Ein neuer Fall einer Borna-Virus-Infektion
Im Landkreis Erding gibt es einen neuen Borna-Virus-Fall. Infektionen mit dem Virus sind selten, aber lebensbedrohlich. Was die Behörden zu Übertragungswegen und Schutzmaßnahmen sagen.
Im Landkreis Erding gibt es einen neuen Borna-Virus-Fall. Infektionen mit dem Virus sind selten, aber lebensbedrohlich. Was die Behörden zu Übertragungswegen und Schutzmaßnahmen sagen.
Ein 10-jähriges Mädchen stellt sich mit einer schmerzhaften, hyperpigmentierten Läsion im Bereich des linken Labium majus vor. Die Veränderung besteht seit mehreren Jahren und trat erstmals nach einem stumpfen Trauma im Genitalbereich auf. Worum könnte es sich bei dieser Läsion handeln?
Bei Patientinnen und Patienten mit schweren Hirnschädigungen gilt fehlende Reaktion auf Aufforderungen bislang als zentrales Kriterium für eine tiefgreifende Bewusstseinsstörung. Doch eine internationale Studie stellt dieses Verständnis nun infrage.
Der Konsum von Nikotinbeutelchen, die unter die Oberlippe geklemmt werden, gilt für viele Menschen als ungefährlichere Alternative zum Zigarettenrauchen, da der Verbrennungsprozess wegfällt. Harmlos sind die „Snus“ oder „Pods“ aber nicht, wie eine schwedische Studie nun berichtet.
Ein hoher Flüssigkeitskonsum gilt als zentrale Maßnahme zur Rezidivprophylaxe bei Urolithiasis. Wie gut sich dieses Ziel im Alltag durch ein strukturiertes Verhaltensprogramm erreichen lässt, hat nun eine randomisierte Studie untersucht. Die Ergebnisse werfen ein differenziertes Licht auf einen etablierten Präventionsansatz.
Wie lange sollten Krebspatienten nach einer Stammzelltransplantation im Krankenhaus bleiben? Mit Methoden des Maschinellen Lernens hat ein Forschungsteam aus Göttingen und Bielefeld nun berechnet, unter welchen Voraussetzungen Teile der Therapie sicher ambulant durchgeführt werden können.
Nach außerklinischem Herzstillstand bleibt die Prognose der Hirnfunktion oft unklar. Eine neue Studie zeigt: Ein innovativer Blutmarker könnte kognitive Spätfolgen deutlich zuverlässiger vorhersagen als bisherige Tests.
Es gibt eine neue Leitlinie zur Tuberkuloseprävention. Darauf weist das Robert Koch-Institut (RKI) hin. Ziel der neuen S3-Leitlinie ist die evidenzbasierte Verbesserung der Tuberkulose-(TB-)Prävention und -Versorgung bei neu zugewanderten Menschen in Deutschland.
Die komponentenbasierte Diagnostik hat die Allergiediagnostik in den vergangenen Jahren deutlich erweitert. Sie ermöglicht differenziertere Aussagen zu Sensibilisierung, Kreuzreaktivität und Risiko. Gleichzeitig bleibt ihre Interpretation anspruchsvoll – und klinische Grenzen bestehen weiterhin.
Chemotherapie erfordert, dass Patienten viele Stunden in Kliniken oder Infusionszentren verbringen. Der Aufwand ist oft erheblich und könnte vereinfacht werden, wenn die Infusion im häuslichen Umfeld gegeben werden kann. Eine Studie untersuchte nun, ob - und wie - das Verfahren sicher und machbar wäre.
Die Lunge galt lange als steril. Nach und nach wird aber deutlich, dass es durchaus ein Mikrobiom der tiefen Atemwege gibt. Darüber berichtete Prof. Hortense Slevogt vom Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung auf dem DGP-Kongress. Das Bakteriom hat einen nicht unerheblichen Einfluss auf Krankheiten der Atemwege und auf die Alterung der Lunge.
Der Frühling beginnt – und weckt die Lebensgeister: Wer nun mit Krafttraining nachhelfen will, um mit mehr Muskelmasse in ein aktives Sommerhalbjahr zu starten, sollte sich über das „Wie“ keine großen Gedanken machen.
