Zur Vermittlung von Gesundheitskompetenz

Reinhardt will Ärztinnen und Ärzte im Ruhestand an Schulen schicken

Wie ließe sich die Gesundheitskompetenz der deutschen Bevölkerung verbessern? Der Präsident der Bundesärztekammer macht hierzu einen Vorschlag, bei dem Ärztinnen und Ärzte im Ruhestand eine besondere Rolle spielen.
 

©änd In seiner Praxis, berichtete Reinhardt, arbeiteten Kolleginnen über 70 noch rund 20 Stunden pro Woche. „Das macht ihnen Freude.“

„Ein pensionierter Arzt könnte beispielsweise einmal im Monat in eine Grundschule gehen und über Gesundheitskompetenz sprechen“, sagte Reinhardt den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Die Menschen seien immer weniger in der Lage, sich bei Bagatellerkrankungen selbst zu helfen. „Das ist in den vergangenen Jahrzehnten zurückgegangen“, beklagte der BÄK-Präsident. Deshalb komme es jetzt darauf an, diese Kompetenz viel früher zu vermitteln

Dafür müsse nicht jedes Mal eine neue staatlich geprüfte Fachkraft geschaffen werden. „Wir sollten manche Dinge auch mit etwas Pragmatismus organisieren“, sagte Reinhardt.

Darüber hinaus schlug er vor, ältere Ärztinnen und Ärzte durch Anreize länger im Beruf zu halten, wenn auch nicht unbedingt in Vollzeit. In seiner Praxis, berichtete der BÄK-Präsident, arbeiteten Kolleginnen über 70 noch rund 20 Stunden pro Woche und konzentrierten sich auf ihre Patienten. „Das macht ihnen Freude.“

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