Finasterid: erhöhte Signale für Depression und Suizidalität
Eine aktuelle Auswertung der FAERS-Datenbank legt nahe, dass insbesondere Finasterid häufiger mit Depression, Angst und suizidalem Verhalten assoziiert ist als Dutasterid.
Eine aktuelle Auswertung der FAERS-Datenbank legt nahe, dass insbesondere Finasterid häufiger mit Depression, Angst und suizidalem Verhalten assoziiert ist als Dutasterid.
Ein Forschungsteam hat eine unbekannte Immunzell-Population im menschlichen Gehirn entdeckt. Diese könnte mit der Entstehung von Alzheimer verknüpft sein. Möglich wurde die Entdeckung durch eine neu entwickelte Mikroskopie-Methode.
Das Protein NFIL3 trägt möglicherweise als entscheidender Faktor zur Erschöpfung einer CAR T-Zelltherapie bei: Wird NFIL3 ausgeschaltet, bleiben die Zellen länger aktiv und können Tumore effektiver bekämpfen, so das Ergebnis einer aktuellen Studie.
Honig gilt bereits seit Jahrhunderten als Naturheilmittel. Eine aktuelle Übersichtsarbeit untersuchte nun systematisch, ob seine antibakteriellen Eigenschaften auch zur Prävention von Zahnkaries beitragen können.
Bei Atemwegsinfekten soll Diagnostik helfen, unnötige Antibiotikaverordnungen zu vermeiden. Doch wie verändert ein mikrobiologischer Schnelltest die Entscheidung in der hausärztlichen Praxis tatsächlich? Eine randomisierte Studie zeigt, warum der klinische Nutzen nicht allein vom Testergebnis abhängt.
Etwa jeder zehnte Erwachsene in Deutschland erleidet innerhalb von zwölf Monaten eine Unfallverletzung, die ärztlich versorgt wird. Das belegen Auswertungen des Robert Koch-Instituts (RKI). Hochgerechnet entspricht dies laut RKI rund sieben Millionen verunfallten Erwachsenen.
Eine Blutstammzellspende kann für Menschen mit Leukämie lebensrettend sein. Forschende der Universität Basel fanden nun Hinweise, dass intensive körperliche Belastung die Mobilisierung bestimmter Blutstammzellen unterstützt.
Schlafstörungen sind in der Schwangerschaft häufig und oft harmlos. Eine finnische Kohortenstudie legt nun nahe, dass schlechter Schlaf auch auf ein erhöhtes Diabetesrisiko hinweisen könnte. Besonders auffällig war dabei die Häufung mehrerer Beschwerden.
Schwangerschaft und Wochenbett gelten kardiovaskulär als vulnerable Phase. Häufig wird vermutet, dass die Schwangerschaft bei älteren Frauen besondere altersabhängige Risiken auslöst. Eine große US-Analyse spricht eher für eine andere Erklärung.
Entzündlich-rheumatische Erkrankungen können mit einer Lungenfibrose einhergehen, die therapeutisch schwer behandelbar ist. In einer präklinischen Studie konnten Forschende aus Heidelberg nun einen Pathomechanismus bei natürlichen Killerzellen finden, der künftig ein therapeutischer Ansatz sein könnte.
Der Ebola-Ausbruch im Kongo bereitet Experten große Sorge. Jetzt werden mehrere Personen nach Deutschland ausgeflogen - darunter soll auch ein Arzt aus den USA sein.
Die Amyotrophe Lateralsklerose (ALS) zählt zu den schwersten neurologischen Erkrankungen überhaupt. Trotz neuer medikamentöser Ansätze ist die Erkrankung bislang unheilbar – ein Überblick des aktuellen Wissens.
Ein junger Mann wird mit dem Verdacht auf ein Oropharynxkarzinom zur weiteren Diagnostik stationär aufgenommen. Erst seine Vorgeschichte gibt Hinweise darauf, dass eine Biopsie der großen Zungengrundläsion wohl nicht vonnöten ist.
