Verhandlungen mit KBV

Kassen wollen „moderate Weiterentwicklung“ der Honorare

Der GKV-Spitzenverband pocht weiter auf einen maßvollen Abschluss beim Honorar für die Kassenärzte. Das geht aus einer aktuellen Mitteilung hervor, in der der Verband auf gestiegene Erträge der Praxen verweist.

Hausärztliche Genossenschaft in Nordrhein

„Uns sprechen ständig Kollegen an, die verzweifelt auf der Suche nach Nachfolgern sind“

Mit einer eigenen Genossenschaft will der Hausärzteverband Nordrhein einen Beitrag zur Sicherung der ambulanten allgemeinmedizinischen Versorgung leisten. Denn diese sieht er „akut bedroht“. Was die Genossenschaft ihren Mitgliedern bietet und welche Ziele sie zunächst erreichen möchte, verriet Vizevorsitzender Dr. Manfred Imbert dem änd im Interview.

Globales Netzwerk

EU bekräftigt Pläne zur Digitalisierung des gelben Impfpasses

Jeder hat ihn schonmal gesucht: den gelben Impfpass. Ihn soll es bald auch digital geben. Die EU-Kommission sieht das als Vorbereitung für mögliche weitere Pandemien.

Interview zu Forschungspraxen-Netzen

„Praxen können sich das rauspicken, was sie interessiert“

Ihr Aufbau kommt langsam in Schwung: Immer mehr Forschungspraxen-Netze etablieren sich derzeit bundesweit. Eines von ihnen ist das HAFO.NRW. Dessen Aufbau koordiniert Michael Pentzek, Prof. für Primärversorgungsforschung an der Uni Duisburg-Essen. Im änd-Interview erklärt er, warum es sich für Hausarzpraxen lohnt, sich einem solchen Netzwerk anzuschließen.

e-Rezept

Honorarabzüge voraussichtlich nicht vor April 2024

Das Digitalisierungsgesetz wird voraussichtlich nicht zum 1. Januar in Kraft treten – womit auch die Sanktionen für Ärztinnen und Ärzte erst später kommen dürften. Die Verzögerung, die schon ein interner Zeitplan vorsieht, bestätigte die Digitalisierungschefin des BMG, Susanne Ozegowski, am Freitagnachmittag indirekt. Sie wies zugleich auf eine folgenreiche Änderung des Entwurfs hin, die bisher kaum beachtet wurde.

Bremens Gesundheitssenatorin im Interview

„Wir müssen weg von dieser Arztzentriertheit“

Das Bremer Gesundheitsressort bleibt nach der Bremer Bürgerschaftswahl in den Händen der Linkspartei. Was sich im Gesundheitswesen ändern muss und warum sie sich mehr Mitspracherecht wünscht, darüber hat der änd mit Senatorin Claudia Bernhardt gesprochen.

Lauterbach zu Gesundheitskiosken

„In Brennpunkten werden 1000 dieser Kioske gebraucht“

Bei einem Besuch bei einem Kölner Gesundheitsnetzwerk hat Gesundheitsminister Lauterbach am Donnerstag seine Pläne für den Aufbau eines bundesweiten Netzes von Gesundheitskiosken bekräftigt. Die AOK allerdings stellt deren geplante Finanzierung in Frage.

Statistisches Bundesamt

Größter Teil der Einnahmen bei Arztpraxen aus Kassenabrechnung

Die Arztpraxen in Deutschland haben 2021 knapp 72 Prozent ihrer Einnahmen aus Kassenabrechnung erzielt. Bei Zahnarztpraxen waren es hingegen nur etwas mehr als die Hälfte. Das teilt am Donnerstag das Statistische Bundesamt (Destatis) mit.

Praxis-Panel

ZI: Oberarzt-Nettogehalt liegt 10 Prozent über Honorar eines Niedergelassenen

Wie stark sind die finanziellen Belastungen der Niedergelassenen in den vergangenen Jahren gestiegen? Das Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung (Zi) hat am Donnerstag Zahlen vorgelegt. Demnach hat der Kostenanstieg in den Praxen die Entwicklung der Verbraucherpreise um das Dreifache überschritten.

Wie eine KV junge Hausärzte lockt

„Der schönste Job der Welt“

Auch in Westfalen fehlen Hausärztinnen und Hausärzte. Die Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe will dies mit Förderprogrammen ändern. Neben finanzieller Unterstützung lockt KV-Chef Spelmeyer mit einem ganz besonderen Versprechen.