Neandertaler gelten heute als kulturell und kognitiv hochentwickelte Menschen. Eine aktuelle Studie liefert nun einen weiteren Baustein für dieses differenzierte Bild. Demnach hätte der Neandertaler wohl gezielt Birkenpech zur Behandlung von Wunden nutzen können.
Die Polysomnographie gilt als Referenz in der Schlafapnoe-Diagnostik, ist jedoch aufwendig und nur begrenzt verfügbar. Eine randomisierte Studie prüfte nun ein neuartiges Verfahren im häuslichen Umfeld, das von einer künstlichen Intelligenz ausgewertet wird. Untersucht wurde, ob sich damit der Weg zur Diagnose und Therapie beschleunigen lässt.
Wer glaubt, wird selig: Religiöser Glaube ist ein „entscheidender“ Schutzfaktor für die psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen. Länder, in denen Religiosität stark an Bedeutung verloren hat, weisen einen vergleichsweise hohen Anstieg in der Inzidenz von Angststörungen auf, sei eine Studie.
Wie wirkt sich die Anschaffung eines Haustiers auf die psychische und die allgemeine Gesundheit und auf Aspekte wie Lebenszufriedenheit und Einsamkeit aus? Eine Studie aus Australien hat das untersucht. Das Ergebnis rechtfertigt nicht unbedingt die Co-Existenz der tierischen Hausgenossen.
Zwei Menschen, ein Alter – und doch könnten sie biologisch kaum weiter auseinanderliegen. Ein neuer Biomarker-Score zeigt, wie unterschiedlich wir tatsächlich altern und warum das für Prävention und Therapie entscheidend sein könnte.
Ein 9-jähriger Junge mit wiederholten Frakturen, ein 8-jähriges Mädchen mit vaginaler Blutung im Kindesalter und eine 7-Jährige mit zunächst einseitiger Brustentwicklung – drei Kinder, drei scheinbar unterschiedliche Leitsymptome. Doch hinter allen Fällen steckt die gleiche seltene Ursache.
Die Behandlung de COPD im ambulanten Setting fußt auf mehreren Säulen. Über die neusten Entwicklungen berichtete Prof. Kathrin Kahnert, die auch an der S2k-Leitlinie zur Fachärztlichen Diagnostik und Therapie der COPD mitgearbeitet hat, nun auf dem Kongress der DGP. Wichtig ist vor allem die Nulltoleranz gegenüber Exazerbation.
Die Asthmatherapie entwickelt sich weiter in Richtung personalisierter Strategien. Auf dem DGP-Kongress wurde deutlich, dass Biologika früher eingesetzt und systemische Steroide konsequent reduziert werden sollten. Auch für besondere klinische Situationen wie die Schwangerschaft gibt es zunehmend Orientierung.
Tinnitus zählt zu den häufigsten chronischen Beschwerden und geht oft mit erheblichem Leidensdruck einher. Eine aktuelle Studie zeigte nun erstmals, dass internetbasierte kognitive Verhaltenstherapie auch über Jahre hinweg stabile Effekte erzielen kann.
Ein internationales Forschungsteam aus Bochum, Heidelberg und Peking will einen „vielversprechenden“ Wirkstoff gegen Hepatitis E identifiziert haben. Das Team habe ein Nukleotid/Nukleosid-Analogon aus einer Wirkstoff-Bibliothek „herausgefiltert“, teilt die Uni Bochum mit.
Zunehmend werden Pankreaskarzinome auch bei jüngeren Menschen diagnostiziert. Ein Trend, der in der Onkologie für Aufmerksamkeit sorgt – ein Verdächtiger scheint nun jedoch ausgemacht.
Dass die Handkraft bei Menschen mit Depression oder Schizophrenie messbar reduziert ist, war bekannt. Eine Studie zeigt nun, dass sich die Muskelkraft selbst nach überstandener Depression nicht automatisch normalisiert.
