Drei Monate Reizhusten: Die Ursache steckte im Hals
Eine Frau mittleren Alters stellt sich mit einem seit drei Monaten bestehenden trockenen Reizhusten vor. Vorausgehende respiratorische Infekte oder relevante Vorerkrankungen verneint sie.
Eine Frau mittleren Alters stellt sich mit einem seit drei Monaten bestehenden trockenen Reizhusten vor. Vorausgehende respiratorische Infekte oder relevante Vorerkrankungen verneint sie.
Bei Rückenschmerzen oder anderen Schmerzen am Bewegungsapparat führen Röntgen- oder MRT-Untersuchungen nicht immer zu besseren Diagnosen. Ein an der Uni Marburg entwickeltes mehrstufiges Konzept mit einem multimedialen Training für Hausärzte soll nun Überdiagnostik bei der Bidgebung vermeiden und eine präzisere Entscheidungsfindung fördern.
Impfungen in der Schwangerschaft haben die Mortalität und Morbidität von Mutter und Kind deutlich senken können. Entsprechend wächst die Zahl der empfohlenen Vakzinen kontinuierlich. Eine große Studie aus Australien hat nun untersucht, ob simultane Impfungen in der Schwangerschaft sicher sind.
Offenbar gibt es vier unterschiedliche Subtypen von Leukämie-Stammzellen: Diese Vielfalt könnte erklären, warum eines der wichtigsten Medikamente zur Behandlung der akuten myeloischen Leukämie (AML) bei manchen Patienten nicht ausreichend wirkt oder an Wirksamkeit verliert.
Eine geschlechtsangleichende Vaginoplastik kann bei trans Frauen mit einer leichten Verschlechterung von Symptomen einer überaktiven Blase einhergehen. Besonders betroffen scheinen ältere Patientinnen zu sein.
Seit März haben sich zehn Menschen in vier Krankenhäusern in Deutschland mit Ralstonia mannitolilytica infiziert. Das teilt das Robert Koch-Institut (RKI) mit. R. mannitolilytica ist ein gramnegatives Bakterium und opportunistisch pathogen. Infektionen treten vorwiegend bei Immunsuppression auf.
13 Jahre nach der Erstveröffentlichung einer Leitlinie zur Behandlung aneurysmatischer Subarachnoidalblutungen durch die European Stroke Organisation (ESO) wurde nun eine neue, europaweit gültige Version durch drei führenden Fachgesellschaften vorgestellt.
Männliche Geschlechtshormone gelten überwiegend als fördernde Faktoren für Tumorwachstum, da sie antitumorale Immunreaktionen unterdrücken können. Eine neue Studie stellt dieses Konzept nun zumindest für Hirntumoren infrage. Forschende sehen in den Erkenntnissen Grundsteine für künftige Therapien.
Ein Mann in den 20ern stellt sich mit seit Monaten persistierender Urethritis vor. Die Beschwerden begannen mit penilem Schmerz und weißlichem urethralem Ausfluss. Der Patient nimmt eine HIV-Präexpositionsprophylaxe ein und berichtet über sexuelle Kontakte mit Männern.
Multimorbidität wird gemeinhin mit hohem Lebensalter verbunden. Eine Studie des Zentralinstituts Kassenärztliche Versorgung zeigt nun jedoch: Schon ab einem Alter von 50 Jahren haben viele Menschen zwei oder mehr Krankheiten und gelten damit als multimorbide. Das hat Auswirkungen auf die Versorgung.
Einfach mal zusammen an die frische Luft: Naturbezogene Gruppenaktivitäten können bei älteren Menschen in Pflegeheimen die Einsamkeit verringern, den Schlaf und die kognitiven Fähigkeiten verbessern. Das ist das Ergebnis einer Studie der Universität Helsinki.
Auch in Deutschland können Mäuse gefährliche Viren übertragen: Erneut ist in Bayern ein Mensch an den Folgen einer Infektion mit dem Borna-Virus gestorben. Die Infektion wurde in Augsburg nachgewiesen. Das Virus wird vorwiegend von der Feldspitzmaus übertragen.