KV-Kritik an TI-Pauschalen

„Wir sollten dringend über den ‚Druck der Straße‘ nachdenken“

Kritik an aus ihrer Sicht unzureichenden TI-Pauschalen, kommt aus der KV Hessen. „Wir bezahlen einen Großteil des Schrotts, der dann in den Praxen nicht funktioniert, aus der eigenen Tasche“, schimpft der Vorstand. Damit müsse Schluss sein.

KVWL-Vorstand Schrage

„Die Bürokratielast muss deutlich sinken“

Dokumentationen, Anfragen von Kassen, komplizierte Hilfsmittelverordnungen – zwei Monate schlagen sich Vertragsärzte jedes Jahr mit bürokratischen Vorgaben herum. Das muss sich ändern, fordert Dr. Volker Schrage, Vize-Vorstand der KV Westfalen-Lippe. Welche Rolle das Formularlabor seiner KV dabei spielt, erklärt er im Interview mit dem änd.

Proteste in Baden-Württemberg

MEDI-Chef kündigt Praxisschließungen an

Ärzte und Ärztinnen in Baden-Württemberg planen in den nächsten Monaten weitere Protestaktionen. Viele seien bereit, ihre Praxen für mehrere Tage zu schließen, sagte der MEDI-Vorsitzende Dr. Norbert Smetak in Stuttgart.

Protestaktionen

Bündnis plädiert für klare Forderungen sowie spürbare Konsequenzen

Bundesweite "Fortbildungswochen" oder ein Boykott von eRezept und eAU? Ein Bündnis aus Ärzte- und Psychotherapeutenverbänden hat am Freitag in einen Offenen Brief an die KBV und die Länder-KVen „spürbare Konsequenzen“ gefordert, sollten die Protestaktionen der vergangenen Wochen ohne Folgen bleiben.

PVS-Hersteller

KV warnt vor TI-Angeboten

Die Preispolitik einiger PVS-Hersteller sorgt unter Kassenärzten weiter für Unmut. Einige Anbieter nutzen die Einführung der TI-Pauschale, um Kunden neue Verträge aufzuschwatzen – zu höheren Preisen. Die KV Niedersachsen warnt ihre Mitglieder vor genau solchen Offerten.

Ärztemangel

Jetzt sollen es die Füchse richten

Fördermöglichkeiten sind das eine, regionale Initiativen das andere. In Sachsen unterstützen Profisportler des Eishockey-Bundesligisten „Lausitzer Füchse“ die Suche nach Ärzten für die Stadt. Während der Oberbürgermeister das zu späte Agieren der politisch Verantwortlichen beklagt, versprechen die verbliebenen Hausärzte, „durchzuhalten, bis der Nachwuchs kommt“.

Unionssprecher Sorge

"Lauterbach muss jetzt über die offensichtlichen Probleme sprechen"

Der gesundheitspolitische Sprecher der Unionsfraktion, Tino Sorge, hat die Protestaktion der Ärzte in Berlin am vergangenen Freitag als wichtiges Warnsignal bezeichnet. „Es wäre höchste Zeit für Minister Lauterbach, sich mit der Ärzteschaft an einen Tisch zu setzen und über die offensichtlichen Probleme zu sprechen.“

KV Berlin

„Wir befürchten ein langsames Praxensterben“

Die Versorgungssituation in der Hauptstadt verschlechtert sich zusehends, berichtet die KV Berlin. Sie drängt daher auf ein Ende der Budgetierung. Bevor Praxen nun aber aus Protest tageweise schließen, solle man dem Bundesgesundheitsminister Zeit lassen, um auf die Forderungen der Kassenärzte zu antworten.

HNO-Praxen

HNO-Verbandspräsident beklagt hohe Umsatzverluste seiner Fachgruppe

Die Abschaffung der Neupatientenregelung habe in den Praxen der HNO-Ärztinnen und -Ärzte zu deutlichen Umsatzverlusten geführt, beklagt der Berufsverband. Dessen Präsident Prof. Jan Löhler nennt die Situation für seine Fachgruppe „besorgniserregend“.

Haushaltsentwurf

Der Etat des BMG wird um ein Drittel zusammengestrichen

Der Gesamtetat des Bundegesundheitsministeriums soll im kommenden Jahr von 24,48 Milliarden Euro auf 16,22 Milliarden Euro sinken. Das geht aus dem Haushaltsentwurf der Bundesregierung hervor.