„Eine himmelschreiende Ungerechtigkeit“
In der Debatte über die Vergabe von Arztterminen hat der GKV-Spitzenverband seine Forderung erneuert, dass diese neu aufgestellt werden müsse. Eine „Zweiklassenmedizin“ sieht der Verbandschef aber nicht.
In der Debatte über die Vergabe von Arztterminen hat der GKV-Spitzenverband seine Forderung erneuert, dass diese neu aufgestellt werden müsse. Eine „Zweiklassenmedizin“ sieht der Verbandschef aber nicht.
Die Bundesärztekammer warnt vor Falschinformationen über Verhütungsmethoden in sozialen Medien und fordert mehr evidenzbasierte Aufklärung. Ärztinnen und Ärzten schreibt sie dabei eine wichtige Rolle zu.
Schneller und kostengünstiger, aber um welchen Preis? Kalifornien untersagt Kliniken und Praxen, KI eigenständig medizinische Aufgaben übernehmen zu lassen, für die eine Berufszulassung nötig ist.
Prof. Thomas Drabinski macht im jüngsten SPD-Positionspapier zur Primärversorgung erhebliche ordnungspolitische Widersprüche aus. Sollten die Forderungen so umgesetzt werden, würde das nichts Gutes für die vertragsfachärztliche Versorgung bedeuten, betont der Gesundheitsökonom in einer Analyse für den änd.
Sowohl gesetzliche wie auch private Krankenkassen haben Vorteile. Der Chef der größten Krankenversicherung würde beides gern vereinen.
Die ärztliche Akademie für medizinische Fort- und Weiterbildung in Nordrhein stellt sich organisatorisch neu auf. Die Ärztekammer Nordrhein beendet nach eigenen Angaben ihre Zusammenarbeit mit der KVNO.
Die KV Schleswig-Holstein bereitet eine grundlegende Neugestaltung ihres Honorarverteilungsmaßstabs zum Jahresbeginn 2017 vor. Die Körperschaft erwartet dabei satte Verluste.
Wer einmal eine Krebserkrankung überstanden hat, kann noch Jahre später bei Versicherungen oder Adoptionen Nachteile haben. Dagegen erheben nun die Länder ihre Stimme.
Die AOK Bayern will mehr Befugnisse, um Abrechnungen von Leistungserbringern zu überprüfen. Außerdem sollen Krankenkassen künftig leichter Daten austauschen und mithilfe von KI nach Auffälligkeiten suchen können. Rückendeckung erhält die Kasse von der bayerischen Justiz. Betrug im Gesundheitswesen sei noch immer viel zu einfach, kritisierte der Leiter der zuständigen Schwerpunktstaatsanwaltschaft.
In der Diskussion über die Finanzierung der GKV fordert die Bundesvertretung der Medizinstudierenden, auch die Generationengerechtigkeit in den Blick zu nehmen. Dazu müsse man auch mit einem Tabu brechen.
Erneut haben technische Probleme mehrere zentrale Anwendungen der Telematikinfrastruktur beeinträchtigt. Am Freitagvormittag meldete die Gematik Teilausfälle beim Versichertenstammdatenmanagement, E-Rezept und der elektronischen Patientenakte. Inzwischen ist die Störung behoben.
Die Erleichterung in der Politik dürfte angesichts der Prognose des Schätzerkreises wohl groß gewesen sein: Der GKV-Zusatzbeitrag bleibt im kommenden Jahr stabil. Die KBV hingegen sieht keinen Grund für Entwarnung.
Die kalte Jahreszeit und damit die Hochsaison für Schnupfen und Fieber naht. Aus den Apotheken kommt dazu eine gute Nachricht.
Der Gesetzentwurf zur Primärversorgung steht noch aus, doch nach und nach sickern Eckpunkte durch. Ein Ziel der Reform ist eine Neuordnung der ärztlichen Terminvergabe. Das kündigte die neue Gesundheitsstaatssekretärin Christine Schenderlein an.
