Die Linke will mehr digitale Sprechstunden bei Hausärzten
Am 6. September wählt Sachsen-Anhalt eine neue Landesregierung. Was planen die Parteien für den Gesundheitssektor? Der änd hat in die Wahlprogramme geschaut. Heute: die Linke.
Am 6. September wählt Sachsen-Anhalt eine neue Landesregierung. Was planen die Parteien für den Gesundheitssektor? Der änd hat in die Wahlprogramme geschaut. Heute: die Linke.
Der Patient ist unzufrieden – und plötzlich steht der Vorwurf eines Behandlungsfehlers im Raum. Rein statistisch gesehen trifft das jede Praxis einmal. Wie können sich Ärzte darauf vorbereiten – und wie sollten sie reagieren, wenn ein Patient mit rechtlichen Schritten droht?
Insgesamt 28 Studenten, die ihren Medizinstudienplatz über eine Landarztquote bekommen haben, klagen aktuell. Viele von ihnen vertritt ein Anwalt aus Osnabrück. Er sieht in den Verträgen gleich mehrere Probleme.
Das RKI geht bisher von rund 12.500 hitzebedingten Todesfällen in diesem Sommer aus. Intensivmediziner Uwe Janssens meint: „Es sind sicherlich mehrere Tausend Todesfälle mehr.“
Die Debatte über die Zukunft der Primärversorgung dreht sich häufig um Strukturen: Primärversorgungszentren, Gesundheitskioske, multiprofessionelle Teams, neue Vergütungsmodelle oder digitale Angebote. Aber woran lässt sich eigentlich erkennen, ob ein Primärversorgungssystem gut ist?
Viele Krankenhäuser sind nach Einschätzung des vdek nicht ausreichend gegen extreme Hitze geschützt. Der Ersatzkassenverband fordert deshalb mehr Investitionen in Kühlung, Dämmung und Sonnenschutz. Zugleich verweist er auf eine grundsätzliche Finanzierungslücke:
Mehr Selbstmedikation soll nach den Vorstellungen von Pharma Deutschland nicht nur die GKV finanziell entlasten, sondern auch „ärztliche Ressourcen“ schonen. Dafür will der Verband mehr Arzneimittel aus der Rezeptpflicht entlassen. Für versorgungskritische Medikamente schlägt er zudem ein ungewöhnliches Finanzierungsmodell vor.
Nach der ersten Runde der Honorarverhandlungen für 2027 hat die KBV scharfe Kritik am Angebot der Kassen geübt. Es liege weit unter der Vergütungssteigerung, die die Praxen benötigten, machte KBV-Chef Dr. Andreas Gassen deutlich. Angesichts der Einschnitte durch das Spargesetz forderte er eine angemessene Anhebung der Honorare dort, wo die neuen Sparvorgaben nicht greifen.
Fast 250 Abgeordnete unterstützen einen neuen Anlauf für die Widerspruchslösung bei der Organspende. Auch die Bundesärztekammer begrüßt den Vorstoß – warnt aber davor, darin allein die Lösung für den Organmangel zu sehen.
Drei Wochen nach ihrem überraschenden Aus als Sportministerin und dem Wechsel ins Bundesgesundheitsministerium hat die sächsische CDU-Politikerin Christiane Schenderlein offen über ihre Enttäuschung gesprochen.
Das GKV-Spargesetz hat die bisherigen Regeln für bundesweite Praxisbesonderheiten geändert und damit für Verunsicherung gesorgt. Nun stellt der GKV-Spitzenverband klar: Bestehende Vereinbarungen gelten zunächst weiter. Für neue Praxisbesonderheiten sieht das Gesetz allerdings ein anderes System vor – mit Folgen für die Arzneimittelverordnung.
Die KBV will die Nachbeobachtung nach einer Esketamin-Behandlung für weitere Fachgruppen öffnen – darunter Hausärzte und Neurologen. Die Kassen lehnen das ab. Während die KBV ihnen „knallharte Sparpolitik“ vorwirft, hält der GKV-Spitzenverband dagegen: Es gehe um die Sicherheit schwer depressiver Patienten.
