Assistierte Selbsttötung einer 72-Jährigen mit Heroin?
Die Frau wird leblos in ihrer Wohnung aufgefunden. Sie liegt in Rückenlage auf einer Matratze, ist leicht bekleidet und mit einer Decke zugedeckt. Zwei Notizzettel führen auf eine heiße Spur.
Die Frau wird leblos in ihrer Wohnung aufgefunden. Sie liegt in Rückenlage auf einer Matratze, ist leicht bekleidet und mit einer Decke zugedeckt. Zwei Notizzettel führen auf eine heiße Spur.
Ob Antihypertensiva neuroprotektiv wirken können, ist seit Längerem Gegenstand der Forschung. Eine britische Studie untersuchte nun, ob sich Sartane und ACE-Hemmer bei Alzheimer-typischen Hirnveränderungen unterscheiden. Die Ergebnisse liefern dazu neue Hinweise.
Tätowierfarben gelangen nach dem Stechen rasch in das Lymphsystem und reichern sich in den Lymphknoten an – mit messbaren Folgen für das Immunsystem. Das ergab eine experimentelle Studie aus der Schweiz, in der tätowierte Mäuse geimpft wurden. Je nach Vakzin fiel die Reaktion unterschiedlich aus.
Patienten mit geräte-detektiertem Vorhofflimmern haben im Vergleich zu EKG-diagnostiziertem Vorhofflimmern ein eher geringes Schlaganfallrisiko. Eine neue Analyse der NOAH – AFNET 6 legt jedoch nahe, dass die Nierenfunktion das kardiovaskuläre Risiko in dieser Gruppe maßgeblich mitbestimmt.
Ein Schädel-Hirn-Trauma im Kindesalter kann Folgen haben, die über die Akutversorgung deutlich hinausreichen. Eine US-Analyse lenkt den Blick nun auf Beschwerden, die im klinischen Alltag leicht in den Hintergrund geraten – und auf einen Faktor, der ihren Verlauf möglicherweise mitprägt.
Mit dem Ziel, die Versorgung von Betroffenen nachhaltig zu verbessern, haben zwei Fachgesellschaften – die DGPPN und die DGPM - ein Positionspapier zum Post-COVID-Syndrom veröffentlicht und klare Forderungen an Medizin und Politik gestellt.
Ein Mann Mitte 50 mit terminaler Niereninsuffizienz unter Peritonealdialyse stellt sich einen Tag nach einer COVID-19- und Influenzaimpfung in der Notaufnahme vor. Er berichtet über Fieber, Myalgien und Kopfschmerzen. Respiratorische Beschwerden verneint er.
Die Deutsche Fachgesellschaft für Reisemedizin (DFR) empfiehlt, Reisende ohne vorangegangene Denguefieber-Infektion nicht mehr per se von einer Impfung gegen Denguefieber auszunehmen. Damit stellt sie sich gegen die aktuelle Empfehlung der STIKO aus dem Jahr 2023.
Erhöhte Blutdruckwerte sind auch in jungen Jahren kein belangloser Befund. Eine norwegische Studie hat untersucht, welche Bedeutung Blutdruckwerte junger Erwachsener für das spätere kardiovaskuläre Risiko haben. Dabei wurden auch mögliche Unterschiede zwischen Frauen und Männern analysiert.
Die Diagnose eines primären Sjögren-Syndroms ist nicht immer schnell gestellt, da die Krankheitsprogression individuell unterschiedlich verläuft. Die Tränendrüsen sind jedoch meist früh betroffen und könnten laut einer neuen Studie zur Frühdiagnostik herangezogen werden.
Schlafstörungen gelten bei Morbus Parkinson bislang vor allem als frühe nicht motorische Zeichen. Eine finnische Langzeitstudie liefert nun Hinweise, dass diese Sicht zu kurz greifen könnte. Im Mittelpunkt steht dabei nicht die Schlafdauer, sondern die Schlaflosigkeit.
Die Bedeutung von Entzündungsprozessen bei der Atherosklerose rückt zunehmend in den Fokus der kardiovaskulären Forschung – und damit auch die gezielte anti-inflammatorische Therapie. Auf der Jahrestagung der DGK wurde die Rolle von Colchicin beleuchtet und praxisnahe Empfehlungen diskutiert.
