Verlust der Approbation beim Betrug mit Laborleistungen
Ein Zahnarzt rechnet Laborleistungen in großem Umfang falsch ab. Welche Folgen hat das am Ende für den Praxisleiter? Rechtsanwalt Dr. Wielnad Schinnenburg berichtet über den Fall.
Ein Zahnarzt rechnet Laborleistungen in großem Umfang falsch ab. Welche Folgen hat das am Ende für den Praxisleiter? Rechtsanwalt Dr. Wielnad Schinnenburg berichtet über den Fall.
Deutschlands Straßen werden geflickt, das Tempo gedrosselt – und Warnschilder aufgestellt. änd-Chefredakteur Jan Scholz sieht darin eine erstaunliche Parallele zur Gesundheitspolitik. Diskutieren Sie mit!
Die Bundesregierung will ein verpflichtendes Primärversorgungssystem einführen. Bringt in der Sache ein Blick ins Ausland wichtige Erkenntnisse? Der änd schaut in einer neuen Serie über die Landesgrenze. Heute begeben wir uns nach Schweden.
Vier schmerzmedizinische Fachverbände schlagen wegen der neuen Vorgaben zur Verordnung von medizinischem Cannabis Alarm. Sie warnen vor Off-Label-Verordnungen, möglichen Regressen und einer uneinheitlichen Kostenübernahme durch die Krankenkassen und fordern eine schnelle Klarstellung.
Anne-Kathrin Klemm bleibt für weitere fünf Jahre Vorständin des BKK Dachverbandes. Der Aufsichtsrat bestätigte die amtierende Verbandschefin einstimmig für eine weitere Amtszeit. Sie beginnt im Juli 2027.
Das Bundesamt für Soziale Sicherung (BAS) hat den Einfluss von Krankenkassen auf das Verordnungsverhalten von Ärzten kritisiert. In seinem aktuellen Report warnt die Aufsichtsbehörde davor, dass „Verordnungs-Boni“ oder andere Steuerungsinstrumente die ärztliche Entscheidung zulasten medizinisch überlegener Therapien beeinflussen könnten.
Die KBV macht beim Bürokratieabbau erneut Druck: Bundesgesundheitsminister Carsten Linnemann soll deutlich mehr ihrer 23 Vorschläge in das geplante Gesetz aufnehmen. Nach KBV-Berechnungen könnten Praxen dadurch jährlich rund acht Arbeitstage zurückgewinnen.
Nordrhein-Westfalen stellt seinen Plankrankenhäusern über den Krankenhaustransformationsfonds insgesamt 7,2 Milliarden Euro zur Verfügung. Rund 2,6 Milliarden Euro davon kommen vom Land. Ein Drittel der bewilligten Landesmittel müssen die Kliniken für Klimaanpassungsmaßnahmen einsetzen.
Wenn sich Praxispartner trennen, geht es schnell um viel: Geld, Patienten, Personal und im schlimmsten Fall sogar um die Zulassung. Medizinrechtlerin Lisa Wohlert erklärt, welche Konflikte ein guter Gesellschaftsvertrag schon im Vorfeld entschärfen kann.
Der Bundesverband Psychosomatische Medizin und Ärztliche Psychotherapie (BDPM-VPK) warnt vor Eingriffen in das ärztliche Vertrauensverhältnis und vor erweiterten Zugriffsmöglichkeiten auf Gesundheitsdaten durch Nachrichtendienste. Anlass ist der Referentenentwurf zur Reform des Nachrichtendienstrechts.
Die Vorsorgeuntersuchung U10 wird Teil der Regelversorgung – ein richtiger Schritt, lobt der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzt*innen (BVKJ). Er sieht allerdings einen Widerspruch zur aktuellen Gesundheitspolitik.
