Druckinduzierte Dystonie bei einer 35-Jährigen
Die Frau stellt sich mit seit dem 12. Lebensjahr bestehenden, anfallsartigen dystonen Episoden vor, die sich zuverlässig durch leichten Druck auf den rechten Arm auslösen lassen.
Die Frau stellt sich mit seit dem 12. Lebensjahr bestehenden, anfallsartigen dystonen Episoden vor, die sich zuverlässig durch leichten Druck auf den rechten Arm auslösen lassen.
Ohrgeräusche haben viele mögliche Auslöser. Bei Cannabis war die Spur bislang uneindeutig. Eine große Kohortenstudie bringt nun neue Bewegung in eine widersprüchliche Debatte.
Ein 30-jähriger Mann stellt sich mit starken Schmerzen, zunehmender Schwellung, Hautveränderungen und eingeschränkter Sexualfunktion in einer Notaufnahme vor – ein Opfer offensichtlicher Falschinformation aus dem Internet.
Ein Forschungsteam der Uni Köln hat einen neuen Therapieansatz gegen besonders aggressiven Bauchspeicheldrüsenkrebs identifiziert. Der Ansatz nutzt eine genetische Mutation aus, um dessen Zellen für das Immunsystem wieder angreifbar zu machen.
Es ist bekannt, dass akute Sars-CoV-2-Infektionen spätere kardiovaskuläre Komplikationen verursachen können. Weniger klar war bislang jedoch, ob Covid-19 auch langfristige, subklinische Herzmuskelschäden begünstigt. Und ob vorerkrankte Herzen anfälliger für eine Infektion sind.
Beim größten Augenarztkongress Deutschlands diskutieren in diesem Jahr rund 7.000 Ärztinnen und Ärzte die Zukunft der Augenchirurgie. Im Fokus stehen Innovationen von der Kataraktchirurgie bis zur digitalen Augenheilkunde.
Nach einer Kataraktoperation bleibt bei manchen Patienten mehr zurück als eine neue Linse: Trockene, gereizte Augen können den Alltag deutlich beeinträchtigen. Eine randomisierte Studie hat nun untersucht, ob gezielte Lachübungen die Beschwerden lindern können.
Wenn Kinder stark erhöhte Cholesterinwerte haben, werden sie – meist aus Sorge vor Nebenwirkungen – nicht immer mit Statinen behandelt. Nun bestätigt eine neue Langzeitstudie, dass ein früher Therapiebeginn jedoch positive Auswirkungen auf das kardiovaskuläre Risiko im gesamten Leben hat.
Auf dem 68. Kongress der Deutschen STI-Gesellschaft ging es u. a. auch um aktuelle Entwicklungen zur therapeutischen HPV-Impfung – und diese könnten nun sogar den Weg in die klinische Phase ebnen.
Neue digitale Konzepte verändern den gesamten (prä- und postoperativen) Versorgungspfad. Darauf weist Prof. Rüdiger Eisenhart-Rothe vom Klinikum Rechts der Isar anlässlich des 28. AE-Kongresses in München hin. Denn: Nicht nur die Qualität im Operationssaal entscheide über den Behandlungserfolg.
Der Junge steht wegen persistierender Blasendysfunktion und hoher Restharnmengen in urologischer Betreuung. Während einer Zystoskopie finden die Ärzte braune Ablagerungen an der Blasenhinterwand – ein seltener Zufallsbefund.
Können subtile Veränderungen der Herzstruktur und -funktion auf ein erhöhtes Risiko für die Entwicklung bestimmter Krebsarten Jahre später hindeuten? Einer nun veröffentlichten Studie zufolge ja.
Die rasante Verbreitung großer Sprachmodelle wirft zunehmend die Frage auf, ob deren Nutzung langfristige Auswirkungen auf die kognitive Gesundheit haben könnte. Eine aktuelle Analyse diskutiert mögliche Mechanismen – mit offenem Ausgang.