Der Patient stellt sich mit einer leichten Lockerung des oberen rechten Eckzahns und gelegentlichen Schwellungen vor. Eine bipolare Störung als Vorerkrankung steht unter medikamentöser Kontrolle, während er weitere Risikofaktoren wie Rauchen oder Alkoholkonsum verneint.
Eine „bislang unbekannte Funktion“ eines Proteins beschreiben Forschende des Deutschen Instituts für Ernährungsforschung. Das Protein reagiert sensibel auf körperliche Aktivität und auf intermittierendes Fasten und soll auch bei der Bildung neuer Muskelfasern „eine entscheidende Rolle“ spielen.
Umfassende, molekulare Diagnostik könnte Patienten mit dem seltenen Weichteilsarkom DSRCT künftig deutliche bessere Überlebenszeiten ermöglichen. In einer Studie des DKFZ in Heidelberg konnten neue Ansätze die Krankheit überraschend lange aufhalten.
Mitochondriale DNA-Depletionssyndrome gehören zu den seltenen, aber schwer verlaufenden genetischen Erkrankungen. Eine aktuelle Untersuchung zeigte nun, dass bei betroffenen Patienten auch die Telomerlänge systematisch verändert ist.
Herzinsuffizienz tritt häufig bei Menschen auf, bei denen im Rahmen eines Screenings Vorhofflimmern festgestellt wurde. Dies geht aus einer Studie aus Schweden hervor, auf die die European Society of Cardiology (ESC) in einer Pressemitteilung hinweist.
Per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen sind wegen ihrer Umweltpersistenz seit Jahren im Fokus. Eine große schwedische Registerstudie ist nun der Frage nachgegangen, ob eine Belastung bereits vor der Geburt die spätere Atemwegsgesundheit von Kindern beeinflussen könnte.
Ein Fallbericht aus dem Fachmagazin „Nature" erweitert das Verständnis möglicher Heilungsmechanismen bei HIV. Erstmals wird eine langanhaltende, therapiefreie Remission nach allogener Stammzelltransplantation beschrieben, obgleich keine vollständige genetische Resistenz gegen HIV vorliegt.
Was hat Intelligenz mit der politischen Einstellung zu tun? Eine nun im Fachjournal „Intelligence“ publizierte Studie aus Deutschland hat das untersucht. Demnach sind hochbegabte Männer - anders als Frauen - weniger konservativ als durchschnittlich begabte.
Die Eradikation von Helicobacter pylori scheitert im Alltag nicht nur an Resistenzen, sondern wird auch durch die Verträglichkeit der Therapie erschwert. Eine große europäische Registerstudie hat nun untersucht, ob ein häufig eingesetztes Probiotikum hier einen Unterschied macht.
Erwachsene, die noch nie verheiratet waren, haben ein deutlich höheres Risiko, an Krebs zu erkranken. Zu diesem Schluss kommt eine Studie aus den USA. Das erhöhte Risiko erstrecke sich „auf fast alle wichtigen Krebsarten“ und sei besonders ausgeprägt bei „vermeidbaren Krebserkrankungen“.
Ein 46-jähriger Mann wird mit akutem Delir, expressiver Aphasie und aggressivem Verhalten gegen sein Umfeld in eine Klinik eingeliefert. Alle Zeichen stehen auf Enzephalitis, doch eine Ursache wird so schnell nicht gefunden. Erst bei Wiederholung der Liquorpunktion zeigt sich der Erreger, der sich statt in der Lunge lieber lokal im Gehirn des Patienten ausbreitete.
Die Atmung ist beim Laufen weit mehr als ein automatischer Begleitprozess – sie beeinflusst Leistungsfähigkeit, Laufökonomie und subjektives Belastungsempfinden maßgeblich. Ein österreichisches Forschungsteam hat nun ein intelligentes Kleidungsstück entwickelt, das Läuferinnen und Läufer in Echtzeit bei der Atemsteuerung unterstützt.
Ein paar Milligramm Testosteron mehr für den Bizeps. Was im Gym nach schneller Optimierung aussieht, entpuppt sich laut einer aktuellen Studie als verlässlicher Weg ins endokrine Chaos und zur fragilen Psyche. Muskelaufbau war selten so effektiv – und gesundheitlich so teuer.
