Interop-Tag

Was wird aus der Gematik?

Zum Jahresende geht Gematik-Chef Leyck Dieken. Die Suche nach einem Nachfolger gestaltet sich schwierig. Denn die Zukunft der Digitalagentur als Ganzes ist derzeit unklar. Fest steht aber, dass das Gematik-Kompetenzzentrum für Interoperabilität mehr Befugnisse erhalten soll.

KBV-Chef Gassen zu Hybrid-DRGs:

„Der Berg kreißte und gebar eine Maus“

Mit den Hybrid-DRGs ist der Politik nach Auffassung des Vorstandsvorsitzenden der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, Dr. Andreas Gassen, kein großer Wurf gelungen. Stattdessen plädierte er am Mittwoch beim Kassengipfel in Berlin erneut für sogenannte Hybrid-Ärzte, die sektorenübergreifend arbeiten.

Neue Änderungsanträge

Pflegestudium soll für selbstständige Heilkundeausübung qualifizieren

Wer ein Pflegestudium absolviert hat, soll künftig bestimmte heilkundliche Tätigkeiten selbstständig ausüben dürfen. Zudem kommen neue Liquiditätshilfen für die Krankenhäuser und mehr Hybrid-DRGs. Das sehen aktuelle Änderungsanträge der Koalition vor.

Digitalisierung

„Wir brauchen nutzenstiftende Anwendungen“

Das Bundesgesundheitsministerium drückt bei der Digitalisierung aufs Tempo. Dabei wolle man aus Fehlern der Vergangenheit lernen, versprach ein Beamter aus dem BMG am Dienstag auf dem Kassengipfel in Berlin. Digitale Anwendungen wie die ePA sollen nutzerfreundlicher werden – auch für die Ärzte.

Versorgungsstärkungs­gesetze

Aus 2 mach 1?

Zwei Versorgungsstärkungsgesetze sollten die ambulante Versorgung in dieser Legislaturperiode neu justieren. Bleibt es dabei, oder kommt nur eines? Das dürfte sich in diesen Tagen entscheiden.

Dr. Bernhard Landers

„Diskussion um Investoren-MVZ auf Normalmaß zurückfahren“

Sind Vertragsärztliche Medizinische Versorgungszentren gegenüber Investoren- oder Klinik-MVZ benachteiligt? Das wollte der änd von einem Vertragsarzt wissen, der ein großes MVZ gegründet hat: Dr. Bernhard Landers, seit September stellvertretender Vorsitzender des MVZ-Bundesverbands.

Bundesärztekammer

„Apotheken sind keine Arztpraxen-to-go“

Die Pläne von Gesundheitsminister Karl Lauterbach, Vorsorgeuntersuchungen in Apotheken zu etablieren, stoßen bei der Bundesärztekammer auf wenig Gegenliebe. So würden lediglich teure Parallelangebote geschaffen, die einen Besuch beim Arzt niemals ersetzen könnten, betonte Bundesärztekammer-Präsident Reinhardt. Auch aus Bayern kommt Einspruch.

Notfallversorgung

24/7-INZ? „Damit erzeugen wir einen Sogeffekt“

Ohne Patientensteuerung wird es in der Akut- und Notfallversorgung nicht gehen. Darin waren sich die Teilnehmer einer Podiumsdiskussion einig. Ein einfaches Mehr an Versorgung sei keine Lösung.

Interview mit Kathrin Vogler

„Digitalisierungsgesetze sind ein katastrophaler Sprung in die falsche Richtung“

Halbzeit für die Ampel-Koalition. Welches Zwischenfazit ziehen die gesundheitspolitischen Sprecher der Bundestagsfraktionen? Das hat der änd in einer Interviewserie erfragt. Vernichtend fällt das Urteil von Kathrin Vogler (Linke) aus.

KBV-Sicherstellungskongress

KBV und DKG rufen einig nach mehr Steuerung

Wenn es um die ambulante Notfallversorgung geht, verfolgen die Kassenärztliche Bundesvereinigung und die Deutsche Krankenhausgesellschaft seit jeher unterschiedliche Interessen. Beim KBV-Sicherstellungskongress zeigten sich beide Vorsitzenden aber einig im Ruf nach mehr Steuerung.