Menstruationstassen gelten als nachhaltige Alternative zu Tampons und Binden. Doch wie wirken sie sich auf die vaginale Gesundheit aus? Eine aktuelle Metaanalyse liefert neue Daten zu Infektionen, bakterieller Vaginose und vaginalem Mikrobiom, die für die Silikoncups sprechen.
Erbrechen während eines Migräneanfalls gilt klassisch als belastendes Begleitsymptom. Manche Patienten beschreiben jedoch einen anderen Verlauf. Eine italienische Studie hat untersucht, welche Rolle Erbrechen im Schmerzgeschehen einer Migräneattacke spielen könnte.
Es sah so harmlos aus: Ein junger Mann aus einer sehr ländlichen Gegend verletzt sich am Ohr, schenkt der wenige Millimeter großen Verletzung jedoch zunächst keine Beachtung. Als sich die Wunde schließlich entzündet und er eine Kiefersperre entwickelt, stellt er sich doch in einer Klinik vor.
Viele Familien bleiben heute nicht nur per Nachricht, sondern auch per Standortanzeige verbunden. Eine aktuelle Elternbefragung zeigt, wie selbstverständlich diese digitale Nähe geworden ist. Doch was als Sicherheitsnetz gedacht ist, kann schnell zur heiklen Grenzfrage werden.
Der Nachweis von Ebolaviren in Patientenmaterial erfolgt in der Regel mittels Polymerase-Kettenreaktion (PCR). Das Robert Koch-Institut weist nun auf Test-Protokolle für Bundibugyo-Virus-RNA hin, die alternativ zu kommerziell erhältlichen Reagenzien genutzt werden können.
Abnehmen mit Whole-Body Vibration (WBV) klingt zu schön, um wahr zu sein: Man stellt sich auf eine Plattform, die vibriert, und schon purzeln die Pfunde. Eine aktuelle randomisierte Studie zeigt nun, ob das wirklich funktioniert. Um es vorwegzunehmen: teilweise.
Pharyngeale Infektionen mit „Neisseria gonorrhoeae" rücken zunehmend in den Fokus. Eine am Robert Koch-Institut durchgeführte Analyse lieferte nun erste Hinweise auf prädiktive Faktoren, welche die Studienautoren auf dem 68. Kongress der Deutschen STI-Gesellschaft in Berlin vorstellten.
Der umfangreiche klinische Datensatz AREDS2 eröffnet neue Perspektiven für das Verständnis der altersabhängigen Makuladegeneration und deren Progression.
Ein 56-jähriger Mann stellt sich mit seit zwei Tagen progredienten Schmerzen im Genitalbereich und reduziertem Allgemeinzustand vor. In der Anamnese berichtet er über ungeschützten oralen Geschlechtsverkehr vier Tage zuvor – nach anfänglicher Fehleinschätzung eskaliert die Lage rasch.
Die interdisziplinäre S3-Leitlinie „Endometriumkarzinom“ wurde zum vierten Mal aktualisiert. Neue Empfehlungen betreffen die Prävention, die Früherkennung und Diagnostik, die operative Therapie, die Strahlentherapie, die adjuvante medikamentöse Therapie und auch den Themenkomplex „Nachsorge/Rezidiv/Metastasen“.
Eine 7-jährige Patientin fällt im Rahmen einer schulischen Vorsorgeuntersuchung durch eine beidseitige Hörminderung auf und stellt sich zur weiteren Abklärung vor. Offenbar handelt es sich sogar um eine familiäre Störung.
Bei der Transplantation von Blutstammzellen nicht verwandter Spender kann Anti-T-Lymphozyten-Globulin (ATLG) zur Prophylaxe der Graft-versus-Host-Erkrankung (GvHD) Komplikationen und die infekt-bedingte Sterblichkeit reduzieren. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Studie („GRAPPA“).
Viele Patienten mit Heuschnupfen kennen die Standardtherapie - und suchen dennoch nach zusätzlichen Möglichkeiten, ihre Beschwerden besser zu kontrollieren. Eine randomisierte Studie untersuchte nun, ob moderates Ausdauertraining bei persistierender allergischer Rhinitis Beschwerden lindert und objektive Atemwegsparameter verbessert.