Das Hören von einminütigen Tonaufnahmen aus Wäldern wirkt sich positiv auf das kurzfristige Wohlbefinden von Menschen aus. Insbesondere dann, wenn die Aufnahmen aus heimischen Wäldern stammen. Dies ist das Ergebnis einer Studie unter der Leitung des Deutschen Zentrums für integrative Biodiversitätsforschung an der Uni Jena.
Die Patientin stellt sich mit seit über zehn Jahren bestehenden Hautveränderungen an den Unterschenkeln vor. Die Läsionen hatten zunächst am linken Bein begonnen, im Verlauf von fünf Jahren waren weitere, teils juckende Herde hinzugekommen.
Für viele Krebspatienten bleibt ihre Erkrankung abstrakt – beschrieben in Zahlen und Befunden, aber ohne greifbares Bild. Werden diagnostische Bilder jedoch gemeinsam besprochen, kann das Verständnis sowie das Gefühl von Orientierung und Vertrauen deutlich zunehmen.
Eine große Real-World-Analyse ging der Frage nach, wie es um die Hypertonieversorgung in Deutschland steht. Vorgestellt wurden die Daten bei einer Postersession auf der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie. Die Ergebnisse zeigen klar: Es gibt noch viel zu tun.
Seit dem ersten April können sich starke Raucherinnen und Raucher in Deutschland einem Lungenkrebsscreening unterziehen. Eine große Kohortenstudie aus China stellt nun jedoch die bisherigen Auswahlkriterien für das Lungenkrebs-Screening infrage. Vorgestellt wurden die Ergebnisse in Kopenhagen beim European Lung Cancer Congress 2026.
Ein 15-jähriger Junge stellt sich in der Notaufnahme mit Status epilepticus infolge einer Niereninsuffizienz vor. Bereits bei Aufnahme zeigt sich ein schwer beeinträchtigter Allgemeinzustand mit Bewusstseinsstörung, Hypertonie, Tachykardie und generalisierten Ödemen.
Wie kann das Gehirn stabile Erinnerungen bewahren, wenn sich die physischen Strukturen, die diesen Erinnerungen zugrunde liegen, ständig verändern? Forschende aus Hamburg, Mannheim und Heidelberg haben zwei Wochen lang einzelne Synapsen im Gehirn verfolgt und dabei Erkenntnisse zu einem „der hartnäckigsten Rätsel der Neurowissenschaften“ gewonnen, die sie an eine Ameisenstraße erinnern.
Thiaziddiuretika gelten als bewährte Standardtherapie bei Hypertonie. Eine große Kohortenstudie hat nun untersucht, in welchen Alters- und Geschlechtsgruppen unter dieser Behandlung ein erhöhtes Hyponatriämierisiko besteht. Dabei zeigten sich deutliche Unterschiede.
Die Uni Greifswald nennt es eine „Revolution in der Notfallmedizin“: Ein Forschungsteam der Ostsee-Universität hat ein universell einsetzbares Blutplasma für alle Blutgruppen entwickelt. Das Paul-Ehrlich-Institut als Bundesoberbehörde für Arzneimittel habe das Verfahren nun zugelassen, so die Uni.
Eine zentrale Frage nach Katheterablation bei Vorhofflimmern stellt sich immer wieder: Welches Antikoagulans sollte eingesetzt werden? Oder kann man sogar darauf verzichten? Diesbezüglich wurde eine Studie aus dem vergangenen Jahr auf der Jahrestagung der DGK vorgestellt und beinahe leidenschaftlich diskutiert.
Seit Februar 2026 werden nach mehr als 30 Jahren wieder Fälle der Newcastle-Krankheit in Geflügelbetrieben in Deutschland registriert. Betroffen sind aktuell Betriebe in Brandenburg und Bayern. Das Robert-Koch-Institut informiert nun über die Krankheit und das Risiko für Menschen.
Herzrhythmusstörungen in der Schwangerschaft gelten meist zunächst als kardiologisches Problem. Eine Metaanalyse hat die damit verbundenen perinatalen Risiken genauer untersucht. Dabei zeigten sich je nach Arrhythmieform deutliche Unterschiede beim maternalen und perinatalen Outcome.