Auf die größten Herausforderungen sehen viele Fachleute die Gesundheitssysteme schlecht vorbereitet. Besonders beim demografischen Wandel, beim Fachkräftemangel und bei geopolitischen Konflikten klaffen laut einer internationalen Studie der Unternehmensberatung Roland Berger erhebliche Lücken.
Die Zahl der Medizinischen Versorgungszentren (MVZ) ist innerhalb von drei Jahren um gut ein Drittel gestiegen. Zwischen 2017 und 2020 nahm die Zahl ihrer Betriebsstätten in zwölf untersuchten KV-Regionen um 35 Prozent zu, die der dort tätigen Ärzte um 34 Prozent. Das zeigt eine neue Analyse des Zentralinstituts für die kassenärztliche Versorgung (Zi).
Mit der Reform der Notfallversorgung hat der Bundestag auch eine Verschärfung der Terminmeldepflicht für Vertragsärzte verabschiedet. Während die Niedergelassenen dagegen weiterhin Sturm laufen, gibts von den Krankenkassen ein „Daumen hoch“.
Drei Anläufe, wechselnde Gesundheitsminister und jahrelange Verzögerungen: Der Bundestag hat am Donnerstag die Notfallreform verabschiedet. Künftig sollen Patienten schneller in die richtige Versorgung gelangen und Notaufnahmen entlastet werden. Doch bei der ambulanten Versorgung und den angehängten Änderungen am GKV-Spargesetz entzündet sich Kritik.
Bei der Anhörung zum neuen Digitalgesetz haben Ärztevertreter deutliche Kritik an den Plänen der Bundesregierung geübt. Sie warnten vor einer Aushöhlung der ärztlichen Terminhoheit und Freiberuflichkeit – und erweiterten Befugnisse der Krankenkassen.
Der durchschnittliche Zusatzbeitrag in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) kann im kommenden Jahr bei 2,9 Prozent bleiben – obwohl die Krankenkassen immer mehr Geld ausgeben. Das geht aus der Prognose hervor, die der GKV-Schätzerkreis am Mittwoch vorgelegt hat. Ob auch die tatsächlich erhobenen Zusatzbeiträge stabil bleiben, ist allerdings offen.
Der Gesundheitsminister sieht im Forschungsdatenzentrum Gesundheit großes Potenzial für eine bessere Vorsorge – und für mehr Unabhängigkeit von Daten aus dem Ausland. Ab Ende Oktober fließen auch ePA-Daten ins FDZ.
Die gemeinsame Rückgabe von Kassenzulassungen gilt als eines der schärfsten Druckmittel der niedergelassenen Ärzte. Nun bringt der Ärzteverband MEDI GENO Deutschland diesen Schritt als Reaktion auf die geplante Verschärfung der Terminmeldepflicht ins Spiel. Der Verband will ausloten, wie viele Ärzte und Psychotherapeuten bereit wären, ihre Zulassung aus Protest zurückzugeben.
Der Streit um Schutzimpfungen in Apotheken nimmt weiter Fahrt auf. Die Bundesärztekammer (BÄK) hat ein neues Curriculum der Bundesapothekerkammer (BAK) kritisiert. Die vorgesehene Schulung sei zu kurz, um Apotheker ausreichend vorzubereiten.
Neue Töne zur Primärversorgung von der Kassenseite: Die Apps der Krankenkassen sollten nur einer von mehreren Zugangswegen sein, meint AOK-Chefin Carola Reimann. Indes fordern Ärztevertreter Änderungen an der Ärzte-Vergütung, und die Apotheken reklamieren eine größere Rolle für sich.
Beim Kassengipfel versucht Dr. Klaus Reinhardt, gegen die Befürchtung zu argumentieren, ein Primärversorgungssystem diene dazu, den Menschen den Zugang zum Facharzt zu verwehren. Auch zum Thema Verbindlichkeit hat der BÄK-Präsident eine klare Meinung.