Eine Studie aus Brasilien belegt einen Zusammenhang zwischen der Feinstaubbelastung der Luft und Nierenerkrankungen. Interessant: Bereits eine geringe Luftbelastung hat offenbar einen Effekt.
Eine in „JAMA Neurology" veröffentlichte prospektive Fall-Kontroll-Studie lieferte unlängst Hinweise darauf, dass selbst einzelne Amateurspiele mit messbaren, wenn auch vorübergehenden Veränderungen neuronaler Blutmarker verbunden sein können.
Obwohl die Behandlungsmöglichkeiten immer besser werden, sterben europaweit Millionen von Menschen an den Folgen kardiovaskulärer Erkrankungen. Zu diesem Ergebnis kommt der aktuelle Bericht des European Society of Cardiology-Atlas-Projekts 2025.
Bei Diabetes mellitus sinken die kardiovaskulären Ereignisraten, doch das Risiko bleibt erhöht. Auf dem Diabetes Kongress 2026 wurde deutlich, warum gleiche LDL-Werte nicht gleiches Risiko bedeuten – und warum die Lipidtherapie konsequenter genutzt werden müsste.
Eine internationale Analyse von mehr als 2,5 Millionen Datensätzen liefert erstmals Hinweise darauf, dass insbesondere Männer mit höherem Körpergewicht auch ein erhöhtes Blasenkrebsrisiko aufweisen könnten.
Typ-1-Diabetes wird oft erst erkannt, wenn Kinder bereits symptomatisch sind. Dabei beginnt der autoimmune Prozess lange vor der klinischen Diagnose. Screeningprogramme, Risikoscores und erste krankheitsmodifizierende Therapien könnten diese frühe Phase künftig stärker nutzbar machen.
Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen hat mehrere Medikamente auf ihren Zusatznutzen untersucht, unter anderem Teplizumab bei Diabetes mellitus Typ 1, Selumetinib bei plexiformer Neurofibromarose und Sotatercept bei pulmonale arterieller Hypertonie.
Viele Patienten mit obstruktiver Schlafapnoe kommen mit der CPAP-Therapie im Alltag nicht zurecht. Zugleich sind pharmakologische Alternativen bislang nicht etabliert. Eine Phase-3-Studie untersuchte nun eine orale Fixkombination, die die Muskelspannung der oberen Atemwege im Schlaf erhöhen soll.
Nicht einzelne Verhaltensweisen, sondern das Zusammenspiel mehrerer Parameter könnte entscheidend für die Gesundheit übergewichtiger Kinder sein. Darauf weist eine Kohortenstudie hin, die den Einfluss der kanadischen „24-Hour Movement Guidelines“ auf die Fitness und Körperzusammensetzung untersucht hat.
Nachdem Mikroplastik inzwischen unter anderem in Lunge, Blut, Plazenta und Muttermilch nachgewiesen wurde, rückt zunehmend auch eine mögliche Bedeutung für chronisch-entzündliche Erkrankungen in den Fokus, wie beispielsweise bei der allergischen Rhinitis.
Rötliche Verfärbungen in der Windel von Neugeborenen gelten seit Jahrzehnten als möglicher Hinweis auf eine sogenannte neonatale Uterusblutung, die als frühe Menstruation interpretiert wurde. Forschende haben sich die vermeintlichen Blutungen genauer angeschaut – und ihren Worten zufolge einen Paradigmenwechsel eingeläutet.
Viele Patienten mit Prostatakarzinom leiden auch unter einem Hypogonadismus. Ein Testosteronersatz nach Prostatektomie verbot sich jedoch lange Zeit aus Sorge vor Rezidiven. Eine aktuelle Phase-II-Studie liefert nun wichtige Daten, welche Patienten dennoch profitieren könnten.
