Gebühren für Rettungsfahrten in Cottbus vom Tisch
Auch in Cottbus schwelte der Streit um die Kosten für Leerfahrten von Rettungsdiensten. Nun ist vorerst eine Lösung gefunden worden.
Auch in Cottbus schwelte der Streit um die Kosten für Leerfahrten von Rettungsdiensten. Nun ist vorerst eine Lösung gefunden worden.
Bundesgesundheitsministerin Nina Warken wertet den schnellen Kabinettsbeschluss zum GKV-Sparpaket als Beweis für die Reformfähigkeit der Bundesregierung. Die Kürzungen bei den Niedergelassenen und beim Bundeszuschuss verteidigte sie gegen Kritik.
Kommt das GKV-Spargesetz in der heute vom Kabinett beschlossenen Form, werde das deutlich spürbare Konsequenzen für die ambulante Versorgung haben, warnt der Vorstand der Kassenärztlichen Bundesvereinigung. Es ist nicht die einzige Kritik.
Am Mittwochvormittag hat das Bundeskabinett das GKV-Beitragsstabilitätsgesetz beschlossen. Parallel haben sich vor dem Kanzleramt rund 350 Menschen zum Protest versammelt.
Das Bundeskabinett hat das GKV-Sparpaket auf den Weg gebracht. Im Vorfeld hatte Bundesgesundheitsministerin Nina Warken die geplanten Milliarden-Einsparungen zur Entlastung der gesetzlichen Krankenkassen verteidigt. „Wir meinen, ein sehr ausgewogenes Paket vorgelegt zu haben“, sagte die CDU-Politikerin.
Analoge Prozesse, fehlende Datennutzung, Brüche zwischen den Sektoren. Die Deutsche Diabetes Gesellschaft sieht grundlegende Probleme bei bestehenden Disease Management Programmen - und macht Vorschläge gegen die Versorgungsbrüche und unnötige Bürokratie.
Das BMG-Sparpaket werde besonders Menschen mit psychischen und neurologischen Erkrankungen hart treffen, warnen am Mittwoch mehrere Berufsverbände.
Die CompuGroup Medical (CGM) gehört zu den Schwergewichten im Markt der Praxissoftware. Wie positioniert sich das Unternehmen – und welche Rolle spielen künftig Cloud und KI? Der änd sprach mit CEO Prof. Daniel Gotthardt.
Dass er ein Fan der Idee ist, die Zahl der Krankenkassen runterzuschrauben, hat Carsten Linnemann kürzlich deutlich geäußert. Jetzt hat der CDU-Generalsekretär seinen Vorschlag offenbar konkretisiert.
Für die Ärztinnen und Ärzte an den Universitätsklinika fordert der Marburger Bund acht Prozent mehr Gehalt. Die Tarifverhandlungen mit der Tarifgemeinschaft der Länder (TdL) sind am Dienstag gestartet.
Für Menschen mit Opioidabhängigkeit sinke das Angebot für eine Substitutionstherapie seit Jahren, beklagt der Bundesrechnungshof – und das BMG steuere dem nicht ausreichend gegen. Aber auch die Selbstverwaltung versage.
Vergütungsverluste von bis zu 17 Prozent, rund 5.000 gefährdete MFA-Stellen und der mögliche Wegfall von Millionen zusätzlicher Termine: Die KV Nordrhein erwartet durch die geplanten Sparmaßnahmen erhebliche Umsatzeinbußen für Praxen. Kritik am Spargesetz kommt auch aus anderen KVen.
Auch der überarbeitete Entwurf für stabile Kassenbeiträge stößt auf Kritik. Kassenvertreter sehen eine einseitige Belastung von Versicherten und Arbeitgebern, während der Bund sich finanziell weiter zurückzieht.
In der thüringischen 1.100-Einwohner-Gemeinde Großenstein bei Gera bleibt die hausärztliche Versorgung erhalten. Eine Stiftungspraxis ermöglicht den Einstieg in die Niederlassung. Und verhindert so ein drohendes Versorgungsloch.
Fast jede zweite Praxis in Berlin (44,1 Prozent) denkt über eine vorzeitige Praxisabgabe nach. Das ergab eine Umfrage der Kassenärztlichen Vereinigung Berlin unter ihren Mitgliedern. Fast jeder zehnte (8,6 Prozent) hat demnach sogar konkrete Pläne.
Auf einer chinesischen Website konnte man vorübergehend Gesundheitsdaten der britischen UK Biobank kaufen. Informationen von 500.000 Personen hätten abfließen können.
Die Begründung, mit der die Politik ein Ende der TSVG-Vergütungsregelungen rechtfertigen will, ist inzwischen allseits bekannt: Wartezeiten und Terminanzahl hätten sich nicht verbessert. Genau da widerspricht nun die KV Bayerns.