Zwischendurch hatte das Kanzleramt sie gestoppt, das Finanzministerium musste nacharbeiten - jetzt ist die Zuckersteuer in der Bundesregierung beschlossen. Der Bundestag ist am Zug.
Zahnärzte haben 2025 bei der Übernahme einer Einzelpraxis im Durchschnitt 518.000 Euro investiert. Das waren 15 Prozent mehr als im Vorjahr. Auch die vollständige Neugründung einer Praxis erforderte hohe Investitionen. Die Zahlen im Detail.
Das Wissenschaftliche Institut der AOK (WIdO) wehrt sich gegen die Kritik des Spitzenverbands Fachärztinnen und Fachärzte Deutschlands (SpiFa) an seiner Hybrid-DRG-Studie. Zugleich stellt das Institut klar, dass es keineswegs die Abschaffung der Hybrid-DRG empfohlen hat.
Angesichts zunehmender Honorarbegrenzungen und erwarteter Praxisschließungen wirbt die Freie Ärzteschaft (FÄ) für eine stärkere Berücksichtigung der Kostenerstattungsmodelle innerhalb der GKV. Die Vorteile für die Patienten seien deutlich.
Nach den massiven Problemen in der Telematikinfrastruktur steht für Secunet-Konnektoren ab sofort eine neue Firmware bereit. Die Gematik rät betroffenen Arztpraxen dringend, selbst aktiv zu werden, auch wenn automatische Updates aktiviert sind. Bei RISE-Konnektoren dauern die Tests an.
Union und SPD wollen eine Steuer auf stark gezuckerte Getränke einführen. Um die Details wurde lange gerungen. Jetzt gibt es eine Einigung.
Mehr Verantwortung für Haus- und Kinderarztpraxen, zusätzliche Kompetenzen für andere Gesundheitsberufe und eine verbindliche Termingarantie: Die SPD hat konkrete Vorstellungen für die künftige Primärversorgung. Besonders bei der Facharztvermittlung geht die Fraktion weit. Ein Vorschlag könnte für die Niedergelassenen teuer werden.
Der Chipgigant Nvidia wird Minderheitsaktionär bei der Ärzteplattform Doctolib. Das französische Unternehmen will damit seine KI-Lösungen für Arztpraxen und Patienten weiterentwickeln.
Ambulant tätige Ärztinnen und Ärzte dürfen im Notdienst künftig Arzneimittel zur Erstversorgung abgeben. Das regelt ein weiterer Änderungsantrag zur Notfallreform. Und nicht nur bei der Terminvergabe, sondern auch beim Sprechstundenbedarf und beim Medizinischen Dienst bringt die Bundesregierung Neuregelungen auf dem kurzen Weg ins Parlament.
Die geplante Verschärfung der Terminmeldepflicht für Arztpraxen löst heftigen Widerstand in der Ärzteschaft aus. Zahlreiche ärztliche Organisationen warnen vor Eingriffen in die ärztliche Berufsfreiheit. Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) spricht von einem weiteren Schritt in Richtung Staatsmedizin. Der Virchowbund droht mit dem Gang nach Karlsruhe.
Das Bundesgesundheitsministerium will das Thema Frauengesundheit in den Wechseljahren stärker in der ärztlichen Ausbildung verankern. Denn ein Dialogprozess habe ergeben, dass es Ärztinnen und Ärzten bei dem Thema an Wissen fehle.
Seit Montag kämpfen Praxen mit Störungen der Telematikinfrastruktur (TI). Jetzt hat die Gematik den technischen Auslöser benannt und erklärt, warum bestimmte Konnektoren keine neuen Verbindungen mehr aufbauen können. Zugleich gibt sie eine dringende Warnung heraus und kündigt eine baldige Lösung an.
