KVBW-Chef Braun zum Krisentreffen

„Ärztinnen und Ärzte werden sich nicht weiter in die Ethikfalle drängen lassen“

„Die Einigkeit über die Forderungen an die Politik macht Mut“, sagt der Chef der KV Baden-Württemberg, Dr. Karsten Braun, zur KBV-Krisensitzung am vergangenen Freitag. Welche Schritte jetzt folgen müssen und wie die Ärzteschaft ihren Frust vor allem hinsichtlich Wirtschaftlichkeitsprüfungen und Regresse zum Ausdruck bringen könnten, erzählt er im Interview.

Weil die Reform auf sich warten lässt

Der GOÄ-Multiplikator sollte kein Tabu (mehr) sein

Ein Inkrafttreten der neuen GOÄ ist kurzfristig nicht zu erwarten. Bis dahin gilt es, die vorhandenen Rahmenbedingungen zu nutzen, um ein halbwegs leistungsgerechtes Honorar zu erzielen, rät änd-Autor Dr. Gerd W. Zimmermann.

TI- und eHealth-Berater Mark Langguth:

„Der Fokus auf den konkreten Nutzen fehlt“

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach hat zuletzt gleich zwei Digitalgesetze vorgelegt, ein drittes soll folgen. Damit soll die Digitalisierung des deutschen Gesundheitswesens nun endlich gelingen. Doch der Fokus auf den konkreten Nutzen fehlt nach wie vor, bemängelt TI- und eHealth-Berater Mark Langguth.

KBV-Ultimatum an Lauterbach

„Die Probleme müssen für die Patienten spürbar werden“

Sieben Forderungen hat die KBV an Gesundheitsminister Lauterbach geschickt – versehen mit einem Ultimatum. Doch was passiert eigentlich, wenn der Minister dies verstreichen lässt?

Krisengipfel verabschiedet Forderungskatalog

Ultimatum an Lauterbach

Weg mit Budgets und Regressen, dazu eine „tragfähige Finanzierung“ – diese Forderungen sind Teil eines Katalogs, auf den sich Vertragsärzte am Freitag während eines Krisentreffens in Berlin geeinigt haben. Sie stellen dem Gesundheitsminister ein Ultimatum.

KVen warnen

„Fehlende MFA gefährden Praxisbetrieb“

Der Fachkräftemangel gefährdet zunehmend den Betrieb von Arztpraxen, warnen die Kassenärztlichen Vereinigungen am Montag. MFA wanderten in Kliniken und Pflegeheime ab, wo sie mehr verdienten. Um diesen Trend zu stoppen, brauchen die Praxen eine höhere Vergütung, fordern die KVen.

Andreas Beierle von der KV Hessen:

„Es ist möglich, Patienten aus dem Rettungsdienst in die Praxen zu steuern“

Wenn in Deutschland ein Rettungswagen erst einmal vor Ort ist, geht es fast immer auf direktem Weg in eine Klinik. Das Projekt SaN, an dem unter anderem die Kassenärztliche Vereinigung Hessen und das Hessische Ministerium für Soziales und Integration beteiligt sind, will das ändern.

Spitzenfrauen Gesundheit e.V.:

„Die Quote wirkt"

Noch vor wenigen Jahren war in den Chefetagen des Gesundheitswesens kaum eine Frau zu finden. Das hat sich inzwischen geändert. Das sei vor allem den gesetzlichen Quoten zu verdanken, betonen die beiden Vorsitzenden des Vereins Spitzenfrauen Gesundheit Rebecca Otto und Cornelia Wanke im Gespräch mit dem änd.

Zi-Prognose

So entwickeln sich die Patientenzahlen bis 2035

Die Arbeitslast der Vertragsarztpraxen bleibt auch in den kommenden Jahren hoch, prognostiziert das Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung (Zi). Einige Fachgruppen dürften besonders viel zu tun bekommen.

Kampagne „Praxis in Not“

Virchowbund kündigt bundesweiten Protesttag an

Mit einer neuen Kampagne wollen mehrere Verbände auf die schlechten wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen für Haus- und Facharztpraxen aufmerksam machen. Ein bundesweiter Protesttag ist in Planung, teilt der Virchowbund am Donnerstag mit.

