Kassen sollen Beitragsanhebung doch mitteilen
Erst wurde den Krankenkassen die Pflicht erlassen, bei einer Beitragserhöhung jeden Versicherten zu informieren. Doch es gab heftige Kritik. Nun reagiert der neue Minister.
Erst wurde den Krankenkassen die Pflicht erlassen, bei einer Beitragserhöhung jeden Versicherten zu informieren. Doch es gab heftige Kritik. Nun reagiert der neue Minister.
In vielen Orten in Brandenburg fehlen Hausärzte - das Problem wächst in den nächsten Jahren. Welche Therapie setzt Brandenburg dagegen?
Mit dem neuen „Proof of Patient Presence“ (PoPP) soll künftig digital nachgewiesen werden, dass ein Patient tatsächlich bei einem Arzt oder einer anderen medizinischen Einrichtung anwesend ist. Dafür soll die eGK auch ohne zugelassenes eHealth-Kartenterminal ausgelesen werden können. Philipp Groth von Cherry Digital Health sieht darin ein Sicherheitsrisiko.
Apotheken sollen nach dem Willen des Deutschen Apothekertags eine stärkere Rolle in der medizinischen Erstversorgung übernehmen. Die KV Brandenburg hält davon wenig: Zusätzliche Anlaufstellen führten nicht zu weniger Arbeit in den Praxen, sondern schlimmstenfalls zu Doppeluntersuchungen. Die KV setzt stattdessen auf Arztpraxen und die 116117.
Strukturreform ohne frisches Geld: Beim BDI-Hauptstadtforum wurde deutlich, dass im Zuge der Reform der Primärversorgung nicht Geld gespart werden soll - aber auch nicht mit mehr Geld für die ambulante Versorgung zu rechnen ist. Die Selbstverwaltung dürfte an einer entscheidenden Stelle das Sagen bekommen, zeichnet sich ab.
Die Weltgesundheitsorganisation warnt: Bis 2030 könnten weltweit 11,1 Millionen Ärztinnen, Ärzte und Pflegekräfte fehlen. Was das für die Versorgung bedeutet.
Hohe Kosten, aber vielfach kein hinreichender Nachweis des medizinischen Nutzens: Die Kassenärztliche Vereinigung Bayerns drängt auf strengere Regeln für Digitale Gesundheitsanwendungen – und unterstützt die Reformforderungen des AOK-Bundesverbandes.
Mehr Operationen sollen ambulant stattfinden – doch nach Ansicht des Hartmannbunds reichen die bisherigen Vergütungsregeln dafür nicht aus. Der Ärzteverband fordert deshalb, weitere geeignete Eingriffe in die Hybrid-DRG aufzunehmen. Andernfalls drohten Leistungen wieder in den stationären Bereich abzuwandern.
Der Virologe Hendrik Streeck fordert für mögliche Pandemien eine gute Koordination von Expertenmeinungen und klare Strukturen bei Entscheidungen. Was er im Corona-Untersuchungsausschuss in Wiesbaden noch betont.
Das Europäische Parlament drängt auf deutlich mehr Personal im Gesundheitswesen. Im kommenden EU-Finanzrahmen von 2028 bis 2034 soll die Zahl der Beschäftigten um mindestens eine Million steigen. Zugleich fordern die Abgeordneten verbindliche Vorgaben, die Beschäftigte vor einer zu hohen Arbeitsbelastung schützen sollen.
Seit knapp einem Jahr müssen Vertragsärzte die elektronische Patientenakte im Praxisalltag nutzen. Entlastet sie die Praxen inzwischen? Der Ärzteverband MEDI zieht kurz vor dem Jahrestag eine ernüchternde Bilanz.
Hybrid-DRG, AOP und die Krankenhausreform setzen urologische Kliniken unter Veränderungsdruck. Der Berufsverband der Deutschen Urologie fordert die Häuser auf, ihr Leistungsangebot neu zu sortieren. Dabei sollen ambulante Strukturen und Kooperationen mit niedergelassenen Urologen eine größere Rolle spielen. Besonders um die Weiterbildung sorgt sich der Verband.
