Neuer VV-Chef im Saarland

"Eine Art Masterplan des ärztlichen Protests müsste her"

Die KV-Wahlen bringen derzeit Bewegung in die Körperschaften – und neue Gesichter in wichtige Ämter. Im Saarland hat Dr. Thomas Stolz den Vorsitz der Vertreterversammlung übernommen. Der änd sprach mit dem Internisten und Gastroenterologen aus Völklingen über seine neue Aufgabe und anstehende Herausforderungen.

KV Westfalen-Lippe

„Steigende Laborkosten mindern Kassenarzthonorare“

Die Laborkosten in Westfalen-Lippe sind in den zurückliegenden Quartalen deutlich gestiegen. Darauf weist die Kassenärztliche Vereinigung hin und warnt vor den Folgen für das Honorar der Vertragsärzte.

Forderung der DGIM

Internisten sollten hausärztlichen Allgemeinmedizinern gleichgestellt werden

Internistinnen und Internisten tragen in Deutschland immer mehr zur hausärztlichen Versorgung bei. Das zeigt eine aktuelle Studie der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin. Diese fordert denn auch, ihre Zunft den hausärztlichen Allgemeinmedizinern gleichzustellen. Dies sei in vielen Punkten noch nicht der Fall.

Bayern stellt Impfzentren zum Jahresende ein

Praxen und Apotheken übernehmen Impfungen

14 Millionen Corona-Impfungen in knapp zwei Jahren - die Impfzentren in Bayern waren aus Sicht der Staatsregierung ein Erfolg. Doch jetzt ist Schluss.

KV kritisiert Konnektorentausch

„Ein Schildbürgerstreich“

Der Vorstand der Kassenärztlichen Vereinigung Niedersachsen wundert sich über die Sparbemühungen im Gesundheitswesen. Diese seien voller Widersprüche, kritisiert die KV mit Verweis auf den anstehenden Austausch der TI-Konnektoren in den Praxen.

Kassenverband:

Zusatzvergütungen für die Ärzteschaft „etwas aus der Zeit gefallen“

Mit der Verabschiedung des GKV-Finanzstabilisierungsgesetzes ist die 2019 eingeführte Neupatientenregelung schon wieder Geschichte. Dafür soll es jetzt etwas mehr Honorar für schnellere Termine geben. Eine gute Lösung? Der GKV-Spitzenverband zeigt sich skeptisch.

Kampagnen

BMG zahlte 4,6 Millionen an Werbe- und PR-Agenturen

Die Ausgaben der Bundesregierung für Werbe- und Kommunikationsagenturen sind stark gestiegen und haben im vergangenen Jahr rund 67,2 Millionen Euro erreicht. Auch das Gesundheitsministerium war mit knapp 4,6 Millionen Euro dabei.

Berufsverband der Frauenärzte

„Politik übersieht zentrale Versorgungsaufgaben“

Die Politik vernachlässigt die medizinische Versorgung von Frauen, kritisiert der Berufsverband der Frauenärzte. Mit dem GKV-Finanzstabilisierungsgesetz baue die Politik nun weitere Hürden auf.

Impfpflicht im Gesundheitssektor

Rufe nach Abschaffung immer lauter

Die Rufe, die einrichtungsbezogene Impfpflicht im Gesundheits- und Pflegebereich nicht über Ende 2022 hinaus zu verlängern, werden lauter.

Lob für Länder-Vorstoß

KBV-Vorstand hält Ende der Teil-Impfpflicht für richtigen Schritt

Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) begrüßt die Forderung einiger Bundesländer für ein Ende der einrichtungsbezogenen Impfpflicht. „Der parteiübergreifende Vorstoß der Länder ist richtig“, sagte KBV-Vorsitzender Dr. Andreas Gassen am Freitag in Berlin.