Medikamente zur Gewichtsreduktion sind bislang von der GKV-Versorgung ausgeschlossen. MEDI schließt eine Finanzierung zwar nicht grundsätzlich aus: Bezahlt werden sollten die Präparate allerdings nur unter bestimmten Bedingungen.
Der Medizinische Dienst fordert schärfere Vorgaben für den Umgang mit Behandlungsfehlern. So sollen etwa Ärzte und andere Behandelnde Patienten künftig unaufgefordert informieren müssen, wenn Anhaltspunkte für einen Behandlungsfehler bestehen. Anlass sind die Zahlen für 2025.
Wer von Freunden oder Bekannten keine Empfehlungen für eine Praxis in der Nähe bekommen kann, sucht häufig im Internet nach Rat – und auch die gängigen KI-Modelle werden bei der Suche inzwischen um Hilfe gebeten. Doch nach welchen Kriterien schlägt die KI Ärzte vor?
Fast 2,3 Milliarden Euro Überschuss haben die gesetzlichen Krankenkassen Berichten zufolge in den ersten beiden Quartalen des Jahres erwirtschaftet. Entwarnung geben sie dennoch nicht.
Die elektronische Verordnung soll bei Heil- und Hilfsmitteln stärker Einzug in die Versorgung halten. Sieben Kassen testen bereits einen durchgängig digitalen Prozess. Eine Umfrage zeigt zugleich eine hohe Akzeptanz in der Bevölkerung.
Ohne ausländische Ärztinnen und Ärzte wäre die medizinische Versorgung in Teilen Sachsen-Anhalts nach Einschätzung der Ärztekammer nicht mehr sicherzustellen. Gleichzeitig müssen Mediziner aus Drittstaaten derzeit zehn bis zwölf Monate auf ihre Kenntnisprüfung warten. Neue Zahlen des Landesamts zeigen: Der Andrang ist stark gestiegen.
Ist eine Nierenlebendspende eine „vorsätzlich herbeigeführter Selbstverletzung“? Ja, meint eine Versicherung und versagt einer Frau Leistungen aus der Berufsunfähigkeitsversicherung.
Die nächste Hitzewelle kommt sicher - doch Klimaanlagen sind in vielen Krankenhäusern die Ausnahme. Niedersachsens Krankenhausgesellschaft sieht milliardenschwere Investitionen voraus. Nur: Wer zahlt?
Wann es losgehen soll, welche anderen Gesundheitsdienstleistungen ausgebaut werden - und warum dm ein solches Angebot bald vor Gericht verteidigen muss.
Seit zehn Jahren gibt es die Niederlassungsförderung der KV Niedersachsen. 36 Millionen sind bislang in das Programm geflossen. Dennoch sind aktuell mehrere hundert Sitze frei.
Die Zahl der gesetzlichen Krankenkassen sinkt seit Jahrzehnten und schon bald könnten weitere Namen verschwinden. Mehrere Kassen bereiten derzeit Zusammenschlüsse vor oder haben sie bereits beschlossen.
Betrüger verschicken derzeit gefälschte Briefe im Namen der apoBank. Darin sollen Kunden über einen QR-Code angeblich ihre digitalen Bankzugänge verifizieren. Tatsächlich führt der Code auf eine gefälschte Webseite, über die Kriminelle Zugangsdaten abgreifen wollen.
Beitragsfrust und lange Wartezeiten senken das Vertrauen in die Gesundheitspolitik: Nur noch 20 Prozent der Deutschen sind mit der Gesundheitspolitik der Bundesregierung zufrieden, zeigt eine Umfrage im Auftrag des IKK-Dachverbands. Auch die Kassenvorstände sparen nicht mit Kritik.
In deutschen Krankenhäusern lassen sich laut der Deutschen Krankenhausgesellschaft nur rund fünf Prozent der Patientenzimmer aktiv kühlen. DKG-Chef Dr. Gerald Gaß warnte deshalb vor untragbaren Zuständen während Hitzeperioden und forderte zusätzliche Mittel für die technische Nachrüstung. Bis zum nächsten Sommer müsse sich die Situation spürbar verbessern.