Praxen können Schreiben der Barmer künftig über KIM erhalten. Die Krankenkasse stellt ihre bisherige Briefpost schrittweise auf den digitalen Versand um. Automatisch landen die Schreiben allerdings nicht im KIM-Postfach: Praxen müssen sich dafür anmelden und einige technische Voraussetzungen erfüllen.
Blackbox, Fehleranfälligkeit, Aufklärungspflicht: Bei einer Online-Veranstaltung sprachen ein Ethiker und ein Jurist darüber, welche Anforderungen KI-Systeme in der Radiologie erfüllen sollten – und welche rechtlichen Aspekte Ärzte beachten müssen.
Niedersachsen bündelt die Ermittlungen zu Abrechnungsbetrug im Gesundheitswesen in einer neuen Zentralstelle. Fünf Staatsanwälte sollen dort mit einem IT-Forensiker möglichen Betrugsmustern nachgehen. Auch Daten und Hinweise der KV und Kassen will man dabei zusammenführen.
Die Kassenärztliche Vereinigung Brandenburg (KVBB) will in Cottbus eine eigene hausärztliche Praxis errichten. Das hat der Vorstand beschlossen, obwohl es bereits im Vorfeld Kritik an dem Projekt gab. Auch nach dem Beschluss reißt die Kritik nicht ab.
Schon in gut drei Monaten greifen für die Praxen die Einschnitte durch das GKV-Spargesetz. Wie sie sich auf das Honorar der einzelnen Praxis auswirken, ist noch immer unklar. Warum eigentlich? Der Vorstand der KV Hessen gewährt nun Einblicke und erklärt, welche Entscheidungen noch fehlen und was Niedergelassene bereits einplanen können.
Angesichts alarmierender Zahlen zum Gesundheitszustand von Kindern und Jugendlichen in Deutschland fordert der BKK-Dachverband ein Umdenken in der Politik: Gesundheit müsse als Kernaufgabe von Bildung begriffen werden. Wie das gehen könnte, zeigen die Betriebskassen in einem Impulspapier auf.
Gesundheitsminister Clemens Hoch hat im rheinland-pfälzischen Landtag erneut für die Einführung der Widerspruchslösung bei der Organspende geworben. „Es muss sich was bewegen in Deutschland beim Thema Organspende“, sagt er.
Bei Diagnostik und Impfungen müssen die Praxen erste Anlaufstelle bleiben, mahnt der KBV-Vorstand anlässlich des Welttags der Patientensicherheit. Eine Kampagne soll diese Forderung unterstützen.
Das Aktionsbündnis Patientensicherheit erwartet, dass sich Versorgungspfade durch die Reformen im Gesundheitswesen noch stärker gliedern werden. Es brauche deshalb strukturierte Absprachen. Zudem wünscht sich das APS eine Ausweitung von DMP. Und hat auch einen Appell an niedergelassene Ärztinnen und Ärzte parat.
Zum Impfen oder Blutabnehmen in die Apotheke? Warum nicht, meinen viele Deutsche. Immerhin 36 Prozent sagten in einer Umfrage, dass sie sich vorstellen könnten, sich in der Apotheke impfen zu lassen.
Langfristiger Stromausfall, Epidemie, Arzneimittelknappheit: Für viele Krisen- und Katastrophenfälle sehen sich Arztpraxen nicht gut gewappnet, zeigt eine Zi-Umfrage. Die Praxen wünschen sich daher mehr Informationen für solche Situationen.
Wann arbeitet ein Arzt tatsächlich „in freier Praxis“? Der Bundesgerichtshof hat dazu in einem Verfahren um fünf Zahnärzte wichtige Kriterien formuliert. Medizinische Entscheidungsfreiheit allein reicht demnach nicht aus. Eine zentrale Rolle spielen auch das wirtschaftliche Risiko und der Wert der Praxis.
