Terminservicegesetz

Hausärzte machen Druck bei der Politik

Die Hausärzte sehen sich beim geplanten Terminservicegesetz benachteiligt. Und fordern mehr Honorar, wenn sie die Akutversorgung der Patienten sicherstellen. Die SPD signalisiert Verständnis, die Union ist skeptisch.

Antrag im Bundestag

Grüne wollen Frauenquote in KV- und Kassenvorständen

Die Grünen fordern eine Frauenquote für die Besetzung von Spitzenfunktionen im Gesundheitswesen. Frauen seien in Führungspositionen der Krankenkassen sowie der Organisationen der Ärzte- und Zahnärzteschaft stark unterrepräsentiert, heißt es in einem Antrag der Bundestagsfraktion.

Debatte zur Budgetierung

"Die Überversorgung würde zunehmen"

„Geldgeschenke für die Ärzte“ oder „reines Wahlkampfmanöver“ – im Bundestag mussten sich die Abgeordneten der AfD und der FDP am Freitag heftige Kritik für ihre Anträge zur Entbudgetierung gefallen lassen. Insbesondere die Abgeordneten aus dem Lager der Linken und der Grünen wiesen das Ansinnen energisch zurück.

Franz Knieps

Einheitliche Richtlinie „würde zu mehr Kodier-Ehrlichkeit bei Ärzten führen“

Der Gesundheitsausschuss beendet seine Anhörung zum Versichertenentlastungsgesetz. Im Mittelpunkt standen auch hier Verteilungskämpfe zwischen den Kassenlagern.

Problem Ärztemangel

Niederbayern: Wir können Medizinstudium – oder?

Der Ärztemangel in der Fläche ist ein bundesweites Problem. In Niederbayern ist das nicht anders. Hier peilt man das an: In den nächsten 18 Monaten will man checken, ob es Sinn macht, mit der Privatuni Karl Landsteiner aus Krems/Österreich ab 2023 eigene Ärzte ausbilden. Ein ungewöhnliches Experiment.

Psychotherapeuten gegen TSVG-Regelung

"Beispiellose Diskriminierung der Patientengruppe"

Die psychotherapeutische Behandlung soll künftig „im Rahmen einer gestuften und gesteuerten Versorgung“ erfolgen. So sieht es zumindest die Spahn’sche Gesetzesreform vor. Dies gewährleiste „kürzere und vor allem bedarfsgerechter Wartezeiten“, heißt es im umstrittenen TSVG. Die Fachverbände halten das für Schwachsinn.

DAK-Gesundheit und MEDI Baden-Württemberg

Erster bundesweiter Vertrag zur Video-Fernbehandlung

Die DAK-Gesundheit hat mit MEDI Baden-Württemberg vereinbart, ihren seit 2016 bestehenden psychotherapeutischen Facharztvertrag zu erweitern – um ein Fernbehandlungsangebot. Teilnehmern winkt ein finanzieller Bonus.

KBV-VV

Gassen warnt vor Massen-Ausstieg der Niedergelassenen

Mit einer deutlichen Drohung an die Politik hat KBV-Chef Gassen auf der Vertreterversammlung am Freitag in Berlin auf das Terminservicegesetz von Gesundheitsminister Spahn reagiert: „Wenn unsere Argumente kein Gehör finden, wird es zu einem zunehmenden Exit aus dem System kommen“, sagte er.

Jens Spahn

„Gegen die versammelte Ärzteschaft wird es schwer“

Der Gesundheitsminister verspricht Therapieberufen bessere Bedingungen, warnt sie aber davor, Budgetverantwortung zu übernehmen. „Das macht nicht nur Freude“, so Spahn.

KV Berlin

„Es kommt eine Unterversorgungswelle auf uns zu“

Der Hauptstadt könnten bald die Praxisärzte ausgehen, fürchtet der KV-Vorstand – und bringt KV-eigene Praxen ins Spiel. Die Senatsverwaltung kündigt an, mehr Ärzte in unattraktive Stadtteile bringen zu wollen.