Strikter Hausarztvorbehalt, Direktzugang für bestimmte Facharztgruppen oder digitale Ersteinschätzung: Beim geplanten Primärversorgungssystem wird der Facharztzugang zur heiklen Frage. Gesundheitsökonom Prof. Andreas Beivers warnt vor einfachen Antworten. Entscheidend sei, wer den Bedarf verlässlich einschätzt – und danach auch den passenden Termin organisiert.
Die Zahl der Praxisschließungen ist 2025 deutlich gestiegen. Nach Berechnungen des ZEW Mannheim und von Creditreform stellten bundesweit knapp 5.500 Arztpraxen ihre Tätigkeit ein – fast ein Viertel mehr als 2024. Dabei machen die Forscher vor allem zwei Gründe aus.
Künftig sollen neue Versorgungsregionen und Qualitätskriterien die Krankenhauslandschaft in Schleswig-Holstein prägen. Was der Gesetzentwurf vorsieht.
Niedersachsens Gesundheitsminister Andreas Philippi spricht sich für eine zentrale Steuerungsrolle der Hausarztpraxen im geplanten Primärversorgungssystem aus. Der vdek will Patienten zugleich bereits vor dem Arztkontakt digital zum passenden Versorgungsangebot führen. Beide versprechen sich davon weniger unnötige Arztkontakte und mehr freie Facharztkapazitäten.
Der BKK Dachverband fordert angesichts Tausender Hitzetoter verbindliche Vorgaben für Klimaanpassung und Hitzeschutz im Gesundheitswesen. Für klimaresiliente Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen sollen nach seinem Willen allerdings nicht die Beitragszahlenden aufkommen.
Am 6. September wählt Sachsen-Anhalt eine neue Landesregierung. Was planen die Parteien für den Gesundheitssektor? Der änd hat in die Wahlprogramme geschaut. Heute: die FDP.
Mehr als ein Viertel der in Deutschland tätigen Ärztinnen und Ärzte ist zugewandert. Viele müssen ein langwieriges Anerkennungsverfahren durchlaufen. Die DGIM will sie in dieser Zeit mit Fortbildungsangeboten unterstützen.
Weniger Krankenkassen, weniger Kosten: Die Rechnung klingt plausibel und überzeugt auch viele in der Ärzteschaft. KVBW-Chef Dr. Karsten Braun hält das für den falschen Ansatz. Im änd-Interview erklärt er, warum Kassenfusionen kaum Einsparungen versprechen, eine starke Konzentration sogar der Versorgung schaden könnte und weshalb er statt weniger Kassen lieber mehr echten Wettbewerb will.
Die Leistungsausgaben der Techniker Krankenkasse (TK) in NRW haben 2025 mit mehr als 12 Milliarden Euro einen neuen Rekordwert erreicht.
Der Etat des Bundesgesundheitsministeriums soll 2027 deutlich schrumpfen. Nach dem Entwurf für den Bundeshaushalt, der dem änd vorliegt, sind für das Ressort rund 14,3 Milliarden Euro vorgesehen, nach knapp 21,8 Milliarden Euro in diesem Jahr.
Die Berufsverbände bringen sich beim neuen Bundesgesundheitsminister Carsten Linnemann in Stellung. Nun warnt der Bundesverband der Belegärzte und Belegkrankenhäuser vor weiteren Einschnitten bei der Vergütung. Die Folge könnten weniger belegärztliche Angebote und längere Wartezeiten auf Operationen sein.
Ein Hausarzt hielt eine teurere Therapie bei zwei schwer kranken Patientinnen für medizinisch sicherer. Trotzdem bestätigte das Sozialgericht Marburg einen Regress von rund 15.000 Euro. Das Urteil zeigt, worauf es bei der Wahl zwischen gleichwertigen Behandlungsalternativen ankommt.