Kritik am Spargesetz stand im Mittelpunkt der Vertreterversammlung der KV Thüringen. „Wir arbeiten hart daran, dass wir die wenigeren finanziellen Mittel gerecht verteilen“, versicherte KV-Chefin Rommel. Vor allem Fachärzten drohten aber hohe Verluste. Im November soll ein neuer HVM vorgelegt werden.
Apotheken sollen und wollen in der Primärversorgung künftig mehr Aufgaben übernehmen. Doch daraus dürfen nach Ansicht von BKK-Dachverbandschefin Anne-Kathrin Klemm weder unnötige zusätzliche Leistungen noch zusätzliche Kosten entstehen. Werden Leistungen, die bislang etwa in Arztpraxen erbracht werden, in Apotheken verlagert, müsse auch die Vergütung neu geordnet werden.
„Wer hilft, verdient Respekt.“ Unter diesem Motto ist in Hannover am Mittwoch eine Kampagne gegen Gewalt in Arztpraxen und Kliniken gestartet. Dabei ziehen Politik und Akteure an einem Strang.
Das Bundesinnenministerium verteidigt die geplante Reform des Nachrichtendienstrechts gegen Kritik aus dem Gesundheitssystem. Die Regelung sei „kaum praxisrelevant“. Die Bundesärztekammer schließt eine Verfassungsbeschwerde nicht aus.
Nach der KVWL bietet auch die Berliner KV Praxis-Mitarbeiterinnen eine Weiterbildung zur Digitalisierung in Arztpraxen an. Weitere KVen könnten nachziehen.
Bundesärztekammerpräsident Dr. Klaus Reinhardt fordert zügige Strukturreformen. Notfall-, Primärversorgung und Entbürokratisierung müssten noch in diesem Jahr neu strukturiert werden. Die neue GOÄ sei weiterhin bis Jahresende in Aussicht gestellt.
Soll die Zahl der gesetzlichen Krankenkassen drastisch sinken, um Verwaltungskosten zu sparen? Eine aktuelle Auswertung des Deutschen Finanz-Service Instituts stellt diese Rechnung infrage.
Unverständliche Fachbegriffe, Zeitdruck, Aufregung: Im Arzt-Patienten-Gespräch läuft es nicht immer rund. Mit Checklisten und Videos will die AOK Patienten helfen, sich besser auf Gespräche mit dem Arzt vorzubereiten.
„Besteht der Wunsch des Patienten nach einer Organspende, so sollte zukünftig auch eine Organspende nach kontrolliertem Herzkreislaufstillstand möglich sein“: In einem neuen Positionspapier fordert die Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) ein grundlegendes Umdenken bei der Organspende.
Jeder fünfte Erwachsene in Deutschland hat keine Arztpraxis, die seine gesamte Krankengeschichte kennt und die Behandlung durch verschiedene Ärzte koordiniert. Das zeigt eine aktuelle Forsa-Umfrage im Auftrag der KKH. Besonders häufig fehlt eine solche feste Anlaufstelle jüngeren Menschen und Männern.
Diagnostik, Therapie und Impfungen gehörten grundsätzlich in ärztliche Hände, betont die Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL) anlässlich des Welttags der Patientensicherheit – und als Reaktion auf Aussagen des Ministers auf dem Apothekertag.
In Baden-Württemberg liegen die Quoten bei vielen Impfungen unter dem Bundesdurchschnitt. Ein Aktionsplan soll das nun ändern. Er setzt unter anderem auf finanzielle Anreize.
Der Berufsverband der Deutschen Urologie (BvDU) schlägt Alarm: Während Praxen und Kliniken mehrere Reformen stemmen müssen, begrenzt das GKV-Spargesetz die Vergütung. Niedergelassene Urologen sehen sich nach Angaben des Verbands zudem zunehmend mit Regressforderungen der Krankenkassen konfrontiert.
