Blaugrünes Augenbrauen-Tattoo sicher entfernt
Eine 38-jährige Frau stellt sich mit einem blaugrün verfärbten kosmetischen Augenbrauen-Tattoo vor, nachdem sieben frühere Lasersitzungen keine sichtbare Besserung erzielt hatten.
Eine 38-jährige Frau stellt sich mit einem blaugrün verfärbten kosmetischen Augenbrauen-Tattoo vor, nachdem sieben frühere Lasersitzungen keine sichtbare Besserung erzielt hatten.
Viele Patienten mit sehr kleinen Nierentumoren benötigen über Jahre keine Operation. Eine prospektive europäische Langzeitstudie zeigt nun, bei welchen Befunden eine engmaschige Kontrolle ausreicht – und wann das Risiko für eine Progression steigt.
Könnte das Stimulieren bestimmter Hirnbereiche mithilfe von Ultraschall eine nicht-invasive Therapie-Option für Menschen mit chronischen Schmerzen sein? Eine Studie aus Großbritannien legt nahe, dass dies eine vielversprechende Idee sein könnte.
Bei akuter Gastroenteritis klingt das Erbrechen nach der Akutbehandlung häufig ab. Bei einer kleinen Gruppe hält die Symptomatik jedoch nach Entlassung an – mit deutlich erhöhtem Versorgungsbedarf. Eine Sekundäranalyse prüfte, welche Merkmale auf ein erhöhtes Risiko hinweisen.
Erstmals ist es gelungen, aus Stammzellen gewonnene insulinproduzierende Zellen beim Menschen mit Diabetes mellitus Typ 1 einzusetzen. Einige Patienten waren zeitweise unabhängig von externer Insulingabe. Prof. Barbara Ludwig aus Dresden beurteilt dies als Meilenstein in der Therapie.
Deutschland könnte demnächst von der WHO als ein Land eingestuft werden, in dem die Masern als „eliminiert“ gelten. Das schreibt das Robert Koch-Institut. Ein Problem seien aber Datenlücken. Weil „Jeder Fall zählt!“, sollten zukünftig von allen Masernverdachtsfällen Rachenabstriche zur Sequenzierung an das RKI gesendet werden.
Ein persistierendes Foramen ovale findet sich bei Migränepatienten offenbar häufiger als bei Menschen ohne Migräne. Doch ergibt sich daraus auch eine therapeutische Konsequenz?
Die Leitlinie „Diagnostik und Therapie HIV-1-assoziierter neurologischer Erkrankungen“ wurde aktualisiert. Sie soll das Wissen über neurologische Systemmanifestationen von HIV-Infektionen auf den neuesten Stand bringen.
Ein 40-jähriger Mann entwickelt wenige Stunden nach der ersten Dosis des Schlafhormons Melatonin erstmals akute Suizidgedanken mit konkreter Handlungsimpulsivität, obwohl zuvor weder Suizidgedanken noch entsprechende Verhaltensweisen bestanden hatten.
Eine systematische Übersichtsarbeit liefert erstmals ein Nomogramm für die fetale Penislänge während der gesamten Schwangerschaft. Die Autoren sehen darin eine ergänzende Möglichkeit für die standardisierte pränatale Diagnostik genitaler Auffälligkeiten.
Ein Nahrungsergänzungsmittel aus einem Darmbakterium half Menschen mit Übergewicht, nach dem Abnehmen ihr neues Gewicht besser zu halten als mit einem Placebo. Das ist das Ergebnis einer Studie aus den Niederlanden.
Lipödem steht in der Diabetologie selten im Mittelpunkt. Für betroffene Patientinnen kann es jedoch konkrete Folgen haben: bei der Insulingabe, beim Tragen von Diabetestechnik und unter Kompression. Auf dem DDG-Kongress zeigte Kathi Korn, warum sich genaueres Nachfragen lohnen kann.