Die KBV und der GKV-Spitzenverband haben die Honorarverhandlungen für 2027 aufgenommen. Die erste Runde am gestrigen Mittwoch blieb allerdings ohne Ergebnis, wobei eine entscheidende Größe für die Gespräche ohnehin noch fehlt. Die Grundlohnrate, die künftig den maximalen Spielraum für die Honorarsteigerung vorgibt, wird erst Mitte September bekannt gegeben.
In einem Primärversorgungssystem müssten auch Nephrologen koordinierende Aufgaben im Sinne eines Primärarztes übernehmen können. Zudem müsse die Früherkennung gestärkt werden.
Für das geplante Primärarztsystem müssen Patienten eindeutig ihrer gewählten Praxis zugeordnet werden können. Der Hausärzteverband Niedersachsen sieht dafür in der persönlichen Identifikationsnummer eine Lösung. Und warnt zugleich vor neuen Parallelstrukturen der Krankenkassen.
Mecklenburg-Vorpommern hat erstmals einen Demenzplan. Der Hausärztinnen- und Hausärzteverband begrüßt das, warnt aber zugleich vor drohenden Versorgungslücken.
Daten aus Wearables und Apps könnten künftig eine größere Rolle in der medizinischen Versorgung spielen. Allerdings zeigt gerade die Patientengruppe mit einem höheren Behandlungsbedarf eher geringes Interesse, zeigt eine aktuelle Umfrage.
Die Bundesregierung will mit ihrem Primärversorgungssystem Hausarztpraxen zu zentralen Lotsen im Gesundheitssystem machen. Versorgungsforscher und Gesundheitsökonomen sehen die größte Herausforderung jedoch nicht in der Patientensteuerung, sondern in einem Vergütungssystem, das für diese neue Rolle nie entwickelt wurde.
Für das Versprechen, nach der Ausbildung Hausarzt in einer Mangelregion zu werden, bekamen sie einen Medizinstudienplatz. Doch manche klagen inzwischen gegen den Vertrag.
In Sachsen-Anhalt gibt es immer weniger Ärztinnen und Ärzte, die Schwangerschaftsabbrüche durchführen. Die Grünen-Abgeordnete Susan Sziborra-Seidlitz sieht den Grund dafür auch im Strafgesetzbuch.
Bundesinnenminister Alexander Dobrindt hat die Kritik von Ärzteverbänden zurückgewiesen, wonach die am Mittwoch vom Kabinett beschlossene Reform der Nachrichtendienste das Patientengeheimnis gefährdet. „Wir halten nichts von diesen Vorwürfen, weil wir immer nur angemessen vorgehen“, sagte der CSU-Politiker nach der Kabinettssitzung in Berlin.
Die KV Thüringen baut ihre zunächst als Übergangslösung gestartete Akutpraxis in Gera aus. Im Herbst zieht sie an einen neuen Standort, verlängert die Öffnungszeiten und setzt stärker auf digitale Abläufe und Teamarbeit. Hintergrund ist der anhaltende Hausärztemangel: In Gera und Umgebung sind laut KV derzeit 16 Sitze unbesetzt.
Fast jeder fünfte Erwachsene hat beim Arzt schon einmal Beschwerden oder gesundheitliche Probleme aus Scham, Peinlichkeit oder Misstrauen verschwiegen. Besonders häufig passiert das jüngeren Menschen und Frauen, zeigt eine repräsentative Forsa-Umfrage im Auftrag der Barmer. Zugleich geben 92 Prozent der Befragten an, Ärzten in Gesundheitsfragen zu vertrauen.
Die Zweitmeinung vor bestimmten planbaren Operationen wird verpflichtend – doch dafür fehlen möglicherweise die nötigen Kapazitäten. Der G-BA rechnet damit, dass die derzeit zugelassenen Zweitmeinenden den zusätzlichen Beratungsbedarf kurzfristig nicht decken können. Wie unterschiedlich die Ausgangslage je nach Eingriff ist, zeigen Zahlen der KBV.
Eine Befreiung von der gesetzlichen Rentenversicherungspflicht für die ärztliche Tätigkeit im Krankenhaus erstreckt sich nicht ohne Weiteres auf eine Nebentätigkeit in einer Praxisklinik, entscheidet das Bundessozialgericht. Für die Betroffenen bedeutet das eine Nachzahlung von 16.000 Euro.