Für die Behandlung von Blasenkrebs, kleinzelligem Lungenkrebs, Plattenepithelkarzinomen der Speiseröhre sowie für Kinder mit BCP-ALL, Jugendliche mit Melanom und bestimmte Formen von Schilddrüsenkarzinomen gibt es bald neue medikamentöse Therapieoptionen.
Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) weist in einem Rote-Hand-Brief auf ein kardiovaskuläres Risiko durch das Kombi-Präparat Mysimba (Wirkstoffe: Naltrexon/Bupropion) hin.
Ein älterer Mann wird mit Fieber und Atemnot in eine Klinik eingewiesen. Das Thoraxröntgen zeigt eine pulmonale Stauung, aber auch einen weiteren auffälligen Befund, der eine sofortige Intervention notwendig macht. Ein Fallbericht, vorgestellt auf der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie.
Nicht nur das aktuelle Gewicht könnte für das kardiovaskuläre Risiko relevant sein. Eine große Kohortenanalyse lenkt den Blick auf die Frage, welche Bedeutung die über Jahre entstandene Belastung hat. Auffällig waren dabei vor allem die Befunde in jüngeren Altersgruppen.
Süßstoffe sind in aller Munde - in Proteinriegeln, Süßgetränken und verarbeiteten Lebensmitteln. Sie gelten als gesund, doch neuen Studien zufolge liegt offenbar genau das Gegenteil vor. Gerade ohnehin kardiovaskulär gefährdete Personen sollten Süßstoffe unbedingt meiden, so das Fazit von Dr. Marco Witkowski von der Charité Berlin.
Welcher Lipidmarker eignet sich am besten zur Steuerung der Primärprävention? Eine Simulationsstudie zeigt: Apolipoprotein B (ApoB) könnte gegenüber LDL-C und non–HDL-C die kosteneffizienteste Strategie sein.
Die Grenzfläche zwischen mütterlichem Gewebe und Plazenta ist entscheidend für eine regelrechte Schwangerschaft. Eine neue Arbeit zeigt, wie komplex diese Übergangszone aufgebaut ist. Dabei rücken Zellzustände in den Blick, die für Präeklampsie, Frühgeburt oder Fehlgeburt relevant sein könnten.
Akuter Schwindel in der Notaufnahme stellt klinisch eine erhebliche diagnostische Herausforderung dar. Eine aktuelle Kohortenstudie aus Norwegen zeigt nun, dass steigende Fallzahlen und beschleunigte Abläufe auch mit zunehmender Übertherapie einhergehen.
Die flächendeckende Testung asymptomatischer Patienten auf SARS-CoV-2 war ein zentrales Instrument der Pandemiebekämpfung. Eine große Kohortenstudie aus dem Universitätsspital Basel zeigt nun, dass ihr diagnostischer Nutzen jedoch stark von der epidemiologischen Lage abhängt.
Neurodermitis kann den Alltag von Kindern und Jugendlichen in vielerlei Hinsicht belasten. Umso naheliegender ist die Sorge, dass sich Juckreiz, Schlafstörungen oder psychosoziale Belastungen auch in der Schule niederschlagen. Eine große Analyse aus zwei Ländern ist dieser Frage nun nachgegangen.
Vitamin-D-Spiegel gelten seit Längerem als möglicher Einflussfaktor auf die kognitive Gesundheit im Alter. Eine aktuelle Kohortenstudie lenkt den Blick nun auf die frühe Lebensmitte als mögliches Zeitfenster für eine frühe Risikomodifikation.
Forschende der Universitätsmedizin Mainz haben einen neuen Ansatz zur Behandlung der akuten myeloischen Leukämie (AML) identifiziert. Hierfür lösten sie in den Krebszellen eine Reaktion aus, die wie eine „schwere Grippe“ auf die Krebszellen wirkte.
Der persistierende Ductus arteriosus (PDA) ist eine der am häufigsten gestellten Diagnosen bei Frühgeborenen. Eine neue Leitline – jetzt auf S2e- statt S2k-Niveau – bringt nun alles Wichtige zur Diagnostik und Therapie auf den neuesten Stand.