Wie stark hängt die medizinische Versorgung in Deutschland vom Einkommen ab und verschärft die aktuelle Gesundheitspolitik diese Unterschiede womöglich noch? In einer kleinen Anfrage verlangt die Linksfraktion von der Bundesregierung Auskunft über soziale Ungleichheiten bei Gesundheit und Versorgung.
Gut drei Wochen vor der Landtagswahl melden sich Gesundheitsakteure aus Sachsen-Anhalt gemeinsam zu Wort. Von der künftigen Landesregierung verlangen sie, stärker auf die Selbstverwaltung zu setzen, staatliche Eingriffe zu begrenzen und für verlässliche Bedingungen in der Versorgung zu sorgen.
Mit Extra-Zahlungen wollte eine Krankenkasse offenbar Versicherte nach deren Kündigung doch noch zum Bleiben bewegen. Das Bayerische Landessozialgericht hat dieser Praxis nun einen Riegel vorgeschoben: Wer seine Kasse wechseln will, darf nicht mit Leistungen gelockt werden, auf die nach den eigenen Kassenregeln gar kein Anspruch besteht.
Die Berliner Gesundheitspolitik stößt in Sachsen auf wenig Begeisterung. Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD) sieht Erfolge bei der ärztlichen Versorgung in Gefahr.
Nur ein kleiner Teil der elektronisch verordneten DiGA wird nach Angaben des Branchenverbands SVDGV tatsächlich aktiviert. Verbands-Vizechefin Anna Haas warnt vor einem „Versorgungsverlust“ durch unnötige Hürden. Ein Hausarzt zeigt zugleich, wie sich viele Probleme im Praxisalltag vermeiden lassen.
Sachsen steht vor einer alternden Bevölkerung und Fachkräftemangel. Südkorea setzt auf Digitalisierung und Robotik. Könnte das auch ein Modell für den Freistaat sein?
Ein zusätzlich zur belegärztlichen Tätigkeit übernommener neurochirurgischer Rufbereitschaftsdienst im Krankenhaus kann eine abhängige Beschäftigung sein und damit sozialversicherungspflichtig. Das hat das Bundessozialgericht (BSG) entschieden.
Am 6. September wählt Sachsen-Anhalt eine neue Landesregierung. Was planen die Parteien für den Gesundheitssektor? Der änd hat in die Wahlprogramme geschaut. Heute: die Linke.
Der Patient ist unzufrieden – und plötzlich steht der Vorwurf eines Behandlungsfehlers im Raum. Rein statistisch gesehen trifft das jede Praxis einmal. Wie können sich Ärzte darauf vorbereiten – und wie sollten sie reagieren, wenn ein Patient mit rechtlichen Schritten droht?
Insgesamt 28 Studenten, die ihren Medizinstudienplatz über eine Landarztquote bekommen haben, klagen aktuell. Viele von ihnen vertritt ein Anwalt aus Osnabrück. Er sieht in den Verträgen gleich mehrere Probleme.
Das RKI geht bisher von rund 12.500 hitzebedingten Todesfällen in diesem Sommer aus. Intensivmediziner Uwe Janssens meint: „Es sind sicherlich mehrere Tausend Todesfälle mehr.“
Die Debatte über die Zukunft der Primärversorgung dreht sich häufig um Strukturen: Primärversorgungszentren, Gesundheitskioske, multiprofessionelle Teams, neue Vergütungsmodelle oder digitale Angebote. Aber woran lässt sich eigentlich erkennen, ob ein Primärversorgungssystem gut ist?
Viele Krankenhäuser sind nach Einschätzung des vdek nicht ausreichend gegen extreme Hitze geschützt. Der Ersatzkassenverband fordert deshalb mehr Investitionen in Kühlung, Dämmung und Sonnenschutz. Zugleich verweist er auf eine grundsätzliche Finanzierungslücke: