Praxen als kleine Gesundheitszentren
In der Bundesregierung laufen Vorbereitung für eine gezieltere Patientensteuerung nach der Maxime: erst einmal in die Hausarztpraxis. Ein Verband zeigt: Wie könnte so etwas konkret aussehen?
In der Bundesregierung laufen Vorbereitung für eine gezieltere Patientensteuerung nach der Maxime: erst einmal in die Hausarztpraxis. Ein Verband zeigt: Wie könnte so etwas konkret aussehen?
Die Bundesregierung will mit einem Primärversorgungssystem Hausarztpraxen stärker zu Lotsen im Gesundheitssystem machen. Reicht dafür der EBM aus? Versorgungsforscher Helmut Hildebrandt, Vorstandsvorsitzender von Optimedis, hat daran erhebliche Zweifel.
Die Deutsche Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin sieht Hausärzte, niedergelassene Internisten und Pneumologen in einer Lotsenfunktion, wenn es um das Lungenkrebs-Screening geht. Sie sendet einen Appell an ihre Kolleginnen und Kollegen.
Die neue unparteiische Vorsitzende des Gemeinsamen Bundesausschusses, Sonja Optendrenk, will sich als erstes um den Bürokratieabbau im Gesundheitswesen kümmern. Und in der wirtschaftspolitischen Kompetenz des neuen Bundesgesundheitsministers sieht sie eine Chance.
Nach den Millionenverlusten mehrerer Krankenkassen und Kassenärztlicher Vereinigungen mit Verius-Fonds geraten nun auch interne Kontrollen und die Aufsicht stärker in den Blick. Verbraucherschützer verlangen nun eine lückenlose Aufklärung, auch über die Rolle des Managements und der Aufsichtsbehörden.
Die Bundesärztekammer und der PKV-Verband haben ihren Entwurf für eine neue GOÄ überarbeitet und an das Bundesgesundheitsministerium übermittelt. Das Ministerium arbeite bereits an einem Referentenentwurf. BÄK und PKV rechnen mit einem Inkrafttreten zum 1. Januar 2028.
Welche Auswirkungen hat das GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz auf niedergelassene Ärztinnen und Ärzte sowie Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten? MEDI beschäftigte sich auf einer Online-Veranstaltung mit dem Thema. Nun ist die Aufzeichnung verfügbar.
Der Hartmannbund warnt vor unbeabsichtigten Folgen der Krankenhausreform für die ärztliche Weiterbildung. Durch die Konzentration medizinischer Leistungen könnten Ärzte in Weiterbildung künftig schwerer die erforderlichen Kompetenzen erwerben.
Der Berufsverband der Deutschen Chirurgie (BDC) verbindet den Amtsantritt von Gesundheitsminister Linnemann mit klaren Erwartungen. Der Verband fordert eine sektorenübergreifende Versorgung, weniger Bürokratie, eine schnelle Notfallreform und den Erhalt direkter Zugänge zur fachärztlichen Versorgung.
Die von der Bundesregierung geplante Termingarantie für Facharzttermine stößt bei Ärztinnen und Ärzten auf breite Ablehnung. In einer aktuellen änd-Umfrage unter über 850 Niedergelassenen halten 70,9 Prozent das Vorhaben für praktisch kaum umsetzbar und bezeichnen es als unrealistische Ankündigung.
Ein Gesetzentwurf des Bundesinnenministeriums sorgt für scharfe Kritik der Bundesärztekammer. Während Rechtsanwälte künftig vollständig vor nachrichtendienstlichen Überwachungsmaßnahmen geschützt werden sollen, gilt dieser Schutz nach dem Entwurf nicht für Ärzte.
Der Kollektivvertrag hat sich bewährt – und die HzV-Verträge schaffen nur unnötige Doppelstrukturen. Mit Aussagen wie diesen hat vdek-Chefin Ulrike Elsner die Ebene der sachlichen Diskussion völlig verlassen, kritisiert der Hausärztinnen- und Hausärzteverband.
Welche Kürzungen kommen durch das GKV-Spargesetz auf welche Fachgruppen zu und wann treten die Regelungen in Kraft? In einer Praxisinfo mit detaillierter Sparliste gibt die KBV jetzt Auskunft darüber.
Hitzewellen belasten Risikopatienten, Praxisräume und Teams. Der Nürnberger Allgemeinmediziner Dr. Dirk Altrichter empfiehlt deshalb, Abläufe frühzeitig anzupassen und die Medikation gefährdeter Patienten zu prüfen. Seine Tipps stellte er in einem Webinar des Virchowbundes vor.
Fast 10.000 hitzebedingte Todesfälle meldet das RKI bislang für Deutschland für dieses Jahr. Angesichts dieser Zahl schlägt die Deutsche Krankenhausgesellschaft Alarm und fordert Hitzeschutzmaßnahmen in den Kliniken.
Auch die KVB hat jetzt eine Praxis eröffnet, in der Ärztinnen und Ärzte verschiedene digitale Anwendungen kennenlernen und ausprobieren können. Die sogenannte ePraxis befindet sich in München, ein weiterer Standort ist in Planung.
Online-Plattformen dürfen Rezepte für verschreibungspflichtige Potenzmittel nicht allein auf Grundlage eines Fragebogens vermitteln. Bei einer erektilen Dysfunktion gehöre grundsätzlich auch eine körperliche Untersuchung zum fachärztlichen Standard, hat das Landgericht Köln entschieden (Az. 84 O 156/22).
Auf den neuen Bundesgesundheitsminister Carsten Linnemann kommt schon bald ein Mammut-Reformvorhaben zu: die Einführung eines Primärversorgungssystems. Ein Aspekt sollte dabei eine besondere Rolle spielen, findet der Verband der Ersatzkassen.
Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) unterstützt die Einführung der elektronischen Überweisung, die mit dem geplanten Gesetz für Daten und digitale Innovationen im Gesundheitswesen (GeDIG) kommen soll – und hat nun ein eigenes Konzept vorgelegt, wie das System funktionieren soll.
Viele Arztpraxen werben mit Auszeichnungen wie „Focus Top Mediziner“ oder „Focus Empfehlung“. Der Bundesgerichtshof hat nun klargestellt: Solche Testsiegel müssen besonders strengen Anforderungen genügen.
Das kürzlich verabschiedete GKV-Spargesetz soll verhindern, dass die Beiträge zur gesetzlichen Krankenversicherung im kommenden Jahr erneut steigen. Dass das klappt, daran glaubt offensichtlich eine große Mehrheit der Deutschen nicht. Das zumindest zeigt eine aktuelle Umfrage.
Vor wenigen Wochen warf der SpiFa der Apothekerschaft vor, sie wolle sich Kompetenzen der Ärzteschaft aneignen. Mit ihrer ersten Leitlinie zum kontinuierlichen Medikationsmanagement sendet die Bundesapothekerkammer nun ein versöhnliches Signal: Die Therapiehoheit bleibe uneingeschränkt bei den Ärztinnen und Ärzten.
Mit einem klaren Bekenntnis zu Teamarbeit, einer straffen Reformagenda und einem wertschätzenden Dank an seine Vorgängerin hat Dr. Carsten Linnemann am Dienstag offiziell die Amtsgeschäfte im Bundesministerium für Gesundheit übernommen.
Der Wechsel an der Spitze des Bundesgesundheitsministeriums ist vollzogen: Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat Carsten Linnemann zum neuen Bundesgesundheitsminister ernannt. Steinmeier stellte Linnemann auf die Fortsetzung des Reformkurses ein.
Die Stiftung Warentest hat die Leistung von Chatbots zu Gesundheitsthemen geprüft. Ein Teil der Tools meisterte die Aufgaben weitgehend. Die Tester betonen aber die zahlreichen Fallstricke beim Einsatz.
Gestern noch mit Brille, heute nicht mehr nötig. Augenlaseroperationen haben sich hierzulande etabliert. Der Chef der Augenoptiker-Kette Fielmann sieht das gelassen.
Der designierte Bundesgesundheitsminister Linnemann bringt zwar kein gesundheitspolitisches, dafür aber wirtschaftliches Fachwissen mit in sein Amt. Der Virchowbund sieht darin eine Chance. Und auch andere Akteure des Gesundheitswesens verbinden Hoffnungen mit dem Ministerwechsel.
Heiß diskutiert wird die Frage, ob Primärversorgung künftig nur im Kollektivvertrag stattfinden soll oder auch weiterhin in Selektivverträgen zur Hausarztzentrierten Versorgung (HzV). Pro und Kontra aus Sicht der Krankenkassen.
Die Bundesärztekammer (BÄK) begrüßt den Referentenentwurf für ein Gesetz zur Stärkung der nationalen Suizidprävention als wichtigen ersten Schritt. Zugleich sieht sie erheblichen Nachbesserungsbedarf.
Welche Reformen könnten die Beiträge zur gesetzlichen Krankenversicherung stabilisieren? Antworten darauf erhofft sich die Finanzkommission Gesundheit von einer umfangreichen Umfrage unter Akteuren des Gesundheitswesens. Diese beinhaltet auch Fragen zu möglichen Reformen der Kassenärztlichen Vereinigungen.
Die Kassenärztliche Vereinigung in Rheinland-Pfalz (KVRLP) lässt kaum ein gutes Haar an der Gesundheitspolitik des Bundes und warnt vor schmerzhaften Folgen für Patientinnen und Patienten im Land. Eine Gruppe hat sie besonders im Blick.
Hat ein Arzt der Medizinischen Hochschule Hannover Patienten mit Medikamenten getötet – und es in einem Fall versucht? Das ist die Frage. Das Landgericht Hannover hat nun eine Entscheidung getroffen.
Praxen können für kurzfristig abgesagte Termine grundsätzlich eine Ausfallgebühr vereinbaren. Ein allgemeiner Hinweis, die „freigehaltene Zeit“ werde in Rechnung gestellt, reicht dafür aber nicht aus, entschied das Amtsgericht Bad Urach (Az. 1 C 3/26).
Die Bundesregierung will die Tabaksteuer erhöhen. Dagegen läuft die Tabakindustrie Sturm. So berichtet zum Beispiel der Bundes-Drogenbeauftragte von unangenehmen Begegnungen mit Lobbyisten. Eine Fachgesellschaft verurteilt die Angriffe und fordert höhere Steuern auf sämtliche Tabakprodukte.
Die Bundesärztekammer sieht die ärztliche Weiterbildung durch die Krankenhausreform gefährdet. Eine Lösung könnten ihrer Ansicht nach Weiterbildungsverbünde sein, für die auch Arztpraxen und MVZ eine wichtige Rolle spielen.
Eine Heilpraktikerin ist mit ihrer Verfassungsbeschwerde gegen den Arztvorbehalt für bestimmte Eigenbluttherapien gescheitert. Das Bundesverfassungsgericht hält die gesetzlichen Regelungen für verfassungsgemäß und stellt den Schutz der Patienten über die Berufsfreiheit der Heilpraktiker.
92 ärztliche Behandlungsfehler hat die Gutachter- und Schlichtungsstelle der Landesärztekammer Hessen 2025 festgestellt. Damit fällt die Anzahl der anerkannten Fälle etwas niedriger aus als in den Jahren zuvor.
Auf seine Entlassung reagiert Gesundheitsstaatssekretär Sorge mit deutlicher Kritik am Kanzler – sowohl was die Entscheidung an sich als auch die Kommunikation angeht.
Cyberkriminelle nehmen inzwischen auch Arztpraxen ins Visier. Daher kann sich eine Cyberversicherung lohnen. Experten geben Auskunft, für wen die Versicherung sinnvoll sein kann, worauf es bei der Auswahl ankommt – und worauf man beim Kleingedruckten achten sollte.
Erst die Fraktion, dann das Kabinett, jetzt die Partei: Die Personalrochade von Bundeskanzler und CDU-Chef Merz geht weiter. Auch im Bundesgesundheitsministerium (BMG) wird es einen weiteren Personalwechsel geben.
Der frühere Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach hat den KBV-Chef Dr. Andreas Gassen im Streit um eine Facharzttermingarantie deutlich in die Schranken gewiesen. Als Reaktion auf dessen Kritik an den Plänen der Bundesregierung stellte er klar: Über die Regeln der Versorgung entscheiden nicht die Kassenärzte, sondern der Bundestag.
Auch wenn die gesetzlichen Kassen im ersten Quartal einen kräftigen Überschuss verzeichnet hätten, bleibe die generelle Finanzsituation angespannt, warnt der BKK-Dachverband.
Prinzipiell müssen GKV-Versicherte für Hilfsmittel nur den Eigenanteil zahlen – es sei denn, sie entscheiden sich für eine bessere Versorgung. Mehr als 20 Prozent der Versicherten tun dies – und haben 2025 dafür mehr als eine Milliarde Euro auf den Tisch gelegt.
Ob Krankenhaus, Apotheke oder Pflegeheim - vor allem das Gesundheitswesen ist auf Fachkräfte aus dem Ausland angewiesen. Voraussetzung ist die Anerkennung ihrer Abschlüsse.
Mehr als 455 Millionen Euro soll eine höhere Steuer auf alkoholische Getränke bringen. Doch viele bezweifeln, dass dadurch seltener zur Flasche gegriffen wird.
Die USA kämpfen gegen eine Masern-Epidemie. Im vergangenen Jahr war die Zahl der Fälle auf ein Rekordhoch gestiegen. Dieses Niveau ist nun schon im Juli übertroffen worden.
Die Bundesregierung will ein verpflichtendes Primärversorgungssystem einführen. Bringt in der Sache ein Blick ins Ausland wichtige Erkenntnisse? Der änd schaut in einer neuen Serie über die Landesgrenze. Den Anfang machen die gerne zitierten Niederlande.
Am 6. September wählt Sachsen-Anhalt eine neue Landesregierung. Was planen die Parteien für den Gesundheitssektor? Der änd hat in die Wahlprogramme geschaut. Heute: die SPD, die in den Praxen auf Teamarbeit setzt.
Bundeskanzler Merz hat den CDU-Generalsekretär ins Kabinett berufen. Der hatte noch vor einem Jahr Zweifel an seiner Eignung. Jetzt meldet er sich erneut zu Wort.
Mit dem Wechsel an der Spitze des BMG endet für Nina Warken ein kurzes, aber umstrittenes Kapitel – und für ihren Nachfolger beginnt die Bewährungsprobe. Kolumnist Dr. Matthias Soyka kommentiert den unerwarteten Personalwechsel.