Eine Fall-Kontroll-Studie aus Skandinavien liefert neue Hinweise darauf, dass das Antidiabetikum Metformin mit einem deutlich reduzierten Risiko für ein Plattenepithelkarzinom der Speiseröhre assoziiert sein könnte.
Mastozytose ist eine seltene Erkrankung, die mit Hautläsionen verbunden ist. Die Reduktion der Hautveränderungen durch Einsatz eines „vielversprechenden“ neuen Medikaments konnten Forschende der Uni Basel nun erstmals mithilfe künstlicher Intelligenz quantitativ messen.
Eine große Studie aus Mannheim und Berlin hat sich mit der Wirkung von Psilocybin beschäftigt - die größte akademische Studie dieser Art. Sie zeigt vielversprechende Ergebnisse, wie die Studienleiter auf einer Pressekonferenz ausführlich berichteten. Gibt es nun eine Behandlungsoption für die Behandlung der therapieresistenten Depression?
Nicht nur „ob“, sondern auch „wie“ wir uns bewegen, scheint für die Hirngesundheit im Alter eine Rolle zu spielen. Eine aktuelle Analyse liefert hierzu neue Hinweise und rückt die Struktur körperlicher Aktivität stärker in den Fokus. Dabei wurden insbesondere Merkmale einzelner Bewegungseinheiten näher betrachtet.
Der transvaginale Ultraschall gehört zu den am häufigsten genutzten individuellen Gesundheitsleistungen (IGeL) in Deutschland - und zugleich zu den kontroversesten. Prof. Markus Hoopmann aus Tübingen plädiert in einer Pressekonferenz für eine andere Sichtweise - weg von Krebs, hin zu mehr Diagnostik.
Das Ende der Grippesaison ist absehbar. Laut aktuellem ARE-Wochenbericht des Robert Koch-Instituts ist die Aktivität akuter Atemwegserkrankungen (ARE) „in den meisten Systemen“ weiter rückläufig.
In der Serologie fallen bei einem Mann in seinen 40ern mit Angina-Symptomatik erhöhte Werte für Troponin I von 0,7 ng/ml und für proBNP von 17.000 pg/ml auf. Das Elektrokardiogramm zeigt eine Sinustachykardie, jedoch keine Ischämiezeichen.
Der Anfang November versendete Rote-Hand-Brief zur „Phenhydan Injektionslösung“ wurde aktualisiert. Darauf weist das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte hin. Ein Partikelfilter ist bereits beim Aufziehen der Lösung notwendig.
Aromatisierte und nikotinhaltige Zahnstocher entwickeln sich offenbar zu einem neuen Trend unter Jugendlichen. Die unscheinbaren Holzstäbchen werden zunehmend als Alternative zu Zigaretten, E-Zigaretten oder Snus genutzt – mit teils erheblichen Gesundheitsrisiken.
Ein bekanntes Antibiotikum könnte in optimierter Form deutlich wirksamer werden. Modifizierte Metronidazol-Derivate zeigen in präklinischen Studien eine erhöhte Aktivität gegen Helicobacter pylori – und liefern neue Einblicke in den Wirkmechanismus.
Die britische Gesundheitsbehörde UK Health Security Agency (UKHSA) untersucht weiterhin einen Ausbruch der Meningokokken in der Grafschaft Kent. Nach aktuellem Stand (17. März, 17 Uhr) wurden neun Fälle laborbestätigt, elf weitere Verdachtsfälle werden geprüft.
Schilddrüsenknoten sind weit verbreitet und stellen die Medizin zunehmend vor ein Dilemma: Während hochauflösender Ultraschall bei bis zu der Hälfte der Erwachsenen Knoten nachweist, ist die Zahl diagnostizierter Schilddrüsenkarzinome in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen. Liegt eine Überdiagnostik vor?
Im Zusammenhang mit der Anwendung von Colecalciferol (Vitamin D3)/Fluorid wurde ein Todesfall durch Aspiration gemeldet. Die Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ) weist in einem aktuellen Schreiben auf die sichere Anwendung der Tabletten bei Säuglingen und Kleinkindern hin.