Neuer Fall in Hessen

Cyber-Attacken auf Kliniken häufen sich

Die Daten von Krankenhäusern sind sensibel - und damit wertvoll. Das macht sie zu einem attraktiven Ziel für Hacker und Erpresser. In Frankfurt wurde eine solche Attacke frühzeitig entdeckt. Die Auswirkungen für die Mitarbeiter sind dennoch groß.

Reaktion auf sieben Forderungen

Lauterbach antwortet auf KBV-Brief – und bekommt Contra

Die Entbudgetierung für Hausärztinnen und Hausärzte kommt – das verspricht Gesundheitsminister Lauterbach in einem Brief an die KBV. Es handelt sich dabei um ein Schreiben, mit dem der SPD-Politiker auf die sieben Forderungen reagiert, die die KBV ihm nach der Protestveranstaltung am 18. August übermittelt hat. Die KBV zeigt sich von der Antwort Lauterbachs indes nicht überzeugt.

Krankenhausreform

„Level 1n-Krankenhäuser? Das sind Altenheime mit Notaufnahme!“

Auch nach der Wahl in Bayern hagelt es weiter Kritik aus dem Bundesland an der geplanten Krankenhausreform. Im Zuge der Reform könnte das Belegarztsystem ein Update bekommen, deutete unterdessen ein Kommissionsmitglied an.

KV Hamburg

VV-Vorsitzender: Politik will heimlich Versorgung rationieren

Der VV-Vorsitzende der KV Hamburg vermutet hinter dem aktuellen Bericht des BRH Strategie: Die Politik wolle die medizinische Versorgung rationieren – bekenne sich aber nicht dazu. Ärzte müssten als „Prellbock“ herhalten.

Sozialversicherungspflicht für Bereitschaftsdienst?

Reinhardt warnt vor Kettenreaktion für die Versorgung

Ende Oktober entscheidet das Bundessozialgericht, ob Ärztinnen und Ärzte im Bereitschaftsdienst sozialversicherungspflichtig sind. Der Chef des Hartmannbundes warnt vor gravierenden Folgen für die Versorgung.

Verbände in Nordrhein

"Es braucht den Druck der Bevölkerung"

Nach Protestaktionen, die an den Politikern auf Bundesebene weitestgehend abgeprallt sind, ist es nun an der Zeit, in die Fläche zu gehen und die Bevölkerung intensiv aufzuklären. Dieser Auffassung sind Ärzteverbände in Nordrhein, die sich nun zum „Aktionsbündnis Praxenkollaps" zusammengeschlossen haben.

Notfallversorgung

Bayerns Ärzteverbände lehnen Heilkunde­übertragung ab

Die Spitzen der Bayerischen Landesärztekammer, der KV Bayerns und der Arbeitsgemeinschaft der in Bayern tätigen Notärztinnen und Notärzte (agbn) haben Heilkundeübertragung an speziell qualifizierte Notfallsanitäterinnen und Notfallsanitäter nach dem US-amerikanischen Vorbild entschieden abgelehnt.

Rahmenvorgaben 2024

Arzneimittelbudget steigt um knapp acht Prozent

Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) und der GKV-Spitzenverband haben sich auf steigende Ausgabenvolumina für Arzneimittel in 2024 verständigt. Die regionalen Ausgabenvolumina für Arzneimittel erhöhen sich demnach ab dem nächsten Jahr um 7,95 Prozent.

Corona-Schutzimpfungen

BMG sieht höheren bürokratischen Aufwand durch höheres Honorar abgegolten

Der hohe Dokumentationsaufwand bei den Covid-19-Schutzimpfungen sorgt nach wie vor für Unmut in den Arztpraxen. Doch das Bundesgesundheitsministerium macht keine Anstalten, die Bürokratie an dieser Stelle abzubauen – und verweist darauf, dass diese Mehrarbeit schließlich auch höher vergütet werde.

Bundesrechnungshof:

Extrabudgetäre Vergütung zu hoch

Der Bundesrechnungshof (BRH) hält die an Ärzte extrabudgetär ausgezahlten Vergütungsbestandteile in der GKV für zu hoch. In einem Bericht an den Haushaltsausschuss des Bundestages warnt der BRH, dass dies zunehmend die Morbiditätsorientierte Gesamtvergütung aushöhle.