Proteste in Hessen

KV rechnet mit landesweiten Praxisschließungen

Auch Hessens Vertragsärzte protestieren gegen die Gesundheitspolitik der Ampel-Koalition. Die Kassenärztliche Vereinigung rechnet für kommenden Mittwoch mit flächendeckenden Praxisschließungen.

Umfrage

Anteil der AUs in digitaler Form sprunghaft angestiegen

Bei den Krankenkassen kommen immer mehr Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen in digitaler Form an. Das zeigt eine Umfrage, die „Handelsblatt Inside“ unter neun Kassen durchgeführt hat.

Reaktionen auf Verabschiedung von GKV-Spargesetz

„Beschluss ist Ausdruck fehlender Wertschätzung“

Der KBV-Vorstand hat die Entscheidung des Bundestags, die Neupatientenregelung zu streichen, energisch kritisiert - und von weiteren Protestaktionen gesprochen. Auch von anderen Ärztevertretern kommt Kritik.

Bundestag verabschiedet GKV-Spargesetz

„Das ist ein Schritt zum Abbau der Zweiklassenmedizin“

Der Bundestag hat am Donnerstag das GKV-Finanzstabilisierungsgesetz und damit auch die Neupatientenregelung verabschiedet. Stattdessen soll es Zuschläge für schnellere Termine geben. Gesundheitsminister Lauterbach verteidigte diese Lösung als einen Schritt zum Abbau der Zweiklassenmedizin“.

Gemeinsame Erklärung

KBV- und KV-Vorstände fordern Stopp der TI-Sanktionen für Arztpraxen

Die Vorstände der KBV und die für die IT verantwortlichen Vorstände der 17 Kassenärztlichen Vereinigungen sprechen sich für eine Abschaffung der Sanktionen für Praxen aus, die nicht an die TI angebunden sind. Vom Bundesgesundheitsminister fordern sie in einer gemeinsamen Erklärung diesbezüglich nun ein „Machtwort“.

Elektronische Patientenakte

Leyck Dieken: Opt-Out-ePA ist fundamentaler Fortschritt

Kommt die Digitalisierung im Gesundheitswesen voran, wenn alle Versicherten automatisch eine elektronische Patientenakte (ePA) erhalten? BVKJ-Präsident Fischbach fordert, auch die Ärzteschaft mitzunehmen, während Politik und Gematik Großes erwarten.

KV-Kritik an Zuschlägen für Facharztvermittlung

„Kein positiver Effekt auf Patientenversorgung“

Kritik an den höheren Honorarzuschlägen für die schnelle Facharztvermittlung von Patienten kommt am Mittwoch aus der Kassenärztlichen Vereinigung Rheinland-Pfalz. Diese könnten die negativen Auswirkungen durch den Wegfall der Neupatientenregelung nicht ausgleichen.

Orthopäden warnen

Versorgung verschlechtert sich bedrohlich

Vor einer Verschlechterung der Patientenversorgung haben Orthopäden und Unfallchirurgen gewarnt. Sie sehen ihre Leistungsfähigkeit durch Bürokratie und Personalmangel gefährdet. Außerdem brauche es dringend eine Reform der Notfallversorgung.

TI-Atlas 2022

Nicht einmal jede zweite Praxis nutzt TI komplett

Die Mehrheit der Vertragsärzte fremdelt noch immer mit der Telematikinfrastruktur. Das zeigen Ergebnisse des sogenannten TI-Atlas 2022, den die Gematik am Dienstag veröffentlicht hat. Auch das Vertrauen in ePA, eRezept und Co. ist überschaubar.

Digitalisierung und KI

Gesundheitsministerium bereitet Gesetz zu Gesundheitsdaten vor

Ab 2023 soll es mehr Klarheit über die Nutzung von Gesundheitsdaten geben – mit einem neuen Gesetz. Das kündigte die Digitalisierungschefin im Bundesgesundheitsministerium, Susanne Ozegowski, am Montagabend an. Deutschlands oberster Datenschützer Ulrich Kelber formulierte schon mal seine Anforderungen.