Ohne Bürokratieabbau und Strukturreformen könnten immer mehr Labordiagnostik-Hersteller sich ins Ausland orientieren, warnt der Verband der Diagnostica-Industrie (VDGH). Von der Politik fordert er einen zügigen Bürokratieabbau und konstruktive Strukturreformen.
Statt den Zuschuss an die Gesetzliche Krankenversicherung zu erhöhen, will die Bundesregierung ihn kürzen. Das sieht eine Fassung des GKV-Beitragsstabilititätsgesetzes vom Dienstagvormittag vor.
Suchtmedizin ist das gesetzte Hauptthema des 130. Deutschen Ärztetags in Hannover. Zumindest bei der Vorabpressekonferenz der Bundesärztekammer trat dieses Thema jedoch angesichts der aktuellen Gesundheitspolitik in den Hintergrund.
Eine deutliche Mehrheit der Bevölkerung unterstützt die Einführung einer Bürgerversicherung. Das geht aus einer repräsentativen Befragung hervor, die vom Deutschen Gewerkschaftsbund sowie der Arbeitnehmerkammer Bremen initiiert wurde.
Ärzte in der EU können nicht mehr auf das Entscheidungsunterstützungs-Tool zugreifen. Angeblich ist die zunehmende Regulierung in der EU Schuld daran.
Das GKV-Sparpaket widerspricht den Plänen für eine Primärversorgung. Das kritisiert der Hausärzteverband BDA Berlin und Brandenburg. Er wirft Ministerin Nina Warken Planlosigkeit bei den Sparplänen vor.
Kurz vor dem Kabinettsbeschluss zur Gesundheitsreform kommt Bewegung in einen zentralen Streitpunkt: Bei den rund 12 Milliarden Euro für die medizinische Versorgung von Bürgergeldempfängern deutet sich ein Einstieg in eine stärkere Steuerfinanzierung an. Ein entsprechender SPD-Vorstoß stößt in der Union auf Zustimmung.
Mit einem Reformpaket im Umfang von 42 Milliarden Euro wollen die Grünen die gesetzliche Krankenversicherung stabilisieren und die Beiträge ab 2027 spürbar senken. Ihr Vorwurf an die Bundesregierung: Sie lasse zentrale Einsparpotenziale ungenutzt und belaste Versicherte und Betriebe unnötig.
Die Ausgaben für pflegerische Leistungen steigen deutlich stärker als die Gesundheitsausgaben insgesamt: Von 2014 bis 2024 haben sie mehr als verdoppelt, zeigen aktuelle Zahlen des Statistischen Bundesamts.
Noch laufen die Verhandlungen über das Sparpaket für die gesetzliche Krankenversicherung in der Koalition. Wie sicher ist der Kabinettsbeschluss am Mittwoch?
Im Vorfeld der Kabinettsentscheidung hat sich das „Bündnis Gesundheit“, in dem sich mehr als 40 Organisationen des deutschen Gesundheitswesens zusammengeschlossen haben, mit einer Resolution deutlich gegen das geplante GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz ausgesprochen.
Ein Jahr nach dem bundesweiten Start nutzt nur rund jeder Vierte die elektronische Patientenakte. Zwar hat sich die Zahl der Anwender nahezu verdoppelt. Von einer breiten Verankerung im Versorgungsalltag aber ist die Akte noch immer weit entfernt.
Während auf Bundesebene bislang noch über Pläne für eine Notfallversorgungsreform diskutiert wird, kommt man in Hessen schon „ins Machen“. Dort ist jetzt ein Projekt in den Echtbetrieb gestartet, das Bereitschafts- und Rettungsdienst miteinander verzahnt. Taugt es als Blaupause für die bundesweite Reform?
Die Berliner Gesundheitssenatorin Ina Czyborra (SPD) warnt vor den Folgen des GKV-Sparpakets für die stationäre und ambulante Versorgung. Sie fordert eine Steuerfinanzierung der Leistungen für Bürgergeldempfänger.
Mit dem neuen Digitalgesetz will das Ministerium die Entwicklungen im GKV-System massiv vorantreiben. Der Ärzteschaft dämmert es so langsam, wie weit die neuen Befugnisse der Kassen dabei gehen sollen.
Am Mittwoch will die Bundesregierung das GKV-Sparpaket beschließen. Noch laufen die regierungsinternen Abstimmungen. Ein zentrales Thema: Kommt die Zuckersteuer – und möglicherweise auch eine Beteiligung des Bundes am GKV-Sparpaket?
Ob bei Kommunikation und Datenaustausch, Dokumentation oder Terminmanagement: Laut einer Umfrage sieht ein Großteil der Ärzte Verbesserungen durch den Einsatz digitaler Anwendungen. Ganz oben auf ihrer Wunschliste: Tools zur automatisierten Abrechnung und Kodierung.