Drogerien, Apotheken und kommerzielle Anbieter weiten ihre Screeningangebote aus. Doch wenn ein Befund auffällig ist, suchen viele Patienten anschließend eine Arztpraxis auf. Niedergelassene sollen Ergebnisse einordnen, verunsicherte Patienten auffangen und entscheiden, ob weitere Diagnostik nötig ist. Wie sollten Arztpraxen mit solchen Fremdbefunden umgehen?
Bayerns Gesundheitsministerin Judith Gerlach drängt den neuen Bundesgesundheitsminister Carsten Linnemann, die angekündigten Entlastungen für Krankenhäuser schnell auf den Weg zu bringen. Seine Vorgängerin Nina Warken hatte noch für August einen Gesetzentwurf angekündigt.
Eine Analyse von rund 26.000 Ärzten zeigt deutliche Unterschiede bei online buchbaren Facharztterminen: GKV-Versicherte mussten im Untersuchungszeitraum im Schnitt 49,1 Tage warten, Privatversicherte 29,7 Tage. Bei mehr als der Hälfte der untersuchten Praxen wurden online keine Termine für gesetzlich Versicherte angezeigt.
Nach gut 15 Jahren an der Spitze der Barmer legt Prof. Christoph Straub sein Amt zum Jahresende nieder. Künftig sollen Simone Schwering und Uwe Repschläger die Krankenkasse führen. Wer den Vorstandsvorsitz übernimmt, ist allerdings noch offen.
Ausgediente Konnektoren, Kartenterminals, Computer oder medizinische Geräte können Arztpraxen nicht einfach in den Hausmüll werfen oder bedenkenlos zum Wertstoffhof bringen. Je nach Gerät gelten unterschiedliche Vorgaben für Rückgabe und Entsorgung. Bei Geräten mit Patientendaten kommt hinzu: Die Daten müssen zuverlässig gelöscht werden.
Am 6. September wählt Sachsen-Anhalt eine neue Landesregierung. Was planen die Parteien für den Gesundheitssektor? Der änd hat in die Wahlprogramme geschaut. Heute: das BSW, das das Modell der Polikliniken lobt und einen landesweiten Praxiskoordinator einsetzen möchte.
Das Universitätsklinikum Regensburg will rund 40 ärztliche Vollzeitstellen einsparen. Nun warnt der Hartmannbund vor den Folgen: Gleichzeitig sollen die verbleibenden Ärzte im kommenden Semester deutlich mehr Medizinstudierende betreuen. Der Verband sieht Ausbildung und Patientenversorgung gefährdet.
Mehr als 20 Jahre nach Einführung der ersten PA-Studiengänge in Deutschland ist noch immer nicht einheitlich geregelt, was Physician Assistants können müssen und was sie in der Versorgung dürfen. Zu diesem Befund kommen die Wissenschaftlichen Dienste des Bundestages in einer 41-seitigen Analyse der rechtlichen Rahmenbedingungen für PA.
Der Krankenstand unter berufstätigen Versicherten der AOK Rheinland/Hamburg ist im ersten Halbjahr 2026 leicht zurückgegangen. Dafür sorgten vor allem weniger Atemwegsinfekte. Gegen den Trend nahmen jedoch Fehlzeiten aufgrund psychischer und Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu.
Das GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz streicht eine gesetzliche Vorgabe zur angemessenen Vergütung psychotherapeutischer Leistungen. Fünf Psychotherapieverbände warnen vor möglichen Abwertungen und schlagen eine neue Schutzregel vor: Die Bewertung der Leistungen soll bis Ende 2029 stabil bleiben.
Die wirtschaftliche Stimmung in den Krankenhäusern bleibt auf einem Tiefpunkt. Der Geschäftsklima-Saldo liegt bei minus 51 – deutlich unter den Vergleichswerten anderer Wirtschaftszweige. Zugleich schrumpfen die Liquiditätsreserven vieler Häuser, während die ambulanten Leistungen weiter zunehmen.
Eigentlich ist die gesetzliche Grundlage für die gesonderte Vergütung der ePA-Befüllung für seit dem 30. Juli entfallen. Mehrere KVen empfehlen ihren Mitgliedern trotzdem, die entsprechenden GOP weiterhin anzusetzen. Hintergrund ist ein mutmaßlicher Fehler im Spargesetz. Am 25. August soll sich der Bewertungsausschuss mit der Frage befassen.
