Weigeldt warnt vor Entbudgetierung zu Lasten der Hausärzte

„Wir dürfen uns nicht hinters Licht führen lassen“

Der Hausärzteverband hält nichts von der Forderung nach einer Aufhebung des Budgetdeckels, jedenfalls nicht so, wie es sich die Kassenärztliche Bundesvereinigung vorstellt. Dies würde am Ende zu Lasten der Hausärzte gehen.

Arztruf Hamburg

„Ärzte verdienen bis zu 1.000 Euro pro Schicht“

Am 1. Mai startet die Kassenärztliche Vereinigung Hamburg ihren reformierten Notdienst. „Arztruf Hamburg“ soll die Notaufnahmen der Kliniken entlasten – unter anderem durch Hausbesuche rund um die Uhr. Die Niedergelassenen ziehen mit – dank ausreichend hoher finanzieller Anreize.

„Gesundes Kinzigtal“ testet Direktvergütung

„Unsere Ärzte bekommen zehn Prozent mehr Honorar“

Seit gut 100 Tagen testet das Ärztenetz „Gesundes Kinzigtal“ ein neues Honorarmodell. Eine Direktvergütung soll den EBM ablösen. Im Gespräch mit dem änd verrät Geschäftsführer Helmut Hildebrandt, welche Vorteile das neue Konzept den Ärzten bietet, was die KVen davon lernen können und warum die GOÄ zum „Sargnagel für die PKV“ werden wird.

„TK-Safe“

Techniker Krankenkasse startet mit elektronischer Patientenakte

Auf der Akte können Versicherte sämtliche Gesundheitsdaten speichern und einsehen, unter anderem auch das Honorar und die Diagnosen ihrer Ärzte. Der TK-Partner IBM will das Akte auch anderen Krankenkassen anbieten.

Fernbehandlung

Skeptisch und unentschlossen

In Baden-Württemberg startete vor einer Woche das erste Modellprojekt zur ausschließlichen Fernbehandlung. In zwei Wochen soll der Ärztetag für eine Lockerung des Fernbehandlungsverbots in der Musterberufsordnung stimmen –zumindest wenn es nach der Bundesärztekammer geht. Doch wie ist die Stimmung in den Landesärztekammern? Der änd hat sich umgehört.

BMG

Spahn will Kassen zum Abbau von Milliardenreserven zwingen

Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) will per Gesetz Beitragssenkungen bei Krankenkassen mit hohen Finanzreserven erwirken. Vorgesehen sei, dass Krankenkassen mit sehr hohen Rücklagen diese nutzen sollten, um ihre Versicherten zu entlasten. Die SPD kündigt Widerstand an.

Apobank-Chef im Interview

„Wir stehen mit der Idee noch ganz am Anfang“

Vergangene Woche sorgte Ulrich Sommer für Aufsehen mit seiner Aussage, es sei vorstellbar, dass die Apobank künftig eigene Arztpraxen betreibe. Was bedeutet das genau? Und gibt es schon einen konkreten Plan? Der änd fragte nach beim Vorstandschef.

Notfallversorgung

628 Kliniken verlieren Finanzierung

Der G-BA hat am Donnerstagnachmittag in Berlin eine Reform der stationären Notfallversorgung beschlossen. Rund ein Drittel der 1748 deutschen Kliniken verlieren dadurch ihre Förderung – die anderen erhalten mehr Geld.

Die Stimme der Ärzteschaft im Wartezimmer

Der "Durchblick" mit neuem Schwung

Auch wenn im änd zum Teil auf hohem berufspolitischen Niveau diskutiert wird – die Patienten stehen Begriffen wie Regress, Budget und HVM in der Regel ratlos gegenüber. Genau da setzt das Wartezimmer-Magazin des änd an.

Ärztliche Vergütung

Montgomery fordert Mitsprache in der Reform-Kommission

Mindestens drei Vertreter müsse die Ärztekammer in die Kommission entsenden, die bis Ende 2019 Reformvorschläge für die Arztvergütung ausarbeiten soll, fordert der Kammerpräsident. Und kritisiert die geplante Erhöhung von Sprechstundenzeiten.