Honorarverhandlungen

KBV fordert zehn Prozent mehr

Die Kassenärztliche Bundesvereinigung fordert in den seit Mittwoch laufenden Honorarverhandlungen mit dem GKV-Spitzenverband eine Anhebung des Orientierungswertes um 10,2 Prozent – und ist damit weit vom Angebot der Kassen entfernt.

DGIM-Stellungnahme zum Digitalgesetz:

ePA-Erstbefüllung ist alleinige Aufgabe der Ärzteschaft

In ihrer Stellungnahme zum Referentenentwurf zum Digital-Gesetz (DigiG) hat die Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM) dafür plädiert, die elektronische Patientenakte nicht von den Krankenkassen, sondern von Ärztinnen und Ärzten erstbefüllen zu lassen. Nur so sei gewährleistet, dass die ePA alle versorgungsrelevanten Informationen enthalte.

Lauterbach zum eRezept

„Die Bedenkenträgerei muss enden“

Der Bundesgesundheitsminister hat am Mittwoch den verpflichtenden Start des elektronischen Rezepts Anfang kommenden Jahres verteidigt. Er habe kein Verständnis dafür, dass er aus der Ärzteschaft immer wieder höre, es sei noch zu früh.

änd-Umfrage zum KBV-Krisentreffen

Mehrheit wünscht sich mehrtägige Praxisschließungen

Kommende Woche wollen KBV und Verbände beraten, wie sie ihrem Unmut gegen die aktuelle Gesundheitspolitik Ausdruck verleihen wollen. Angesichts jahrelanger Honorarstagnation spricht sich eine Mehrheit der Vertragsärztinnen und -ärzte für konzertierte Praxisschließungen aus. Das zeigt eine änd-Leserumfrage.

GKV-Spitzenverband zur KV-Aktion

„Alarmrufe einer Gruppe von Spitzenverdienern“

Mit der bundesweiten Aktion „PraxenKollaps“ wollen die KVen vor den Honorarverhandlungen mit den Krankenkassen auf die Situation der Praxen aufmerksam machen. Die Kassen jedoch zeigen sich unbeeindruckt und sprechen von „Alarmrufen einer Gruppe von Spitzenverdienern“.

KVen schlagen Alarm

„Niedergelassene stehen unter enormen Kostendruck“

„#PraxenKollaps – Praxis weg, Gesundheit weg!“: Unter diesem Titel schlagen die Kassenärztlichen Vereinigungen derzeit in einer konzertierten Aktion Alarm. Vor allem die KV Hessen teilt kräftig gegen die Kassen aus.

BMG

Keine „Strafgebühr“ in der Notfallversorgung vorgesehen

Angesichts knapper Ressourcen in der Notfallversorgung fordert der Präsident des Berufsverbands der Kinder- und Jugendärzte, Thomas Fischbach, in bestimmten Fällen eine Eigenbeteiligung für Eltern. Das Bundesgesundheits-ministerium winkt ab. Auch die DKG hält davon nichts.

Radiologie im Interview

„Wir arbeiten unter GKV-Bedingungen hochgradig defizitär“

Radiologie-Praxen seien längst keine Goldgruben mehr, sondern stünden honorartechnisch mittlerweile enorm unter Druck, sagt Dr. Christian Bartling. Der niedergelassene Radiologe hat mit Kollegen die Radiologie-Initiative Westfalen-Lippe gegründet. Was diese vorhat, darüber sprach der 41-Jährige mit dem änd.

Digitalgesetz

Ein Gesetz zur Beschleunigung eines Gesetzes

Bisher ist es nur ein Referentenentwurf und die KBV hat auch schon artig protestiert gegen das Digitalgesetz. Aber selbst, wenn nur ein Bruchteil dieser gesetzlichen Neuregelung den Bundestag passiert, dürfte es für Vertragsärzte (noch) schwieriger werden, den eigentlichen Versorgungsauftrag zu erfüllen.

Hartmannbund-Chef Reinhardt

„Wir sind bereit, für Veränderungen zu kämpfen“

Der Frust in den Praxen über die Gesundheitspolitik wächst. Für den 18. August hat die Kassenärztliche Bundesvereinigung deshalb KVen und Berufsverbände zu einer Krisensitzung nach Berlin geladen. Was erwarten die Verbände von dem Treffen? Der änd hat sich umgehört. Heute: Dr. Klaus Reinhardt, Vorsitzender des Hartmannbundes.