Nach Bundesärztekammer und Landesärztekammer Hessen stellt sich auch die KBV gegen zentrale Regelungen der geplanten Nachrichtendienst-Reform. Sie sieht das Patientengeheimnis gefährdet und hält es für nicht gerechtfertigt, Ärzte und Psychotherapeuten schlechter zu schützen als andere Berufsgeheimnisträger.
Mit Äxten, Schlagstöcken und Steinen attackieren Dorfbewohner einen Krankenwagen - ausgelöst durch Fake News. Der Fahrer wurde verletzt.
Ärztinnen und Ärzte müssen in Gesprächen über eine schwere Erkrankung ihre eigenen Emotionen offenbar nicht grundsätzlich verbergen. Im Gegenteil: Zeigen sie angemessen Gefühle, können sie als mitfühlender und vertrauenswürdiger wahrgenommen werden, ohne dass ihre Professionalität darunter leidet.
Zwar seien die Anpassungsvorschläge in der überarbeiteten Fassung der GOÄneu weitgehend aufgenommen worden, dennoch werde die Labordiagnostik weiterhin massiv abgewertet, beklagt der Verband der Akkreditierten Labore in der Medizin (ALM).
Fast die Hälfte der Menschen in Deutschland sieht in Künstlicher Intelligenz die Chance, medizinische Fehldiagnosen zu reduzieren. Zugleich wären laut einer repräsentativen Befragung mehr als 60 Prozent bereit, Gesundheitsdaten digital weiterzugeben, wenn dies ihre Beratung oder Behandlung verbessert.
Die Milliardeninvestition in den Pharmastandort sollte 1.000 Arbeitsplätze in Rheinland-Pfalz schaffen. In abgeschmolzener Form hält der US-Pharmakonzern an seinen Zielen fest. Zugleich kritisiert er die Bundesregierung scharf.
Lieferengpässe bei Arzneimitteln belasten nicht nur die Versorgung von Patienten, sondern verursachen auch erheblichen Aufwand in Praxen und Kliniken. Eine Befragung von Ärzten aus Deutschland und Österreich beziffert, wie viel Zeit die Suche nach Alternativen, Absprachen mit Apotheken und Gespräche mit Patienten kosten.
Für viele Krankheitsbilder reicht eine Ultraschalluntersuchung zur Diagnose nicht aus. Es sind noch genauere Bilder nötig. Ein spezielles Kinder-MRT sorgt in Magdeburg für schonendere Untersuchungen.
KI-gestützte Dokumentationsassistenten zeichnen das Arzt-Patienten-Gespräch auf. Doch was geschieht später mit den Gesprächsdaten? Wird mithilfe der Daten die KI trainiert? Der änd hat bei einigen Anbietern nachgefragt.
Stress, Überforderung, diffuse Erschöpfung: Psychosoziale Belastungen prägen den hausärztlichen Alltag zunehmend. Wer solche Gespräche ohne Struktur führe, riskiere nicht nur enttäuschte Erwartungen, sondern auch überlastete Praxisressourcen, warnt der Hamburger Hausarzt Dr. Lars Lomberg. Sein Ansatz: klare diagnostische Orientierung, strukturierte Gesprächsführung und realistische Interventionen.
Steigende Kosten und gedeckelte Honorare erhöhen den wirtschaftlichen Druck auf Arztpraxen. Virchowbund-Beraterin Margaret Plückhahn erklärt im Gespräch mit dem änd, welche Kennzahlen Praxisinhaber kennen sollten und was sie daraus für ihre Entscheidungen ableiten können.
Der Sommer ist heiß und trocken - und das fordert viele Tote. Gerade Ältere kommen mit den hohen Temperaturen schlecht zurecht. Erkennbare politische Aktivität löst das nicht aus. Was dahinter steckt.
Die Bundesregierung will ein verpflichtendes Primärversorgungssystem einführen. In der lebhaften Debatte zu dem Thema wird nicht selten – als positives oder abschreckendes Beispiel – auf die Lage in anderen Ländern verwiesen. Doch wie sieht es mit der Primärversorgung in anderen Staaten wirklich aus? Der änd schaut in einer Serie über die Grenze. Diesmal begeben wir uns nach Polen.