Manche Brustkrebszellen verschwinden unter endokriner Therapie offenbar nicht vollständig, sondern wachsen nur noch langsam weiter. Eine neue Studie liefert Hinweise darauf, warum solche Zellen dennoch metastasierungsfähig bleiben könnten. Der Befund weist auf einen bislang wenig beachteten Resistenzmechanismus hin.
Das bisher als polyzystisches Ovarialsyndrom bekannte Krankheitsbild soll künftig als „polyendocrine metabolic ovarian syndrome“ (PMOS) bezeichnet werden. Der Begriff PCOS spiegle nicht die multisystemische Pathologie wider. Die Umbenennung solle die Versorgung verbessern und Stigmatisierung reduzieren, betonen internationale Fachgesellschaften.
Alkoholeinläufe, „Eyeballing“ und alkoholgetränkte Tampons: Wenn Sie von diesen Praktiken noch nichts gehört haben und ein Glas Wein auf herkömmlichen Wege bevorzugen, sind Sie vermutlich einschlägigen YouTube-Videos noch nicht begegnet. Für die Gesundheit ist das auch besser so, wie eine aktuelle Studie nun erörtert.
Der Deutsche Verkehrssicherheitsrat (DVR) rät am „Vatertag“ zur Zurückhaltung beim Alkoholkonsum. Das Risiko für Alkoholunfälle an Himmelfahrt sei etwa dreimal so hoch wie an einem durchschnittlichen Tag ist – und damit höher als an jedem anderen Tag des Jahres. Zahlen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) würden dies belegen, teilt der DVR mit.
Die menschliche Geburt gilt häufig als einzigartig schwierig und gefährlich. Eine Analyse zeigt nun, dass viele andere Säugetiere mit ähnlichen Geburtsproblemen und Sterblichkeit konfrontiert sind.
Darmstammzellen erneuern nicht nur die Schleimhaut. Bei einer Salmonelleninfektion können sie offenbar selbst auf bakterielle Invasion reagieren. Eine Studie zeigt, wie daraus eine frühe Schutzreaktion in den Krypten entstehen könnte.
Eine aktuelle Datenauswertung für den Gesundheitsatlas offenbart eine erfreuliche Entwicklung: Die Zahl der Herzinfarkte in Deutschland ging deutlich zurück. Aber gleichzeitig zeigt die Analyse, dass dies kein Grund zum Aufatmen ist.
Die hochsensitive PSMA-PET wird zunehmend zur Standardbildgebung beim Prostatakarzinom – und scheint bereits jetzt therapeutische Konsequenzen zu haben. Eine große US-Analyse zeigt: Patienten erhalten nach PSMA-PET deutlich häufiger moderne systemische Therapien als nach konventioneller Bildgebung.
Wie Jugendliche digitale Medien nutzen, könnte für ihr Wohlbefinden wichtiger sein als die reine Gesamtdauer. Eine Querschnittstudie aus der COMPASS-Erhebung 2024 zeigt, inwieweit „Flourishing“, also positives psychosoziales Gedeihen, beeinflusst wird.
Sehbeeinträchtigungen gelten angesichts der alternden Weltbevölkerung zunehmend als relevantes Public-Health-Problem. Nun stellten Forschende fest, dass visuelle Beeinträchtigungen nicht nur die Lebensqualität verschlechtern, sondern auch die Lebensdauer verkürzen können.
Eine aktuelle Übersichtsarbeit zeigt hohe Raten von Hypogonadismus, Fertilitätsstörungen und sexuellen Dysfunktionen bei Patienten mit transfusionsabhängigen Anämien oder hereditärer Hämochromatose.
Das inflammatorische Mammakarzinom ist selten, aber klinisch besonders herausfordernd. Eine große US-Registeranalyse untersuchte, ob diese Patientengruppe von den Fortschritten der Brustkrebstherapie profitiert hat. Dabei rückt auch eine Behandlung in den Blick, die für diese Erkrankung als Standard gilt.
Das Alter bei der ersten Geburt ist relevant für die kardiovaskuläre Gesundheit der Mutter – je später die erste Entbindung, umso höher das Risiko für ernste Folgen im weiteren Leben. Das ist das Ergebnis einer großen Studie, die mehr als 45.000 Schwangerschaften analysiert hat. Ein Krankheitsbild scheint dabei eine besondere Rolle zu spielen.