Digitale Hausarztpraxen, medizinische Angebote im Supermarkt und Plattformen, die Patientendaten sektorenübergreifend bündeln: Auf einer Veranstaltung der ApoBank wurde deutlich, wie KI und Digitalisierung die Versorgung bereits verändern und wo sie noch an regulatorischen, vergütungsrechtlichen und strukturellen Hürden scheitern.
Der Virchowbund ruft die niedergelassene Ärzteschaft zur Geschlossenheit auf. „Wir sollten unsere Kräfte bündeln“, fordert Vorsitzender Dr. Dirk Heinrich in einer am Montag veröffentlichten Mitteilung – spricht damit aber eigentlich nur eine bestimmte Fachgruppe an.
Als „Ressourcenverschwendung“ bezeichnet der Hausärztinnen- und Hausärzteverband Nordrhein den politischen Plan, die 116 117 zu einem digitalen Ersteinschätzungstool auszubauen. Stattdessen sollte der Fokus auf die Hausarztzentrierte Versorgung als Instrument der Primärversorgung gelegt werden.
Mehr Mitsprache der Landesbehörden bei der Vergabe von Kassenarztsitzen: Diese Forderung aus der Hamburger SPD erhebt auch die Bremer Gesundheitssenatorin.
Die Versorgungslage in der Pädiatrie ist bereits angespannt. Warkens Sparpaket könnte sie weiter verschärfen, warnt die Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin (DGKJ). Und noch etwas anderes stößt der Fachgesellschaft bitter auf.
Wer sich als Arzt oder Ärztin niederlassen möchte, kann dabei fast immer auf finanzielle Zuschüsse hoffen. Doch die sind nicht selten an Bedingungen geknüpft. Auch fallen sie von KV-Region zu KV-Region unterschiedlich üppig aus. Der änd gibt einen Überblick. Heute: die Nord-KVen.
Die Delegiertenversammlung des Hausärztinnen- und Hausärzteverbandes hat das Ministerium aufgefordert, die neue GOÄ noch im Jahr 2026 auf den Weg zu bringen und die entsprechende Rechtsverordnung zeitnah zu erlassen.
Sollten Steueraufschläge für Cola und Limo kommen, um Anreize für gesündere Ernährung zu setzen? Die Gesundheitsministerin ist dafür. Doch das letzte Wort in der Regierung ist noch nicht gesprochen.
Die wilde gesundheitspolitische Debatte der letzten Woche hat sich weitgehend von den ursprünglichen Sparvorschlägen der Kommission gelöst, findet änd-Kolumnist Dr. Matthias Soyka – und wundert sich, was die Politik daraus gemacht hat.
Am Mittwoch will das Kabinett die Reformpläne von Gesundheitsministerin Warken beschließen. Doch nicht nur aus der Opposition gibt es weiter Kritik.
GLP-1-Rezeptoragonisten verändern längst den Versorgungsalltag bei Adipositas und Typ-2-Diabetes. Damit gewinnen Sicherheitsfragen neue praktische Bedeutung. Prof. Matthias Laudes trennte auf dem DGIM-Kongress relevante Risiken von überschätzten Signalen.
Warum kommen manche Menschen besser durch Krisen als andere? Eine aktuelle Studie liefert dazu nun Antworten. Demnach ist Resilienz kein festes Persönlichkeitsmerkmal, sondern ein aktiver Anpassungsprozess im Gehirn.
Wenn sie medizinische Fragen beantworten sollen, schneiden beliebte Chatbots durchweg schlecht ab, zeigt eine neue Studie. Auch die Qualität der Quellenangaben und die Lesbarkeit lassen zu wünschen übrig.
Kaum ein politisches Feld wird so stark geprägt von Konkurrenzkämpfen verschiedener Lobbygruppen wie die Gesundheitspolitik. Doch warum ist das so? Darauf weiß Prof. Nils C. Bandelow Antworten. Der Politikwissenschaftler forscht unter anderem zu diesem Thema. Und hat auch Ratschläge für die Ärzteschaft parat.
Kurz vor politischen Entscheidungen über eine mögliche Zuckersteuer wächst der Druck aus der Ärzteschaft auf die Bundesregierung. Knapp 4.000 Ärztinnen und Ärzte haben sich in einem offenen Brief für eine Herstellerabgabe auf zuckrige Getränke ausgesprochen.
Die Gesetzespläne von Bundesgesundheitsministerin Nina Warken sorgen derzeit für erhebliche Unruhe im ambulanten Sektor. Im Interview mit dem änd ordnet der Vorstandsvorsitzende der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns, Dr. Christian Pfeiffer, die Auswirkungen der Reformen ein – und spart dabei nicht mit deutlicher Kritik an den aktuellen politischen Vorhaben.