Der Verdacht auf Hantavirus-Infektionen auf einem Kreuzfahrtschiff hat sich unlängst bestätigt. Nun wurde bekannt, dass es sich um das Andes-Virus handelt – eine Unterform des Hanavirus, das von Mensch zu Mensch übertragen werden kann. Fachleute schätzen die Gefahr einer Ausbreitung gering ein, mahnen aber dennoch zur Vorsicht.
Kauschmerzen oder neu auftretende Beschwerden im Kieferbereich können auf eine Riesenzellarteriitis hinweisen. Bei zusätzlichen Sehstörungen wird eine rasche Abklärung besonders dringlich. Ein neu entwickelter MRT-Score könnte künftig helfen, die Krankheitslast besser einzuordnen.
Frauen haben im Vergleich zu Männern ein um 60 Prozent höheres Verletzungsrisiko bei Autounfällen. Das gelte besonders für Beifahrerinnen und ältere Frauen, teilt die Technische Universität Graz mit. Sicherheitssysteme und Teststandards müssten daher angepasst werden.
Die DGKJ hat ihre Leitlinie „Therapie und Prävention der Adipositas im Kindes- und Jugendalter“ vorzeitig aktualisiert. Die vergangene Version habe den aktuellen Stand der Wissenschaft nicht mehr adäquat abgebildet.
Ultrahochverarbeitete Lebensmittel geraten zunehmend in den Fokus der Herz-Kreislauf-Medizin. Ein neues Konsensuspapier der ESC weist darauf hin, dass stark industriell verarbeitete Produkte potenziell gravierende Folgen für die kardiovaskuläre Gesundheit haben könnten.
Vitiligo ist eine chronische, sichtbare und für viele Betroffene belastende Erkrankung. Eine große US-Studie untersuchte nun den Behandlungsalltag nach der Diagnose. Die Daten zeigen, dass viele Patienten keine spezifische Therapie erhalten oder Behandlungen nur kurz fortgeführt werden.
Eine 36-jährige Schwangere mit Morbus Parkinson stellt sich mit regelmäßigen Wehen in einer Geburtsklinik vor. Die Patientin lebt seit vier Jahren mit einer Parkinson-Erkrankung und nimmt kontinuierlich Levodopa-Benserazid sowie Trihexyphenidyl ein.
Eine aktuelle Registerstudie legt nahe, dass das erhöhte Pankreaskarzinomrisiko durch Helicobacter pylori nach einer Eradikationstherapie auf das Niveau der Allgemeinbevölkerung sinken könnte.
Metastasen des nicht-kleinzelligen Lungenkrebs (NSCLC) breiten sich komplex und dynamisch im Körper aus. Das ist das Ergebnis einer Studie, die sich der Evolution der Metastasen gewidmet hat. Sie zeigt auch: Einzelbiopsien liefern nur ein unvollständiges Bild.
Rechtsventrikuläre Stimulation gilt als möglicher Treiber einer systolischen Funktionsstörung. Eine britische Kohortenstudie zeigt nun: Das Risiko bei Schrittmacherpatienten ist komplexer. Eine wichtige Rolle scheinen die kardiale Vorbelastung und die Ausgangsfunktion des linken Ventrikels zu spielen.
Migränepatienten entwickeln offenbar häufiger einen Morbus Menière als Menschen ohne Migräne. Darauf weist eine retrospektive Datenbankanalyse hin, die unlängst im Fachjournal „The Laryngoscope" veröffentlicht wurde.
Eine Studie aus den Niederlanden zeigt, dass die Parkinson-Krankheit in verschiedene Subtypen unterteilt werden kann. Das erklärt den Forschenden zufolge, warum eine einzige Behandlung nicht bei allen Patienten wirkt.