Menschen mit niedrigem sozioökonomischem Status haben es nicht nur finanziell und oft auch gesundheitlich schwerer im Leben – ihre Gene speichern den Zustand ab. Mit Folgen für das weitere Leben und ihr biologisches Alter.
Nach einem akuten Koronarsyndrom stehen meist Blutdruck, Cholesterinwerte und Medikamente im Fokus. Das Körpergewicht wird zwar routinemäßig erfasst, Veränderungen im Verlauf aber selten als prognostischer Faktor betrachtet. Eine Schweizer Kohortenstudie hat nun untersucht, welche Bedeutung dies für die langfristige Prognose hat.
Ein Frühchen der 24. Schwangerschaftswoche erhält aufgrund einer Reihe von Sicherheitsmängeln versehentlich die zehnfache Menge Paracetamol. Die Autoren des Fallberichts berichten im Fachmagazin Cureus, wie es dem Kind anschließend erging und welche Konsequenzen sie aus den Fehlern zogen.
Er wird von den einen verteufelt und negiert, von anderen geliebt und bewundert: der Po. Dass dieser Körperbereich weit mehr ist als bloßes Sitzfleisch und „Ausscheidungsorgan" machte Frau Dr. Caterina Schulte-Eversum dem gebannt lauschenden Auditorium beim 68. Kongress der Deutschen STI-Gesellschaft bewusster.
Wenn Menschen ein hohes Alter erreichen, erfahren sie die Schattenseiten der natürlichen Selektion. Denn der Auswahlprozess, der die Evolution vorantreibt, belohnt biologische Prozesse, die den Fortpflanzungserfolg in jüngeren Jahren steigern. Wenn die Kinder aus dem Haus sind, ist das egal: Dann treten die Folgen von Mutationen zutage, deren schädliche Wirkung spät einsetzt.
Faultiere sind die langsamsten Säugetiere der Welt. Ein Forschungsteam hat nun erstmals das Genom des Zweifinger-Faultiers analysiert und dabei genetische Ursachen für ihren langsamen Metabolismus aufgedeckt. Das könnte auch das Verständnis von Stoffwechselerkrankungen und Alterungsprozessen beim Menschen verbessern.
Routine wirkt oft, als werde sie über viele Wiederholungen langsam eingeschliffen. Eine aktuelle Arbeit zeichnet nun einen anderen Verlauf nach. Demnach könnte der entscheidende Wechsel nicht schleichend entstehen, sondern innerhalb weniger Momente erfolgen.
Viele Patienten mit Psoriasis berichten nicht nur über Juckreiz und Brennen der Haut, sondern auch über chronische Schmerzen. Meist rückt dann die Psoriasisarthritis in den Fokus. Eine große Bevölkerungsstudie zeigt nun, warum dieser Blick allein möglicherweise nicht ausreicht.
Eine 44-jährige Frau stellt sich mit Haarausfall, aphthösen Schleimhautveränderungen im Mund sowie flächigen Hautveränderungen am Stamm und an den Füßen vor. Die Symptomlage ist eindeutig, die Sexualanamnese bleibt jedoch ohne konkrete Risikokonstellation.
Eine Frau bringt ein gefährliches Reisesouvenir aus Vietnam mit: Unmittelbar nach ihrer Rückkehr in Deutschland entwickelt sie hohes Fieber und muss intensivmedizinisch behandelt werden. Grund ist eine Infektion, die hierzulande bisher lediglich elfmal diagnostiziert wurde.
Eine 66-jährige Patientin aus Eritrea stellt sich in Deutschland mit einer seit Jahren progredienten Hautveränderung im Bereich des Nasenrückens vor – eine Diagnose wird erst spät gestellt, offenbar machte u. a. das dunkle Hautbild dabei Probleme.
Die intrakapsuläre Tonsillektomie hat viele Vorteile wird bei Kindern zunehmend eingesetzt. Eine aktuelle Studie aus einem kinderchirurgischen Zentrum hat untersucht, ob das Risiko steigt, wenn Ärzte in Weiterbildung operieren.