Systeme zur automatisierten Insulindosierung, kurz AID, haben die Kinderdiabetologie verändert. Doch bessere Glukosewerte bedeuten für Eltern nicht immer weniger Belastung. André Kluge zeigte, wo die Technik entlastet – und warum sie zugleich neue Sorgen sichtbar machen kann.
Die Living Guideline „S3Cov19live“ mit „Empfehlungen zur Therapie von Patienten mit COVID-19“ wurde turnusgemäß aktualisiert. Für die neue Version der Leitlinie seien mehrere RCTs zur medikamentösen Therapie und zur Wach-Bauchlagerung ergänzt und neue Evidenzprofile erstellt worden, schreiben die Autoren im Eingangstext der Leitlinie.
Ebola, Hanta, Lassa: „Exotische“ Viruserkrankungen sind eine medizinische Herausforderung. Zumindest für das oft tödlich verlaufende Lassafieber gibt es nun einen therapeutischen Hoffnungsschimmer. Tropenmediziner aus Hamburg haben mit Partnern in Nigeria erstmals eine klinische Studie mit einem neuen Wirkstoffkandidaten durchgeführt.
Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat wegen eines Ebola-Ausbruchs in der Demokratischen Republik Kongo und in Uganda einen internationalen Gesundheitsnotstand ausgerufen. Auslöser ist der Ausbruch des seltenen Bundibugyo-Virus.
Mangelernährung ist insbesondere in Kliniken ein unterschätztes Gesundheitsproblem. Ein Cochrane-Review hat sich daher mit der Frage beschäftigt, ob kurzfristige orale Ernährungsmaßnahmen mit Trinknahrung für „besondere medizinische Zwecke“ die Prognose von älteren Menschen verbessert.
Viele Patienten mit allergischer Rhinitis behandeln ihre Beschwerden je nach Bedarf. Doch welche Therapie geht im Alltag mit besserer Lebensqualität einher? Eine große Beobachtungsstudie zeigt Unterschiede zwischen den Substanzklassen.
Der sogenannte Jo-Jo-Effekt könnte deutlich weniger gesundheitsschädlich sein als lange angenommen. Zu dem Schluss kommen die Autoren eines Gastbeitrags in The Lancet Diabetes & Endocrinology. Er mache jedoch viele positive Effekte der vorherigen Gewichtsabnahme zunichte.
Das Nicht-Umsetzen gesunder Lebensstilmaßnahmen wider besseres Wissen ist nicht allein auf einen Mangel an Willenskraft zurückzuführen: Es beruht auf neurobiologischen Mechanismen. Patienten über diese Prozess aufzuklären, könnte nach Ansicht von DGN-Präsidentin Prof. Dr. Daniela Berg Betroffenen helfen.
Oxidativer Stress gilt inzwischen als einer der wichtigsten biologischen Mechanismen männlicher Fertilitätsstörungen. Vor diesem Hintergrund rücken antioxidativ wirksame Pflanzenstoffe zunehmend in den Fokus der Forschung.
LDL-Cholesterin senken oder lieber „natürlich“ behandeln? In sozialen Medien werden Statine, LDL-Senkung und kardiovaskuläre Risiken regelmäßig infrage gestellt. Auf dem DDG-Kongress zeigte Dr. Catharina Hamm, warum solche Botschaften in der Praxis nicht harmlos sind.
Die Schwangerschaft gilt als sensibles Zeitfenster für die kindliche Neuroentwicklung. Doch könnten auch berufliche Belastungen der Mutter vor der Konzeption eine Rolle spielen? Eine dänische Registerstudie hat mütterliche Berufsverläufe mit späteren Autismus-Spektrum-Diagnosen bei Kindern abgeglichen.
Während einige Menschenvorfahren bereits überwiegend zweibeinig unterwegs waren, verbrachten andere offenbar noch viel Zeit in den Bäumen. Möglich wurden diese Erkenntnisse durch hochauflösende Computertomographie und moderne 3D-Analysen der inneren Knochenstruktur.