An der Universität Münster startet mit dem Sonderforschungsbereich SFB 1748 „Principles of Reproduction – Unravelling the Molecular Mechanisms of Male Infertility“ ein umfassendes Forschungsprojekt zur männlichen Unfruchtbarkeit.
Die meisten Kinder und Jugendlichen erholen sich rasch von einer SARS-CoV-2-Infektion. Doch etwa ein bis drei Prozent entwickelt ein Long-COVID-Syndrom mit anhaltenden Beschwerden. Forschende aus Jena haben versucht, einheitliche biologische Mechanismen zu identifizieren – doch das gestaltete sich schwieriger als gedacht.
Hypertensive Schwangerschaftserkrankungen enden klinisch nicht immer mit der Geburt. Eine große französische Kohorte zeigt nun, wie unterschiedlich sich das kardiovaskuläre Risiko in den Jahren danach verteilt. Besonders aufschlussreich ist dabei der Blick auf die frühe Phase nach der Entbindung.
Der Einfluss der Ernährung auf das Risiko für eine Alzheimer-Erkrankung ist bislang nur unzureichend geklärt. Eine große prospektive Kohortenstudie liefert nun Hinweise darauf, dass der regelmäßige Verzehr von Eiern mit einem geringeren Erkrankungsrisiko assoziiert sein könnte.
Soziale Medien sind für viele junge Erwachsene längst Teil des Alltags. Doch was bedeutet das für Hautpflege, Prävention und dermatologische Aufklärung? Eine österreichische Analyse zeigt, wo junge Nutzer ihre Informationen finden – und welche Rolle ärztliche Inhalte dabei spielen könnten.
Ein möglicher Zusammenhang zwischen sexuell übertragbaren Infektionen (STI) und der Entstehung eines Prostatakarzinoms wird seit Jahren diskutiert. Eine aktuelle prospektive Studie liefert nun neue Indizien gegen eine solche Annahme.
Gimme Five: der 5.5. ist der Welt-Tag der Händehygiene. Das von der WHO ausgesuchte Datum steht für die fünf plus fünf Finger unserer Hände. Und es soll daran erinnern, dass sich mit einfachen Maßnahmen tödliche Infektionen verhindern lassen.
GLP-1-Rezeptoragonisten haben die Diabetestherapie stark verändert. Eine große US-Kohortenstudie verglich sie nun mit SGLT2-Inhibitoren und nahm ein seltenes Ereignis am Sehnerv in den Blick. Die Studie prüfte zugleich, ob sich auch bei anderen Augenerkrankungen ein ähnliches Muster zeigt.
Ein altersabhängiger Verlust des Y-Chromosoms in blutbildenden Zellen könnte zur höheren Anfälligkeit von Männern für Herzklappenerkrankungen beitragen. Darauf weisen Daten aus der UK Biobank hin.
Niedrige Dosen Endoxifen senken die Brustdichte in gleichem Maße wie das Standardmittel Tamoxifen, jedoch ohne die damit verbundenen Nebenwirkungen. Dies zeigt eine aktuelle Studie des Karolinska Institutet (Stockholm).
Zielgerichtete Therapien haben bei Asthma bronchiale deutliche Fortschritte gemacht. Gleichzeitig sprechen insbesondere adipöse Menschen schlechter auf Therapien an und erleben häufiger Exazerbationen. Forschende fordern nun einen stärkeren Fokus auf die Gewichtsreduktion.
Der zunehmende Einsatz künstlicher Intelligenz in der klinischen Praxis verbessert Effizienz und diagnostische Präzision. Gleichzeitig verdichten sich jedoch die Hinweise, dass dies unbeabsichtigte Folgen für die ärztliche Expertise haben könnte.
Lässt sich der Krankheitsstatus bei chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen mit einer einfachen Messung besser einordnen? Eine aktuelle Studie untersuchte, was die Handkraft über Krankheitsaktivität, Lebensqualität und Ernährungszustand verrät.