Die EU-Chemikalienbehörde ECHA stuft die PFAS-Verbindung Trifluoressigsäure (TFA) nun auch als fortpflanzungsschädigend ein. Zu dieser Bewertung der „Ewigkeits-Chemikalie“ ist der Risiko-Prüfungsausschuss der EU-Behörde laut verschiedenen Medienberichten gekommen.
Die Zahl geplanter Freigeburten ohne professionelle Geburtsbegleitung nimmt international zu. Angesichts möglicher Risiken plädieren Autoren eines Beitrags für eine klare Unterscheidung zwischen Freigeburten und professionell begleiteten Hausgeburten. Ärztinnen und Ärzte seien verpflichtet, evidenzbasiert über Risiken aufzuklären.
Müdigkeit ließ sie sich bislang nicht direkt und objektiv in Körperflüssigkeiten messen. Einem Team der Uni Zürich ist es nun gelungen, Schlafmangel anhand von Stoffwechselveränderungen im Speichel nachzuweisen. Die Methode könnte dazu beitragen, die Sicherheit im Straßenverkehr zu erhöhen.
Das West-Nil-Virus hat sich in Berlin offenbar dauerhaft etabliert. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Untersuchung der Berliner Charité. Die Forschenden fanden überraschend hohe Infektionsraten bei heimischen Stechmücken – an durchaus ungewöhnlichen Orten.
Ältere Menschen mit Gehschwierigkeiten profitieren von Krafttraining - beginnen es aber oft gar nicht erst. Lange Programme sind für viele zu aufwendig oder körperlich zu belastend. Eine randomisierte Studie zeigt nun, dass auch ein sehr kurzes Heimtraining messbare Effekte haben kann.
Die Zahl der HIV-Neudiagnosen mit bereits vorhandenen Resistenzen steigt in Deutschland seit Jahren an. Doch trotz dieses Trends geben aktuelle Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) vorerst Entwarnung: etablierte Erstlinientherapien bleiben in den meisten Fällen wirksam.
Ein neuer Player im Game? Der duale Glukagon-/GLP-1-Rezeptoragonist Survodutid könnte das Spektrum der medikamentösen Adipositasbehandlung erweitern. Eine kürzlich veröffentlichte Studie zeigte einen deutlichen Gewichtsverlust – und darüber hinaus einen weiteren Vorteil.
Antibiotika gelten als möglicher Einflussfaktor auf das intestinale Mikrobiom. Ob frühere Antibiotikagaben auch mit einem späteren Zöliakierisiko zusammenhängen, ließ sich bisher nicht eindeutig einordnen. Eine große Registerstudie aus Schweden prüfte dies nun mit mehreren Vergleichsgruppen.
Steigende Infektionszahlen, neue Präventionsstrategien und kontroverse gesellschaftliche Debatten stellen die sexuelle Gesundheit derzeit vor große Herausforderungen. Darauf weist der 68. Kongress der Deutschen STI-Gesellschaft in Berlin hin und möchte Lösungen anbieten.
Angstsymptome sind weit verbreitet und reichen von einer angepassten Reaktion auf Bedrohungen bis hin zu klinisch relevanten Angststörungen. Eine internationale Forschungsgruppe hat nun die bislang größte Anzahl genetischer Ursachen von Angst und ihren Zusammenhang mit anderen Erkrankungen gefunden.
Genetische Tests können Menschen mit einem erhöhten Risiko für erbliche Herzmuskelerkrankungen identifizieren. Eine internationale Studie unter Leitung von Forschenden der Uniklinik Eppendorf (UKE) in Hamburg zeigt nun, dass diese genetischen Informationen konkrete therapeutische Konsequenzen haben können.
Menschen mit einer leichten kognitiven Beeinträchtigung - „Mild Cognitive Impairment“ (MCI) - haben ein erhöhtes Demenzrisiko. Smartphone- oder Tablet-basierte Gedächtnistests könnten diesen schleichenden Prozess schneller erfassen als herkömmliche Untersuchungen. Das zeigt eine aktuelle Studie.