Ein Schritt in Richtung regenerative Therapie bei Querschnittslähmung? Forschende aus Zürich konnten erstmals bildgebend nachweisen, wie ein experimenteller Antikörper neurologische Schäden nach Rückenmarksverletzung reduziert.
Die Koloskopie gilt als Goldstandard für die Darmkrebsvorsorge. Eine im Magazin „The Lancet“ veröffentlichte Auswertung von Langzeit-Daten erfordert einem Begleitkommentar zufolge nun „eine Neubewertung dessen, was die Koloskopie auf Bevölkerungsebene leisten kann – und was nicht.“
Etwa jede zehnte Frau im reproduktiven Alter ist von Endometriose betroffen. Eine große kanadische Kohortenstudie liefert nun Hinweise darauf, dass die Erkrankung mit einem leicht erhöhten, aber statistisch signifikanten Risiko für angeborene Fehlbildungen beim Kind verbunden sein könnte.
Wie schnell reagiert der Körper auf veränderte Ernährung und was bedeutet das für Marker des biologischen Alterns? Eine australische Interventionsstudie zeigt messbare Veränderungen altersbezogener Biomarker. Was dahintersteht, ist für die Alternsforschung ebenso relevant wie für die Ernährungsmedizin.
Können Patienten mit Depressionen von einer Behandlung mit LSD profitieren? Einer Studie zufolge führen zwei moderate bis hohe Dosen des Psychedelikums offenbar zu einer erhöhten Integrität der weißen Substanz in Hirnarealen, die typischerweise bei Depressionen Beeinträchtigungen aufweisen.
Nachdem bereits im März bestimmte Chargen von Yimmugo 100 mg/ml zurückgerufen wurden, wurde der Rückruf nun verlängert. Es sind neue Chargen betroffen.
Frauen mit Brustkrebs und gleichzeitig bestehender Adipositas oder Typ-2-Diabetes haben meist eine ungünstigere Prognose. Eine große Kohortenstudie zeigte nun, dass GLP-1-Agonisten möglicherweise mehr leisten als reine metabolische Kontrolle, sondern auch das Überleben drastisch verbessern.
Bei mit dem Antiepileptikum „Ontozry“ (Wirkstoff: Cenobamat) behandelten Patienten wurden Fälle von schwerem Leberschaden einschließlich Leberversagen berichtet. Viele dieser Fälle standen im Zusammenhang mit einer Polytherapie mit weiteren Antiepileptika. Darauf weist das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) hin.
Wenn Patienten mit Vorhofflimmern trotz laufender Antikoagulation einen ischämischen Schlaganfall erleiden, steht die weitere medikamentöse Behandlung erneut zur Diskussion. Häufig wird dann umgestellt. Eine Registeranalyse prüft nun, ob diese Praxis kurzfristig tatsächlich Vorteile bringt.
Digitalisglykoside wie Digoxin und Digitoxin gehören zu den ältesten Medikamenten der Herz-Kreislauf-Medizin. Trotz jahrhundertelanger Anwendung blieb ihr Stellenwert in der modernen Herzinsuffizienztherapie zuletzt jedoch unklar. Aktuelle Studien ziehen nun ein positives Fazit.
Urologische Tumoren metastasieren meist in Lymphknoten, Lunge, Leber oder Knochen. Deutlich seltener treten Absiedlungen in Regionen wie Herz, Hand, Schädelknochen, Penis oder Tonsillen auf. Eine aktuelle Fallserie veranschaulicht nun einige dieser seltenen Befunde.
Erdnussallergien zählen zu den häufigsten und potenziell gefährlichsten Nahrungsmittelallergien im Kindesalter. Forschende erprobten nun eine sehr langsame – und schmackhafte – Methode zur Toleranzentwicklung, die hochsignifikante Ergebnisse zeigte.
