Ministerin Gerlach

„Praxen dürfen nicht die Hauptlast tragen bei der digitalen Transformation“

Seit 8. November ist Judith Gerlach Bayerns neue Gesundheitsministerin, zuvor war sie Digitalministerin. Kein Wunder also, dass ihr die Digitalisierung des Gesundheitswesens am Herzen liegt. Während sie Bayern dabei auf einem guten Weg sieht, wirft sie dem Bund Versäumnisse vor. Leidtragende seien dabei auch die Arztpraxen, sagt Gerlach im änd-Interview.

Interview

Brauchen wir eine EBM-Reform, Herr Degenhardt?

Stimmt der Einheitliche Bewertungsmaßstab (EBM) noch, oder ist die Grundlage der Honorarverteilung reformbedürftig? Und wenn ja, wie? Das wollte der änd vom Geschäftsführer der Freien Allianz der Länder-KVen (FALK), Martin Degenhardt, wissen.

AOK-Forum

Ernüchternder Einblick in die Arbeit mit der ePA

Wo funktionieren digitale Prozesse im Praxisalltag und wo sind noch große Hürden zu nehmen? Mit diesen Fragen haben sich die Teilnehmenden einer Diskussionsrunde in Berlin beschäftigt. Ein niedergelassener Facharzt schilderte dabei seine teils ernüchternden Erfahrungen.

Hausarzt in HH

„Ärzte werden nicht verhungern – aber leiden werden die Patienten“

Das Jahr 2023 war kein gutes für Hamburgs Hausärztinnen und -ärzte. Der änd hat Hausarzt Dr. Mike Müller-Glamann in seiner Praxis besucht und darüber gesprochen, warum sich die Bedingungen dringend ändern müssen.

Analyse zur Niederlassung

Einzelpraxis immer noch am beliebtesten

Die Übernahme einer Einzelpraxis ist bei Ärztinnen und Ärzten immer noch die häufigste Form der Existenzgründung – obwohl die Kosten dafür weiter gestiegen sind. Das zeigt eine gemeinsame Analyse von Apobank und Zi.

KV Hamburg

Vertreterversammlung beschließt neuen HVM

In Hamburg gilt ab dem neuen Jahr ein neuer Honorarverteilungsmaßstab. Dieser wirkt sich besonders auf die Fachärzte aus, die von einer Verlustbegrenzungsregelung profitieren sollen.

AU

Kinderkrankmeldung für Eltern ab 18. Dezember auch per Telefon

Wenn sie sich um kranke Kinder kümmern müssen, können sich Eltern vom Job freistellen und Verdienstausfälle ausgleichen lassen. Für nötige Nachweise müssen sie künftig nicht mehr zwingend in die Praxis gehen.

Unis suchen Lehrpraxen

„Wir brauchen richtige Versorgerpraxen“

Zur Ausbildung des ärztlichen Nachwuchses suchen viele Universitäten Lehrpraxen. Viele Praxen scheuen offenbar den Aufwand. Dabei kann es sich lohnen, den eigenen Nachwuchs auszubilden.

Start fürs CDU-Grundsatzprogramm

Von Fachärzten fehlt dort jede Spur

Jetzt ist er da: Der Entwurf der Kommission für ein neues CDU-Grundsatzprogramm. Das muss noch mehrere Hürden wie Bundesvorstand und Parteitag nehmen. Insofern kann man auf Nachbesserungen in Sachen Gesundheitssektor hoffen.

Digital Health Symposium

„Das Gesetz schafft eine völlig neue ePA“

Die Digitalisierungsgesetze, die am Donnerstag im Bundestag beschlossen werden sollen, bringen eine völlig neue elektronische Patientenakte (ePA), meint der Geschäftsführer der KBV-Tochter mio42 Bernd Greve. Er geht aber auch davon aus, dass es anfangs ruckelt.