Lebensstilfaktoren gewinnen für die männliche Fertilität und Sexualfunktion zunehmend an Bedeutung, während gleichzeitig vor vorschnellen hormonellen Eingriffen gewarnt wird. Drei Kongressbeiträge zeigten, wie eng Bewegung, Stoffwechsel und Hormone miteinander verknüpft sind – und wo die Grenzen aktueller Therapien liegen.
Chronische, nicht abheilende Hautulzera nach Fernreisen werden oft als bakterielle Infektionen fehlgedeutet und antibiotisch behandelt. So ging es auch einem jungen Mann, der sich nach mehreren Wochen im Amazonasgebiet erst bei seinem Hausarzt und schließlich in einer Klinik vorstellte - mit einem „kutanen Chamäleon“.
Lässt sich mithilfe einer Abwasserüberwachung das Darmkrebs-Screening gezielter und kosteneffizienter gestalten? Eine Studie aus den USA legt das nahe. Dem Forschungsteam war es gelungen einen Darmkrebsmarker im Abwasser zu detektieren.
Kognitive Beschwerden wie „brain fog“ gehören für viele Frauen zur Menopause. Doch spiegeln sich diese subjektiven Einschränkungen tatsächlich in messbaren kognitiven Defiziten wider? Eine große populationsbasierte Studie ging dieser Frage nun nach.
Laute Musik gilt im Fitnesskurs als Motivationsfaktor, kann aber das Gehör schädigen. Eine aktuelle Studie zeigt: Weniger Dezibel reichen aus, ohne die Wirkung des Trainings einzuschränken.
Die psychische Belastung von Kindern und Jugendlichen in Deutschland nimmt erstmals nach der Corona-Pandemie wieder zu. Das geht aus dem „Deutschen Schulbarometer“ hervor. Der Studie zufolge fühlt sich ein Viertel der Schüler „überdurchschnittlich stark psychisch belastet“.
Allergische Rhinitis und chronische Rhinosinusitis zählen zu den häufigsten entzündlichen Erkrankungen der oberen Atemwege. Eine aktuelle Querschnittsanalyse untersucht nun einen bislang wenig beachteten Risikofaktor: sedentäres Verhalten.
Die schriftlichen Befunde nach einer Polypektomie werden immer differenzierter. Was früher ein kurzer Befund war, ist inzwischen oft ein umfassender Bericht über die Biologie der Läsion. Die Deutsche Gesellschaft für Pathologie e.v. hat Prof. Jens Neumann aus Nürnberg befragt, welche Befunde beim sogenannten Polypenmanagement eigentlich erhoben werden.
Die Gesundheit von Männern vor der Empfängnis spielt eine größere Rolle für Schwangerschaft und kindliche Entwicklung als bislang angenommen. Eine aktuelle Übersichtsarbeit zeigt, dass väterliche Lebensverläufe biologische, verhaltensbezogene und soziale Effekte entfalten können – und plädiert für ein Umdenken in Forschung und Versorgung.
Die Lungenfibrose hat viele verschiedenen Ursachen und geht mit einer schlechten Prognose einher. Ein bekanntes Medikament, das für die Behandlung der pulmonalen Hypertonie zugelassen ist, könnte die Therapie der Erkrankung nun deutlich verbessern - das haben Forschende der LMU München herausgefunden.
Bei Kleinkindern mit atopischer Dermatitis sind langfristig verträgliche, steroidfreie Therapieoptionen gefragt. Eine Phase-3-Extensionsstudie untersuchte über bis zu 56 Wochen hinweg Sicherheit und Wirksamkeit einer topischen Behandlung mit Roflumilast und liefert damit wichtige Hinweise für die pädiatrische Versorgung.
Ob Männer vor einem PSA-Test auf Sex verzichten sollten, war bislang umstritten. Eine aktuelle Auswertung der Bavarian Men’s Health Study liefert nun robuste Daten und spricht eine klare Empfehlung aus.
Die extrakorporale Stoßwellentherapie (ESWT) zur Behandlung der Kalkschulter sollte nach Ansicht der Deutsche Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin (DGUM) künftig von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen werden. Das fordern Fachleute in einer Pressekonferenz und legen ihre Argumente dar.