Eine 38-jährige Frau stellt sich mit einem blaugrün verfärbten kosmetischen Augenbrauen-Tattoo vor, nachdem sieben frühere Lasersitzungen keine sichtbare Besserung erzielt hatten.
Viele Patienten mit sehr kleinen Nierentumoren benötigen über Jahre keine Operation. Eine prospektive europäische Langzeitstudie zeigt nun, bei welchen Befunden eine engmaschige Kontrolle ausreicht – und wann das Risiko für eine Progression steigt.
Könnte das Stimulieren bestimmter Hirnbereiche mithilfe von Ultraschall eine nicht-invasive Therapie-Option für Menschen mit chronischen Schmerzen sein? Eine Studie aus Großbritannien legt nahe, dass dies eine vielversprechende Idee sein könnte.
Bei akuter Gastroenteritis klingt das Erbrechen nach der Akutbehandlung häufig ab. Bei einer kleinen Gruppe hält die Symptomatik jedoch nach Entlassung an – mit deutlich erhöhtem Versorgungsbedarf. Eine Sekundäranalyse prüfte, welche Merkmale auf ein erhöhtes Risiko hinweisen.
Erstmals ist es gelungen, aus Stammzellen gewonnene insulinproduzierende Zellen beim Menschen mit Diabetes mellitus Typ 1 einzusetzen. Einige Patienten waren zeitweise unabhängig von externer Insulingabe. Prof. Barbara Ludwig aus Dresden beurteilt dies als Meilenstein in der Therapie.
Deutschland könnte demnächst von der WHO als ein Land eingestuft werden, in dem die Masern als „eliminiert“ gelten. Das schreibt das Robert Koch-Institut. Ein Problem seien aber Datenlücken. Weil „Jeder Fall zählt!“, sollten zukünftig von allen Masernverdachtsfällen Rachenabstriche zur Sequenzierung an das RKI gesendet werden.
Ein persistierendes Foramen ovale findet sich bei Migränepatienten offenbar häufiger als bei Menschen ohne Migräne. Doch ergibt sich daraus auch eine therapeutische Konsequenz?
Die Leitlinie „Diagnostik und Therapie HIV-1-assoziierter neurologischer Erkrankungen“ wurde aktualisiert. Sie soll das Wissen über neurologische Systemmanifestationen von HIV-Infektionen auf den neuesten Stand bringen.
Ein 40-jähriger Mann entwickelt wenige Stunden nach der ersten Dosis des Schlafhormons Melatonin erstmals akute Suizidgedanken mit konkreter Handlungsimpulsivität, obwohl zuvor weder Suizidgedanken noch entsprechende Verhaltensweisen bestanden hatten.
Eine systematische Übersichtsarbeit liefert erstmals ein Nomogramm für die fetale Penislänge während der gesamten Schwangerschaft. Die Autoren sehen darin eine ergänzende Möglichkeit für die standardisierte pränatale Diagnostik genitaler Auffälligkeiten.
Ein Nahrungsergänzungsmittel aus einem Darmbakterium half Menschen mit Übergewicht, nach dem Abnehmen ihr neues Gewicht besser zu halten als mit einem Placebo. Das ist das Ergebnis einer Studie aus den Niederlanden.
Lipödem steht in der Diabetologie selten im Mittelpunkt. Für betroffene Patientinnen kann es jedoch konkrete Folgen haben: bei der Insulingabe, beim Tragen von Diabetestechnik und unter Kompression. Auf dem DDG-Kongress zeigte Kathi Korn, warum sich genaueres Nachfragen lohnen kann.
Manche Brustkrebszellen verschwinden unter endokriner Therapie offenbar nicht vollständig, sondern wachsen nur noch langsam weiter. Eine neue Studie liefert Hinweise darauf, warum solche Zellen dennoch metastasierungsfähig bleiben könnten. Der Befund weist auf einen bislang wenig beachteten Resistenzmechanismus hin.