Terminservicestellen

Änderung ja – aber keine „24-Stunden-Dienste“

Jens Spahn will die Terminservicestellen aufblasen, das hat der neue Gesundheitsminister bereits verkündet – „am besten zu 24-Stunden-Diensten, die sieben Tage in der Woche erreichbar sind“. Ganz so arg wird es nun wohl doch nicht kommen.

Telematik

BVKJ warnt vor „Desaster à la LKW-Maut oder BER“

Während Politiker bereits von einem „Telematik-Beschleunigungs-Gesetz“ sprechen, warnen diejenigen, die in der Praxis mit der TI-Anbindung zu tun haben, weiter vor dem Pannen-Projekt.

Vom Praxiscomputer auf das Handy

KBV-Tochter entwickelt neue Daten-Schnittstelle

Daten direkt aus dem Praxisverwaltungssystem an das Smartphone eines Kollegen oder eines Patienten senden? Noch ist das Zukunftsmusik, da kein flächendeckender Standard verfügbar ist. Die KV Telematik GmbH will das nun ändern.

DGIM-Chef

„Wir brauchen den breit aufgestellten Internisten mit geriatrischer Schulung“

Am Samstag beginnt die Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM). Ein Schwerpunkt ist die Geriatrie.

Baden-Württemberg

KV startet telemedizinisches Modellprojekt in Stuttgart und Tuttlingen

Am 16. April startet in Baden-Württemberg das erste Telemedizin-Projekt einer Kassenärztlichen Vereinigung in Deutschland. Name: „docdirekt“. Die Körperschaft stellte das Konzept am Mittwoch genauer vor.

Gassen warnt Politik

„KVen werden gegen unzulässige Ausweitung der vertragsärztlichen Tätigkeit vorgehen“

Die Politik hält weiter an einem unbegrenzten Leistungsversprechen in der GKV fest – bei einem begrenzten Budget für die Ärzte. Mit den Forderungen nach noch längeren Sprechstundenzeiten übertreten die Abgeordneten nun aber eine rote Linie, warnt der KBV-Chef Dr. Andras Gassen.

Gründung im Juni

Neue „Ärztegewerkschaft“ soll für Niedergelassene kämpfen

Miese Honorarsituation, ständig neue Reglementierungen und Strafgesetze – gleichzeitig verlieren die etablierten Ärzteorganisationen ihren Kampfgeist: Dieses düstre Fazit zieht eine Gruppe von Ärzten, die nun einen neuen Kampfverband ins Leben ruft.

FÄ zu Apobank-Überlegung

„Arztpraxen sind nicht McDonald’s oder Starbucks“

Einen „Affront gegen die ärztliche Unabhängigkeit“ nennt die Freie Ärzteschaft (FÄ) die Idee der Apobank, eigene Arztpraxen zu betreiben. Das Unternehmen würde so mit seinen eigenen Kunden konkurrieren.

KBV-Chef Gassen

„Forderungen wie ,In jedem Dorf ein Arzt’ sind Quatsch“

Millionen Bürger sollen künftig schneller an Termine beim Arzt kommen. Für die neue Bundesregierung ist das ein wichtiges Ziel. Umsonst werde es das nicht geben, betont die KBV. Und formuliert weitere Erwartungen.

Spahns erstes Etappenziel

„Ich will, dass die Patienten schneller einen Arzttermin bekommen"

Wer erwartet hat, dass das Thema „Zwei-Klassen-Medizin“ nach dem Bundestagswahlkampf wieder in den Hintergrund tritt, hat sich getäuscht: Kassen und Politik scheinen derzeit gemeinsam gegen eine ihrer Meinung nach existierende Ungleichbehandlung bei der Terminvergabe vorgehen zu wollen. Die umstrittenen Terminservicestellen liefern den Hebel.