Scheidender MEDI-Vorstand Hofmann

„Ärzte sind keine echten Freiberufler mehr“

Frank Hofmann hat die Selektivverträge in Baden-Württemberg mit weiterentwickelt, für das Streikrecht gekämpft, die Sammelklagen gegen den TI-Konnektor koordiniert. Nun geht der Jurist in Rente. In seinem Abschiedsinterview erklärt er, warum der Sicherstellungsauftrag kein Privileg mehr ist und die Ärzte nur noch formal echte Freiberufler sind.

Änderungsanträge

ePA: Befüllung nicht im „Ermessen der Leistungserbringer“

Die Digitalgesetze von Minister Karl Lauterbach befinden sich auf der Zielgeraden – und kurz vor Schluss haben sich die Ampel-Politiker noch auf einen Haufen Änderungen geeinigt. Bei den Ärzten ist natürlich wieder nur von neuen Pflichten die Rede.

Entbudgetierung der Kinderärzte

„Sie reicht nur, um den Status quo zu erhalten“

Inzwischen haben die Kinder- und Jugendärzte ihre Honorarbescheide aus dem 2. Quartal 2023 bekommen. Wie viel hat die Entbudgetierung in einzelnen KV-Bezirken gebracht und welche Auswirkungen könnte sie auf die Attraktivität der Berufsgruppe und die Patientenversorgung haben? Der änd hat sich umgehört.

Kommunale MVZ

„Wer einen Wunderknall erwartet, den muss ich enttäuschen“

Die Stadt Lübben (Spreewald) will ein kommunales MVZ gründen. Der änd hat mit Bürgermeister Jens Richter darüber gesprochen, warum das gar nicht so einfach ist und welche Hürden es dabei zu überwinden gibt.

SPD-Gesundheitspolitiker Mende im Interview

„Entbudgetierung muss sich aus dem System erwirtschaften“

In der Gesundheitspolitik ist die Ampel-Regierung bisher am langsamsten, meint Dirk-Ulrich Mende, neuer Berichterstatter der SPD-Fraktion für ambulante Versorgung. Im Gespräch mit dem änd weckt er aber Hoffnungen auf eine schnelle Entbudgetierung der Hausärzte.

Lauterbach zum E-Rezept

„Dann wird es zu Sanktionen kommen müssen"

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach erwartet rasch positive Verbesserungen für das Gesundheitssystem durch die geplanten Digitalgesetze. Den Anfang mache das E-Rezept, das 2024 in allen Praxen Standard werde.

Aktionstag in Bremen

„Wir können nicht warten“

Die Unzufriedenheit mit der Politik, sowohl auf Landes- als auch auf Bundesebene, ist groß: Mehr als 700 Ärztinnen, Ärzte Psychotherapeutinnen und -therapeuten und MFA sind am Mittwoch zum Aktionstag in die KV Bremen gekommen, um ein Zeichen gegen die aktuelle Gesundheitspolitik zu setzen.

Niedersachsen

Rettungswagen sollen weiter ohne Sanitäter fahren können

In Niedersachsens Landtag könnte es nächste Woche zu einem ungewöhnlichen Schritt kommen: Der Innenausschuss empfiehlt den Abgeordneten, einen Antrag der oppositionellen CDU anzunehmen. Ziel ist es, die Notfallversorgung mit Rettungswagen sicherzustellen.

BMC-Webgespräch

Reinhardt fordert EBM-Reform

Bundesärztekammerpräsident Dr. Klaus Reinhardt fordert eine Reform des Einheitlichen Bewertungsmaßstabs (EBM). Zugleich spricht er sich für geregelte Zugänge zur Versorgung aus.

Regressverfahren

Praxisbesonderheiten sofort im Prüfungsverfahren geltend machen

Die angekündigte Entbudgetierung der hausärztliche Honorare wird man mit „einem lachenden und einem weinenden Auge“ sehen müssen. Da die Kassen dann die angeforderten Honorare unbudgetiert und nicht mehr mit befreiender Wirkung zahlen müssen, werden sie in den Prüfgremien vermehrt Regressanträge stellen.