Im Zuge der geplanten Reform der Notfallversorgung wollen die Koalitionsfraktionen von CDU/CSU und SPD offenbar auch in die Organisation offener Sprechstunden in niedergelassenen Arztpraxen eingreifen.
Ohne verbindliche Patientensteuerung wird die geplante Primärversorgungsreform nach Einschätzung von DAK-Chef Andreas Storm nicht funktionieren. Beim Kassengipfel in Berlin machte er deutlich, wo er die größten Hürden sieht. Besonders eine seiner Prognosen dürfte der Bundesregierung wenig gefallen.
Die Pflicht für Vertragsärzte zur Meldung von freien Terminen soll offenbar verschärft werden. Das geht aus einem Änderungsantrag zum Entwurf eines Notfallreformgesetzes hervor. Aus der Ärzteschaft gibt es eine erste empörte Reaktion.
Gesundheitsökonom Prof. Jonas Schreyögg sieht zwar Handlungsbedarf bei dem Thema – empfiehlt aber, die Hybrid-DRG nicht komplett abzuschaffen und durch Kurzliegerpauschalen zu ersetzen. Beide Instrumente hätten ihre Berechtigung.
Krankenkassen dürfen Abrechnungsdaten ihrer Versicherten auf mögliche Gesundheitsrisiken prüfen, auch ohne deren ausdrückliche Zustimmung. Doch die meisten gesetzlich Versicherten wissen davon nichts. Eine neue Umfrage zeigt große Vorbehalte gegen diese Praxis.
Einen Tag vor der Anhörung zum geplanten Digitalgesetz GeDIG bringen sich die betroffenen Akteure schon einmal in Stellung und verkünden, was sie am Entwurf gut und was nicht so gut finden. Während die Bundesärztekammer eine Warnung ausspricht, scheint der AOK-Bundesverband nahezu begeistert über die Pläne.
E-Rezept und elektronische Patientenakte funktionieren für Privatversicherte nach Darstellung des PKV-Verbands vielerorts noch nicht reibungslos. Der Verband fordert deshalb verbindliche gesetzliche Vorgaben für Hersteller von Praxisverwaltungssystemen.
Ein Arzt rechnete über Jahre hinweg Tausende Leistungen ab, die er nie erbracht hatte. Der Schaden für die KV Bayern geht in die Millionen. Doch der Abrechnungsbetrug war nicht das einzige Vergehen, für das der Mediziner vor Gericht stand. Jetzt hat der BGH das Urteil bestätigt.
Die Koalition will bestimmte psychotherapeutische Leistungen auch 2027 außerhalb der Budgets vergüten. MEDI begrüßt die Ausnahmen, sieht aber eine Lücke: Dringende Behandlungen sollten auch dann extrabudgetär bezahlt werden, wenn Patienten nicht über die Terminservicestelle vermittelt wurden.
Patienten sollen künftig in der Apotheke vor Ort ärztliche Videosprechstunden über die digitale Infrastruktur der KV Nordrhein wahrnehmen können. Apothekerverband und KV haben dazu eine Kooperation gestartet.
Die Gesetzliche Krankenversicherung könnte schon 2035 Milliardenüberschüsse erzielen statt immer tiefer ins Defizit zu rutschen. Mit 16 weitreichenden Reformen wäre nach Berechnungen der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Deloitte ein Plus von 126 Milliarden Euro möglich. Selbst teure medizinische Innovationen ließen sich so weiter finanzieren.
Viele Praxen kommen ohne eigene Website aus, zeigt eine änd-Umfrage. Praxen mit Internetauftritt versprechen sich davon unter anderem, neue Patienten gewinnen zu können.
Der Teilausfall der Telematikinfrastruktur (TI) beeinträchtigt weiterhin wichtige digitale Anwendungen in Arztpraxen. Für betroffene Secunet-Konnektoren gibt es jetzt eine Lösungsmöglichkeit. Die Gematik erklärt, wie Praxen vorgehen sollen.