KVBW-VV

„Die Mär vom faulen Sack muss ein Ende haben“

Die Kassenärztliche Vereinigung Baden-Württemberg lehnt das Terminservicegesetz ab – und verabschiedet dazu gleich mal eine Resolution. Aber auch die Telematikinfrastruktur und das Telemedizinprojekt „docdirekt“ treiben die Delegierten um.

Orlowski

„Im GBA haben diejenigen die Mehrheit, die keine Änderungen wollen“

Die Selbstverwaltung stehe Verbesserungen oft im Wege, beklagt Dr. Ulrich Orlowski, Ministerialdirektor im Gesundheitsministerium, bei einer Diskussion zum Gutachten des Sachverständigenrats. Dessen Vorsitzender Gerlach fordert „weniger Steuerung und mehr Wettbewerb“ im Gesundheitswesen.

Vivy & Co.

KBV warnt: „Finanzierung des ärztlichen Aufwands nicht geklärt“

Die Anbieter elektronischer Gesundheitsakten erhöhen den Druck auf niedergelassene Ärzte, den Patienten ihre Gesundheitsdaten zur Verfügung zu stellen. Die KBV kritisiert: „Die Finanzierung des ärztlichen Aufwands sei „nicht geklärt und mehr als unbefriedigend“.

Medi

Baumgärtner kündigt TI-Sammelklage an

Die Verunsicherung unter den Niedergelassenen beim Thema Telematikinfrastruktur ist groß, berichtet der Chef des Ärzteverbands Medi, Dr. Werner Baumgärtner. Wer trägt am Ende wirklich die Kosten? Im Falle von Rechtstreitigkeiten kündigt der Verband schon mal eine Sammelklage an.

Hausärztetag

„Die Hausarztverträge sind ein unverzichtbarer Innovationsmotor“

Beim Hausärztetag feiert der DHÄV seine HzV-Verträge - und fordert erneut eine finanzielle Belohnung für die Versicherten, die daran teilnehmen.

BMG zu Arzneimitteln

"Lieferengpässe sind nicht zwangsläufig Versorgungsengpässe"

Schon immer haben sie Nerven gekostet – inzwischen sind sie aber zu einem großen Problem angewachsen: Lieferengpässe bei Arzneimitteln tauchen in Deutschland immer häufiger auf. Apotheker, Großhändler, Hersteller und Kassen streiten dabei über die Ursachen und Gegenmaßnahmen. Warum verbessert sich die Lage nicht?

Kosten bis zu 60 Millionen Euro

Kassen sollen alle Gesundheitskarten austauschen

Die Nutzung der elektronischen Gesundheitskarte über Tablets und Smartphones hält Minister Spahn für zukunftsweisend. Jetzt will er sogar alle Karten austauchen lassen, damit diese kontaktlose Schnittstellen bekommen.

Heilmittelerbringer

Spahn drückt bei Blankoverordnung aufs Tempo

Kein Schulgeld mehr, bessere Bezahlung, mehr Verantwortung: So will Gesundheitsminister Jens Spahn die Arbeitsbedingungen von Physiotherapeuten, Ergotherapeuten, Logopäden und Podologen verbessern.

Immer mehr Zahnarzt-MVZ-Ketten

Verband schlägt Spekulantensteuer vor

Auch der Bundesverband Medizinische Versorgungszentren (BMVZ) kritisiert die massenweise Übernahme von Zahnarztpraxen durch Investmentfirmen. Und will die „lukrative Rosinenpickerei“ mit einer Steuer beenden.

Ärztekammer Schleswig-Holstein

„Die Sektoren werden verschwinden!“

Die Ärztekammer Schleswig-Holstein hat einen neuen Präsidenten: den 59 Jahre alten Internisten Dr. Henrik Herrmann. Im Interview mit dem änd erklärt er, warum er kandidierte, welche Ziele er sich für seine Amtszeit setzt und was er von Spahns Gesetzesvorhaben hält.