Kann Telemedizin den Fachkräftemangel lindern? Beim Zi-Versorgungskongress gingen die Meinungen auseinander: TK-Vize Ballast sieht Chancen, BÄK-Vizepräsidentin Lundershausen warnt vor zusätzlicher Belastung der knappen Arztzeit.
Gesundheitsminister Carsten Linnemann kündigt ein schärferes Vorgehen gegen den Bezug von Medizinalcannabis über Telemedizin-Plattformen an. Seit der Liberalisierung unter seinem Vorvorgänger Karl Lauterbach seien die Importe von Cannabisblüten zu medizinischen Zwecken massiv gestiegen. Linnemann spricht von „Missbrauch“.
Gesundheitsminister Carsten Linnemann verteidigt die Kompetenzausweitung für Apotheken gegen Kritik aus der Ärzteschaft. Zusätzliche Angebote bei Prävention und Versorgung sollen aus seiner Sicht auch helfen, die Zahl der Arztkontakte zu senken.
Den Rettungswagen zu rufen, kann für die Menschen in Herzogenrath künftig teuer werden – nämlich dann, wenn am Ende kein Transport ins Krankenhaus notwendig ist. 1.196 Euro werden für eine solche „Fehlfahrt“ fällig.
Schwangerenvorsorge und die Früherkennung von Gebärmutterhalskrebs sollen auch künftig extrabudgetär vergütet werden. Der Berufsverband der Frauenärztinnen und Frauenärzte und die Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe haben den Bewertungsausschuss aufgefordert, die im GKV-Spargesetz vorgesehene Ausnahmemöglichkeit für beide Leistungen zu nutzen.
Auf Social Media konkurrieren wissenschaftsbasierte Gesundheitsinformationen mit zweifelhaften medizinischen Behauptungen. Die Ärztekammern Nordrhein und Westfalen-Lippe haben nun erstmals einen Arzt und zwei Medizinstudierende für ihre Aufklärungsarbeit ausgezeichnet.
Knapp 3,5 Millionen Krankenhausfälle, also jeder fünfte Fall, hätten 2025 grundsätzlich auch ambulant behandelt werden könnten. Das zeigt der Versorgungskompass der Barmer.
Die geplante Notfallreform setzt zur Entlastung der Notaufnahmen auf Kooperationspraxen, die ambulant behandelbare Patienten übernehmen sollen. Doch die vorgesehene Vergütung des zusätzlichen Aufwands ist inzwischen entfallen. Das Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung warnt deshalb vor einem Scheitern des Konzepts im Regelbetrieb und verweist auf eine aktuelle Studie.
Sie ist ein wichtiger Wert für die aktuellen Honorarverhandlungen zwischen KBV und GKV-Spitzenverband: die Steigerungsrate der Grundlohnsumme. Diese hat das BMG jetzt bekanntgegeben.
Das geplante Digitalgesetz muss an etlichen Stellen nachgebessert werden, meinen zwei Bundesrats-Ausschüsse. Sie fordern bei der Datennutzung noch mehr Spielraum für die Krankenkassen. Kritisch sehen sie hingegen die geplante digitale Versorgungssteuerung.
Vorschläge, wie ein Primärversorgungssystem aussehen könnte, liegen bereits zuhauf vor. Der Vizechef der AOK Rheinland/Hamburg, Matthias Mohrmann, findet, dass in einem solchen die Substitution ärztlicher Leistungen eine wichtige Rolle spielen sollte.
Alles andere als zufrieden ist der Verband der niedergelassenen Gastroenterologen mit der ersten Rede des neuen Gesundheitsministers im Bundestag. Über mehr als ein „Weiter-so“ sei Linnemann nicht hinausgekommen.
Die Pläne zur Reform des Nachrichtendienstrechts sorgen weiterhin für Unmut in der Ärzteschaft. In einer gemeinsamen Pressemitteilung warnen die KV und die Ärztekammer in Brandenburg vor einem Verlust des Vertrauens zwischen Patient und Arzt.