tagesordnung des Bundestages gehoben. Die Regierungsparteien wiesen viele Kritikpunkte der Opposition zurück. Und: Das parlamentarische Verfahren habe ja noch gar nicht begonnen.
Prof. Ursula Müller-Werdan ist neue Vorsitzende der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin. Die Direktorin der Klinik für Geriatrie und Altersmedizin der Berliner Charité hat bereits ein neues Leitthema für den nächsten Internisten-Kongress ausgewählt.
120 Millionen Euro weniger für Baden-Württembergs Praxen, im Schnitt rund 8.800 Euro pro Einrichtung: Die Kassenärztliche Vereinigung warnt vor erheblichen Honorareinbußen durch das GKV-Spargesetz.
Eigentlich sollte sie Anfang April eröffnet werden, aber nun bleiben die Türen der „KVNO Startpraxis“ noch eine Weile geschlossen. Warum? Der änd hat bei der Körperschaft nachgefragt.
Der Rettungsdienst in Berlin arbeitet oft am Limit. Das Abgeordnetenhaus beschließt einige gesetzliche Änderungen. Künftig sollen Rettungswagen für echte Notfälle reserviert werden.
Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) stößt mit ihrem GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz auf vielfältige Widerstände – auch in den eigenen Reihen. Gegen diese Kritik verteidigt nun der SPD-Sprecher für Gesundheitspolitik Dr. Christos Pantazis die Sparvorschläge.
„Wir lassen uns nicht vor den Karren einer zum Scheitern verurteilten Reformpolitik spannen“: Mit deutlichen Worten stellen KBV und Länder-KVen klar, dass der Kabinettsentwurf zur Notfallreform nicht von ihnen mitgetragen wird.
Der Streit um die Kosten für Rettungseinsätze in NRW zieht sich schon seit Monaten. Der Gesundheitsminister zweifelt inzwischen, ob das alles noch „von großer Intelligenz geprägt“ ist.
Die Beiträge der gesetzlich Krankenversicherten kannten zuletzt nur eine Tendenz - nämlich aufwärts. Das könnte sich ändern, meint der GKV-Spitzenverband, nennt aber eine Bedingung.
Ein Teampraxis-Modell mit KI-Unterstützung – dafür hat sich Gesundheitspolitiker Stephan Pilsinger bei der Digitalmesse DMEA ausgesprochen. Ein KV-Vertreter warb für eine „Innovationsprämie“ für Praxen, die KI-Tools einsetzen.