Kinder lernen früh zu helfen, aber nicht überall unter denselben Bedingungen. Eine aktuelle Studie untersucht, wie Mütter ihre Kleinkinder zum Helfen anleiten. Helfen beginnt früh – doch was Kinder dabei lernen, kann je nach Umfeld verschieden sein.
Eine histopathologische Untersuchung der Plazenta kann nützliche Informationen liefern. Bisher fehlten allerdings Richtlinien für eine standardisierte Plazentabegutachtung. Eine neue Leitlinie soll diese Lücke schließen. Sie nennt auch Indikationen, bei denen eine Plazentadiagnostik sinnvoll ist.
Eine neue Analyse aus England stellt die gängigen Grenzwerte von 140/90 mmHg zur Blutdrucksenkung bei Schwangerschaftshypertonie infrage. Wie tief sollte man den Blutdruck senken, um eine Präeklampsie zu verhindern und macht das noch Sinn?
Ein 72-jähriger Mann mit metastasiertem kastrationsresistentem Prostatakarzinom entwickelt kurz nach Beginn einer Kombinationstherapie mit Relugolix und Abirateron ein schweres akutes Nierenversagen – eine Folge der Therapie oder spielt ein Statin eine weitere Rolle?
Neurologische Ereignisse erschweren die Operationsplanung bei infektiöser Endokarditis erheblich. Eine retrospektive Analyse legt nun nahe, dass vor allem die Art der Komplikation für Prognose und Timing entscheidend ist.
Bei Patienten mit neuer Mpox-Infektion sollte keine Behandlung mit Tecovirimat SIGA (Tecovirimat-Monohydrat) begonnen werden. Das teilt die Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ) in einem aktuellen Rote-Hand-Brief mit. Klinische Studien belegen eine „mangelnde Wirksamkeit“.
Bei Patienten mit Herzinsuffizienz könnte nicht allein das Körpergewicht, sondern vor allem die Fettverteilung entscheidend für die Prognose sein. Darauf deuten neue Daten hin, die auf dem Kongress Heart Failure 2026 in Barcelona vorgestellt wurden und das Bild der „Lemon-on-sticks“ zeichnen.
Beim akuten ischämischen Schlaganfall richtet sich der Blick oft auf noch potenziell erholungsfähiges Hirngewebe. Eine aktuelle Studie lenkt ihn nun auf den Infarktkern. Dort könnte eine veränderte Durchlässigkeit der Blut-Hirn-Schranke Hinweise darauf geben, warum der Verlauf trotz Rekanalisation ungünstig bleibt.
Krankhafte Gefäßneubildungen sind eine zentrale Ursache für Erblindung bei Diabetes und Makuladegeneration. Mannheimer Forschende haben nun einen neuen Mechanismus entdeckt, der zielgerichtete Therapien ermöglichen könnte.
Nach dem Hantavirus-Ausbruch auf einem Kreuzfahrtschiff sind vier deutsche Passagiere nach Deutschland gebracht worden. In Frankfurt sollen sie untersucht und dann zur Quarantäne in die jeweiligen Bundesländer gebracht werden.
Linsen, Bohnen, Kichererbsen und Tofu gelten als günstige pflanzliche Proteinquellen. Eine aktuelle Metaanalyse untersucht, ob ihr regelmäßiger Verzehr auch mit dem Neuauftreten einer Hypertonie zusammenhängt. Die Auswertung zeigt, dass dabei nicht nur die Lebensmittelauswahl, sondern auch die Menge relevant sein könnte.
Auch unter Allgemeinanästhesie bleibt das Gehirn nicht völlig abgeschaltet. Eine aktuelle Studie zeigt, dass der Hippocampus weiterhin auf Töne und gesprochene Sprache reagiert und dabei neuronale Plastizität zeigt. Die Befunde werfen eine Grundfrage auf: Wie viel Verarbeitung ist ohne Bewusstsein möglich?
Der Mann stellt sich mit seit einem Monat progredienten Schluckbeschwerden und Fremdkörpergefühl im Hals in einer HNO-Abteilung vor. Dyspnoe besteht nicht.