Es kommt nicht nur auf das Insulin an: Eine aktuelle Studie zeigt nun, dass auch Glukagon bereits früh erhöht ist. Die Forschenden konnten nachweisen, dass ein erhöhter Glukagonspiegel mit einer Fettlebererkrankung (MASLD) in Zusammenhang steht.
Die Früherkennung von Typ-1-Diabetes bei Kindern gewinnt in Deutschland an Reichweite: Die Screening-Studie „Fr1da“ wird ab Mai 2026 auf insgesamt zwölf Bundesländer ausgeweitet. Erste Erfolge können bereits verzeichnet werden.
Wie häufig ist Weizenallergie bei Kleinkindern wirklich – und wie verlässlich ist die Immunglobulin-E-Diagnostik? Eine Studie aus Deutschland liefert neue Daten zu Prävalenz, Reaktionsschwellen und natürlichem Verlauf.
Patienten mit Aderhautmelanomen haben deutlich häufiger eine bestimmte Genmutation als die Normalbevölkerung. Das ist das Ergebnis einer französischen Studie, die Auswirkungen auf Vorsorge und Screening haben könnte.
Das Antiepileptikum Valproat steht seit Langem im Verdacht, die Gehirnentwicklung ungeborener Kinder zu beeinträchtigen. Eine aktuelle Studie liefert nun neue Hinweise zum Mechanismus: Das Medikament scheint die gesamte Architektur des Gehirns auf Gewebe-, Zell- und Molekülebene zu stören.
Ein 65-jähriger Mann stellt sich zur präoperativen Abklärung vor geplanter Prostatektomie vor. In der Routine-Echokardiographie zeigt sich überraschend eine große Raumforderung im rechten Herzen.
Kabel können stören: Die Fraunhofer-Gesellschaft präsentiert nun den Prototyp eines Endoskops, das bei einer laparoskopischen Operation die Bilder aus dem Bauchinnenraum per Licht überträgt. OPs könnten damit effizienter ablaufen und die Geräte könnten einfacher desinfiziert werden.
Mehr als zwölf Prozent der Jugendlichen in Deutschland haben ein problematisches Trinkverhalten. Dies geht aus einer nun veröffentlichten Umfrage hervor. Befragt wurden 2.006 Jugendliche im Alter von zwölf bis 17 Jahren.
Eine 56-jährige Frau stellt sich in einer neuroophthalmologischen Ambulanz mit seit einem Jahr wiederkehrenden, vorübergehenden beidseitigen Sehstörungen beim Yoga vor.
Im vergangenen Jahr haben deutlich mehr Frauen ihre Kinder per Kaiserschnitt zur Welt gebracht. Dabei bestehen deutliche regionale Unterschiede. Das teilte das Statistische Bundesamt anlässlich des Internationalen Hebammentags am 5. Mai mit.
Blasenbildende Autoimmundermatosen werden durch gegen Strukturproteine der Haut bzw. Schleimhaut gerichtete Autoantikörper hervorgerufen. Für die wichtigsten Vertreter dieser Krankheitsgruppe, Pemphigus vulgaris / foliaceus (PV/PF) und das bullöse Pemphigoid (BP), gibt es nun eine aktualisierte Leitlinie.
Die wachsende Rolle von KI-gestützten Symptom-Checkern im Gesundheitswesen stößt an eine bislang unterschätzte Grenze: den Menschen selbst. Eine aktuelle Studie zeigt, dass Patienten ihre Beschwerden gegenüber Künstlicher Intelligenz weniger detailliert schildern als im Gespräch mit dem Arzt.
Häufiges ist häufig – und Seltenes gibt es trotzdem: Eine 60-jährige Frau stellt sich mit zunehmenden neurologischen Ausfällen der unteren Extremität vor. Für derartige Probleme können viele Erkrankungen ursächlich sein. Eine MRT zeigt jedoch eine extrem seltene Krankheit mit leider tödlichem Ausgang, berichten die Autoren im Fachmagazin JAMA Oncology.